Kundenrezensionen


55 Rezensionen
5 Sterne:
 (31)
4 Sterne:
 (10)
3 Sterne:
 (6)
2 Sterne:
 (4)
1 Sterne:
 (4)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Tunnel bringt den Tod
Als Paul Lenz und sein Partner Thilo Hain zu einem Selbstmord am Rengershausener Tunnel gerufen werden, glauben sie noch an den Selbstmord eines Kollegen, auch wenn die Ermittlungen nicht unbedingt einen Grund ergeben, warum sich Norbert Schneider hätte umbringen sollen. Kaum ist der Fall zu den Akten gelegt, ereignet sich genau 2 Wochen später an genau...
Veröffentlicht am 14. Juli 2011 von Belle's Leseinsel

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Krimi ohne Ermittlungsergebnisse
Dank der Osteraktion von Amazon bin ich direkt in den achten Fall hinein geschlittert. Bei den Harry Hole Romanen (Weihnachtsaktion) hat sich das für Amazon auch sehr gut gerechnet, hier hingegen leider nicht.

Über den Inhalt ist schon genug geschrieben, daher fasse ich nur zusammen was mir während des Lesens aufgefallen ist. Besonders am Anfang...
Veröffentlicht am 12. Mai 2012 von Sebastian W.


‹ Zurück | 1 26 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Tunnel bringt den Tod, 14. Juli 2011
Von 
Belle's Leseinsel (Mainz, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Zeitbombe (Taschenbuch)
Als Paul Lenz und sein Partner Thilo Hain zu einem Selbstmord am Rengershausener Tunnel gerufen werden, glauben sie noch an den Selbstmord eines Kollegen, auch wenn die Ermittlungen nicht unbedingt einen Grund ergeben, warum sich Norbert Schneider hätte umbringen sollen. Kaum ist der Fall zu den Akten gelegt, ereignet sich genau 2 Wochen später an genau demselben Eisenbahntunnel wieder ein Selbstmord, wieder ist es ein Polizeikollege. Nun wird Lenz stutzig, zumal sein gerade in Pension gegangener Chef Ludger Brandt sich sehr für den Fall zu interessieren scheint und ihr jetziger Chef, Kriminalrat Franz Zwick, die beiden Fälle partout als Selbstmorde deklarieren möchte. Der Kasseler Hauptkommissar fängt an, in der Vergangenheit der beiden toten Kollegen zu forschen und stößt schon bald auf einen 20 Jahre zurückliegenden Fall, indem die Beweislage absolut nicht eindeutig war, der Verdächtige jedoch lebenslänglich erhalten hat.

Eines vorweg: Auch wenn es sich bereits um den 8. Fall von Hauptkommissar Paul Lenz handelt, kann man den Krimi problemlos ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen.

Matthias P. Gibert geht in seinem aktuellen Krimi nicht nur dem Thema Justizirrtum nach, sondern thematisiert auch die Sicherungsverwahrung. Hier vor allem das Urteil des Europäischen Gerichtshofs, welches besagt, dass nachträglich verordnete Sicherungsverwahrung verfassungswidrig ist. Deswegen müssen hiervon betroffene Straftäter nach ihrer Entlassung in Deutschland unter einer 24-stündigen Überwachung stehen. Dies allerdings ohne erhobenen Zeigefringer, sodass man sich über das Für und Wider selbst seine Gedanken machen kann.

Der komplette Krimi ist realistisch umgesetzt und so kann man auch gut die stupide Arbeit der betroffenen Beamten nachvollziehen, die zu solchen Überwachungen abgestellt sind und denen durch die Monotonie ihrer Arbeit durchaus auch Fehler unterlaufen können. Wobei allerdings ein Beamter auch dermaßen unsympathisch beschrieben wird, dass man ihm von Herzen diese stupide Arbeit gönnt.

Der Krimi gestaltet sich von Anfang an sehr spannend und rätselhaft. Der Autor wechselt ständig zwischen den Ermittlungen von Lenz und dem Ex-Sträfling Rüdiger Bornmann, der nach gut 20 Jahren aus der Haft entlassen wird. Man ahnt natürlich, dass Bornmann irgendwie in Verbindung mit den Todesfällen stehen muss, sonst würde der Autor diesen Erzählstrang schließlich nicht mit einbauen, hat aber lange Zeit keine Ahnung, um welche es sich handelt. Zumal Bornmann rund um die Uhr bewacht wird und eine starke Gehbehinderung hat. Dank ihrem Ex-Chef, der ein auffälliges Interesses an dem Fall hat, erhalten Lenz und Hain einen vermeintlich heißen Tipp und man fragt sich mit der Zeit schon, inwieweit Ludger Brandt in die Ermittlungen verwickelt ist. Denn das hier ganz offensichtlich etwas in den Kreisen der Kassler Polizei vorgefallen sein muss, ist einem schnell klar, denn dass zwei Polizisten, die sich auch noch persönlich kannten, an genau derselben Stelle Selbstmord begehen, ist schon mehr als seltsam.

So entwickelt sich die Story komplex, interessant und vor allem sehr spannend, hierfür sorgt auch der fesselnde, lebendige Schreibstil des Autors. Lenz und sein Team ermitteln mehr oder weniger auf eigene Faust, da sie von ihrem neuen Chef Zwick absolut keine Unterstützung erhalten. Dieser ist ein Speichellecker bei seinen Vorgesetzten und Leuten, die etwas zu sagen haben und seine Mitarbeiter behandelt er respektlos und sehr von oben herab.

Daran lässt sich Lenz jedoch nicht stören, geht ihm soweit als möglich aus dem Weg und ermittelt mit stoischer Ruhe weiter. Kraft dazu schöpft er aus seinem Privatleben. Die Scheidung seiner Freundin Maria vom Oberbürgermeister Kassels steht kurz bevor und Maria hat ihm durch die Blume zu verstehen gegeben, dass sie ihn heiraten möchte. Mit den Einschüben in Lenz Privatleben nimmt Matthias P. Gibert zwar immer mal wieder etwas die Spannung aus der Story heraus, dies ist jedoch absolut nicht störend, da man so den Hauptkommissar selbst besser kennenlernt. Und dieser ist ein sympathischer, zwar manchmal zu Wutausbrüchen neigender Mensch, aber ansonsten sehr umgänglich, teamorientiert, verzeiht auch mal einen Fehler und gesteht sich seinen Schwächen ein, wenn auch zähneknirschend.

Fazit: Eine realistisch angelegte, sich vielschichtig entwickelnde, interessante Story, die mit ein wenig Kritik an der Lokal- und Landespolitik versehen ist und einem sehr menschlich agierenden Hauptkommissar.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lenz' achter Fall: brisant und topaktuell, 14. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Zeitbombe (Taschenbuch)
Mehr als die Buchrückseite über den Inhalt verrät, möchte ich auch nicht sagen. Vielleicht ist noch anzumerken, dass es sich bei dem Täter von vor 20 Jahren um einen jetzt freigelassenen Häftling handelt, der nach der aktuellen Lage aus der Sicherungsverwahrung entlassen wurde. Er steht nun unter 24stündiger Polizeibeobachtung.

Dies war mein fünfter Kriminalroman von Matthias P. Gibert. Dieses Buch kann man als Quereinsteiger in die Serie gut lesen. Die Protagonisten werden wieder sehr gut vorgestellt, und auch die übrigen Figuren, wie zum Beispiel Lenz` Freundin, werden gut eingeführt. Ich wäre prima zurechtgekommen, wenn ich die Serie erst mit diesem Teil begonnen hätte.

Der Autor hat hier Topaktuelles (Sicherungsverwahrung) mit einem spannenden Kriminalfall kombiniert. Ich empfand dauerhaft eine Dramatik, die mich so gefesselt hat, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil war ebenfalls so flüssig, dass ich immerzu weiterlesen musste".
Auch die Nebenhandlung mit Lenz` Freundin Maria hatte aufregende Momente. Da bin ich sehr auf die weitere Entwicklung gespannt.

Fazit:
Wieder ein äußerst spannendes Werk aus der Feder von Matthias P. Gibert, dem ich fünf von fünf Sternen und eine hundertprozentige Leseempfehlung gebe. Ein richtiger Pageturner!
Den Schriftsteller kann ich uneingeschränkt empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Krimi ohne Ermittlungsergebnisse, 12. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zeitbombe: Lenz' achter Fall (Kindle Edition)
Dank der Osteraktion von Amazon bin ich direkt in den achten Fall hinein geschlittert. Bei den Harry Hole Romanen (Weihnachtsaktion) hat sich das für Amazon auch sehr gut gerechnet, hier hingegen leider nicht.

Über den Inhalt ist schon genug geschrieben, daher fasse ich nur zusammen was mir während des Lesens aufgefallen ist. Besonders am Anfang liest sich das Buch eher wie eine zweitklassige Schnulze wenn Lenz Freundin Maria charakterisiert und sogar im Tagesablauf begleitet wird. Sie hat nur Vorzüge, ist zuvorkommend, klug, fleißig, bescheiden und super im Bett. Interessanterweise wird sie sprachlich aber abgestuft weil sie oft nur als Freundin des Kommissars oder baldige Exfrau vom Bürgermeister bezeichnet wird. Es scheint weniger wichtig zu sein wer sie ist und was sie macht, sondern zu wem sie gehört.
Ab Mitte des nimmt die Geschichte dann endlich etwas Fahrt auf, nachdem gefühlt zehn Vorurteile über Polizisten und Beamte wiederholt bestätigt werden, und Lenz und Hain nehmen Ermittlungen wegen Mordes auf. Doch leider ersticken Sie selbst mögliche Ergebnisse im Keim indem sie vom Testosteron getrieben sich mit alles und jeden anlegen und so Zeugen, Kollegen und Vorgesetzte vergraulen. Klar, niemand will auf dieser Position von Weicheiern lesen aber hier geht es einfach zu weit.
Bis zum Ende gibt es leider keine wirklichen Handlungsumschwünge außer einer zweifelhaft motivierten Ablenkung von einem ehemaligen Kollegen. Bei der sich ergebenden Schießerei wird ein Bösewicht von einer Kugel getroffen und fliegt durch den Einschlag in bester Hollywoodmanier natürlich mehrere Meter nach hinten. Newton hätte da wohl ein paar Einwände.

Wer das Ende nicht wissen will, sollte nicht weiter lesen!
Und die Krönung am Schluss: die beiden Kommissare haben nichts erreicht, der Täter hat seinen Plan ohne jede Gefahr zu Ende bringen können. Zum Schluss wird sogar noch ein echter Mörder gedeckt und Maria darf nochmal als zweifelhafter ethischer/menschlicher Rettungsanker für Lenz herhalten. Ende.

Zwei Sterne weil manchmal doch kurz sowas wie Spannung aufkam, aber definitiv mein letzter Roman von Matthias P. Gibert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen langweiliger Krimi, 2. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zeitbombe: Lenz' achter Fall (Kindle Edition)
Krimi mit einem Verdächtigen, der von Anfang an bekannt und zum Schluss der Täter ist. Das Buch ist mit sehr viel Dialog geschrieben, so dass es sich fast liest wie ein Drehbuch. Anstrengend zu lesen. Die Beteiligten kommunizieren grundsätzlich sehr ruppig miteinander, so dass es insgesamt in einer schlechten Umgangssprache geschrieben ist. Nervig ist vor allem, dass bestimmte Ermittlungsergebnissse mehrmals im Buch geschildert werden: Erst erzählt es die Zeugin dem einen Kommissar, dann der seinem Kollegen und dann der seinem Chef. Spätestens beim dritten Mal denkt der Leser: ja, ich weiß. Die wenigen spannenden Stellen machen leider die vielen langweiligen nicht wett.
Mein Fazit: nicht lesenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Etwas konstruiert, dennoch lesenswert, 3. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Zeitbombe (Taschenbuch)
Mit "Zeitbombe" hat Matthias Gibert den achten Fall des Ermittler-Duos Lenz/Hain geschaffen.
Ich habe bis hierher alle Bände nacheinander gelesen, wage aber die Behauptung, mit diesem Band auch als Quereinsteiger anfangen zu können. Hierbei blieben jedoch Entwicklungsstränge auf der Strecke, die sich in den vorherigen Bänden geformt hatten.

Lenz wird zu einem vermeintlichen Suizid an einem Eisenbahntunnel gerufen. Die Sache scheint schnell klar zu sein, zusätzlich getrübt wird die Situation, als man den Toten als Kassler Polizeibeamten identifiziert.
Als bald jedoch ein weiterer Suizid nach selbem Muster auftritt, kommen Lenz ernste Zweifel.
Gleichzeitig erfahren wir, dass der langjährige Sträfling Bornmann aus der Haft entlassen wird. Dieser wurde seinerzeit wegen Mord zu lebenslanger Haft verurteilt, nach einem "Zwischenfall" im Gefängnis wurde diese um eine nachträgliche Sicherheitsverwahrung ergänzt. Diese wurde aber als verfassungswidrig erklärt. So ist Bornmann nunmehr ein freier Mann, muss aber damit leben, rund um die Uhr von der Polizei überwacht zu werden.
Inwieweit aber ist er für diesen Fall von Interesse, da er seit Jahren gehbehindert ist?

In diesem Band trennt sich der Leser von einer alt-bekannten Figur, denn Ludger Brand - langjähriger Chef von Lenz und Hain - verabschiedet sich in den Ruhestand. Dieser verläuft aber nicht so ruhig wie angenommen, denn schon bald meldet sich Brand bei Lenz um Informationen zu den Selbstmorden zu bekommen.
Dessen Nachfolger Zwick wird bereits vor seinem Erscheinen als großer Unsymphat beschrieben und tatsächlich entstehen schon bald Reibereien zwischen ihm und den Ermittlern Lenz und Hain.

"Zeitbombe" liest sich wie alle bisherigen Fälle flüssig und für mich durchaus ansprechend. Einige eingestreute "Running-Gags" zeigen allerdings erste Abnutzungserscheinungen, etwa die ewigen Kappeleien zwischen Lenz und Hain im Auto.
Die Beziehung von Paul Lenz und Maria (in Trennung lebende Frau des Bürgermeisters) erreicht die nächste Stufe und erstmals wird der Person Maria Zeislinger mehr Raum zur Entfaltung geboten. Diese erscheinen - wie übrigens die Person selbst - als austauschbar.

Dass die Ermittlungen zäh vorangehen, Lenz und Hain durch wage "Tips" in eine Sackgasse geraten und man dem Täter über einen Umweg auf die Spur kommt ist für mich verzeihbar, in diesem Fall hat es mir sogar gefallen.
Jedoch leidet "Zeitbombe" ebenso wie der vorherige Fall "Rechtsdruck" daran, dass die Aufklärung der Dinge etwas weit hergeholt erscheinen. Das Warum mag ich noch nachvollziehen, das Wie verwundert mich als Leser dann doch.
Hin- und hergerissen war ich vom Finale des Buches. Einerseits war es doch sehr untypisch für das, was ich bisher von Gibert lesen konnte, andererseits schlingert er hier in der Charakterisierung des Protagonisten Lenz ein wenig arg herum. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand seine Meinung ändert - aber....

Ohne allzuviel verraten zu wollen bleibt unter dem Strich ein größtenteils gutes Lesevergnügen stehen. Wirrungen und Irrungen gehören dazu, Anekdoten zum Privatleben der Ermittler sind hier für mein Dafürhalten auflockernd dazwischengestreut. Es krankt leider wieder an einer schlüssigen Auflösung des Falls - weniger ist manchmal doch mehr. Insgesamt fühlt sich dieser Fall besser an als "Rechtsdruck", ist ob seiner Auflösung aber auch keine 5 Sterne wert.
Fazit: Bessere 4 Sterne als "Rechtsdruck", dennoch ein gutes Stück von 5 Sternen entfernt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kann man lesen,, 9. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zeitbombe: Lenz' achter Fall (Kindle Edition)
aber fesselt kaum. Auch ohne Kenntnis der Krimiserie lässt sich der Band lesen und die Charakter erfassen. Immer wieder Leerräume durch relativ platte Passagen und mehr oder weniger vorhersehbare Wendungen, gemäß dem Autor: "Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Leichtigkeit du große Worthülsen verschießen kannst." Grundidee der Realität entnommen und durchaus nicht uninteressant, die Gestaltung der Charakter hat aber durchaus Potential.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starker Krimi mit Zeitbezug, 30. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zeitbombe: Lenz' achter Fall (Kindle Edition)
März 2011 - Ein Strafgefangener der JVA Kassel wird aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes entlassen, da die ihm aufgebürdete nachträgliche Sicherungsverwahrung nicht zulässig ist. Er gilt als Krüppel und wird freundlich verabschiedet, einzig ein Zellenaufseher hat seine Bedenken und rechnet fest mit seiner Wiederkehr.

Kurz darauf geschieht ein Polizistenmord. Auf den ersten Blick sieht alles nach Freitod aus, aber als zwei Wochen später wieder ein Kommissar tot aufgefunden wird, der unter den gleichen Umständen starb, beginnt der Ermittler Paul Lenz seine Arbeit.
Gemeinsam mit seinem Kollegen stößt er auf Akten, die eigentlich unter Verschluss bleiben sollten und auch ihr frisch pensionierter Chef scheint seine Finger im Spiel zu haben.

Die Geschichte entwickelt sich zu einem spannenden Kriminalfall mit Gegenwartsbezug. Lange Zeit wird der Leser auf falsche Fährten geschickt und erst gegen Ende offenbart sich die gesamte Komplexität des Falles.
Dabei überzeugen die beiden ermittelnden Kommissare mit erstaunlich realer Art, keine ihrer Handlung wirkt übertrieben, oder gespielt heldenhaft ála James Bond.
Besonders gefällt mir, dass mal nicht mit einem klassischen Happy End aufgewartet wird - sehr gelungene Lösung des Falles "Zeitbombe"
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitbombe: Lenz' achter Fall, 24. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Zeitbombe (Taschenbuch)
Ich kann jedem der sich für Krimis interessiert die Reihe um Kommissar Lenz wärmstens empfehlen. Noch nie habe ich besser geschriebene Krimis von einem deutschen Autor gelesen. Gibert rangiert für mich auf einer Ebene mit Henning Mankell. Es ist ja auch nicht einzusehen, dass gute Krimis fast immer nur in Skandinavien, England oder USA spielen müssen. In Kassel funktioniert das auch. Obwohl das Buch Zeitbombe bereits der 8. Romane dieser Reihe ist, merke ich noch keine Abnutzungserscheinungen. Die Bücher sind spannend, logisch aufgebaut, wirken überhaupt nicht konstruiert und sind teilweise brandaktuell. In Zeitbombe geht es z.B. auch um einen aus der Sicherheitsverwahrung Entlassenen. Leute, kauft Krimis von Matthias P. Gibert. Die spielen zwar in der sogenannten Provinz, sind aber auf Topniveau.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sinn und Unsinn eines EU-Urteils, 14. Juli 2011
Von 
Gospelsinger (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Zeitbombe (Taschenbuch)
Ein Polizist begeht Selbstmord, indem er sich vor einen Zug wirft. So etwas kommt vor, auch wenn es im Fall dieses Kollegen unerwartet war. Aber als zwei Wochen später an exakt der gleichen Stelle erneut ein Polizist von einem Zug überrollt wird, kommen Zweifel an der Selbstmordthese auf.
Gleichzeitig wird der Häftling Rüdiger Bornmann aus der Sicherheitsverwahrung entlassen, weil ein EU-Urteil das vorschreibt. Dafür wird er rund um die Uhr von der Polizei überwacht, obwohl er gehbehindert ist. Er hat also keine Möglichkeit, etwas Illegales zu tun. Oder?
Auf den ersten Blick haben die beiden Handlungsstränge nichts miteinander zu tun. Aber Hauptkommissar Paul Lenz stößt bei seinen Ermittlungen über die Polizistentode auf den Fall Bornmann. Handelte es sich um einen Justizirrtum? Hat Bornmann zu Unrecht 21 Jahre im Knast verbracht?
So richtig stutzig wird Paul Lenz, als sein inzwischen pensionierter ehemaliger Chef Ludger Brandt sich brennend für den Fall interessiert.
Während sich das Privatleben von Paul Lenz endlich ein wenig ordnet, wird es auf der Arbeit unruhig. Der neue Chef scheint nicht gerade durch seine Fachkenntnis oder wegen seiner Führungsqualitäten aufgestiegen zu sein. Und er hat Paul Lenz auf dem Kieker.
Dies ist der achte Krimi dieser Reihe, und der zweite, den ich gelesen habe. Es macht überhaupt keine Probleme, ihn ohne Kenntnis der anderen Bände zu lesen.
Die aktuelle Debatte um die Sicherheitsverwahrung wird hier ganz hervorragend integriert, ohne zu polemisieren. Über Sinn und Unsinn des EU-Urteils kann und soll sich jeder selbst Gedanken machen. Welch absurde Auswirkungen Urteile einer weit entfernten Instanz haben können, wird jedenfalls sehr anschaulich dargestellt.
Mir hat dieser Krimi ausgesprochen gut gefallen. Der Wechsel zwischen den beiden Handlungssträngen sorgt für eine ständige Spannung, die sich bis zum rasanten Finale immer mehr steigert, wenn deutlich wird, wie die beiden Stränge miteinander verbunden sind und was innerhalb des Polizeiapparats geschehen ist. Der Schreibstil ist flüssig, die Protagonisten sind mir sympathisch, und das Privatleben der Figuren nimmt nicht zu viel Raum ein, sondern sorgt für die Authentizität der Charaktere. So kann die Reihe weitergehen'
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bombe tickt.., 14. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Zeitbombe (Taschenbuch)
Eine Leiche liegt, von dem ICE fast bis zur Unkenntlichkeit entstellt, auf den Gleisen, die Kassel mit Fulda verbinden und nach kurzer Zeit wird es zur trauriger Gewissheit, dass sich ein Kripobeamter von Paul Lenz und Thilo Hain das Leben genommen hat. Nur zwei Wochen später verliert ein Kollege auf die gleiche Weise sein Leben und Lenz kommen Zweifel an der Selbstmordtheorie auf. Er beginnt Nachforschungen anzustellen und wird dabei von seinem eigenen Chef massiv an seiner Arbeit gehindert.
Der zweite Handlungsstrang befasst sich mit dem aus dem Gefängnis in die Sicherheitsverwahrung übergebenen Bornmann, der nach langer Haft als gehbehinderter und gezeichneter Mann in seine "Freiheit" zurück kehrt und eine unbändige Wut auf die Justiz hat, doch kann von einem "Krüppel" wirklich eine Gefahr ausgehen?

Auch wenn es sich bei "Zeitbombe" um den achten Fall und damit um das achte Buch rund um Lenz handelt, so hatte ich nie das Gefühl als Fremder in die Welt ihm und seinen Kollegen einzutauchen.
Das Cover fesselt vom ersten Hinsehen und durch das Dreidimensionale Layout wirkt die Stahlkette zum Greifen nah und in dem Kontext der Geschichte sogar erdrückend.
Der Autor erklärt jedes wichtige Detail zur Vergangenheit kurz und verständlich, so dass mit den Protagonisten Sympathie fühlen kann und mit ihnen mitfiebert.
Zu Beginn fand ich Lenz in seiner Art nicht gerade liebenswürdig, weil er zum Teil sehr cholerisch und unbeherrscht, speziell gegenüber seinem Kripo-Partner Thilo ist, doch im Laufe der Geschichte hat man auch immer mehr seine sanfte Seite kennen gelernt, bei den wenigen Abenden, die ihm mit seiner Freundin Maria vergönnt sind und dadurch konnte er dann doch einige Pluspunkte sammeln und wenn man bedenkt, welche schwere und nervenaufreibende Arbeit er Tag für Tag bewältigen muss, ist ein Wutausbruch hier und da unter Umständen auch ganz befreiend. :-)
Den Schreibstil von Matthia P. Gibert finde ich sehr erfrischend, weil er zu keiner Zeit in irgendeiner Form gestellt ist und den rauen Ton bei der Polizei mit charmanten Wortwitz entschärft.
Die Seiten flogen nur so dahin, was natürlich auch an dem spannenden und aktuellen Thema der Sicherungsverwahrung liegt.
Die Frage, wie viel bzw. wie wenig Freiheit einem kaltblütigen Mörder nach seiner Haft zusteht, ist ein heikles Thema und es wird wohl nie eine zufrieden stellende Lösung für alle Beteiligten geben. In "Zeitbombe" erleben wir einerseits die eintönige Observierung des gehbehinderten Ex-Häftlings auf Seiten der Polizei und andererseits das Leben als Observierter mit all seinen Schikanen und dem ein oder anderen erzwungenen Freiraum, der für mehr Schwierigkeiten sorgt, als die Beteiligten zuerst vermutet hatten.
Das Ende empfand ich als sehr überraschend und auch zwischendurch schafft es Gibert den Krimifan mit einem spannenden Aspekt aus der Medizin, zum Staunen zu bringen und so lässt er mich zufrieden und mit dem Wunsch mehr davon zu lesen, als neuer "Lenz-Fan" zurück.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 26 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Zeitbombe: Lenz' achter Fall
Zeitbombe: Lenz' achter Fall von Matthias P. Gibert
Vergriffen
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen