Kundenrezensionen

111
4,7 von 5 Sternen
Der Bastard von Tolosa: Roman
Format: Kindle EditionÄndern
Preis:12,99 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

67 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Dass es sowas doch gibt! Einen historischen Abenteuerroman, der fernab der Bestsellerlisten sein Dasein fristet und doch besser ist, als so vieles, was es auf eben diese Listen schafft. Ein hammermäßiger Abenteuerroman zur Zeit der Kreuzzüge. Ausgezeichnet recherchiert. Stets spannend. In mundgerechte Kapitel eigeteilt, mit liebevoll gewählten Kapitelüberschriften, die Heiligen/ Schutzpatronen gewidmet sind. Und dann dieses Ende! Mir wurde schon wehmütig, als ich die letzten Seiten vor mir hatte. Ein Abschied von Jaufre und seinen Lieben auf der Burg Rocafort? Mit großer Wehmut musste ich die geliebten abenteuerlich untermalten Lesestunden beenden, bin mir jedoch gewiss, dass mir viele dieser lebhaften Abenteuer in eben diesen eindrücklichen Bildern, die beim Lesen entstanden sind, in wohlig angenehmer, als zuweilen auch schrecklicher, Erinnerung bleiben wird. Ich bin voll der Begeisterung, wie ungezwungen mich der in seinen Erzählungen traurig-melancholisch anmutende Held, Jaufre Montalban, mit auf diese gewaltige Reise durch seine Lebensgeschichte genommen hat. Schließlich sind wir beide heimgekehrt. Jaufre und ich auch. Wehmütig wir beide.

Als ein Kind von Traurigkeit oder gar Untätigkeit kann man ihn nicht bezeichnen, diesen Jaufre. Schon in jungen Jahren zieht es den jungen Adligen weit weg von zu Hause. Nach dem Tod seiner Geliebten, die bei der Geburt seines unehelichen Kindes verstarb, und dem Gräuel der anschließend von seiner Mutter eigefädelten Zwangsheirat, war er der Fremdbestimmung seitens der "familia" überdrüssig. Fort aus der Heimat, lautete sein Beschluss - und ab ins Heilige Land, wo es große Abenteuer zu bestehen gelten sollte. Im Namen der Kirche, mit dem Dispens des Papstes alle Sünden die im Namen der Befreiung des Heiligen Landes noch begangen sollten als erlassen zu betrachten, wird dort geschlachtet, gemetzelt und geplündert. Der erste große Kreuzzug. Und zu seiner Ehr` wird Jaufre, dort im fernen Land auch gleich noch "Castelan", findet viele Freunde und eine Frau, mit der er eine neue Familie gründet. Die Dinge verlaufen indes auch in seinem neuen Leben nicht nach Plan und so gelangt Jaufre nach Jahren in der Ferne zu der Einsicht, heimkehren zu wollen. So einfach, wie gedacht stellt sich sein Unterfangen zu Hause - auf Burg Rocafort, in der Corbieras - wieder Fuß zu fassen nicht! Mit (s)einer starken Frau Berta, die die "famila" über schwierige Zeiten alleine durchbringen musste, hat er nicht gerechnet. Und schon gar nicht damit, dass ihn ein dunkles Geheimnis eines Tages vollkommen überrumpelt... und ihn auch in der Heimat erbitterte Machtkämpfe und blutige Schlachten erwarten...

Mein erster - eher panischer - Eindruck von diesem schönen dicken Schmöker (über 900 Seiten!) war völlig grundlos. Ich hatte ehrlich Bedenken, weil es ein riesig anmutendes Repertoire an geschichtlich belegten sowie fiktiven Personen der Handlung gibt. Als Lesezeichen sehr nett gestaltet übrigens.
Die Angst in die Handlung hineinzufinden war sehr schnell verflogen, denn die Art und Weise wie Jaufre Montalban seine Geschichte (nach)erzählt, ist fesselnd und nimmt mich einer Leichtigkeit mit, dass ich das Buch nur ungerne aus der Hand lege. Auch hatte ich mich bisher stets erfolgreich um Romane zum Thema Kreuzzügen gedrückt. Weil mir schlichtweg das Verständnis für die Motivation der Teilnehmer an den Kreuzzügen fehlte. DEN Zahn hat Ulf Schiewe mir bereits nach nicht einmal 100 gelesenen Seiten gezogen. Ich bekomme einen einmaligen Geschichtsnachhilfeunterricht, der alles andere als trocken ist und fühle mich dabei noch wie mitten in einem Kinosaal vor der breiten Leinwand. Prächtige Bilder dieser fremden Kulturen bilden sich vor dem geistigen Auge. Alles ohne mich belehrt zu fühlen. Ein geschickter Geschichtenerzähler ist er, dieser Autor, von dem man hoffentlich noch sehr viel wird lesen dürfen.

Meine Hoffnung, dass der Autor Ulf Schiewe mich bald wieder einlädt zu so einen unterhaltsam-lebhaften Roman ist mittlerweile zur Gewissheit geworden. Im April 2011 erscheint sein neuer Roman: DIE COMTESSA

Wem DER BASTARD VON TOLOSA gefallen hat, dem lege ich den Besuch der Homepage von Ulf Schiewe unbedingt ans Herz. Ich schätze Autoren sehr, die so offen mit ihrer Arbeit umgehen. Zumal es sich um einen Deutschen (Autor) handelt. Dort erfährt man sehr viel über seine Motivation dieses Buch zu schreiben und einen empfehlenswerten Artikel zu dem Thema "Das Zerrbild der Frau im Mittelalter". In seinen Recherchen, die man dem Roman auch anmerkt, bietet er einen tiefen Einblick in die Welt der Fakten. Und schöne Bilder aus den Gegenden wo DER BASTARD VON TOLOSA spielt, gibt es auch noch! Ein wahrer Glücksfall. Und einen schönen BLOG schreibt Herr Schiebe auch noch!

Eines der Bücher wo die fünf banalen amazon-Bewertungs-Sternchen mir als völlig unzureichend erscheinen. Einer der Abenteuerromane im fein gezwirbelten historischen Gewand, den ich tatsächlich empfehle möchte.
44 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. August 2013
Ich lese gerne historische Romane und als ich zuletzt auf dieses Buch hier gestoßen bin und die Inhaltsangabe gelesen hab hab ich gleich zugeschlagen, und ich muss sagen: Volltreffer!

Das Buch ist klasse geschrieben. Die Figuren sind glaubhaft dargestellt, es gibt keine langweiligen Längen und es ist trotz der über 900 Seiten sehr gut lesbar.
Interessant ist dabei dass es aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Am Anfang wirkt dies etwas befremdlich, da dies ja eher selten ist, jedoch gewöhnt man sich schnell daran. Dies sorgt jedoch dafür dass man sich voll und ganz mit der Hauptfigur Jaufré Montalban, aus dessen Sicht dieses Buch geschrieben ist, identifizieren kann.
Es gelingt diesem Buch diese Verbindung zwischen Leser und Protagonist zu schaffen, die einen mitfiebern und mitleiden lässt. Man ist traurig über den Verlust von liebgewonnenen Kameraden (und das kommt in diesem Buch wirklich oft vor), fiebert mit in den Schlachten und lacht mit bei den derben Gesprächen die bei den Zechgelagen von Jaufré und seinen Leuten oft genug geführt werden.

Die Schlachten die in diesem Buch vorkommen sind wirklich schonungslos dargestellt, nichts für schwache Gemüter, allerdings war diese Zeit nunmal brutal und es muss wie ich finde auch so geschrieben werden, schließlich muss so ein Buch authentisch rüberkommen.
Wie man sich hier ernsthaft über zu blutige Schlachten beschweren kann, wie es hier einige getan haben, ist mir schleierhaft. Die Leute die dies schreiben sollten sich vlt Bücher kaufen, die entweder eine andere Zeit behandeln oder ganz auf historische Romane verzichten, diese sollen schließlich authentisch bleiben und keine blumigen Märchen erzählen.

Interessant an diesem Buch ist auch dass der Sinn der Kreuzzüge und des Kämpfens für Gott hinterfragt wird, auch die Freundschaft mit Hamid, einem Sarazenen, lässt die Glaubensgrenzen verschwinden. Allgemein gibt es kein Gut oder Böse in diesem Buch. Vielmehr geht es um die Gier des Menschen nach Macht und die Wichtigkeit einer eingeschworenen Gemeinschaft vor allem in schweren Zeiten.

All dies macht dieses Buch zu einem hevorragendem Buch, welches ich nur weiterempfehlen kann.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Februar 2011
Ich mache es kurz, da ja auch die früheren Rezensenten voll des Lobes sind. Dieses Buch gehört zu den besten historischen Romanen, die ich je gelesen habe. Ganz im Ernst: Da können sich sogar Autoren wie Cornwell, Sansom und allemal Follett, der m. E. weit überschätzt wird, ein ordentliches Stück abschneiden. Ich rate allen Liebhabern dieser Literaturform dringend, dieses grandiose Buch zu lesen.
Ich hab's leider schon hinter mir, freue mich aber auf Schiewes angekündigtes zweites Buch!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ulf Schiewe entführt den Leser gekonnt in die Zeit der Kreuzzüge - er verknüpft Fiktion und historisch belastbare, weil gesicherte Fakten und Daten zu einer sehr stimmungsvollen, lebendigen, spannenden, sogar informativen und unterm Strich somit äußerst kurzweiligen Geschichte, der man die 928 Seiten übrigens kaum anmerkt - am Ende hab ich mich nämlich gefragt, wohin die ganze Zeit geflossen ist, welche ich mit dem Buch in Händen verbringen d u r f t e...

Das Lesevergnügen ist bei weitem nicht allein den Kampf-/Belagerungszenen zu verdanken - so steuert vielmehr die Kombination der Figuren (z.B. Provenzalischer Edelmann/Arabischer Kampfgefährte) kritische Töne bei, welche die Umstände und Auswirkungen der Kreuzzüge von mehreren Seiten ausleuchten.

Schiewe beweist eindeutig Talent im Umgang mit Sprache, der Projektor des Kopfkinos läuft hier auf Hochtouren!

"Der Bastard von Tolosa" gehört eindeutig zu den Büchern, auf die man sich den ganzen Arbeitstag über freut - man es wirklich kaum abwarten kann, in die Geschichte einzutauchen, um zu erfahren, welche Erfolge und Schicksalsschläge den weiteren Verlauf der Handlung bestimmen werden....

Fazit: Kaum zu glauben, dass dies tatsächlich ein Erstlingswerk sein soll! Hoffentlich hat Ulf Schiewe weitere Ideen, denn nach dieser beeindruckenden Erfahrung, wünsche ich mir eindeutig mehr Geschichten aus seiner Feder.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Anno Domini 1110: Der provenzalische Ritter Jaufré Montalban ist in Tripolis Castellan der größten Christenfestung der Kreuzfahrerstaaten. Jahre zuvor war er bei der Belagerung von Antiochia dabei wie auch bei der Befreiung von Jerusalem. 14 Jahre Kreuzfahrerleben liegen hinter ihm, seine Gefährtin Noura, mit der Jaufré eine 11-jährige Tochter hat, wurde grausam ermordet. Jaufré ist ausgebrannt von dem Morden und den Gräueltaten, welche er in dieser Zeit miterleben musste. Als ihn ein Brief seines Oheims erreicht, in dem Jaufré gebeten wird, nach Hause zu kommen und sein Erbe zu regeln, kehrt der Ritter mit seiner Tochter Adela und seinem arabischen Freund nach Rocafort zurück. Allerdings findet Jaufré auf seiner Familienfeste auch keinen Frieden. Vor vierzehn Jahren war er dem Aufruf zum Kreuzzug gefolgt, um seiner Ehe zu entfliehen. Nun erwartet Jaufré nicht nur eine zürnende Ehefrau, sondern der bisher Totgeglaubte muss sich einem Gegner stellen, der unbedingt seinen Tod will, um ein altes Familiengeheimnis weiterhin sicher verwahrt zu wissen.

So brutal und kämpferisch das Leben für die Kreuzfahrer war, so schonungslos erzählt Ulf Schiewe auch die Geschichte von Jaufré. Man erlebt die Kriegsgräuel aus dessen Sicht und lernt dabei einen Mann kennen, der trotz des Mordens seinen Gerechtigkeitssinn nicht verloren hat, nachts immer wieder von Alpträumen gequält wird und für den Treue und Kameradschaft über alles gehen. Durch Rückblicke erfährt man nach und nach, was Jaufré dazu bewogen hat, ins Heilige Land zu ziehen, wie er Noura kennen- und lieben gelernt hat und ist zudem bei der Belagerung von Antiochia dabei. Bildhaft und farbenprächtig, mit viel Liebe zum Detail, schildert Ulf Schiewe diese einschneidende Zeit im Leben von Jaufré und so opulent gestaltet sich auch der weitere Verlauf der Geschichte.

Auch in Rocafort ist Jaufré keine Ruhe gegönnt. Nicht nur, dass seine Ehefrau Berta ihm ob des Kreuzzuges immer noch zürnt, auch ein mächtiger Gegner erwartet Jaufré in der Heimat, der nichts anderes als seinen Tod im Sinn hat. Hierbei geht es um ein altes Familiengeheimnis, worüber jedoch Jaufré nichts ahnt. Im zweiten Teil des Romans, welches in Rocafort spielt, werden auch die politischen Machenschaften von Tolosa behandelt, die Ulf Schiewe ebenfalls unterhaltsam, spannend, kurzweilig und äußerst interessant erzählt und hierbei ebenfalls geschickt historische Geschehnisse und Personen mit einer fiktiven Geschichte verwebt.

Neben den ausgereiften Charakteren, die bis in die kleinste Nebenrolle überzeugen, entwickelt sich die Story äußerst wendungsreich und vielschichtig. Jaufré erzählt als gereifter Mann seine Lebensgeschichte einem Mönch, der eigentlich nach Rocafort gekommen ist, um dessen Testament zu verfassen. Doch der aufmerksame, wie neugierige junge Mönch ist äußerst wissbegierig und stellt Jaufré immer wieder Fragen zu seinem Leben, was Jaufré nur zu gerne dazu verleitet, ihm dieses über mehrere Tage hinweg zu erzählen. So weiß man zwar von Beginn an, dass Jaufré als Sieger aus dem Kampf um Rocafort hervorgegangen ist, aber die Auflösung um das rätselhafte wie gefährliche Familiengeheimnis behält sich Jaufré bis zum Schluss vor.

Fazit: Ein sprachgewaltiger, farbenprächtiger, opulenter Mittelalterroman, der einen von der ersten Seite an in das 12. Jahrhundert entführt.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 26. Oktober 2010
Jaufre Montalban, ein junger Edelmann aus Südfrankreich schließt sich dem ersten Kreuzzug an, um seiner ungeliebten Frau und seiner dominanten Mutter zu entfliehen. In Outremer steigt er zum Kastellan auf und lebt jahrelang recht zufrieden mit der Armenierin Noura zusammen, mit der er eine gemeinsame Tochter hat. Als bei einem Überfall auf das Landgut Jaufres Noura ermordet wird, beginnt er am Sinn des Kriegshandwerks zu zweifeln. Ein Brief seines Onkels aus der alten Heimat gibt schließlich den Ausschlag für eine Rückkehr, wo er seine Burg Rocafort wieder in Besitz nehmen will. Daß die Begrüßung keineswegs Begeisterung auslöst, ja dass er direkt von seiner Frau Berta aus der eigenen Burg ausgesperrt wird, hatte er nicht vermutet. Jaufre muß entdecken, dass es anscheinend um seine Person ein Geheimnis gibt, dass er selbst nicht kennt und weswegen es jetzt zum dramatischen Kampf um die Burg Rocafort kommt.

Das Buch ist gegliedert in drei Abschnitte: Teil 1 - Outremer, Teil 2 - Die Heimkehr,Teil 3 - Kampf um Rocafort. Jeweils wird in Rückblicken in der Ichform aus der Sicht von Jaufre Montalban erzählt. Was mir nicht gefallen hat war, dass dem Geschehen oft vorgegriffen wurde. So dass man den Ausgang eigentlich schon kannte und nur noch die Schilderung des Hergangs genau ausgeführt bekam, das hat viel an Spannung weggenommen. Außerdem war mir das ganze oft zu blumig übertrieben und der Edelmann Jaufre für meinen Geschmack ein bisschen zu volkstümlich. Die Frauen hingegen leiden alle nicht an Schüchternheit und wissen sich zu behaupten, vielleicht auch ein bisschen übertrieben?
Ansonsten ein gut lesbarer Roman, der die Schrecken des Kreuzzuges und die Grausamkeiten des Krieges schildert. Auf der anderen Seite aber auch ein romantisches Ritter-Abenteuer alias Robin Hood, zumindest im letzten Drittel.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. September 2013
Auch, wenn ich das Buch bis jetzt erst zur Hälfte gelesen habe, kann ich dem "Bastard von Tolosa" nur fünf Sterne geben!
Die Geschichte ist flüssig erzählt. Auch wenn hier manch einer in seiner Rezension meint, der Autor würde häufig von der Handlung abschweifen, kann ich dem nur widersprechen! Klar, beschreibt der Autor hin und wieder von der Vergangenheit der Hauptperson. Jedoch geschieht dies in kurzen Abschnitten, sodass es die Haupthandlung nicht wesentlich unterbricht.
Und den Rezensionisten vor mir, die sich über zu viel Gewalt beschweren, kann ich nur sagen, dass es sich um einen historischen Roman mit einem Kreuzritter als Hauptfigur handelt, der ein Schwert an seiner Seite trägt, und keinen Samthandschuh. Übertriebene Gewalt findet man in diesem Buch jedenfalls nicht.
Auf einen Punkt gebracht, kann ich nur eine absolute Kaufempfehlung für den "Bastard von Tolosa" aussprechen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. März 2015
Bücher müssen sich immer an der Erwartung des Lesers messen.
Ich liebe dicke Schmöker mit ausschweifenden Geschichten und scheue auch nicht vor vielen Protagonisten zurück. Wer Berlings Kinder des Grals oder Stephensons Barockzyklus kennt, weiss was ich meine.
Nach den vielen Rezensionen mit Superlativen hatte ich sowas in der Art erwartet... wurde aber ziemlich enttäuscht. Wenn ich es jetzt im Stil des Autors formulieren sollte: "hätte ich nur geahnt was auf mich zukommt...".

Das Positive:
- der Schreibstil ist flüssig, die Aufteilung der (wenig anspruchsvollen) Geschichte immer nachvollziehbar. Trotz mehrerer verschachtelter Zeitsprünge weiß man immer wo bzw. wann man ist (und meist auch was als nächstes folgt, da der Autor oft darauf hinweist)
- die "Actionszenen" sind ziemlich dynamisch und konsequent. Nicht ohne das politisch korrekte Hinweisen auf den Irrsinn dieser Gewalt. Haben etwas von Cornwell und heben sich irgendwie positiv vom restlichen Schreibstil ab.
- die Beschreibung der mittelalterlichen Welt ist recht ordentlich.

Das Negative:
- die Charaktere. Fast alle Protagonisten haben sich unheimlich lieb, sagen sich dieses auch ständig und tränenreich. Seine Frauen sind ausnahmslos wunderschön, klug und edel. Die Mägde sind drall und liebenswert. Der Schmied brummelig und treu ...etcetc. Also völlig eindimensional, langweilig und austauschbar.
Der Held ist natürlich groß, gutaussehend und edel. Ab und zu lässt der Autor ihn zwar auch mal kurz moralisch straucheln, aber da ist dann immer sein Lenorgewissen (Hamid) zur Stelle um ihn auf den rechten Pfad zu bringen.
Die zwei, drei Bösen sind natürlich klein, häßlich und vor allem feige und mit keinem Funken Ehrgefühl.
Es ist mir wirklich unverständlich warum Autoren, die durchaus das nötige Talent und den Fleiss besitzen Wälzer wie diese zu schreiben, nicht den Mut haben ihre Protagonisten vielschichtiger zu gestalten. Dass dies durchaus erfolgreich möglich ist kann man u.a. bei R.R.Martin bewundern.

- ich habe wirklich nichts gegen die Beschreibung innerer Nöte oder Liebeskummer etc. Aber während dies z.B. bei Cornwell oder auch Stephenson durch die Kürze dieser melancholischer Momente sehr anrührig ist, nervt es hier wegen des seitenlangen Gejammers nur noch und hat dann irgendwann nur noch den Charme von Carglas-Werbung (ausschalten oder ertragen?).

Ich gebe zu dass ich vorzeitig das Handtuch warf. Und zwar bei der tränenreichen Eröffnung des "Geheimnisses" (welches der Leser mehr oder weniger schon lange kannte). Es ist mir wurscht was mit den Protagonisten geschieht und das passiert bei mir selten.

1 Stern für den Fleiss
1 Stern für die ein oder andere spannende Beschreibung einzelner Szenen
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Juli 2012
Auch wenn der Roman, wie viele andere Rezensenten auch schon angemerkt haben, etwas schwer in Gang kommt und leider einige Klischees (auf die ich wegen Spoilergefahr nicht weiter eingehe) nicht ausgelassen wurden, fällt das Buch in der Masse der historischen Romane positiv auf.

Während viele Autoren entweder schlecht recherchieren und eher eine Art Fantasy-Roman dabei rauskommt oder ins Gegenteil verfallen und vor lauter Angst vor historischen Fehlern eher ein Geschichtsbuch schreiben als einen unterhaltsamen Roman, gelingt hier die Gratwanderung. Zumindest soweit ich es nach meinem Wissensstand nachvollziehen kann. Was die historische Korrektheit angeht, gibt es nur ein Sternchen Abzug für die immer wieder auftauchenden Begriffe "Sattelknauf" (mittelalterliche Sättel haben keinen Knauf, schon gar keinen, wo man etwas dranhängen kann) und "Mieder" (taucht erst im späten Mittelalter in der Damenmode auf).

Pluspunkte hingegen gibt es für die vielen sympathischen Nebencharaktere, und weil sich die schwarz-weiss-Malerei in Grenzen hält.

Einige Rezensenten haben die detaillierten Schilderungen sehr brutaler Szenen bemängelt. Aber Krieg war und ist nunmal kein Sonntagsspaziergang und ich empfinde diese Schilderungen an keiner Stelle als sadistisch oder voyeuristisch.
Wem das zu blutig ist, der sollte lieber bei solchen Romanen bleiben, deren Titel aus einer weiblichen Berufsbezeichnung besteht und deren Klappentext mit "Die schöne und kluge Tochter des Schmiedes/Kaufmanns/Medicus..." beginnt.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. November 2013
Der Roman ist mir die 5 Sterne wert. Einmal wegen der abwechslungsreichen - Liebe und Krieg(!) Handlung in einem fernen Jahrhundert und einmal wegen der bildhaften Beschreibungen der Handlungsorte, vor allem der Corbieres, die ich persönlich kennengelernt habe (Peyrepertuse, Bugarach u.s.w- leider habe ich castel rocafort nicht entdeckt). Die Geschichte des Senher de Rocafort war sehr spannend und fesselnd und man konnte so recht mit ihm fühlen, sei es in den drastisch beschriebenen kriegerischen Auseinandersetzungen im Heiligen Land oder beim Verlust seiner "Frau" Noura, wie auch bei seinem "Kampf" um Berta. Auch konnte man seine Verwirrung nachvollziehen, als er endlich begriffen hat, wer er wirklich war. Nur ab und an ergaben sich für mich Längen, die vielleicht ein anderer Leser nicht so empfindet, aber das tat der Lektüre keinen Abbruch, und nicht der Bewertung
Was ich jedoch nicht so toll fand, war das Geschehen -bzw. Nichtgeschehen- bzgl. der Tochter Adela gegen Ende der Geschichte.. Da hätte ich doch gern mehr erfahren. Hat sie einen Mann geheiratet, mit dem Jaume nicht einverstanden war? Wer war er? Das schreit geradezu nach einer Fortsetzung!!!
Der Roman ist für alle geeignet, die historische Handlungen mögen -mal nicht a la Iny Lorentz- aber auch für solche, die die Geschichte der Katharer und Kreuzzüge Interessiert ebenso könnte ich mir vorstellen, dass man mit deisem Roman auch "Nichtmöger" von historischen Romanen bekehren könnte
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen


 
     

Gesponserte Links

  (Was ist das?)
  -  
Lies den Roman um Mut, Neuanfang + Huskys. Erscheinungsdatum 1.9.15
  -  
Das Buch des Sommers 2015 - mit Soundtrack von Robert Stadlober
  -  
What faith leads us to receive the righteousness of God?