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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höchste Intensität
Dieses Album fängt mit einem Schock an. Wer hört, wie sich Conor Oberst durch den Opener "The Big Picture" singt, wimmert und schreit, dem wird schnell klar, das hier außerordentliches passiert. Oberst trägt die Eröffnungsnummer mit solch Inbrunst und Hingabe vor, dass Kurt Cobain dagegen plötzlich wie Joe Cocker scheint.
Der...
Am 1. Januar 2003 veröffentlicht

versus
6 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zwiespalt
Meine Meinung zu Bright Eyes fällt sehr zwiegespalten aus. Auf der einen Seite schreibt dieser Mensch, brlliante Texte, voll Schmerz und Emotionen, wie ich sie noch selten zuvor gehört habe. dafür das Album bei mir 5 Punkte bekommen.
Aber leider hat Conner meiner Meinung eine so sehr heulende Stimme, die jede Melodielinie schon am Anfang vor lauter...
Veröffentlicht am 18. November 2004 von Online-Shopper


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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höchste Intensität, 1. Januar 2003
Von Ein Kunde
Dieses Album fängt mit einem Schock an. Wer hört, wie sich Conor Oberst durch den Opener "The Big Picture" singt, wimmert und schreit, dem wird schnell klar, das hier außerordentliches passiert. Oberst trägt die Eröffnungsnummer mit solch Inbrunst und Hingabe vor, dass Kurt Cobain dagegen plötzlich wie Joe Cocker scheint.
Der weitere Verlauf des Albums ist bei weitem nicht so spartanisch wie das nur gitarrenbegleitende "Big Picture", "Bright Eyes" wächst bis zum kleinen Orchester an. Aber die Emotion bleibt. Bezaubernde Melodien, die oft hymnischen Charakter annehmen, umspielen Obersts Texte. Und hier liegt die eigentliche Stärke. Während seit nunmehr 30 Jahren jeder mittelmäßig begabte Songwriter als der neue Dylan abgefeiert wird, habe ich diesen Vergleich bei "Bright Eyes" noch überhaupt nicht gehört oder gelesen. Seltsam, denn Oberst erinnert mich (nicht allein wegen der präsentierten Textfluten) durch seine Behandlung der Sprache ganz stark an Dylan. Die Kunst von "Bright Eyes" ist durch Sprache und Rhetorik geprägt, was letztlich den depressiven Charakter der Musik relativiert. Wer so fantasievoll mit den Möglichkeiten der Sprache umgeht, wer so sprachverliebt ist, der findet (in seiner Kunst) den Ausweg aus der Misere. (zumindest für den Rezipienten). Sprache (und natürlich Musik!) ist als kommunikativer Akt das Gegengift zur Verzweiflung. Deshalb finde ich das Album eigentlich nicht depressiv oder laune-zerstörend, sondern äußerst anregend. Und ja: es ist ein Meisterwerk und defintiv das Album des Jahres 2002.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar, 17. Februar 2003
Langsam hebt die Platte an. Mit dem fast gesprochenen "The Big Picture". Der Hörer ist schon im ersten Moment in dieser einzigartigen Stimmung dieser Platte und der brüchigen, klagenden und dann wieder in schieren Wutausbrüchen umschwenkenden Stimme von Conor Oberst gefangen. Auch habe ich selten einen Sänger und Songwriter gehört der so verliebt in Worte und Sprache zu sein scheint. Der einzige der mir in diesem Zusammenhang spontan einfällt ist Bob Dylan. Die Texte haben so eine Aussagekraft, daß man sie liebend gerne auswendig lernt.
Auch ist das weite Spektrum das die Songs umfassen erstaunlich. Von den spartanischen Songs die nur von einer Akkustikgitarre und der Stimme von Oberst getragen werden (The Big Picture, You Will. You?Will.You?Will., Waste of Paint)bis zum Aufgebot eines kleinen Orchesters (False Advertising) ist hier alles geboten. Einige Songs erinnerten mich an die frühen Radiohead (Lover I don't have to love).
Dann kommt man zum letzten Titel und denkt schon das bisher gehörte könnte schwer noch getoppt werden, doch dann kommt das absolute Meisterwerk "Let's not shit ourselves (to love and to be loved)". Ein ungefähr zehnminütiger Dylanesker Freudenritt, bei dem man am liebsten vor Glückseeligkeit die Zimmereinrichtung zertrümmern will.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinn!, 16. August 2004
Kurzum dieses Album ist der absolute Wahnsinn. Conor Oberst ist vielleicht das begnadetste Talent der amerikanischen Musikszene, auch wenn er eher unscheinbar ist und von den Medien weniger wahrgenommen wird, als es ihm gebühren würde. "Lifted" ist ein Album voller Intensität, auf dem Oberst folkige, orchestrale und Pop-Einflüsse zu einem großen Ganzen zusammengeschustert hat. Scheinbar hat er auch keinerlei Scheu vor Experimenten, die zunächst seltsam anmuten, so klingt "False Advertising" beispielsweise wie ein Stück auf einem Ballabend, aber auch sonst erscheint dieses Album als das ganz große Drama, zu dem sich jeder seinen eigenen Film vorstellen darf, den Bright Eyes in orchestraler Bandbreite begleiten. Ließen sich Bright Eyes' vorherige Alben fast nicht ohne anschließende Depressionen hören, so hat Oberst es auf dieser CD geschafft, dem ganzen auch eine etwas freudigere Note zu verpassen, auch wenn "Lifted mit Sicherheit kein Album für einen geselligen Abend ist. Aber eines voller Gefühl, welches Conor Oberst nicht zuletzt mit seiner immerzu brüchigen, verletzlichen, aber bewegenden Stimme rüberbringt. Sehr schön ist übrigens auch das Booklet gehalten, das wie ein altes Buch aufgemacht ist.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Conor at his Best, 14. Januar 2005
Von 
Conor Oberst. Wenn man einigen, oder nur einem seiner Stücke aufmerksam zugehört hat, dann bekommt man seinen Namen, den Namen seiner Band Bright Eyes, aber besonders seine Texte nicht mehr aus dem Kopf.
Das mag zum Einen an seiner unheimlich emotional klingenden, oder viel mehr emotional aufgebrachten Stimme liegen, aber es liegt, meiner Meinung nach einfach an den in seinen Texten geschilderten Geschichten, welche so real, wie auch fiktiv sein könnten.
Ich wage es nicht eindeutig zu beurteilen. Braucht man auch nicht, weil es keine Rolle mehr spielt, sobald man eine Platte eingelegt hat, die seinem Genius entsprungen ist.
Allem zum Trotz, die entweder seine Stimme nicht mögen oder ihn für einen noch nicht ordentlich entwickelten Zyniker halten, wird jeder ihm etwas abgewinnen können.
Mal ist man traurig, mal tragisch verliebt. Man möchte verstehen und nach vorne schauen können. Jedoch weiß jeder, Gefühle sind nicht so ohne weiteres verdaubar.
Man wächst mit ihnen und lernt mit ihnen umzugehen, oder man zerbricht und verfällt irgendwelchen Hirngespinsten.
Man kann diese Gefühle nicht sonderlich gut beschreiben, geschweige denn sie zu Papier bringen.
Conor kann es. Und damit meine ich nicht, dass er ein unheimlich lebenserfahrener Mensch ist, der uns allen weit voraus ist, aber in seiner Wieder lag ein Geschick, man möchte ein Genie sagen, welches es ihm erlaubt unheimlich tragische und unendlich schwere Gefühle Worte zu quetschen. Es mag durchdacht oder auch dem Zufall überlassen sein, aber seine Stimme spricht für alle von uns. Jeder sollte sich zügig ein paar Englischkenntnisse zulegen und seine Texte lesen oder seinen Liedern lauschen.
Bei Songs, wie „A perfect Sonnet", „Haligh, Haligh", „A Bowl of Oranges" oder auch „Sunrise, Sunset" wird man zwangsläufig zum Weinen getrieben, obwohl einfach nur sehr viel Wahrheit in diesen Zeilen steckt.
In allen Liedern steckt so viel Herzblut, was man seiner Stimme sehr gut entnehmen kann. Das größte Instrument, seinen Texten, wird von unendlich passend scheinenden Streichinstrumenten mehr als unterstrichen.
Nicht umsonst ist er in America eine Art Volksheld. Er spricht für seine Generation, ob es gute oder schlechte auf euer Leben haben wird, dass wird von eurem Gemüt und eurer derzeitigen Verfassung entschieden. Fakt ist, es wird sich was ändern.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen You should never be embarrassed by your trouble with living...!, 23. Januar 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Es gibt Alben, die können Leben retten. Lifted, dieses vierte Studioalbum der losen Musikervereinigung Bright Eyes um den Sänger, Songschreiber und Gitarristen Conor Oberst aus Omaha, Nebraska, ist ein solches. Wo sonst findet man einen Sänger, der so authentisch und inbrünstig von Lebenskrisen und Seelenleiden des von postmoderner Beliebigkeit gezeichneten sinnsuchenden jungen Amerikaners des beginnenden 21. Jahrhunderts singt, aber auch von der großen Liebe säuseln und musikalisch Trost spenden kann wie kein Zweiter, und das beides in einer Intensität und Authentizität, das einem beim Hören wahlweise ein kalter Schauer über den Rücken läuft oder man fast zu Tränen gerührt ist? Es mag einige andere großartige, beseelte Musiker/Songschreiber auf diesem Planeten geben, aber das zuvor Beschriebene trifft nur auf den zum Indie-Dylan gehypten Jüngling aus der Kornkammer der USA zu.
Ich selbst habe seine Musik seit der Doppelveröffentlichung I'm Wide Awake It's Morning/Digital Ash in a Digital Urn mit zunehmender Begeisterung verfolgt, aber erst jetzt begonnen, mich seinen früheren Werken zuzuwenden, und dabei festgestellt, dass Lifted die ohnehin großartigen zuvor genannten Alben sowie das noch etwas vielseitigere Cassadaga in Sachen Wirkung auf den Hörer noch übertrifft; wenn seine Alben sich musikalisch auch auf konstant hohem Niveau bewegen, so sticht Lifted mit seiner noch höheren emtionalen Intensität hervor, erzeugt einerseits durch die teilweise großangelegten, fast orchestralen Arrangements, andererseits aber vor allem durch die große Tiefe der oftmals traurig bis verzweifelt anmutenden Texte und damit einhergehenden, unglaublich packenden Gesangsperformances Obersts.
Schon das alleine zur Gitarre vorgetragene Big Picture fängt diese ganze Stimmung in musikalisch sparsamer, gesanglich dafür umso intensiverer Weise ein, ehe mit Method Acting das erste Mal richtig von der Crew Druck gemacht wird - eine hektische Rock-Nummer mit packendem Refrain. Es folgt False Advertising, eine Selbstreflexion des jungen Künstlers, der sein Künstlertum selbstironisch hinterfragt, um sich letztlich den essentiellen Dingen seines Lebens, seinen Mitmenschen und eben seiner Kunst, in rührender Weise wieder zuzuwenden - eine richtig intensive Angelegenheit im Walzertakt und mit großartiger Orchestrierung, die besonders am Ende des Songs für Gänsehaut sorgt.
Mit You Will folgt dann sozusagen eine Erfrischung, einer dieser typisch-schwungvollen Lovesongs mit Country-Instrumentierung. Textlich ist diese Nummer ebenso charakteristisch, dank dieser ganz speziellen Mischung aus beißender Ironie und dann doch wieder der Hoffnung auf die große Liebe, die Obersts Reflexionen über Liebesbeziehungen oftmals prägt. Textlich eher zynisch und musikalisch düster, mit charakteristischen E-Piano-Akkorden und einem wunderbar erdigen Mid-Tempo-Beat sowie einem packenden Refrain nimmt sich Lover I Don't Have to Love aus, ehe mit Bowl of Oranges eine traumhaft schöne, melancholische Nummer mit flottem Country-Feel erklingt - eines der Highlights der Platte. Danach wartet Oberst als düsterer Prophet auf I Don't Know When but a Day's Gonna Come erinnert musikalisch an die düstersten der ganz frühen Dylan-Protestsongs wie Masters of War; textlich hingegen zeigt sich Oberst subtiler und persönlicher, und außerdem hat er eine instrumentale Coda mit Orchesterbegleitung parat, die in diesem Song überrascht und ihn so auf ein noch höheres Level hebt. Dem Charakter des Albums als emotionaler Berg- und Talfahrt entsprechend folgt mit Nothing Gets Crossed Out eine süßlich-melodische Nummer mit eher versöhnlichen persönlichen Betrachtungen, was vom Folgesong wiederum völlig konterkariert wird: Make War ist einer der bitterbösesten Abgesänge auf eine verflossene Liebe, die man sich vorstellen kann: Our love is dead, but without limits/like the surface of the moon/or the land between here and the mountains - der Auftakt ist Programm; musikalisch geht es hier klar in Richtung American Folk, Country-Fiedel und Slide-Guitar dominieren die Instrumental-Passagen dieser schwungvollen Shuffle-Nummer mit Mitgröhl-Refrain. Mit manisch-depressivem Folk schockiert daraufhin Waste of Paint, typisch früher Oberst, hier geht es gerade textlich ans Eingemachte, musikalisch wird reduktionistisch zur Lagerfeuer-Gitarre vorgetragen. Ganz anders dann From a Balance Beam, eine schwungvolle Folk-Rock-Nummer mit total mitreißender Melodie und vergleichsweise lebhafter Rhythmik - ein guter Kontrapunkt, eher mit Laura Laurent mein persönlicher Lieblingssong erklingt: ein County-Walzer im Midtempo, ein traumhaft schöner, die Grenze zum Kitsch so gerade noch nicht überschreitender Lovesong, mit einer wunderschönen Verbindung aus orchestralen und amerikanisch-folkloristischen Klangelementen. Am Ende singt die ganze Kneipe mit - zum Heulen schön, wirklich. Dass dann als Abschlusssong noch das politisch aufgeladene, wütende Up-Tempo-Countrystück Let's not Shit Ourselves folgt, ist aus meiner Sicht ein einziger kleiner Makel dieses Über-Albums: Überengagiert, vielleicht in Angst, für einen Künstler mit Singer/Songwriter-Anspruch insgesamt zu unpolitisch zu wirken (meine Interpretation), setzt Oberst hier an einer Stelle noch einen nicht schlechten, aber auch nicht unbedingt nötigen 10 Minuten-Song hinten drauf; da wäre aus meiner Sicht nach Laura Laurent besser einfach Schluss gewesen - vielleicht bin ich aber auch zu sehr Romantiker, um diesen unbequemen Albumabschluss zu würdigen, der letztendlich gewählt wurde.
Ansonsten kann man aber nur festhalten, dass Lifted DAS frühe Meisterstück der Bright Eyes bzw. von Conor Oberst ist; sein Niveau hat er später durchaus noch ein- bis zweimal erreicht, aber nie übertroffen. Platten von solcher textlicher Tiefe, Authentizität und gleichzeitig solcher musikalisch-kompositorischer und soundtechnischer Geschlossenheit gibt es nicht allzu häufig. Solche Alben können Leben retten.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk !!! Grandios !!!, 6. November 2002
Es ist ein verdammt gutes Jahr für melodiöse,intelligente Pop/Folkmusik,dachte ich bisher. Belle and Sebastian veröffentlichen leider zu wenig Neues , aber ich tröstete mich äüßerst vergnügt und zufrieden mit Alfie,Mull Historical Society, Flamming Lips und Delgados.
Doch was nun Brigt Eyes mit Lifted.... auslöste stellt alles bisherige in den Schatten. Wann habe ich zuletzt so emotional mit Tränen in den Augen vor musikalischem Glück, wie bei I will, I will.... die Fassung verloren. Es ist ein absolutes Meisterwerk das (Vorsicht ! ) allerdings vielleicht erst beim zweiten oder dritten Hören alle Gefühle enfacht,aber genau das kennen wir doch. Die wirklich guten Scheiben entfalten erst mit der Zeit Ihre Höhepunkte. Unbedingt kaufen !
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von der Hilflosigkeit der Schachfiguren, 18. Juli 2007
Von 
Es gibt Lieder, an denen sich jede Kritik kleingeistig ausnimmt. "Don't Know When But A Day Is Gonna Come" ist von dieser Sorte, die selbst das, was als ungeschliffen gelten könnte, zum Merkmal von Größe wendet. Womit ich sagen will, daß hier ein seelenvoller Musiker Stimmigkeit über Gefälligkeit stellt und damit einsam triumphiert. Das Paradoxe geschieht: Dieses gebrochene, ungeniert verzweifelte Lied ist - herzzerreißend schön.

Doch darüber hinaus hat dieses Album auch Perlen von anderer Sorte zu bieten: "False Advertising" etwa, dessen Genialität sich wohl erst bei wiederholtem Zu(!)hören erschließt, weil dieses Lied zunächst weniger fesselnd daherkommt. "From A Balance Beam", vom Titel angefangen mit einer Fülle schräger und doch so einleuchtender Metaphern, ganz abgesehen von dem schönen Hackbrett.

Freilich, es gibt homogenere, "reifere" Alben der Bright Eyes, aber auf keinem haben sie so viel gewagt wie auf diesem, mit allen Höhen und Tiefen. Wer anders als die fingierte Hörerin im ersten Track dem Reflex wegzuschalten widersteht, kann Reichtümer entdecken.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überragend?, 3. Dezember 2002
Wenn man das Booklet öffnet fliegt einem erstmal eine Wörterflut entgegen. Alle von Conor Oberst, Kopf von Bright Eyes, verfassten Texte sind überragend. Kommen dem jungen Künstler die Wörter nur so zugeflogen? Aber das sagt ja noch nichts über die Musik aus. Diese ist aber wunderschön, nachdem man den etwas "schwierigen" ersten Song hinter sich hat. Jeder Song für sich ist sehr unterschiedlich, aber alle zusammen kommen trotzdem wieder auf die gleichen Nenner, Folk, Rock, etwas Blues und die unglaublich Stimme von Herrn Oberst. Das Lied "Lover..." überrascht mit einem modernen Rhytmus, der etwas an die Eels erinnert. Wunderschön ist auch "Bowls Of Oranges" das mit vielen Instrumenten aufleuchted aber dabei nicht überfüllt wirkt.
Leider kommt für meinen Geschmack bei zwei Liedern zu sehr der kitschige Country durch, naja Ansichtsache.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genial, 21. November 2004
Von Ein Kunde
wer dieses album nicht mag, ist selber schuld! ich bin nur heilfroh, daß es endlich wieder einmal ein album auf den markt gekommen ist, daß man sich 40 mal anhören kann und einem immer noch so viel gibt. autentisch, eigenständig, kreativ, energiegeladen, traurig, lustig - alles da! neben cave, den uralten primus, tom waits closing time, den flaming lips und radiohead ein stern am himmel. weiter so! übrigens: conor oberst mit robert smith zu verwechseln tztztz ...
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Well the future's goy me worried...", 20. November 2002
So der Beginn des Songs "Nothing gets crossed out".
Ok, ok. Diese CD ist tatsaechlich so atmosphaerisch dicht, dass sie hervorragend als Selbstmitleidsoundtrack geeignet ist....aber da ist noch mehr.
Fakt ist: Diese CD bringt deine Stereoanlage dazu,
einige der schoensten Melodien aller Zeiten zu reproduzieren.
dich nachdenklich zu machen.
dich gluecklich zu machen, denn du weisst, du hast zu lange mittlemaessige Musik gehoert.
Ein letztes Zitat
"..I keep making these to-do lists...but nothing gets crossed out..."
Mir ist es egal, was du mit deinen to-do lists machst. Aber diese CD sollte nicht gestrichen werden. Kaufen!
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