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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Repräsentativer Querschnitt in guter Besetzung, 12. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Tosca (Highlights)-(Ex Rl) (Audio CD)
Ob es sinnvoll ist, von einer doch relativ so kurzen Oper wie Puccinis TOSCA einen Querschnitt auf den Markt zu werfen, darüber könnte man lange diskutieren. Daß diese Querschnitte nach wie vor sehr beliebt sind, ist andererseits unstrittig, und darum kann man der Plattenindustrie keinen Vorwurf machen, wenn sie immer wieder solche in bunter Zusammenstellung unter die Leute bringt.

Im vorliegenden Fall muß man der EMI bescheinigen, daß sie gute Arbeit geleistet hat. Alle relevanten Stücke sind versammelt, und man ist streng chronologisch vorgegangen. James Levine ist ein erfahrener Operndirigent, und er dirigiert Puccinis Reißer mit spürbarem Engagement, dramatisch, ja fast hitzig, draufgängerisch. Aber auch die zarteren Passagen weiß er klug und sehr einfühlsam zu gestalten. Seine Besetzung weist keine gravierenden Mängel auf, Renata Scotto ist eine sehr präsente Tosca, die zwar einige Mühe mit den Spitzentönen hat, aber insgesamt ein sehr eindrucksvolles Rollenporträt, fast in Callas-Nähe, abliefert. Plácido Domingo singt einen engagierten Cavaradossi, mit spürbarer innerer Beteiligung, was man nicht allen seinen (zu) zahlreichen Rollengestaltungen in Gesamtaufnahmen nachsagen kann, und Renato Bruson als Scarpia ist eine Spitzenbesetzung, die man gar nicht genug loben kann. Er ist zwar nicht der finstere Wüstling, wie Tito Gobbi beispielsweise in den beiden Callas-Aufnahmen, aber stimmlich ist er in Top-Form und darstellerisch vermag er auf seine ganz eigene Art durchaus zu überzeugen. Eine runde Leistung. Die Nebenrollen sind gut besetzt, und der Ambrosian Opera Chorus und das Philharmonia Orchestra London bürgen für erste Qualität.

Das ausgezeichnete, gut gestaffelte Klangbild erhöht den Wert der Produktion. Die Textbeilage ist, wohl aufgrund des niedrigen Preises, sehr schmal ausgefallen. Aber den meisten Opernfreunden werden Text und Inhalt der Oper ohnehin recht geläufig sein. Trotzdem sei der Hinweis erlaubt, daß man für relativ wenig Geld das gesamte Werk in einer preiswerten 2 CD-Box in dieser Besetzung erwerben kann.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioser del Monaco!, 5. Januar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tosca (Qs) (Eloquence) (Audio CD)
Diese Einspielung der Tosca aus dem Jahr 1959 wird bis heute sträflich vernachlässigt, obwohl sie perfekt gelungen ist und eine großartige Besetzung vorweisen kann. Allen voran liefert Mario del Monaco einen grandiosen Tenorgesang, der selbst Opernhasser schwer beeindrucken wird. Del Monaco bewältigt in der Rolle des Cavaradossi alle gesanglichen Schwierigkeiten mit Bravour und hält sämtliche Spitzentöne oft mörderisch lange aus. Seine Gesangestechnik, bei der er förmlich die Muskulatur des ganzen Körpers einsetzte (man muss hier unbedingt einige Videoaufnahmen aus seiner Glanzzeit mit Ausschnitten aus seinen bevorzugten Opern ansehen!), ist bis heute einmalig, selbst die großen Heldentenöre im Wagner-Fach hatten allesamt keine so brillant strahlende Stimme. Das "Vittoria, Vittoria!!" habe ich selbst von Franco Corelli nicht so leidenschaftlich geschettert gehört. Del Monacos Gesang wirkt allerdings niemals überladen oder "zu laut", wie heute oft behauptet wird, selbst in den Liebesduetten mit der genauso grandiosen Renata Tebaldi kann er absolut überzeugen. Beide sind hier wie in der legendären Otello-Aufnahme unter Karajan ein perfektes Duo.
George London liefert einen furchterregenden Scarpia, der sich auch im Vergleich mit Tito Gobbi messen kann. London hatte eine unglaubliche Stimme, was del Monaco in der Höhe hatte, lag bei London in der Tiefe. Unvergessen ist bis heute sein Wotan in Rheingold unter Solti. Einen Scarpia mit so einer bedrohlich grollenden Röhre findet man in keiner anderen Aufnahme.
Der Stereoklang dieser Aufnahme ist einwandfrei, gemessen am Alter der Aufnahme sogar überragend. Endlich ist nun auch die Gesamtaufnahme hier bei Amazon.de wieder aufgetaucht
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5.0 von 5 Sternen Unvergessliche Maria Callas!, 24. März 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tosca (Puccini,Giacomo) (Audio CD)
Nach meinem Geschmack gehört Maria Callas zu den besten Tosca Interpreten. Ihre Stimmfarbe mag die Geister scheiden, aber ich habe niemanden mehr gehört mit dieser Dramatik in der Stimme. Gute Aufnahme.
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5.0 von 5 Sternen Unerwartet schön, 19. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Tosca (MP3-Download)
Diese "Tosca" kaufte ich eigentlich wegen Waldemar Kmentt und Walter Berry. Dann stellte ich fest, daß beide Sänger eigentlich nur Nebenrollen sangen.
Die drei mir unbekannten Sänger der Hauptrollen gestalteten eine wunderbare Aufnahme, eine wirkliche Überraschung. Sehr zum Kauf empfohlen.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jahrhundertaufnahme, 14. August 2007
Von 
Wilhelm Kaiser "Alexander" (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tosca (Qs) (Eloquence) (Audio CD)
Es ist bedauerlich, dass die komplette Aufnahme gegenwärtig nicht angeboten wird. Querschnitte sind ein großes Übel und verstümmeln die Schichtungen jedes großartigen Opernwerkes. Die Gesamtaufnahme ist Ende der fünfziger Jahre in hervorragender Stereotechnik entstanden und bietet große Oper in denkbar bester Besetzung aller Partien. Bei den Kundenbesprechungen der verschiedenen Aufnahmen werden jeweils die eigenen Lieblinge herausgestellt; die Konkurrenz wird auf die Plätze verwiesen. Favoriten sind hierbei Maria Callas, Leontine Price, Katja Ricciarelli, Kiri Te Kanawa, wie auch Giuseppe die Stefano, Jussi Björling und viele andere. Renata Tebaldi taucht, wie auch Mario del Monaco, kaum noch auf.

Maria Callas, Leontine Price und Renata Tebaldi charakterisieren die Flora Tosca ganz unterschiedlich, jede Interpretation ist einzigartig, keine Protagonistin übertrifft die andere. Maria Callas zeigt ihre Stärke mehr im dramatischen Bereich, während die beiden anderen Damen sowohl in den lyrischen als auch in den hochdramatischen Szenarien glänzend überzeugen. Eine Gewichtung wäre so mühselig wie etwa ein Streit darüber, ob die Rose, Lilie oder Orchidee schöner und besser als alle anderen Blumen ist. Um wenigstens einmal zu versuchen, den Unterschied zwischen der Callas und Tebaldi bildhaft zu verdeutlichen, kann man vielleicht sagen, dass Maria Callas mit teuflischer Schönheit, Renata Tebaldi dagegen wie ein Engel mit Flammenschwert singt. Jedenfalls singt sie am italienischsten.

Mario del Monaco ist heute ganz zu Unrecht ins Hintertreffen geraten, war doch sein Cavaradossi eine der Glanzfiguren dieses Sängers. Sein italienisches Temperament begeistert nicht nur in den dramatischen Szenarien, sondern auch in den lyrischen Teilen. Er beweist, dass er auch schön singen konnte. Diese männlich schöne Tenorstimme mit trompetenartigem Glanz und glutvoller Lebenslust überzeugt auf der ganzen Linie. Vor allem in den Duetten mit der Tebaldi besticht er durch metallischen Schmelz, indem er mit halbgeschlossener Kehle singt. Die Duette werden von keinem anderen Sängerpaar übertroffen und gehören zu dem Schönsten, was die italienische Oper zu bieten hat. Das alte Rom als Handlungsstätte wird hautnah und packend lebendig.

Ferner soll nicht unerwähnt bleiben, dass immerhin Gina Nazionale (Lollobrigida) stolz darauf war, für ihren Film „Die schönste Frau der Welt“ Mario del Monaco als Cavaradossi zu gewinnen. Dass die Lollo keinen guten Geschmack gehabt hätte, wird man wohl kaum behaupten können. Fast überflüssig zu erwähnen bleibt, dass George London mit seiner riesigen Stimme den mächtigen Fiesling Scarpia überzeugend charakterisiert, ohne den dramatischen Aspekt zu überdrehen. Schließlich übt er als Polizeichef von Rom die örtliche Macht aus und will er sich Tosca als Geliebte gefügig machen. Er suggeriert mit überwältigendem Temperament, dass er die Situation beherrscht und allein über die Handlungsfäden verfügt.
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Tosca
Tosca von Renata Tebaldi
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