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Mozart: Clarinet Concerto / Clarinet  Quintet
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am 10. Oktober 2011
Über Mozarts Klarinettenkonzert in A-Dur KV 622 muss wohl nicht allzu viel gesagt werden. Es handelt sich um eines der großen Monumente der klassischen Musik. Die Diskographie dieses Stücks ist natürlich auch umfangreich. Mir persönlich ist es bisher durchaus schwer gefallen wirklich so etwas wie eine Lieblingsaufnahme zu finden. Was solistische Leistungen wie Feinfühligkeit der Interpretation und Schönheit des Tons betrifft, so habe ich noch niemanden gefunden, der Sabine Meyer wirklich das Wasser reichen kann. Die beiden Aufnahmen, die Frau Meyer auf dem Markt hat kranken allerdings daran, dass die Orchesterleistungen meines Erachtens eher durchschnittlich sind, dass Frau Meyer bisweilen arg leise spielt oder die Dirigenten nicht in der Lage waren, die Energie ihrer für Mozart vielleicht etwas überdimensionierten oder zu füllig aufspielenden Orchester in den Griff zu bekommen. Frau Meyer geht manchmal regelrecht unter. Umgekehrt gibt es Aufnahmen, bei denen ich den Orchesterpart traumhaft finde (Freiburger Barockorchester, Orchestra of the 18th century oder, wenn auch auf ganz andere Art die Wiener Philharmoniker unter Karl Böhm), aber mit den Solisten nicht einverstanden bin.

Zu dieser Aufnahme:
Die 1971 in Israel geborene Sharon Kam gewann 1992 den ARD-Wettbewerb und legte damit den Grundstein für eine beachtliche Karriere - neben der erwähnten Sabine Meyer und Martin Fröst dürfte sie zu den bekanntesten Klarinettisten der Welt zählen. Mit dieser CD hat sie sich also auch auf dem Markt der Mozart-Aufnahmen positioniert. Sie wählte für ihre Einspielung des Klarinettenkonzerts sowie des Klarinettenquintetts aus Mozarts Feder eine Bassett-Klarinette und kann damit auf die bei einer A-Klarinette bisweilen notwendigen Oktavierungen einzelner Passagen verzichten. Begleitet wird Sharon Kam beim Klarinettenkonzert durch die Österreich-Ungarische Haydnphilharmonie, die 1987 durch den Dirigenten Adam Fischer gegründet wurde und vor allem für ihre Gesamteinspielung der Symphonien Joseph Haydns bekannt ist. Die Leitung übernahm die Solistin selbst.
Der erste Höreindruck beim Klarinettenkonzert hinterließ bei mir gemischte Gefühle: Sharon Kams Spiel überzeugte mich voll und ganz, während mir die Orchesterleistung zu konventionell erschien. Durch mehrmaliges Anhören und den Vergleich mit Alternativaufnahmen wurde mein Eindruck hinsichtlich des Orchesterparts allerdings ein anderer: ich hatte dem Orchester ein wenig Unrecht getan. Die Haydnphilharmonie und Sharon Kam bieten ein exzellentes Zusammenspiel und erfüllen mir damit einen der Wünsche, den die Orchester, mit denen Sabine Meyer im Studio war, offen ließen. Auch das Klangbild ist sehr gut gelungen. Ich gestehe, ich mag es einerseits noch eine Idee rauer und transparenter, wie es die oben genannten Orchester der historischen Aufführungspraxis spielen bzw. weiß ich auch das andere Extrem, den konsequent-süßlichen Stil eines Karl Böhm zu schätzen. Doch mit nicht allzu heftigem Vibrato, einem durchaus fülligen, aber nicht überbordenden Klangbild, dem erwähnten exzellenten Zusammenspiel mit der Solistin, einer guten Tempowahl und einer adäquaten Interpretation der Satzbezeichnungen (das Adagio nicht zu kitschig, die Allegro-Sätze schön temperamentvoll ohne zu hetzen) vermag das Orchester in vollem Umfang zu überzeugen.

Sharon Kam überzeugte mich auch nach mehrmaligem Hinhören. Es mag sein, dass Sabine Meyer noch den etwas runderen, weicheren Ton erzeugt, aber Sharon Kam ist im Augenblick diejenige Solistin, die sich nach meinem Dafürhalten am ehesten mit meiner Favoritin messen kann. Sie spielt feinfühlig und technisch sauber. An einigen Stellen würde ich mir wünschen, dass sie den in tiefen Lagen herrlich sonoren Klang ihres Instruments noch etwas deutlicher herausarbeitet, umgekehrt gibt es einige wenigen Passagen, in denen ihr Ton in den Höhen etwas flehentlich wirkt. Aber das sind Nuancen und insgesamt hat mich diese Version des Klarinettenkonzerts sehr positiv überrascht.

Das gilt in fast noch deutlicherem Maße für das ebenfalls eingespielte Klarinettenquintett. Dieses Werk ist durchaus vertrackt, verlangt einerseits gutes Zusammenspiel, andererseits sehr gute Solisten. Sharon Kams Leistung entspricht der beim Klarinettenkonzert - sie ist sehr gut. Mit der als Violin- (und bisweilen auch Bratschen-)Solistin bekannten Isabelle van Keulen, die nicht nur regelmäßig als Kammermusikerin agiert, sondern auch als Gastkonzertmeisterin bei einer Reihe von Orchestern regelmäßig statt eines Dirigenten die Leitung übernimmt sowie Ulrike-Anima Mathé sind zwei exzellente Geigerinnen am Werk. Den eher etwas dunkleren Klang der Klarinette mit dem hellen Ton der Violine zusammenzubringen, ohne dass die Violine dabei grell wirkt ist jedenfalls nach meinem Höreindruck bei anderen Einspielungen dieses Stücks gar nicht so einfach. Hier zeichnen sich die beiden Geigerinnen sehr aus. Der Cellist, Gustav Rivinius, als Gewinner des legendären Tschaikowsky-Wettbewerbs 1990 alles andere als ein unbeschriebenes Blatt und der Bratscher Volker Jacobsen tragen ebenfalls in hohem Maße zum Gelingen dieser Einspielung bei.

Fazit: aus meiner Sicht ist diese CD eine Bereicherung der nicht eben kleinen Mozart-Diskographie, so dass ich sie guten Gewissens weiterempfehlen kann. Dass es sich um eine Jahrhundert-Einspielung, ein Muss für jeden Klassik-Fan oder Klarinetten-Fan handelt, würde ich nun nicht sagen. Solche Superlative sind allerdings ohnehin meine Sache nicht und es hat bisweilen etwas lächerliches, wie inflationär diese im Klassik-Betrieb, insbesondere von den Labels selbst verwendet werden. In jedem Fall ist diese CD überzeugend und aus meiner Sicht für jeden Mozart-Freund eine Überlegung wert.
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am 4. Juli 2014
Sie hält was sie verspricht. Ein tollerZusammenschnitt mit ausgesuchten Sahnestückchen. Sehr zu empfehlen. Es ist ein Genuss, sie zu hören.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. November 2011
Ich hatte vergangenen Mai in Hamburg das Glück noch Restkarten für das Konzert von Sharon Kam und ihrem Quartett in der St. Katharinenkirche zu bekommen. Damals spielten sie, wie auf dieser CD, das Klarinettenquintett von Mozart. Schon die Atmosphäre des Konzertes war einzigartig. Sharon Kam ist eine Künstlerin, die eine ganz besondere Präsenz auf der Bühne ausstrahlt. Damals spiele sie auch schon auf ihrer Bassettklarinette, daher war ich besonders neugierig auf diese CD und muss sagen, die Aufnahme ist einfach traumhaft schön geworden. Und auch das Klarinettenkonzert mit der Haydn Philharmonie habe ich so beschwingt und dynamisch noch nie gehört. Eine wundervolle CD.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Dezember 2011
Wie Sie aus der Tiefe so sanft und einfühlsam emporkommt, wie Sie endlos musikalisch mit Orchester oder Streichquartett harmoniert, wie Sie Mozart lustig und zugleich in-traurig interpretiert: ziehen wir den Hut vor dieser Meisterin!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. März 2013
Der Empfänger der CD, selbst Klarinettist, hat sich über die CD gefreut.
Somot gerne wkieder,,, ,,, ,,, ,,, ,,, ,,,
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Juni 2014
Alles zu meiner allerbesten Zufriedenheit gelaufen.
Information, Lieferung und Verpackung sehr gut.
Inhalt entsprach der Beschreibung.
Würde hier stets wieder bestellen.Alles zur besten Zufriedenheit gelaufen. Würde hier stets wieder bestellen.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. November 2011
Diese CD ist einfach traumhaft - herrlich lyrische Musik "erzählt" von
großartigen Musikern! Ob im Konzert, in dem die Klarinette im Dialog mit
dem Orchester steht, oder im Quintett, das wie ein geistreiches Gespräch
ohne Worte wirkt, immer wird man von diesem wunderbaren Strom musikalischer
Gedanken mitgetragen. Sharon Kam und ihre Mitmusiker bringen es fertig,
dabei zugleich geistreich und gefühlvoll, hellwach und wie verträumt zu
musizieren. Diese vielseitige Harmonie spürt auch der wenig versierte
Hörer, und wer einmal mehr als immer nur den langsamen Konzertsatz hören
mag ("Jenseits von Afrika") wird hier reichlich belohnt. Eine Aufnahme mit
dem "So und nicht anders"-Effekt!
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2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Januar 2012
Den Elegien der Vorrezensenten kann ich mich nicht anschließen. Dies liegt nicht an der wunderbaren Leistung von Sharon Kam, deren künstlerische Qualität außer Frage steht und die ich sehr schätze. Es handelt sich um eine ganz gu,t gelungene Aufnahme, aber auch nicht mehr. Mein hauptkritikpunkt ist die fehlende Einheit von Orchestermusik Solistin. Beide spielen nebeneinander her - Kam auF hohem Niveau! Das Orchester artig und brav. Aber aus KV 622 kann man mehr machen! Die Harminien spielen, wie sie Mozart notierte, das reicht für mehr als drei Sterne nicht.

Mozart: Clarinet Concerto / Clarinet Quintet In A Major
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