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am 2. September 2012
Inhalt
Wade Watts lebt in Nordamerika im Jahre 2044. Doch Nordamerika und auch der Rest der Welt ist kein schöner Platz mehr zum Leben. Die Spanne zwischen arm und reich ist noch viel größer als zuvor und überall herrscht Hunger und Verwahrlosung. Zudem befindet sich die Erde in einer "Globalen Energiekrise", da die Erderwärmung weiter vorangeschritten und die Polarkappen geschmolzen sind. Einzige Flucht in eine angenehme Welt bietet OASIS. Hierbei handelt es sich um eine simulierte Cyberwelt, in der sich die Menschen mit eigenen Avataren eine neue Identität schaffen. In OASIS ist alles möglich und hier ist das Leben schön. Als Wade etwa 13 Jahre alt ist, stirbt der Erfinder des OASIS, John Halliday, ein großer Fan der 1980er Jahre. Er gilt als einer der reichsten Männer der Welt und hat keinen Erben, dem er sein unvorstellbares Vermögen hinterlassen könnte. Daher entwickelte er kurz vor seinem Tod einen Contest, bei dem man ein sogenanntes Easter Egg finden muss. Derjenige, der als erstes alle drei versteckten Schlüssel und damit das Easter Egg findet, soll Hallidays Erbe sein. So wie die meisten anderen Nutzer des OASIS widmet sich auch Wade der Suche nach dem Easter Egg, doch selbst fünf Jahre nach Hallidays Tod hat noch niemand den ersten Schlüssel gefunden. Und da Wade, Vollwaise und ziemlich arm, sich keine Skills in OASIS leisten kann, dümpelt sein Avatar immer noch auf Level Drei herum. Doch durch einen Zufall findet Wade plötzlich, nach fünf Jahren, den ersten Schlüssel und auf einmal ist sein Avatar der bekannteste in ganz OASIS und eine neue Jagd nach den Schlüsseln und dem Easter Egg beginnt, die bald nicht nur das Leben von Wades Avatar Parzival gefährdet, sondern auch Wades richtiges Leben, dem er so sehr zu entfliehen versucht.

Meine Meinung
Auf dieses Buch bin ich durch eine "Rezension" auf einem anderen Blog aufmerksam geworden (ich weiß leider nicht mehr, welcher Blog das war), wobei man es nicht wirklich Rezension nennen kann, denn die Bloggerin brach das Buch ab, weil sie damit überhaupt nichts anfangen konnte. Ich jedoch fand, dass der Klappentext extrem interessant klang und außerdem war es mal was Neues in Sachen Dystopie: Ein männlicher (!!!) Protagonist, es ist keine Regierung, die den Hauptgegner darstellt und es spielt sich alles in einer Cyberwelt ab, was mal ein sehr interessantes Setting ist. Das Cover von der Ausgabe, die ich besitze, finde ich grundsätzlich sehr gut, weil es genau zeigt, wie die arme Bevölkerung in Nordamerika leben muss: in Wohnwagentürmen. Zudem wirkt der braune Hintergrund auch nicht sehr positiv. Dennoch denke ich, dass das deutsche Cover besser gelungen ist, da es sofort zeigt, worum es in dem Buch eigentlich geht. Zudem finde ich den schwarzen Hintergrund etwas angenehmer und auch die Anspielung auf Pac-Man ist gegeben, denn dieses Spiel spielt auch noch eine Rolle in den Buch. Der Mensch, der ebenfalls auf dem Cover abgebildet ist verdeutlicht auch das Hauptproblem des Buches: Gefangen in einer Cyberwelt.
Wade Watts ist ein erfrischend anderer Hauptcharakter als man ihn sonst so in Büchern findet. Er ist pummelig, picklig, unbeliebt und ein totaler Nerd. Jede freie Minute verbringt er in OASIS und er geht sogar dort zur Schule. Sein bester Freund ist Aech (ausgesprochen wie das englische "H") und auch wenn die beiden sich noch nie in der wirklichen Welt gesehen haben, hängen sie in OASIS viel zusammen rum. Aechs Avatar ist weiter fortgeschritten als Wades Avatar Parzival und auch er sucht nach den Schlüsseln, um das Easter Egg zu finden. Wenn beide sich unterhalten, könnte das für den Leser anfangs etwas ungewohnt sein, denn beide benutzen viel Jugendslang und zudem auch einige spanische Bezeichnungen. Nebenbei beleidigen sie sich gerne spaßeshalber mit einigen äußerst derben Ausdrücken. Dies hat mich persönlich nicht so sehr gestört (ehrlich gesagt haben mich die beiden ein bisschen an mich und meine beste Freundin erinnert :D), aber ich könnte mir vorstellen, dass einige Leser nicht gerne so etwas lesen. Zudem waren die ersten 50 Seiten des Buches extrem langwierig und haben einfach nur viel erklärt und da war ich wirklich am zweifeln, ob ich jemals das Buch fertig lesen würde.
Zu Beginn werden die Umstände für den Contest und Wades Lebenssituation erläutert, alles ist aus der Sicht des 18jährigen Protagonisten geschrieben. Er hat ein umfassendes Wissen über alle möglichen Filme, Songs und Computer- oder Konsolenspiele der 1970er und 1980er Jahre. Daran erkennt man, dass der Autor gut recherchiert hat und viele Spiele/Filme/Songs, die in dem Film genannt werden, kennt man selber, einige sind einem völlig neu und unbekannt. Nachdem die ersten 50 Seiten jedoch überwunden sind, fängt die Story an, spannend zu werden. Denn Wade, bzw. Parzival findet des ersten Schlüssel und ist somit von allen Easter Egg-Jägern am nächsten am Ziel. Eine spannende Reise durch die Welt der digitalen 1980er Jahren beginnt und Wade lernt viele interessante Charaktere kennen, die meiner Meinung nach fast alle sehr schön ausgebaut und geformt sind. Grundsätzlich sind sie nicht flach und sie bleiben ihren Überzeugungen treu. Nachdem der erste Schlüssel gefunden wurde, nimmt die Handlung rasant an Fahrt auf und ein Ereignis folgt dem anderen. Und schließlich gerät auch Wades Leben in Gefahr und eher aus Glück überlebt er ein Attentat auf sein Leben, denn obwohl garantiert wird, dass wahre Identitäten über OASIS niemals in Erfahrung gebracht werden können, kommt eine mächtige Organisation (IOI) hinter den Menschen, der Parzival steuert und droht Wade, ihn zu töten, wenn er nicht sagt, wie er den ersten Schlüssel gefunden hat. Dieses Buch ist die Erzählung eines klassischen Adventures. Wade muss Gegenstände finden und Rätsel lösen, 372 Seiten lang wird das Easter Egg gesucht und gejagt und nebenbei taucht der Protagonist im echten Leben unter, weil IOI ihn sucht und umbringen will. Aufgewertet wird dieses Buch damit, dass immer wieder Kritik an unsere Zeit im Buch zu finden ist. Die Flucht aus der Realität in die virtuelle Welt, die schon heute stattfindet. Das Augenverschließen vor der nahenden Katastrophe, dass die Erde den Bach runter geht, dass die Polarkappen geschmolzen sind und die Erdöle verbraucht. Aber auch die Internetzensur und der gewaltige Kommerz wird durch IOI verdeutlicht. Ebenso wird die Herrschaft der Konzerne und Mogule heftig kritisiert. So kann IOI beispielsweise verschuldete Kunden als Zwangsarbeiter einziehen, bis sie ihre Schulden abgezahlt haben, was aber meist in lebenslanger Sklavenarbeit endet.
Und eine der wichtigsten Fragen in dem Roman über virtuelle Realität: Ist es möglich, sich in jemanden zu verlieben, den man nie zuvor gesehen hat und den man nur über das Internet kennt? Und kann man seinen Cyberfreunden vertrauen, dass sie ehrlich gegenüber einem sind?
Der Schreibstil von dem Autor ist sehr flüssig und lässt sich gut lesen, das Englisch ist nicht sehr schwer. Dennoch kommen viele Computerfachbegriffe in dem Buch vor und das könnte für einige Leser ein Problem sein.

Fazit
Ready Player One ist ein sehr spannendes und interessantes Buch und etwas relativ Seltenes und Neues auf dem Markt der Dystopien. Wer ein großes Interesse an alten Computerspiele und Filmen aus den 1980er Jahren hat, der wird hier eine Menge finden. Für alle anderen, die mit Computern kaum mehr machen als ins Internet zu gehen, die nie oder kaum Computerspiele spielen, wird dieses Buch wohl eher nichts sein, da sie sicherlich Probleme haben werden, sich mit dem Protagonisten zu identifizieren. Da ich selber gerne mal zocke und auch einige der Spiele und Filme kenne, die in dem Buch erwähnt werden, konnte ich einiges damit anfangen. Dennoch muss man kein Computerspieler sein, um alles zu verstehen, denn Ernest Cline beschreibt alles sehr detailliert und genau. Ich denke einfach, dass das Themenfeld für nicht-Computerspieler möglicherweise uninteressant ist. Dennoch findet man hier auch übliche und berechtigte Gesellschaftskritik und die Warnung davor, sein Leben im Netz zu verbringen. Insgesamt fand ich das Buch sehr gut und vergebe daher abschließend 4 von 5 Sternen.

Weitere Buchrezensionen finden Sie auf meinem Blog Kaugummiqueens Bücherstube (kaugummiqueen.blogspot.de)
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am 11. November 2011
Ich habe das Buch gerade fertiggelesen und bin vollkommen begeistert. Als Computerspieler und Nerd nimmt dieses Buch so ziemlich alle Themen auf, die mich interessieren und mischt sie in eine Story, die mich bis zur letzten Seite nicht losgelassen hat. Wer in den 80ern und 90ern groß geworden ist wird viele Referenzen auf geliebte Spiele, Filme, Serien und Bands finden. Man muss kein Computerspieler sein, um alles zu verstehen, aber der Großteil meiner Begeisterung kommt davon, dass alles was ich mag endlich einmal respektvoll und gut in ein Buch eingearbeitet wurde. Man merkt, dass der Autor selbst ein Nerd aus meiner Generation ist, seine eigene Begeisterung ist auf jeder Seite zu spüren.

Fazit: für Nerds und Spieler aus den 80ern und 90ern eine uneingeschränkte Empfehlung, wer selbst mit diesen Themen nicht so viel zu tun hat sollte ein wenig Unvoreingenommenheit mitbringen.
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TOP 500 REZENSENTam 6. November 2012
Im Jahr 2044 steht es nicht gut um die Menschheit: Hungersnöte, Arbeitslosigkeit, Energieknappheit – kein Wunder, dass die meisten Menschen ihre Zeit lieber online in einer gigantischen virtuellen Welt namens OASIS verbringen als in der grauen Wirklichkeit. Als der exzentrische OASIS-Erfinder James Halliday stirbt, hinterlässt er ein ganz besonderes Vermächtnis: Irgendwo in OASIS hat er drei Schlüssel versteckt, mit der sich drei Tore öffnen lassen, die schließlich zu einem verborgenen Schatz führen. Wer den als erstes findet, erbt Hallidays gesamtes Vermögen. Millionen Spieler aus aller Welt begeben sich auf Schatzsuche, unter ihnen der 18-jährige Wade. Als Waise lebt er in ärmlichen Verhältnissen und hat einen Großteil seines Lebens in OASIS verbracht. Da er ein leidenschaftlicher Fan von Spielen aller Art und ein glühender Bewunderer von Halliday ist, stehen seine Chancen gar nicht schlecht...

Der Roman spielt fast ausschließlich in einer virtuellen Welt, und Wade sieht die Ereignisse meist durch die Augen seines Avatars. Ich selbst bin kein Gamer, und gerade zu Beginn der Lektüre war das ein größeres Problem. Über virtuelle Welten weiß ich wenig, ich kenne die meisten Fachausdrücke nicht, habe keine Ahnung, was technisch bereits jetzt alles möglich ist. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir deshalb ziemlich schwer; es gab etliche Passagen, bei denen ich nur Bahnhof verstanden habe. Das erste Viertel war deshalb wirklich zäh zu lesen, und ich war mehrmals in Versuchung, die Lektüre abzubrechen. Da es mir aber vor einigen Jahren mit der 'Otherland'-Saga von Tad Williams ähnlich ergangen ist und ich die Bücher am Ende richtig toll fand, habe ich tapfer durchgehalten. Und siehe da, irgendwann hatte ich mich in der für mich so ungewohnten und fremden Online-Welt der tatsächlich unbegrenzten Möglichkeiten eingelebt, und von da an war die Lektüre ein echtes Vergnügen.

Wades Erzählstil ist jugendlich-locker und angenehm zu lesen. Natürlich ist er ein Über-Geek, der im realen Leben kaum zu ertragen wäre, aber für Hallidays Schatzsuche ist er wie geschaffen. Und in Clines freudloser Welt anno 2044 unterscheidet er sich in seiner Besessenheit nicht von anderen Internet-Nutzern seiner Generation. Die gesamte Handlung konzentriert sich auf Wades Person; die zahlreichen Nebenfiguren bleiben relativ farblos, zumal man von den meisten nur die jeweiligen Avatare kennt und über die Menschen, die dahinter stehen, kaum bzw. erst zum Ende hin etwas erfährt. Der Spannung tut das aber keinen Abbruch, denn Wades Abenteuer in OASIS sind aufregend genug.

Die Story ist sehr Action-lastig (oft überschlagen sich die Dinge regelrecht), und Gedanken, Gefühle und Dialoge kommen dabei ein bisschen zu kurz. Trotzdem fiebert man als Leser bei der Schatzsuche richtig mit. Die virtuellen Gegenden, in die es Wade bei seiner Suche verschlägt, sind ausgesprochen fantasievoll und detailliert beschrieben. Man wünscht sich richtig, so etwas selbst erleben zu können. Da Halliday ein großer Fan der 1980er Jahre war, spielen Filme, Musik, Mode und Spiele dieses Jahrzehnts eine wichtige Rolle für die Geschichte. Ich habe die Zeit als Teenager sehr bewusst erlebt und habe mich über die vielen Anspielungen auf bekannte Dinge sehr amüsiert. Die diversen Atari-Spiele, die erwähnt werden, waren mir allerdings völlig unbekannt. Man muss wohl ein Nerd wie Wade sein, um die zu kennen.

Insgesamt bietet das Buch spannende und originelle Leseunterhaltung. Für die ganz große Begeisterung fehlt mir das Hintergrundwissen eines Gamers, aber ich hatte wirklich Spaß beim Lesen.
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am 3. Januar 2016
Ich liebe dystopische Literatur und Science Fiction. "Ready Player One" versprach vieles davon, überzeugte mich aber nicht. Der Plot lässt sich zusammenfassen als: "Junge trifft Mädchen, Junge will Mädchen beeindrucken und es geht um die 80er-Jahre". Die Liebesgeschichte ist derart abgedroschen (Nerd beeindruckt Mädchen, erhält sie am Schluss als Trophäe), dass die Dialoge voraussehbar sind. Die Idee, eine Art Schnitzeljagd in einem virtuellen Universum stattfinden zu lassen, ist ganz hübsch. Es gibt sogar einige interessante Wendungen in der Geschichte. Aber die 80er-Jahre-Nostalgiereferenzen sind nach einer Weile etwas zu viel des Guten. Der Roman hinterlässt den Eindruck, dass der Autor (*1972) viel eher eine Hymne an die 80er-Jahre-Nerdkultur schrieb und seiner Jugend Referenz erweisen wollte, als dass es ihm tatsächlich um die fiktive Welt ging, die er erschaffen hatte. Die Hauptfigur Wade erschien mir als zu starke Projektion des Autors selber, um mich als eigenständige Figur zu überzeugen.
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TOP 500 REZENSENTam 2. Februar 2012
Die USA im Jahre 2044. Die Menschheit hat für die Globalisierung einen hohen Preis gezahlt. Die fossilen Brennstoffe sind nahezu erschöpft, die Menschheit musste sich deutlich einschränken. Das Ganze nennt sich "Globale Energiekrise". Der exzessive Energieverbrauch hatte nebenbei die unangenehme Nebenwirkung der globalen Erwärmung, die Polkappen sind geschmolzen, der Meeresspiegel gestiegen und das Wetter spielt immer öfter verrückt. OASIS, eine virtuelle Simulation wird zur letzten Zuflucht der Menschheit, deren Realität einfach zu trostlos ist, um sich mit ihr auseinandersetzen zu wollen, denn die OASIS ist kostenlos. Hier kann man in den Vergnügungspark gehen, hier kann man sich erholen, hier kann man sein Leben genießen, während um einen herum die Welt den Bach runter geht.
Als Halliday, der Erfinder von Oasis, sein Testament veröffentlicht, verändert er damit auch die Kultur seiner Zeit. Der von den 1980er Jahren besessene Multimilliardär hat sich etwas ganz Besonderes Ausgedacht. In klassischer Adventure Tradition hat er in seiner riesigen Simulation OASIS ein Osterei (Easter Egg, geheimer Programmcode) versteckt. Um dies zu finden gibt er in seinem Videotestament einen ersten Hinweis in Reimform. Wer das Easter Egg findet, erbt Hallidays Milliardenvermögen.
Dieser Wettbewerb wird innerhalb kürzester Zeit zum Bestandteil der globalen Kultur und ersetzt den Traum vom Lottogewinn, und jeder kann an diesem Spiel teilnehmen. Eine neue Subkultur von Millionen von Menschen entsteht, die ihre gesamte Freizeit darauf verwendet, nach Hallidays Osterei zu suchen. Als nach 5 Jahren noch immer keiner den ersten Schlüssel entdeckt hat, wird Hallidays Easter Egg zu einer urbanen Legende und die Zahl der Jäger schwindet von Jahr zu Jahr. Wer immer noch nach dem Osterei sucht, macht sich lächerlich und wird als Nerd angesehen. 101, der größte Telekommunikationskonzern jedoch glaubt an diesen Mythos und schickt seine mit einem sechstelligen Zahlencode nummerierten Angestellten, die sogenannten Sechser, ins Rennen, um das Easter Egg. 101 will Hallidays Schöpfung zu Geld machen, für OASIS eine monatliche Gebühr einführen und massiv Werbung schalten. Sie wollen der Nutzeranonymität und der Redefreiheit in der virtuellen Open-Source-Utopie OASIS Simulation ein Ende setzen. Eine Katastrophe für die wahren Jäger, die zum Großteil keine Welt ohne OASIS kennen, und für die diese Simulation ein Bestandteil des täglichen Lebens geworden ist.
Der Siebzehnjährige Wade Owen Wats ist arm. Er ist in der OASIS aufgewachsen und geht auch dort zur Schule. Seit 5 Jahren sucht er nach dem Easter Egg und als er den ersten Schlüssel findet, muss er erkennen, dass diese Jagt auch im wahren Leben stattfindet, denn 101 schreckt nicht davor zurück seine Konkurrenten wirklich und nicht nur virtuell aus dem Weg zu räumen. Schon bald ist er ein Flüchtling, der unter falschen Namen vor dem Konzern auf der Flucht ist.

Das Buch hat ein großes Problem: Man muss durch die ersten 100 Seiten durch, bis es einen packt, und das ist eine ziemliche Durststrecke. In den ersten 100 Seiten wimmelt es von Anspielungen an obskure Musik, Filme und Regisseure aus den 1980er Jahren. Ich habe diese Zeit erlebt und ich konnte trotzdem mit vielen der Anspielungen nichts anfangen, teilweise vielleicht, weil sie sich auf die amerikanische Popkultur der 1980er bezog, die in Deutschland mit neuer Deutscher Welle anders ausgeprägt war. Ich glaube nicht, das Oingo Biongo, Dead Man's Party, MCA Records 1985 in Deutschland im Radio lief, von John Hughes (Regisseur) oder Filmen wie Heathers habe ich auch noch nie gehört, ganz zu schweigen von den vielen, vielen (Arcade) Computerspielen und Textadventures, ihren Bugs, Programmieren und Wettbewerbern. Man kann nun argumentieren, dass dies Atmosphäre und Authentizität schafft, mir war es zu viel unnützes, nerdiges Geschwafel über Pen und Paper Rollenspiele, irrelevante alte Schinken und Computerspiele und Wettbewerbe dazu (Earthworld- Wettbewerb von Atari) und Hacker der 70er Jahre, die mich einfach nicht interessierten. Das Buch beginnt also mit 100 Seiten purer Langeweile und ich war kurz davor es wegzulegen.
Ein weiteres Problem ist, dass man vielleicht selber einmal Adventures gespielt haben und sich ein wenig mit AD&D auskennen sollte. Ich hatte diesen Hintergrund zum Glück, so dass mir klar ist, was ein +5 Schwert ist und ich durchaus mit Insiderwitzen, wie dem Hinweis, dass das Abschlachten von Eichhörnchen keine Erfahrungspunkte bringt, etwas anzufangen weiß. Aus eigener Rollenspielererfahrung kann ich sagen, auch das Ausrotten von streunenden Hunden und Katzen gehört in diese Kategorie sinnloser Rollenspieleraktionen, die keine Erfahrungspunkte bringen, die jede Gruppe aber ausprobiert.
Prinzipiell ist dieses Buch eine Erzählung eines klassischen Adventures. Man muss Gegenstände finden und Rätsel lösen, viel mehr passiert nicht. 500 Seiten wird das Easter Egg gejagt, zwischendurch das klassische Rollenspielengeplänkel und nebenbei taucht man im RL unter, weil 101 die Spieler sucht. Aufgewertet wird dieses Buch jedoch, durch die immer wieder eingestreute Sozialkritik an unserer Zeit. Die Flucht aus der Realität in die virtuelle Welt, die schon heute stattfindet. Aber auch die Internetzensur, der derzeitige Versuch der Beschneidung der Meinungsfreiheit und die massive Kommerzialisierung wird durch 101 ins Spiel gebracht.
Auch die Macht der Konzerne, die heutzutage immer mehr zunimmt, wird angeprangert. So kann 101 Kunden, die beim Konzern verschuldet sind, einfach als Zwangsarbeiter einziehen, bis sie ihre Schulden abbezahlt haben, was bei den geringen Zwangsarbeiterlöhnen zu lebenslanger Sklavenarbeit werden kann. Bei der hohen Arbeitslosigkeit, wir das euphemistisch als Zwangsverpflichtung: vom Schuldenberg zum Berufserfolg angepriesen.
Und was natürlich zu guter Letzt in einem Roman über virtuelle Realität nicht fehlen darf: Kann man sich in jemanden verlieben, denn man noch nie persönlich gesehen hat und sind Freundschaften, die man online geschlossen, hat auch in die Realität übertragbar?
Einen fetten Logikfehler gab es dann leider auch noch: Donnerstag findet Waden den ersten Schlüssel (Kapitel 008), das Wochenende ist frei, den Freitag verschläft er und geht doch samstags zur Schule (Kapitel 0012).

Fazit: Die 80er Jahre sind gerade wieder in Mode, das merkt man auch im Radio immer wieder. Der Autor hat sehr gut recherchiert, möglichweise auch, weil er die Zeit selber als Teenager erlebt hat. Ob die Kinder und Jugendlichen von heute mit den vielen Hinweisen auf die 80er, die teilweise für deutsche Leser wirklich sehr obskur sind, noch was anzufangen wissen, bezweifle ich. Da hat der Autor es teilweise einfach ein wenig zu gut gemeint. Ein Buch für Nerds und Geeks und Leser ab 35 aufwärts würde ich sagen.
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am 29. Februar 2012
Wie die meisten Rezensenten vor mir, würde auch ich mich als Spieler aus der Generation der 80er und 90er bezeichnen, und für die ist dieses Buch auch sicher geschrieben. Nimmt man dem Buch die Kulisse dieser Thematik und Zeit bleibt eine ganz nette - aber vorhersehbare - Story mit klischeebeladenen Charakteren zurück (der introvertierte Underdog, der zum Superhelden mutiert, oder das dicke Mädchen, das sich in eine Onlinewelt flüchtet und dort von allen geliebt wird).
Ich mochte das Buch aufgrund des Szenarios, aber würde es nicht uneingeschränkt an 'fachfremde' Leser weiterempfehlen.
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TOP 1000 REZENSENTam 12. August 2015
Zur Handlung dieser Dystopie wurde schon alles gesagt.
Ich hätte gerne noch etwas mehr von unserer Welt in dieser nahen Zukunft erfahren - die ersten Seiten mit der Schilderung der "Stacks" (Stapel) war wirklich interessant, eine sehr gute Idee. Dazu die Trostlosigkeit, Armut, Verwahrlosung der Massen, die Flucht aus der Realität - alles nachvollziehbar.
Aber leider versumpfte die ganze Geschichte dann in endlosen Spielabläufen, in endlosen "Schachzügen", aus denen unser Held natürlich grundsätzlich als Sieger hervorging. Der ganze Roman ist meines Erachtens mindestens 100 Seiten zu lang und zieht sich schon ziemlich.

Der große Fehler bei der Umsetzung der ganzen Story: Unser gerade Mal 18jähriger Held ist quasi unkaputtbar: Er kann alles, weiß alles, kann auf Monate voraus weitsichtigst vorplanen, ahnt grundsätzlich schon vorab, was die Gegner planen und kann schon entsprechend agieren.
Er hat grundsätzlich immer Zugriff auf alle möglichen Accounts, sei es durchs Hacken oder durchs Kaufen von Daten - und diese Daten braucht er natürlich in ferner Zukunft - schön, dass alles so gut passt und ineinandergreift. Ganz wie im "richtigen" Leben.
Das ist einfach langweilig à la Superman- oder Batman-Comic.
Mit vielen Bezügen zu den 80ziger Jahren (Musik, Filme, Spiele...) kann man nichts anfangen, da das Buch halt grundsätzlich aufs amerikanische Lebensgefühl ausgerichtet ist - die endlosen Verweise nerven mit der Zeit auch. Es kommt einem vor, als ob der Autor einfach zeigen will, was er über die 80ziger Jahre so alles weiß.
Dazu keinerlei Empathie beim Tod seiner Familie - das Leben ist ja nur ein Spiel, gell ? Das passt irgendwie zu unserer Realität, wo auch Unfallopfer mit dem Handy gefilmt werden, anstatt dass man einen Krankenwagen ruft.
Fazit: Ein Roman für Jugendliche mit mehr Logiklöchern wie ein Schweizer Käse, dazu mit unsäglich kitschigem Holllywood-Schluss. Für Gamer vielleicht ein Muss, für alle anderen sicherlich nicht.
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am 12. Januar 2013
Wie so viele davor gehöre auch ich zu denen, die viele der beschriebenen Filme und vor allem Videospiele hautnah in ihrer Kindheit miterlebt und gelebt haben. Cline erzählt in seiner Geschichte ein klassisches Abenteuerspiel, wie sie in den 80ern sehr populär waren. Ich habe solche Spiele auch gern gespielt, daher kamen mir Titel und Geschehnisse immer wieder mal sehr bekannt vor. Auch viele Reminiszenzen an Filme aus dieser Zeit (Wargame, Bladerunner und viele andere) sind hervorragend in die Story eingebettet. Die Erzählweise ist packend, flüssig geschrieben bisweilen auch etwas amerikanisch. Man könnte sagen ein handelsüblicher, gut gemachter Hollywood-Actionfilm (den es von diesem Buch durchaus geben könnte). Es war eines der wenigen Bücher die ich in einigen Tagen gelesen habe (normalerweise benötige ich Wochen und Monate für so ein Buch...).

Wer jetzt 35-45 Jahre alt ist, früher (und heute) gern gedaddelt hat und vielleicht mit RPGs noch ein kleinwenig was anfangen kann, wird hier sehr gut unterhalten.
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am 25. Mai 2016
Die Geschichte spielt in der nicht so fernen Zukunft. Durch eine Energiekrise und Klimaveränderungen ist die Welt zu einem eher trostlosen Planeten geworden. Viele Menschen flüchten sich daher in die Virtual Reality genannt OASIS, ein Videospiel und eine Alternative Realität, mit so ziemlich jeder Art Inhalt, die man sich vorstellen kann.
Der Entwickler von OASIS ist für 5 Jahren verstorben und statt einem Testament hat er einen Wettbewerb hinterlassen. In OASIS sind 3 Schlüssel verborgen und 3 Tore zu finden. Wer zuerst das 3te Tor bewältigt erbt sein komplettes Vermögen und die Kontrolle über die Firma. Er war ein großer Fan der 80 Jahre und alle Hinweise auf dieses Easter Egg haben mit Serien, Filmen, Spielen, Musik aus dieser Zeit zu tun.
Wade ist ein junger High Schüler der in der OASIS zur Schule geht. Seine komplette Freizeit geht mit der Suche nach den Schlüssel drauf. Bis er eines Tages plötzlich die entscheidende Verbindung knüpft und den ersten Schlüssel findet. Plötzlich ist er weltberühmt und die Firma IOI, die ebenfalls versucht, des Ei zu finden um Kontrolle über die OASIS zu erlangen, ist hinter ihm her.

Ich habe mehrfach gehört diese Buch wäre eine Dystopie. Aber während es der Menschheit sicher nicht gut geht ist das überhaupt nicht der Fokus des Buches.
Es geht in erster Linie um die Schatzsuche. Gutes, altmodisches Rätsel lösen, obskure Hinweise zusammen setzten und sehr viele Videospiele besiegen. Außerdem gibt es Kämpfe epischen Ausmaßes.
Es gibt sehr, sehr viele 80er Jahre Referenzen. Filme, Bücher, Videospiele, Rollenspiele, Fantasy, Sci-Fi, Musik. Alles was nerdig und geekig war in diesem Jahrzehnt wird aufgegriffen. Dabei kann es sicher nicht schaden, wenn man diese Dinge kennt, aber auch wenn man nicht jeden Film gesehen und jedes Spiel gespielt hat, ist das Buch noch spannend.
Ein weiteres wichtiges Thema ist Freundschaft und Liebe über den virtuellen Raum. Ich fand es sehr gut, wie das Buch das Thema aufgegriffen und behandelt hat.

Das waren auch die Punkte, die mir am meisten Spass gemacht haben. Es gibt auch noch ein paar Handlungsstränge mit IOI der essentiell bösen Firma, die OASIS an sich bringen möchte, um monatliche Gebühren zu erheben. Die nimmt hier den Platz des Bösewichtes ein, und während das Konzept eigentlich zu übertrieben und klischeehaft ist, finde ich passt es gut in das Buch, da es praktisch den Part des Endgegners in einem Spiel übernimmt.

Ich habe mich jedenfalls selten von einem Buch so unterhalten gefühlt. Es ist wie ein absolut spannende Questreihe in einem MMO die man mit guten Freunden zusammen löst.
Und auch wenn ich zwar während der 80er am Leben war, so war ist zu dem Zeitpunkt noch wenig an den ganzen nerdigen Sachen interessiert, trotzdem hat das Buch bei mir total angeschlagen. Es geht nämlich weniger um die Franchises an sich als um die absolute Begeisterung der Charaktere für diese Dinge.
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"Ready Player One" is the story of dystopian America in a year 2044. Man character Wade Watts is an 18 year old guy living in a trailer park. The world ruled by large corporations, ran out of fossil fuels and majority of people are unemployed, homeless and starved; the only happiness in anyone's life is a virtual free-to-play reality (more world then the game) called the OASIS. The only way to get rid of his miserable life, Wade as million others players is trying to win the OASIS contest, started by OASIS creator, recently deceased. One who wins it will gain his fortune and control over the OASIS.

The book is centered on this contest and Wade's relations with his on-line friends, Aech and Art3mis, who he never encountered in real life. Towards the book end action will move from the virtual to the real world as well.

I wasn't aware of the hype this book created in the "geek" world so it was a real surprise how interesting it was. It brought me back to my youth with its many references (movie, music, video games) to the world of 80's when I was growing up. Also, it brings lot of questions with the parallels drawn to our current world and where we as human race could end up due to the hyper speed of technology development. Whether we are going to live in a world like this in thirty years since today we are spending lot of our time on-line interacting with people we haven't or won't meet in real life?

As already mentioned, the book is homage to the 80's and geek culture as contest itself is revival of those years which are distant past in time when action is taking place. It's obvious that author was fully immersed in everything what was happening those years and this book can be used like a reference to the video games, movies and music back then. But author could be also called a visionary because of some ideas that for sure will soon be possible, like taking part in some favorite movie as one of the characters and go through the movie. That would be a major success, the best virtual reality (game) ever.

The role technology is playing in our life is in fact main question asked by the book. He pictured the future world where people are living almost 24h in virtual reality doing all the activities and only stepping back to real world to perform basic physiological needs, sometimes completely amazed forgetting even that. This is not a beautiful picture, but it is not something which is pure fiction, even these days. If you imagine the OASIS with all its possibilities exists out there for real, I cannot imagine a single person who would not want to spend at least some of their time inside.

While I read it, regardless of I'm a bit older than the main characters, I could see myself doing the same things as these characters, bringing me back to the relaxed 80's when I was a kid and that is why I am thinking this book was great to read.

The only drawback for me was the inclusion of a little unnecessary love story inside plot but looking at the book as a whole it is not that big flaw.

It would not be a spoiler to say that "Ready Player One" is also homage to every single movie we watched in 80's, as kids, where the loser not only proves himself but to rest of the world he is the best/smartest and gets together with the cutest girl at the end. To be fair, there are moments in book where reader can feel the things could go either way but all the time knowing there's only one way book can finish up. And in this case I don't see that as a flaw.

"Ready Player One" by Ernest Cline is must-read book for anyone who lived and enjoyed 80's but also for all younger generations to see what they missed. I am sure that during reading or after it, you will again be reminded on all those movies and video games in which we spent a carefree childhood.
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