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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Tabor-Süden-Debut. Unbedingt lesen.
Also diese Geschichte ist Wortkargheit in Perfektion, und zwar nicht nur das, was in Gänsefüßchen steht, sondern die gesamte Erzählung: Auf den Punkt, ohne weitausschweifende Satzgebilde, denen man ansieht, dass das Adjektiv mühevoll gesucht und gefunden wurde. Keine Sätze, über die man denkt: Da hat sich jemand verkünstelt. Da...
Veröffentlicht am 1. März 2008 von München

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein etwas langsamer Start
Etwas ratlos hat mich das Buch zurückgelassen. Sicherlich kein klassischer Krimi, eigentlich gibt es keinen Fall und die grosse Auflösung der Gründe des Verrschwindens des Schusters war wenig überraschend. Was der Schuster dann mit den 20000 Mark tatsächlich wollte (bzw. warum), hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Dazu wird viel gesoffen:...
Veröffentlicht am 31. Juli 2012 von buecheroeli


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Tabor-Süden-Debut. Unbedingt lesen., 1. März 2008
Also diese Geschichte ist Wortkargheit in Perfektion, und zwar nicht nur das, was in Gänsefüßchen steht, sondern die gesamte Erzählung: Auf den Punkt, ohne weitausschweifende Satzgebilde, denen man ansieht, dass das Adjektiv mühevoll gesucht und gefunden wurde. Keine Sätze, über die man denkt: Da hat sich jemand verkünstelt. Da wollte jemand ein Wortkünstler sein.
Die Menschen und Situationen hervorragend beobachtet, zwischen den Zeilen Humor, knackig. Ein Krimi, der in München spielt. Kommissar Süden arbeitet in der Vermisstenstelle, nicht wie man es bei Krimis gewöhnt ist, in der Mordkommission.

Die Geschichte ist auch in wenigen Sätzen erzählt: Ein Mann wird von Ehefrau und Schwägerin als vermisst gemeldet. Nachdem in der örtlichen Zeitung ein Bild von ihm veröffentlicht wird, meldet er sich bei Süden und verbittet sich, gesucht zu werden, es gehe ihm gut und es gehe niemanden etwas an, wo er ist. Warum hat er seine Familie verlassen? Das will Süden wissen, obwohl der Fall kein Fall mehr ist.

Natürlich kann man dieses 200-Seiten-Büchlein nicht vergleichen mit einem Mankell-Epos, ein großes Orchester ist keine Kammermusik. Es geht nicht um fiese blutige Morde, sondern um eine Familiengeschichte, wie sie überall passiert.

Für mich als Münchner geht jedoch das Herz auf, wenn ich Süden so durch die Stadt streifen sehe, wenn er bei McDonald am Stachus Junkies sucht, wenn mir eben die Beschreibung dessen, wie und an welchen Orten Münchens er seinen Tag verbringt, so vertraut ist.

Schreiben kann Friedrich Ani wunderbar. Wie hört sich die Beschreibung eines Kneipenbesuches für Sie an:

"Ich war einmal mit Martin dort gewesen, wir hatten gut gegessen und noch besser getrunken, aber der fünfte Ouzo veränderte vorübergehend unsere Persönlichkeit. Wir fingen an Sirtaki zu tanzen, wir schwangen unsere Beine wie Cancantänzenninen und grölten die Melodie. Irgendwann kamen zwei Grüne herein und forderten den Wirt auf, die Musik leiser zu stellen. Ich wankte nach draußen, stolperte und knallte mit dem Gesicht auf die Kühlerhaube des Streifenwagens."

Ja, es wird viel gesoffen in diesem Buch.

Ich freue mich schon auf die nächsten Tabor-Süden-Geschichten, werde sie mir alle nacheinander einziehen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein etwas langsamer Start, 31. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels (Kindle Edition)
Etwas ratlos hat mich das Buch zurückgelassen. Sicherlich kein klassischer Krimi, eigentlich gibt es keinen Fall und die grosse Auflösung der Gründe des Verrschwindens des Schusters war wenig überraschend. Was der Schuster dann mit den 20000 Mark tatsächlich wollte (bzw. warum), hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Dazu wird viel gesoffen: man ist aber kein Alkoholiker, man ist Trinker. Das geht bei Fauser ja noch ganz gut, hier erschien mir das, wie die Lederkluft, als übertriebene hardboiled-Attitude. Ich habe mir trotzdem das nächste Buch bestellt (Süden und der Strassenbahntrinker). Dort wird sicher wieder viel getrunken, aber vielleicht auch etwas stringenter erzählt. Hoffe ich jedenfalls.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels, 3. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels (Kindle Edition)
Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels
Gefällt mir nicht, denn:
Die Sprache ist nicht gerade gut - er sagte, sie sagte, er antwortete, ...Die Geschichte ist langatmig.
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5.0 von 5 Sternen „Sooner or later on we're all just lost and found.“ (Chuck Ragan), 19. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer von martialischen Mainstream-Thrillern gelangweilt ist, 63%ige Happyendings aushält, Tiefgang nicht scheut und seine Depression nach einem Hausbesuch wieder ins All schicken kann, wird sich möglicher Weise an Tabor Südens Fersen heften.
Diese literarische Erfindung von Mannsbild, dessen Vater dereinst konsequent unter Hinterlassung eines Zettels und einer Jacke verschwand, verdingt sich lange Jahre an der Seite eines Freundes aus Kindheitstagen als Kommissar in der Vermisstenstelle der Münchener Polizei. Er legt aus gutem Grund eine Kneipenjobphase in Köln ein, um später für naheliegende berufliche Veränderungen erneut in München einzukehren. Überhaupt scheint ihm Einkehr in vielerlei Hinsicht Schicksal und Kompetenz zugleich zu sein: Kneipen, Insich, Frauen...
Friedrich Anis Serie ist als Aneinanderreihung von Einladungen zur facettenreichen Begegnung mit (allzu-)menschlichen Verhaltensweisen lesbar. Aber das Verständnis hat Grenzen: Überzeugte Nazis, gewalttätige Arschlöcher, hirnamputierte Schnösel und Ignoranzlerinnen mag er so gar nicht – und benimmt sich entsprechend. Was das Harte dann härter und das Weiche noch weicher macht, ist die immer wieder aus dem Hinterhalt auftauchende Ani-Poesie. So geniesst die Leserin viel Feinsinniges über den nervenaufreibenden, verführerischen und einsamen Einsatz (männlichen) Schweigens, über die kluge, mutige Tapferkeit gequälter Kinder, über traurige Wohnungen hinter deutschen Gardinen, in guter Absicht verlogene Beziehungen, die Sternenaugen Verstorbener, Nacktheit in Wohnungen-Betten-Wäldern. Kurz: Liebe, Loyalität und Angst in allen Schattierungen - wie wir Säugetiere halt so sind.
Ich weiß nicht, was es kostet, den Süden zu schreiben, und ich bin froh, dass Ani diesen Preis zahlt.
Für mich ist diese Serie unverzichtbar und ich danke (wie Ani es an einer Stelle in „Süden“ tut) O. Berben für den Schubs, der bewirkte, dass Tabor Süden weiter über's Papier tanzt. Irgendwann wird sicherlich Schluss sein, aber dann fange ich eben von vorne an. „Sleepless nights don't bother me at all!“...
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4.0 von 5 Sternen Unsere Aufgabe war es, Körper zu suchen, nicht Seelen., 9. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Tabor Süden - Roman.
Für mich stand schnell fest, dass Süden kein "normaler" Polizeibeamter oder Ermittler ist, denn
ich hatte das Gefühl, dass er sich in seine Fälle voll reinkniet, und das nicht nur, weil es seine
Pflicht ist (so wie er sagt), sondern auch, weil er ein persönliches Interesse daran hat, alle "seine"
Vermissten wiederzufinden.
Leider hat man nicht allzu viel von Südens Privatleben erfahren, aber das, was durchgesickert ist,
hat mich zu der Annahme gebracht, dass sich Süden selbst auf irgendeine Art und Weise
verloren fühlt und er mit seiner Arbeit, "Körper" (Menschen) wiederzufinden, versucht, mit sich
und seinem Leben klarzukommen. - Könnte natürlich alles Quatsch sein, aber ich hatte während
dem Lesen trotzdem immer wieder das Gefühl, dass Süden nicht nur recht wortkarg und
introvertiert, sondern auch tieftraurig und "vom Leben verlassen" ist. - Obwohl er das scheinbar
ganz gut mit Coolness verbergen kann, sowohl durch sein Aussehen, als auch durch seinen
speziellen Humor, der mich doch einige Male grinsen hat lassen.

Das Ganze Tohuwabohu um den als vermisst gemeldeten Schuster Max Grauke, seiner Ehefrau
Lotte und Schwägerin Paula, war leider nicht ganz so spannend oder spektakulär
mitzuverfolgen, wie ich erwartet habe. Ganz im Gegenteil, es war eher etwas verwirrend,
zumindest als dann noch ein paar andere Protagonisten aufgetaucht sind, die für mich nicht recht
ins Bild passen wollten und deren Beziehungen untereinander nicht wirklich erklärt wurden.
Recht erstaunt war ich aber, als ans Licht gekommen ist, warum Max gegangen ist, bzw. was die
Beziehungen zwischen den beiden Halbschwestern Lotte und Paula mit seinem Verschwinden
zu tun hatten. Das hat mich, übertrieben geschrieben, fast umgehauen... (Und sollte an der Stelle
die Neugier des Rezensionslesers wecken. ;-P)

Wie auch immer, Süden ist eine neugierig machende Figur, die ich gerne noch näher
kennenlernen würde, vor allem sein Privatleben interessiert mich sehr. Deshalb werde ich mir
(früher oder später) noch die weiteren Süden-Romane vornehmen.
Auch der Schreibstil hat mich begeistert, der war so flüssig, locker, flockig und einfach gestrickt,
dass ich ganz schnell recht viele Seiten "weglesen" konnte. Ani hat einen ganz speziellen Stil,
den ich sofort wiedererkannt habe. (Habe bereits sein Buch "Die unterirdische Sonne" gelesen.)
Ich lese demnächst gerne mehr von ihm! ☺
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3.0 von 5 Sternen Kein Krimi und nicht das überzeugendste Buch des Autors, 20. September 2013
Das Buch ist für mich kein richtiger Krimi, da die Krimi-Handlung ganz untypisch (aber für den Autor wieder typisch) ohne Mord und Leiche auskommt.

Tabor Süden, der Hauptcharakter, ist im Vermisstendezernat der Polizei tätig und damit beschäftigt ausgerissenen oder verschwunden Menschen nachzuspüren. In diesem Fall wird ein fast 60jähriger Schuhmacher von seiner Frau und deren Schwester als vermisst gemeldet.

Süden ermmittelt und kommt mit Akribie und Hartnäckigkeit hinter die Lebensgeschichte bzw. Tragik des Schuhmachers und damit die Gründe seines Verschwindens, das mehr einem Weggang gleichkommt.

Friedrich Anis Bücher um den Kommissar Tabor Süden leben von der exzellenten Ausgestaltung dieser Figur mit all seinen Kanten und Skurilitäten. Hinzu kommt noch die wunderbare Sprache mit vielen kleinen Zwischentönen die das Buch ausmachen. Die eigentliche Handlung des Verschwindens tritt dabei dann in den Hintergrund und das ehemalige Leben des Verschwundenen ins Rampenlicht.

Das Buch empfand ich als sehr melancholisch, insbesondere zum Ende hin, aber auch mit dem Reiz des Weiterlesens. Großes Manko bei diesem Süden-Fall ist der Anfang, an dem sich das Buch für meinen Geschmack etwas lange schleppte.

Es gibt deutlich bessere Bücher des Autors rund um die Figur Tabor Süden, aber auch dieses Buch bietet Unterhaltung.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen verwundert, 3. Mai 2009
als ich in meiner Fernsehzeitschrift die Ankündigung von einem "Süden"-Krimi las, bestellte ich mir das Buch, denn der Film schien verheißungsvoll.
Am Anfang fand ich dieses Taschenbuch witzig und unterhaltsam, mußte über die Situationskomik lachen. Aber im Laufe des Krimis viel er ab, war weder spannend noch witzig.
Die beiden Krimiverfilmungen, die im ZDF liefen, gefielen mir deutlich besser. Die Darsteller haben die Charaktere sehr ausdrucksstark gespielt, die Filme waren spannend.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mal was anderes, 10. August 2004
Wiedermal ist ein Hörbuch "mein erstes Mal" mit einem Autor. Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels war mein erster Fall von Friedrich Ani und ich kann nur sagen "mal was anderes". Sehr angenehm empfinde ich es, dass Süden mal nicht ein Kommisar des Morddezernates ist, sondern des Vermisstendezernates.
Die Fälle sind somit einfach anders und heben sich gut ab.
Kritikpunkte gibt es allerdings auch: Die Sprache scheint mir teilweise etwas seltsam, viel "sagte" und "machte" etc. Und was die Hörbuchfassung angeht, finde ich dass der Sprecher die Frauenrollen zu klischeehaft gesprochen hat. Die Frauen hören sich alle an, als würden sie gleich in Tränen ausbrechen - nicht sehr realisitsch.
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