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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klanglich-sanglicher, zuweilen melancholischer Vivaldi - excellent ..., 21. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Il Progetto Vivaldi 2 (Limited Edition Digipack) (Audio CD)
'Capella Gabetta' - das neue Barockensemble, diesen Traum haben sich Sol Gabetta und ihr Bruder Andres Gabetta (Violinist, Dirigent) nun erfüllt. Ihr gefühlvolles, flexibles Zusammenspiel demonstrieren die (z.Zt. 14) befreundeten Musiker (Violine, Viola, Cello, Contrabass, Cembalo, Theorbe), Spezialisten für 'Alte Musik' (man kennt und versteht sich u.a. vom Kammerorchester Basel, Orchestre Baroque de Limoges, Il Giardino Armonico) sehr eindrucksvoll!

'Progetto Vivaldi 2' präsentiert den Meister 'des ausgeprägten Klangsinnes und Experimentierlust' von seiner eher besinnlichen Seite. So überrascht nicht, dass hier nicht 'Virtuosität der linken Hand' Priorität genießt, sondern eher die klanglich-sanglichen, zuweilen melancholischen Intentionen Vivaldis der (rechten) 'Bogenhand' den Spielraum zuweisen, Sol Gabetta lässt dies Zuhörer auch empfinden, prononciert, gefühlvoll eben; und das Orchester geht excellent mit!

Auffällig: Sehr dezent gesetzte, liebevolle, kleinste Pausen-Akzente steigern die Aufmerksamkeit, erhöhen die Spannung, schenken ein nuancenreiches, farbiges, nachwirkendes Hör-Erlebnis; sehr geschickt und durchaus different zu manchen bisher favorisierten Aufnahmen. Was wieder einmal mehr zeigt, dass Vivaldis Musik so lebendig, vielgestaltig, neu empfindbar ist, wie sie uns Interpreten eben 'neu und anders' bieten.

Aus meiner Sicht ist 'Progetto Vivaldi 2' die wohl durchdachte, sehr gelungene Fortsetzung zur excellenten ersten Vivaldi-Einspielung. Sahnehäubchen: 'Leonardo Leo's Cellokonzert D-Dur' und 'Giovanni Benedetto Platti's Cellokonzert d-Moll' - wunderbar! Jederzeit gern mehr vom neuen Barockensemble 'Capella Gabetta'.

Noch zur Info:

Leonardo Leo (1694 - 1744) studierte am Konservatorium della pietà de' Turchíni in Neapel und bei Giuseppe Ottavio Pitoni in Rom. Die meiste Zeit lebte er als Kirchenkapellmeister in seiner Heimat ('San Vito degli Schiavoni', heute 'San Vito dei Normanni'), schuf mehr als 500 Werke (Opern, Messen, Psalmen, Kantaten, Serenaden, Instrumentalwerke), archiviert im Conservatorio di San Pietro a Majella in Neapel, im Vatikan und in der British Library in London. Leos sechs Cellokonzerte (1737/1738) gelten als bedeutende Werke des Barock.

Giovanni Benedetto Platti (*1697 (?) in Padua - '1763 in Würzburg) studierte in Italien (Gesang, Oboe, Violine), lernte in Siena das von Bartolomeo Cristofori ab 1711 entwickelte Fortepiano (Hammerklavier) kennen, komponierte dafür Sonaten. Ab 1722 als virtuoser Oboist im Dienst der Fürstbischöfe von Bamberg und Würzburg, blieb er dort bis zu seinem Tod, auch als Sänger, Lehrer, Violonist. Dank des Interesses der Würzburger Fürstbischöfe (Johann Philipp Franz von Schönborn, Friedrich Carl von Schönborn) an den neuen italienischen Tasteninstrumenten spielten diese als Tafelklaviere eine große Rolle. Platti war mit der Würzburger Hofsängerin Maria Theresia Lambrucker (Sopran) verheiratet. Platti schuf neben zahlreichen Werken für Oboe, Flöte, Cembalo, Streicher u.a. 12 Cello-Sonaten, 28 Concerti für (obligates) Cello, Streicher und Bass sowie 4 Ricercari für Violine und Cello.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nochmal besser als Teil 1, 18. Oktober 2011
Von 
Tobias Fabian-Krause (Landau, Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Il Progetto Vivaldi 2 (Limited Edition Digipack) (Audio CD)
Il Progetto Vivaldi, Teil 1 war meine erste Begegnung mit der argentinischen Starcellistin Sol Gabetta. So schwer es mir fällt mich noch richtig in meine damalige Gedankenwelt diesbezüglich einzufühlen, ich muss gestehen: ich war skeptisch. Die Aufmachung der CD und auch einige der dort eingespielten Tracks, allen voran die Einspielung des Winters aus den 4 Jahreszeiten. Mein erster Eindruck war der von Effekthascherei und einer gewissen, seine Fans werden mir kaum verzeihen können, David-Garrettartigkeit. Doch der Oberflächlichkeit hatte nur ich mich selbst schuldig gemacht, weder Sol Gabetta noch das sie damals begleitende Ensemble, wie ich nach und nach feststellen musste. "Il Progetto Vivaldi" enthielt keine oder kaum Showstücke (über den "Winter" könnte man streiten), sondern mit sehr viel Sinn für's Detail und Liebe gestaltete Musik. Sol Gabetta wuchs mir nach und nach ans Herz. Unabhängig davon, ob ich ihre CDs höre, sie im Fernsehen oder im Konzertsaal gesehen und gehört habe fiel mir immer wieder ihr wunderschöner Ton, ihr klug und sparsam eingesetztes Vibrato, der Detailreichtum, die Einfühlsamkeit, und wo sinnvoll: das Temperament ihres Spiels auf.

Nun ist Teil 2 des Progetto Vivaldi erschienen. Auf dieser CD bietet die Solistin drei Cellokonzerte und eine Cellosonate aus der Feder Vivaldis sowie je ein Concerto aus der Feder Leonardo Leos und Giovanni Benedetto Plattis dar. Begleitet wird sie dabei von der Capella Gabetta, deren Konzertmeister Andres Gabetta, ein älterer Bruder der Solistin ist. Die Capella Gabetta ist ein projektorientiertes Ensemble, das sich zusammenfindet, um sich mit der Solistin der Alten Musik zu widmen und besteht größtenteils aus Musikern des Basler Kammerorchesters, mit dem Sol Gabetta häufig zusammenarbeitet, (so auch bei ihrem höchst gelungenen Haydn-Hofmann-Mozart-Album) sowie aus Musikern der Ensemlbes "Orchestre Baroque de Limoges" und "Il Giardino Armonico". Es sind also allesamt Musiker, die eine große Expertise im Bereich der Alten Musik haben.

Für meinen Geschmack bietet Teil 2 des Vivaldi-Projekts einen weiteren Fortschritt zum bereits für sich exzellenten Teil 1 - insbesondere die Orchesterbegleitung klingt hier noch einmal transparenter, feingliedriger, detaillierter ohne dass irgendwie das große Ganze der einzelnen Stücke verloren ginge. Das Zusammenspiel mit Sol Gabetta gelingt exzellent - man merkt, dass die Aufnahme im Rahmen einer vielwöchigen Tournee mit dem Ensemble entstanden ist und die Feinabstimmung innerhalb des Ensembles und zwischen Orchester und Solistin bestens eingeübt wurde.

Über die Musik an sich könnte man streiten. Mein erster oberflächlicher Eindruck zum Progetto Vivaldi (ich spreche wieder von Teil 1) ist rückblickend umso absurder als die Musik Vivaldis und seiner etwas jüngeren Zeitgenossen nicht unbedingt spektulär ist. Klar ist sie melodisch und eingängig, aber um populistische Showstücke handelt es sich nicht. Es ist etwas schwerere Kost. Wer weiß, dass er sich mit der Barockmusik jenseits der 4 Jahreszeiten oder der Bach/Händel usw.-Evergreens schwer tut, wird sich auch mit diesem Album sicher nicht unbedingt leicht tun. Aber sie bekommen diese Musik für meinen Geschmack auf höchstem Niveau durchgearbeitet, in exzellenter Klangqualität und von ausgesprochenen Spezialisten (bis auf die vielseitige Solistin). Für meinen Geschmack ist diese CD daher für Sol-Gabetta-Fans natürlich ein Muss, aber auch für jeden, der etwas seltener dargebotene Barockklänge genießen möchte durchaus eine Überlegung wert.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einfach schöne Musik, 22. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Il Progetto Vivaldi 2 (Limited Edition Digipack) (Audio CD)
Habe die CD meiner Frau zu Weihnachten geschenkt. Es ist einfach schöne Musik mit einer sehr tollen Interpretation. Allerdings finde ich den Basso continuo am Anfang und zum Ende der CD etwas aufdringlich. Der Mittelteil ist deutlich ausgewogener. Aber das ist mein ganz persönlicher Geschmack. Wofür es einen Punkt Abzug gibt, sind die sehr störenden Raschelgeräusche beim hören mit Kopfhörern. Dieses Rascheln (ist es das Kleid???)hört man aber nur beim genußvollen hören mit guten Kopfhörern, über die Boxen ist alles gut.
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