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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen (Und noch ein) Schwarzer Sabbat, 6. Juni 2012
Von 
Democrit JR "democritjr" (Unterwegs) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Totem (Audio CD)
Der dritte Streich von Jex Thoth nach dem bisher einzigen, gleichnamigen Longplayer und der 3-track EP "Witness" ist ebenfalls wieder eine EP mit einer Laufzeit von knapp 21 Minuten. Gut 9 Minuten davon nimmt der letzte Track "Tauti" ein und ist stilistisch repräsentativ für das, wofür Jex Thoth auf "Totem" stehen: tonnenschwerer, psychedelischer Doom. Die 3 Songs sind also musikalisch definitiv kein Stilbruch gegenüber den beiden vorausgegangenen Werken, allerdings erinnert "Totem" bei aller Eigenständigkeit noch deutlich mehr an die Frühwerke von Black Sabbath und stellt im Vergleich viel eher ein Bekenntnis zum bleischweren Doom Metal dar als etwa zu dem luftigeren 70er Rock, den Jex Thoth auf den beiden Vorgängern (ebenfalls) noch zelebrierten.

Einziger Kritikpunkt ist die kompositorische Qualität der 3 Songs, die m.E. nicht ganz die Güte der Songs auf dem Debüt oder auf "Witness" erreicht. Dies lässt sich gerade an dem 9-minütigen "Tauti" festmachen. Da wabert der Fuzz Bass was das Zeug hält, legt mit dem schleppenden Schlagzeug ein zugleich weiches wie zähes Fundament zu dem die Gitarre dann weniger durch rhytmische Akzente oder harmonische Farbtupfer als vielmehr durch fragile solistische Improvisationen beiträgt. Die Orgel, obgleich im Gesamtmix relativ im Vordergrund, trägt eher zur Atmosphäre grundsätzlich bei, nimmt der metallischen Grundstimmung so etwas die Schwere, prägt sich jedoch auch nicht wirklich durch erinnerungswürdige Melodien ein. Im Grunde fehlt es allen drei Songs an Alleinstellungsmerkmalen, die die Kompositionen innerhalb des Bandkatalogs hervorstechen ließen. So klingt "Totem" fast wie aus einem Guß und lässt für eine Seance von rund 20 Minuten zwar problemlos die gewünschte Grundstimmung aufkommen, lässt aber kompositorisch auch ein wenig den Fokus vermissen. Einmal mehr ist "Tauti" ein Paradebeispiel hierfür: gut das letzte Drittel des Songs ist lediglich ein improvisiert anmutendes, psychedelisches Gegniedel, bei dem es vielmehr um pure Stimmung geht als um Songdienlichkeit.

Wer damit leben kann und bereits die beiden Vorgänger mochte, der wird "Totem" wahrscheinlich auch mögen. Wer allen Vorlieben für zeitgenössische Bands wie Blood Ceremony, Ghost oder Sabbath Assembly sowie 70er Jahre Okkult-Rock á la Black Widow oder Black Sabbath zum Trotz gesteigerten Wert auf Originalität legt und für den Authentizität allein noch kein Ersatz für zündende Ideen ist, die eine Komposition über den Durchschnitt heben, der sollte sich vielleicht sicherheitshalber erst einmal selbst einen Höreindruck verschaffen. (*** = nicht schlecht)
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Totem
Totem von Jex Thoth (Audio CD - 2011)
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