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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Blutmatsche spritzt hoch bis zu den Burgzinnen.
SPOILER VORAUS.
Ein mitunter sehr spannendes und keineswegs dummes Ritter-Spektakel, allerdings nur für in Sachen Gewaltdarstellungen fortgeschritten Hartgesottene. Erstaunlich, was heute mit FSK 16 durchgewunken wird - in "Ironclad" werden Oberkörper der Länge nach gespalten, Gliedmaßen und Zungen tranchiert, Därme aus aufgeschnittenen...
Vor 22 Monaten von Gregson veröffentlicht

versus
91 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen BLURAY REZENSION - Mittelalterliche Schlachteplatte ohne Anspruch auf historische Genauigkeit
Bevor mich einige hier verdammen - meine Rezension ist der englischen Ausgabe der Bluray entlehnt. Bis auf die Tonspur gehe nicht davon aus, dass die deutsche Bluray in technischen Dingen wesentliche Änderungen parat halten wird...Mit vielleicht einer Ausnahme, zu der ich noch kommen werde...

Zum Film: Ironclad beruht auf der wahren Geschichte der...
Veröffentlicht am 22. Juli 2011 von EHZ


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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Blutmatsche spritzt hoch bis zu den Burgzinnen., 31. Oktober 2012
Von 
Gregson "eurozentrisch" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
SPOILER VORAUS.
Ein mitunter sehr spannendes und keineswegs dummes Ritter-Spektakel, allerdings nur für in Sachen Gewaltdarstellungen fortgeschritten Hartgesottene. Erstaunlich, was heute mit FSK 16 durchgewunken wird - in "Ironclad" werden Oberkörper der Länge nach gespalten, Gliedmaßen und Zungen tranchiert, Därme aus aufgeschnittenen Wänsten drängen ans fahle Tageslicht, die CGI-Blutmatsche spritzt hoch bis zu den Burgzinnen, heißes Pech auf Söldner-Köpfe, solange der Vorrat reicht, Hausschweine brennen und Burg-Hühner legen unter Katapultbeschuss ihr letztes Ei.
Mitten im Kampfgetümmel ein desillusionierter Templer (James Purefoy), den die Kreuzzugserfahrungen ausgebrannt, aber keineswegs kampfunfähig gemacht haben, nun umgeben vom recht typischen Kampfgefährten-Personal: Der Zwielichtige, der grobe Gauner mit dem guten Herzen, der flinke Bogenschütze, das Kraftpaket, der Novize (hier ein beherzter Schildknappe), usw. - Glorreiche Sieben des 13. Jahrhunderts, die mit Kettenhemd, massig Dreck im Gesicht und dem Mut der Verzweiflung, eine normannische Burg verteidigen. Gegen einen ebenso verzweifelten und noch etwas mehr gewalttätigen englischen König (Paul Giamatti), der seine erzwungene Unterschrift unter der Magna Carta mit dem Schwert ausradieren will und sich dabei von einem dänischen Söldnerheer unterstützen lässt, dessen Führer er zu alledem erpresst.
Pluspunkte von "Ironclad" sind die authentisch erscheinende mittelalterliche Optik, der Verzicht auf Pathos, Drachen-Fantasy und rührselige Rittersmann-Romantik nach dem Wunschbild spätpubertärer Mittelalter-Verklärer, die verheerenden, letztlich aber realistischen Schlagabtausche zwischen Burgverteidigern und Burgstürmern, die unsentimentale Burgfräulein-Performance von Kate Mara und das Wiedersehen mit "König Buliwyf" aus "Der 13. Krieger" (sprich: Vladimir Kulich, der hier, als dänischer Recke, für ein Déjà-vu sorgt).
Paul Giamattis dezent psychopathische King-John-Performance ist aber wohl das Hervorstechendste von "Ironclad". In Wort und blutiger Tat bekennt er sich, obwohl ein eigentlich - was durchschimmert - sensibler Zeitgenosse, zum kompromisslosen Programm totalitärer Herrschaft: Abschreckendes Vorgehen gegen jeden Widersacher, um den eigenen Machtanspruch zu wahren.
Ein sehr guter Ritterfilm, der für mich nur knapp an der Höchstbewertung vorbeischrammt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unverbrauchter Teil der Geschichte, 26. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Ironclad - Bis zum letzten Krieger (DVD)
Nachdem wir aus der Filmwelt ständige Remakes bzw. Ableger aus der Zeit von Richard Löwenherz gewöhnt sind, tut es gut, daß dieser Film endlich mal zu einem Zeitpunkt spielt, wo besagter Löwenherz bereits etliche Jahre unter der Erde ist und sein Bruder König John I (ja, es ist jener Prinz John aus den unzähligen Robin-Hood-Verfilmungen) das Land regiert.
Allerdings darf sich dieser mittelgroße (25 Mill-Budget) Film nicht rühmen, diesen Weg als Erster gegangen zu sein, denn er hängt sich an der Erfolg von Ridley Scotts "Robin Hood" Remake an, welches im Gegensatz zu den früheren Verfilmung mit dem Tod Richards beginnt und mit dem Zwang zur Magna Carta endete.
Und hier setzt jetzt "Ironclad 1" an, der kurz nach Unterzeichnung dieses Dokuments spielt.

Stilistisch hat er sowohl mit dem teureren Ridley-Scott-Film, als auch vor allem mit dem ähnlich gelungenen "Centurion" (von Neill Marshall) große Gemeinsamkeiten. Mit Letzterem, obwohl in einer ganz anderen Epoche spielend, teilt er sogar weitgehend den Inhalt, denn wie "Centurion" zeigt auch "Ironclad" eine Gruppe rauher Kämpfer, die in einer verzweifelten Auseinandersetzung dezimiert werden.

Erfreulich ist dabei, daß eben diese Auseinandersetzung nicht eine Begebenheit ist, die schon mal verfilmt wurde.
Bedauerlich ist jedoch, daß man sich leider nicht vom üblichen Filmklischee löst, daß bei so einer Gruppe nahezu alle wackeren Männer nach und nach getötet werden. Dies hinterläßt einen gewissen säuerlichen Beigeschmack, weil man das Schema einfach zu oft gesehen hat. Man fragt sich auch, was denn der Sinn eines solchen Filmes ist, wenn der erbitterte Kampf doch auch geführt wurde, damit die tüchtigen Leute am Leben bleiben. Ein Hauptziel wurde also verfehlt, und der militärische Wert der ganzen Aktion hält sich zudem in Grenzen...

Erfrischend ist jedoch immer wieder, wenn so ein Historienfilm realistisch (schmutzig/derb), spannend und blutig zu Werke geht, denn das ist so extrem selten geworden in einer Zeit, wo mehr jugendfreundliche Comic-Superhelden-Filme als dramatische Sachen gedreht werden.
Hauptsächlich also deswegen freut man sich so über den Film, daß es 5 Sterne gibt. Alles paßt, wie schon bei "Centurion": Härte, Typen, Kostüme, Kulissen, Darstellerqualität, Dialoge (einfach, aber brauchbar), historischer Kontext.

Zu den kleineren historischen Fehlern gehört allerdings das Aussehen von König John. Wenn man sich die historischen Bilder ansieht, so hatte er ein schmales Gesicht und eine lange, schmale, aristokratische Nase. Stattdessen präsentiert man uns einen gut spielenden Darsteller, der breite Hamsterbacken und eine dicke Schweinsnase hat, also dem historischen John gar nicht ähnlich sieht. Wer sehen will, wie John ungefähr aussah, soll sich "Ivanhoe" (1952) ansehen. Guy Rolfe in dieser Rolle entspricht am ehesten dem damaligen König.

Was das Sehvergnügen noch mehr trübt, ist die heute so nervig verbreitet wackelige Kameraführung. Zwar gibt es auch sehr viele gut fotographierte Momente, aber leider fuhrwerkt man in den Kampfszenen zu hektisch herum. Welch ein Genuß wären diese gewesen, wenn gerade und ganz besonders da mit starrer, ruhiger Kamera gearbeitet worden wäre...

Dies besser zu machen hat Teil 2 ja die Chance, denn er wird bald fertiggestellt. Ich freue mich drauf.
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91 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen BLURAY REZENSION - Mittelalterliche Schlachteplatte ohne Anspruch auf historische Genauigkeit, 22. Juli 2011
Bevor mich einige hier verdammen - meine Rezension ist der englischen Ausgabe der Bluray entlehnt. Bis auf die Tonspur gehe nicht davon aus, dass die deutsche Bluray in technischen Dingen wesentliche Änderungen parat halten wird...Mit vielleicht einer Ausnahme, zu der ich noch kommen werde...

Zum Film: Ironclad beruht auf der wahren Geschichte der Belagerung von Rochester Castle im Jahr 1215 durch King John, nachdem der gezwungen war, die Magna Charta zu unterzeichnen. Rochester Castle hatte sich vormals im Besitz des Königs befunden, er musste es jedoch an den Erzbischoff von Canterbury abtreten.

Soviel zur Historie - als Steilvorlage für einen gelungenen mittelalterlichen Ritterfilm wirklich brauchbar. Was der Film daraus macht, ist für mich leider zu wenig.

Ob einem der Film glaubhaft erscheint, hängt für mich nicht unbedingt davon ab, wie historisch genau er ist - das ist er nämlich nur mit sehr (!) starken Abstrichen. Ob er als Geschichte funktioniert, hat wesentlich damit zu tun, ob man es der im Film dargestellten geringen Anzahl von Kämpfern tatsächlich zutraut, der Belagerung einer guten Anzahl von Tausend über mehrere Monate standzuhalten. Und da hatte zumindest ich so meine Probleme...

In der Realität hielten da wesentlich mehr der Belagerung stand, als die im Film gerade mal zwanzig (?) vorhandenen Streiter. Die zu Beginn des Filmes eingesammelten Hauptpersonen (so ein wenig die Glorreichen Sieben) wissen leider nicht wirklich zu überzeugen, da relativ schnell klar wird, dass hier nach dem üblichen Strickmuster der "zehn kleinen Negerlein" verfahren wird - der Verbleib einiger ist nicht wirklich von Interesse. Einzig John Purefoy als strauchelnder Kreuzritter weiss zu überzeugen, obgleich die ihm angehängte Beziehung zur Gattin des Burgherren seltsam aufgesetzt wirkt - bei mir wollte der Funke einfach nicht überspringen. Paul Giamatti als King John wie auch Brain Cox bestechen durch präzises Overacting - der dänische Krieger stattlicher Grösse ist manchem vielleicht noch aus dem "13. Krieger" in Erinnerung.

Und auch wenn nun einige Elemente der Geschichte wirklich den historischen Ereignissen entsprechen, ohne dass sie einem als logisch erscheinen (Warum z. B. die Unterminierung der Feste, wenn das Schloss behalten werden soll, um den Süden abzusichern?), so weiss der Film immerhin diejenigen zu unterhalten, die einfach nur eine mittelalterliche Schlachteplatte erwarten. Dass die englische Altersfreigabe von 15 der deutschen ab 16 entsprechen wird, erachte ich angesichts umherfliegender Körperteile und einiger sehr gespaltener Persönlichkeiten für einen Scherz. Die Angabe von 120 Minuten als Lauflänge für die deutsche Fassung von amazon ist übrigens schlichtweg irreführend weil falsch. Sowohl englisches als auch deutsches Bluray-Cover geben die Lauflänge mit 121 Minuten an - auch die deutsche Version ist also uncut!

Zum Bild: Gehobener Durchschnitt, gelegentlich Bildrauschen und Stufenbildung. Gute bis sehr gute Schärfe - bei einigen Nebel-Szenen und Wechseln von Hell zu Dunkel hatte mein Equipment (?) allerdings Probleme. Der englische Originalton ist druckvoll, wie der deutsche ausfällt, bleibt ebenfalls abzuwarten. Der Soundtrack von Lorne Balfe aus der Hans Zimmer-Schmiede ist vortrefflich!!!

Effekte: Blut, Blut, Blut...und etwas CGI - Kulissen? Leider manchmal als solche zu erkennen...Solide!

Bonus: Fragen und Antworten an Cast und Crew, hier bekommt man wenigstens eine Ahnung der Intention des Films.

Fazit: Wer keine zu hohen Ansprüche an Storytelling und historische Genauigkeit stellt, der wird gut unterhalten. Ich hätte mir ein differenzierteres Drehbuch gewünscht. Manches wirkt leider zu grobmaschig zusammengestrickt, auch leidet man nicht wirklich mit den Protagonisten mit. Die explizite Darstellung von Gewalt (keinesfalls Sex!!!) wird sowohl der englischen wie auch der deutschen Altersfreigabe zu keinem Zeitpunkt gerecht. Wer es härter mag, den wird das allerdings nicht stören...

Sagen Sie nicht, sie wären nicht gewarnt...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen UK BLURAY REZENSION - Mittelalterliche Schlachteplatte ohne Anspruch auf historische Genauigkeit, 17. Juli 2011
Vorab - da die deutsche Bluray erst für Oktober angekündigt ist, liegt auf vorliegender englischer Bluray nur der Originalton in 5.1 vor - also keine deutsche Tonspur!

Zum Film: Ironclad beruht auf der wahren Geschichte der Belagerung von Rochester Castle im Jahr 1215 durch King John, nachdem der gezwungen war, die Magna Charta zu unterzeichnen. Rochester Castle hatte sich vormals im Besitz des Königs befunden, er musste es jedoch an den Erzbischoff von Canterbury abtreten.

Soviel zur Historie - als Steilvorlage für einen gelungenen mittelalterlichen Ritterfilm wirklich brauchbar. Was der Film daraus macht, ist für mich leider zu wenig.

Ob einem der Film glaubhaft erscheint, hängt für mich nicht unbedingt davon ab, wie historisch genau er ist - das ist er nämlich nur mit sehr (!) starken Abstrichen. Ob er als Geschichte funktioniert, hat wesentlich damit zu tun, ob man es der im Film dargestellten geringen Anzahl von Kämpfern tatsächlich zutraut, der Belagerung einer guten Anzahl von Tausend über mehrere Monate standzuhalten. Und da hatte zumindest ich so meine Probleme...

In der Realität hielten da wesentlich mehr der Belagerung stand, als die im Film gerade mal zwanzig (?) vorhandenen Streiter. Die zu Beginn des Filmes eingesammelten Hauptpersonen (so ein wenig die Glorreichen Sieben) wissen leider nicht wirklich zu überzeugen, da relativ schnell klar wird, dass hier nach dem üblichen Strickmuster der "zehn kleinen Negerlein" verfahren wird - der Verbleib einiger ist nicht wirklich von Interesse. Einzig John Purefoy als strauchelnder Kreuzritter weiss zu überzeugen, obgleich die ihm angehängte Beziehung zur Gattin des Burgherren seltsam aufgesetzt wirkt - bei mir wollte der Funke einfach nicht überspringen. Paul Giamatti als King John wie auch Brain Cox bestechen durch präzises Overacting - der dänische Krieger stattlicher Grösse ist manchem vielleicht noch aus dem "13. Krieger" in Erinnerung.

Und auch wenn nun einige Elemente der Geschichte wirklich den historischen Ereignissen entsprechen, ohne dass sie einem als logisch erscheinen (Warum z. B. die Unterminierung der Feste, wenn das Schloss behalten werden soll, um den Süden abzusichern?), so weiss der Film immerhin diejenigen zu unterhalten, die einfach nur eine mittelalterliche Schlachteplatte erwarten. Die englische Altersfreigabe von 15 wird sicherlich nicht der deutschen entsprechen (Beispiel Centurion) - angesichts umherfliegender Körperteile und einiger sehr gespaltener Persönlichkeiten, halte ich eine Freigabe ab 18 für sinnvoller weil zutreffender.

Zum Bild: Gehobener Durchschnitt, gelegentliches Bildrauschen und Stufenbildung. Gute bis sehr gute Schärfe - bei einigen Nebel-Szenen und Wechseln von Hell zu Dunkel hatte mein Equipment (?) allerdings Probleme. Der Ton war druckvoll - der Soundtrack von Lorne Balfe aus der Hans Zimmer-Schmiede vortrefflich!!!

Effekte: Blut, Blut, Blut...und etwas CGI - Kulissen? Leider manchmal als solche zu erkennen...Solide!

Bonus: Fragen und Antworten an Cast und Crew, hier bekommt man wenigstens eine Ahnung der Intention des Films.

Fazit: Wer keine zu hohen Ansprüche an Storytelling und historische Genauigkeit stellt, der wird gut unterhalten. Ich hätte mir ein differenzierteres Drehbuch gewünscht. Manches wirkt leider zu grobmaschig zusammengestrickt, auch leidet man nicht wirklich mit den Protagonisten mit. Die explizite Darstellung von Gewalt (keinesfalls Sex!!!) wird der englischen Altersfreigabe zu keinem Zeitpunkt gerecht.

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26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Jeder Tod birgt einen Sinn...", 24. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Ironclad - Bis zum letzten Krieger (DVD)
Das sind die Worte, die der Tempelritter Thomas Marshal(James Purefoy), einem sterbenden Abt zukommen lässt. Wenn das stimmt, dann hat Regisseur Jonathan English mit -Ironclad- einen sinnvollen Film geschaffen, denn: Tote gibt es reichlich in Englishs mittelalterlichem Schlachtenepos.

Britannien im Jahr 1215. King John(Paul Giamatti) wurde vom rebellierenden Adel gezwungen die Magna Charta zu unterzeichnen. Damit glauben die Lords, den König in der Hand zu haben. Doch John schert sich nicht um Worte auf Papier. Er heuert ein dänisches Söldnerheer unter Führung des Hauptmann Tiberius(Vladimir Kulich)an und tötet jeden, der die Charta unterstützt. Als Baron Albany(Brian Cox) das mitbekommt, will er die wichtige Festung Rochester besetzen, um John und seinen Söldnern den Weg ins Innere der Insel zu verstellen. Zusammen mit dem Tempelritter Thomas Marshal und einigen Getreuen nimmt er Rochester ein. Es dauert nicht lange, bis John vor den Toren der Festung steht. Marshal und Albany haben zwanzig Kämpfer an ihrer Seite, King John ein Tausendköpfiges Heer. Der Kampf scheint aussichtslos, aber das ist genau die Art von Kampf, auf die Thomas Marshal spezialisiert ist...

Mit 25 Millionen Euro Budget ist die amerikanisch/britische Produktion irgendwo zwischen Independent und reichhaltiger Ausstattung angesiedelt. Jonathan English hat das Geld gut genutzt. Hervorragende Schauplätze mit einer Menge Authentizität und ein Lokalkolorit der stimmt, sind positiv zu erwähnen. Weiterhin hat English drei Trumpfkarten engagiert. Das Rauhbein Brian Cox, der für mich das "praktizierende, filmische Mittelalter" darstellt, den unglaublich charismatischen James Purefoy, als Thomas Marshal, und natürlich Paul Giamatti, der den fiesen John par excellence gibt. Insofern gibt es da nichts zu meckern. Fragt man sich nur, wieso gibt der Thomas dann nur drei Sterne für den Film her?

Die Antwort ist ziemlich einfach. Mir blieb bis zum Ende schleierhaft, was English mit seiner drastischen Darstellung von Gewalt bewirken wollte. Ein Teil der Kampfszenen, die im übrigen sehr gut gelungen sind, erinnern in ihren Auswirkungen eher an einen Zombie-Film, als an eine Rittersage. Wenn Körper mit Schwertern zerteilt werden und Füsse und Hände auf dem Hackklotz landen, dann mag das eklig und schockierend sein, die Botschaft dieser Bilder allein erschließt sich mir nicht. Diesbezüglich wäre bei -Ironclad- weniger sicher mehr gewesen.

-Ironclad- verliert sich an einigen Stellen in ausdrucksloser Gewalt. Dann wieder besticht der Film durch wirklich gute Inhalte. Ich bin mir ganz sicher: Um eine Viertelstunde gekürzt, mit ein paar abgeschlagenen Körperteilen weniger und einer Spur mehr Fingerspitzengefühl, wäre das ein richtig guter Film geworden. Jedenfalls einer, der von mir mehr als drei Sterne erhalten hätte.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ironclad - spannend, blutig, hart, 17. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ironclad - Bis zum letzten Krieger (DVD)
Zum Inhalt: Im England des Jahres 1205 zwingt der aus einem Bürgerkrieg siegreich hervorgegangene Adel den unterlegenen König John, eine neue Verfassung namens Magna Carta zu unterzeichnen. Der tyrannische König sinnt jedoch auf Rache und holt heimlich ausländische Truppen ins Land, um mit ihnen einen Rachefeldzug gegen den geschwächten Feind zu beginnen. Auf der strategisch wichtigen Festung Rochester verbarrikadiert sich ein winziges Häuflein von Adeligen, Wächtern und der von den Kreuzzügen desillusioniert zurückgekehrte Tempelritter Marshall (James Purefoy), um der herannahenden riesigen Übermacht Widerstand bis zum letzten Mann zu leisten. Für England und Gott - gegen den König!

Man kann nur sagen, dass dieser historische Actionfilm unglaublich spannend ist, sehr hart, blutig, dramatisch und mit vielen Kampfszenen ausgestattet, die das Grauen und die Brutalität von Kriegen sehr authentisch und schonungslos zeigen. Wer Ritterromantik sucht, ist hier fehl am Platz. Blut spritzt literweise, es wird gefoltert, getötet und verstümmelt, während die Truppen des Königs die Festung attackieren. Die einzelnen Charaktere sind dabei bestens besetzt und besonders James Purefoy bietet als innerlich zerrissener Templer eine gelungene Darbietung. Man leidet mit, ist gefesselt von der Wucht der Bilder und hofft, dass die in der Burg für viele Tage Eingeschlossenen durchhalten mögen. Die Annäherung der schönen Burglady an den von den schweren Kämpfen und in seinem Glauben schwer erschütterten Templer ist dabei ein interessanter und tiefgründiger Nebenschauplatz ...
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das dreckige Dutzend im dreckigen Mittelalter, 27. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Ironclad - Bis zum letzten Krieger (DVD)
Prinz John hatte schon immer ein Imageproblem, dutzende Male wurde er vor allem in diversen Robin Hood Filmen veralbert oder dämonisiert und meist als ziegenbärtiger Finsterling in Strumpfhosen dargestellt. Auch zu Lebzeiten war seine Reputation nicht die beste, und so könnte man beinahe Mitleid mit diesem Bösewicht vom Dienst haben - aber eben nur beinahe, denn wenn ein schauspielerisches Schwergewicht wie Paul Giamatti diese Rolle übernimmt, kommt eine Figur dabei heraus, die man als sehr realistisch - und auch als wirklich grundböse - empfindet. Dieser kurzgewachsene, mollige und lockenköpfige Despot ist in seinem manischen Allmachtswahn so unheimlich präsent, dass diese Schauspielleistung alle anderen Rollen in den Schatten stellt.
Ebendieser Monarch - nach dem Tod seines Bruders Richard eben nicht mehr Prinz, sondern nunmehr König - übertreibt es mit seinem Machtanspruch und wird von seinen Untertanen dazu gezwungen, die Magna Charta zu unterschreiben, die die Rolle des Königs verfassungsrechtlich beschränkt.
Doch ein Bösewicht wäre kein Bösewicht, wenn er nun klein beigeben würde - im Gegenteil, John ruft finstere dänische Söldner ins Land, mit deren Hilfe er alle rebellischen Adeligen erledigen will. Auf seinem Feldzug muss er die kleine Burg Rochester passieren, einen strategisch wichtigen Knotenpunkt. Um der Rebellion einen Zeitaufschub zu gewähren, besetzten der Baron William de Albany und der Tempelritter John Marshall diese Burg. Dazu rekrutieren sie ein verlorenes Häuflein aus Strauchdieben, Söldnern und Ausgestoßenen, die sich diesem beinahe aussichtslosen Kampf anschließen. Diese knapp zwanzig Mann leisten gegen eine erdrückende Übermacht monatelangen Widerstand, mit einer stetig schwindenden Hoffnung, das irgendwann einmal Rettung naht. Nach und nach werden die Verteidiger in immer brutaleren Gefechten aufgerieben, bis sich die wenigen Überlebenden im Turm der Burg zu einem letzten Kampf stellen.
Dieser Plot ist sehr locker an tatsächliche historische Begebenheiten geknüpft, die wie in fast allen Historienfilmen allerdings sehr frei interpretiert bzw. schlichtweg gefälscht werden. Glaubwürdig ist aber die Darstellung der damaligen Epoche und gerade die Tatsache, dass man dieser Produktion das vergleichsweise schmale Budget anmerkt, wirkt sich hier sehr positiv aus. Hier werden viele Kampfszenen eben nicht unter der Last bombastischer Special Effects erdrückt, hier sind die Kämpfe ein unglamouröses, dreckiges Gemetzel, dass in all seinen hässlichen Details gezeigt wird. Einige dieser Szenen sind das Brutalste, was ich im Mainstream-Kino bisher gesehen habe, sie werden allerdings dankenswerterweise nicht wie in 300 oder ähnlichen Machwerken ästhetisiert und unnötig choreographiert, dieser kleine Film ist in allen Facetten ruppig und direkt, eine adäquate Darstellung eines dreckigen Zeitalters. Hier werden keine Lorbeerkränze geflochten, hier erklingen keine Fanfaren, hier ist das Töten und Sterben eine einsame, schmutzige Angelegenheit ohne Heldentum. Die Protagonisten sind die Produkte ihrer Zeit, gefangen in den engen Vorstellungswelten ihrer jeweiligen Gesellschaftsklasse, unterdrückt von rigiden religiösen und sozialen Vorschriften.
Neben dem umwerfenden Paul Giamatti kann man auch in weiteren Rollen gute Leistungen bewundern, James Purefoy ist ohnehin ein häufig unterbewerteter Schauspieler, aber auch der unverwüstliche Brian Cox - eine schauspielerische Rampensau par excellence - und der Shakespeare-Mime Derek Jacobi zeigen hier ihre Qualitäten. Ohnehin weisst dieser kleine Film eine erstaunliche Anzahl renommierter Charakterdarsteller auf, darunter Namen wie Charles Dance und Jason Flemyng.
Ironclad ist ein moderner, harter und düsterer Historienfilm, der aufgrund seines schmalen Budgets und seiner Brutalität nie ein großes Publikum finden wird, der aber in seiner rauen, beinahe primitiven Gradlinigkeit überzeugender ist als manche Großproduktion. Und Paul Giamatti schaut mein einfach gerne zu, der Mann ist derzeit einer der besten amerikanischen Schauspieler, ein Allerweltstyp mit einer ungeheuren Palette an Darstellungsmöglichkeiten.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der perfekte Film zum Sixpack - Fulci grüßt, 27. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Ironclad - Bis zum letzten Krieger (DVD)
IRONCLAD ist weder historisch genau, noch wirklich aufwendig und mit großem Budget in Szene gesetzt. Auch ist die schauspielerische Leistung ein bischen im Rost der Kettenhemden untergegangen. Die Handlungsszenen, gerade die kleine Romanze mit dem Burgfräulein, sind eher schleppend und lieblos inszeniert. Selbst nach Monaten ohne Essen, belagert von Feinden, sitzt die lange Haarpracht des Fräuleins wie am ersten Tag - auch muss sich niemand rasieren. Zeit ist im Film manchmal etwas rätselhaftes. Auch ist der Film gefühlt ein paar Minuten zu langatmig. Eines muss man ihm allerdings lassen: Er schickt BRAVEHART in den Kindergarten. Zumindest was die Action angeht - dann da hat IRONCLAD den Begriff Blutwurst quasi neu definiert. Die Actionszenen sind zahlreich, spannend und gut choreografiert: Hier wird gesplattert, was der Körper hergibt. Das ist schon fast Gore. Der Name Lucio Fulci schwebt im Raum. Hier sorgen Langschwerter für tiefe, tiefe Wunden - die auch vom MakeUp her wirklich gut gemacht sind: Auf den Einsatz von CGI hat man hier meist verzichtet und die gute alte Handarbeit wirken lassen. Was RAMBO IV für die Darstellung großkalibriger Waffen ist, ist IRONCLAD für das Langschwert. Es blieb kein Auge trocken. Wie das FSK 16 UNCUT bleiben konnte (Steinschleuder!) kann man nur mit der Abwesenheit des Gremiums erklären. Die Handlung und die Nicht-Actionszenen kranken etwas an einer gelangweilten Regie und dem Budget; scheinbar wollte man eh nur Kämpfe inszenieren - aber die sorgen dann auch für Spannung und ein gewisses Holladriho! beim Publikum. Der perfekte Film zum Sixpack.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich weiß nicht, 11. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir die Steelbook Blu-ray Limited Edition für zugegeben kleines Geld gekauft, von daher bewerte ich in gewisser Weise auch das Preis- Leistungsverhältnis.

Fangen wir mit dem Steelbook an. Das man das FSK-Logo abziehen kann, ist lobenswert, bei Editionen erwarte ich das aber auch als Standard. Den Blu-ray Balken und Werbetext finde ich dagegen auf einem Steelbook und dann auch noch als Limited Edition recht unpassend. Das kann man anders lösen.

Schlimmer finde ich da schon den Vergleich des Textes zu Braveheart. Da kommt dieser Film in meinen Augen bei weitem nicht ran. Das liegt zum einem daran, dass die Schauspieler und die Charaktere es nicht schaffen mich mitzunehmen. So sehr man sich bei Braveheart wünscht an der Seite von William Wallace mit zu kämpfen und den ganzen Film über mitfiebert und mitleidet, so wenig mag man es hier tun.

Atemlos, wie angekündigt, ist dieser Film sicher nicht. Vieles ist konstruiert und vorhersehbar, die "glorreichen Sieben" fallen einer nach dem anderen und so wirklich mag man um keinen trauern. Manchmal wundert man sich nur, wie dämlich und unnötig solche "Veteranen" dann sterben. Die ganze Inszenierung wirkt für mich nicht rund, dafür werden zu viele Klischees bedient und man hat alles irgendwo schon mal ähnlich gesehen oder gehört. Die Kampfszenen sind ordentlich gemacht, wenn auch nicht immer glaubwürdig. Mit Verlaub, ich verstehe hier das Geschrei nach FSK 18 nicht. Es handelt sich um einen Schlachten-Film, der den Vergleich mit "Braveheart" und "300" sucht.. also bitte, wer sich da aufregt, sollte sich fragen, was heute State of the Art ist und was ab 16 jährige sonst gucken.

Schlussendlich bekommt man hier eine 08/15 Mittelalterunterhaltung mit Höhen und Tiefen. Bei einem Preis von ca 15€ ist der Film für Genreinteressierte sicher kein Fehlkauf, mehr würde ich aber sicher nicht ausgeben wollen. Bei mir steht das Steelbook jetzt im Regal und es wird wohl dauern, bis ich es wieder hervor hole.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Film!!!, 17. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ironclad - Bis zum letzten Krieger (DVD)
Wer auf Mittelalteraction und Schlachten steht sollte sich diesen, doch recht unbekannten Film auf jeden Fall kaufen. Von der ersten bis zur letzten Minute sehenswert.
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Ironclad - Bis zum letzten Krieger
Ironclad - Bis zum letzten Krieger von James Purefoy (DVD - 2011)
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