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44 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Jugend von heute
Ich habe im Vorfeld viel über den Film gehört und war dementsprechend skeptisch. Ich meine, wenn man selbst im Frühstücksfernsehen von Sat. 1 über einen tabubrechenden Film hört, der auch noch aus Japan kommt, dann sollte man erstmal schlucken. Generell habe ich mich zunächst an dem so oft zitierten, ja beschworenen Tabubruch...
Veröffentlicht am 28. November 2011 von Roland Völkel

versus
9 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Überbewertet
Zuerst war ich fasziniert, - der Film ist im Großen und Ganzen so traurig, böse und krank wie kaum ein anderer.
Aber nüchtern betrachtet ist er zu lang, zu sehr mit Erklärungen beschäftigt. Schon der Anfang mit dem prätentiösen und ausschweifenden Geschwafel der Lehrerin wirkt gestelzt und verlangt viel guten Willen...
Veröffentlicht am 26. Februar 2012 von Muspell


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44 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Jugend von heute, 28. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Geständnisse - Confessions (DVD)
Ich habe im Vorfeld viel über den Film gehört und war dementsprechend skeptisch. Ich meine, wenn man selbst im Frühstücksfernsehen von Sat. 1 über einen tabubrechenden Film hört, der auch noch aus Japan kommt, dann sollte man erstmal schlucken. Generell habe ich mich zunächst an dem so oft zitierten, ja beschworenen Tabubruch gestört. Denn in der Kurzfassung hört man über den Film praktisch als Inhaltsangabe: Lehrerin rächt Tod ihrer Tochter, indem sie der Klasse Milch mit HIV positivem Blut serviert.

Das klingt zunächst plump, dumm und konstruiert. Und würde der Film auf seinen 104 Minuten nur mit der Angst vor Aids und der Rache einer Frau spielen, wäre die Gefahr groß, das Müll dabei herauskommt.Natürlich gibt es grandiose Racheepen (Sasori, Lady Snowblood, etc.), aber eben unzählige mehr, die nicht begeistern können.

Umso größer und erfreulicher war die Überraschung, als ich mir den Film angeschaut habe. Optisch begeisternd, atmosphärisch bedrückend und erzählerisch auf einer Gratwanderung zwischen Wahnsinn (Shuya), Verbitterung (Fr. Moriguchi) und Hoffnung (Miduku). Die Erzählung wird getragen von kalten Farben und Highspeed-Aufnahmen einer Schulwelt und eines Japans, das an Schnelligkeit nicht zu überbieten ist, in Zeitlupe betrachtet jedoch selbst den banalsten Dingen eine Schönheit abringt. Die Geschichte entwickelt sich, entfaltet sich, Geständnis um Geständnis. Es bildet sich eine Kaskade an Geschichten und alles hat Folgen. Das erste Geständnis setzt eine Reihe von Situationen in Gang, die nicht mehr aufzuhalten sind. Unwiderruflich dreht sich die Spirale runter, um ganz unten ihren Höhepunkt zu erreichen. Stufe für Stufe erreichen wir eine Rache, die auf großer Flamme gekocht und dennoch sehr kalt serviert wird. Ich sehe darum auch davon ab, näher auf die Handlung einzugehen, denn gerade das nicht Wissen, was als nächstes passiert, was das nächste Geständnis für den Film bedeutet macht alleine sehr viel Spass.

Ein weiterer Pluspunkt: Der Film wird oft als zu konstruiert beschrieben, doch gerade das erlaubt dem Regisseur Tetsuya Nakashima mehr als eine nette Geschichte zu erzählen. Der Film handelt von Beziehungen. Zwischen Mutter und Tochter. Zwischen Sohn und Mutter. Zwischen Jungen und Mädchen. Zwischen Tätern und Opfern. Er ist ein Bild der modernen (nicht nur) japanischen Gesellschaft, die geprägt ist von Druck und fehlendem Lob. Eine Gesellschaft, die sich zwangsläufig in stark und schwach teilt. Die Geschichte zeigt, wie die schwachen, gehänselten Kinder aufbegehren und stark sein wollen oder das die vermeintlich Starken eine Schwäche haben.

Diese Dualität zwischen der Symbolik als Bild der Gesellschaft und der Erzählung, die wie eine Reihe Dominosteine fortläuft, zeichnen den Film für mich aus.

Fazit: Ein schwerer und bedrückender Film, den ich eingeschränkt empfehlen kann. Nichts für jeden Tag, aber ein ausgewähltes Juwel.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit den Waffen einer Frau..., 25. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Geständnisse - Confessions (DVD)
... rächt sich die Lehrerin Yuko(Takako Matsu) an den Mördern ihrer kleinen Tochter Manami. Mit den Waffen eines Meisterregisseurs bannte Tetsuya Nakashima diesen Kampf auf Zelluloid. Mit Bildern, die der Arbeit eines Terence Malick ebenbürtig sind, setzte Kameramann Maskazu Ato Yukos Feldzug in Szene. Untermalt mit Musik von Radiohead, The Xx, Boris und verschiedener Indebands ist dabei, jedenfalls wenn sie mich fragen, ein cineastisches Meisterwerk herausgekommen, dass sich vor internationalen High-Budget Produktionen kein Stück verstecken muss. Nicht umsonst wurde der Film für etliche Festival- und Filmpreise nomiert.

Die Lehrerin Yuko ist allein erziehend. Ihr Mann starb an Aids. Als sie ihre kleine Tochter mit in die Schule bringt, findet man das Mädchen kurze Zeit später tot im Schul-Swimmingpool. Ein Unfall. So die offizielle Version. Aber schnell bekommt Yuko heraus, dass zwei ihrer Schüler mit dem Tod von Manami zu tun haben. Sie fasst einen teuflischen Plan. Ohne den Namen der Schüler zu nennen, offenbart sie ihrer Klasse, wer Manami getötet hat. Sie umschreibt die Täter genau, so dass jeder Schüler weiß, dass es sich um den Einzelgänger und Klassenbesten Shuja(Yukito Nishii) und den Prügelknaben der Klasse Naoki(Kaoko Fujiwara) handelt. Zudem gibt Yuko bekannt, dass sie die Schulmilch dieser beiden Schüler mit HIV-infiziertem Blut vergiftet hat. Danach gibt sie das Lehreramt auf.
Was jetzt passiert, geht wie ein Flächenbrand durch die Klasse. Naoki verfällt dem Wahnsinn und Yuko wird zum Mobbingopfer der gesamten Klasse. Immer wieder gibt es unerwartete Anstöße, die Naoki und Yuko zur Zielscheibe des Geschehens machen. Während Naoki nicht mehr klar kommt, versucht der clevere Yuko sich zu wehren. Er ist zwar menschlich ein tiefer Abgrund, aber ein hochintelligenter Junge. Er weiß, dass er als Kind für seine Taten nicht bestraft werden kann. So plant er Großes, um sich zu rächen. Doch es gibt eine Unbekannte im tödlichen Spiel um das Ende der Geschichte: Yuko...

Farben von stahlgrau bis blutrot, Bilder die in Slowmotion erstarren, Close Ups auf spritzende Wasserfontänen und einzelne Tropfen, Himmel wie Gemälde von Breughel, brilliante Rückblenden, der Einsatz von Spiegeln und Filtern, sowie eine außerordentliche Kameraperspektive, all das sind die Kniffe, die dafür sorgen, dass sich -Confessions- überdeutlich von anderen Filmen absetzt. Die Symbolkraft von Atos Kamera ist atemberaubend.

Vor dieser Kamera agieren eine Handvoll ausgesucht guter Schauspieler. Die spielen die Story, die nach dem Roman von Kanae Minato umgesetzt wurde, in genialer Art und Weise. Was -Confessions- an Einsichten, Wandlungen und Wendungen nach und nach aus dem Storybook zaubert, das ist ganz großes Kino im Endstadium. Vor allem setzte Nakashima das Misstrauen zwischen den Schülern und die panische Aidsangst perfekt in Szene. Gewürzt wird der starke Plot durch den Einsatz von verschiedenen Erzählstimmen, je nachdem wer gerade als Hauptdarsteller in Aktion tritt.

Am Ende heißt es dann: "Kein Leben darf verloren gehen" und "...es war nur ein Scherz." Nichts von beiden entspricht der Realität. Die Leben in Tetsuya Nakashima Film sind extrem gefährdet und Scherze sehen wirklich komplett anders aus. Ich hoffe, ich habe mich vor Begeisterung nicht zu sehr ausgelassen. Sollten sie ein Filmfreund von Produktionen mit Sinn und Verstand und einem großartigen Drehbuch, sowie einer bildhaft-genialen Kamera sein, dann dürfen sie sich -Confessions- auf gar keinen Fall entgehen lassen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fein, 30. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Geständnisse - Confessions (DVD)
Über japanische Filme wusste ich nichts, bis meine Freundin mal einen anschleppte: "Memories of Matsuko".
"Wow", dachte ich, "das machen also die Japaner..."
Dann ging es weiter mit "19", gefolgt von "Love Exposure" und so weiter... Toll, fremdartig, skurril...
Schliesslich landete ich bei "Confessions". Den habe ich mir bisher schon 2mal angesehen, bald folgt ein drittes Mal.

"Confessions" ist ein spannender, erfindungsreicher, gut gemachter, sphärischer, "typisch japanischer" Film, der garantiert keine Langeweile aufkommen lässt. Die Pointe ist gut. - Ich will nichts verraten...

FAZIT:

Wer unvoreingenommen auf filmische Entdeckungsreise gehen will und einen spannenden Film sehen will, in typisch japanischer Machart, der kaufe sich "Confessions".

Die visuelle Ästhetik ist übrigens extra erwähnenswert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Niemand ist unschuldig, 4. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Richtig toller Film, der zumindest bei mir auch noch ein paar Tage nachgewirkt hat.

Auf eindrucksvolle und auch recht schonungslose Art und Weise zeigt dieser Film, dass nicht immer nur direkt beteiligte Personen, in diesem Fall an einem Verbrechen, Einfluss auf dessen Auswirkungen haben sondern auch das Umfeld.

Egal ob die Mutter des getöteten Kindes, die Mutter eines der Schüler, der neue Klassenlehrer, die gesamte Klasse, das junge Mädchen das aus Mitleid und Mitgefühl eine Beziehung zum zweiten Täter aufbaut. Jede einzelne Person nimmt ob gewollt oder ungewollt Einfluss auf das Geschehen. Und das nicht unbedingt im Guten.

Dieser Film schafft es, sich in die Protagonisten rein zu versetzen und zu verstehen warum wer etwas tut. Er hat es sogar geschafft, dass ich für einen Moment so etwas wie Mitleid mit den beiden Tätern hatte, dass gelingt nicht oft, zumindest aus meiner Erfahrung.

Jede Sekunde ist mit Spannung, aber auch mit einer bedrohlichen Ruhe gefüllt. Was mir besonders gut gefallen hat war die zwar sparsame, aber sehr wirkungsvoll eingesetzte Musikuntermalung. Das und die teilweise grandiosen Kamerschnitte und Einstellungen sind einfach klasse, dieser Film ist teilweise Kunst, Kunst in Bildern und Bewegungen.

Die Entscheidung den Film bewusst trist zu halten passt perfekt und vermittelt eine teilweise unglaublich kühle, aber anziehende Atmosphäre. Dazu kommt noch das nicht hervorsehbare Ende was das Gesamtbild perfekt abrundet.

Bild und Ton sind überdurchschnittlich gut, auch in dieser Hinsicht gibt es nichts zu bemängeln.

Absolut verdiente 5 Sterne für einen ruhigen, unangenehmen und gleichzeitig wunderschönen Film!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abrechnung mit einer hoffnungslosen und inhaltsleeren Generation, 16. Dezember 2014
„Confessions“ ist ein reinrassiger Rachethriller, voller Abgründe und Finsternis, welcher mit der aktuellen pubertären Medienjunkie Generation abrechnet – eine Generation mit der die Eltern scheinbar überfordert sind und eher die Smartphones oder das Internet die absolute Kontrolle über die Jugendlichen übernommen hat.

Man bekommt als Zuschauer förmlich Angst bei der Darstellung der Klasse, da diese Jugendlichen teilweise wirklich wie Zombies – ja gar wie kleine Monstren wirken, denen jegliche normale Empathie total abhandengekommen ist.
Gewiss die Darstellung ist überspitzt und extrem fokussiert auf das soziale Defizit unserer aktuellen Jugend, aber seien wir mal ehrlich ich finde diese Smartphonezombies auch wirklich in der Realität schon sehr beängstigend.

Der Film bringt wie nicht anders zu erwarten, viel über die visuelle Schiene rüber. Zwar ist „Confessions“ nicht ganz so verspielt und vor allem nicht so bunt wie das vorige Meisterwerk „Memories of Matsuko“ des Regisseurs Tetsuya Nakashima, aber es werden nach wie vor ein Großteil der Gefühle, Emotionen, Eindrücke und der Gesamt Atmosphäre über Bild und Ton transportiert. Das ist zuweilen ein wenig anstrengend weil man visuell und akustisch förmlich überflutet wird – aber es jetzt nicht dieselbe Reizüberflutung wie bei „Memories of Matsuko“ denn „Confessions“ ist da dann doch weitaus Dialoglastiger und bodenständiger.

So schön wie „Memories of Matsuko“ ist der Film nicht, da er auch nicht allzu viel Positives rüberbringt – nein „Confessions“ ist meinen Augen eine bittere und düstere Abrechnung mit einer hoffnungslosen und inhaltsleeren Generation.
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39 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben macht BOOM!, 3. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Geständnisse - Confessions (DVD)
Aus den asiatischen Ländern kommen Jahr für Jahr tonnenweise hervorragende Filme unterschiedlicher Genres. Korea, Hong Kong und Japan zählen hierbei für mich zu den absoluten Gewinnern. Das Problem dabei ist allerdings, dass eine nicht grade kleine Anzahl von Filmliebhabern (unter anderem aus meinem Freundeskreis) diese Tatsache noch nicht für sich entdeckt hat, beziehungsweise sogar bewusst einen großen Bogen um alles macht, was aus dem genannten Kontinent kommt. Die mehr oder weniger verständlichen Begründungen liegen hierbei in der Betonung der meist nicht so guten bis grottenschlechten deutschen Synchronisation, sowohl in der Auswahl der Stimmen, als auch aufgrund der Übersetzungen (was ich nachvollziehen kann) und in der Feststellung, man könne die SchauspielerInnen so schlecht voneinander unterscheiden. Dazu gibt es folgendes zu sagen: Wer guckt schon Filme in synchronisierter Fassung? Nimmt man zum Beispiel einen Streifen wie In the Mood for Love [2 DVDs], dann stellt sich doch die Frage, ob Chow und Li-zhen wirklich deutsch sprechen können oder sollten. Worauf ich hinaus will ist, dass eine deutsche Synchronisation Wong Kar-Wais Meisterwerk aus dem Jahr 2000 nur halb so gut erscheinen lässt, wie er in Wirklichkeit ist. Die beiden sprechen definitiv nicht deutsch. Sie stammen aus einem vollkommen anderen Kulturkreis, der meiner Meinung nach im Mittelpunkt dieser Liebesgeschichte steht. Der Film verliert in der synchronisierten Fassung an Reiz, mehr noch, er verliert an Authentizität. Wenn ich es richtig sehe, dann passt unsere Muttersprache mal so gar nicht, sowohl zu der asiatischen Form der Interaktion und Kommunikationsweise, der Redeweise- und Wendung, der Kleidung, der Art zu Wohnen, den kulinarischen Erzeugnissen, die dazugehörige Art der Zubereitung und der Weise zu essen und zu trinken, oder der besonderen Form der gegenseitigen Zuneigung der Menschen zueinander. Dies gilt für mich allerdings nicht nur für asiatische Filme, sondern für nahezu jeden Streifen aus den jeweilig anderen Kulturzusammenhängen. Die Melodie der asiatischen Sprachen unterscheidet sich so dermaßen von der deutschen oder englischen Sprache. Asiaten sagen nicht "das ist ja fett, Mann" oder "let's have a blunt, Baby" um im übertriebener Form darzustellen, worum es mir geht und womit ich dann bei dem zweiten Problem bin. Auch die Untertitel die benötigt werden, da wahrscheinlich nur wenige nicht Asiaten japanisch, chinesisch oder koreanisch sprechen und/oder dieses verstehen, lassen häufig zu wünschen übrig. Zu der zweithäufigsten Ausrede, man könne die DarstellerInnen nicht auseinanderhalten kann ich nur sagen: Übung macht den Meister....und beende damit eine etwas zu lang geratene Einleitung.

In den letzten Jahren sind es vorzugsweise die asiatischen Revenge - Streifen, die mich vollkommen begeisterten und die so herrlich anders waren, als zum Beispiel die europäischen Produktionen gleichen Genres. Insbesondere Lee Byeong-woos Mother, Jang Cheol-soos Bedevilled - Zeit der Vergeltung, oder natürlich Park Chan-wooks Oldboy (Einzel-DVD), um exemplarisch und nur zufälligerweise allesamt aus Korea stammende Filme, zu nennen, bereicherten das "Rache - Genre" und sorgten für einen, wenn auch nur kurzfristigen "Asia - Boom" und einen nicht immer nur plumpen europäischen oder amerikanischen Adaptionsversuch, hinsichtlich des filmischen Stils und der Umsetzung einer gnadenlosen Schwere, die die "asiatische Form der Rache" zu einer wahren Passion werden ließ.

Tetsuya Nakashimas Filme, wie Kamikaze Girls und vor allem Memories of Matsuko begeisterten mich schon über alle Maßen. Sowohl in Bezug auf die Grundidee und deren Umsetzung, der Überdrehtheit, als auch in der Nachhaltigkeit der erzählten Geschichten. "Confessions" reiht sich diesbezüglich nahtlos ein und ist erneut ein wirklich fast unbeschreibliches Meisterwerk geworden. Eine Sinnesexplosion in tausend Farben, künstlerisch betrachtet atemberaubend. Zeitlupen, Zeitraffer, Rückblenden als Stilmittel, Spiegelungen, unterschiedliche Kameraperspektiven, das Spielen mit Symbolen, der sparsame Gebrauch von expliziten Darstellungen, die reduzierte Verwendung von Musik und Klangcollagen als unterstützendes Element und insbesondere der dramaturgische Aufbau von "Confessions" beweisen, dass das Handwerk aus dem FF beherrscht wird. Hinzu kommt das schauspielerische Talent aller Beteiligten.

Der Film beginnt in einem japanischen Klassenzimmer. Die SchülerInnen sind unkonzentriert und zumeist mit sich selbst beschäftigt. Die Lehrerin Yuko Moriguchi beginnt einen minutenlangen Monolog und es dauert in der Tat eine ganze Weile, bis man vesteht, worum es geht. Sie versucht den SchülerInnen den Wert des Lebens zu vermitteln, jedoch bezieht sich der Gegenstand nicht auf eine vorbereitete Lehreinheit, sondern auf die Vergangenheit Yukos. Ihre Tochter wurde von zwei Schülern der Klasse ermordet. Man fand sie tot im schuleigenen Swimmingpool und Yuko weiss, wer die Täter sind. Sie nennt sie zunächst A und B. Yukos Ehemann verstarb zudem an AIDS, widerum eine tragische Geschichte, der genügend Platz eingeräumt wird, was auch notwendig ist. Denn Yuko sinnt nach Rache für den Tod der geliebten kleinen Tochter. Und der Plan ist perfide. A und B tranken Milch, in die Yuko, durch HIV infiziertes Blut füllte. In ihrem restlichen, noch verbleibenden Leben, sollen sich die Täter Gedanken über den Wert, nicht nur des eigenen Lebens machen. Sprachs und verschwindet, nicht ohne den SchülerInnen mitzuteilen, dass von nun an ein neuer Klassenlehrer den Unterricht übernhemen wird, in die Frühjahrsferien. Bis hierhin schon mal ein mächtiger Schocker, doch jetzt beginnt die Geschichte an Fahrt und Dynamik zuzulegen. Die beiden schuldigen Jungs, Schuya Wantanabe und Naoki Shimomura stehen im Mittelpunkt der nun folgenden Storyline. Beide nehmen ihr scheinbares Schicksal, bdeingt durch u.a. den sozialisatorischen Background, unterschiedlich wahr und auf. Beide Geschichten sind an Grausamkeit kaum zu überbieten. Die Bilder werden zunehmend ver- und zerstörender. In Rückblenden wird der Zuschauer in die Ursachen und in die Motivation der Tat eingeweiht, während der Film auf drei unterschiedlichen Ebenen weiterläuft. Sowohl Naokis, als auch Schuyas Familienkonstellationen werden beleuchtet, sowie ihre Reaktionen auf das vermeindliche Todesurteil. Auf einer dritten Ebene geht es um die anderen SchülerInnen der Klasse, um Mobbing, gegenseitige Schuldzuweisungen, Erniedrigungen und das Verhältnis zu dem neuen Klassenlehrer. Im Fokus dieser dritten Erzählkonstellation steht zunehmend die Schülerin Mitzuki Kitahara, die sich in einen der beiden Täter verliebt. Auf der mutmaßlichen Zielgeraden geht es um das Geständnis der jeweiligen Hauptakteure. Geständnisse, hinsichtlich des eigenen Lebens, welches zu dem feigen Mord führte, bzw. um den Plan, der schlußendlich in die Rache mündet. Und am Ende ist dann alles anders, als man es gedacht und erwartet hat und zurück bleibt die Feststellung, dass die Uhr zwar falsch herum laufen, die Zeit aber nicht zurückgedreht werden kann, was insbesondere Shuyas Geschichte zu einer Tragödie werden lässt.

Um es salopp auszudrücken, "Confessions" ist ein wirklicher Knaller und für mich Highlight des diesjährigen Kinosommers. Die Art und Weise, wie Tetsuya Nakashima unterschieldiche Darstellungsformen integriert, vom Theater und der Oper beeinflusste Settings und kamerspielartigen Sequenzen, ist atemberaubend. Viele, die seine Filme vorher schon mochten, werden auch "COnfessions" lieben und vielleicht sorgt dieser Film ja auch dafür, dass bisher "Asia - Unwillige" über ihren Schatten, in Bezug auf die einleitenden Gründe springen und diesem Juwel eine Chance geben. Vedient hätte er es allemal.

Natürlich bezieht sich diese Rezension nicht auf die deutsche DVD VÖ, dauert ja schließlich noch bis zum Winter diesen Jahres, bis "Confessions" auf dem hiesigen Markt releast wird. Grundlage ist die Kinofassung (Orginal mit UT) und damit sollte klar sein, dass es sich bei dieser Kritik um eine reine Filmkritik handelt. Einen Import aus u.a. England gibt es bereits.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die Rache einer Mutter die alles verloren hat, 9. November 2013
Es geht um eiskalte perfide Rache.
Es geht um verschmähter Mutterliebe.
Und es geht darum jemand in zu sein.

Eine Lehrerin verliert ihr Kind und findet heraus das zwei ihrer Schüler dafür verantwortlich sind. Aber sie tötet sie nicht einfach nein sie sagt der ganzen Klasse was passiert ist und gibt ihnen dennoch den Todeskuss mit sodass von da an nichts mehr normal ist. Jedes weitere Wort wäre zu viel verraten.

Bei dem Film wird dir mehr als einmal die Kinnlade runter klappen.
Lass dich von dem Asia Schick nicht abschrecken!
Der Film ist es definitiv wert geschaut zu werden!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genialer Film!, 9. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Geständnisse - Confessions (DVD)
SEHR gut gemacht, der Film ist optisch ein Genuss!
Der Film fängt mit einem Paukenschlag an, sodass man meint, im Laufe der weiteren Handlung kann nichts gleichwertig spannendes mehr passieren - aber weit gefehlt, der Film ist eine Aneinanderkettung spannender Ereignisse, der Spannungsbogen bleibt auf höchstem Niveau, die ganze Spielzeit über!
Shocking, nichts für schwache Neven - trotzdem ein Muss für jeden, der auf intelligente, optisch genial gemachte Filmkunst steht, die nicht langweilig ist sondern alle mir bekannten Actionfilme in den Schatten stellt!
UNBEDINGT ANSCHAUEN!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der perfideste Film, den ich jemals gesehen hab... EIN MEISTERWERK!, 2. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Geständnisse - Confessions (DVD)
War es mehr Schock oder mehr Faszination, weswegen ich nach der letzten Filmszene bewegungsunfähig in meinem IKEA-Sessel saß und die gesamten japanischen Credits beobachtete? Noch weiß ich es nicht genau, aber eins ist mir bewusst: dieser Film ist großartig! Der beste Psychothriller, den ich jemals gesehen habe und trotz meinen jungen Jahren, habe ich schon einige konsumiert. Ironischerweise ließ ich heute nachmittag, während ich auf der IMDb-Website herumlungerte und meine Meinung kundgab, das Filmjahr 2014 geistig Revue passieren und stellte fest, dass es in der Hinsicht auf Actionfilme echt gut war, allerdings im Genre Horror ausnahmslos katastrophale Filme in den Kinos liefen. Bis auf den soliden "Anabelle" bekam ich allein schon bei den Trailern von "Devil's Due" oder "Katakomben" das nackte Grauen und das ist nicht positiv gemeint. Was amerikanische Filme schon seit Jahren nicht mehr zustande bekommen, schafft Japan hier mit einem Mal zu 100%. Auch wenn man "Confessions" eher als Psycho-Thriller betrachten muss, bedient er mit einer andauernden Spannungskurve, einem packenden Inhalt und fiesen, sowie schockierenden Spielchen jeden Fan des gepflegten Old-School-Horrors, in dem nicht nur mit abgetrennten Gliedmaßen und 300 Liter Filmblut geworben wird. Obwohl überwiegend Kinder die Hauptrollen spielen, ist der Film schauspielerisch 1A und auch die deutsche Synchro taugt zum Glück. Technisch gesehen ist "Confessions" mindestens so gut, wie inhaltlich. Der gesamte Filmstil ist bild-gewaltig und künstlerisch. Viele Szenen bestechen durch ihre geniale Optik, die den Film zwar hauptsächlich in die Länge zieht, aber stätig in exakter Symbiose zum inhaltlichen Geschehen brilliert. Schöne Landschaftsaufnahmen, Zeitraffer, Zeitlupenszenen und Voice-Over werden ebenfalls eingesetzt, aber alle recht gut dosiert, so dass niemand um fünf minütige Zeitlupenszenen à la "Resident Evil" oder zehn minütige Voice-Overs wie bei "Sin City" bangen muss. Auch wem der Film inhaltlich nicht gefällt, sollte im die technische Raffinesse eingestehen, denn schon allein deswegen lohnt es sich "Confessions" anzusehen. Für mich einer besten Filme EVER, der jetzt schon eine Legende ist!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Film mit ganz eigenem Stil und Temporeichem grandios inszenierten Ende, 27. Mai 2014
Von 
A. Schneider (Kempten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Geständnisse - Confessions (DVD)
Ich hatte kaum Erwartungen an den Film, aber
allein die Bilder und der Sound sind fantastisch.(Ich weiß nicht ob das in einem Tv auch so rüber kommt, aber die Leinwandbesitzer wissen glaub was ich meine)
Der Film hat seinen ganz eigenen Stil und Stimmung was absolut Klasse ist und sich von anderen Filmen abhebt.
Der Film fängt ruhig an, wird dann aber im Verlauf immer besser und endet in einem absolut Bild und Sound gewaltigen Finale
wie es besser kaum sein kann!
Anschauen!
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Geständnisse - Confessions
Geständnisse - Confessions von Kanae Minato (DVD - 2011)
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