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TOP 500 REZENSENTam 29. September 2014
Dies ist der Versuch einer etwas anderen Rezension mit dem Schwerpunkt mehr auf den praktischen Problemen von Eltern, die von Schlafentzug gebeutelt sind und verzweifelt nach einer Lösung suchen und weniger an ideologischen Grundsatzdiskussionen interessiert sind.

Vielleicht mal vorneweg etwas zur eigenen Situation. Ich bin Vater zweier Mädels, heute 5 1/2 und 3 1/2 Jahre alt. Beide waren anfangs ganz schwierige Schläfer.

Die erste (mittels Abpumpen und Flasche ernährt, da in der 35. SSW geboren und damit leider zu klein um von der Brust meiner Frau zu trinken) wachte immer wieder nachts auf (mit 8-9 Monaten wurde das sogar wieder schlimmer) und brauchte dann bis zu einer halben Stunde Aufmerksamkeit um wieder einzuschlafen. Danach war man dann selber so wach, daß an Einschlafen so schnell nicht mehr zu denken war und schon bald gingen meine Frau und ich auf dem Zahnfleisch.

Also habe ich so ziemlich alles an Büchern zum Thema Babies und Schlafen gelesen, was der Markt 2005 und 2006 hergab. U.a. auch dieses von einigen Eltern empfohlene Buch: "Jedes Kind kann schlafen lernen".

Aber aus dem Zimmer zu gehen und sein Kind so lange schreien zu lassen, bis es einschläft kam mir irgendwie grausam und unnatürlich vor. (Alle paar Minuten kurz reinzuschauen und ein paar Worte zum Kind zu sagen, ändert daran nicht wirklich etwas). Zudem schreckten mich diverse im Internet gefundene Berichte von Eltern, die die Methode probiert hatten, davon ab, es überhaupt an meinem Kind zu versuchen.
Hier eine kleine Auswahl dessen, was meine Recherche so hervorbrachte:
- Babies die sich aus Angst und Panik komplett vollgekotzt hatten
- Babies die daraufhin die Mutterbrust verweigerten
- Babies die sogar die Fütterung von den eigenen Eltern verweigerten und wo schließlich die Oma einspringen mußte, um dem Kind sein Breichen zu geben

Das nur zu den direkt möglichen Konsequenzen. Von den potentiellen Spätfolgen (z.B. fehlendes Urvertrauen später beim erwachsenen Menschen) mal ganz abgesehen, die keiner hier wirklich überblicken kann.

Die gelesene Literatur hatte aus meiner Sicht zwei Extreme:
A) Auf der einen Seite Bücher wie "Attachment Parenting" von William Sears, die als Lösung das Familienbett vorschlagen. Die Methode klang ganz toll, also haben wir sie ausprobiert. Dabei lernten wir jedoch auch einiges über die Nachteile auf die harte Tour, wie z.B.:

1. Um wirklich alle drei (Mama, Papa, Kind) ungestört schlafen zu lassen, muß man eigentlich sein Bett komplett umbauen. Zum einen vergrößern, damit alle auch wirklich genug Platz haben und sich nicht gegenseitig wecken. Und zum anderen entweder die Matratze auf den Fußboden verlagern oder das Bett rundum absichern, damit ein nachts im Schlaf von der Matratze rollendes Baby sich nicht verletzten kann.

Wir haben das Familienbett über Monate durchgezogen, mit dem Ergebnis, daß wir irgendwie alle drei nicht so wirklich toll und schon gar nicht durchgeschlafen haben und regelmäßig entweder meine Frau oder ich ins Kinderzimmer ausgewichen sind, um mal wieder frei von Unterbrechungen schlafen zu können.

2. Ein weiteres Problem, das einem keiner vorher sagt: ein Baby braucht in dem Alter gemäß diverser Tabellen nachts über 11 Stunden Schlaf. Das kann ich bestätigen. Ich brauche aber nur 8 Stunden Schlaf. Was bedeutet das also in der Praxis? Entweder ich lege mich mit meinem Kind zusammen hin und wache dann im Idealfall 3h vor ihm auf und schleiche mich davon (wovon es nicht selten wach wird - und ehrlich gesagt will ich auch nicht schon um 20:00 Uhr ins Bett gehen) oder aber ich lege mich erst später dazu, dann liegt das Kind aber de facto alleine im "Familienbett" und ich kann es gleich in sein eigenes Bett im Kinderzimmer legen!

Unsere "Lösung" sah dann so aus, daß sich einer von uns also neben unser Baby gelegt hat, bis es sanft eingeschlummert war, und dann leise versuchte rauszuschleichen. Aber auch das gelang nicht immer, da das Baby beim Rausschleichen wieder wach wurde, manchmal schlief man auch gleich mit ein (natürlich noch komplett angezogen, weil man ja eigentlich wieder zum Partner rauswollte, auch toll) und nicht selten merkte unsere liebe Kleine im Verlauf der nächsten 3 Stunden, daß es doch alleine im großen Familienbett lag und unterbrach den abendlichen Frieden mit Gemecker und dem Einfordern von Mama oder Papa, um wieder weiterzuschlafen. Wieder einschlafen zu können muß ich eigentlich sagen, dazu später mehr.

Alles in allem zwar eine Lösung, bei der unsere Tochter ohne langes Schreien die Nacht verbrachte (außer dem Gemecker eben, wenn sie merkte, daß Mama oder Papa nicht mehr neben ihr lagen oder sie mitten in der Nacht keinen Bock mehr auf Schlafen hatte), aber nicht wirklich eine Lösung für die nächsten Jahre.

Zudem war meine Frau wieder schwanger und die Aussage in Sears Buch, daß nach seiner Erfahrung die Kinder im Alter von 3 oder 4 Jahren von alleine das Familienbett verlassen würden, weil es ihnen dort "zu laut und zu unruhig mit den vielen Geschwistern" ist, fand ich weder von der zeitlichen Perspektive her noch sonstwie ein besonders erstrebenswertes Ziel.

B) Wir versuchten uns also an den Vorschlägen anderer Bücher, u.a. von Christine Rankl: Einschlafen - (k)ein Kinderspiel: Die Schlafstörungen Ihres Kindes verstehen und lösen
und von Elizabeth Pantley (damals nur auf Englisch unter dem Titel "No cry sleep solution" verfügbar):
Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte

Die Vorschläge dort in verschiedenen Härtegraden: das Kind einschlaftechnisch langsam von den Eltern zu entwöhnen. Also z.B. auf einem Stuhl neben dem Bett sitzen, bis das Kind eingeschlafen ist und diesen Stuhl jeden Abend ein bißchen weiter wegschieben, bis man irgendwann das Zimmer faktisch verlassen hat. Oder dem Baby ein Kuscheltier als Ersatz für die Eltern angewöhnen (hat unsere Kinder leider überhaupt nicht interessiert, Kuscheltiere im Bett waren erst interessant, als Durchschlafen für beide schon lange kein Problem mehr war). Oder zwar mit dem Kind zusammen hinlegen, aber dann wieder aufstehen, bevor das Kind komplett eingeschlafen ist. Insbesondere das Buch von Elizabeth Pantley (zumindest für das englische Original kann ich aus eigener Erfahrung sprechen: The No-Cry Sleep Solution: Gentle Ways to Help Your Baby Sleep Through the Night: Foreword by William Sears, M.D.) bietet eine Fülle von Ideen.

Mit viel Geduld (ich rede hier von mehreren Wochen) und Ruhe hatten wir es dann irgendwann geschafft, daß die Ältere mit ca. 1 1/2 Jahren alleine ins Bettchen in ihrem Zimmer ging und in der Regel auch durchschlief (es sei denn, der leidige Schnuller fiel raus und sie fand ihn nicht ohne Hilfe wieder).

Insofern lautet mein Vorschlag, vielleicht erstmal diese Bücher zu lesen und die darin beschriebenen Methoden zu versuchen, bevor man direkt und ohne Not zur radikalsten Maßnahme ("alleine schreien lassen") greift!!!

Aber dann wurde die Schwester geboren und von Mama Tag und Nacht gestillt und unsere inzwischen 2jährige fragte zu recht, wieso sie denn alleine im Kinderzimmer schlafen solle, wenn ihre Schwester auch nachts bei Mama sein darf. Da es mir dort eh zu laut war und ich beim Stillen sowieso nicht helfen konnte (Abpumpen wollte meine Frau nicht mehr), schlief ich also nachts auf dem Gästebett im Kinderzimmer und meine Frau mit dem neuen Baby im Elternschlafzimmer.

Wir meinten auch, aus den Fehlern gelernt zu haben, und anstatt das Kind in den Schlaf zu wiegen und dann hinzulegen (mit der Folge, daß es, wenn es nachts wach wird, exakt die gleiche Behandlung wieder haben will! Ist ja eigentlich auch logisch: wenn ich an einem kuscheligen Ort eingeschlafen bin und nachts wach werde und mich plötzlich ganz woanders wiederfände, würde ich auch anfangen zu schreien!), wollten wir gemäß der "No Cry Sleep Solution" gleich von vorneherein alles richtig machen. Also von Anfang an Kuscheltier in die Krippe, wach hinlegen etc.

Leider hatten wir die Rechnung nicht mit unserer Kleinen gemacht, die sich als noch miesere Schläferin entpuppte, als die erste. Während diese wenigstens ab ca. 11 Monaten alleine solide 1,5 bis 2h Mittagsschlaf gemacht hatte, war die Jüngere völlig unberechenbar. Zwischen 20min, 45min, 1h und (gaaanz selten) 1,5h war alles drin. Insgesamt kam sie auch auf weniger Stunden Schlaf pro Tag, als ihre Schwester. Was sich bis heute nicht wirklich geändert hat, da sie in der Regel morgens früher als ihre ältere Schwester wach wird. Sie scheint ganz einfach weniger Schlaf zu brauchen. Selbst bei gleichen Eltern sind Kinder offensichtlich schon sehr früh sehr unterschiedlich und sehr individuell.

Nachts war es auch nicht besser, meine Frau wurde in manchen Nächten 6-8x geweckt, weil die Kleine teilweise schon nach 45min wieder wach wurde und Milch oder sonstwie Mama haben wollte. Trotz deutlich längerer Zeitabstände zwischen dem Stillen bzw. Essen tagsüber.

Es wurde dann etwas erträglicher, als meine Frau sie erfolgreich im 10. Monat von der Brust komplett auf Flaschennahrung umgestellt und es zusätzlich geschafft hatte, die Kleine mit Fläschchen und längerem leichtem Rückenklopfen in ihrem Bettchen zum Einschlafen zu bringen. Zum einen konnte ich jetzt wieder einspringen und zum anderen wurde sie nur noch ca. alle 3h wach.

Trotzdem ging es dann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so weiter (u.a. wegen der Manifestation einer Schilddrüsenunterfunktion - übrigens laut unserem Kinderarzt bei bis zu 10% der jungen Mütter ein Thema. Also Achtung, Erschöpfungszustände können nicht nur die Folge von Schlafmangel sein!!!), daß ich mich gezwungen sah dem Zustand ein möglichst schnelles Ende zu bereiten.

C) Die Kast-Zahn Variante vom "Schreien lassen", also letztlich das andere Extrem der Bandbreite der Methoden war mir immer noch zu radikal, aber wochenlang Zeit für eine langsame Entwöhnung hatten wir auch nicht mehr. Meine Logik war letztlich, daß das Hauptproblem der Ferber-Methode meines Erachtens darin besteht, das Kind ganz alleine im Zimmer zu lassen und es mit seinem Instinkt (ohne Eltern = Gefahr schutzlos ausgeliefert = nackte Panik) brutal zu konfrontieren, was dann eben zu solchen Ergebnissen wie Übergeben etc. führen kann.
Andererseits wollte ich sie gemäß der in vielen Büchern gefundenen und eigentlich auch sehr einleuchtenden Regel "benutze keine Einschlafhilfe, die Du nicht bereit bist in der Nacht mehrfach zu wiederholen" ohne jedes Hilfsmittel zum Einschlafen bringen. Mein Kompromiß für das inzwischen mit 14 Monaten Nicht-mehr-Baby: Noch einmal richtig Kuscheln, dann ins Bett legen und dann ist Einschlafen ohne jegliche Berührung von Mama&Papa angesagt, aber Papa bleibt im Zimmer.

Da gab es dann am ersten Abend 20-30 Min. Gemotze und Geheule, bei dem ich aber die ganze Zeit auf dem Gästebett in ihrem Zimmer lag und ihr entweder etwas vorsang oder mit ruhiger Stimme sagte "Du legst Dich jetzt hin und schläfst". Und siehe da, sie schlief schließlich selbständig ein und zum ersten Mal weckte sie mich auch erst um 9:15 am nächsten Morgen und hatte es anscheinend auch geschafft in der Nacht ohne Hilfe die Milchflasche selbständig leer zu trinken und sich nicht darüber zu beschweren, daß sie irgendwann leer war. Am nächsten Abend dauerte das Gejammer nur noch 15 Minuten (und sogar mit Pausen dazwischen - Panik sieht wohl anders aus), am dritten Abend stand sie nur noch 2 Min. jammernd am Gitterbett, legte sich dann hin und schlief nach rund 3 Min. tief und fest ein und danach war es auch für sie kein Grund zum Schreien mehr, daß sie auf weitere Streicheleinheiten WÄHREND des Einschlafens verzichten mußte.

Kurz darauf brachte meine Frau dann beide Kinder problemlos dazu, gemeinsam im gleichen Zimmer zu schlafen und seitdem besteht unser Ritual nur noch aus Schlafanzug anziehen, Zähne putzen, eine Geschichte erzählen, Gute-Nacht-Kuß und Licht ausschalten. Und wenn niemand krank ist, hören wir auch erst am nächsten Morgen wieder etwas von den ihnen. Der Schlafrekord beider Mäuse liegt bei über 14h (um 20:30 Uhr hingelegt, am nächsten Tag erst um 10:30 Uhr wieder aufgewacht). Beim ersten Mal war ich so irritiert, daß ich 3x ins Kinderzimmer geschlichen bin, um nachzuschauen, ob wirklich alles ok ist). In der Regel schlafen beide natürlich nur ca. 11h, das aber wirklich regelmäßig und ohne Beschwerden. Und übrigens gehen beide Kinder abends gerne und ohne Diskussionen ins Bett. Diskussionen über das Zubettgehen an sich meine ich, Diskussionen wegen des "richtigen" Schlafanzuges oder Zähneputzens o.ä. haben wir schon ab und zu mal. ;-)

Der eine oder andere fragt sich inzwischen sicherlich zu Recht, warum ich das alles hier in diese Rezension schreibe. Nun, aus mehreren Gründen:

1. vor allem, um allen verzweifelten neuen Eltern von kleinen Babies, die hier wohl aus gutem Grund auf dieser Seite gelandet sind, Mut zu machen:
ES WIRD BESSER!!!

Egal wie schlimm die Schlafgewohnheiten des Babies auch sein mögen. Nur die Hoffnung nicht aufgeben!
Laut Statistik schlafen nur 2 von 10 Babies schon nach kurzer Zeit durch. D.h. wenn Ihr Baby das nicht tut, dann ist das völlig normal! Ich weiß selber noch, wie elend man sich nach mehreren schlechten bis schlaflosen Nächten fühlt, aber man kann dagegen etwas tun und manches wird auch von ganz alleine einfacher.

2. die Ferber-Methode kann grundsätzlich funktionieren. Und ich kann auch bestätigen, daß der erste Abend vermutlich der Schwierigste ist und danach die Schreidauer abnimmt.

3. ABER: jede Familiensituation ist individuell. Es gibt kein Patentrezept, das für jedes Kind oder gar für jede Familie bzw. Familiensituation gleich funktioniert.

Das ist auch gleichzeitig mein Hauptvorwurf an das hier rezensierte Buch. Bereits mit dem Titel suggerieren die Autoren, das ihre Methode bei JEDEM Kind funktionieren würde. Das möchte ich aufgrund zahlreicher gegenteiliger Berichte (teilweise auch aus dem Bekanntenkreis) so nicht bestätigen. Dem dann auch noch mit der Erwiderung zu begegnen "dann ist die Methode wohl nicht konsequent genug angewandt worden" ist meines Erachtens schon fast eine Aufforderung zur Kindesmißhandlung. Wie kann man von Eltern verlangen, daß sie, nachdem sich das eigene Baby vor Angst vollgekotzt hat, den Versuch fortsetzen?

Aber so ein Titel beginnend mit "Jedes Kind" verkauft sich natürlich viel besser, nur leider auf dem Rücken der Kinder, die aus irgendeinem Grunde auf die Methode nicht ansprechen (die potentiellen Gründe dafür finden sich in diversen anderen Büchern, u.a. dem weiter oben genannten von Christine Rankl).

4. Mein zweiter Hauptvorwurf gegen das Buch ist die pseudo-wissenschaftliche Verbrämung. Die Kombination aus Psychologin und Kinderarzt erweckt den Eindruck einer wissenschaftlichen Fundierung, aber z.B. wird in dem Buch mit keiner Silbe erwähnt, warum die Autoren das Alter, ab dem man die von Dr. Richard Ferber in Boston entwickelte Methode anwenden kann, mal flugs von 1 Jahr auf 6 Monate runtersetzen (Ich habe gewisse Vermutungen, was die Motivlage der beiden Autoren angeht, aber die kann sich wohl jeder selber denken. Spätestens jetzt kann ich aber nur noch einen Stern für dieses Buch vergeben).

Aus meiner Sicht ein gigantischer Unterschied: Babies mit 6 Monaten können oft noch nicht einmal krabbeln, d.h. sich nicht freiwillig und spielerisch von den Eltern entfernen und dementsprechend auch nicht ein Bewußtsein für den Zustand der Trennung bzw. der Existenz der Eltern auch außerhalb der Sichtweite entwickeln (Der Fachterminus dazu lautet "Objektpermanenz"). Auch das Sprachverständnis ist noch ein ganz anderes. Während Einjährige zwar oft noch nicht viele Worte sprechen, so verstehen sie jedoch wenigstens schon eine Menge.

In diesem frühen Entwicklungsstadium dann die junge Seele alleine in ein Zimmer zu stecken, sodaß alle ursprünglichen Instinkte und Alarmsirenen losgehen, d.h. es seinen angeborenen Urängsten (allein = ich muß sterben) auszusetzen, kann einfach nicht richtig sein (Schimpansen z.B. haben im 1. Jahr fast ständigen Hautkontakt mit ihren Babies, d.h. auch nachts). Nun zu glauben, die Worte "Du kannst alleine einschlafen" und ein fester, sich langsam steigender Rückkehr-Rhytmus (alle 5, alle 7, alle 10 Min) würden dem 6 oder 7 Monate alten Baby auch nur irgendeine ernsthafte Beruhigung in dieser grausamen Situation bieten, ist bar jeder Realität und bestenfalls ein Pseudo-Trost-Pflästerchen für die Eltern, die sich aufgrund der noch vorhandenen eigenen Instinkte im Nachbarzimmer einschließen müssen. Absurder geht es ja eigentlich gar nicht mehr.

Selbst wenn das bei manchen Babies funktioniert, dann wohl eher aus nackter Verzweiflung, Resignation oder einer Art Notabschaltung des Babybewußtseins, aber sicher nicht aufgrund des sicheren Wissen, daß die Eltern ja im Nachbarzimmer sitzen und daher jederzeit für es da sein werden, wenn es wirklich drauf ankommen sollte.

Welche potentiellen Auswirkungen das auf die Kinderseele und dann später auf den Charakter des Erwachsenen haben wird, vermag niemand zu beurteilen und Studien zu dem Thema werden schon aus ethischen Gesichtspunkten wohl nie durchgeführt werden. Mein Gefühl als Vater sagt mir aber, daß diese Methode wohl eher den Zeiger Richtung Trennungsangst als Richtung Urvertrauen bewegt.

Dr. Ferber hatte zudem die Methode ursprünglich als letzten Ausweg für völlig verzweifelte Eltern entwickelt und sich inzwischen - wie schon in anderen Rezensionen erwähnt - deutlich davon distanziert, da aus seiner Sicht der damit angerichtete Schaden größer als der Nutzen ist. Daß die Autoren dennoch die Methode kurzerhand als Standardverfahren für alle Eltern propagieren und damit vielen Eltern suggerieren, sie seien selber schuld und ihr Kind nicht normal, wenn es mit 7 Monaten immer noch nicht durchschläft, halte ich für das nächste Verbrechen. Denn schließlich kann ja JEDES Kind schlafen lernen! Wie, Ihres nicht? Dann waren sie nach unserer Expertise nur nicht konsequent (soll heißen: brutal) genug und haben sich von dem kleinen Tyrannen unterkriegen lassen. Selbst schuld! An der tollen Methode liegt es jedenfalls nicht.

5. Wenn alle "sanfteren" Methoden versagt haben sollten und der Leidensdruck zu groß wird: Es gibt in jeder größeren Stadt Beratungsstellen, die man mit seinem Kind besuchen kann. Dort wird untersucht, ob entwicklungstechnisch alles normal bei dem Kind ist, das Verhältnis zwischen Eltern und Kind betrachtet und dann in der Regel die Ferber-Methode in der einen oder anderen Variante den Eltern vorgeschlagen. Dann ist die Anwendung aber zumindest medizinisch (grünes Licht aus Sicht des Babies, vorhandener Leidensdruck aus Sicht der Eltern) begründet. Das ist etwas ganz anderes, als wenn eine unerfahrene Mutter aufgrund "guter" Ratschläge aus Nachbarschaft und Freundeskreis meint, ihrem 6 Monaten alten Baby das einmalige Aufwachen um 3:00 Uhr nachts unbedingt und mit Gewalt abgewöhnen zu müssen, nur weil es bequemer ist.

Meine persönlichen Tips zum Abschluß lauten daher:
1. in dem Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" stehen genau 2 Dinge drin:

- Kinder brauchen grundsätzlich einen festen Rhythmus (der macht in der Tat vieles leichter, das kann ich bestätigen)
- legen Sie Ihr Baby ins Bett und verlassen Sie das Zimmer und kehren nach einem beliebigen, aber konsequent einzuhaltenden Plan (z.B. erst nach 3, dann nach 5 und dann nach 7 Minuten Geschrei) in das Zimmer zurück. Nehmen Sie Ihr Baby dann auf keinen Fall hoch, sondern beruhigen Sie es nur mit Worten wie z.B. "Du kannst alleine einschlafen". Das solange wiederholen, bis das Kind endlich eingeschlafen ist. Sollte es sich übergeben, sollten Sie "sofort zu ihrem Kind gehen, alles sauber machen, danach aber mit dem Behandlungsprogramm fortfahren, ohne das Erbrechen zu 'belohnen'." (der letzte Teil in Anführungszeichen ist ein Originalzitat von Seite 90 aus dem Buch!!!)

Das war's im Prinzip! Der Rest besteht aus Füllmaterial und Informationen, die sich auch im Internet und vielen anderen Büchern zu dem Thema finden. Das gesparte Geld können Sie jetzt also in ein beliebiges anderes, weniger radikales Buch stecken. :-)

2. Was auch immer Sie machen, um ihr Baby ins Bett zu bringen: Wenn Sie nicht gerade ein ungewöhnlich tolerantes Baby erwischt haben, dann behalten Sie immer im Hinterkopf, daß Sie im Prinzip bereit sein müssen, genau dieses Prozedere zu wiederholen, wenn Ihr Kind (wie es normal ist) in der Nacht aufwacht. Denn so hat es von Ihnen gelernt einzuschlafen und also will es genau das dann auch wieder haben.

3. Lassen Sie sich von niemandem einreden, wenn Sie Ihr Baby nicht bis zum Alter von X Monaten oder Y Jahren aus dem elterlichen Schlafzimmer rausbekommen hätten, wäre sowieso alles zu spät. Im Gegenteil, nach meiner Erfahrung mit zwei eigenen Kindern und den Beobachtungen bei zahllosen Freunden und Bekannten, wird es eigentlich mit zunehmendem Alter immer leichter. Selbst die anfangs schlimmsten Fälle schlafen inzwischen alle friedlich im eigenen Zimmer durch. Also bloß nicht aus Angst vor irgendwelchen imaginären Deadlines mit Druck an einer Lösung basteln, wenn die Situation selber zwar unschön, aber immer noch auszuhalten ist.

4. Umgekehrt gilt genauso: wenn die Situation nicht mehr auszuhalten ist, dann bitte nicht aufgrund einiger Aussagen in Foren, Rezensionen o.ä. und der Angst sein Kind vielleicht lebenslang zu schädigen, blind das vermeintliche Wohlergehen des Kindes über alles andere stellen. Wenn die Eltern tagsüber wegen chronischem Schlafmangel nicht mehr richtig funktionieren, geht das auf Dauer auch nicht gut. Weder ein schwerer Unfall wegen Übermüdung noch der Verlust des Arbeitsplatzes noch das Scheitern der Ehe noch permanent extrem gereizte Bezugspersonen werden sich besonders positiv auf die Entwicklung des Kindes auswirken.

Insbesondere wenn das Kind schon länger krabbelt oder noch besser bereits läuft, ist nach meiner Erfahrung und Beobachtung auch die Möglichkeit gegeben, ihm klarzumachen, daß es nachts keine Hilfe beim Einschlafen (mehr) braucht. Und zwar auf eine Art und Weise die es nicht in Todesangst versetzt. Geschrei wegen des Einforderns des bisher gewohnten Einschlafrituals ist etwas völlig anderes als nackte Panik, weil die Bezugspersonen plötzlich verschwunden sind. Den Unterschied im Klang und Verhalten zwischen beiden Varianten sollten Eltern nach mehreren Monaten Erfahrung mit ihrem Baby vermutlich auch leicht feststellen können.

5. Ansonsten versuchen, den Schlaf irgendwie nachzuholen. Sofern möglich, nachts mit dem Partner abwechseln (und sei es nur am Wochenende), Verwandte und Freunde einbinden und jede sich bietende Gelegenheit zum Mittagsschläfchen nutzen, bis das schlimme erste Jahr rum ist. Es wurde wissenschaftlich übrigens nachgewiesen, daß eine richtig gute Nacht ausreicht, um wieder fit zu sein, egal wieviele Stunden oder gar Nächte an Schlaf man vorher verpaßt hat.

Und wer glaubt, sein Kind wäre der schlechteste Schläfer überhaupt:
Meine jüngere Tochter hatte im Alter von 10 Monaten einen so leichten Mittagsschlaf, daß das Knacksen meines Kniegelenkes auf halbem Weg zur Tür ausreichte, um sie wieder aufzuwecken! Ich bin manchmal fast wahnsinnig geworden vor lauter Frust, daß selbst der Mittagsschlaf ein derartiges Problemthema war.
Heute schläft sie so tief und fest, daß man ihr im Schlaf noch nachträglich einen Schlafanzug anziehen kann, ohne das sie davon aufwacht. Auch heftigste Gewitter mit jeder Menge Donner jucken sie nicht die Bohne.

Also die Hoffnung nie aufgeben. :-)
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am 30. Januar 2016
Ich habe mir das Buch bereits gekauft, als ich noch schwanger war und die für mich relevanten Kapitel gelesen, noch bevor mein Sohn geboren war. Ich dachte, dass es sich um eines der besten Sachbücher handelt, die ich jemals gelesen habe und ich habe bereits viele gelesen. Das Buch ist sehr gut gegliedert und enthält ungewöhnlich viele brauchbare Tipps. Alles was die Autorin schreibt, klingt logisch und einleuchtend und ich wäre nicht im Traum auf die Idee gekommen, die Aussagen in Frage zu stellen.

Die Hauptaussage des Buches war für mich: Kinder schlafen deswegen nicht durch, weil sie nachts nicht von selber wieder einschlafen können. Damit Kinder also durchschlafen, müssen sie lernen ohne Hilfe einzuschlafen. Dies gilt, laut Autorin, für alle Kinder über 6 Monaten, da diese biologisch keine nächtlichen Mahlzeiten mehr benötigen.

Die Logik dieser Aussage war für mich unbestritten und meine Aufgabe war völlig klar: Bring deinem Kind von Anfang an bei, alleine einzuschlafen und wenn es 6 Monate alt ist, wird es durchschlafen.

Tatsächlich war das Alleine-Einschlafen für meinen Sohn kein Problem. Und bis er drei Monate alt war, hatte ich sogar außergewöhnlich lange Schlafperioden. Etwa als er drei Monate alt geworden ist, ging es los. Mindestens 3 Mal pro Nacht ist er aufgewacht. Das Buch hatte mir 'versprochen', dass es mit der Zeit immer besser und nicht schlechter wird. Als er 6 Monate alt war, hat er sich soweit gesteigert, dass ich manchmal stündlich aufgestanden bin. Ich war müde, müde, müde und ratlos. Was sollte ich tun? Ich steigerte meine Anstrengungen, um mein Ziel zu erreichen. Ich hörte ständig die Stimmen in meinem Kopf:: 'Mach es ihm nicht zu gemütlich, er muss alleine einschlafen', 'nicht sofort stillen, immer erst versuchen, ob er so wieder einschläft, 'mit 6 Monaten muss er das können', 'er muss das jetzt lernen', 'sonst wird es immer so weiter gehen'. Das Buch war wie Gift für mich. Ich habe das Verhalten meines Sohnes als etwas angesehen, was keine Existenzberechtigung hat und das unterbunden werden musste. Ich war so besessen das Problem zu lösen, dass ich die eigentliche Lösung übersehen habe: Alle Kinder schlafen irgendwann durch und diese Zeit der Schlaflosigkeit geht vorüber. Das Buch hat mir jedoch vermittelt, mein Sohn habe eine Schlafstörung. Ich hätte damals ein Buch gebrauchen können, das mir sagt: 'Es ist ganz normal, dass Kinder so oft nachts wach werden', 'das geht vielen Eltern so' und 'Jedes Kind lernt irgendwann von selber durchzuschlafen.' Klar wär ich trotzdem müde gewesen, aber ich hätte entspannter damit umgehen können, die Situation als Ausnahmesituation angesehen.

Und vielleicht wäre dann alles gar nicht so schlimm geworden. Denn irgendwann habe ich das Kapitel mit der Ferber-Methode gelesen. Bis dahin habe ich diesen Teil des Buches noch gar nicht gelesen, da ich bisher ja nur 'präventiv' gehandelt hatte. Als ich jedoch diese Anleitungen gelesen hatte, war das Buch endlich für mich gestorben.

Von da an, wurde alles viel einfacher. Ich habe Informationen über das Buch eingeholt und nach Alternativen gesucht. Ich entspannte mich, hörte auf, meinen 8 Monate alten Sohn erziehen zu wollen, ließ ihn beim Stillen einschlafen ohne ihn zu drillen. Ich habe angefangen ihn nachts im Liegen zu stillen und bin dabei mit ihm eingeschlafen. Endlich habe ich dadurch wieder mehr Schlaf bekommen. Heute ist er 16 Monate alt und jeden Abend schläft er auf meinem Schoß ein. Wenn er nicht krank ist oder keinen Zahn kriegt, bekomme ich 8 Stunden Schlaf. Er schläft oft bei uns im Bett und ich empfinde das als sehr schön. Ich liebe den Körperkontakt zu ihm und fühle mich mit ihm verbunden, wenn er sich nachts und beim Einschlafen an mich schmiegt. Ich merke dann, ich sorge gut für meinen Sohn. Ich habe das Gefühl, er ist so satt von mir, dass er auch mal sehr gut ohne mich auskommt. Wenn er bei sich im Bett schläft, bin ich sogar etwas enttäuscht. Unsere ganze Beziehung ist eine ganz andere geworden.

Aussagen des Buches, die ich nicht teile:
'- Kinder, die alleine einschlafen, schlafen nicht gezwungenermaßen durch. Und Kinder, die mit Hilfe der Eltern einschlafen, schlafen trotzdem durch. Der Zusammenhang von Alleine-Einschlafen und Durchschlafen mag äußerst logisch klingen, tatsächlich hat das eine aber mit dem anderen gar nichts zu tun. Auf dieser Aussage basiert jedoch das ganze Konzept des Buches.
'- Kinder, die mit 6 Monaten nicht durchschlafen, haben keine Schlafstörung, sondern das sind ganz normale Kinder. Sogar normale Kinder, die wesentlich älter sind, schlafen nicht durch.
'- Auch Kinder über 6 Monate können nachts noch Hunger oder Durst bekommen. Man kann KInder diesbezüglich nicht normieren

Zweifellos ist mein Fazit klar geworden. Wäre das Buch lediglich unbrauchbar, würde ich hier keine Rezension verfassen. Es vergiftet seit 20 Jahren den Verstand von müden und erschöpften Eltern. Ich wünschte ich hätte es nie gelesen. Ich weiß auch nicht, was ich mit dem Buch jetzt anstellen soll, denn ich kann es nicht mal guten Gewissens auf dem Flohmarkt verkaufen.
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am 9. August 2015
Liebste Mami,
ich bin ganz durcheinander. Ich bin daran gewöhnt, in deinen weichen, warmen Armen einzuschlafen.
Jede Nacht liege ich eng an dich gekuschelt; nah genug um deinen Herzschlag zu hören, nah genug um deinen wunderbaren Duft zu riechen.
Ich sehe dein schönes Gesicht an, während ich allmählich in den Schlaf gleite, sicher und geborgen in deiner liebevollen Umarmung.
Wenn ich aufwache, weil mein Magen knurrt, meine Füße kalt sind oder ich Deine Nähe brauche, bist du sofort bei mir und es dauert nicht lange, bis ich wieder tief und fest schlafe.
Aber seit letzter Woche ist alles anders geworden…
In dieser Woche lief es jede Nacht so:
Du hast mich in mein Kinderbett gelegt, mich mit der Bettdecke zugedeckt und mir einen Gute-Nacht-Kuss gegeben.
Und dann hast du das Licht ausgemacht und bist weggegangen.
Zuerst war ich verwirrt und habe mich gefragt, wo du hin bist.
Schnell wurde mir angst und bange und ich habe nach dir gerufen.
Ich habe gerufen und gerufen, nach dir, Mami.
Aber du bist nicht gekommen!
Ich war so traurig, Mami, ich habe mich so sehr nach dir gesehnt.
Ich habe noch nie vorher so starke Gefühle gehabt.
Wo bist du hin?
Irgendwann bist du zurückgekommen!
Oh, was war ich glücklich und erleichtert, dass du wieder da warst!
Ich hatte schon gedacht, du hast mich für immer verlassen!
Ich habe dir meine Arme entgegengestreckt, aber du hast mich nicht hochgenommen.
Du hast mir noch nicht einmal in die Augen geschaut.
Du hast mich mit diesen warmen, weichen Armen wieder hingelegt, sagtest nur: „Shhhh, jetzt ist Schlafenszeit.“ und bist wieder weggegangen.
Das wiederholte sich mehrmals, wieder und wieder…
Ich weinte und rief nach dir und nach einer immer längeren Zeit bist du endlich zurückgekommen, hast mich aber nicht in die Arme genommen.
Nachdem ich eine ganze Zeit geschrien hatte, konnte ich nicht mehr und musste aufhören.
Mein Hals tat einfach zu sehr weh.
Mein Kopf dröhnte und mein kleiner Magen hat geknurrt.
Am schlimmsten aber schmerzte mein Herz.
Ich konnte einfach nicht verstehen, warum du nicht kommst?
Nach mehreren solchen Nächten, die sich für mich unendlich anfühlten, habe ich aufgegeben.
Du kommst nicht, wenn ich schreie, und wenn du irgendwann doch endlich kommst, siehst du mir nicht einmal in die Augen, geschweige denn, nimmst du meinen zitternden, schluchzenden, kleinen Körper in die Arme.
Das Schreien tut zu weh, um es sehr lange weitermachen zu können.
Ich verstehe es einfach nicht, Mami.
Während des Tages, wenn ich hinfalle und mir den Kopf stoße, nimmst du mich hoch und küsst meinen Schmerz weg.
Wenn ich hungrig bin, stillst du mich oder gibst mir zu essen.
Wenn ich zu dir krabble, um geknuddelt zu werden, liest du meine Gedanken, nimmst mich hoch, küsst mein kleines Gesicht und sagst mir, dass ich etwas ganz besonderes für dich bin und wie sehr du mich liebst.
Wenn ich dich brauche, bist du sofort für mich da.
Aber in der Nacht, wenn es dunkel und still ist und mein Nacht-Licht komische Schatten an die Wände wirft, verschwindest du.
Ich kann schon sehen, dass du müde bist, Mami.
Aber ich liebe dich so sehr, ich möchte einfach nur nah bei dir sein. Das ist alles.
Jetzt bin ich ruhig in der Nacht…
Aber ich vermisse dich trotzdem – immer noch!

Original: A Letter From a Sleep-Training Baby von Alternate Mama, November 2011
Übersetzung: Regine Gresens, IBCLC, Juni 2015
1111 Kommentare|162 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. April 2016
Bitte nicht! Es gibt sehr gute Bücher zu dem Thema, die helfen, die Seele der kleinen Kinder zu verstehen. Z.B. "So beruhige ich mein Baby" (für die ganz Kleinen) oder "Schlaf gut, Baby".
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am 24. April 2016
Die allerwenigsten von den zahlreichen schlechten Bewertungen sind verifiziert und wenn man die Bewertungen mit dem TATSÄCHLICHEN Inhalt des Buches vergleicht, sieht man auch sofort, dass diese Gruppe Mensch das Buch gar nicht gelesen haben kann. Von "muss auf den Index" bis "Kindesmisshandlung" -> unglaublich!

Ich habe das Buch gekauft, weil meine süsse Maus von 6 Monaten auf einmal nicht mehr durchschlafen will und/ oder schon um 4.30 Uhr putzmunter ist. Jetzt wird sie auch sicherlich 2 mal die Nacht wach. Das war vor wenigen Wochen noch anders...
Genau mein Problem wird in einem Fall Beispiel haargenau beschrieben:
- Um 19 Uhr geht's ab ins Bett (einschlafen ist zum Glück kein Problem bei uns)
- 22.30 Uhr die letzte Fütterung (die wahrscheinlich gar nicht mehr nötig ist, haben wir aber auch noch nicht probiert abzuschaffen)
- 0.30 Uhr wach
- 2.30 Uhr wach
- 4.30 Uhr wach
- 5.30 Uhr hell-hell-wach
- 8.00 Uhr müde und schläft normal bis 10.00 Uhr
- 13.00 Uhr wieder müde und schläft bis 14.30 - 15.00 Uhr
- 17.30 Uhr wieder müde und schläft nochmal 30 min, weil sie sonst echt knatschig wird

Natürlich sehe ich so schwarz auf weiss, dass ich das Problem selbst erschaffe mit den ausgiebigen Tagesschläfchen, aber das musste ich eben erstmal lesen, um mir darüber Gedanken zu machen. War ja froh, dass die Maus überhaupt schläft...
Und das Beste: bei dem Lösungsvorschlag fällt mit KEINEM EINZIGEN WORT "schreien lassen".

Ich kann jedem nur empfehlen Bücher erstmal gut zu lesen, bevor man sich eine Meinung bildet.
> (naja, sollte eigentlich bei allen Sachen so sein, oder?)
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am 23. Januar 2015
Ein Stern, weil man einen geben muss.
Tut euren Kindern das nicht an! Es gibt individuelle Wege, die euer Kind nicht quälen. Denn ich finde das tut man damit! Alle Kinder schlafen irgendwann gut ein und durch. Sich auf das Kind einlassen, Geduld und Liebe -mehr braucht es nicht. Ich schlafe selbst seit 6 Monaten nicht länger als 2 Std.am Stück aber ich weiß dass mich mein Kind nur eine kurze Zeit seines Lebens auf diese Weise braucht. Sie geht vorbei und ich werde ein Leben lang mit einem vertrauensvollen Verhältnis, einem glücklichen Kind belohnt!!!
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am 30. Oktober 2015
Ich muss sagen, dass ich viel Negatives über dieses Buch gehört habe. Also habe ich es bestellt um mich selber zu überzeugen, was es damit auf sich hat. Unsere Tochter war mittlerweile 11 Monate alt und schlief noch bei uns im Bett und war zwischen 10-15 Mal die Nacht wach. So konnte es also nicht mehr weitergehen. Auch wenn ich viel Kritik dafür einstecken musste, habe ich es mit der sanfteren Methode aus dem Buch versucht. Sprich, ich hab unsere kleine Maus in ihr Bett gelegt und bin alle 1 Min/3 Min/ 5 Min zu ihr hin. Nach dem 2. Mal reingehen hat sie sich umgedreht und hat geschlafen.
Man muss das Buch schon aufmerksam lesen und einfach auch auf sein Bauchgefühl hören. Es sagt keiner, dass man die Methode eins zu eins so anwenden muss. Jeder sollte den für sich richtigen Weg finden. Uns hat es geholfen aber ich finde es schade, dass man sich dafür kritisieren lassen muss, dass man nach fast einem Jahr endlich mal wieder schlafen möchte....und unsere kleine Maus ist so gut drauf wie noch nie!
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am 25. August 2015
Dieses Buch ist einfach nur zu vergessen. Wer sein Kind schreien lässt, schadet ihm und macht es seelisch kaputt. Es kommt irgendwann eh auf all diese Mütter zurück, weil keine Vertrauensbasis da ist und das Kind nie gelernt hat richtig mit Stress umzugehen, das wirkt sich aus. Lieber doch eine Beziehung die auf Vertrauen beruht (die Eltern sind da, wenn ich sie brauche, vor allem die Mutter), das stärkt und macht selbstsichere, unabhängige Kinder. Das dieses Buch immer noch am Markt ist?!? Schade, dass es nicht weniger als 1 Stern gibt. Einfach nur das Letzte.
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am 23. Juli 2015
Ich habe das Buch gelesen und die hier beschriebene Schlaf-Lern-Methode grenzt an Kindesmisshandlung. Jede halbwegs liebevolle Mutter wird ihr Kind niemals über längere Zeit absichtlich schreien lassen und darauf warten, dass es völlig resigniert einschläft. Das einzige, was ein Kind hier wirklich lernt ist: wenn ich weine und Angst habe, kommt keiner. Ich bin auf mich allein gestellt. Selbst Dr. Ferber höchstpersönlich, Erfinder der Methode, distanziert sich von seiner Idee in einem späteren Interview (hier nachzulesen: [...]). Es gibt kinderfreundlichere Literatur zum Thema Schlafen lernen. Die Methode mag wirksam sein, aber um welchen Preis? Wenn ich mein Kind mit Schlägen zu einem bestimmten Verhalten bewege, ist das sicher auch wirksam, aber der Schaden in der Kinderpsyche ist irreversibel.
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am 29. Juli 2015
Herzlos, brutal und nicht erfolgversprechend sind die im Buch vorgeschlagenen Methoden. Der Kinderschutzbund rät zu Recht vom Kauf eines solchen Werkes ab. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Eine Schande nur, dass die Autoren mit dem Leid der Kinder, deren Eltern sich (aus Verzweiflung?) zu solchen Methoden verleiten lassen, auch noch Geld verdienen. Ich denke, die liebevolle Methode ist auf lange Sicht die bessere, auf jeden Fall für die psychische Entwicklung des Kindes. Und sich selbst möchte man ja auch noch ohne Abscheu im Spiegel betrachten können.
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