Kundenrezensionen


127 Rezensionen
5 Sterne:
 (85)
4 Sterne:
 (18)
3 Sterne:
 (7)
2 Sterne:
 (12)
1 Sterne:
 (5)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


88 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Undramatisch fabelhaft
Was wurde nicht alles spekuliert in den Foren und in der riesigen Fanbase dieser einmaligen Band, daher in diesen Zeilen (fast) kein einziges Wort zum Wechsel der Drummer. Für mich klingt 'Dramatic Turn of Events' sehr stark nach den DT Meisterwerken aus den 90ern, 'Images and Words', 'Awake' und vor allen auch 'Scenes from a memory' und ist damit weniger dramatisch,...
Veröffentlicht am 9. September 2011 von ROTT

versus
18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Härte nicht mehr erzwungen.
Platte aus, Anlage aus, PC an! Ich vertrete wie so viele die Meinung, dass man sich ein Album zu Gemüte führen und es nicht einfach konsumieren muss. Manche Platten zünden bekanntlich erst nach mehreren Durchläufen.
Aber bislang habe ich meine Meinung zu einem Album nur selten drastisch geändert.

Deswegen möchte ich gleich zu...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2011 von Pace


‹ Zurück | 1 213 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

88 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Undramatisch fabelhaft, 9. September 2011
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: A Dramatic Turn of Events (Audio CD)
Was wurde nicht alles spekuliert in den Foren und in der riesigen Fanbase dieser einmaligen Band, daher in diesen Zeilen (fast) kein einziges Wort zum Wechsel der Drummer. Für mich klingt 'Dramatic Turn of Events' sehr stark nach den DT Meisterwerken aus den 90ern, 'Images and Words', 'Awake' und vor allen auch 'Scenes from a memory' und ist damit weniger dramatisch, als der Albumtitel erwarten lässt. In der 00er Dekade waren DT deutlich um mehr Komplexität bemüht, immer etwas getrieben. Wahrscheinlich tatsächlich der klare Einfluss von Portnoy. Für Fans, die das Frühwerk mehr verehren, wird mit dem aktuellen Album wahrscheinlich ein langer heimlicher Wunsch wahr. So geht es mir zumindest mir, sie klingen wieder wie früher. Immer noch verspielt und komplex, aber kompakter und harmonischer, mit einer Vielzahl eingängiger Hooks in eigentlich fast jedem Song und nicht mehr so teilweise überladen. Daher volle Punktzahl. Anhänger, die eher die Entwicklung des letzten Jahrzehnts verehren, werden vielleicht eher enttäuscht sein. Aber zum wichtigsten, den Songs:

ON THE BACKS OF ANGELS. Schon bekannt, gibt einen guten Vorgeschmack auf das was noch kommt.

BUILD ME UP, BREAK ME DOWN. Einer der etwas agressiver Songs, sehr kompakt. Die Solos sind technische Brillianz, die Melodie genial. Der frühe erste Höhepunkt. Wer die Platte beim Autofahren hört sollte sich hier lieber auf den Standstreifen stellen, der Drive und die Dynamik könnten etwas zu gross sein.

LOST NOT FORGOTTEN. Was für eine Tour de Force! Der Song beginnt treffend mit Hufgeräuschen und wird ein wahrhafter Ritt. Nach einem Piano Intro zeigen DT ihre Metalseite wie auf 'Train of Thouhts', unterbrochen nur von einem YES gleichen Mittelteil. LaBries Stimme ist sehr kraftvoll, treibt den Song zum grandiosen Finale. Fürs Hören beim Autofahren gilt die Empfehlung von Track 2 ;-).

THIS IS LIFE Eine sehr sphärische Nummer, zum Durchatmen. Klasse Gitarrenparts zu Beginn und mit einer Variation wieder zum Ende. James singt fabelhaft, wie überhaupt auf diesem Album. Erinnerungen an 'Another Day' kommen und gehen. Der Song ist eingänglicher als die beiden vorhergenden, und damit auch radiofreundlicher. Vielleicht die beste Melodie des Album. Und ist damit die perfekte Verschnaufspause für die beiden kommenden Epen.

BRIDGES IN THE SKY. Das erste von zwei Elfminuten Epos. Kann es noch gar nicht richtig erfassen, der härteste Rhythmuspart des Albums, aber sehr catchy im Chorus, ein metalisches Monster von Song. Die Melodie wird im zweiten Teil des Songs durch eine weitere hervorragende Passage ergänzt. Wahrhaft 'proggy', auch wenn ich dieses Wort nicht so mag, keine Note in den über zehn Minuten wirkt umsonst.

OUTCRY. Das Tempo wird etwas gedrosselt, ein Epos wie zu Beginn ihrer Karriere, mit einem wunderbaren Refrain, der mir einen Schauder wie 'Pull me under' über den Rücken jagt. Das Hauptthema wird von Petrucci immer weiter ausgearbeitet und verfeinert. Es macht einfach Spass, dem zu folgen und zuzuhören. GROSS!

FAR FROM HEAVEN Ein Ballade von James und Jourdan, pur akustisch und von Klavier und streichern untermalt, sehr melodramatisch. Zum Durchatmen nach dem epischen Vorgänger. Wenn der Song es ins Liveprogramm schafft, sehe ich engumschlungene Pärchen auf Open Air Geländen, die sich verträumt in die Augen schauen. Auch wenn die hervorragenden Lyrics eher melancholisch und düster sind.

BREAKING ALL ILLUSIONS Ein Meisterwerk, das längste Stück und das erste Stück mit einem Text (danke!:- von Myung seit Jahren. Rockiger, polternden Beginn, ein schöner Chorus. Der Highlight ist aber der iinstrumentale mittlere Part. Er ruft all die Geister hervor, die DT schon lange nicht mehr so intensiv bemüht haben, Yes, Rush, Pink Floyd. Hier wird das altmodisch progressive Element zelebiert, zum niederknien.

BENEATH THE SURFACE Eine wunderbare akustische Ballade, wie sie sich DT ja seit Jahren verkniffen haben, beendet das Album. Erinnert ein wenig an 'Take away the Pain', die Nicht-Balladen Freunde seien vorgewarnt.

Wow! Many Killers (BUILD ME UP, BREAK ME DOWN; BREAKING ALL ILLUSION; THIS IS LIFE; OUTCRY), keine Fillers - ausser vielleicht FAR FROM HEAVEN, das aber gut geparkt zwischen zwei Klassetracks nicht wirklich negative auffällt. Dazu noch die gewohnt erstklassische Produktion und die wiedergenese Stimme von LaBrie.

Ich wünsche dem Album sehr, dass es die Fans nicht zu sehr spaltet, da es vielleicht für einige ein kleiner Schritt zurück sein könnte. Für mich ist es ein in sich geschlossenes DT Meisterwerk, am ähnlichsten 'Awake', mit dem sich wie schon so oft die Nachfolgeralben vergleichen lassen werden müssen.

UPDATE nach 8 Wochen: Die Platte "funktioniert" immer noch, hat sich nicht abgenutzt. Höre gerade beim morgendlichen Arbeiten BREAKING ALL ILLUSIONS. So einen Effekt hatte ich schon lange nicht mehr bei einem DT Album. Und beim Sichten der Kommentare, muss ich mich outen. JA, ich bin ein Fanboy. Ja, ich verehre diese Band für ihre Musikalität. Und wenn Fanboy bedeutet, dass ich die Musik nicht zu Tode analysieren muss, bis zur letzten Synkope, sondern sie vielmehr einfach einfach wirken lassen kann, dann bin ich gerne ein Fanboy ;-)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioso, 9. September 2011
Was war ich gespannt auf das erste Album p.mp.!
Und wie habe ich mich erst drauf gefreut, nachdem der erste Track des Albums vorab zu hören war und von mir sofort als geil befunden wurde.

Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert!

On The Backs Of Angels (8:42)
Dieser Song wurde ja schon vorab online veröffentlicht und dürfte den meisten Interessierten bereits hinlänglich bekannt sein. Wieder mehr Prog-Rock als Prog-Metal und sehr geil. Macht viel Lust auf mehr und weckt enorme Erwartungen für das ganze Album.
Mehrstufiges Intro mit Keyboard-Sounds/-Effekten und Semiakkustischer Gitarre. Später fügt Jordan einen an Endless Sacrifice erinnernden Keyboardlauf hinzu. Yeah! Mike (Mangini) und John am Bass machen auch mit und der Song gewinnt an Tempo an Härte bis schlußendlich James das Quintett komplettiert. Ohrwurm! Mitsingdrang! Schöner instrumentaler Teil in der Mitte. (Mehr) Klaviersound wurde uns versprochen bzw. angekündigt. Hier kommt er. JP legt nach. Nach James' gesanglicher Beendigung wird der Song instrumental ordentlich zu Ende geführt.

Build Me Up, Break Me Down (6:59)
Zu Beginn Drumcomputersound der aber dann bald in echtes Schlagwerk überführt wird und mittels Gitarrenriffing metallisch gehärtet wird. James LaBrie beginnt verzerrt. Das und auch die Melodie lassen mich denken: Das klingt nach Mullmuzzler 2, Elements Of Persuasion oder auch Static Impulse. Wieder so ein fieser Refrain, der sich im Kopf festsetzt. Im Vergleich zu JLB's Soloarbeit natürlich instrumental stärker ausgebaut. Im Mittelteil lassen es JR und JP schön laufen. Streicher lassen den Song ausklingen. Kenne ich so von Angra. Windgeräusch und Pferdegalopp (!) leiten über zu...

Lost Not Forgotten (10:11)
Wunderschönes Klavierintro. Hymnische Einleitungsmelodie, die dann auch von Gitarre übernommen wird, unter Begleitung von Baß und Schlagzeug. Abwechslungsreicher, progressiver Instrumentalteil gleich zu Beginn, sehr geil, JR und JP im Duett. Dann wird geshredded, bis JLB einsetzt, anfangs in etwas tieferer Gesangslage. Refrainmelodie mit Suchtpotential. Im Mittelteil wird dann wieder wie anfangs richtig progressiv instrumentalisiert. JP legt noch mit einem Solo nach. Eine Minute lang! JR spielt sich anschließend die Finger wund. DT is back, that's for real! Da läuft einem das Wasser in den Augen zusammen! James tritt nochmal an bevor der Song knackig zu Ende geht.

This Is The Life (6:57)
Gitarre und Klavier intronieren, auch unter Mitwirkung von Baß und Schlagzeug. Dann ruhiges Klaviergeklimper und ebensolcher Gesang von James. Eine Ballade. Die Melodie weckt bei mir teilweise Erinnerungen an die erste Frameshift-Scheibe. Auch hier gibt es Instrumentalintermezzi, aber insgesamt ruhiger (v.a. im Sinne von langsam). Zum Ende hin wird es kraftvoller. JP legt noch ein Solo hin. Es muß ja bei DT nicht immer geknüppelt werden und es braucht auch kein Growling!

Bridges In The Sky (11:01)
Das Intro könnte mit dem "Throat Singing" auch von Angra sein, ebenso das folgende, von einem Chor intonierte, Agnus Dei. JR "spielt" Harfe. Nach ca. 1:30 kommt dann JP daher und MM springt ihm zur Seite und es wird gerockt. Jordan gesellt sich hinzu. Nach ca. 3 Min. darf James ran, zunächst langgezogene Töne, viel Legato im Gesang. Auch hier wird wohl auf dem Konzert wieder mitgesungen werden! Das hier ist Prog. Und Rock. Und Metal. Hier und da werden Erinnerungen an TCOT wach. Nur gute versteht sich. Ausgedehnter Instrumentalteil, in dem JP ordentlich vom Leder zieht. Aber zu gleichen Teilen auch JR. Zum Ausklang darf der Schamane wieder röhren.

Outcry (11:24)
Keyboard und Drumcomputersound ehe es hymnisch (druck)voll zur Sache geht. Später schwenken JP, MM und JR auf Prog um. JLB setzt ein. Von ca. 4:45 bis 9:05 gibt's dann minutenlang prog-instrumental voll was auf die Ohren. Parallelläufe von JR und JP, Soli von JP und JR, Rhythmuswechsel, Melodiewechsel sowieso. Alles was das Prog-Herz begehrt. Ein Traum! Übergang zu einem relaxten Teil, der zu James überleitet. Dann wird es wieder hymnisch wie zu Beginn. (Sorry, aber bei "The world watches on while we risk our lifes" klingt JLB sowas von nach Robbie Williams...) Fade-out, ähnlich wie bei SDOIT.

Far From Heaven (3:56)
Langsames Klavierintro, Cello-Begleitung. Ruhiger JLB-Gesang. Wieder eine Balade. Später setzen dann auch noch andere Streicher ein. Nach nicht mal 4 Minuten ist's auch schon wieder vorbei und die anderen 3 Bandkollegen haben nicht einmal ihre Instrumente angelangt (stimmt nicht ganz, wenn ich mich richtig erinnere hat laut einem JP-Interview JM zum Baß gegriffen. Ich vermute mal, es war einer mit Bogen). Von wegen JLB kann nicht singen! Bei allen Schwächen, die v.a. auf der Bühne manchmal zu Tage treten, das ist ganz großes Kino!

Breaking All Illusions (12:25)
Der längste Song des Albums beginnt gleich wieder mal mit einem Instrumental-Intro, mäßig progressiv. Danach eine sehr geile relaxte Überleitung zum Gesang, JM legt mit einer coolen Baßlinie für JLB auf, der zunächst einmal eher haucht. JP kommt hinzu und der Song wird dichter. Hymnischer Refrain. Dann werden das Tempo und der Prog-Gehalt erhöht. Zwischendurch immer wieder Instrumental-Breaks. Und natürlich gibt es bei so einem langen Song auch wieder einen längeren Instrumentalteil, einen sehr langen (ca. 5,5 Minuten) und abwechslungsreichen sogar. Viel Zeit zum Proggen, vom Feinsten! An manchen Stellen fühle ich mich bei der "falschen" Band. Rush? IQ? Spock's Beard? David Gilmore? Dire Straits? Egal, genial! James kommt zurück an's Mikrofon und der Song wird hymnisch und mit Soundeffekten beendet. Wassertropfen, rhythmisch, leiten über zu...

Beneath The Surface (5:26)
Pseudoakkustik-Gitarren-Intro mit Cello-Begleitung. Ein ruhiger JLB beginnt zu singen. Die dritte Ballade des Albums. Weitere Streicher kommen hinzu. Nach gut 3 Minuten legt JR ein Keyboardintermezzo ein. JLB im Zwiegesang mit sich selbst. Ein schöner und passender Song zum Abschluß des Albums.

Fazit:

Geil! Grandios! Die letzten beiden Alben - in ihrer Gesamtheit betrachtet - werden locker in die Tasche gesteckt.
Wie angekündigt wieder mit viel Melodie und Rückbesinnung. Und mit viel Baß. JM wird wieder mehr in den Vordergrund gemischt, oder täusche ich mich da?

Keine Frage, die letzten beiden Alben stehen in meinem Regal und ich mag sie auch. Aber ich höre sie selten. Sie sind gut, v.a. wie immer gut gemacht. Aber irgendetwas fehlt ihnen. Ich weiß nicht genau was. Die Seele? Die Überzeugung?
Irgendwie habe ich das Gefühl, die letzten beiden DT-Scheiben waren Arbeit und Beruf, und das neue Album ist wieder Hobby und Freude.

Woran es liegen mag? Nur an MPs Abgang? Schwer zu sagen. Klar, er war vermutlich die treibende Kraft hinter den härteren Elementen von SC und BC&SL und soll ja auch sehr dominant sein. Bei JLB und JM könnte ich mir schon vorstellen, daß die sich jetzt etwas wohler fühlen und mehr Harmonie in der Truppe herrscht. Auf der anderen Seite ist MP nach wie vor ein genialer Drummer und hat für uns einiges getan: Wir hätten sonst sicher keine "Official Bootlegs" und weniger Live- und Videomaterial. LTE und ev. auch Transatlantic würden vielleicht sonst nicht existieren.
Deswegen kann man auch nicht davon reden, ob man MP vermisst oder nicht. Sicher würde ich ihn auch weiterhin gerne bei DT hinter dem Schlagzeug sehen, aber jetzt sitzt dort eben Mike Mangini und leistet hervorragende Arbeit. Die Band ist zufrieden und das neue Album klasse. Das zählt.
Es ist nun mal anders gekommen, als man es sich jemals geträumt hätte. Aber es ist definitiv nicht schlechter geworden. DT ist jetzt etwas anders, aber immer noch genauso gut. Mindestens!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ins Gehirn eingebrannt, 2. März 2012
Rezension bezieht sich auf: A Dramatic Turn Of Events (MP3-Download)
Jedes Lied ist ein absoluter Volltreffer, man kanns gar nicht in Worte fassen.
Wo ich geh und steh schwirrt mit ein Lied der Scheibe durch den Kopf, wie eingebrannt!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Hammer, diese CD!, 21. Dezember 2011
Also, Diese CD ist einfach der Hammer! Wer "Images and Words" oder "Awake" von Dream Theater schon gut findet, wird bei dieser CD Freudentränen vergießen! Was Dream Theater mit "A Dramatic Turn of Events" ins digitale Silber gehämmert haben, ist schlichtweg Kunst! Allerdings kann man sich die "Deluxe Edition" sparen, ich habe mir von der DVD mehr erhofft aber das muß jeder selbst entscheiden.

Gruß Didi
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich wieder in Form., 7. März 2012
Von 
Sicman "SiC_mAn" (buxtehude (westabsurdistan)) - Alle meine Rezensionen ansehen
Seien wir doch mal ehrlich. In den letzten Jahren haben sich die New Yorker nicht grad mit Ruhm bekleckert was herausragende Alben anbelangt. Zwar bemühte man sich stets um große Abwechslung aber unterm Strich hatten alle Alben aus den Jahren 2002-09 "nur" zwei, drei absolute Übernummern.
Eine Tatsache die zu Zeiten von "Images and Words" oder "Scenes from am Memory" völlig undenkbar gewesen wäre, aber auch bei so einer außergewöhnlichen Band wie Dream Theater schlich sich irgendwann die Routine ein.
Somit war klar, dass die Band den Ausstieg von Mike Portnoy, der in fast sämtlichen Belangen die Zügel (zu) stramm in der Hand hielt, als Chance witterten einen Neuanfang zu wagen.
Auf "A dramatic Turn of Events" besinnen sich die Progkönige endlich wieder voll und ganz auf ihre Trademarks ohne sich bei gewissen Zielgruppen wie in der Vergangenheit anzubiedern.
Formvollendeter, melodischer Prog Metal trifft auf eine gesunde Portion Härte, die sich seit "Awake"- Tagen nicht mehr so gut ins DT- Klangkomsmos einfügte noch dazu legt man endlich auch wieder mehr wert auf eingängige Gesangsmelodien, die in großartigen Gänsehautrefrains der Marke "Build me up, break me down" oder "Outcry" münden.
Auch Neuzugang Mike Mangini feiert einen tadellosen Einstand hoffen wir nur, dass John Petrucci ihn beim nächsten mal etwas mehr von der Leine lässt, denn was der Junge beim Düsseldorfer Konzert diesen Jahres insbesondere beim Solo aus den Kesseln holte, ist schlicht atemberaubend!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios, progressiver und melodischer als zuletzt - trotzdem Dream Theater, 20. Oktober 2011
Von 
T. Jacobi "tojacobi" (Braunschweig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"A Dramatic Turn of Events" ist wohl der optimale Name für das neue Werk, nachdem Mike Portnoy leider Dream Theater verlassen hat. Nach den Auditions für den neuen Drummer, die auf der DVD zu sehen sind (aber auch auf Youtube), fiel die Entscheidung auf Mike Mangini. Er ist sicherlich ebenfalls ein sehr guter Schlagzeuger, wobei die ehemalige Rolle von Portnoy auch aus Songwriting und z.T. Gesang bestand.
Portnoy wollte nach meiner Kenntnis eine künstlerische Pause bei DT, die die anderen Mitglieder nicht mittragen wollten bzw. konnten. Nachdem Portnoy auch in anderen Projekten (u.a. Transatlantic) sehr erfolgreich ist, war die Trennung wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Nach diesem dramatischen Wechsel ist etwas Neues entstanden, was erfrischend anders und dennoch nach Dream Theater klingt. Die anderen Bandmitglieder bringen sich jetzt offensichtlich mehr ein beim Songwriting, was der Scheibe sehr gut bekommt und auch gekonnt den bisherigen Stil weiterentwickelt. Besonders gelungen finde ich "Build Me Up, Break Me Down", das komplex und trotzdem leicht zugänglich zugleich ist. Auch der Rest ist durchgängig klasse und hörenswert.

Sollte DT auf dem eingeschlagenen Weg fortsetzen und die entstandene Lücke beim Songwriting (Portnoy) auch weiterhin durch die anderen Mitglieder schließen können, freue ich mich auf jede neue CD.

Mike Manginis Drums sind übrigens exzellent, abwechslungsreich und exakt gespielt. Was kann man mehr wollen? Da er vom Alter und wohl auch vom Typ gut in die Band passt, kann man optimistisch in die Zukunft sehen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezension Dream Theater a dramatic turn of events", 4. November 2011
Eine Rezension über ein Album von DreamTheater zu schreiben, bedeutet vor allem eines: Jammern auf hohem Niveau. Seit fünfundzwanzig Jahren bepflügen die New Yorker nun schon den Acker der Rockwelt und haben sich dabei einen Ruf unter Fans und Experten erarbeitet, der seinesgleichen auf der Welt sucht. Immer ging es um durchdachte und komplexe Musik, gepaart mit allerhöchster Spielkunst. Es besteht kein Zweifel, dass sich Dream Theater schon lange von allen anderen Mitstreitern aus der MTV-Rockmusikszene abgesetzt haben, zumindest, was den künstlerischen und kreativen Aspekt angeht.
Um die Wertigkeit des aktuellen Albums a dramatic turn of events" zu beurteilen, bedarf es einen kleinen Blicks in die Vergangenheit. Der Rezensent lehnt sich jetzt mal gewaltig aus dem Fenster und behauptet, die Musik von DT einigermaßen gut zu kennen, denn er ist Fan der ersten Stunde und hat jedes Studioalbum gefühlte tausend Mal gehört. Und wie in jeder Bandgeschichte gibt Aufs und Abs, sowohl was persönliche als kreative Dinge angeht. Das ist auch gut, denn ohne Veränderung entsteht keine Innovation. Manchmal müssen neue Dinge ausprobiert werden, um wenigstens hinterher zu wissen, wo man seine Stärken hat. Aber der Rezensent schweift ab.
Das kleine Drama bei DT begann nach Six Dregrees Of Inner Turbulence, jenem fantastischen Doppelalbum aus dem Jahr 2002. Mit dessen Nachfolger Train of Thought wollte die Band ein Highlightalbum herausbringen, das eine Sammlung von Stücken sein sollte, die bei einem Konzert die Fans besonders zum Kochen bringen. Herausgekommen ist ein düsteres Album mit niedrigen Keyboardanteilen und dunkelschwarzer Basis. Wirkliche Highlights des Albums waren nach Meinung des Rezensenten nur die Stücke Honor Thy Father und In the Name of God. Der Nachfolger Octavarium wurde etwas kommerzieller ausgerichtet. Wenig Proganteile, einfachere Kompositionen und eine überschaubare Durchschnittslänge der Stücke. Die einzige positive Ausnahme stellt der Titelsong dar. Octavarium (der Song) ist einzigartig und hat schon auf den Nachfolger neugierig gemacht. Hervorragendes Intro mit RudessŽ Fingerboard, durch und durch rund und stimmig und endlich wieder Prog (unbedingt die Octavarium-Animation im Netz anschauen). Aber ein Stück kann die Scheibe eigentlich nicht retten.
Dann kam Systematic Chaos und die Welt schien wieder in Ordnung. Ein klasse Album von vorne bis hinten. Hervorragende Kompositionen, jede Menge Prog, hoher Anteil von Keyboard- und Gitarrenläufen, genau das was wir hören wollen. Leider aber auch das letzte gelungene Werk unter der Mitwirkung von Mike Portnoy.
Dann kam der nette Versuch" Black Clouds & Silver Linings. Ohne den Brechersong The Count of Tuscany wäre das Album fast als Totalausfall zu bezeichnen. Gleichzeitig stellt es den Höhepunkt der Portnoyifizierung der Band dar. MPŽs Einfluss auf das Songwriting hat Ausmaße angenommen, die der Band offen geschadet haben. Und mal ehrlich, Medleysongs, die beim Konzert die Leute ausflippen lassen (Live at Budokan), stellen auf einem Studioalbum einen Ausbund an Kreativitätslosigkeit dar und das Stück The Best of Times gehört eigentlich auf ein Mike Portnoy-Soloalbum.
Dann kam der große Knall. Portnoy raus, Mangini rein. Der Rezensent kann MP`s Gründe und Motivation nicht beurteilen und erspart sich deshalb einen Kommentar.
Der Titel a dramatic turn of events" beschreibt voll und ganz die Drehung oder besser die Befreiung der Band aus ihrem kreativen Gefängnis. Das Album stellt nicht weniger die Rückbesinnung auf alte Stärken dar, die DT zu der Band gemacht haben, die sie heute ist. Jede Komposition ist bis ins Letzte ausgefeilt, hochkomplex und mit hoher spielerischer Technik umgesetzt. Die Arrangements sind Weltklasse und die Chorusparts lassen Gänsehautfeeling aufkommen.
Der Opener On the backs of Angels lässt schon nach den ersten Minuten anläuten, in welche Richtung es während des ganzen Albums geht. Voluminöser, orchestraler Sound, starke Läufe von Keyboard und Gitarre. Endlich wieder ein mehr als gelungener Opener.
Nach Meinung des Rezensenten ist Build me up, Break me down das schwächste Stück des Albums, im Gegensatz zu anderen Schreibern, die den Song weit höher ansiedeln. Das Stück hat einfach zu wenig Schmiss und hätte ein Stück mehr Soloparts und Proganteile vertragen können. Die erwähnten exzellente Instrumentierung, die hammerharten Riffs und der kluge Einsatz von Soundeffekten können das Stück aber noch retten.
So, ab jetzt ist Schluss mit Kindergeburtstag, denn es beginnt der Ernst des Albums. Lost not forgotten rollt auf uns zu und schüttelt zu Beginn erst mal eine rechte gerade aus Prog und Frickelspiel nach DT-Rezept aus dem Ärmel, um danach mächtig stark weiter zu marschieren. Mitreisende Passagen, ein Spitzenchoruspart und die erste längere Solospielkampagne machen aus dem Stück das erste ernsthafte Ausrufezeichen.
Danach kurzes Durchatmen mit This is the Life. Der Zuhörer wird in der ersten Hälfte mit traumhaft schönen Balladetönen aus Akustikgitarre, Klavier und sanften Streichern in Watte gepackt, um danach mit starkem, hymnenhaften und fülligen Sound auf ein tolles Finale zuzustreben und auf den nächsten Brecher vorzubereiten.
Ein basstiefer Schamanengesang gepaart mit choralen Gesang läutet den Beginn eines Spitzentitels ein. Bridges in the Sky ist ein Brechersong vor dem Herrn. Knallharte Riffs schieben das Stück mächtig voran und Jordan Rudess schafft eine schaurig schöne bedrohliche Stimmung. Die Band holt mit diesem Stück alle Qualitäten zurück, für die sie bekannt ist und die wir solange vermisst haben. Endlose Soloparts, das perfekte Zusammenspiel von Petrucci/Rudess, den perfekten Choruspart und ein wie befreit wirkender James La Brie bieten hier den ersten Höhepunkt des Albums.
Keine Zeit zum Durchatmen. Outcry steht an und das Stück prescht genau so los, wie das vorherige. Alle Akteure laufen in diesem hochdramatischen Stück zur Höchstform auf und zeigen alle Facetten ihres Könnens. Die Soloparts sind urproggy. Man wird überschwemmt von Klangelementen, verspielten Rhythmuswechseln, allerhöchster Technik und kann nur noch mit offenem Mund vor dem Lautsprecher sitzen. Ein weiterer Höhepunkt
Es folgt mit Far from Heaven die erste richtige Ballade der Scheibe und gleichzeitig das kürzeste Stück. Nur getragen von RudessŽ Klavierspiel mit einigen dezenten Streichern trällert La Brie ein sanftes und trauriges Poem daher, das den überreizten Zuhörer wieder auf die Erde zurückholt. Sehr, sehr gelungen und traumhaft schön.
Einen haben wir aber noch. Breaking all Illusions ist der letzte Brechersong des Albums. Das Stück ist weniger dramatisch und ernst gehalten, wie Bridges ... und Outcry, trumpft aber mit einer Eruption aus positiver Energie auf. Das Stück stellt den größten und eindrucksvollsten Ausdruck dessen dar, was DT zu leisten vermögen. Als ob es nichts wäre, hauen die fünf einen Lauf nach dem anderen raus. Ein Riff wird durch das nächste bessere ersetzt, um danach den Zuhörer in einer langsamen Sektion kurz entspannen zu lassen und den Soloteil danach mit einem klassischen DT-Progelement auf die Zielgerade zu schicken. Die Band sprüht vor Spielfreude und Spaß am Musizieren. Das ist die Band, die wir hören wollen.
Mit dem letzten Stück Beneath the Surface beschließen DT ihr neuestes Werk und im Gegensatz zu den meisten Vorgängeralben gibt es kein Epos wie Octavarium, sondern eine wunderschöne Ballade, die den Zuhörer sofort in ihren Bann zieht. Mit herrlichen Akkustikgitarrenklängen, gelungener Streicherunterstützung und einem kurzen aber prägnanten Keyboardsolo rundet die Band das Album ab, der Zuhörer versinkt nach dieser gewaltigen Soundflut und den schier endlosen Tempo- und Rhytmuswechseln in tiefe Entspannung und wird seidenweich zurück in die Wirklichkeit entlassen.
Dream Theater haben mit diesem Album wieder voll auf ihrer Stärken gesetzt. Die Band hat schon immer ihre beste Musik gespielt, wenn der Keyboardanteil hoch ausgerichtet war und sich mit der Gitarre seine weltberühmten Duelle geliefert hat. Wir erleben Spielfreude, höchste Technik, hochkomplexe Kompositionen, einen mächtigen und orchestralen Sound voller Volumen und wiedergefundenen Spaß an der Arbeit. Einige Rezensenten mögen sich über die Anzahl an Balladen echauffiert haben, aber das ganze Album ist bis ins Letzte durchdacht und jedes Stück ist genau an der Stelle, wo es hingehört, um daraus ein stimmiges und harmonisches Stück Rockmusik zu machen.
Ein Wort zu Mike Mangini. Sein Spiel auf dem Album ist tadellos. Sonderlob für die Bewältigung der Mammutaufgabe, auf Portnoy Stuhl Platz zu nehmen. Mangini hat von Anfang an gesagt, dass er kein zweiter Portnoy sein wird, sondern sein Spiel bringen will. Es mag sein, dass seine Drums auf diesem Album nicht so fordernd klingen, wie bei Portnoy, aber die Band wird sich etwas bei dieser Art der Produktion gedacht haben. Mike Mangini wird sich mit Sicherheit immer besser in die Band integrieren und in der Zukunft noch stärkere Leistungen abliefern. Der Rezensent hebt Portnoys Verdienste um die Band deutlich hervor, aber er vermisst ihn nicht. Und wenn ich die Wahl hätte, dann entscheide ich mich für fünf Prozent dünnere Drums und dreißig Prozent bessere Songs.
A dramatic turn of events ist noch vor Systematic Chaos das beste Album seit 2002 und ganz großer Sport von Dream Theater.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DT is back at its best!, 9. September 2011
Die einzelnen Tracks zu bewerten überlasse ich mal anderen, ich möchte mehr auf die emotionale Wirkung dieses Albums bei mir eingehen - ich glaube viele andere DT-Fans werden ähnliche Verhaltensmuster entdecken.

Ich bin Fan seit den alten guten Awake Tagen und jedes Mal, wenn ein neues DT Album raus kommt bringe ich mich monatelang durchs Hören der alten Scheiben in Stimmung. Meine Frau ist genervt (steht auf Latin und Radio-Pop, also NICHT kompatibel) und es wird viel Zeit vor dem PC in den einschlägigen Foren verbracht, um ja keine neue Info oder ein Vorab-Review zu verpassen. Mit 33 Jahren fühle ich mich jedes Mal wieder sowas von nicht erwachsen - aber es geht nun einmal um DT, für mich als Musiker der größte musikalische EInfluss meines Lebens. Seit 1994 gibt es wenige Tage, die völlig ohne irgendwas von DT ablaufen, 17 Konzerte wurden bislang besucht. Dass die DT Fan-Gemeinde in dieser Hinsicht doch irgendwie gleich mit den Fangemeinden der alten Boygroups ist, lässt sich nicht ganz von der Hand weisen.

Letztes Jahr brach eine Welt für mich zusammen: MP verlässt die Band. Ich als Drummer war am Boden (ähnlich "Robbie steigt bei TT aus"). Ich habe MP in den Jahren diverse Mal getroffen, gesprochen, 5 Sticks und ein signierstes Snare-Drum-Fell von ihm zieren meine Wall of Fame. Und jetzt ist er nicht mehr bei DT?? Schwer vorstellbar.

Wenn ich aber ehrlich zu mir selber bin, waren die Drumparts von MP schon ein gutes Stück vorhersehbar geworden im Verlaufe der letzen Jahre. Als ich dann Stück für Stück Mangini besser kennengelernt habe (schon mal gesehen, dass der einen Wirbel mit EINER Hand spielt? Unvorstellbar!), stieg Stück für Stück meine Vorfreude.

Das ganze entwickelte sich durch die Vorab-Interviews, durch die offiziellen Teaser, durch OtBaA, welches ich um Längen besser fand, als Constant Motion oder Rite of passage, durch die ganzen Interviews (die Track by track Beschreibungen von JLB und JP haben mich verrückt gemacht) zu einer extremen Vorfreude, wie ich Sie seit vielen Alben (seit Scenes???)nicht mehr hatte.

Und nun ist es da.

Das neue Meisterwerk.

Seit Scenes oder mit Abstrichen SDoiT bin ich nicht mehr von der ersten bis zur letzten Minute so gefesselt gewesen. Auf SDoiT sind für mich einige Längen drin (Ende von Misunderstood als Beispiel), diese gibt es hier nicht. Die Musik wirkt unglaublich ausgefeilt. In den Interviews vorab wurde gesagt, dass mit MP die "DT Police" weg sei, die gesagt hat: "So machen wir das!", Zitat JR - dies merkt man. Alles hat sein Platz, alles hat seinen Sinn und Zweck. Die Musik hat Stellen, die endlich wieder nicht "Wir machen auf düster" klingt, sondern extrem "uplifting", lebensbejahend ist. Der Refrain von Breaking all illusions ist für mich einer der besten Momente in dieser Hinsicht seit .... keine Ahung, so weit kann ich nicht zurück denken.

Nicht falsch verstehen. Jedes DT Album ist für mich viel wichtiger als irgendein anderes Album von meinen Lieblingsbands wie Spocks Beard, Transatlantic, Ayreon usw. Aber dieses Album ist ein nicht für möglich gehaltener Schritt in eine neue (alte?) Dimension. Unglaublich ausbalanciert, mit keiner verschwendeten Minute (Day after day...), mit diversen Gänsehaut-Höhepunkten, einem tollen Spannungsbogen (was für ein Finale - erst Far from heaven - die Ruhe vorm Sturm, dann Breaking all illusions - einer der zukünftigen Top 5 DT-Songs - und dann wie aus dem Nichts das wunderschöne Beneath the surface).

EInfaches Fazit: kaufen, kaufen, kaufen.
Wie sagte Derek Sherinian einst so schön auf die Frage vor dem Once in a lifetime-Konzert: "Derek, what are you doing?" - "I am making history - and you?" - hier wurde von DT endlich wieder an diese Zeiten angeknüpft!

Köpfhörer auf, Licht aus und viel Spaß bei der Achterbahnfahrt des Jahres.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wow!, 30. Januar 2012
Ich bin ja nach Scenes from a memory ausgestiegen, das Nachfolgealbum fand ich
nicht mehr so prickelnd, die frühen Werke fand ich einfach zu gut.

Und nun - habe ich mich nach ein paar Jahren Abstinenz mal wieder
DT zugewandt, und war GEPLÄTTET davon, wie gut A dramatic Turn of Events ist.
- Bridges in the sky hat mit glatt umgehauen, mit diesem sphärich-düsternen Beginn
und den sich sukzessive steigenden Melodien.
- Lost not forgotten: Gänsehaut pur.
- On the backs of Angels: Ich bin immer wieder erstaunt, wie unglaublich kreativ
eine Melodie sein kann... hmmm... mixolydisch? was auch immer, klingt genial!

Wenn ich nicht die (auch sehr sehens- und hörenswerten, und darüber hinaus sehr
freunlichen) drummer-auditions gesehen hätte, wäre mir gar nicht aufgefallen,
dass ein neuer Drummer an der Schießbude sitzt. Chapeau, Herr Manigni!
Also, Leute: Kaufen, ganzen Tag laufen lassen, wohlfühlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Thron verteidigt, 17. Oktober 2011
Das Jahr 2011 ist wahrlich ein Fest für Progressive Metal Fans. Mit den neuen Alben von SYMPHONY X, LEPROUS, PROCUPINE TREEs Steve Wilson oder COMMUNIC gibt es heuer ein facettenreiches Angebot aus diesem Genre. Jetzt ziehen die Prog Götter DREAM THEATER nach. Mit 'A Dramatic Turn Of Events' veröffentlichen die Amerikaner ihr zwölftes Album und beweisen, dass sie trotz des Umbruchs nichts von ihrer Qualität verloren haben. Wie mittlerweile jeder wissen sollte, ist Drummer Mike Portnoy, der auch für TRANSATLANTIC, NEAL MORSE und kurzfristig auch für AVENGED SEVENFOLD arbeitet nicht mehr Teil der Band. Die genauen Gründe weiß trotz der vielen Gerüchte im Internet nur die Band selbst und dabei sollte man es auch belassen. Eine großangelegte Suchaktion förderte nun einen adäquaten Ersatz zu Tage. Mike Mangini, bekannt durch seine Arbeit mit ANNIHILATOR, MULLMUZZLER oder STEVE VAI, sitzt nun hinter dem monströsen Drumkit und konnte sich somit gegen Musiker wie die Peter Wildoer (DARKANE), Derek Roddy (u.a. NILE) oder dem Österreicher Thomas Lang (EAV, FALCO, ASIA) durchsetzen.

Funktioniert DREAM THEATER ohne Gründungsmitglied und Songwriter Portnoy? Ganz klar: Ja. Auch wenn er maßgeblich an vielen Stücken der letzten Alben beteiligt war, spielt die Band in dieser Konstellation schon zwölf Jahre zusammen und auch Petrucci, Myung, Rudess und LaBrie bewiesen in der Vergangenheit schon, dass sie geniale Nummern schreiben können. Wie sich der neue Mike in den Sound der Band einfügt, werden wir nun herausfinden.

"On The Back Of Angels" wurde bereits im Vorfeld im Internet veröffentlicht und machte schon richtig Lust auf mehr. Eine typische, etwas ruhigere, aber durchaus dramatisch angelegte DREAM THEATER Nummer, die gut ins Ohr geht, aber stellenweise noch etwas verhalten wirkt. Gerade Mike, der in den ersten Minuten noch virtuos agiert, hält sich im restlichen Verlauf dezent im Hintergrund. Die Chöre und Keyboards gefallen aber außerordentlich gut. Etwas härtere Parts und viel Gefrickel gibt es im Mittelteil des 9-Minüters. "Build Me Up, Break Me Down" ist schon etwas mutiger und rifflastiger. Dennoch gibt es genügend Keys, Synthies und Effekte. An letzteren bedient sich auch Fronter LaBrie zwischendurch. Der Text und der Chrous, der dank guter Gesangsarbeit und wunderschönen Melodien sehr einprägsam ist, sollte jeden Fan das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Mit "Lost Not Forgotten" haben wir auch schon den härtesten Song des Albums. Sehr dynamisch und verspielt geht man hier zu Werke. Mangini tobt sich erstmals richtig aus und das Spiel auf den Becken gefällt außerordentlich gut. Die Ballade "This Is The Life" fällt im Gesamteindruck etwas zurück, aber das heißt bei der hohen Qualität von DREAM THEATER nichts. Bei "Bridges From The Sky" gibt es nicht nur Kirchenchöre sondern auch haufenweise Percussion und deftige Riffs. Der gefühlvolle, dramatische Gesang von James sei hier noch erwähnt. "Outcry" gehört für mich zu den besten Songs des Albums. Was Jordan Rudess hier an den Keyboards an genialen Melodien liefert und die Spannung die sich bei diesem Song aufbauen, suchen ihresgleichen. Auch der Chorus und der progressive, recht hektische Instrumentalteil sind sehr gelungen.

Die zweite Ballade "Far From Heaven" ist zum Glück mit vier Minuten recht kurz ausgefallen, denn auch wenn sich James sehr viel Mühe gibt, ist der Song im Vergleich zum restlichen Material recht verzichtbar. Anders ist das beim längsten Song des Albums. Mit "Breaking All Illusions" liefert man ein sehr emotionales und abwechslungsreiches Epos, wie man es von dieser Combo erwartet. Und mit "Beneath The Surface" hat man dann eine positiv ausgerichtete Akustik-Ballade mit sehr viel Herz.

DREAM THEATER können mit "A Dramatic Turn Of Events", was übrigens ein cooler Titel ist, alle Zweifel und Befürchtungen zerstreuen und liefern erneut ein extrem starkes Werk, das die Fans zufriedenstellen wird. Vielleicht fehlen die großen Überraschungen und sie sind etwas softer als zuvor geworden, aber das kann man bei dem starken Material verschmerzen. DREAM THEATER bleiben mühelos am Thron.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 213 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

A Dramatic Turn of Events
A Dramatic Turn of Events von Dream Theater (Audio CD - 2011)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen