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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungen und im Stil der Vorgänger
Als Electro- und Synthpop-Liebhaber höre ich Project Pitchfork seit 1994 und habe mit stetem Interesse die musikalische Entwicklung der Band verfolgt. Nach dem gewöhnungsbedürftigen "Inferno" von 2002 ging es meiner Meinung nach mit "Kaskade" (2005) wieder aufwärts. 2009 vollendete die Band ihre Kehrtwende dann und lieferte mit "Dream, Tiresias" und...
Veröffentlicht am 15. August 2011 von Fuchser

versus
13 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Quo Vadis PP?
Sorry Pitchies, ich kann Euch irgendwie nicht mehr folgen.

Meint Ihr das alles ernst?

Was sollen diese albernen, gestellten Posen? Beeindruckt man damit heutzutage die Gothic-Girlies?

Und plump noch mit einem hochgestochenen, aber im Zusammenhang nichtssagenden Albumtitel und Cover bei den Cyberpunks und EBM`lern anbiedern (Hammer und...
Veröffentlicht am 16. August 2011 von Thomas Meyer


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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungen und im Stil der Vorgänger, 15. August 2011
Als Electro- und Synthpop-Liebhaber höre ich Project Pitchfork seit 1994 und habe mit stetem Interesse die musikalische Entwicklung der Band verfolgt. Nach dem gewöhnungsbedürftigen "Inferno" von 2002 ging es meiner Meinung nach mit "Kaskade" (2005) wieder aufwärts. 2009 vollendete die Band ihre Kehrtwende dann und lieferte mit "Dream, Tiresias" und "Continuum Ride" ein Jahr später einerseits moderne Electro-Alben, die sich andererseits wieder sehr an den frühen Tagen der Band orientierten.

Der Sound wurde wieder ziemlich rauh und "ungeschliffen". Leider wurde auch der Dynamikumfang immer niedriger, was zwar für einen druckvollen, aber auch überladenen und "anstrengenden" Sound sorgt - der "Loudness war" lässt grüßen. Zur Verteidigung der Band sei allerdings angemerkt, dass Pitchfork damit bei weitem keine Ausnahme in der musikalischen Landchaft quer durch fast alle Genres bilden.

Nun zu "Quantum Mechanics":

Die Veröffentlichung im August 2011 überraschte mich sehr, handelt es sich doch bereits um das dritte reguläre Album innerhalb von drei (!) Jahren. Ich hegte denn auch meine Zweifel, ob in der kurzen Zeit nach Tiresias und Continuum wieder ein gelungenes Album folgen kann. Glücklicherweise hält "Quantum Mechanics" das Level der Vorgängeralben und kann als deren logische Fortsetzung angesehen werden, überhaupt ähneln sich diese drei Alben sehr.

Die Produktion ist gewohnt professionell und wuchtig, hier und da türmen sich regelrechte "Walls Of Sound" auf. Es scheppert und kracht im besten Sinne an allen Ecken und Enden. Erfreulich kompromisslos wird hier vorgegangen, man scheint sich nicht um Massenkompatibilität zu scheren. Der Hörer findet sich in einer düster-melancholischen Welt wieder, die hier und da durch hymnische Einlagen aufgehellt wird. Das Album ist wieder rein elektronisch, die meisten Songs sind im Midtempo-Bereich gehalten. Zum Verschnaufen werden einem aber auch einige ruhigere, langsamere Songs geboten. Kurze Interludien verbinden die Songs miteinander und sorgen für atmosphärische Übergänge, bleiben meiner Ansicht nach aber Geschmackssache. Ich könnte darauf verzichten, schmählern diese "Anhängsel" am Ende der Tracks doch den Hörgenuss bei 1-Track-Repeat.

Gelungene Songs (Lament, Radical business, Mute Spectators, Quantum mechanics, Splice, Insomnia) wechseln sich mit einigen schwächeren Songs ab, richtige Ausfälle gibt es aber nicht. Besonders hervorheben möchte ich noch "Lament" - seit einigen Jahren hat mich kein Pitchfork-Song mehr so sehr in den Bann gezogen! Schön zu sehen, dass die Band weiter Höhepunkte ihres Schaffens abliefert. Auch "Radical business" ist sehr überzeugend und kann meines Erachtens stilistisch in einem Atemzug mit "Holy TV" (vom Imatem-Album "Home") und "Beautiful Logic Strings" von Kaskade genannt werden. Dieser "hüpfende", etwas schräge Sound gepaart mit den sarkastischen Texten ist wirklich super und in meinen Augen eine der Besonderheiten von Pitchfork.

Sauer stößt mir allerdings auf, dass Herr Spilles sich auch auf "Quantum Mechanics" wiederum fast ausschließlich für verzerrten Sprechgesang entschieden hat, wobei die Verzerrung allerdings sehr gut mit der Musik harmoniert. Dennoch würden ein paar "richtige" Gesangslinien meiner Meinung nach das Werk deutlich aufwerten. Ähnlich geht es mir mit dem Songwriting: Manchmal sind die Rhythmen und Melodien derart simpel und eintönig ("The Queen Of Time And Space", "We Will Descend"), dass man geneigt ist zu vermuten, die Band traue ihren Hörern kein besseres musikalisches Verständnis zu.

Beim Hören des Albums drängt sich schon ab und an der Verdacht auf, die Band wäre zu _noch_ mehr in der Lage, schaltet dann aber lieber einen Gang runter, um die Hörer nicht unnötig zu verwirren. Ich zähle mich zu den Fans, die die Texte wie auch die musikalische Ausgestaltung (Rhythmus, Aufbau, "Instrumente") der Songs nach wie vor als sehr entscheidend empfinden. 4/4-Takt, typischer Strophe-Refrain-Aufbau und Sprechgesang müssen nicht immer die falsche Wahl sein, allerdings sind mir diese Elemente am Ende noch zu dominant auf "Quantum Mechanics". Dass es, was die Melodien anbelangt, auch anders geht, zeigt für mich zum Beispiel "The Longing" von "Alpha Omega" anno 1995.

Bei aller Kritik, die letzten Endes auf hohem Niveau stattfindet, halte ich "Quantum Mechanics" dennoch für sehr gelungen. Wer weiß, vielleicht überfliegt die Band ja die amazon-Rezensionen und nimmt einiges davon als Anregung auf. Darüber würde ich mich jedenfalls freuen, denn ich werde die Entwicklung der Band weiterverfolgen und möchte sie unbedingt wissen lassen, dass es auch im Electro-Genre sicher genügend Hörer gibt, die sich mit der Musik nach wie vor eingehend auseinandersetzen und weiterhin Wert auf durchdachte Texte und Musik legen.

Fazit:

Klare Kaufempfehlung. "Quantum Mechanics" ist in meinen Augen eine gelungene Fortsetzung der Vorgänger-Alben mit etwas verschenktem Potenzial.

"If you got any complaints, you can write me a letter." ;)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In den Gassen Barcelonas, 8. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Quantum Mechanics (Audio CD)
Auch mit "Quantum Mechanics" (dt. "Quantenmechanik" bzw. "DIe Quantenmechaniker") haben Pitchfork ein Album geschaffen, das nicht nur bei den einzelnen Liedern, sondern vor allem im Gesamtpaket aus Musik und Design wie eine gut geölte Maschine läuft.

Bereits im ersten, sehr hellectro-lastigen Opener wird klar, dass das Werk eine selbst für die Band ungewohnte Aggressivität transportiert, auch wenn nach wie vor die Melodien ihren berechtigten Raum behalten. Inmitten dieses heiß gelaufenen Teilchenbeschleunigers aus wuchtigen Rhythmen und zackigen Sequenzen, die den Boden jeder Tanzfläche in ein Schlachtfeld verwandeln werden, sind es vor allem die Inseln der Ruhe zwischen den Songs, die für die nötige Abwechslung sorgen.

Ein Höhepunkt unter diesen stellt der beinah sakral anmutende Titelsong dar, der einen in wenigen Sekunden in jenes düstere und ins Fantastische entrückte Barcelona, das wir in den Romanen von Carlos Ruiz Zafon kennen lernen, versetzt, während es den instrumentalen Zwischenspielen auf der anderen Seite wunderbar gelingt, die im Artwork beschworene Atmosphäre eines hochmodernen High Tech - Labors einzufangen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düster, Atmosphärisch - genial!!, 24. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Quantum Mechanics (Audio CD)
Project Pitchfork beeindruckt erneut mit sehr klangvollen und rhytmischen Sounds. Die düstere und teils sehr verzerrte Stimme von Peter Spiles passt geradezu genial in die Tracks, wie z. B. "Lament" und "Mute Spectators" (die ich auf diesem Album zu den Favoriten zähle!)Aber auch die Tracks "Quantum Mechanics", "Queen of Time ans Space", sowie der Geheimtipp "You Rest im my Heart" wissen durchaus mit sehr melodischen und teils ohrwurmverdächtigen Elektropassagen zu überzeugen!! Der Rest der Platte ist kein Einheitsbrei, wie man das leider bei sehr vielen Bands vorfindet, sondern zeigt eindeutig, dass PP mit großer Leidenschaft an den einzelnen Songs gearbeitet hat! Ich kann "Quantum Mechanics" nur empfehlen. Einziges Manko war der fehlende Bonustrack "Tempest" (Meisterstück!!)der leider nicht auf dem Album zu hören ist, beeinträchtigt aber nicht die Bewertung in voller Punktzahl!
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5.0 von 5 Sternen Genial, 20. Februar 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Quantum Mechanics (Audio CD)
Ich bin seit sehr sehr langer Zeit ein großer Fan von Project Pitchfork und kann einfach nur sagen, daß ich nie gedacht hätte, daß sie sich immer noch selbst übertreffen können. Genauso wie zuvor "Continuum Ride" ist "Quantum Mechanics" ein absolutes Meisterwerk. Die CD langweilt auch nicht, nachdem man sie zum 100. Mal gehört hat. Project Pitchfork haben mit diesem Album alles richtig gemacht und ich kann nur hoffen, daß sie weiterhin solche hammermäßigen Alben abliefern werden!
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13 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Quo Vadis PP?, 16. August 2011
Von 
Thomas Meyer (am Harz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Quantum Mechanics (Audio CD)
Sorry Pitchies, ich kann Euch irgendwie nicht mehr folgen.

Meint Ihr das alles ernst?

Was sollen diese albernen, gestellten Posen? Beeindruckt man damit heutzutage die Gothic-Girlies?

Und plump noch mit einem hochgestochenen, aber im Zusammenhang nichtssagenden Albumtitel und Cover bei den Cyberpunks und EBM`lern anbiedern (Hammer und Schraubenschlüssel im Atom = Symbol für Quantenmechanik?....och nö)?!

Genauso platt und kalkuliert wirkt manchmal die Musik. Trotz einiger guter Ansätze ist irgendwie keine klare Linie zu erkennen. Ansprechende Melodien/Harmonien und atmosphärische Parts stehen im Kontrast zu höhepunktlosen, vorhersehbaren (und oftmals zu langen) Songs aus dem PP-Standard-Baukasten, wie sie Spilles offensichtlich noch zu genüge in der Schublade hat.

Bei Text/Gesang/Aussprache klappen sich schon mir als nicht unbedingt Anglophilen teilweise die Fußnägel hoch. Das wurde schonmal besser kaschiert... (fehlte hier die Zeit für eine Überarbeitung?). Bei "The Queen of Time and Space" wirkt das Versmaß irgendwie ungelenk. Mit "spoken words" wär das gegangen, aber mit diesem "Halbgesang" wirkt das seltsam schief. Erinnert mich irgendwie an alte "Aurora Sutra" Zeiten mit Patricia Nigiani (obwohl ich die Musik damals sehr mochte).

Fällt das denn eigentlich keinem auf, dass man mit etwas mehr Geschick ganz andere Resultate erzielen könnte? Sollte man sich nicht doch vielleicht einmal einen Produzenten leisten? Hätte man die besten Ideen der letzten 3 Alben auf einem gut produzierten Output zusammengefasst, wäre daraus vielleicht wirklich ein neuer Klassiker geworden. So wirkt die Lobhudelei in der Amazon-Produktbeschreibung leider fast ein bißchen lächerlich (wer schreibt eigentlich solchen Schwachsinn???).

Schade, schade.
"Sie haben sich ein Denkmal gebaut und den Vorschlaghammer selber rausgeholt...."

P.S. Die Bonus-Songs der Ltd. Edt. sind nicht in meine Bewertung eingeflossen.
Diese zunehmende Unsitte, die vielleicht besten Songs "extra zu vermarkten", halte ich für fragwürdig.

Edit 04.10.2011:
Ich habe meine Bewertung der Fairness halber nachträglich um einen Stern erhöht, denn mit "Lament", "Quantum Mechanics" und "The Queen of Time and Space" befinden sich neben verzichtbaren Nummern doch auch einige gute bis sehr gute Stücke auf dem Album. Letzteres setzt sich trotz der eigenwilligen Interpretation hartnäckig im Gehör fest. Vielleicht das schönste Pitchfork-Stück seit "Fear" (2001). Trotzdem halte ich meine Kritik aufrecht, dass Pitchfork sowohl vom Image her, als auch musikalisch an Glaubwürdigkeit verloren haben.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Pitchfork Album!!!, 13. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Quantum Mechanics ist ein absolutes "Must-Have" für jeden Pitchfork-Fan. Ich höre PP nun schon seit Anfang der 90er und es ist immer wieder interessant, wie sich Peter & Co. stets neu erfinden. Nachdem die beiden vorangegangenen Alben eher die Freunde schneller Elektroniknummern begeisterte, ist dieses Album unglaublich ausgefeilt und vielschichtig. Die Sounds klingen irgendwie vertraut, aber doch auch neu. Die Texte scheinen anfangs einfach und verständlich, aber beim Nachdenken über die Inhalte erschließen sich sehr tiefgründige Denkansätze. Auch die ltd. Edition ist empfehlenswert, alleine die beiden Bonustracks lohnen sich. Ich bin absolut begeistert!
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10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen EBM - Economic Beat Music... etwas mehr Zeit kann nicht schaden, 16. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Quantum Mechanics (Audio CD)
Wie der Titel schon sagt, Quantum Mechanics ist nen totaler Schnellschuss. Viele Songs werden aufgrund der ständig in monoton-alternierend gehaltenen Rhythmen und Melodien nach der ersten Minute völlig berechnenbar. Das macht sich in den schnelleren Stücken bemerkbar, wie zB. run for cover, splice, dem opener, aber auch bei stücken wie we will descent. Besonders dem letzten Stück hätte eine relative Experimentierfreude gutgetan; die bitonale Stimme nervt. Die Texte haben oft widersprüchlichen Charakter - so wird die Abneigung dem zur Liebe unfähigen Rezipienten recht radikal verdeutlicht bei freeze in silence, ähnlich if i could von dream tiresias - im Mittelpunkt des Albums thront hingegen nach altem Pitchfork-Idealismus die message only love will bridge the time. Stärker als im Vorbängeralbum Continuum Ride zwängt Peter förmlich sein deterministisches (deshalb der Abstecher zur Quantenmechanik?), in pessimistischer Apokalyptik interpretiertes Weltbild auf. Dies kann man als Rückschritt interpretieren, wenn man die stark mit idealistischer Leidenschaftlichkeit anmutenden Apelle der alten Alben kennt, die in der NUN-Trilogie gipfelten. Das >>sich selbst verstehen<<, in denen die zentrale Message "the more you change yourself, the more you change the others" (antidote, IO) lautet, klingt doch etwas schöngeistiger als "wir werden untergehen, nichts kann man dagegen tun" - aber das ist wohl Ansichtssache.

Seit Dream Tiresias jedenfalls kann man diesen lyrischen Paradigmenwechsel deutlich heraushören, musikalisch zwar den älteren Songs nachempfunden, lyrisch jedoch nihilistisch, verzweifelt und vor allem hoffnungslos fatalistisch. Vielleicht ist das der Schlüssel meiner Empfindung, dass sich seit den neueren Sachen das Treibende, erhebende Mystische stark entfernt und allgemein das wohltuende Glückgefühl nicht mehr so recht aufbauen will. Des öfteren kommt mir da das Höhlengleichnis in den Sinn, nur mit dem Unterschied, dass der Sehende wieder in die dunkle Höhle zurückkehrt und Ängste schürt, statt Erkenntnis.

Rein Musikalisch bewegt sich Pitchfork beim Betrachten des allgemeinen Albumcharakters noch immer auf hohem Niveau - das ist hauptsächlich den beiden Übersongs Lament und Quantum Mechanics zu verdanken (bei welchen die Remixversion bzw. Instrumentalversion auf der Bonus-CD besonders bestechen). Diese beiden genannten Songs werfen m.E. jedoch einen solch großen Schatten auf die anderen Songs des Albums (s.o.), dass es eben nur für 3 Sterne reicht. Gerade die teilweise hervorstechende musikalische Einfallslosigkeit (we will descent, run for cover, radical business [allerdings starker Text]) lässt zu hoffen übrig, ob sich der Mehrhör-Faktor wie bei den gelobten Klasikern überhaupt einstellen kann. Die Stark verzerrte Stimme tut als inflationäres Stilementent ihr übriges. Mute spectators, the queen of time and space sind gut hörbare, rubuste songs, ohne besondere klangeigenschaften, aber dennoch nicht langweilig (auch wenn sich der Text des letzteren etwas nach einer Synthese aus Grimms Märchen und persönlicher Kosmogonie a 'la Spilles anhört: Geschmackssache).

Zusammenfassend komme ich zu dem Schluss, dass man mit den poppig-düster anmutenden Klanggewändern in eintönigen Rhythmen schnell Tanzbares produzieren kann, aber für das Rezipieren einer tieferen Ästhetik, die der Künstler aus innerer Notwendigkeit kreiert (Entities, IO, Chakra Red, Daimonion, NUN) reicht diese Musik bei weitem nicht mehr - im Gegenteil, bei einigen Hörern stellte sich schon der Verdacht auf, Peter möchte Pitchfork und Santa Hates You näherbringen. Da dieses Verfahren aber offensichtlich gut funktioniert, deshalb der Vorwurf des Kom­mer­zi­a­lis­mus. Vielleicht sollten Dirk und Jürgen mal wieder in die "Kompositionen" intervenieren dürfen...

Schlecht ist das Album nicht, aber gemessen an dem bewährten Geniepotential der Band schlicht nicht überzeugend.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen WE STRIKE BACK, THE TIME HAS COME FOR ACTION..., 20. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Quantum Mechanics (Audio CD)
Ich muss schon ehrlich zugeben, dass ich leider von "DREAM, TIRESIAS!"(2009) und auch "CONTINUUM RIDE"(2010), obwohl auch so einige Hits und echte Perlen mit dabei sind, irgendwie schon ein bisschen enttäuscht war. Ich selber kann die ganze Kritik am "INFERNO"(2002) und auch "KASKADE"(2005)-Album überhaupt nicht nachvollziehen, da diese Alben musikalisch, sowie auch textlich, einfach nur brillant, innovativ und meisterhaft sind. Gerade weil sie für sich selber stehen, in keine Schubladen eingeordnet werden können und dazu künstlerische Freiheit und Unabhängigkeit demonstrieren!!

Natürlich kann man es nie allen Leuten recht machen und dennoch würde ich es mir sehr wünschen, dass "PETER SPILLES" wieder so frei, kreativ und offen ist, wie zu Zeiten des "DAIMONIUM"(2001)Albums, welches für mich persönlich das beste "PROJECT PITCHFORK"-Album aller Zeiten ist und ich bin Pitchfork-Fan seit "IO"(1994)). Auch vermisse ich Peters einzigartige klare Stimme, welche zb. beim Kultalbum "ALPHA OMEGA"(1995)so richtig schön zum Ausdruck kam und mich damals(sowie natürlich heute auch noch!) total in den Bann gezogen und fasziniert hat. Zu vielen Songs der neueren Veröffentlichungen und der Message der Texte her, passt der distortete Gesang ja auch richtig gut, ich hätte mir in der Hinsicht einfach etwas mehr Abwechslung gewünscht!!

So jetzt hab ich aber genug gemeckert, den "QUANTUM MECHANICS"(2011) hat mir nach der kleinen, wenn auch nicht tragischen Enttäuschung der letzten beiden Alben(weil auch da für mich echte Perlen mit dabei sind, wie zb. "THE DIVIDING LINE" und der Kracher "THE WAY OF THE WORLD") dann doch ziemlich gut gefallen, deswegen gebe ich den Album auch volle Punktzahl!!

Die Songs "RADICAL BUSINESS" und "MUTE SPECTATORS" sind hier meine beiden persönlichen Favoriten, sowie auch "LAMENT" und "SPILCE" echte Meilensteine für mich sind. Aber auch "FREEZE IN SILENCE", "YOU REST IN MY HEART" und auch "THE QUEEN OF TIME AND SPACE" wissen mich durchaus zu überzeugen und ich höre sie immer wieder mit großer Freude und Begeisterung!!

WE KNOW YOU`VE HEARD IT ALL BEFORE
BUT THE FACT IS WE DON`T NEED YOU ANYMORE
SO LISTEN CAREFULLY BEFORE YOU DIE
WE HUNT YOU DOWN
AND THAT`S NO LIE

FREEZE IN SILENCE AND LISTEN TO OUR THUNDER
WE`RE FED UP WITH THE GAME AND WE DON`T NEED NO WONDER
THE CRITICAL MASS STARTS A CHAIN REACTION
WE STRIKE BACK, THE TIME HAS COME FOR ACTION

YOU USE TORTURE AS AN ACT OF CONTROL
IT STARTED HERE, THEN IT WAS THER
AND NOW IT`S EVERYWHERE
WE RUFUSE TO TAKE ANOTHER HIT

YOU SEWED OUR MOUTHS AND EARS
SO WE CAN WATCH YOUR GLORY
WE HAVE ENOUGH, IT IS THE END
OF YOUR SADISTIC STORY

FREEZE IN SILENCE AND LISTEN TO OUR THUNDER
WE DON`T NEED NO WONDER, CAUSE
THERE WAS NO RESPONSE, NOT EVEN ONCE
THE FLASH OF LIGHTNING IS STILL MISSING IN ACTION
SO THE CRITICAL MASS STARTS A CHAIN REACTION!!!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Würdige Nachfolge für Continuum Ride", 16. August 2011
PROJECT PITCHFORK legen mit "Quantum Mechanics" innerhalb von drei Jahren das dritte reguläre Studioalbum vor. Wer bei dieser Dichte Langeweile und Belanglosigkeiten befürchtet, den kann ich getrost beruhigen. Das gibt es bei "Quantum Mechanics" nicht.
Die ersten Töne des Opener "Freeze in Silence" erinnern mich an "Endzeit" vom Album "Alpha Omega". Doch schon bald wird klar, der Song und das Album stammen aus einer anderen Schaffensperiode von PROJECT PITCHFORK. PROJECT PITCHFORK hat sich immer weiterentwickelt und ist sich dabei treu geblieben ohne sich zu wiederholen.
Das Album wartet mit großartigen Songs, wie beispielsweise "Lament", "Radical Business" oder "Mute Spectators" auf. Andere Songs verfügen m. E. über ein enormes Entfaltungspotential. So entwickeln sich für mich z. B. "Freeze in Silence" und "Splice" mit jedem Hören zu genialen Stücken.
Zwei schwächere Songs und dass der Vorgänger "Continuum Ride" als Gesamtwerk mehr überzeugt, bewegen mich dazu nur 4 Sterne zu verleihen.
Die Tatsache, dass einige Stücke von "Quantum Mechanics" für mich nicht von Anfang an so präsent und eingängig sind, werte ich nicht unbedingt als Qualitätsmangel.
Zur Anschaffung der Limited Edition kann ich nur dringend raten. Diese lohnt sich schon allein wegen der hervorragenden Songs "Tempest" und "Insomnia".
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es wird immer besser, 15. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Quantum Mechanics (Audio CD)
Nachdem mit "Dream, Tiresias!" endlich wieder Pitchfork wie Pitchfork zu klingen begann, und "Continuum Ride" diesen Weg hörenswert fortsetzte, ist den Pitchis mit "Quantum Mechanics" noch einmal eine Steigerung gelungen. Toll! Ich hätte nicht gedacht, dass die Talfahrt nach "Daimonion" jemals enden würde.

Weiter so!
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Quantum Mechanics
Quantum Mechanics von Project Pitchfork
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