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4.0 von 5 Sternen Das Phantom erwacht (erneut)
Auf Basis der Comic- und Zeichentrickfigur und mit minimalen Referenzen zum Billy Zane Film wurde hier ein TV-Zweiteiler abgeliefert, der sich wirklich SEHR lange Zeit nimmt, um das Setting und die Charaktere glaubhaft zu etablieren. Körperlich beeindruckende Bewegungsabläufe und auch der "Kampfstil" des Phantoms werden absolut nachvollziehbar und damit...
Veröffentlicht am 20. September 2011 von Björn Korthof

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pilotfilm zu einer Serie?
Der Jura Student Chris Moore führt ein ganz normales Leben. Es ist Parkour Traceur und als sein Freund bei einem ihrer Stunt verletzt wird, verliebt er sich in die Sanitäterin, eine ehemalige Schulkollegin. Das Leben könnte so schön sein, wenn da nicht ein paar fiese Verbrecher eines nachts einfach seine Eltern töten würden. Chris Moore...
Veröffentlicht am 17. August 2011 von callisto


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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Phantom erwacht (erneut), 20. September 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Phantom [Blu-ray] (Blu-ray)
Auf Basis der Comic- und Zeichentrickfigur und mit minimalen Referenzen zum Billy Zane Film wurde hier ein TV-Zweiteiler abgeliefert, der sich wirklich SEHR lange Zeit nimmt, um das Setting und die Charaktere glaubhaft zu etablieren. Körperlich beeindruckende Bewegungsabläufe und auch der "Kampfstil" des Phantoms werden absolut nachvollziehbar und damit "möglich" dargestellt, was dem Ganzen einen noch realitätsnäheren Touch gibt als es Nolans Batman schaffte. Der Plot ist ein sehr typischer Pilot, eine auf die vierfache Spielzeit aufgepumpte (dabei aber komplett ohne Ballast geschriebene) Pilotfolge einer potenziellen Serie. Man sieht aber, dass die beiden Teile fürs Fernsehen gedreht wurden. Oftmals sind übergroße Portraitaufnahmen eingesetzt worden, was man so im Kino nicht sehen (wollen) würde und auch die Actionszenen sind stellenweise minimal anstrengend, weil das Auge inzwischen doch anderes gewohnt ist, schnellere Schnitte etc. Auch die Bildqualität auf BluRay leidet hier und da durch das TV-Format, speziell Szenen mit großem Schwarzanteil (Nachtdrehs z.B.) sind extrem körnig, streifig und teilweise verpixelt, so dass man fast meinen könne, hier wurde Stockfootage Material eingekauft und aufgepumpt. Ansonsten bin ich mit der technischen Seite mehr als Einverstanden gewesen. Ein schönes Farbkonzept, ein stimmiger Soundtrack, größtenteils (mir) unbekannte, aber sehr gute Schauspieler und eine einfach gestrickte, aber durchgehend glaubhaft erzählte Handlung. Besonders hervorzuheben ist die sehr gute Tonabmischung, die auf jedem Abspielgerät funktioniert, nicht nur auf 5.1 Anlagen. Heutzutage kann man ja kaum noch einen Film gucken, bei dem man ohne 5.1 Anlage nicht ständig die Lautstärke rauf und runter regeln muss. Bei Phantom hat man eine Lautstärke eingestellt und kann den Film genießen, alles ist absolut verständlich und perfekt abgemischt.
Bis zuletzt habe ich übrigens aufs falsche Pferd gesetzt, wer der Verräter in der Organisation des Phantoms sein könnte, und hier ist auch das einzige Manko, welches mir aufgefallen ist. Es wurde überhaupt keine Motivation für den Verrat erzählt. Oder ich hab sie nicht mitbekommen. Das ist zwar Schade, aber verschmerzbar.
Und gemessen an der Tatsache, dass es ein TV-Film und kein Kinofilm ist und die Sehgewohnheiten für einen "Blockbuster" eine andere Umsetzung erwartet haben, kommt natürlich nicht das Gefühl auf, einen tatsächlichen Kino-Superhit zu sehen.

Fazit: Für einen gemütlichen Filmeabend absolut und uneingeschränkt zu gebrauchen!
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3.0 von 5 Sternen Pilotfilm zu einer Serie?, 17. August 2011
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Der Jura Student Chris Moore führt ein ganz normales Leben. Es ist Parkour Traceur und als sein Freund bei einem ihrer Stunt verletzt wird, verliebt er sich in die Sanitäterin, eine ehemalige Schulkollegin. Das Leben könnte so schön sein, wenn da nicht ein paar fiese Verbrecher eines nachts einfach seine Eltern töten würden. Chris Moore erfährt so, dass er nicht ist, wer er immer glaubte zu sein. Er wurde adoptiert! In Wirklichkeit ist er der Sohn des berühmten Phantoms, einem legenderen Superhelden der für Recht und Gerechtigkeit und gegen die Singh Bruderschaft kämpft.
Das Phantom ist eine TV Miniserie des Senders Syfy aus dem Jahr 2010 und basiert auf der Comic-Reihe aus den späten 30er Jahren.
Für einen Fernsehfilm ist er gar nicht schlecht. Andererseits ist nicht schlecht auch nicht wirklich gut. Die ersten 90 min sind soweit OK. Man lernt Chris Moore kennen, ein normaler Student, der sich verliebt und von seinen Eltern gerügt wird, dass er faul ist und mehr lernen sollte. Dann bricht sein Leben zusammen, seine Eltern werden ermordet, er erfährt, wer er wirklich ist und beginnt sein Training als Phantom, und genau hier fängt die Geschichte an schleppend zu werden. Erst einmal die Ausbildung als Phantom, Nahkampf, Ausdauer, Waffentrainig, man versucht verzweifelt cool zu wirken und hat daher keinen Pinkfarbenen Superheldendress (welcher Mann trägt schon pink?!) sondern einen coolen Schwarzen, kugelsicheren Kampfanzug. Dieser Anzug wirkt aber wie ein ganz normaler Kampfanzug eines jeden Polizisten oder Paramilitärs. Es kommt kein Superheldengefühl auf. Chris zieht in den Kampf, ist unverwundbar, die Kugeln prallen von ihm ab und er sieht einfach nur aus wie ein normaler Soldat, der die Bösen Buben abknallt.
Die Kulissen sind OK, wirken aber schon sehr nach Fernsehfilm, man riecht das Pappmaschee förmlich.
Der Rest der Handlung ist recht platt, vorhersehbar und soweit unterhaltsam. Das Ende ist offen genug, dass man daraus eine Serie hätte machen können und so wirkt dieser Film letztendlich auch wie ein Pilotfilm zu einer Serie.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Held über Nacht, 8. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zu meiner Rezension: Im Großen & Ganzen kann ich J. Perns Kommentar "Großstadt-)Dschungelkrieger" vom 27. August 2011 weitgehend bestätigen. Einzig allein dieser neue Kampfanzug des Phantoms wirkt wie eine Mischung aus Motorradrennanzug und Entminungsdienst-Spezialanzug. Die Figur des Chris/Kit ist sehr gut gestaltet und von Ryan Carnes ausgeführt. Dass das neue Phantom nicht in so einem violetten Strampelanzug herumlaufen will und auch gegenüber seinem Ausbildner zunehmend einen sehr starken Eigenwillen entwickelt, ist ein schöner Handlungsverlauf, ebenso, dass das Phantom im Nahkampf nicht immer auf Anhieb gleich den gewünschten Erfolg hat. Allerdings hätte man sich beim neuen Kampfanzug des Phantoms durchaus etwas Besseres einfallen lassen können.

Einzig und allein etwas billig und bisweilen platt wirken Isabella Rossellini und die ganzen bösen Verbrechertypen, vor allem jene kopfnickenden Statisten-Kleindarsteller am Konferenztisch in der Verbrecherzentrale. Da ist schauspielerisch auch sehr viel nur leeres Posen dabei.

Völlig unklar und unlogisch ist die plötzliche Entlarvung des Maulwurfs in den eigenen Reihen des Phantoms. Soviel sei hier verraten: Simsalabim wird plötzlich eine gewisse Person als böse entlarvt, die vorher ausgesprochen sympathisch und nett wirkte. Auf das Warum wird aber in der Dramaturgie überhaupt nicht eingegangen: Das ist halt auf einmal so und aus. Punkt.

Die Figur des Vandermaark ist schlüssig. Obwohl ein wenig vorhersehbar, ist seine Figur durchaus logisch, vor allem in Hinblick auf das Finale des Zweiteilers. Dieses offene Ende hätte sehr viel Potential für eine Serie ergeben.

Fazit: Für eine Serie hätte es sehr viel Potential ergeben. Besser als so manche Superheldenverfilmung jüngeren Datums ist dieser Zweiteiler allemal, weil er sich eben nicht nur auf Special Effects und Kampf- & Ausstattungsorgien verlässt.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut gelungenes TV-Event!, 13. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Phantom [Blu-ray] (Blu-ray)
Für einen Fernseh 2teiler ist dieser Film echt gut geworden.Der erste Teil behandelt das Erwachen des Phantoms und sein Trainig. Der 2te Teil legt den Fokus dann auf die Ausschaltung der Bösewichte. Alles immer mit einer gesunden Priese Humor versehen und spannend inszeniert. Ein wenig ärgerlich ist das leicht zu vorhersehende Ende, welches aber auch einen guten Cliffhanger bietet.

Fazit: In mancher Hinsicht besser als so einige Multimillionendollar Blockbuster und definitiv sehr sehenswert. Die Action ist gut plaziert und überzeugend umgesetzt. Falsch machen kann man beim Kauf nichts, aber man sollte daran denken, das hier ist ne Fernsehproduktion.
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3.0 von 5 Sternen Grundsätzlich nicht schlecht..., 29. Juni 2013
Von 
Andreas Lauer "andylauer" (Oestrich-Winkel, Rheingau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Phantom [Blu-ray] (Blu-ray)
Grundsätzlich ist diese TV-Produktion nicht schlecht. Die Vorteile, die eine solche Produktion gegenüber Kinoproduktionen haben kann, hat man hier zu nutzen verstanden und damit die Nachteile einer TV-Produktion gegenüber einer Kinoproduktion ausgeglichen. Man kann aus diesen Unterschieden heraus TV und Kino sicher nicht wirklich vergleichen. Dennoch: Dieser als Pilot gedachte Film ist gewiss nichts Überragendes, aber das ist der Kinofilm mit Zane auch nicht. Beide sind auf ihre Art gut, unterhaltsam, spannend und fesselnd. Einen Nachteil hat diese Verfilmung dennoch, der zumindest alten Phantom-Fans aus Comic-Zeiten störend auffallen muss. Was hatten alle Phantoms seit dem ersten gemeinsam? Richtig! Den Dress. Da wollte sich bei der TV-Produktion irgendjemand künstlerisch hervortun und hat genau das an Phantom verändert, was einen großen Teil des Mythos Phantom ausmacht. Fans wissen, wie ich das meine. Der neue Dress ist mehr als ein vielleicht noch tolerierbares "Facelift" des ursprünglichen Anzugs und schießt somit weit übers Ziel hinaus. Hier wäre etwas Demut angebracht und weniger mehr gewesen. Da bietet der Kino-Vorläufer wesentlich mehr Authentizität und die dem Comic eigene Atmosphäre.
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4.0 von 5 Sternen Eigenwilliger Held, 11. Juni 2014
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Der Parkour-Läufer Chris Moore wird eines Nachts entführt und erfährt, das er von Pflegeeltern großgezogen wurde. Wieder zuhause muss er feststellen, das sein altes Leben für immer vorbei ist. Er folgt seinen Entführern in ein fernen Land und beginnt ein neues Leben.

Einige Zeit später kehrt er zurück in seine Heimatstadt und gefährdet damit gute Freunde.

Die phantastische Geschichte wird spannend erzählt. Dialoge und schlüssige Handlungen feilen wenig an den Profilen der Protagonisten und liefern meist klar zuordbare Charakteren. Überraschende Ereignisse sorgen für Aufmerksamkeit. Gut ausgestattete Szenenbilder verwöhnen das Auge und generieren Atmosphäre. Regie und Schauspieler liefern einen ordentlichen Genrefilm ab.
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5.0 von 5 Sternen Spannend, 17. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Warum wird dieser Film so schlecht bewertet? Klar er ist nicht mit dem alten Phantom zu vergleichen, aber schlecht ist er trotzdem nicht. Ich finde ihn sogar sehr spannend. Es hat sich eben vieles im Lauf der Jahre verändert. Phantom reitet nicht mehr auf einem Pferd und mit einem Wolf, sondern hat eine ganze Organisation zur Verfügung. Ausgestattet mit den modernsten Geräten.
Er ist jetzt nicht mehr nur in Bengalla unterwegs, sondern in der ganzen Welt. Vor allem hat er einen neuen Anzug, der ihn auch schon mal vor Kugeln und anderen Bedrohungen schützt. Jedenfalls besser als der alte Anzug!!

Ich werde mir dieses neue "Phantom" jedenfalls genau so gerne ansehen wie das alte "Phantom".
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pilotfilm zu einer Serie?, 17. August 2011
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Phantom [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Jura Student Chris Moore führt ein ganz normales Leben. Es ist Parkour Traceur und als sein Freund bei einem ihrer Stunt verletzt wird, verliebt er sich in die Sanitäterin, eine ehemalige Schulkollegin. Das Leben könnte so schön sein, wenn da nicht ein paar fiese Verbrecher eines nachts einfach seine Eltern töten würden. Chris Moore erfährt so, dass er nicht ist, wer er immer glaubte zu sein. Er wurde adoptiert! In Wirklichkeit ist er der Sohn des berühmten Phantoms, einem legenderen Superhelden der für Recht und Gerechtigkeit und gegen die Singh Bruderschaft kämpft.
Das Phantom ist eine TV Miniserie des Senders Syfy aus dem Jahr 2010 und basiert auf der Comic-Reihe aus den späten 30er Jahren.
Für einen Fernsehfilm ist er gar nicht schlecht. Andererseits ist nicht schlecht auch nicht wirklich gut. Die ersten 90 min sind soweit OK. Man lernt Chris Moore kennen, ein normaler Student, der sich verliebt und von seinen Eltern gerügt wird, dass er faul ist und mehr lernen sollte. Dann bricht sein Leben zusammen, seine Eltern werden ermordet, er erfährt, wer er wirklich ist und beginnt sein Training als Phantom, und genau hier fängt die Geschichte an schleppend zu werden. Erst einmal die Ausbildung als Phantom, Nahkampf, Ausdauer, Waffentrainig, man versucht verzweifelt cool zu wirken und hat daher keinen Pinkfarbenen Superheldendress (welcher Mann trägt schon pink?!) sondern einen coolen Schwarzen, kugelsicheren Kampfanzug. Dieser Anzug wirkt aber wie ein ganz normaler Kampfanzug eines jeden Polizisten oder Paramilitärs. Es kommt kein Superheldengefühl auf. Chris zieht in den Kampf, ist unverwundbar, die Kugeln prallen von ihm ab und er sieht einfach nur aus wie ein normaler Soldat, der die Bösen Buben abknallt.
Die Kulissen sind OK, wirken aber schon sehr nach Fernsehfilm, man riecht das Pappmaschee förmlich.
Der Rest der Handlung ist recht platt, vorhersehbar und soweit unterhaltsam. Das Ende ist offen genug, dass man daraus eine Serie hätte machen können und so wirkt dieser Film letztendlich auch wie ein Pilotfilm zu einer Serie.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen (Großstadt-)Dschungelkrieger, 27. August 2011
Noch lange bevor so manch heute großer Superheld ersonnen war, gab es bereits 1936 einen, welcher in der - damals noch neuen - Kunstform des Comics herumturnte: "Das Phantom". Lee Falk schuf den, auch oft als "Wandelnder Geist" bezeichneten, Rächer und Beschützer der Entrechteten aus dem Dschungel Bangallas und zeichnete sich für die Storys bis zu seinem Tod 1999 verantwortlich. Berühmtheit erlangten der violette Dress, der Totenkopfsiegelring sowie die beiden Automatikpistolen, welche das Phantom alias Kit Walker gerne einsetzt. Verfilmungen des Stoffes gab es einige, die (vor-)letzte war eine ziemliche Lachnummer aus dem Jahr 1996 mit Billy Zane ("Titanic") in der Hauptrolle - allerdings recht werkgetreu. Die kanadisch-amerikanische Produktion für's Fernsehen im Jahr 2009 geht einen vollkommen anderen Weg: Sie transportiert das Ganze in die Moderne. Die 2-teilige Miniserie wird seit Juli 2011 von |Koch|-Media in Form von Doppel-DVD bzw. einzelner Blu-ray als deutsche Version angeboten.

_Zur Story_

Chris Moore ist ein junger New Yorker Jura-Student, dessen Freizeitvergnügen hauptsächlich daraus besteht der akrobatisch-waghalsigen Straßensportart "Parcours", oder neuerdings auch "Urbanetics" genannt, nachzugehen. Er weiß es zwar nicht sicher, doch irgendwie beschleicht ihn oft das Gefühl, dass er nicht der ist, der er ist. In seinen Träumen wird er von den immer gleichen Bildern heimgesucht, in denen er mit einer ihn bis dato unbekannten Frau zusammen in einem Auto sitzt. Dass es sich dabei um seine leibliche Mutter handelt, die bei einer Verfolgungsjagd ums Leben kam, wird ihm nun durch einen seltsamen Kauz namens Abel Vandermaark auf eher rüde Art verklickert. Der eröffnet ihm auch gleich, dass Chris eigentlich Kit heißt, Kit Walker - benannt nach seinem richtigen Vater, dem 21. "Phantom". Die Moores sind also lediglich seine Pflegeeltern, die den damals 5jährigen, der ob des Traumas unter erheblichen Gedächtnisverlust litt, adoptierten und ihm diese Tatsache bislang verschwiegen.

Vandermaark ist der Repräsentant der technisch und finanziell bestens ausgestatteten sowie global aktiven Bpaa-Thap Organisation und der sieht es als seine heilige Pflicht an Chris/Kit, sprich: das 22. Phantom in der bis jetzt 400jährigen Erbfolge, heim in den Dschungel Bangallas zu holen. Als Kämpfer gegen das Böse und speziell gegen die fiese Singh-Bruderschaft. Der designierte Superheld fällt natürlich aus allen Wolken und mag sein altes Leben nicht so einfach und bedingungslos, wie vom gestrengen Vandermaark verlangt, aufgeben. Zumal jetzt nicht, da er grade eine neue Flamme kennen und lieben gelernt hat. Sanitäterin und Polizistentochter Renny Davidson ist derzeit alles was ihn interessiert - und ein klärendes Gespräch mit seinen Pflegeeltern. Die Bruderschaft hat aber ganz offenbar Wind davon bekommen, dass die Blutlinie der Phantome wohl doch nicht wie angenommen vor rund 19 Jahren ausgelöscht wurde.

Der junge Mann kann den Attentätern knapp entkommen, die soeben seine Adoptiveltern abgeschlachtet haben. Die Singh-Bruderschaft, ein uraltes Syndikat und nebenbei Nachfahren der Piraten, welche schon das allererste Phantom mit Inbrunst bekämpfte, schickt sich gerade wieder einmal an das zu tun, was sie am Besten kann: Unfrieden in der Welt stiften - und dabei kann es keinen neuen lila gewandeten Intimfeind brauchen. Ihnen kommt auch der Friedensapostel Jalil Ben-David überhaupt nicht gelegen, der Israelis und Palästinenser endlich versöhnen möchte. Die Singhs arbeiten an einem teuflischen Plan Menschen mittels Gedankenkontrolle zu steuern. Ein Attentat auf Ben-David soll die Serienreife des Systems demonstrieren - einige Testläufe waren bereits sehr vielversprechend. Davon noch nichts ahnend entscheidet sich Chris/Kit an diesem schicksalsschweren Abend doch in die Fußstapfen seiner Ahnen zu treten und als "Phantom" dem Bösen in den Allerwertesten zu treten.

_Eindrücke_
Wie bereits eingangs erwähnt ist diese TV-Produktion nicht einfach nur ein weiteres Aufwärmen der alten Geschichte - diese würde auch nur in den Dreißiger- und Vierzigerjahren richtig funktionieren. Daniel und Charles Knauf schrieben dem Phantom moderne Zeiten ins Drehbuch, womit allerhand technischen Gimmicks Tür und Tor geöffnet werden. Das rückt ihn ganz nahe in Richtung "Batman", welcher allerdings erst später ersonnen wurde. Davon ab war auch "Phantom" nie ein Held mit speziellen Superkräften, sondern ein sportlich durchtrainierter Rächer. Die Parallelen der beiden Figuren (Trauma als Motivation, Höhle als Operationsbasis etc.) waren schon immer augenfällig und nun mit der neuen High-Tech-Komponente sind sie sich hier ähnlicher denn je. Grade an den ganzen Bhaa-Thap Schnickschnack muss man sich speziell als alter Fan der kultigen original Comicserie erst einmal gewöhnen. Das geht aber erstaunlich gut, wenn man bereit ist sich undogmatisch auf die Neuausrichtung einzulassen.

Das Phantom ist nämlich kein Solist mehr, sondern vielmehr Frontmann einer Organisation von Verbrechensbekämpfern in deren Labors kräftig entwickelt und gewerkelt wird, sodass James Bonds "Q" vor Neid erblassen würde. Prachtstück ist sicherlich der Spezialanzug, der den - Pardon! - stets etwas schwuchtelig wirkenden, violetten Catsuit in Rente schickt. Die humorvolle Begründung dafür, klingt im Film übrigens recht ähnlich. Zwar sieht das Phantom damit jetzt aus wie eine Kreuzung aus "Judge Dredd" und einem der Besucher aus der Achtziger-Fernsehserie "V", doch eröffnen sich mit diesem mehr Möglichkeiten. Überdies hat man weitere kleinere Hommagen ans Original eingebaut, doch das Mystische wurde weitgehend verbannt - ebenso übrigens Kit Walkers treues, weißes Ross. Heutzutage bewegt sich der Held auf der globalen Bühne mittels eines privaten Gulfstream-Jets, er nutzt ganz selbstverständlich Satellitenortung, Mobilfunk und Computernetzwerke wie es weiland schon Kollege Ethan Hawke von "Mission: Impossible" virtuos vormachte.

Die Story ist strukturell sehr stark darauf ausgerichtet eine Art Teaser bzw. Pilotfilm zu sein und somit quasi als Versuchsballon zu dienen, wie ein "Phantom" heutzutage beim Publikum ankommt - vermutlich um eine oder mehrere Staffeln daraus zu schmieden, falls sich das Konzept als erfolgversprechend herausstellen sollte. Das merkt man schon am genreüblichen, teils ausufernd langatmigen, Characterbuilding, es erstreckt sich über einige (wohl ganz bewusst) lose gehaltene Enden bis hin zum obligatorischen Cliff-Hanger am Schluss, an dem - bei entsprechend festgestelltem Bedarf - ohne Probleme nahtlos angeknüpft werden kann. Oder besser: könnte. Denn seit die Miniserie 2009 über den (amerikanischen) Bildschirm flimmerte hat man von einer Fortführung des Projekt nichts weiter gehört. Schade, denn die Inszenierung hat was. Auch wenn so manche Dialoge und Actionsequenzen ziemlich hölzern wirken und teils von Over-Acting gekennzeichnet sind, kann insbesondere Ryan Carnes ("Desperate Housewives" u.a.) als Hauptdarsteller einige Sympathiepunkte verbuchen.

_DVDs und Bonusmaterial_

Die Doppel-DVD gefällt zwar durch ihr, für eine TV-Produktion, durchweg gutes (Breit-)Bild und klarem DD 5.1 Ton, kann aber dafür ausstattungssetig überhaupt nicht begeistern. Bonusmaterial ist nämlich komplette Fehlanzeige - ein Manko, welches sich die DVD-Fassung übrigens mit der Blu-ray teilt. Nicht mal Trailer sind darauf zu finden. Lediglich ein Wendecover hat man seitens |Koch|-Media für nötig befunden, damit man das endhässliche FSK-Logo verschwinden lassen kann - immerhin etwas. Apropos FSK: Die 12er Einstufung ist recht optimistisch gewählt, durch manche doch blutige und/oder für Jugendliche vermutlich verstörende Szene wäre eine Freigabe ab 16 durchaus gerechtfertigt gewesen.

_Fazit_

Einiges hat man vom berühmten Original in die moderne Fassung herüber gerettet und ein wenig angepasst, anderes fiel dafür komplett flach. Wenn man bereit ist sich auf die Neuerungen einzulassen, macht die Produktion einen guten Eindruck und hätte es durchaus verdient in Serie zu gehen. Offenbar sahen die Zuschauer im angloamerikanischen Raum dies bedauerlicherweise wohl nicht so. Das deutsche Publikum hatte ohnehin erst kürzlich Gelegenheit das neue "Phantom" (auf RTL 2) erstmals kennen zu lernen, wobei auch zu bezweifeln steht, dass dies die Produzenten - selbst bei entsprechender Quote - eventuell doch noch zu einer Fortführung beflügelt. Somit wird es, bei allem vorhandenen Potenzial, wohl bei diesem recht ordentlich inszenierten One-Shot bleiben. Die DVD bleibt, was Bonusmaterial und Sonderfeatures angeht, allerdings leider weit hinter den Möglichkeiten zurück.

Jürgen Pern - VideoZone Redaktion
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Welt hat (k)einen neuen Helden, 13. Oktober 2011
Hier ist der Ort, an dem man eigentlich seine Kritik abgeben sollte, aber ich werde das nicht tun. Ich bin einfach nicht mehr bereit, mir so einen Dreck anzutun. Es waren, wie ich es erwartet hatte, zwei Stunden meines Lebens, die ich nie zurück bekommen werde. Zwei Stunden, die unerträglich waren. Die Verfilmung mit Billy Zane (1996) hatte die Comic-Vorlage sehr gut eingefangen. Es waren alle wesentlichen Elemente aus den Phantom-Comics vorhanden und auch optisch konnte Zane die Phantom-Figur überzeugend darstellen. Und jetzt das: Schrott auf der ganzen Linie. Geht's noch !!!!!! Normale Menschen wie wir haben Gott sei dank dafür gesorgt, dass dieser Mist so schnell wie möglich wieder in der Versenkung verschwindet. Was der Sender uns da vorgesetzt hatte, war der letzte Dreck. Ihr könnt jetzt meckern oder nicht, aber das ist meine Meinung:

Selbst wenn die Skripts der Hammer wären, und die Darsteller überzeugend wirken würden (Wie das gehen soll, weiß ich nich) werde ich den Machern der Serie nie verzeihen, das sie alles rausgenommen haben, was das Phantom ausmacht und auch noch diesen ekelhaften Anzug ins Rennen geschickt haben, Niemals. Bei dem neuen Kostüm kriegt man wirklich Augenkrebs; das kannste höchstens als Schutzanzug der Bombenentschärfungstruppe andrehen!!!! Mir ist meine Zeit mittlerweile auch viel zu knapp, lieb und teuer, als dass ich sie mit absehbarem Schrott wie diesem in Zukunft verbringe. Dieser Schwachsinn war genau wie die neue Knight Rider Serie 2009: ÜBERFLÜSSIG !!!! Da hat es mir nach dem Pilotfilm auf RTL schon damals gereicht und ich hab nach 15 Minuten abgeschaltet.

Neuauflagen gehen zu 90% wegen genau diesen besagten Problemen in die Hose, nur die wenigstens schaffen den Absprung, dazu gehört dieses "Lila Persaprinzchen" nicht. Note 6, durchgefallen !!!! Lee Falk würde sich im Grabe umdrehen, schämen sollten die sich, ehrlich!
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