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5.0 von 5 Sternen Gut recherchiert, informativ und unterhaltsam
"Der Pestengel von Freiburg" beschäftigt sich mit zwei in gewisser Weise zusammenhängenden Themengebieten. Zunächst geht es um die Situation der Juden im mittelalterlichen Deutschland. Den Juden waren fast alle beruflichen Tätigkeiten untersagt, sie durften weder Land erwerben und bebauen noch ein Handwerk ausüben. Deshalb blieben ihnen nur die...
Veröffentlicht am 17. November 2011 von €nigma

versus
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3.0 von 5 Sternen Zurück ins Mittelalter
Fr. Fritz beschreibt sehr anschaulich die Stadt im 14 .Jh, sowohl den Lebensstil als auch die baulichen Strukturen. Nette Geschichte, teilweise für mich zu langatmig und flach. Trotzdem lesenswert vor allem wenn man Freiburger ist oder die Stadt kennt und liebt.
Vor 11 Monaten von P. Nau veröffentlicht


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut recherchiert, informativ und unterhaltsam, 17. November 2011
Von 
€nigma - Alle meine Rezensionen ansehen
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"Der Pestengel von Freiburg" beschäftigt sich mit zwei in gewisser Weise zusammenhängenden Themengebieten. Zunächst geht es um die Situation der Juden im mittelalterlichen Deutschland. Den Juden waren fast alle beruflichen Tätigkeiten untersagt, sie durften weder Land erwerben und bebauen noch ein Handwerk ausüben. Deshalb blieben ihnen nur die Tätigkeiten des unabhängigen Arztes, des Trödlers und des Geldverleihers. Im Gegensatz zu den Christen war es ihnen nicht von ihrer Religion verboten, Zinsen zu nehmen.
Die Adeligen und Stadtratsmitglieder waren oft bei den Juden verschuldet, diese Abhängigkeit nährte noch das Misstrauen und die Abneigung, die bereits durch die nach christlicher Anschauung "seltsamen" Bräuche der jüdischen Mitbürger geweckt worden waren.
Selbst eine vergleichsweise aufgeschlossene Frau wie die Clara Grathwohl, die Protagonistin dieses Romans, tut sich im Umgang mit ihren jüdischen Nachbarn schwer. Einerseits schätzt sie die Nachbarsfamilie Grünbaum menschlich sehr und verteidigt sie gegen Anfeindungen, andererseits ist sie doch entsetzt, als ihr Sohn Benedikt sich in die junge Esther Grünbaum verliebt und unternimmt alles Menschenmögliche, um eine solche Verbindung zu hintertreiben.
Das zweite große Themengebiet in diesem Roman ist die Pestepedemie, die von 1348 bis 1352 durch Europa zog und Millionen von Menschen das Leben kostete. Als die Pestwelle auf Freiburg zurollt, kommt es zur großen Judenverfolgung. Am 23.01.1349 berichtet die Freiburger Stadtchronik von einer Judenverbrennung, bei der außer Schwangeren und Kindern im Alter bis zu vier Jahren sämtliche Juden ermordet wurden. Gerechtfertigt wurde dieser Massenmord mit der Behauptung, die Juden hätten die Brunnen vergiftet und trügen somit die Verantwortung für den Ausbruch der Pest. Allerdings kursieren auch andere Theorien, in der die Pest auf Erdbeben, besondere klimatische Bedingungen, schlechtes Miasma oder auch auf Gottes Zorn zurückgehen soll. Um Letzterem entgegen zu wirken, ziehen Flagellanten durch das Land, die zur Buße aufrufen und sich öffentlich geißeln.
Die Autorin beschreibt sehr eindrucksvoll, wie sich die Gesellschaft unter der Bedrohung durch den Schwarzen Tod verändert. Die reichen Bürger ergreifen die Flucht, die Übrigen wollen ihre möglicherweise letzten Tage voll auskosten und geben sich zügellos kulinarischen und fleischlichen Vergnügungen hin, wobei sie in Tavernen, Badestuben und Bordellen unwissentlich für die Verbreitung der Infektion sorgen.
Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit sind nur noch leere Worte, auch und vor allem die Geistlichen entziehen sich ihren Pflichten und denken nur an die eigene Sicherheit. Nur wenige Menschen sind noch bereit zur Krankenpflege. Die Szenen an den Krankenbetten werden teils recht drastisch beschrieben und sind nicht für empfindliche Mägen geeignet.
Sehr gelungen finde ich die Charakterisierung der Figuren, die sehr realitätsnah mit Stärken und Schwächen dargestellt werden. Ebenso gelungen ist der Erzählstil, der durchgehend "mittelalterlich" anmutet.
Ein weiterer Pluspunkt ist das Nachwort der Autorin mit Hintergrundinformationen zu den Inhalten des Romans. Außerdem ist noch ein sehr umfangreiches Glossar nachgestellt, das sowohl mittelalterliche Ausdrücke als auch jüdische Wörter erklärt.

Fazit: "Der Pestengel von Freiburg" ist ein authentischer, anspruchsvoller und dabei sehr unterhaltsamer Roman über ein dunkles Kapitel der Geschichte, den man Lesern, die sich für die Geschichte der Juden im mittelalterlichen Deutschland und für medizingeschichtliche Themen interessieren, bedenkenlos empfehlen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein erneut sehr spannender Historienroman von Astrid Fritz!, 12. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Pestengel von Freiburg (Taschenbuch)
Dachte ich, ich hätte in Iny Lorentz und Rebecca Gablé meine absoluten Lieblingsautoren gefunden, wurde ich jetzt eines besseren belehrt. Nach "die Bettelprophetin" habe ich nun meinen zweiten Roman von Astrid Fritz begonnen und muß zugeben, dass mir ihr Schreibstil dermaßen gut gefällt, dass auch dies gewiss nicht das letzte Buch von der Autorin sein wird. In dem Moment, wo ich mich in die Charaktere des Buches hineinversetzen kann, ist es ein super Buch und das konnte ich bereits in dem vorher gelesenen Buch. So müssen Historienromane sein: Lebendig, echt, authentisch und vor allem realstisch. Frau Fritz hat es geschafft, in den Kreis meiner Lieblingsautoren aufgenommen zu werden! Danke
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5.0 von 5 Sternen Super!, 17. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Pestengel von Freiburg (Kindle Edition)
Astrid Fritz verfasst immer sehr gute Bücher. Ich bin ein großer Fan von der "Hexe von Freiburg" aber dieses Buch toppt es wirklich. Nur zu empfehlen :)
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5.0 von 5 Sternen Eine Frau im Kampf gegen Ungerechtigkeit und die Pest, 22. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Pestengel von Freiburg (Taschenbuch)
Historische Romane – meine Welt! Und wenn sie dann auch noch im Mittelalter spielen – umso besser! Als Baden-Württembergerin fühlte ich mich dann fast schon verpflichtet, diesen Roman, der im Schwarzwald (genauer gesagt in Freiburg) spielt, zu lesen.

Das Cover:

Dieses Buchcover ist glänzend gestaltet. Zu sehen ist auf der Abbildung des Covers eine Frau, die einen etwas müden und abgekämpften Eindruck macht. Die rotblonden Haare werden von einer Haube in Schwarz, Gelb und Rot bedeckt. Das Kleid in Rot und Schwarz wirkt edel und hat einen breiten Ausschnitt, wodurch die Schultern kaum bedeckt sind. Die roten Ärmel sind weit und aus rotem Stoff, während der schwarze Stoff eng am Körper der Frau anliegt und dadurch figurbetonend ist. Um den Hals trägt die Frau zwei Goldketten, eine davon mit einem Anhänger, wobei diese Ketten eher „halsfern“ auf den Schultern ruhen.

Die Hand der Frau ruht auf dem bleichen Arm einer Kranken, die im Bett liegt (ich vermute anhand des Nachthemds, dass es sich um eine Frau handelt, denn zu sehen ist lediglich der Arm und nur ein kleiner Teil des Körpers). Den Hintergrund bildet ein grüner Vorhang. Auffallend ist der durchscheinende, riesige Totenkopf, der sich hinter der sitzenden Frau befindet.

Sehr edel wirkt das Buch dadurch, dass der Name der Autorin in goldfarbenen, geschwungenen und relativ großen Buchstaben gestaltet ist. Die Farbgebung selbst finde ich gut gelungen – sehr harmonisch. Das Bild der Frau entspricht zwar nicht dem heutigen Schönheitsideal, passt aber sehr gut zu einem historischen Roman aus dieser Zeit.

Die Handlung:

Freiburg 1348 - Clara und Heinrich Grathwohl führen mit ihren vier Kindern ein glückliches und zufriedenes Leben. Heinrich verdient den Lebensunterhalt für die Familie als Wundarzt, wobei ihn seine Frau Clara eifrig und tatkräftig unterstützt. Sohn Benedikt ist Steinmetz und zugleich der Meisterknecht, Tochter Johanna ist mit Meinwart, dem Tuchersohn, verlobt. Ebenfalls zur Familie gehören noch die beiden jüngeren Kinder Michel und Kathrin.

Sohn Benedikt liebt die Nachbarstochter Esther, mit der er von Kindesbeinen an befreundet ist, sehr zum Missfallen der beiden Familien – undenkbar eine Verbindung eines Christen und einer Jüdin! Zudem soll Esther Grünbaum schon bald einen jungen Juden aus Straßburg heiraten. Da trifft Benedikt eine folgenschwere Entscheidung, um Esther zu retten.

Kurz darauf nähert sich die Pest auch der Stadt Freiburg und schon bald werden die Juden beschuldigt, Schuld daran zu sein, dass der Schwarze Tod auf dem Vormarsch ist. Und so werden die jüdischen Familien verfolgt und gefangen genommen, unter ihnen auch die Nachbarn der Familie Grathwohl – ihnen allen droht der Tod auf dem Scheiterhaufen. Doch Clara kann und will der ganzen Sache nicht einfach hilflos zusehen und ergreift die Initiative.

Und dann hält die Pest tatsächlich Einzug in Freiburg und Heinrich muss als Pestarzt den Kampf gegen die Seuche aufnehmen...

Meine Meinung:

Man mag über Clara denken, was man mag, aber eines muss man ihr lassen: Sie hat jede Menge Zivilcourage – setzte sich für Leute ein, die verfolgt wurden (in diesem Fall meist für die jüdischen Nachbarn), und sie war für die damalige Zeit sehr emanzipiert, ging sie ihrem Mann doch bei seinen Krankenbesuchen zur Hand – führte selbst den Aderlass durch, der doch den Ärzten vorbehalten war.

Heinrich mochte ich ebenfalls. Ihn und Clara verband eine tiefe Liebe, er respektierte seine Frau – leider war dies nicht selbstverständlich im Mittelalter, damals, als die Frau ihrem Mann zu gehorchen hatte und nur die drei Ks zählten, für die die Frau zuständig war: Kinder, Kirche, Küche (- und natürlich noch das Bett). Ehen waren oft arrangierte Ehen – Zweckgemeinschaften, indem sich Land zu Land, Adel zu Adel oder Geld zu Geld fand. Bei den Grathwohls jedoch war es einst eine Liebesheirat gewesen, die auch noch nach vielen gemeinsamen Jahren ihren Bestand hatte. Aber auch die Kinder des Paares hatten sicherlich mehr Freiräume, als es zur damaligen Zeit üblich war – in meinen Augen war die Familie für die damalige Zeit sehr modern eingestellt und ihrer Zeit weit voraus.

Benedikt, den ältesten Sohn der Grathwohls fand ich sehr reif für sein Alter. Als Meisterknecht hatte er eine große Verantwortung zu tragen, und im Gegensatz zu den anderen Personen auf der Baustelle, nahm er seine Arbeit auch in den schlechten Zeiten ernst, als die Pest die Stadt Freiburg fest im Griff hatte.

Eine zentrale Rolle spielt, so sehe zumindest ich dies, die problematische Beziehung zwischen Benedikt und seiner Mutter Clara. Sie betrachtet die stetig wachsende Liebe zwischen Esther und Benedikt mit Besorgnis, befürchtet sie doch, dass das Bekanntwerden dieser Beziehung enorme Schwierigkeiten mit sich bringt. Einerseits würde keiner diese Liason akzeptieren – gehören beide doch unterschiedlichen Glaubensrichtungen an, zum anderen befürchtete sie für Benedikt auch berufliche,... Nachteile, die diese Beziehung mit sich bringen würde.

Den Stadtarzt Filibertus Behaimer fand ich schon besonders unsympathisch. Heinrich Grathwohl gegenüber verhielt er sich sehr überheblich, fühlte sich als etwas Besseres – schließlich diente der Stadtmedicus dem Herrn Grafen als Leibarzt, wovon er natürlich auch reichlich profitiert.

Sehr leid tat mir der jüdische Nachbar der Grathwohls – Moische ben Chajm (die Familie wurde stets Grünbaum genannt) wurde mehrmals Opfer von Angriffen, was Clara nicht einfach so hinnahm, so auch als es in ihrem Beisein eine Attacke gegen den äußerst sanftmütigen Moische gab.

Meinwart Tucher, der Sohn aus einer wohlhabenden Familie und einst ein Freund Benedikts, dem Johanna als Ehefrau versprochen war, fand ich unmenschlich, arrogant und ohne jede Spur von Mitgefühl. Den gewalttätigen Vater verabscheute ich – zum einen griff er nicht ins Geschehen ein, zum anderen litt ganz besonders seine Frau Mechthild unter seinen Misshandlungen. Und nachdem infolge einiger Vorkommnisse, von Seiten der Familie Grathwohl kein Wert mehr auf eine Ehe mit Meinwart gelegt wurde, wurde auch der freundschaftliche Kontakt zwischen Clara und Mechthild vom alten Tucher unterbunden.

Schmunzeln musste ich, trotz der ernsten Lage die herrschte, ganz besonders über zwei Ereignisse:

- Behaimer und der Graf betreiben eine ganz besondere Art der Vorbeugung, um gegen die Pest gewappnet zu sein. So findet die körperliche Betätigung im Schloss statt unter Mitwirkung einiger käuflicher Damen – Leibesertüchtigungen mal anders...

- Nachdem viele Bewohner Freiburgs bereits Opfer der Pest wurden, kleidet sich so manch einer nicht ganz so standesgemäß – man trägt Schnabelschuhe, deren Spitzen so lang sind, dass ihre Träger darüber stolpern. Einer von Benedikts Mitarbeitern trägt einen Hut mit flauschiger Feder, den Benedikt ihm vom Kopf schlägt und mit dem Fuß durch eine Schlammpfütze zieht...

Hexenverbrennungen spielen in Mittelalter-Romanen ja fast immer eine große Rolle. Dieser Roman hatte jedoch andere Opfer zu beklagen: die jüdische Bevölkerung. Wo es keine Erklärungen gab, wo man einem Ereignis hilflos gegenüberstand, da suchte man (schon damals) einen Schuldigen, einen Sündenbock. Hier waren es die Juden (unter anderem als „Brunnenvergifter“ verschrien) und so mancher erhoffte sich durch die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung, etwas vom Reichtum der Juden abzubekommen, verfügten diese doch, bedingt durch Handel und ähnliches, über einen beträchtlichen Reichtum. Sehr gut dargestellt wurde dies hier durch die Beschreibung des Hauses der Familie Grünbaum, den Nachbarn der Grathwohls. Aber die Ausgrenzung wird auch schon dadurch sichtbar, dass man die jüdischen Familien als „die Hebräer“ bezeichnet. Entkommen konnten die Juden ihrem Schicksal nur, wenn sie Christen wurden und sich taufen ließen, oder es sich um Kinder handelte, die noch keine vier Jahre alt waren.

Sehr lobenswert finde ich, dass sich in diesem Buch ein sehr umfangreiches Glossar befindet, wobei ich dieses noch durch einige wenige Begriffe ergänzt hätte. Beim Text auf der Buchrückseite hätte ich mir gewünscht, man hätte einige Details nicht erwähnt. Weshalb nur wurde verraten, dass Heinrich stirbt? Dieses Ereignis tritt erst gegen Ende des Buches ein – viel spannender wäre es da doch gewesen, mitzufiebern, ob Heinrich ebenfalls Opfer der Pest wird und diese auch überlebt!

Das Nachwort ist ebenfalls sehr lesenswert, klärt es doch über die damaligen Umstände auf und berichtet über die Hintergründe der Judenverfolgung im 14. Jahrhundert. Einen Stadtplan aus dieser Zeit gibt es zwar leider nicht in diesem Buch, wohl aber eine altertümliche Abbildung der Stadt Freiburg.

Zum Titelbild: Naja, hier habe ich doch etwas Bedenken, ob so ein Bild der Realität entsprechen könnte – das Kleid erscheint mir für eine Arztfrau doch etwas offenherzig, dazu wirkt es recht edel und zwei Goldketten um den Hals, dazu eine relativ farbenfrohe Haube, passt wohl eher in „höhere“ Kreise... - wie dem auch sei – so sieht es eben besser aus, als ein Alltagsgewand.

Der Schreibstil der Autorin, die mir bislang nur namentlich bekannt war, gefiel mir sehr. Man fand gut und problemlos in die Handlung hinein. Das Buch war von der ersten bis zur letzten Seite spannend, unterhaltsam und kurzweilig, die Thematik hervorragend recherchiert. Und ich denke, dass dies nicht das letzte Buch sein wird, das ich von dieser Autorin gelesen habe.

Fazit:

Ein fesselnder und kurzweiliger Mittelalter-Roman um eine mutige Frau – schockierend, mitreißend und spannend. Nach wahren Begebenheiten. Von mir gibt es dafür eine absolute Buchempfehlung, sowie wohlverdiente 5 Sterne.
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4.0 von 5 Sternen Der Pestengel von Freiburg, 4. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Pestengel von Freiburg (Taschenbuch)
Mitte des 14. Jahrhunderts. Die Pest ist auf den Vormarsch und erreicht nun auch bald Freiburg. Schuldige werden gesucht und auch bald gefunden. Die Juden sind an den Todesfällen schuld. Im günstigesten Fall werden sie vertrieben. In anderen Städten wie Freiburg einfach verbrannt. Der Arzt Heinrich versucht den Menschen zu helfen. Und genauso wie seine Familie glaubt er nicht an die Schuld der Juden. Als Heinrich stribt, setzt seine Frau Clara sein Werk fort.
Auch wenn es die Pest als Thema schon sehr oft gegeben hat, gelingt es Astrid Fritz ihre Leser damit nicht zu langweilen, sondern eher noch in ihrem Bann zu ziehen. Auf der Suche nach Schuldigen, werden wieder einmal die Juden verantwortlich gemacht. Wobei das in einer Grausamkeit geschieht die einen mitleiden lässt. Zumal man die Protagonisten vorher kennenlernt. Allgemein wusste man nur wenig über die Pest und so ist es interessant zu lesen, wie Heinrich und Clara ihre eigenen Schlüsse ziehen.
Eine Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen. Welche natürlich tragisch ist, da Benedikts Angebetete eine Jüdin ist. Und so ist auch etwas für das Herz dabei.
Der Schreibstil zieht einen von der ersten Seite an in seinen Bann. Auch die Charaktere sind ausführlich geschildert. Was die ganze Tragik der Geschichte noch besser übermittelt. Genauso sind die Handlungsweisen nachvollziehbar, wenn man auch nciht immer einer Meinung mit den Protagonisten ist.
Einzig das Ende kam für mich etwas schnell. Es fühlte sich so an, als wenn die Autorin nun endlich zu einem Schluss kommen möchte.
Mit der "Pestengel von Freiburg" ist Astrid Fritz wieder ein wunderbarer historischer Roman gelungen in dem es an nichts fehlt. Liebe, Spannung genauso wie Grausamkeiten der damaligen Zeit kommen nicht zu kurz und machen das Buch zu einem kurzweiligen Lesevergnügen.
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4.0 von 5 Sternen Pest und Judenverfolgung um 1350, 4. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Pestengel von Freiburg (Kindle Edition)
Die Geschichte "Der Pestengel von Freiburg" von Astrid Fritz spielt in Freiburg in der Mitte des 14. Jahrhunderts und man kann am Schicksal einer Familie viel über das Leben damals erfahren. Hauptpersonen sind Clara Grathwohl und ihre Familie: ihr Mann Heinrich ist Wundarzt der Stadt und Clara hilft ihm, ihr Sohn Benedikt schlägt zum Leidwesen Heinrichs nicht die medizinische Laufbahn ein, sondern wird Steinmetz und arbeitet am Dombau mit, daneben gibt es noch jüngere Kinder. Als sich Benedikt und das Nachbarsmädchen Ether ineinander verlieben, sind beide Familien dagegen, denn Esther gehört einer jüdischen Familie an und Ehen zwischen Juden und Christen werden nicht akzeptiert. Doch es kommt noch schlimmer: Es wird bekannt, dass die Pest immer mehr um sich greift und auch in Freiburg gibt es erste Fälle. Die Juden werden vom Graf und Stadtoberen als Schuldige dargestellt und es kommt zu einem Pogrom, dem fast alle zum Opfer fallen. Nur die kleinen Brüder Esthers werden getauft und von den Grathwohls aufgenommen. Dann schlägt die Pest mit aller Kraft zu und Heinrich und Clara kämpfen – leider oft vergeblich – gegen die Seuche.
Astrid Fritz stellt das Leben in einer mittelalterlichen Stadt in vielen Facetten dar: von Dombau zu Pest, von aufstrebendem Bürgertum zu geschäftstüchtigen Juden. Durch die inhaltlichen Schwerpunkte Judenverfolgung und Pest werden vor allem die Schattenseiten des Lebens damals beleuchtet, allerdings ohne Grausamkeiten extrem auszuwalzen. Die Hauptpersonen sind gut dargestellt und man hofft und leidet schon nach kurzer Zeit mit den Protagonisten mit.
Für mich ist es eine interessante und unterhaltsame Lektüre gewesen.
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5.0 von 5 Sternen Judenverfolgung im Mittelalter, 2. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Pestengel von Freiburg (Taschenbuch)
STORY
Die Pest kommt in Freiburg an. Hierfür werden die Juden verantworlich gemacht und denunziert. In dieser Zeit verliebt sich Clara und Heinrichs Sohn Benedikt in die Jüdin Esther. Da diese Liebe jedoch eine Gefahr darstellt, möchte Clara dieses unterbinden und greift zu einer Lüge. Während sich Heinrich weiterhin um die Kranken kümmert, verlässt Clara mit den Kindern die Stadt und flieht in einer Hütte in den Wald um das Ende der Pest abzuwarten. Doch dann stirbt Heinrich. Clara kommt zurück, mit ihr natürlich auch ihr schlechtes Gewissen Benedikt gegenüber. Werden am Ende Ester und Benedikt doch noch zu einander finden?

FAZIT
Ein wunderbar recherchierte, historisch fundierte Geschichte, die einen komplett in seinen Bann zieht. Der Leser hat das Gefühl richtig in die Geschichte einzutauchen und auch Handlungen mitzuerleben. Man möchte gerne in den Ablauf eingreifen und die Protagonisten auf Fehler hinzuweisen.
Die Charaktern, Landschaften und Begebenheiten sind sehr detailliert beschrieben, dass man nahezu die Blumen riechen kann.
Vielen Dank für dieses wunderbare Buch! Bitte mehr davon!
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5.0 von 5 Sternen ABSOLUT UNTERHALTSAM!!!, 31. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Pestengel von Freiburg (Taschenbuch)
Freiburg im Jahre 1348.
Die Pest wütet in der Stadt und löscht innerhalb kürzester Zeit etliche Menschenleben aus.
Schuld daran sollen die Juden sein, die kurz zuvor noch ein recht freundschaftliches Verhältnis zu den Christen der Stadt pflegten.
Clara, die sich oft gemeinsam mit ihrem Mann Heinrich, dem Wundarzt der Stadt, um die Kranken kümmert, fürchtet noch ein weiteres großes Unheil auf sie zukommen, denn ihr Sohn Benedikt scheint bis über beide Ohren in das jüdische Nachbarsmädchen Esther verliebt zu sein.
Da zwischen Christen und Juden keine Liebe exestieren darf, und schon gar nicht in diesen gefährlichen Zeiten, setzt Clara alles daran, ihren Sohn von Esther fernzuhalten.
Doch schon bald droht ihr schlechtes Gewissen sie zu ersticken., denn nur sie trägt die Schuld daran, dass nun auch Esther, der geplanten Judenverbrennung, nicht mehr entfliehen kann.
Wird ihr Sohn Benedikt ihr das jemals verzeihen?

_____

Meine Meinung:
Mal wieder ein wunderbarer Roman von Astrid Fritz.
Ich habe mich schon gleich nach den ersten paar Seiten richtig wohlgefühlt in dieser Geschichte.
Jeder einzelne Charakter, vor allem Benedikt, wurde so gut ausgearbeitet, dass mir die Personen schon sehr schnell ans Herz gewachsen sind, sodass ich mit ihnen fühlen, leiden und mich mit ihnen freuen konnte.
Die Autorin hat einen wirklich fantastischen Schreibstil, sodass ich mir, dank ihrer detaillierten Beschreibungen der Umgebung, alles bildlich vorstellen konnte.
Eigentlich habe ich nur einen Kritikpunkt und zwar fand ich es sehr schade, dass der Klappentext mir etliche Dinge verraten hat, die mir persönlich ganz viel Spannung genommen haben.

_____

Fazit:
Ein gut recherchierter historischer Roman, der einem das Thema Judenverbrennung im Jahre 1348 hier in Deutschland näher bringt.
Zudem erfährt der Leser, wie es sich in einer Stadt zugetragen hat, in der die Pest unaufhaltsam zuschlug.
Da mich dieser Roman sehr gut unterhalten hat, bekommt er von mir glatte 5 Sterne!
Absolute Kaufempfehlung!!!
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4.0 von 5 Sternen Interessanter historischer Roman, 30. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Pestengel von Freiburg (Taschenbuch)
Im Jahre 1348 lebt Clara mit ihrer Familie in Freiburg. Ihr Mann ist Wundarzt und sie geht ihn oft zur Hand. In der Nachbarschaft leben Juden, mit welchen die Familienkinder befreundet sind und auch das Verhältniss zwischen den Erwachsenen ist recht gut. Der älteste Sohn Benedikt ist in die Tochter der jüdischen Nachbarn verliebt obwohl das verboten ist suchen sie einen Weg zusammen zu kommen. Doch dann rollt eine Pestwelle auf Freiburg zu und alles ändert sich. Für die Pest werden die Juden verantwortlich gemacht und das hat schlimme Folgen.....

Meine Meinung:
Die Geschichte ist sehr interessant und auch bedrückend. Man erfährt sehr viel über die Lebensumstände zu der Zeit und das Leben mit den jüdischen Nachbarn. Ich fand das Verhalten in Notsituationen, welches im Buch geschildert wird, sehr realistisch geschildert.
An einigen Stellen sind mir richtige Schauer über den Rücken gelaufen und ich musst erst mal schlucken.
Die Charaktere sind ganz gut geschildert, besonders Benedikt wächst einen gleich ans Herz. Aber mit Clara bin ich erst sehr spät warm geworden. Sie war zwar präsent, aber ich konnte sie stellenweise nicht wirklich verstehen. Ich war immer zwischen Unverständniss und Achtung hin und hergerissen. Erst gegen Ende mochte ich sie dann wirklich und ich habe ihr die Schwächen am Anfang verziehen. Die anderen fand ich aber sehr gut dargestellt. Der Spannungsbogen im Buch ist anfänglich da, dann ist er kurz weg und zum Schluss wird es wieder sehr spannend. Der Schreibstil ist gut und man kann der Geschichte wirklich gut folgen. Einige Begriffe aus alter Zeit sind im Register hinten im Buch erklärt.

Fazit:
Das Buch schildert sehr gut die Verhältnisse im Mittelalterlichen Freiburg. Man erfährt einiges über die Juden zu der Zeit und die Pest die über das Land zog. Ein interessantes Buch mit kurzem Hänger in der Mitte aber doch sehr lesenswert.
3,5 Sternchen gibt es von mir, da man die nicht geben kann, runde ich mal auf. :)
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4.0 von 5 Sternen Solide gemacht und gut recherchiert, 28. Januar 2013
Freiburg 1348: Unaufhaltsam rollt die Pestwelle aus dem Süden auf die Stadt im Breisgau zu, weder Gebete, noch Geißelungen oder die Anklage der jüdischen Bevölkerung, durch Brunnenvergiftungen die Seuche angestoßen zu haben helfen - der Schwarze Tod ist mächtiger, fordert ein Todesopfer nach dem anderen und verbreitet Angst und Schrecken.
Clara kämpft an allen Fronten. Ihr ältester Sohn Benedikt liebt die junge Jüdin Esther - eine Verbindung, die nicht sein darf und, die beiden ins Unglück zu stürzen droht - vor allem, als die Juden der Stadt durch die Vorwürfe, die Pestepidemie verursacht zu haben in Lebensgefahr gerät.
Claras Mann Heinrich bekämpft die Krankheit mit allen Mitteln und erkennt als einer der wenigen seiner Zeit, dass die Pest durch Ansteckung zwischen den Menschen und nicht durch Miasmen hervorgerufen wird. Mit seiner Einschätzung und seinen Maßnahmen steht er auf verlorenem Posten gegen die Mächtigen der Stadt, die den Ernst der Lage zu vertuschen suchen und eher zu Aberglauben als zu wissenschaftlicher Vernunft neigen.
Clara unterstützt ihren Mann und kämpft an seiner Seite gegen den Tod und für das Überleben ihrer Familie.

Astrid Fritz präsentiert mit "Der Pestengel von Freiburg" einen weiteren gelungenen historischen Roman.
Unterhaltsam und lehrreich - an dieser Stelle sei das wirklich ausführliche Glossar am Ende des Buchs erwähnt -, wohlrecherchiert und solide aufgebaut, schreibt die Autorin eine durchaus fesselnde Geschichte von Menschlichkeit, Kampf und Durchhaltevermögen, von Liebe und blindem Hass, von Religionsfehden und dem immer wieder interessanten Handwerk des Mediziners im Mittelalter.
Ihre Figuren sind lebendig, mit der Protagonistin Clara bin ich persönlich allerdings nicht so recht warm geworden, sie bleibt mir zu wenig ausgearbeitet und ein wenig zu blass.
Der Spannungsbogen ist solide gezogen, die Handlung und ihr Aufbau gut durchdacht, große Überraschungen und Wendungen hält das Buch für den Leser allerdings nicht parat.
Ein historischer Roman, wie er sein sollte - "Der Pestengel von Freiburg" lässt einen in vergangene Zeiten eintauchen und bietet gute Unterhaltung und einige sowohl kurzweilige wie auch lehrreiche Lesestunden. Mehr als das allerdings nicht.

Für diesen solide ausgearbeiteten und handwerklich gut gemachten historischen Roman gibt es von mir zufriedene vier Sterne.
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