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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen649
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Die Augen schließen. Ein ganz normaler Vorgang. Allerdings nicht, wenn einem die Augenlider entfernt wurden. Weggeschnitten von einem wahnsinnigen Augenchirurgen, der tagsüber einen ganz normalen Eindruck macht.
Die Augen schließen. Ein ganz normaler Vorgang. Allerdings nicht, wenn man gerade dieses Buch liest. Verfasst von einem wahnsinnigen Autor, der tagsüber einen ganz normalen Eindruck macht.
'Der Augenjäger' ist die Fortsetzung von 'Der Augensammler', und obwohl es ein in sich abgeschlossenes Buch ist, rate ich dazu, erst den ersten Band zu lesen, denn im 'Augenjäger' wird das Ende des 'Augensammlers' verraten. Ich verzichte daher auf eine Inhaltsangabe, damit ich nicht aus Versehen einen Spoiler einbaue.
Wie immer bei Fitzek ist auch in diesem Thriller nichts so, wie es auf den ersten Blick erscheint, er legt ständig falsche Fährten. Und obwohl ich das weiß, renne ich immer wieder in die falsche Richtung. Immer, wenn ich denke, ich sei dem Autor auf die Schliche gekommen, dreht sich das Ganze wieder in eine andere Richtung, und ich bin so ahnungslos wie zuvor.
Das Lesen dieses Buches gleicht einer Achterbahn der Gefühle. Schock und absolute Fassungslosigkeit über die Perfidität des Täters wechseln sich mit Mitgefühl mit seinen Opfern ab. Besonders zur Hauptfigur baut man eine emotionale Bindung auf. Ich wäre beim Lesen nicht erstaunt gewesen, wenn Alina zur Tür hereingekommen wäre.
Sebastian Fitzek ist ein Meister der überraschenden Wendungen. Davon gibt es viele in diesem Buch, und das ist einer der Gründe, dass es einfach nicht aus der Hand gelegt werden kann. Außerdem ist das Tempo äußerst rasant, der Schreibstil ist flüssig, und die Cliffhanger am Ende der Kapitel treiben die Leser gnadenlos weiter. Auch diesmal ist wieder ein aktuelles Thema eingebaut, ohne dass es aufgesetzt wirkt.
Das Ende schließlich ist völlig unerwartet und lässt einen den 'Augensammler' in einem ganz neuen Licht sehen.
Wie schon beim letzten Buch hat Sebastian Fitzek es mal wieder geschafft, mich in Erstaunen zu versetzen. Denn er hat sich mit seinem neuen Thriller erneut gesteigert. Wo soll das denn noch hinführen? Wie will er das noch toppen? Wie viel Wahnsinn ist denn noch möglich, ohne eingewiesen zu werden?
Schade, dass wir jetzt wieder ein Jahr warten müssen, um diese Fragen beantwortet zu bekommen.
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am 19. März 2012
Ich konnte es kaum erwarten die Fortsetzung zum Augensammler zu lesen. Das Buch ist temporeich erzählt und spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Da kommt keine Langeweile auf! Zudem gibt es eine Wendung in der Geschichte, die ich so nicht erwartet hätte. Das macht einen erstklassigen Thriller aus. Bin auf das nächste Buch sehr gespannt.
Für alle die gerne extrem spannende Thriller lesen: BUCH KAUFEN!!!
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am 14. Oktober 2011
Wenn man den ersten Band nicht gelesen hat, sollte man lieber auf das Lesen meiner Rezension verzichten.

Noch vom Verlust seines Sohnes gezeichnet, muss Zorbach mit einer neuen Bedrohung fertig werden. Diese heißt Dr. Suker.
Suker ist tagsüber einer der besten Augenchirurgen der Welt, doch nachts schneidet er Frauen die Augenlider ab und misshandelt sie so sehr, dass sie sich anschließend selbst umbringen.
Wieder an Zorbachs Seite, Alina Gregoriev, die einen ganz besonderen Draht zu Suker hat.

Zwar rückt der Täter, wie hier von vielen kritisiert, wirklich eher in den Hintergrund und überlässt den Hauptcharakteren mehr Bücherseiten, doch das hat mich nicht gestört. Man bekommt trotzdem genug von den Taten des Augenjägers mit.
Der Augenjäger beginnt, wo der Augensammler aufgehört hat und Schockt einen direkt von Anfang an.

Zuviel möchte ich auch nicht verraten, aber es ist auf jeden Fall wieder ein Fitzek wie man ihn kennen und lieben gelernt hat. Ja, ich bin auch eine von denjenigen, die Fitzek in den Himmel loben, aber so ist es nun mal für mich. Ich finde ihn klasse, er ist einer der besten deutschen Thriller-Autoren und wenn man ihn trotzdem nicht mag, ist das auch ok, wir mögen ja Gott sei dank nicht alle die gleichen Bücher ;)
Etwas gestört hat mich jedoch die etwas unlogische Weiterentwicklung der Figur Zorbach, hier hätte Fitzek doch eher einen Gang zurückschalten sollen.
Das macht er aber mit den vielen Wendungen wieder wett, die mich das ein oder andere Mal mit offenem Mund haben weiterlesen lassen. Vor allem das Ende ist ihm unglaublich gut gelungen, ich hoffe auf eine Fortsetzung.

Ich bin der Meinung, dass man auf jeden Fall zuerst den Augensammler gelesen haben sollte, bevor man sich an den Augenjäger wagt. Man versteht dann die Charaktere zum einen besser und zum anderen kommen die vielen Wendungen (vor allem die am Ende) einfach viel überraschender. Hat man den Augensammler noch nicht gelesen, läuft man Gefahr, die Wendungen nicht zu verstehen, bzw. sieht sie nicht als solche, weil man die ganze Vorgeschichte nicht kennt.
Also mein Fazit: Lesen sie unbedingt der Augenjäger, aber auf jeden Fall erst nach dem Augensammler!
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am 27. Februar 2012
Die aktuellen Neuerscheinung Sebastian Fitzeks ist das Buch Der Augenjäger". Auch dieses Werk des Berliner Bestsellerautors wird mit Sicherheit wieder ein großer Erfolg. Nach dem ich schon begeistert seinen Psychothriller der Augensammler verschlungen habe, freute ich mich besonders auf dieses Buch, bei dem es ein Wiedersehen mit der Blinden Alina Gregoriev und natürlich auch mit Alexander Zorbach gibt.

Schon die Kurzbeschreibung des Buches machte Lust auf mehr: Hauptfigur ist Dr. Suker - ein Augenarzt. Und Psychopath...! Er führt zwei Leben: Zum einen ist er ein hervorragender Arzt, aber auf der anderen Seite tun sich die dunkelsten Abgründe auf, wenn er Patientinnen eine besondere Behandlung zu kommen lässt und sie auf abartigste weise quält und verstümmelt. Da die Polizei im Dunkeln tappt und keine hieb und stichfesten Beweise hat, wird die Physiotherapeutin und Medium Alina Gregoriev zu dem Fall hinzugezogen. Für sie beginnt nun ein Spiel um Leben und Tod.

Die gut 430 Seiten des Buches waren sehr gut zu lesen und man konnte es zügig durchlesen, da es eine rasante Geschichte ist die einen fesselt. Flüssig geschrieben und mit viel Spannung wie schon der erste Band dieser Reihe. Sehr gut gefiel mir, dass der Autor zu Beginn gewarnt hat, dass hier alles aus dem 1. Band verraten wird. Eine gute Warnung, da wenn man ihn im Nachhinein erst lesen wollte, hier die komplette Spannung nach meinem empfinden weg wäre. Nun aber zu der eigentlichen Geschichte des neuen Teils: auch hier laufen wieder verschiedenen Handlungen parallel nebeneinander. Neben dem Medium Alina Gregoriev und dem Journalisten Alexander Zorbach gibt es nun eine weitere Hauptfigur: Johanna Strom, der von ihrem Mann schreckliches Leid zugeführt wurde und die sich seither in Behandlung begeben musste. Johannas Martyrium ist aufs grausamste geschildert und man kann sehr gut nachvollziehen, warum sie daran zerbrochen ist. Durch schicksalhafte Fügung werden die Wege dieser drei Personen zusammengeführt und so begegnet der Leser zum Beispiel auch Johannas Tochter Nicola, die unvorstellbares durchleiden muss. Da Fitzek immer für die eine oder andere Überraschung gut ist, gibt es in dem Werk immer wieder erstaunliche Wendungen, mit denen man nicht immer gerechnet hätte und die teils etwas unglaubwürdig sind, aber dafür noch mal einen richttigen Schocker" mit sich bringen. Ein toller Eyecatcher ist auch der beiliegende Zeitungsartikel / Lesezeichen, den ich erst beim Lesen etwas weiter hinten entdeckt habe - eine wirklich gelungene Idee, die auffällt! Mein Fazit: Kein Buch für schwache Nerven mit hohem Gruselfaktor und Spannung pur. Fünf Sterne für ein Buch, das ich auf jeden Fall weiter empfehlen kann und ich freue mich schon sehr auf Band 3, der sich wirklich anbieten würde.
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Der Augensammler Frank Lahmann wurde noch immer nicht gefasst und Zorbachs Sohn Julian ist noch immer verschwunden. Als Alexander Zorbach vom Augensammler einen Anruf erhält, dass Julian noch lebt, folgt der Reporter seinen Anweisungen... 7 Wochen später wird die Physiotherapeutin Alina Gregoriev von der Polizei um Mithilfe gebeten. Die blinde Frau kann manchmal unter Schmerzen tief in die Seele ihrer Patienten blicken und soll dazu beitragen, den inhaftierten Augenspezialisten Zarin Suker ins Gefängnis zu befördern. Denn in Berlin treibt ein Serienkiller sein Unwesen: Der "Augenjäger" Suker wird bezichtigt, seinen Patientinnen die Augenlider zu entfernen und sie zu misshandeln, so dass nachher nur noch eine leblose Hülle übrig bleibt... Außerdem bekommt Alina Besuch von Johanna Strom, der niemand glauben will, dass ihre 16-jährige Tochter vom Augenjäger entführt wurde. Und so bittet auch die verzweifelte Mutter die blinde Alina um ihre Hilfe.

MEINE MEINUNG:
"Der Augenjäger" heißt die vielversprechende Fortsetzung von "Der Augensammler" und knüpft an die Geschehnisse des 1. Bands an. Das Buch beginnt mit einer "Warnung" des Autors, dass zuerst "Der Augensammler" und anschließend "Der Augenjäger" gelesen werden soll, was auch Sinn macht. Das Buch beginnt mit einem Zeitungsartikel, der kurz die geschehenen Ereignisse zusammenfasst, um wenig später mit dem Teil "Johanna Strom" zu starten. Danach schwenkt die Geschichte zum Teil "5 Monate später", um "7 Wochen später" im Feber mit der eigentlichen Handlung zu starten. Als Schauplatz dient erneut Berlin.
Obwohl mich "Der Augenjäger", wie alle Fitzek-Bücher, eine schlaflose Nacht gekostet hat (man kann einfach nicht aufhören zu lesen), hätte ich mir doch mehr Raum für den neu eingeführten, interessanten Charakter Zarin Suker gewünscht. Doch stattdessen wird der Augenarzt zur Nebenfigur degradiert und das Hauptaugenmerk liegt auf den bereits bekannten Protagonisten.

ALEXANDER ZORBACH ist nach den vergangenen Ereignissen gezeichnet und tut alles, um den Aufenthaltsort seines Sohnes in Erfahrung zu bringen. Der Journalist verfolgt hartnäckig jede Spur und handelt nicht immer vernünftig. Auch die 26-jährige ALINA GREGORIEV hat damit zu tun, die Vergangenheit zu verarbeiten und ist nicht begeistert darüber, dass sie der Polizei dabei helfen soll, den Augenjäger festzunageln. Abermals begeistert mich die selbstbewusste Hauptperson, die sich durch ihre Blindheit nicht einschränken lässt. Mithilfe ihres Blindenhunds TomTom meistert die Physiotherapeutin die alltäglichen Anforderungen vortrefflich. Neben altbekannten Nebenfiguren wie die Kommissare Phillip Stoya und Mike Scholokowsky oder Alinas Freund John werden neue Charaktere wie Zarin Suker oder Johanna Strom eingeführt. Alle Protagonisten sind facettenreich und authentisch gestaltet worden und warten mit ihren Macken, Ecken & Kanten auf. Wie schon erwähnt, hätte ich gern mehr über den Augenjäger erfahren, dieser Wunsch wurde mir leider nicht erfüllt...

In Sebastian Fitzeks Büchern ist nichts, wie es den Anschein hat. Immer wieder schickt der Autor seine Charaktere und Leser auf Irrwege, legt gekonnt falsche Fährten und überrascht mit unerwarteten Wendungen. Die verschiedenen Handlungsstränge erscheinen anfangs noch unzusammenhängend bzw. leicht verwirrend, verweben aber im Laufe der packenden Geschichte miteinander und ergeben ein schlüssiges Ende. Leider muss ich anmerken, dass mir einige Längen bzw. klitzekleine Logikfehler untergekommen sind.

Über die Begebenheiten werden hauptsächlich in der personalen Erzählperspektive von Alina Gregoriev bzw. von Ich-Erzähler Alexander Zorbach berichtet, zwischendurch kommen auch kurz Nebenpersonen zu Wort. Diese Schilderungen sind sehr gefühlsintensiv gehalten und schaffen es, dass man mit den Erzählern identifiziert. Die schnellen Perspektivenwechsel und die kurzen Kapitel, die häufig an dramatischen Stellen enden, schaffen es, die Spannung vorantreiben. Sebastian Fitzek ist ein Meister seines Fachs und schafft es abermals, mich mit seinem spannungsgeladenen Schreibstil und interessanten Dialogen zu fesseln. "Der Augenjäger" blickt tief in die Abgründe der menschlichen Seele, zieht einen in seinen Bann und lässt sich schnell lesen.

FAZIT:
Mit "Der Augenjäger" hat Sebastian Fitzek, der ein Garant für Hochspannung in Buchform ist, eine gute Fortsetzung für "Der Augensammler" erschaffen. Leider kommt für meinen Geschmack die Figur des Augenjägers etwas zu kurz und kommt an meine Fitzek-Lieblingsbücher "Der Seelenbrecher" und "Splitter" nicht ganz heran. Somit vergebe ich für diesen Psychothriller (schwache) 5 STERNE.
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Der Augenjäger ist der zweite Band der Augenserie Fitzeks, aber in meinen Augen stellt er ein eigenständiges Werk dar. Den Augensammler habe ich nicht gelesen, aber auch keine Informationen vermisst.
Handlung:
Tagsüber helfender Augenchirurg und nachts bösartiges Monster, so kann man wohl die zwei Seiten Dr. Sukers beschreiben.
Seine Opfer sind allesamt Frauen, denen er im Keller seiner Klinik erst die Augenlider entfernt, sie anschließend vergewaltigt und hinterher laufenlässt.
Bisher haben alle Frauen Suizid begangen.
Um dem Täter auf die Spur zu kommen, wird die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev um Mithilfe gebeten.
Gemeinsam mit Alexander Zorbach geht sie auf die Suche.

Die beiden Hauptcharaktere werden in den Vordergrund des Buches gerückt.
Alina wird mit fast schon übersinnlichen Fähigkeiten beschrieben und ihre einnehmende Persönlichkeit macht ihre Reaktionen in der Handlung gut nachvollziehbar.
Fragwürdig (daher auch nur 4 Sterne) ist für mich folgende Tatsache: Alexander Zorbach schießt sich in den Kopf und geht Monate später wieder auf Verbrecherjagd.
Der Täter agiert als Bösewicht nebenher, wird aber erschreckend als interessantes Genie beschrieben, leider ist er letztendlich ein wahnsinniger Psychopath.
Einige Fährten zum Täter führen den Leser in die Irre und wenn der Irrtum bemerkt ist, geht die Handlung wieder in die entgegengesetzte Richtung.
Das baut eine fesselnde Spannung auf.

Schon auf dem Cover steht eine eindeutige Aussage: PSYCHOTHRILLER.
Das will ich wohl meinen!
Solche abartigen Gruseltaten und brutalen Ideen lassen dem Leser kaum Luft zum Atmen. Die Fahrt in der Achterbahn der Angst und Ungewißheit saust ungebremst durch das Buch. Einzig das Ende überzeugte mich nicht wirklich, daher für mich volle 4 Sterne!
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TOP 1000 REZENSENTam 11. September 2012
Ich bin durch das Buch Seelenbrecher" zufällig auf Sebastian Fitzek gestoßen. Der Augenjäger war jetzt das fünfte Buch, das ich regelrecht verschlungen habe. In den Bänden, die ich bis jetzt gelesen habe, stehen immer psychisch kranke Menschen im Mittelpunkt und nicht wie sonst eher üblich Ermittler, die einen Fall lösen, was dem Leser einmal Abwechslung bietet. Dabei schreibt der Autor so spannend, dass man als Leser von der ersten Seite ab nicht mehr von dem Buch lassen kann. Die kurzen Kapitel und der flüssige Schreibstil tun ihr übriges, dass man von einem regelrechten Lesevergnügen sprechen kann. Der Augenjäger ist der Folgeband auf den Augensammler und ich bin froh, diesen zuvor gelesen zu haben. Aber der Autor warnt ja schon im Vorwort, dass man wenn man beide Titel lesen möchte mit dem Augensammler beginnen soll. Zum Inhalt nur so viel, dass es höchst spannend ist, wie der Augensammler und der Augenjäger miteinander verwoben sind. In diesem Band spielen das blinde Medium Alina Gregoriev und der ehemalige Polizist und jetziger Reporter Alexander Zorbach wieder die Hauptrollen. Ein neuer Killer, der seinen Opfern die Augenlider abschneidet und sie anschließend vergewaltigt und freilässt, kommt ins Spiel. Die freigelassen Frauen begehen alle Selbstmord. Alina Gregoriev wird um Mithilfe gebeten. Sie soll durch körperlichen Kontakt mit diesem bereits inhaftierten Mörder beweisen, dass dieser schuldig ist. Außerdem soll sie Alexander aus seinem Trauma befreien. Alina lässt sich auf die Bitte der Polizei ein und wird in einen Strudel von Grausamkeit gezogen. Auch Alexander bleibt nicht verschont.
Man könnte fast glauben, der Autor erkennt die Gedanken des Lesers. Sobald sich ein Verdacht auftut, liefert er wieder eine Szene, die alle Vermutungen zunichtemacht. Also Spannung pur. Auch beim Schluss hat mich Sebastian Fitzek wieder verblüfft. Als Leser hofft man ja dann doch auf ein Happy End, was man dann, wenn auch nur kurz (mehr will ich nicht verraten) geliefert bekommt.
Also wieder ein Titel von ihm für den ich nur die volle Leseempfehlung aussprechen kann. Ich freue mich schon auf seine anderen Bände, die auf jeden Fall gelesen werden.
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TOP 500 REZENSENTam 17. Oktober 2011
Inhalt:
Bestialische Verstümmelungen pflastern seinen Weg. Tagsüber ist er ein brillanter Augenchirurg, doch nachts öffnet er Frauen die Augen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn er entfernt ihnen die Augenlider, so dass sie ihre Augen nie mehr schließen können. Er hat einen, wie er meint, triftigen Grund dafür, denn er sucht seine Opfer nicht wahllos aus. Doch da alle Frauen nach kurzer Zeit Selbstmord begehen, gibt es für diese Taten keine Zeugen. Und so wendet sich die Polizei an Alina Gregoriev, in der Hoffnung auch hier als Medium einen Weg zu finden, Dr. Suker zu überführen. Und damit betritt sie ebenfalls den Pfad der Angst und Gewalt und es dauert nicht lang, bis sie ihre Zusammenarbeit bereut.

Meine Meinung:
Also vorab möchte ich noch einmal erwähnen, dass ich Anfang des Jahres den Augensammler nahezu verschlungen habe. Völlig gebannt von der Spannung des Buches. Ich mochte mir gar nicht vorstellen, wie man davon überhaupt eine Fortsetzung zustande bringen kann.

Den Weg, den der Autor gewählt habe, finde ich absolut geschickt und gekonnt. Typisch Fitzek halt. Er bringt uns auf Wege, wo es selbstverständlich ist, dass es genau so weiter geht, wie es zwangsläufig kommen musste. Tolle Verwicklungen, neue Details überraschen einen schon sehr bald.

Aber ehrlich gesagt, mich konnte diese Fortsetzung trotz all dieser super Ideen überhaupt nicht fesseln. Zwar finde ich die Idee dahinter immer noch genial, doch für mich war dieses Buch absolut zähflüssig, wenig spannend, weil so vorhersehbar, nachdem einmal die Richtung erkannt war. Und da es mich nicht wirklich gefesselt hat, brauchte ich jetzt auch gut 1,5 Wochen, um dieses Buch zu beenden. Wer mich kennt, weiß, dass ich in der Lage gewesen wäre, das Buch in 3-4 Stunden zu lesen. Aber ich konnte einfach ganz oft vor Langeweile nicht weiterlesen.

Ich bin sehr überrascht von diesem Buch, denn bislang fand ich alle Bücher des Autors einfach nur wahnsinnig spannend. Ich habe mich nie gelangweilt. Ich habe bislang auch vermieden, andere Rezensionen zu dem Buch zu lesen und so weiß ich nicht so genau, ob ich mit meiner Meinung alleine da stehe. Ich hoffe es ja. Vielleicht war es für mich einfach der falsche Zeitpunkt es zu lesen?

Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb möchte ich noch einmal betonen, dass ich die Idee der Geschichte nach wie vor faszinierend finde. Und ich werde auch jederzeit wieder zu einem Buch des Autors greifen, Der Augenjäger wird mich davon nicht abhalten können.

Wäre das Buch nicht ein Rezensionsexemplar gewesen, ich glaube, ich hätte bereits nach 150 Seiten kapituliert. Aber andersherum .. warum muss einem auch jedes Buch eines Autors gefallen. Und ich bin sicher, es gibt genügend Menschen, die gerade dies Buch besser finden werden als andere :-) .. gut, dass Geschmäcker verschieden sind.

Fazit: Ich habe mir viel von diesem Buch versprochen und bin persönlich eher enttäuscht von ihm. Es konnte mich einfach nicht fesseln. Ich möchte aber weder eine Kaufempfehlung noch eine Kaufablehnung aussprechen.
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am 10. Oktober 2011
Natürlich kann das neueste Werk von Sebastian Fitzek in sich abgeschlossen als eigenständiger Thriller gelesen werden, für die nötigen Informationen sorgt Fitzek geschickt auf den ersten Seiten des Buches. Aber im eigentlichen Sinne ist der 'Augenjäger' die direkte Fortsetzung des 'Augensammlers' mit gleichem Personal (nun ja, einiges an Überraschungen wird auch hier auf den geneigten Lesern auf den ersten Seiten warten) und der inneren Fortsetzung der Geschichte, die im letzten Buch begann.

Eine Geschichte, die ein wahres Feuerwerk an überraschenden Wendungen bereit hält und mit hohem Tempo von Fitzek vorangetrieben wird. Just in jenen Augenblicken, in denen der Leser, vor allem nach den ersten 50 'Hochgeschwindigkeitsseiten', sich meint, zurücklehnen zu können und einigermaßen nun die Verhältnisse der intensiv gezeichneten Figuren untereinander einschätzen zu können, genau da führt Fitzek eine neue Volte ein, die wieder das vermeintliche logische Gebäude in den Grundfesten erschüttert und ganz neue Stränge vor die Augen legt. Eine Wendung, die beileibe nicht die letzte im Buch bleibt. Bis zur fast letzten Seite wird der Leser immer wieder sich innerlich neu einstellen müssen, um den Gesamtzusammenhang der Ereignisse und der Figuren erkennen zu können und die dramatischen Folgen der vielfachen Fehleinschätzungen im Buch im Gesamten vor Augen dann liegen zu haben.

Augen, jene kostbaren Organe, die man unwillkürlich zu Zeiten im Buch fast zuhält, um sie zu schützen. Zum Glück verzichtet Fitzek darauf, in allen blutigen Einzelheiten die Techniken des 'Augenjägers' zu beschreiben. Die Details, die er beschreibt und die Ergebnisse der 'Arbeit' des augenfixierten Serienvergewaltigers reichen bereits aus, um durchgängig Unwohlsein hervorzurufen. Da, wo einer Lider entfernt, damit die Opfer ihre Augen vor einer unnennbaren 'Schuld' nicht zu schließen vermögen und die durchgängig weiblichen Opfer dann brutal vergewaltigt. Opfer, die dies in der Regel nur solange überstehen, bis sie Gelegenheit zum Selbstmord finden.

Die blinde Alina mit ihrer speziellen Gabe, ein stückweit zumindest die Zukunft schauen zu können, wird von der Polizei hinzugebeten, um, so möglich, Indizien gegen den Hauptverdächtigen Dr. Zarin Suker zu 'sehen', damit dieser nicht aus Mangel an Beweisen auf freien Fuß gesetzt werden muss. Das gelingt ihr nicht in ausreichendem Maße, Zuker kommt frei und nun ist niemand im Buch mehr seines Lebens wirklich sicher. Mit Alina hat er ganz spezielle Pläne, Pläne, die auch eine andere, junge Frau betreffen. Pläne, die durchaus zurückreichen in die Ereignisse des letzten Buches um den Journalisten Alexander Zorbach herum, dessen Frau ermordet und dessen Sohn am Ende des 'Augensammlers' entführt wurde. Zorbach, der zu Anfang des Buches dem als sicher identifizierten Mörder Frank Lahmann hinterher taumelt, um seinen Sohn Justin innerhalb der Zeit des Ultimatums zu retten. Eine Rettung mit perfiden Bedingungen und dem ersten lauten Überraschungsknall des Buches.

Ein Buch, in dem sich niemand darauf verlassen kann, dass gut gut ist und böse eben böse. Dass ständig die Linien zwischen Freund und Feind zu verwischen vermag und sich in keiner Form scheut, auch den eigentlichen Hauptfiguren inneren und äußeren Schaden zuzufügen. Schaden, der letztlich Wirkung zeigen wird, der nicht einfach plötzlich heldenhaft überwunden wird. Bis zur letzten Seite hin hält Fitzek Tempo und Volten, Wendungen und Hintergründe im Buch, die ein Ausruhen des Lesers nicht zulassen. Trotz der ein oder anderen Ungereimtheit (zwei Frauen, die eine schwer verletzt, die andere körperlich und psychisch am Ende, lassen sich auf der Fahrt eigentlich ins Krankenhaus doch noch absetzen für einen privaten Besuch? Nie, wenn die geschilderten Verletzungen zutreffen!), erleidet die hervorragend konstruierte Geschichte in ihrem roten Fadem durch solch (wenige) unrealistische Ereignisse keinen Abbruch. Von der ersten Seite an wird der Leser in das Geschehen um Alina, Alexander, Zuker, Lahmann und der ermittelnden Polizisten hineingezogen und nach einem Parforceritt über gut 400 Seiten ebenso mitgenommen hinterlassen, wie die Protagonisten im Buch. Nichts bleibt, wie es scheint und dennoch wirkt nichts an den Haaren herbeigezogen.

Spätestens nach der Lektüre des 'Augenjägers' dürfte klar sein, warum Fitzek einer der wenigen deutschen Thrillerautoren ist, der international erfolgreich reüssiert.
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am 28. Februar 2015
Ich habe vor einigen Monaten ja bereits Sebastian Fitzeks ‚Der Augensammler‘ gelesen und mag seinen Stil ja sehr. Vor allem für seine trickreichen Wendungen und Vorkommnisse, die ich nicht hervorgesehen habe, finde ich faszinierend. Doch ganz ehrlich: Vergisst den Augensammler, seht zu dass ihr den Augenjäger liest :D Der Augenjäger ist der Folgeband und einfach nochmals viel spannender, trickreicher und für mich einfach total undurchschaubar. Wer allerdings Band 1 nicht gelesen hat, sollte dieses dringend nachholen, denn im Augenjäger wird das Ende bekanntgegeben, so dass man die beiden nicht durcheinander lesen sollte. Man kann sie aber auch jeweils getrennt lesen. Ich fand es wirklich seeehr spannend und Fitzeks Schreibstil ist sehr angenehm. Er ist ein deutscher Autor, so dass es keine merkwürdigen Wortwendungen durch die Übersetzung gibt.

Hier spielt Alina eine ziemlich große Rolle, so war sie im letzten Band doch meistens eher ein Anhängsel von Zorbach. Alina ist eine schwierige, wenn auch sympathische, Persönlichkeit, mit welcher ich mich zwar nicht identifizieren kann oder möchte, und sie dennoch mag. Meistens ist es mir ein Dorn im Auge, wenn ich mich mit Protagonisten so überhaupt nicht identifizieren kann, in diesem Fall stört es mich nicht.

Wie bereits erwähnt, ist so gut wie nichts so, wie es scheint. Das scheint Sebastian Fitzeks Stärke zu sein und ich glaube langsam, dass ich einen neuen Lieblingsautor habe. Obwohl ich sagen muss, dass ich es als sehr beängstigend empfinde, dass er es schafft, mir das Tatmotiv so nahe zu bringen, dass ich beinahe schon Verständnis für den/die Täter aufbringen kann. Aber nur fast!
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