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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 10. August 2014
Wie wurde aus Charles Xavier Professor X und aus Erik Lehnsherr Magneto?
Dieser Film stellt den Aufstieg dieser besonderen Marvel-Comicfiguren gut dar.

Professor Charles Xavier, ein Mutant mit telepathischen Kräften, will Mutationen wissenschaftlich ergründen und kommt sogar mit der Regierungsagentin Moira in Kontakt. Schon bald trifft Charles Xavier einen weiteren mächtigen Mutanten, Erik Lehnsherr. Erik Lehnsherr ist auf der Jagd nach dem KZ-Wissenschaftler Dr. Klaus Schmidt, der für seine Qualen von damals verantwortlich ist. Dr. Klaus Schmidt, inzwischen bekannt unter dem Namen Sebastian Shaw, will die Atmosphäre des Kalten Krieges entscheidend verändern. Charles Xavier und Erik Lehnsherr haben nicht viel Zeit eine weltweite Katastrophe zu verhindern, also mobilisieren sie ein Team aus Mutanten, die sich bisher vor den Augen der Menschen verborgen haben.

Dieses weitere Prequel zur "X-Men"-Trilogie finde ich spannend wie tiefgründig, obwohl es sehr viele Widersprüche zur Kontinuität gibt.
James McAvoy und Michael Fassbender machen als die jüngeren Versionen von Charles Xavier alias Professor X und Erik Lehnsherr alias Magneto einen sehr guten Eindruck.
Jennifer Lawrence, der Star aus den >>Die Tribute von Panem<<-Filmen, macht eine gute Figur als junge Mystique und Nicholas Hoult finde ich klasse in der Rolle des Hank McCoy alias Beast.
Kevin Bacon macht sein Schurken-Image wieder mal alle Ehre in seiner Rolle des gemeingefährlichen Sebastian Shaw.

Wer einen spannenden und auch tiefgründigen Science-Fiction-Actionfilm sucht, der kann sich nur an diesem sehr erfreuen.
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am 27. Februar 2012
Wie? ein neuer XMen Versuch, ein Prequel? Bloß nicht. Nach für mich ernüchternd bis peinlichen Erfahrungen mit Prequels (Star Wars, und Star Trek) bloß nicht schon wieder irgendwelche Bubis die in viel zu große Anzüge gesteckt werden. Patrick Steward und Ian McKellen. Wie kann man die auch nur in einem Hauch erreichen? Also ließe ich es bleiben -bis die Blu Ray rauskam und siehe da, Hoppla er ist rundweg hervorragend. Und das liegt vor allem an den Schauspielern. Jung Magneto und jung Charles Xavier sind herrvorragend besetzt worden. Kaum zu glauben dass es das noch geben kann, in einem Hollywood das viel zu viel Geld mit viel zu viel Mist verdient. Aber hier liegt ein kleines Juwel vor. Die Geschichte ist absolut glaubwürdig. Die Freundschaft zwischen Magneto und Charles wirkt nicht gespielt und bemüht nur weil es so sein muß. Nein, Xavier ist ein durch und durch Humanist und will helfen wo immer er kann, so auch einen von Rache getriebenen Mann wie Magneto. Am Ende erkennt er dass es nicht nur Rache war die Magneto treibt sondern auch ein viel stärkerer Wille zu kämpfen, wogegen Xavier immer auf passivität setzt. Beide Standpunkte sind absolut verständlich den wie die Menschheit, wie immer mit Volksgruppen umgeht bzw. umgegangen ist, die aus irgendwelchen Gründen gerade mal nicht passen, schürt den Willen zum Kampf und Widerstand weit mehr als zur Passivität. Magneto ist aufgrund seiner Erfahrungen im KZ davon weit stärker geprägt als der wohlhabende und intellektuell geprägte Charles. So trennen Sie sich am Ende. Jedoch nicht in böser Feindschaft sondern weil beide Erkennen, dass Ihre Überzeugungen zu verschieden sind, aber dennoch gegenseitig verstanden werden ohne das einer von Ihnen seinen Standpunkt ändern könnte. Der Schmerz und die Enttäuschung Magnetos über die Menschen ist aus verständlichen Gründen zu groß. Charles dagegen betrachtet es als seine Aufgabe trotz dieser Enttäuschungen, die auch er empfinden muss, stets versöhnend vorzugehen um die Menschen am Ende zu mehr Toleranz zu bewegen. Das macht die XMen so gut. Immer wenn dieses Thema, Hass, Angst, Ausgrenzung, Größenwahn aufgegriffen wird sind die XMen unschlagbar. Dazu gesellen sich packende Dialoge und Action eingebettet in eine rundweg gelungene Geschichte. Ok manch einer bemängelt die Nazi Klischees, wo nach Argentinien geflüchtete Nazis noch ihre Blut und Ehre Dolche mit sich rumschleppen. Aber dies tritt im Film nur nebensächlich in Erscheinung und ist doch durchaus möglich. Schließlich meinten sie doch in den meisten Fällen unter sich zu sein. Sogar ein Adolf Eichmann hatte unter seinesgleichen dort noch lange Interviews auf Tonbändern gesprochen. Für mich jedenfalls zählt dieser Film zu den besten Prequel-Versuchen überhaupt. Ich hätte nie gedacht das es für Steward und McKellen einen Ersatz geben kann, und es geht. Jetzt kann man nur noch beten das weitere Fortsetzungen folgen und die qualitativ diese Form halten können. Möglich wäre auch das. Bleibt Hollywood überlassen ob dies passiert oder wir wieder mit einem lustlosen 3D Käse bespaßt werden.
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. Juli 2011
Herausragende Comic-Verfilmungen, die nachdrücklich Eindruck hinterlassen und mehr als knallbunte, effekthaschende Popcorn-Unterhaltung sind, lassen sich leider an wenigen Fingern abzählen. "X-Men - First Class" ("X-Men - Erste Entscheidung") gelingt dabei tatsächlich das seltene Kunststück, sowohl eine gelungene Comic-Adaption als auch ein Film mit Tiefgang zu sein.

"X-Men - First Class" ("X-Men - Erste Entscheidung") erzählt die Geschichte des von Nazis verfolgten jungen deutschen Juden Erik Lehnsherr (Michael Fassbender) und den in Wohlstand heranwachsenden Charles Francis Xavier (James McAvoy), die sich beide durch außergewöhnliche Mutationen vom Rest der Erden-Bevölkerung unterscheiden. Während die Mutation bei Erik Lehnsherr der Grund ist, dass er ein Versuchsobjekt der Nazis wird, entscheidet sich Charles Xavier jene genetischen Besonderheiten wissenschaftlich zu ergründen.
Charles Xavier erkennt, dass die Mutation im Genom nicht nur auf ihn beschränkt ist, sondern eine natürlich auftretende genetische Anomalie ist, was wiederum die die Aufmerksamkeit der US-Regierung erregt und schließlich zur Kooperation von Xavier und der US-Regierung führt. Währenddessen ist Erik Lehnsherr auf der Suche nach dem Peiniger, der ihn in der Gefangenschaft der Nazis zum Versuchsobjekt perfider Experimente hat: Klaus Schmidt, hervorragend porträtiert von Kevin Bacon.
Da Klaus Schmidt ein ausgeprägtes Interesse an Mutanten hat, kreuzen sich alsbald die Wege von Erik Lehnsherr und Charles Xavier, die fortan Seite an Seite kämpfen und versuchen, die Ränkespiele Klaus Schmidts zu eliminieren und damit den dritten Weltkrieg zu verhindern. Dies unternehmen die beiden natürlich nicht auf eigene Faust, sondern sammeln um sich junge Mutanten; genau wie Schmidt, der seinerseits andere Mutanten für seine Zwecke gewinnen konnte. Die Geschichte kulminiert schließlich vor dem Hintergrund der der Kubakrise 1962.

"X-Men - First Class" ("X-Men - Erste Entscheidung") ist eine grandiose Allegorie auf die existentielle Frage des menschlichen Seins: Sind wir die Summe unserer Gene, sind wir das Produkt sozialer Kondition, eine Mischung aus beidem oder mehr als die Summe aller Teile? Der Film ist aber genauso ein Film über individuelle Selbstbestimmung und der elementaren Suche des Einzelnen nach seinen Platz in der Gesellschaft. Und schließlich steht die politisch-philosophische Frage im Mittelpunkt, ob der Zweck sämtliche Mittel heiligt, um nie wieder Opfer zu sein. Dabei enthält sich der Film jedoch explizit einer moralische Bewertung und überlässt es vielmehr dem Zuschauer, sich ein Urteil zu bilden.

Der Film ist so rappelvoll mit sozialen Botschaften und historischen Bezügen, dass man im Grunde schnell vergisst, dass es sich hierbei "nur"um eine Comic-Verfilmung handelt. Genau das ist die Stärke des Films. Geschickt werden historische Realität mit der Comic-Fiktion verknüpft. Nie hat man das Gefühl, dass die Geschichte Comic-haft übertrieben und künstlich aufgesetzt wirkt oder ob der vielen jungen Darsteller in ein schmieriges Jugenddrama abgleitet. Die Figuren fügen sich wie selbstverständlich in das Geschehen und die Historie ein.

Dies ist letztendlich auch ein Verdienst der hervorragend besetzten Schauspieler-Crew. James McAvoy und Michael Fassbender überzeugen und müssen dabei nicht den Vergleich mit ihren Vorgängern Patrick Stewart und Ian McKellen scheuen. Fassbender spielt Magneto mit einer geradezu beängstigenden Wut. Kevin Bacon brilliert in seiner Rolle. Bacon spielt den Bösewicht mit der lässigen, prätentiösen Arroganz alter James-Bond-Schurken.

Die übrigen Darsteller fallen zumindest nicht negativ auf. Die Dialoge sind passend, ohne jedoch nachhaltig im Gedächtnis hängen zu bleiben. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, wirkt aber niemals krampfhaft lustig wie in anderen Comic-Verfilmungen. Die Special-Effects bewegen sich zwischen atemberaubend und hätte-besser-sein-können. Der Soundtrack ist äußerst packend und stimmungsvoll.

Insgesamt ist der Film wieder näher an den ersten beiden X-Men-Filmen dran, was sowohl die Stimmung als auch die inhaltliche Tiefe betrifft. Kenner der Comics werden sicherlich viele Unterschiede zu den Comics ausmachen. Allerdings fügen sich die Veränderungen gut und plausibel in die Geschichte ein und bleiben im Kern den Comics treu (Wie man es nicht machen sollte, konnte man in "Wolverine" sehen).

Wer auf Comic-Verfilmungen steht oder politisch-sozial-kritischen Filmen in ungewöhnlichem Gewand offen gegenübersteht, wird in "X-Men - First Class" ("X-Men - Erste Entscheidung") gute Unterhaltung finden. Wer jedoch ausschließlich Filme schaut, die mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurden, wird sich wohl angesichts mutierter Menschen in bunter Latexkleidung fremdschämend abwenden.
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am 17. Oktober 2011
Nach Wolverine bekommen nun einige andere Hauptpersonen der ersten drei Teile ihre Entstehungsgeschichte. Erzählt wird v.a. die Geschichte von Professor X und Magneto. Es wird sehr gut erklärt, warum sich die beiden jungen Männer so gegenseitig entwickeln, obwohl sie als Freunde erst zusammen den Bösewicht (gut gespielt von Kevin Bacon) erledigen müssen, um einen nuklearen Krieg zu verhindern. Das Zusammenspiel von James McAvoy und Michael Fassbender ist sehr gut gelungen.
Die Actionsequenzen und Kampfszenen sind ebenfalls äußerst ansprechend, allerdings hätte es ruhig noch ein bißchen mehr knallen können. Der generelle Look der 60er ist gut gelungen.
Einige neue interessante Mutanten werden eingefügt, leider werden sie nur sehr oberflächlich beleuchtet.
Alles in allem ein guter Einstieg in die Welt der X-Men, wodurch die ein oder andere Lücke geschlossen wird.
Gute schauspielerische Leistung, toller Look, coole Charaktere auf beiden Seiten. Sehr unterhaltsam!
Ich kann den Film allen empfehlen, die auf gute Comic-Verfilmungen stehen, und die ersten Teile der X-Men mochten.
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am 9. Februar 2013
Zunächst einmal sollte ich vielleicht sagen, dass ich die vorheringen X-Men Filme 1-3 zwar durchaus nicht schlecht fand, insbesondere die ersten beiden mochte ich sogar recht gerne. Allerdings bläst dieser Film hier die Vorherigen bei weitem weg.
Die Schauspielleistungen sind durch und durch großartig. Erwähnen möchte ich hier zunächst Michael Fassbender, der inzwischen einer meiner Lieblingsschauspieler ist spielt hier beinahe jeden an die Wand. Insbesondere die Bar Szene mit ihm ist fantastisch und ist mir immer noch in Erinnerung geblieben. Ebenso fantastisch ist James McAvoy. Die Beiden haben eine unglaublich gute Chemie zusammen und sind fast was Obiwan und Anikan in den Star Wars-Prequels hätten seien sollen. Kevin Bacon ist außerdem großartig als böser Mutant und auch der Rest des Casts ist sehr gut in ihren Rollen. Die Geschichte ist mehr charakterbezogen und fühlt sich realistischer an als die vorherigen X-Men Filme, die auch gut waren. Die Action ist super und sehr kreativ gemacht. Doch das beste an diesem Film ist wohl wie gut er die ernsten Themen des Films mit einem gewissen Spaßfaktor mischt und dabei einfach nur super unterhält. Ein toller Film, nicht nur für Mutantenfreunde.
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am 3. September 2015
Hallo Filmfreunde!

Heute ein X-Men !

Plot:
Die 60er Jahre:
Der Mutant Shaw (Kevin Bacon), welcher durch Energie-Absorbieren jung bleibt, hat im KZ Magnetos (Michael Fassbender) Mutter töten lassen, dieser jagd ihn nun unerbittlich. Währendessen ist der junge Professor Charles Xavier (James McAvoy) als Mutanten-Experte für die CIA aktiv.
Charles und Erik "Magneto" rekrutieren Mutanten und Shaw sorgt auf sowjetischer Seite für den Grundstein zur Kuba-Krise...

Der Plot ist auf jeden Fall mehr als ungewöhnlich für einen X-Men Film und auch deshalb so spannend, natürlich auch durch die hervorragende Arbeit von Regiesseur Vaughn. Fassbender, McAvoy und Lawrence als Hauptacteure überzeugen vollends und sorgen für frischen wind im X-Men Universum.
Die Kneipen Szene ist schlichtweg perfekt.

Fazit:
Ein neuartiger X-Men absolut sehenswert!

Critic(al)Film(Hits) Punkteverteilung:
Genre (Comic/Agenten-Spionage-Thriller-Action):8.5/10 Punkten
Gesamt:7.5/10 Punkten (darüber sehe ich hinweg)

Dies war einer meiner Critic(al) (Hit)s an diesen Film.

MFG der Marvel-Fan: Critic(al)Film(Hits)
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am 30. Mai 2014
Aus den ersten drei X-Men-Filmen weiß man, dass Magneto und Professor X Erzfeinde sind Aber wie es dazu gekommen ist, erfährt man in diesem Film, worauf ich sehr gespannt war. Besser als in den vorherigen Filmen haben mir die Kampfszenen gefallen, denn hier kommen die Fähigkeiten der Mutanten sehr gut zur Geltung. Die Effekte sind fantastisch und sehen sehr realistisch aus. Die Handlung ist sehr interessant und faszinierend, da man nun die Hintergrundgeschichte einiger Mutanten erfährt und ihre Handlungsweisen verstehen lernt. Besonders Jennifer Lawrence in ihrer Rolle als Mystique gefällt mir sehr gut. Zugegebenermaßen ist der Film an einigen Stellen ziemlich kompliziert und ich verstehe nicht, warum etwas geschieht. Der politische Hintergrund erschließt sich mir nicht vollständig und ich habe nicht wirklich verstanden, warum der Bösewicht in diesem Film einen dritten Weltkrieg anzetteln möchte. Dennoch ist es ein toller Superheldenfilm mit fantastischen Effekten und einer sehr guten Besetzung.
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am 2. September 2015
Fürs Auge wird viel geboten. Technisch geniale special effects, viele Schauspieler, die auch Model sein könnten (und mitunter sind). Humor wird Groß geschrieben - jedenfalls nach meinem Geschmack. Und sogar die Geschichte ist originell und stimmig; meilenweit besser als die "Zukunft ist Vergangenheit"-Soße aus dem letzten Teil von Bryan Singer.
Was mir bei den letzten Filmen von Matthew Vaughn (First class und Kingsmen, anders als bei Sternenwanderer und Kick-Ass, abgeht), ist "Herz". Damit meine ich, dass ich die Wechselbäder an Gefühlen von Raven oder Eric oder Beast, die sie aufgrund ihrer Mutation oder schlimmen Kindheit haben, wenig subtil vorgesetzt bekomme. Das führt dazu, dass sich keinerlei Identifikation mit den Figuren aufbaut und man dadurch nur Zuschauer bleibt statt einzutauchen. Das konnte Tim Burton in den alten Batman-Filmen besser.
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TOP 500 REZENSENTam 18. Oktober 2011
Zum Inhalt ist in den Vorrezis alles gesagt worden. Mehr zu sagen, als das es um die Befreundung und die Verfeindung von Charles Xavier und Erik Lehnsherr geht und das eine Reihe junger Mutanten sich letztlich entscheiden muss, wäre auch unfair. Man muss diesen Film einfach entdecken. Für mich ist er neben "The dark knight" und "X-Men 2" die bisher beste Comicverfilmung, weil er zum einen eine tolle unterhaltsame Handlung genial in einen realen politischen Konflikt einbettet und seine Figuren auf ganzer Linie ernst nimmt.
Passt der Film jedoch logisch als Prequel vor die "X-Men"-Trilogie, als auch das SpinOff "Wolverine"?? Klares Ja - bis auf einen Punkt. Kleine Aufzählung anbei:
Der Filmanfang knüpft eine Verbindung zu "X-Men", es wurden bekannte KZ-Szenen von dort mit neu gedrehten erweitert. Auch gibts eine Verbindung zu "Wolverine". Wenn Eriks Mutter getötet wird, ist dessen gefilmter Wutausbruch dem Logans sehr ähnlich, als sein vermeintlicher Vater stirbt.
Man lernt kurz William Strykers Vater kennen, bei einer Sitzung des CIA, als Charles diesem sagt er könne lesen, dass er seinen Sohn William denkt.
Interessant ist auch Magnetos Helm. Der wurde für jemand anderen geschaffen, was an dieser Stelle neugierig macht, wie er dann zu Erik kommt.
Man sieht die Urform von Cerebro und wer es erfunden hat.
Man erfährt, warum Charles seine Schule für Hochbegabte dort gründet, wo sie in den bekannten Filmen ist.
Auch sieht man hier den Gang, durch den Wolverine in "X-Men" irrt, nachdem er dorthin verbracht wurde, in seiner Urform noch ohne Verkleidung.
An Rogue in "X-Men 3" erinnert hier, dass Mystique noch auf eine Serum hofft, um einfach eine ganz normale junge Frau zu sein.
Auch erklärt sich, warum Mystique auch bei der "X-Men"-Trilogie noch eine junge Frau ist und langsamer gealtert als Erik Lehnsherr.
Es erklärt sich auch, warum Hank alias Beast anders als Mystique, z.B. nicht seine Gestalt zwischen menschlich und Mutation verändern kann.
Magnetos Bemerkung über Mystique, nachdem sie ihre blaue Gestalt in "X-Men 3" für immer verloren hat: "Sie war so schön" gewinnt hier noch mehr Bedeutung, wenn Erik zu Raven sagt: "Ich bevorze die ECHTE Raven."
Wenn der erste X-Jet zum Einsatz kommt, gilt das Gleiche. Bei dem, was passiert, erinnert das an Magnetos Bemerkung in "X-Men 2": "Die wissen immernoch nicht, wie man richtig fliegt."
Auch die traurige Verkettung, wie eine Kugel in Charles Rücken landet, ist in Punkto der Personen, die daran beteiligt sind, wohl durchdacht.
Das Filmfinale ist optisch und tricktechnisch grandios und wo man noch hätte denken können, ein klischeehaftes 'Schlimme Kindheit'-Syndrom macht aus Erik Magneto, erlebt man hier eine faustdicke Überraschung. Das Ganze ist genial in die Kuba-Krise von 1962 eingebettet, ohne diese zu verwässern oder irgendwie zu korrigieren.
Auch sehr gut gemacht ist, wenn Erik sich zu Beginn als Nazi-Jäger betätigt und mit plumpen Antworten wie "Wir hatten unsere Befehle" konfrontiert wird. Diese Wegseh-Mentalität gab es früher oft genug bei Leuten, die diese Zeit miterlebt haben.
Womit der Film steht und fällt, sind auch seine Darsteller und die sind durch die Bank top, obwohl für mich speziell Michael Fassbender als Erik und Jennifer Lawrence als Mystique herausragen, weil gerade die beiden das meiste aus ihren Rollen heraus holen. Speziell Mystique war noch nie so interessant wie hier.
Gut getan hat man auch daran, sich auf eine kleine Anzahl von Mutanten zu beschränken, weil der Film einfach überschaubar bleibt, jeder Charakter sich ein wenig entwickeln kann. Eine Überladung mit Charakteren wie in "X-Men 3" bleibt aus.
Nur die eine Stelle, die nicht passt ist ein Anschluss an "X-Men 3". Dort suchen Charles und Erik die Eltern von Jean Grey auf Charles kann noch laufen, hat aber schon eine Glatze. Am Ende von "Erste Entscheidung" kann er nicht mehr laufen, hat aber eben noch die Haare. Doch das läßt sich ohne weiteres mit einer einfachen Story vor einem weiteren historischen Hintergrund (Energiekriese in den 70ern z.b.) beheben.
"Erste Entscheidung" ist in jedemfall ein grandioser Neustart der "X-Men" Saga und man sieht wenn man sich diesen Film zuerst und dann nochmal die alten Filme ansieht, auch diese nochmal mit anderen Augen.
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am 1. November 2011
Für mich, die beste Auskopplung der "X-Men-Saga", wobei man natürlich als "reifer" Zuschauer (in diesem Fall ist "nur" das Alter gemeint) hier und da den Atem anhalten muss, bei soviel hirnrissigen Blödsinn; sowie natürlich filmischen und physikalischen Logikbrüchen.

Die Darsteller, insbesondere Magneto (der in Heidelberg geborene Michael Fassbender; Inglourious Basterds, 300, Band of Brothers) und die beiden "Jungdarsteller" Jennifer Lawrence (Winter's Bone, Der Biber) und auch Nichols Hoult (About a Boy, A single man), fügen sich glänzend in die vorgegebenen Rollen ein. James McAvoy als Charles Xavier bringt dazu die nötige Arroganz eines Elitekindes mit auf den Weg und wankt in der X-Rolle zwischen kühl berechenbarer Moral/Ehtik und den eigenen -unterdrückten- Emotionen einer äußerst begüterten, jedoch kaltherzigen Kindheit. Überhaupt ist dies der eigentliche Grund meines Gefallens an diesem Prequel. Werden nun endlich die Verknüpfungen und psychischen Handlungsmuster aufgezeigt, die die Protagonisten dazu bewegen sich so zu verhalten, wie sie uns in den vorangegangenen Teilen präsentiert wurden. Sprich: Magneto, also aus armen Verhältnissen stammend und durch die Ermordung seiner sich liebenden Familie emotional überfordert und weites gehend auf sich allein gestellt vs. C. Xavier, aus elitärem Hause, gesegnet mit einer erstklassigen Ausbildung, aber gleichfalls ohne wärmende Liebe aufwachsend und daher, wie Magneto, auf sich allein gestellt. Nur zieht dieser eben durch seine weltmännische und aristokratische Erziehung, sowie der Tatsache keine Rachegelüste zu befriedigen, aus seinem Sich-allein-gestellt-sein intellektuell andere Schlüsse. Ordnet vielmehr sein Handeln einhergehend mit seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten dem Allgemeinwohl unter. Magneto also emotional, egoistisch und durchaus ein moralisches Recht innehabend so zu handelnd, gegenüber Xavier, der rational, aus seinem blasiertem Ego selbstlos handelnd, mit ethischer Welt- und Weitsicht.
Dieses Ränkespiel zwischen "Gut" und Böse", "Falsch" und "Richtig" und der moralische Verfall, ausgelöst durch Rache, Neid, gepaart mit ihrer blinden Wut, bewirkt hier letztlich -wie in der großen Literatur- den Absturz in die Abgründe des eigenen Ichs; wobei auch die Souveränität des Professor X kurz wankt.
Dies alles wird hier, natürlich in Comic-Manier, für mich gut aufgearbeitet/umgesetzt und gefiel mir genauso gut wie seinerzeit Anakins langsamer Verfall zum "Bösen" in den Star-Wars-Teilen I-III.

Ebenfalls die -zwar irrsinnige- Verwebung mit den geschichtlichen Zeitgeschehnissen des kalten Krieges ist interessant anzusehen; jedoch nicht so excellent verwoben bzw. verfälscht wie in "Watchmen".
Auch die grotesken Anspielungen auf die Absurdität der Personen und Geschehnisse, die Regisseur Matthew Vaughn ("Kick Ass" und den genial gemachten "Layer Cake") hier und da anklingen lässt (z.B. Glatze, Helm und Anzüge), lassen die englischen Wurzeln seiner Herkunft nicht leugnen und zeugen vom nötigen Abstand und einem gewissen Respekt zwischen einem gefilmten Drama -mit realitischem Hintergrund- und diesem Comic-Melodram. Das gefiel mir ebenfalls!

Nun ja, über die Action(szenen) bin ich dann geteilter Meinung, sind aber eines Comics würdig; obwohl mir die Art der (Action)Umsetzung der Nolans, in den Batmanteilen, realistischer -sofern davon überhaupt die Rede sein kann- vorgekaut wird und MIR dadurch der Spannungsbogen nicht von fliegenden Teenies und willensgelenkten Abwehrraketen überstrapaziert wird.

Fazit: ALLES in ALLEM satte 4 Amazonsterne für dieses Comic-Popkorn-Spektakel, mit den faustischen Abgründen in den Hauptcharakteren.
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