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am 26. August 2011
Dies ist das beste Buch zum Verständnis von Trauma und erklärt genau, was ein Trauma ist, welche körperlichen, emotionalen, kognitiven und spirituellen Auswirkungen ein Trauma hat, wie es das gesamte Leben beeinflusst UND welche Möglichkeiten es zur Bearbeitung eines Traumas gibt. Hier wird klar herausgestellt, dass "Trauma" in erster Linie ein physiologisches Geschehen ist... das kann für traumatisierte Menschen sehr entlastend sein. Zudem wird einfühlsam beschrieben, wie wichtig es ist, für eine sichere, wertschätzende Umgebung zu sorgen, damit dann "stückchenweise" der mit dem Trauma entstandene Stress entladen werden und das Selbstgefühl wieder hergestellt werden kann..... unbedingt empfehlenswert!
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am 19. November 2013
Es ist schon ein Jahr her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber der Effekt war nachhaltig:
Für mich war es unglaublich entlastend, Eigenschaften, die ich schon als "Charakterschwäche" meinerseits abgestempelt hatte, plötzlich im Licht einer Traumafolge zu erkennen. Inzwischen ist viel passiert, auch die von Levine begründete Therapieform S.E. habe ich ausprobiert (und vieles anderes) und inzwischen kann ich tatsächlich bestätigen, dass die von dem Buch vorgeschlagene Deutung meiner "Charakterfehler" tatsächlich richtig war. Sooo unendlich schön, sich nicht mehr "hohl" zu fühlen und Zuneigung nicht mehr nur über den Verstand zu erleben. Der erste Schritt zu einem besseren Umgang mit mir selber war dieses Buch.

Besonders wichtig finde ich, dass hier nicht nur Menschen mit "fiesen" Traumata angesprochen werden (und der ganze (eher belastende) Komplex von Schuld, Polizei und Anzeige gar nicht behandelt wird), sondern auch der Fahrradunfall, und erste Hilfe bei allen überwältigenden Situationen, die häufiger vorkommen als gedacht.

Fazit: Für Traumatisierte, die ein bisschen Interesse an Gehirnfunktionen haben, ein Muss und emotional leicht verdaulich,
ansonsten sollte eine Kurzfassung (wie "healing trauma", eine frühere CD) zur Allgemeinbildung gehören.
Danke an den Autor!
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Teil I. Wurzeln: Ein guter Tanzboden
Teil II. Der Körper als Geschichtenerzähler: Unterhalb des Geistes
Teil III. Instinkt im Zeitalter der Vernunft
Teil IV. Verkörperung, Emotion und Spiritualität: Sich das innere Gutsein neu erschließen

Traumaforscher Levine beschreibt in seinem gut verständlichen und zudem spannend aufgebauten Buch wie die Psyche eines Menschen funktioniert wenn unvorhergesehenes geschieht. Er beschreibt sehr genau was unser Körper veranlasst wenn "Heulen und Zähneklappern, Zittern, Bibbern und Beben" den Menschen bestimmen.

Das Kurzweilige an Levines Buch ist, ich verstehe ihn auch ohne große theoretische Merksätze oder sicher gerade weil er keine von sich gibt. Der Autor ist sich nicht zu schade viele aussagekräftige Beispiele, darunter auch aus seinem eigenen Leben so zu erzählen, dass sie zum Thema passen und vor allem in der Auswertung Wissen vermitteln.

Was geschieht beispielsweise genau in uns wenn wir dem Teufelskreis aus Angst, Erregung, misslungener Furcht, Erfahren von Hilflosigkeit und Immobilität scheinbar nicht mehr entrinnen können? Was genau tut unser Körper in so einem Falle?

Wieder einmal bestätigt sich, dass der menschliche Körper ein äußerst gut funktionierendes Meisterwerk ist. Peter Levine schildert wie unser Körper mit Abwehrreaktionen den Teufelskreis beschießt.

Levine hat eine Art das Zusammenspiel von menschlicher Psyche unter Berücksichtigung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse über Stress und Trauma zu beschreiben, dass es Spaß macht dieses Buch zu lesen.

In seinem Buch spricht er nicht wie der große Hochschullehrer, sondern wie ein Freund auf Augenhöhe. Deshalb ist dieses Buch ein Genuss und man muss es in einem Zuge durchlesen.

Unbedingte Leseempfehlung!
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Vor Jahren (2008/2009) befasste ich mich intensiv mit Traumatherapie. In der Zwischenzeit dümpelte mein Interesse und meine Befassung damit so vor sich hin. Leider und wie ich in meiner jüngsten Vergangenheit feststellen musste, sehr zu meinem Nachteil. In nicht allzu ferner Vergangenheit erlebte ich einen erneuten Zusammenbruch, leider eine Folge eines Mangels an kontinuierlicher Befassung mit Ressourcen- und Identitätsfindungstechniken. Aber ich will diese Rezension nicht allzu sehr zu ein Autobiographie verkommen lassen, dass würde ihrem Zweck zuwiderlaufen und dem Leser für ihn nicht relevante Informationen an die Hand geben.

Ich las damals in meiner großen Krise (2008/2009) das Buch "Trauma-Heilung: Die Energien des Lebens wiedererwecken" von Peter Levine. Es war aus der Vielzahl von Traumatherapiebüchern dasjenige, dass die positivsten Spuren bei mir hinterlassen hatte. Neben der leichten Lesbarkeit hatte das drei zentrale Gründe:

1. Das es suggerierte, man könne dem Körper vertrauen und der Körper werde es schon richten. Wenn man in der Gegenwart verwurzelt bleibe, würde sich die Sache schon auflösen, ohne das noch etwas Zusätzliches notwendig sei.

2. Das es erklärte, beim Pendeln zwischen "Trauma-Wirbel" und dem "heilenden Gegenwirbel" würde mehr als nur eine gegenseitige Kompensation vonstatten gehen. Sondern man könne auch noch einen Gewinn daraus ziehen.

3. Das Peter Levine darin erklärte, traumatische Erfahrungen seien komplett auflös- und integrierbar. Bzw. (wie es vielleicht andere Traumatherapiebücher treffender beschreiben) so transformierbar, dass sie nicht mehr allzu viel Energie binden könnten

Beim Verfasser handelt es sich nicht um einen dahergelaufenen jungen Kerl, sondern einen Traumatherapeuten, der bereits zum Zeitpunkt der genannten Publikation ("Trauma-Heilung") auf 30 Jahre erfolgreiche Praxis zurückblicken konnte. Das verleiht ihm ein großes Ausmaß an Glaubwürdigkeit hinsichtlich seiner Postulate. Diese drei oben genannten Punkte haben mir geholfen:

1. ruhig zu bleiben und nicht in blinden Aktionismus zu verfallen.

2. Das (traumatische) Ereignis und die daran beteiligten Personen (mich eingeschlossen) nicht nur zu verfluchen, sondern auch würdigen zu können.

3. optimistisch in die Zukunft zu blicken

In seinem aktuellsten und hier rezensierten Buch "Sprache ohne Worte" werden die drei obigen Standpunkte, die bereits "Trauma-Heilung" enthielt, nochmals aufgegriffen und tiefergehend besprochen. Diese Umstände im Hinterkopf sind für mich das a und o und damit gewissermaßen ein wichtiger Rahmen für Traumatherapie, welchen ich in keinem anderen Buch so - in dieser Deutlichkeit - vorfinden konnte. Die Lesbarkeit schwankt für mich durch zwei Extreme, die sich zum Glück wohltuend gegenseitig die Hand gaben. So werden auf der einen Seite mehr oder weniger persönliche Praxisbeispiele genannt, auf der anderen Seite wird aber für meine Begriffe zu tief in die Hirnphysiologie gegangen. Letzteres ist vielleicht für Wissenschaftler, aber weniger für den Laien oder praktizierenden Therapeuten von Belang. Aber vielleicht werden so alle drei Zielgruppen irgendwie erreicht und das Buch ist gerade deshalb so ein Longseller bei dieser Materie. Außerhalb von allzu wissenschaftlichen Passagen mangelt es aber auch nicht an Metaphern und plastischen Vergleichen, sodass wir hier ausreichend entschädigt werden.

Es wird ansonsten auf gewisse Leitsätze hingewiesen, die unabhängig der Art von Traumatherapie von Bedeutung sind und sich in allen Bereichen der Therapieansätze wiederfinden (sei es systemische Traumatherapie, EMDR, PITT oder andere Verfahren). Dazu gehören die Wichtigkeit der Selbstschätzung und -akzeptanz, das schrittweise Herangehen an eine traumatische Erfahrung und andere Facetten. Man könnte nun annehmen, in meiner Rezension sei alles zusammengefasst gesagt worden. Doch Peter Levine vermittelt es in einer Intensität, die sich nicht zusammengekürzt mit weniger Worten vermitteln ließ. Daher: Eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

Nun zur Schattenseite oder was es vielleicht genauer trifft: Dem, was ich subjektiv dafür empfinde. Ich hätte mir anstelle der manchen allzu wissenschaftlichen Vertiefung mehr praktische Übungen gewünscht. Diese gibt es zwar, aber sie kommen für meinen persönlichen Geschmack zu kurz. Ich bin Herrn Levine für seine Vermittlung von einer gewissen Leitlinie und eines gewissen Rahmens unendlich dankbar. Vielleicht hat er in meinem damaligen und gegenwärtigen Aufbauprozess die wichtigste Rolle gespielt. Aber dennoch sind praktische Techniken und vor allen Dingen deren Umsetzung der Kern erfolgreicher Fremd- und Selbsttherapie.

Ich möchte diese Rezension nicht mit Verweisen auf praktischere Ratgeber abschließen. Mir geholfen haben vor allen Dingen die CD "Imagination als heilsame Kraft" von Luise Reddemann zur Etablierung von Imaginationstechniken und das Buch "Ressourcentechniken mit EMDR" von Christine Rost. Im Bereich der Imaginationstechniken ist Frau Reddemann die Impulsgeberin, auf die sich viele andere Autoren berufen. Die Anwendung von EMDR zur Verstärkung von Imaginationstechniken geht einen Schritt weiter und ist auch nicht für jedermann hilfreich.
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am 15. Januar 2012
Ich habe mir dieses Buch aus eigenem Interesse und als Möglichkeit zur Bearbeitung meiner eigenen Themen bestellt.

Absolut tolles und verständliches Buch. So schnell habe ich selten solch einen Wälzer verschlungen.

Ich bin weder Therapeut noch hatte ich bisher viel Hintergrundwissen über die menschliche Psyche, dennoch hatte ich überhaupt keine Schwierigkeiten den Inhalt dieses Buches zu verstehen. Für mich eine tolle Bereicherung und ein Ansporn, mich weiter mit dieser Thematik zu beschäftigen, auch um andere Menschen und deren Verhaltensweisen besser verstehen zu können.
Und natürlich in erster Linie sich selbst zu erkennen und zu wissen, dass man zu manchem nicht "verdammt" ist, sondern es eine Möglichkeit gibt, die Dinge ans Licht zu bringen und letztendlich zu heilen.

Das einzige was ich ein bisschen störend empfand, war dass sich doch einiges immer wieder wiederholt hat. Vielleicht sollte dies aber auch den Effekt zur Verfestigung im Unterbewusstsein unterstützen. Wie auch immer - die volle Punktzahl hat dieses Werk auf jeden Fall verdient!!!
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TOP 500 REZENSENTam 14. September 2011
Sprache ohne Worte Peter Levine

Auf dem Heidelberger Schloss, gibt es an einer Stelle einen großen Fußabdruck in den Stein gehauen oder ausgewaschen. Ich weiß nicht mehr, welche Legende sich darum rankt, aber so ähnlich wie diesen steinernen, für alle Ewigkeit eingegrabenen Abdruck hat man sich wohl in den meisten Fällen ein Trauma, oder eine Posttraumatische Belastungsstörung, vorzustellen.
Mein altes, schon etwas zerlesenes Buch, Trauma-Heilung, das Erwachen des Tigers, von Peter Levine und Ann Frederick habe ich in den Jahren immer wieder hervorgeholt, weil mir klar war, dass Levine hier etwas bahnbrechendes, ganz einfaches, natürliches herausgefunden hat, das ich gern besser verstehen wollte.
Es war Wilhelm Reich der bei seinen Beobachtungen der physischen Reaktionen seiner Analyse- Patienten einen sog. Charakter-Panzer feststellte. Er meinte damit einen richtigen 'Muskelpanzer' und es war das Ziel der Behandlung diese charakterliche und muskuläre Panzerung aufzulösen.
Wer Levine gelesen hat und die zwei DVDs kennt, die es bei Auditorium Netzwerk und beim Steinhardt Verlag gibt, der wird zu der Überzeugung kommen dass Levine denselben Panzer bearbeitet den Reich meint, aber dies auf eine viel elegantere und organischere Art tut.
Der Körper hat ein Gedächtnis und dies Gedächtnis speichert genauso wie eine Erinnerung im Gehirn, oder eine Datei auf einer Festplatte. Auf relativ einfach Weise kann man sich dieser Erinnerung auch gewahr werden, es ist so, als wäre die Abwehrbewegung gegen einen Angreifer im Ansatz stecken geblieben.
In dem Märchen Dornröschen, sieht man wie der Koch dem Buben eine 'Watschen' mit einer Kelle geben möchte, und mitten in der Bewegung erstarrt. So ähnlich sitzt das Trauma fest.
Wer in die Regale mit den Büchern über 'Achtsamkeit' sieht wird der Meinung sein, dass Achtsamkeit auf jeden Fall nichts 'einfaches' ist denn sonst müsste nicht so viel darüber geschrieben werden. Was Levine lehrt, ist die Achtsamkeit auf die manchmal minimalen Reaktionen des Körpers. Es ist keine konvulsive oder ekstatische Entladung. Es ist keine 'Abreaktion'.
Die Behandlung Levines kommt auch ohne die Darstellung des Traumas in allen Einzelheiten aus. Das macht diesen Weg sympathisch. Denn das immer wieder Durchkauen des Furchtbaren und Erforschen aller Einzelheiten, ist für viele eine Überforderung und führt häufig zu einer Aktualisierung des Traumas zu Intrusionen und Flashbacks.
Dieses Buch stellt auf sehr freundliche sehr lesbare Art das dar, was sich mittlerweile als Somatic Experiencing etabliert hat und gelehrt wird. Es stand in der Buchhandlung nicht bei den Trauma-Büchern und erst recht nicht bei den Lehrbüchern, das ist vielleicht ein Versehen, vielleicht aber auch Ausdruck der Unterschätzung der Methode als wirksames Instrument. Bei mir wird ein Thema immer 'vernetzt' gelesen und so habe ich mir vorgenommen, Babette Rothschild 'Der Körper erinnert sich', sowie Eugene Gentlin (Focusing) und Ron Kurtz (Hakomi) zu lesen, bei denen Levine Anleihen genommen hat. Im Kösel Verlag gibt es noch ein kleineres Buch von Peter Levin 'Vom Trauma befreien', das sich gut dazu eignet einen Einstieg in die Methode Levines zu bekommen. Ich wünsche Peter Levine, dass seine Methode bald so bekannt sein wird, wie das EMDR von Francine Shapiro.
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TOP 500 REZENSENTam 6. Februar 2012
In seinem neusten Buch verdeutlicht einer der bekanntesten Traumforscher unserer Zeit, dass ein Trauma weder eine Krankheit noch eine Störung ist. Auf rund 450 Seiten beschreibt er, dass es sich dabei um eine Verletzung handelt, verursacht durch lähmende Furcht und Gefühle von Hilflosigkeit und Verlust. Anhand persönlicher Erfahrungen und berührender Fallbeispiele zeigt der Amerikaner auf, dass traumatische Reaktionen Teil eines hochintelligenten psychosomatischen Selbstschutzsystems sind, das Fachleute ebenso wie Laien oft unbeabsichtigt blockieren. Basierend auf seinen jahrzehntelangen Erfahrungen als Therapeut verbunden mit neuesten Erkenntnissen aus der Gehirnforschung, Neurobiologie und integrativer Body-Mind-Medizin gelingt es ihm, fundiert, anschaulich und einfach zugleich darzustellen, wie wichtig es ist, auf die Weisheit des Körpers zu hören. Diese drückt sich in einer Sprache ohne Worte aus, weil ein Trauma nur dann transformiert und aufgelöst werden kann, wenn entsprechend auf diese wortlose Sprache eingegangen wird. Wissenschaftlich unterlegt zeigt er auf, wie entscheidend es im Heilungsprozess ist, unsere innewohnende Fähigkeit zur Selbstregulation von hohen Aktivierungszuständen und intensiven Emotionen wieder nutzen zu lernen, um dem Leben aus dem Hier und Jetzt heraus zu begegnen. Wie dies möglich ist, zeigt Peter A. Levine auf, indem er den Leser Schritt für Schritt an diesem Prozess teilhaben lässt. Dadurch öffnet der Biologie, Physiker und Psychologe den Raum für ein neues Verständnis von Trauma als außergewöhnliche Chance im menschlichen Leben - vom evolutionären Verständnis der Quelle eines Traumas bis hin zu einer spirituellen Dimension, die uns erkennen lässt, dass wir als menschliche Wesen durch die Heilung eines Traumas enorm gestärkt werden können. Dieses Buch macht Mut, weil Levine nicht müde wird zu betonen, dass der Körper eine enorme Weisheit besitzt, die uns darin unterstützen kann, ein Trauma zu überwinden und zu transformieren.
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am 20. September 2013
Wer es kennt, fühlt sich angesprochen:

Viele Jahre Arbeit an sich selbst, Therapien, Gruppen, stationäre Hilfen, spirituelle Suche...

Eine Liste nicht enden wollender, verzweifelter Versuche, sich selbst zu verstehen und Gründe für eigene Reaktionen und Verhaltensweisen zu bekommen. Da wird viel geredet, analysiert, Gefühle gezeigt, geschrien und geweint. Doch das Gefühl, das der "Knoten nicht platzt", bleibt ein "perpetuUm mobile", ein vertrauter Begleiter auf der Seelenreise.

Dass das alles zu "erwarten war", gar typisch ist für Menschen mit traumatischen Erfahrungen, ob diese nun die frühste Kindheit oder später das Leben empfindlich störten, ob es singuläre Erlebnisse oder anhaltende Situationen waren (Entwicklungstrauma), verdeutlicht Peter sehr anschaulich, versöhnlich und hoffnungsspendend in seinem vorliegenden Lebenswerk.

Dass Achtsamkeit, Sanftheit, Geduld, Selbstliebe und die Begleitung durch mit-fühlende und mit-leidende Menschen einen Weg nach "innen" ermöglicht, bei dem es still wird und die Weisheit des Körpers die therapeutische Arbeit übernimmt, wird verständlich und gibt dem suchenden Leser das Gefühl, das endlich "alles zusammenkommt, dass sich etwas fügt", ein unbekanntes Mosaik seine schönen Farben freisetzt und ein "Motiv" erkennbar wird.

Auch wenn kein Knoten sich löst (weil es ihn vielleich niemals gab), so scheint stattdessen ein Eisberg schon lange dabei zu sein in seinem Tempo zu schmelzen und kostbares Wasser freizusetzen, das Leben stiftet nicht nur für den Betroffenden sondern auch für jene, die den Weg kreuzen. So ist das Trauma auch Sinnstifter und Lebenslöser und Berufungskatalysator. Leiden mündet in Fülle, Frieden und Tiefe.

Vielleicht wagt es der "erschöpft" Reisende, diese "weiteres Buch" zu lesen....vielleicht das Letzte, bevor das Lesen des Körpers als Quell unendlicher Weisheit sehr leise und sanft alle bisherigen kopflastigen Unterfangen liebevoll ablöst. Das möge das Bauchgefühl entscheiden.
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am 20. Oktober 2011
Peter Levine versteht es meisterhaft seinen Lesern die Sprache des Körpers zu erläutern. Seine Fallbeispiele sind anschaulich, der theoretische Teil auch für einen Laien verständlich und spannend geschrieben. In vielen Kapiteln wird deutlich, dass Levine nicht nur ein hervorragender Wissenschaftler ist, sondern als Vertrauter des Dalai Lama auch ein ebenso bewanderter spiritueller Lehrer. Diese Kombination ist selten! Das Buch ist für jeden Therapeuten, der sich mit traumatisierten Menschzen beschäftigt nur zu empfehlen. Sprache ohne Worte: Wie unser Körper Trauma verarbeitet und uns in die innere Balance zurückführt
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Der Autor beschreibt auf feinsinnige und eindrückliche Weise, die Vielschichtigkeit von Traumata und die Auswirkungen auf das tägliche Leben. Er zeigt Möglichkeiten auf, hinter der körperlichen Verpanzerung wieder Zugang zum emotionalen System zu bekommen und damit (wieder) Lebendigkeit zu gewinnen.

Peter Levine teilt beispielhaft seine eigene Traumaerfahrung und zahlreiche bewegende Fälle aus seiner Praxis, was mich sehr berührt hat. Aus seiner Art zu schreiben und Menschen zu begleiten spricht für mich jahrzehntelange Erfahrung, viel Herzenswärme und Hingabe an sein Lebenswerk. Durch die Prozessbegleitung und -reflexionen wird klar, wie bedeutsam das Verkörpern von Emotionen und Gefühlen ist, um brach liegende Lebenskräfte verfügbar zu machen. Die Beschreibung wissenschaftlicher Aspekte dient der tieferen Verständlichkeit, dennoch liest sich das Buch lebendig und leicht.

Ein Gewinn dieses Buches war für mich, meine Beobachtungen in der Arbeit mit Menschen noch weiter zu präzisieren. Ich empfehle es deshalb nicht nur Traumabetroffenen, sondern allen, die Dienste am Menschen leisten, z.B. in Klinik, Pflege, als Eltern oder die beratend bzw. therapeutisch arbeiten.

Ich freue mich auch über den Ausblick, dem Thema 'Trauma und Spiritualität' ein weiteres Werk zu widmen, da dies am Ende des Buches nur einen kurzen Abschnitt einnimmt.
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