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Kundenrezensionen

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am 23. September 2011
Amazon sei dank habe ich das Album schon seit gestern vormittag und höre es seitdem ununterbrochen! Subway To Sally besinnen sich auf diesem Album wieder auf Ihre alten Tugenden! Weg vom Mainstream der beiden Vorgängeralben, bekennen sie sich mit "Schwarz In Schwarz" zur Metal- und Gothicszene. Die Musik ist düster, aber trotzdem tanzbar. Nach den eher einfacher gestrickten Alben "Bastard" und "Kreuzfeuer" gelingt den Potsdamern endlich wieder der Spagat zwischen Anspruch und Mitsingbarkeit. Ich würde sogar sagen, dass es ihnen auf keinem der bisherigen Alben so gut gelungen ist, wie auf diesem.

Auch die Mittelalterinstrumente spielen wieder eine größerer Rolle. Sie kommen auf dieser Platte schön zur Geltung, ohne aufrdinglich zu tröten, wie das bei anderen Bands der Fall ist. Besonders bei den Titeln "Das Schwarze Meer" (Hit!!!) und "Ins Dunkel" kann man den für Subway To Sally so typischen Klangkosmos wieder in vollen Zügen genießen.

Textlich würde ich "Schwarz In Schwarz" auch zu den stärkeren Alben zählen. Bodenskis Lyrik hat endlich wieder den Tiefgang, den ich seit "Engelskrieger" vermisst habe. Ein so kontroverser Titel wie "Mir Allein" ist, meiner Meinung nach, bisher nur Rammstein gelungen. Der Song "Am Ende Des Wegs" hingegen hat mich, ebenso wie "Wo Rosen Blühen" tief berührt.

Abgerundet wird das ganze von einem hübschen Design. Die CD kommt in mattschwarz mit glänzend- schwarzen Ornamenten. Schmuckstück! Bis zur Bonus- DVD bin ich bis jetzt noch nicht gekommen. Die ist aber auch weniger als zweitrangig für mich.

Ein tolles Album, das mich nach vielen Jahren wieder zum Kauf einer Konzertkarte bewegen wird!
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am 27. September 2011
Nun ist es also da - das langersehnte elfte Studioalbum der "Veteranen" Subway to Sally. Lang und unerbittlich wurde unter den Fans spekuliert, in welche Richtung das neue Werk der Sieben nun gehen würde, ob man den metallastigeren Weg der letzten Alben weitergehen würde oder ob man sich auf die folkigeren Wurzeln der frühen Alben zurückbesinnt. Oder würden einen gar neue Einflüsse erwarten und einmal mehr überraschen?

Die Antwort lautet: Prinzipiell treffen all diese Erwartungen zu. Das Album ist sehr vom Metal geprägt, enthält sehr harte und raue Songstrukturen und Gitarrenriffs, vernachlässigt aber trotz alledem nicht Frau Schmitts vorzügliche Fähigkeiten an der Geige und andere Folkelemente, die die Band seit Jahrzehnten ausmachen.

Wie also soll eine Band an das mittlerweile elfte (!) Studioalbum herangehen, ohne sich in ewigen Wiederholungen und in Stagnation zu verstricken? Haben Subway to Sally sich etwa neu erfunden? Nein, natürlich nicht - müssen sie aber auch gar nicht, weil Anspruch und Qualität schon immer überdurchschnittlich und überaus niveauvoll waren. Und dennoch wird sich niemand langweilen, weil es eine Menge neuer Einflüsse und Elemente gibt, die man so auf den vorangegangenen Alben nicht findet - bestes Beispiel ist hier wohl der Einsatz der Capella Antiqua Bambergensis, welche sich durch ihre ausgesprochen filigranen und beeindruckenden Künste aus der alten Musik hervorragend in die Arrangements der Subway to Sally-Songs bettet. Hervorragend sind hier vor allem das Gambenensemble in "Ins Dunkel" und der Einsatz der Harfe zu Beginn von "Mir allein". Eine wundervolle Neuerung, welche den Stücken nur gut tut und für viele Überraschungsmomente auf dem Album sorgt! Es würde mich sehr freuen, wenn man diese großartige musikalische Kooperation fortführen würde, um auch die nächsten Werke so sehr zu bereichern. An dieser Stelle danke ich auch den hervorragenden Musikern der "Capella Antiqua Bambergensis", die eine wunderbare Leistung vollbracht haben!

Nun aber zum Album selbst: Mit "Das schwarze Meer" haben Subway to Sally einen Opener gewählt, der besser nicht in ein Werk einleiten könnte! Donnernde Riffs und ein an Eingängigkeit nicht zu überbietender Refrain machen die erste Single des Albums zu einem würdigen Eröffnungsstück, welches zudem auch mit ruhigeren, überraschenden Passagen zu begeistern weiß und mit einem für die Fans rührenden Text, welcher die Zugehörigkeit der Band zur Schwarzen Szene einmal mehr unterstreicht.
An zweiter Stelle folgt mit "Schlagt die Glocken" ein religiös anmutender Song, welcher in den Strophen ruhiger zu Werke geht, dafür aber im Refrain explodiert und ein wahres Feuerwerk abbrennt. In betont hochklassiger Sprache umschreibt Bodenski in einem genialen Text das Verschwinden Gottes, welcher die Menschheit im Verderben sich selbst überlässt. Eine Warnung. Großartiger Song!
Mit "Kämpfen wir!" folgt ein STS-typischer Song, welcher allerdings ganz innovativ mit Trompeten eingeleitet wird. Danach entwickelt sich ein furioses Lied, welches auf der Stelle zum Mitsingen und Tanzen animiert und welches auf Konzerten sicherlich ein Highlight darstellen wird. Textlich geht es hier um das Unerlässlichkeit des Kampfes im Leben, um beispielsweise seine Ziele oder etwa Freiheit zu erreichen. Nicht so spektakulär wie die beiden vorangegangenen Songs, aber dennoch völlig okay und allemale zum Feiern geeignet und mit einer elementaren Botschaft versehen! Auch Frau Schmitts Geige zaubert wiederholt eine fantastische Melodie.
Die erste absolute Überraschung folgt mit "Bis in alle Ewigkeit" - wirkte das Lied in den Hörproben auf Facebook noch recht unspektakulär, entpuppt es sich in der Gesamtheit als wahrlich schöner Song, welcher eine erschreckende Geschichte erzählt und dabei vor allem in den so noch nie dagewesenen Strophen überzeugen kann. Absoluter Anspieltipp, da man den Song so nie von Subway to Sally erwartet hätte! Absolut klasse! Wer da keine Empathie für die in den Lyrics beschriebene Person empfindet, fühlt nicht.

"Nichts ist für immer" dagegen ist ein fetzigeres, absolut eingängiges Lied, welches sich ebenso perfekt als Single geeignet hätte, selbstredend aber nicht die Tiefe der anderen Songs innehat. Ein Text, der Mut macht und der sicherlich vielen Menschen in traurigen Zeiten helfen wird, wieder positiver zu denken. Ohrwurm-Refrain!

Und direkt geht es weiter mit einer der stärksten Balladen, welche STS jemals kreiert haben - "Ins Dunkel". Ingo Hampfs anspruchsvolle und wunderschöne Ouvertüre an der Laute leitet das herzzerreißende Stück hervorragend ein und erinnert natürlich an Klassiker wie "Lacrimae '74". Wieder einmal beweist Ingo Hampf seine Ausnahmestellung als absoluter Weltklassemusiker - natürlich auch an der E-Gitarre in den anderen Liedern.
Mit "Ins Dunkel" erwartet den Hörer auf jeden Fall eine traurige Ballade, welche mit Klassikern wie "Minne", "Maria" oder "Seemannslied" mithalten kann und welche endlich wieder richtig dunkelromantisch ist! Wunderschön und voller Zauber!

"Wo Rosen blüh'n" dagegen erinnert stark an vergangene "Hochzeit"-Zeiten der Band, sind doch die Strophen die härtesten des Albums und überzeugt der Refrain mit einem wunderschönen Chor in altbekannter Subway-Manier! Voller Zorn umschreibt ein Trauernder seinen Hass auf einen angeblich existierenden Gott und verfällt beinahe in unendliche Rachegelüste. Sehr bewegend und so verständlich! Das wohl stärkste Stück des Albums "Schwarz in Schwarz", der stärkste Chor der Bandgeschichte und Lyrics, die ihresgleichen suchen! Umwerfend schön!

Daraufhin folgt mit "Tausend Meilen" ein Song, der nach einem solchen Meisterwerk wie "Wo Rosen blüh'n" natürlich nur abfallen kann. Das heißt keineswegs, dass der Song schlecht ist! Nein, musikalisch findet man hier eines der anspruchsvollsten Lieder auf diesem Album vor und auch die Lyrics erzählen eine spannende Geschichte von Tod und Verderben, doch leider brennt sich das Lied nicht so sehr ins Herz und ins Gedächtnis hinein wie die vorherigen beiden Songs. Dennoch super und stärker als "Kämpfen wir!"!

Natürlich geht es mit "Mir allein" wieder steil aufwärts - brutale Realität nach dem Vorbild von "Rammstein"! Beginnt der Song noch sehr ruhig mit den oben beschriebenen Harfenklängen, entwickelt er sich nach wenigen Augenblicken zu einem der härtesten Songs der Bandgeschichte! Und damit ist keineswegs nur die Musik gemeint! Der Text verdeutlicht in aller Grausamkeit das Schicksal eines entführten und womöglich auch missbrauchten Mädchens, welches von ihrem Peiniger jahrelang gefangen gehalten wird. Ein Titel voller Gesellschaftskritik, welcher eben dieser wundervoll brutal den Spiegel vorhält und auf Missstände dezidiert aufmerksam macht! Erinnert stark an "Engelskrieger"-Zeiten. Toll umgesetzt und ein weiteres Highlight!

"Am Ende des Wegs" dagegen könnte ein wunderbarer Abschluss des Albums sein, ist es doch eine weitere herzergreifende, zu Tränen rührende Ballade voller Sehnsucht und Gefühl! Mit perkussiven Klängen leitet die Band in einen sehr folklastigen, sehnsuchtsvollen Song ein, welcher wiederholt überrascht. Tiefgründig, wunderschön und stimmlich wieder eine Meisterleistung von Eric Fish! Zudem mit einem Refrain voller Ohrwurm-Potenzial.

Würdiger Abschluss dieses schwarzen Meisterwerkes ist das Lied "MMXII", welches das Bild von einem bevorstehenden Weltuntergang zeichnet, welcher die Menschheit in den Abgrund reißt. Ein Text, der mir aus der Seele spricht und die Oberflächlichkeit der heutigen Konsumgesellschaft vorzüglichst gut darstellt. Endlich mal jemand, der es ausspricht: So schändlich, wie die Rasse Mensch mit ihrem eigenen Planeten und bei vollem Bewusstsein umgeht, kann dieser nur untergehen, und sei es auch einige Jahre später als in der Maya-Prophezeiung vorhergesagt, welche STS hier als Vorlage dient. Epischer Abschluss!

Der Bonustrack gefällt durch einen tanzbaren, treibenden Refrain und einen sehr treffenden und kritischen Text. "Alles oder Nichts" ist eine sehr tolle Beigabe und durchaus auf dem sehr hohen Niveau des Gesamtwerkes anzusiedeln!

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Subway to Sally ein absolutes Spitzenalbum gelungen ist, welches die beiden schwächeren Vorgängerwerke "Kreuzfeuer" und "Bastard" mit Leichtigkeit in den Schatten stellt und welches alle Stärken der Band vereint. Der Hörer und Fan erkennt in jeder Sekunde des Hörens, dass man sich durchaus intensivst Gedanken um die Ausgestaltung dieses Werkes gemacht hat und dass unendliche Mühen in diesem Album stecken.
Bodenskis Texte unterstreichen einmal mehr seinen Status als meines Erachtens nach einer der besten deutschen Dichter, da seine Wortwahl bezaubernd und treffsicher wie eh und je ist und da die anklingende Gesellschaftskritik wie schon auf der "Engelskrieger" beispielsweise besser nicht ausgedrückt werden könnte! Ingo Hampf beweist sich mal wieder als Virtuose und spielt wie nicht von dieser Welt, Frau Schmitt überzeugt wie so oft schon mit wunderschönen Geigenmelodien und Eric Fish liefert auch hier eine wundervolle Gesangsleistung ab, die ihresgleichen sucht aber niemals finden wird! Auch Simon Michael tut der Band so gut und überrascht als Co-Produzent und gelegentlich sogar als Mitverantwortlicher für die Texte, die sonst allein Bodenskis Metier waren. Ein fantastischer Musiker! Auch Sugar Ray und Simon sind wie immer ein ganz elementarer Teil des Albums - ob bei der Komposition der Lieder oder beim Einsatz ihrer Instrumente - super!

Das Cover wurde sowieso wundervoll gestaltet und beeindruckt mit schwarz-gänzenden Prägungen auf mattschwarzem Untergrund. Absoluter Hingucker! Die bisher beste Arbeit der Band in Sachen Cover und Booklet, und auch dies ist natürlich ein sehr wichtiger und elementarer Punkt, der von der Band bestens gelöst wurde! Einzig und allein das FSK-Logo stört natürlich etwas, aber das haben natürlich auch andere Rezensenten angesprochen. Für mich niemals ein Grund, dieses beeindruckende Album in irgendeiner Weise abzuwerten!

Fazit: Absolute Kaufempfehlung! Für meine Begriffe ein Album, welches die Stärken der Alben "Hochzeit", "Engelskrieger", "Herzblut" und "Kreuzfeuer" vereint - daraus entstanden haben wir nun ein bombastisches Werk ohnegleichen vorgefunden! Ich freue mich unsagbar sehr auf die Live-Umsetzung und kann diese geniale Band nur nochmals für diese bemerkenswerte Leistung loben, loben, loben!

Eines der beeindruckendsten Alben der letzten Jahre. Ein treuer Fan dankt!
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am 23. September 2011
Nach der letzten Platte war ich etwas enttäuscht, sie konnte meinen Geschmack nicht so treffen, wird uns mit diesem Meisterwerk wieder was ganz exklusives geboten.
Ansage war, dass dies das härteste Album sein würde.
Ich war etwas skeptisch ob wir wirklich auf die tollen Baladen verzichten müssen.

Dem ist nicht so. Harte Klänge und weiche Symphonien. Mit allem kann StS hier aufwarten.
Perfekt.
Bisher konnte ich noch keine Favouriten oder schwächere Lieder raushören. Wortgewaltig sind sie und da will ich keine oberflächlichen Meinungen zu abgeben bis ich nicht die Texte alle komplett verschlungen habe.

Und ja, wirklich schade, dass das FSK Logo alles kaputt macht. In Schandmaul hat einen Aufkleber mitgelifert dafür, das fand ich klasse. Dass das letzte Lied als Text fehlt find ich auch nicht so schön und trübt den extrem genialen Gesamteindruck. Naja aber einen Punkt Abzug gibt es dafür nicht.
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am 11. Februar 2013
Nach zweijähriger Arbeit an neuen Kompositionen melden sich die "Mittelalter-Goths" von Subway to Sally erneut zurück. Ihr aktuelles Werk "Schwarz In Schwarz" stellt einen wirklich würdigen Nachfolger zum Vorgänger "Kreuzfeuer" dar. Dass sich die Geister hinsichtlich zu "Kreuzfeuer" deutlich schieden, ist und war mir bewusst. Die einen fanden die CD zu modern, zu oberflächlich, andere bezeichneten sie wiederum als Höhepunkt der Bandkarriere. Ich persönlich sehe "Kreuzfeuer" ebenfalls als ein spitzenmäßiges StS-Album an, da es einen sehr eingängigen Stil besitzt. Es war dafür ziemlich im Mainstream-Bereich angesiedelt, und wusste daher nicht jedem zu gefallen.
Naja, aus musikalischer Sicht hat sich "Schwarz in Schwarz" im Vergleich zum Vorgänger nicht großartig verändert. Die Band weiß es weiterhin zu verstehen Mittelalter- und Metalsound gekonnt zusammenzubringen. Dafür schon einmal ein Lob im Voraus. Lässt man seine Blicken allerdings über die dazugehörigen Texte schweifen, so fallen schnell einige Veränderungen auf. Bodenski, der Lyriker der Band, geht wieder mehr in die Tiefe. Seine Texte sind auf "Schwarz in Schwarz" zwar oftmals weniger oder zumindest schwerer zugänglich, stattdessen aber überlegter und emotionaler, als zu Kreuzfeuer-Zeiten. Er macht diesmal auch vor schwierigen und kontroversen Themen nicht halt. Diese Eigenschaft erinnert mich sehr an seine Texte vom schon etwas älteren Tonträger "Engelskrieger".

Es lässt sich sagen, dass die aktuelle CD ziemlich eingängig gehalten ist, aber dennoch den gewissen Funken an Tiefsinn besitzt. Diese Kombination finde ich sehr gelungen, da sie eigentlich das ist, was mich an der Musik von Subway to Sally schon von Anfang an begeisterte. Die Band setzt uns hier elf unheimlich facettenreiche Songs vor, die mich allesamt größtenteils überzeugen konnten. Dennoch möchte ich gern näher auf die einzelnen Titel eingehen.

1. DAS SCHWARZE MEER
Wow, was für eine Eröffnung! "Das Schwarze Meer" zog mich gleich von Anfang an in seinen Bann. Hiermit hat die Band wirklich eine wahrhaftige Lobeshymne an die schwarze Szene geschaffen, die mit einer bahnbrechenden Refrain-Melodie und einem schmeichelnden Text aufwartet;) Es könnte schwierig werden, das zu übertreffen. (5|5)
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2. SCHLAGT DIE GLOCKEN
Nach dem grandiosen Opener war ich wirklich gespannt auf das folgende Stück. Doch auch "Schlagt die Glocken" lässt keinen Qualitätsabfall zu. Der Track beginnt mit einem mysteriösen Glockenspiel, das Spannung aufbaut. Die Strophen sind ähnlich langsam und atmosphärisch gehalten, jedoch gleicht der Refrain dafür einem Vulkanausbruch. Hier stimmt einfach alles! Das Lied von Anfang an stimmig und besitzt klares Ohrwurmniveau. (5|5)
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3. KÄMPFEN WIR!
An dieser Stelle wird die Kriegsthematik auf eine besondere Weise behandelt. Die Brutalität des Songs ist weniger offensichtlich, sie verbirgt sich eher zwischen den Zeilen. Ansonsten ist "Kämpfen Wir!" eine grandioser Stampfer mit Härte und Melodie. Für mich ebenfalls ein Highlight! (5|5)
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4. BIS IN ALLE EWIGKEIT
Hinter dem folgenden Stück verbirgt sich einer meiner heißgeliebten Favoriten des Albums. Der Song wirft den Zuhörer unmittelbar ins Geschehen und hat eine sogartige Wirkung. Der Härtegrad wird hier sehr zurückgeschraubt. Es liegt eine traurige, berührende, vielleicht sogar etwas verstörende Halbballade vor. In diesem Sinne: Bis in alle Ewigkeit, Subway To Sally! (5|5)
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5. NICHTS IST FÜR IMMER
Dieser Track macht mir am meisten Mühe, da er ein waschechter Streitfall ist. Ich kenne einige, die ihn als Übersong des Albums bezeichnen, mir allerdings liegt er überhaupt nicht. Zugegeben, die Melodie frisst sich rasant ins Ohr, dennoch kommt das ganze Lied sehr gekünstelt und oberflächlich daher. Hier will der Funke bei mir zum ersten Mal nicht überspringen. Ist aber verschmerzbar. (3|5)
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6. INS DUNKEL
Gänsehautatmosphäre! Der kleine Ausreißer vorher gerät mit dieser wunderschönen reinen Ballade schnell in Vergessenheit. Ich halte "Ins Dunkel" für eine der emotionalsten und schönsten Kreationen der Band, besonders weil hier Eric Fish seine nahezu unglaublichste und beste Gesangsleistung darbietet. Das Stück wird akustisch mit Gitarren, Streichern und der Stimme des Frontmanns getragen. Eine berührende Angelegenheit, die mich gern an meinen früheren Allzeitfavorit "Wehe Stunde" denken lässt. (5|5)
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7. WO ROSEN BLÜH‘N
Jetzt folgt ein erneuter Stampfer, der sich sehr bedrohlich ankündigt. Kurz danach setzt ein kräftiges Riff ein und Eric Fish schmettert seine klagenden Worte direkt in das Herz des Zuhörers. Im Song verbirgt sich trotz des hohen Grads an Härte auch eine spürbare Verletzlichkeit. Die Trauer und Wut, die hier im lyrischen Ich gedeihen, kommen im überragenden Refrain perfekt zum Ausdruck. (5|5)
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8. TAUSEND MEILEN
Das Tempo wird nun etwas zurückgefahren, dafür finden jetzt orientalische Töne ihren Anklang. Diese passen wunderbar zur brisanten und hochaktuellen Thematik des Songs. Insgesamt besitzt das Lied eine ziemliche schwermütige Stimmung, die erneut durch den ausdrucksstarken Sänger geltend gemacht wird. Ich persönlich konnte mich erst Nach und nach an das Lied gewöhnen, inzwischen gefällt es mir allerdings sehr gut. (4|5)
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9. MIR ALLEIN
Jetzt kommen wir zum schwierigsten Teil des Albums. "Mir Allein" beginnt mit sehr ruhigen Klängen. Dennoch wird schnell klar, dass hier keine typische Ballade vorliegt. Erneut greift die Band das furchtbare, aber leider gegenwärtige Thema Kindesmissbrauch auf. Wie schon im "Engelskrieger" mit dem Titel "Abendlied" gelingt dem Septett an dieser Stelle ein unheimlicher Moment, der mir jedes Mal aufs Neue einen Schauer über den Rücken laufen lässt. "Mir Allein" steigert die Spannung bis ins Unermessliche und nach knapp fünf Minuten bleibt der Zuhörer nachdenklich, vielleicht auch etwas verstört zurück. Ein absolut beklemmender Titel, in dem nichts gut geredet oder unter den Teppich gekehrt wird. (5|5)
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10. AM ENDE DES WEGS
Auf diese Nummer könnte ich jedes Mal gerne verzichten. Zwar versprüht der Song eine wirklich ergreifende Melancholie, im Gesamtpaket kann er mich jedoch nicht überzeugen. Es fehlt ganz klar an Abwechslung und Wiederkennungswerk. "Am Ende des Wegs" bleibt nicht im Ohr hängen, obwohl er inhaltlich eigentlich perfekt auf das Album passt. Schade. (3|5)
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11. M.M.X.I.I
Es geht wieder bergauf! War der vorherige Song enttäuschend, so kann sich dieser doch als gekonnter Albumabschluss sehen lassen. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mir auch an dieser Stelle etwas mehr gewünscht hätte. Das Lied ist klasse, ohne Frage, aber ich denke doch gern an den Abschluss von "Kreuzfeuer" ("Vater") oder "Nord Nord Ost" ("Seemannslied") zurück. Diese Titel waren einfach bombastischer und emotionaler als dieser hier. Aber nichts für ungut, die Band beendet "Schwarz in Schwarz" ebenfalls äußerst annehmbar. (4|5)

Fazit: Um alles zusammenzufassen sei gesagt, dass "Schwarz in Schwarz" einfach ein überwältigendes Album ist. Es hat seinen eigenen Charme, seine eigene Atmosphäre und bietet nach "Kreuzfeuer" auch mehr Überraschungen. Bei mir war es allerdings so, dass sich die Lieder erst nach und nach entfalteten, so war ich nach dem ersten Hören noch nicht so begeistert, wie ich es jetzt bin. "Schwarz in Schwarz" braucht Zeit, es lohnt sich aber allemal sich diese Zeit für solch ein Schmuckstück zu nehmen.

5 Sterne
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am 20. Januar 2012
Meine Erwartungen waren hoch und wurden dennoch übertroffen! Ich liebe die wiederbelebte schwarze Seite und finde den Kontrast zum vorhergehenden Album wunderbar. Subway to Sally überraschen immer wieder aufs Neue und überzeugen durch gelungene Lieder und großartige Konzerte!
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am 8. Oktober 2011
Puh, das ist aber nochmal gutgegangen. Nach dem letzten SUBWAY TO SALLY-Album "Kreuzfeuer" musste ich beinahe schon etwas Angst haben um meine Lieblings-Potsdamer. Denn trotz einiger herausragender Highlights (u.a. "Versteckt" , "Niemals" und die Hit-Single "Besser zu rennst") war die Band doch ziemlich weit von der eigens abgesteckten musikalischen Klasse entfernt, sondern neigte eher zu pomadigem, recht ideenarmen Liedgut. Die Qualität alter Klassiker wie "Herzblut" , "Bannkreis" und "Nord Nord Ost" war hier leider nur im Ansatz zu spüren, weswegen der 2009er Longplayer (meiner persönlichen Meinung nach) wohl eine der entbehrlichsten Scheiben des Folk/Metal-Septetts ist.
Auf dem brandneuen 11-Tracker "Schwarz in schwarz" hat sich das Blatt jedoch wieder komplett gewendet. SUBWAY TO SALLY haben sich etwas mehr Zeit gelassen, um den neuen Kompositionen genug Raum zu geben, und dabei eine Vielzahl toller Ideen in die Songs einfließen lassen. Schwache Momente findet man daher hier vergebens...stattdessen plaziert sich die Combo um Eric Fish, Bodenski & Co. hautdicht auf Augenhöhe mit den Hit-Alben neueren Datums. Soll heißen: "Schwarz in schwarz" ist eigentlich das perfekte Bindeglied aus "Engelskrieger" (heftig modern!) und "Nord Nord Ost" (traditionell sehnsüchtig!) , bei dem endlich wieder sämtliche Trademarks des klassischen SUBWAY TO SALLY-Sounds voll ausgespielt werden können.
Allein der Album-Titel gibt hier das Konzept schon vor. Denn der 54-Minüter ist in Punkto Atmosphäre sehr düster , nachdenklich und teilweise bedrohlich (!) ausgefallen. Bereits der mächtig-riffende Opener "Das schwarze Meer" (tolle Melange aus Romantik und Heaviness!) weiß sofort zu gefallen, und versetzt den Hörer in seelige "Nord Nord Ost"-Zeiten zurück. Als wichtiges Erkennungsmerkmal sticht hier natürlich der Gesang Eric Fish hervor, der erneut alle Facetten seiner Stimme - als betörender, anklagender, wütender Geschichtenerzähler - in die Waagschale wirft. Die Produktion ist ungemein detailverliebt ausgefallen, so dass die zuletzt etwas stiefmütterlich behandelten Mittelalter-Elemente wieder besser zur Geltung kommen. Es gibt wieder mehr folkige und orientalische Einflüsse...mehr Streicher, mehr Fanfaren, mehr pompöses Tamtam. Auffallend ist zudem, dass ein typischer SUBWAY-Hit á la "Tanz auf dem Vulkan" oder "Veitstanz" nicht auf Anhieb auszumachen ist. Bedeutet: Wo auf früheren Alben immer einzelne Nummern über dem restlichem Songsmaterial zu "schweben" schienen, da überzeugt "Schwarz in schwarz" komplett über die gesamte Spiellänge. Einzige Ausnahme ist das ansonsten recht ordentliche "Schlag die Glocken", dessen gekünstelter Refrain aber doch eher biedere Durchschnittskost bietet.
Die fein ausgearbeiteten Uptempo-Nummern "Kämpfen wir!" , "Wo Rosen blüh'n" oder "Nichts ist für immer" gehen dagegen schnell und ohne Umwege ins Tanzbein, weswegen die Stammplätze im zukünftigen Live-Set bereits jetzt schon fest eingeplant werden können. Anstatt übertriebener Gutlaunigkeit brillieren die genannten Songs - wie auch der Rest des Albums - durch das gute Zusammenspiel von Musik und Lyrics. Spätestens nach dem zweiten Hördurchlauf wird hier der Unterschied zum "Kreuzfeuer"-Schnellschuss mehr als deutlich - denn die Ohrwurmqualitäten dieses Albums entwickeln sich sukzessive in süchtigmachender "Kleid aus Rosen"-Manier.
Speziell in den ruhigen Momenten machen SUBWAY TO SALLY alles richtig: Hoch emotionale Songs wie "Bis in alle Ewigkeit" , "Am Ende des Wegs" und das unfassbar zerbrechliche "Ins Dunkel" (schlichtweg genial gesungene Wahnsinnsballade!) stolzieren haarscharf auf dem Grat zwischen kitschiger Herzwärme und packend-durchdachter Poesie. Wer hier keine Ganzkörper-Gänsehaut bekommt, der sollte dieser Band wohl zukünftig doch besser den Rücken zukehren...denn besser kann es eigentlich nicht mehr kommen. Komplettiert wird "Schwarz in schwarz" noch durch "Tausend Meilen" (großartig!) , das stampfende "Mir allein" (erinnert etwas an RAMMSTEIN in ihrer "Rosenrot"-Phase!) sowie das abschließende "MMXII", die dieser Scheibe nach knapp 55 Minuten dann formvollendet den Deckel aufsetzen.
Fazit: Das siebenköpfige Folk/Metal-Orchester SUBWAY TO SALLY hat die zuletzt eingeleitete Schwächephase bravourös überwunden. Mit "Schwarz in schwarz" ist der Band aus Potsdam eines der komplettesten Alben 2011 gelungen, das im Langzeittest immer noch mehr Charme hinzugewinnt. Gut gemacht, so kann's weiter gehen !!!
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am 25. Juni 2014
Insgesamt ein großartiges Album, Subway to Sally haben sich wieder selbst übertroffen. Ich liebe diese Band einfach. Auch die "schwächeren" Alben gefielen mir immer noch besser als das meiste andere, was es so am Markt gibt. Schwarz in Schwarz zählt aber eindeutig zu den besten Werken - Textlich wie musikalisch. Hier wird wieder in der Tradition der alten Alben gearbeitet, allerdings mit der richtigen Mischung mit neuen Elementen.

Meine persönliche Meinung zu den Songs:
"Das Schwarze Meer" ist als Titelnummer und erste Single gut gewählt, beschreibt den Grundton des Albums wahrscheinlich am besten, als kleine Liebeserklärung an die schwarze Szene. Das Lied kann auch Live einiges. Danach geht es auch gleich munter weiter mit den "Schlag die Glocken" und "Kämpfen Wir!", zu denen gut abgerockt werden kann. Hier beginnt sich auch eines der Themen des Albums, der Weltuntergang, zu entfalten.

Überrascht war ich von "Bis in Alle Ewigkeit". Das Lied hat sich langsam zu meinem Liebling gemausert. Dabei kann Eric Fishs Stimme sich von der besten Seite zeigen und der Text ist besonders lyrisch. Beim ersten Mal hören gabs beim Intro eine richtige Gänsehaut...

"Nichts ist für Immer" ist weniger mein Fall. Songs über die Vergänglichkeit des Lebens kenne ich schon bessere von Subway to Sally. Ich denke da an "Zu spät", oder "Traum vom Tod", die den Stoff besser rüberbrachten. Vielleicht liegt das gerade an der eingängigen Melodie des Songs, das Lied hätte von ein wenig mehr musikalischer Tiefe profitiert. Weder textlich noch musikalisch kann ich den Song von der Stimmung her gut einordnen. Einerseits fröhlich, weil auch, wie der Text sagt "der Schmerz nicht für immer" ist, aber alles andere auch nicht. Also nicht besonders positiv eigentlich. Ansonsten ist die Nummer zwar nett zum anhören, aber nicht besonders aufregend.

"Ins Dunkel" begeistert dafür schon von Anfang an durch ein wunderschönes Gitarren-Intro und einem schönen Text. Eine ruhige Nummer, aber sehr stark. Auch die zweite Balade "Am Ende des Weges" ist sehr gut gelungen, "Ins Dunkel" ist vielleicht einen Tick besser, weil es mir textlich besser gefällt.

"Wo Rosen Blühn" ist eine typische Subway to Sally Nummer im positivsten Sinn. Kritik an der Religion und Melacholie gepaart mit harten Gitarrenklängen... Herrlich! Besonders der Einsatz des Chors im Refrain gefällt mir und macht das ganze fast ein bisschen sakral.

Hervorheben sollte ich noch "Mir Allein". Ich kannte die Nummer schon von einem Live-Auftritt und habe mich beim wiederhören gut daran erinnert, wie schockiert ich beim ersten Hören damals war. Weil das Lied irgendwie ganz nett, fast würde ich sagen romantisch und ruhig beginnt und dann... Gänsehaut garantiert, ich verrate lieber nicht zu viel. Ich mag auch die kontroversen Nummern von Subway to Sally sehr gerne. Ob man das mag, muss jeder selbst entscheiden, aber ich rate umbedingt zum reinhören!

Gegen Ende des Albums wird es mit "Tausend Meilen", "MMXII" und "Alles Oder Nichts" wieder wunderbar rockig.

Fazit:
Wie jede CD hat auch diese Höhen und Tiefen, allerdings sind hier selbst die Tiefen nicht zu verachten. Fans der alten Alben dürfen sich ruhig auch an diese Scheibe wieder heranwagen und für Neulinge im "Subway to Sally" eindeutig ein guter Einstieg.
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am 17. Dezember 2011
Daumen hoch für dieses absolut geniale Album! Bin zwar nicht unbedingt ein Dark-Metaller, aber das neue Album der Potsdamer hat mich beinahe umgehauen. Sämtliche Stücke sind absolut ohrentauglich und die Texte sind einfach Sahne!
Und das Beste: mit jedem Mal hören wird es noch besser !!! Kaufen, kaufen, nochmals kaufen....
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am 23. Oktober 2014
Endlich zollt eine fantastische Band seinen Fans Tribut. Und was für einen. Ein mitreißendes Album zum mitbrüllen und Nachdenken, Ich muss gestehen, ich habe alle Alben von STS und werde mir auch alle weiteren kaufen, denn sie können mich garnicht enttäuschen!
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am 18. März 2013
Ein neues Album von Subway. An sich ganz solide, hörbar, udn keineswegs schlecht aber...
Nun ja, an meine Lieblingsplatte "Nord Nord Ost" kommt "Schwarz in Schwarz" nicht heran. Die Lieder mag ich ganz gern, einige weniger, aber im großen und ganzen ein recht gutes, jedoch kein herausragendes Werk (meiner Meinung nach). In einer Subway-Sammlung sollte es aber dennoch dabei sein.
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