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am 23. Oktober 2011
Rainer Werner Fassbinders 31. Regiearbeit, 'Despair ' Eine Reise ins Licht ' ' adaptiert von Vladimir Nabokovs Roman 'Verzweiflung', war der erste große internationale und auf englisch gedrehte Fim, des bayuwarischen Ausnahmeregisseurs. Die Geri (eine zu dieser Zeit noch gesetzlich legale Firma, welche mit Abschreibungen handelte), gab 6 Millionen Mark aus, um Hollywood nach München zu holen. Was Rainer Werner Fassbinder damit machte, wurde zu einem, in seinem ohnehin schon reichhaltigen Film-Portfolio, glänzenden Werk.

Der Film handelt von dem Schokoladen-Fabrikanten Hermann Hermann, welcher versucht aus seinem 'goldenen Käfig' auszubrechen, seinen eigenen (selbst auferlegten?) Zwängen zu entkommen. Der eigentliche Freigeist ist eingezwengt in seiner täglichen Routine, zwischen seiner kindlich-zurückgebliebenen, nur durch ihn zu Leben scheinenden, Frau Lydia und seinem Möchtegern-Maler Cousin Ardalion. Er fasst einen kühnen Plan: Er möchte seinem eigenen Leben entkommen und tauscht mit dem Herumtreiber Felix Weber die Rollen'

Allein schon Michael Ballhaus genial geführte Kamera macht diesen Film zu einem wahren cineastischen Erlebnis. Die Kamera scheint wortwörtlich mit den Akteuren zu tanzen, die Beleuchtung ist phänomenal. Hinzu kommen die herausragenden Darsteller Dirk Bogarde als immer mehr dem Wahnsinn verfallenden Herman Herman und Klaus Löwitsch als Vagabund Felix Weber.
Rainer Werner Fassbinder legte dabei absichtlich zwei komplett unterschiedliche Akteure als die Rollentauschenden fest. Herman merkt gar nicht mehr, in seinem Wahn, sich von seinem alten Ich zu befreien, was für einen von vorneherein zum Scheitern verurteilten Plan, er verfolgt. Er möchte Felix, der zu Herman wird, töten um seine eigene Vergangenheit, sich selbst auszulöschen und neu zu beginnen.

Bildqualität: Die Cinepostproduction GmbH hat bei der Restaurierung des Bildes ganze Arbeit geleistet! Das Bild wirkt angenehm glatt und detailreich, keine Unreinheit oder Kratzer sind zu sehen.

Tonqualität: Auch hier ein uneingeschränktes Lob: Die Sprache kommt klar verständlich und ohne das sonst bei Produktionen dieses Alters auftretende Zischen aus. Dasselbe gilt für den genialen Soundtrack von Peer Raben. Einfach glasklar! Die Tonspuren liegen im englischen Original und in einer deutsch synchronisierten Fassung vor. Beide in Mono.

Extras: Als Extra bekommt man den erhellenden Dokumentarfilm 'Das Kino und sein Double' von Robert Fischer dazu. Dieser 70 Minuten lange, 2011 produzierte, Film zeigt unter anderem ein aufschlussreiches Interview mit Fassbinder aus dem Jahre 1978 in Cannes und zahlreiche Interviews, in denen Michael Ballhaus, Harry Baer und Andrèa Ferrèol und andere über die Dreharbeiten sprechen. Ausserdem gibt es ein Wendecover ohne FSK-Sticker.
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am 29. Januar 2015
sehe ich einfach zu gern, denn er war ein sehr guter Schauspieler und - so weit ich das beurteilen kann . auch ein sehr diszplinierter. Und Fassbinder gehörte sicherlich zu den Ausnahmeregiesseuren, der seine Schauspieler/innen zu außergewöhnlichen Leistungen anspornen konnte. Trotzdem nur drei Sterne, weil mein persönlicher Geschmack nicht getroffen wurde. Es ist eben nicht leicht, alles nachzuvollziehen wie es in dem Film "Die Ehe der Maria Braun" noch möglich war...
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am 12. März 2008
Ich habe den Film mindestens zehnmal gesehen und er begeistert mich immer wieder. Er ist komisch (sicher der komischste Fassbinder- v.a. durch das Spiel von Bogarde und Feréol), verrückt,schräg,tragisch. Genial spielt Dirk Bogarde den in den Wahnsinn hinübergleitenden Herman Herman. Diese Entwicklung spielt sich zum größten Teil in Bogardes Gesicht ab und in den Monologen über seine russische Mutter, die er in einer Szene als Person mit fettem wabbeligen Gesicht, dann wieder als wunderschöne Frau, die vor dem Zaren tanzte, beschreibt. Sie belegen seinen Realitätsverlust. Aus Angst vor der Realität- drohender Konkurs seiner Schokoladenfabrik, seine einfältige Ehefrau betrügt ihn vor seinen Augen mit ihrem Cousin, der sich wiederum bei ihm durchschlaucht und aufgeschreckt durch den aufkommenden Nationalsozialismus und die ersten Gewalttaten gegen Juden, die er von einem Straßencafé in Berlin aus beobachtet, flüchtet er sich in eine irreale Welt und in eine neue Identität. Beeindruckend ist auch Andrea Feréol als nymphomanische und einfältige Ehefrau. Der Film ist nicht einfach zu verstehen, man muss ihn daher mehrfach sehen, wird sich dabei aber nie langweilen. Nicht nachvollziehbar ist es für mich, dass der Film zwar auf VHS erscheinen konnte, aber bislang nicht auf DVD erhältlich ist.
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am 3. Januar 2013
Sehr klares bild, exzellenter sound und glanz leistung von Dirk Bogarde und
akteure. Faszinierende besonderheiten. Ich empfehle diese DESPAIR DVD.
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am 19. September 2011
Zunächst: es ist ein Genuss - vor allem für Fassbinder-Fans - diesen Film in restaurierter Form endlich sehen zu können. Somit bezieht sich die Bewertung nicht auf den Film.

Die Restaurierung des Filmes an sich scheint auch gelungen - soweit ich es beurteilen kann - Farben, Kontrast und Schärfe sind in Ordnung. Der Bildtransfer liegt in 1080i und 25 B/s vor (warum bitte?!!) und fällt enttäuschend aus, da er deutliche Blockbildung aufweist und man Filmkorn vergebens sucht. Wo Korn sein sollte, sieht man ein mit De-Noise-Filter geglättetes HD-Bild. Aus meiner Sicht ist das keine Geschmackssache, denn der Film wurde nun einmal auf 35mm-Film gedreht und nicht auf Video. Die Zielgruppe für diese Veröffentlichung dürfte hier allgemein sensibel sein, was die technische Umsetzung dieses Transfers umso unverständlicher macht.
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