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47 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schonungslos entlarvend und grau wie Asche !
" Es konmt mir so vor, als wenn wir Menschen auf ewig gefangen sind, wie Ratten in einem Laufrad. Wir treten und schlagen um uns oder uns gegenseitig. Doch wir kommen dadurch der Freiheit keinen einzigen Schritt näher".
Dieses Zitat aus Hitchcocks "Psycho" kam mir sofort in den Sinn.
Denn diesselbe Hoffnungslosigkeit und Resignation umfängt den...
Vor 20 Monaten von Rumburak veröffentlicht

versus
12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hatte mehr erwartet....
Ich habe mir den Film nach all den positiven Rezensionen hier voller Erwartungen angesehen und war leider etwas enttäuscht. Der Film ist authentisch gespielt und sicherlich nicht schlecht, aber "großartig" finde ich ihn nicht. Wie auch einer der anderen Rezensenten hier ging auch mir Michelle Williams auf die Nerven, oder wohl besser gesagt ihre Rolle. Sie war...
Veröffentlicht am 9. Januar 2012 von Viktoria Groepper


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47 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schonungslos entlarvend und grau wie Asche !, 29. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Blue Valentine (DVD)
" Es konmt mir so vor, als wenn wir Menschen auf ewig gefangen sind, wie Ratten in einem Laufrad. Wir treten und schlagen um uns oder uns gegenseitig. Doch wir kommen dadurch der Freiheit keinen einzigen Schritt näher".
Dieses Zitat aus Hitchcocks "Psycho" kam mir sofort in den Sinn.
Denn diesselbe Hoffnungslosigkeit und Resignation umfängt den Zuschauer bei "Blue Valentine".
Ja er lässt einen erschaudern in seiner pessimistischen Wucht, ratlos zurück und fordert den Zuschauer heraus, wie es vielleicht im Moment nur noch ein Lars von Trier zuwege bringt- oder so sezierend genau ein Ingmar Bergmann vor Jahrzehnten.
Ein Film über die Liebe, die Zuversicht die in Lethargie und Hoffnungslosigkeit, ja Stoizismus endet, vielleicht fast immer enden muss.
Kein Film der guten Gefühle, kein Film der Mitleid oder Gnade mit den Protagonisten und uns Zuschauern kennt. Sondern ein Film der das Liebespärchen entlarvt, ihnen Stück für Stück die Illusionen herunterreisst und uns verstört, uns zwingt in unsere eigene Gefühlswelt zu schauen.
Unangenehm und überfordernd für viele, die vielleicht von einem Film die cineastische Illusion erwarten und eben vielleicht nicht mit der eigenen Befindlichkeit konfrontiert werden möchten.
Schonungslos stellt er existenzielle Fragen: Gibt es die alles überdauernde Liebe: Nein. Und noch viel bedrückender: Sie schlägt um in Ekel, Gleichgültigkeit, Hass, Kampf. Gibt es Sicherheit und Erlösung im Leben: Nein. Gibt es selbstbestimmtes Handeln und Verwirklichen: Keine Chance.
Das Damoklesschwert schwebt auch über dir. Magst du dich vielleicht momentan noch so glücklich, geborgen und sicher in deinem Lebensentwurf wähnen, nichts ist von Dauer und an nichts kannst du dich orientieren.
Zitierte ich eingangs einen Horrorfilm, so muss man sagen vielleicht ist "Blue Valentine" in seiner Art den Zuschauer ruhig und undramatisch im Genick zu packen und in den Spiegel schauen zu lassen dämonischer in seiner trügerischen Alltäglichkeit als es jedes fiktive Kino- Ungetüm zuwege bringen könnte.
Ryan Gosling, Michelle Williams spielen nicht; sie leben, fühlen, nehmen uns in ihrer Seelenqual an der Hand, entblössen ihre nackte Verletzlichkeit, wie es intensiver nicht geht.
Sie sind obwohl Mitte Dreissig in der gefühlten Endstation ihres Lebens, zumindest ihrer Liebe angekommen. Lachen, Liebe, Leichtigkeit, Leidenschaft, Begehren sind leblose Vokabeln aus einer anderen Zeit.
Das Hier und Jetzt ist eine Abfolge von alltäglichen Stereotypen, von Überdruss und bohrender Unzufriedenheit. Aneinander vorbeireden, Unverständnis, Zweifel, Selbstmitleid, Ekel, offener Hass, kein Entkommen. Grau und traurig wie Asche; das Existieren.
Beide sind auf Gedeih und Verderb zusammengeschweisst durch ein gemeinsames Kind, das eigentlich nicht geplant war. So wird auch eine endgültige Trennung auf längere Sicht nicht möglich.
Eigentlich könnte die kleine Familie glücklich sein. Weder gibt es Seitensprünge, finanzielle Probleme, Schicksalsschläge.Doch die Liebe ist in voller Banalität einfach gestorben und unwiederbringlich verlöscht. Doch keiner will sich das richtig eingestehen.
Kaum erträglich die hilflosen Versuche gerade des Mannes in irgendeiner Weise, den Liebesfunken wieder zum Erglühen zu bingen.
Herabwürdigend und bemitleidenswert seine Versuche durch den Aufenthalt in einem Liebeshotel Gefühle erzwingen zu wollen. Die Würfel sind längst gefallen. Die Vergeblichkeit ist vorprogrammiert.
Vielleicht nur noch möglich in Strömen von Alkohol der den Blick auf die deprimierende Realität vernebelt und möglicherweise die für immer verlorene Intimität, Leidenschaft fratzenhaft vorgaukelt.
Verstörend für den Zuschauer zu sehen wie Ryan Gosling quasi um Sex und Erotik bettelt, nicht aus real empfundener Lust sondern um die Beziehung damit kitten zu wollen, und wie angewidert seine Partnerin bereits vor der kleinsten Berührung zurückzuckt.
Der unbefriedigende Beischlafversuch gleicht dann schon fast einer Vergewaltigung, wobei sich die Hände seiner Frau erduldend vor Abscheu in den Boden verkrallen.
Der weitere Lebensweg scheint zumindest im Kino vorprogrammiert. Vielleicht ein paar Jahre später so könnte man es sich denken, steht Ryan Gosling wie einst Richard Burton in "Virginia Woolf" mit dem Gewehr hinter seiner Frau oder nach der gnadenlosen Gefängnisstrafe, genannt Ehe, werfen sie sich wie Jean Gabin und Simone Signoret in "Die Katze" kleine Papiernotizen als einzige Kommunikation zu.
Dieser Film wird die wenigsten kalt lassen, zwingt einen in seine Atmospäre. Ich behaupte nicht dass diese gezeigte Drastik für jeden schon erlebbar wurde.
Jedoch die traurige, vor sich selbst vielleicht nicht zugestandene Gewissheit dass plötzlich von einem Tag auf den anderen eine doch als ewige, einmalig empfundene Liebe, Leidenschaft sich verändert oder Gefahr läuft monotonem Gleichklang, Missverständnissen und Alltäglichkeit zu weichen, sowie auch die damit verbundene Zukunfts-Unsicherheit und die Angst vor emotionalen Verletzungen ist doch vielen, mich eingeschlossen, bekannt.
Das macht den Film, so nah, so intim für uns. Diese Menschen und Gefühle sind wir alle. Spiegeln in vielen Facetten unsere unausweichlichen Ängste.
Wie grausam, bedrückend, dass der Film uns bewusst keine Antwort, keine Hoffnung gibt.
Grandios und raffiniert ist der Film geschnitten. Szenen des Hasses, werden parallel mit Szenen der Liebe,der Erfüllung der Hochzeit gemischt. Zynisch, niederschmetternd und die traurige Unausweichlichkeit unterstreichend, so wirkt dies auf den Zuschauer.
Am Ende erstrahlt die Leinwand in einem Feuerwerk, und wie die Liebe ist es ein Staunen, eine unbeschreibliche Faszination, die erstrahlt und für immer als Erinnerung am Himel vergeht.
Was kann man also für sich herausholen aus dem Film um nicht gleich in Depressionen zu verfallen.
Die unter Umständen erleichternde Erkenntnis, dass dieses Paar doch auch viele Warnhinweise in den Wind geschlagen hat.
Da ist das eigentlich ungelegen kommende Kind, unfreiwillig, leichfertig Lebens- Verantwortung übernommen zu haben,da ist die doch auch anfänglich erkennbare nicht in die Tiefe gehende Kommunikation, die durch die Leidenschaft verdeckte unterschiedliche Lebensanschauung.
Und die Unfähigkeit offen und ehrlich Emotionen, Bedürfnisse anzusprechen ohne zu warten bis der Zug endgültig abgefahren ist. Bis keine gemeinsame Schwingung mehr möglich ist.
Trotzdem eine Sicherheit wird es nie geben.
Fazit: Eine extrem bittere Erfahrung,eine gnadenloser Schlag in die Magengrube für jeden Idealisten, Romantiker. Sie trifft den Zuschauer bis ins Herz und ist der Film, der in letzter Zeit zum grössten Diskussionsstoff in meinem Freundeskreis geführt hat. Wenn das ein Film schafft, sich und andere zu reflektieren ist das eine grandiose Leistung.
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105 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Über die Liebe, die keine sein sollte, 3. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Blue Valentine [DVD] (DVD)
Paare wie Dean und Cindy sitzen in Restaurants, kaufen im Supermarkt an der Ecke ein, oder laufen durch die Strassen der Stadt. Egal ob in Hamburg oder Buenos Aires. Dean und Cindy könnten auch Stefan und Nicole heissen, Enrique und Aurelia oder Daisuke und Mamiko. Meistens übersieht man sie, manchmal fallen sie einem auf, wenn sie mit gelangweilten Gesichtern nur das notwendigste miteinander reden. Sie stochern in ihrem Essen rum, würdigen sich kaum eines Blickes und wenn sie einmal miteinander reden, dann nur auf rein funktionaler Ebene. Sie übersehen die Schönheit des sie umgebenden, verachten den Augenblick in dem sie sich befinden und manchmal, wenn man sie bemerkt, zwischen den Menschen, den Paaren, die sich in die Augen sehen, lachend und das Leben geniessend, dann ertappt man sich manchmal dabei, wie man versucht ihre Geschichte zu entschlüsseln. Sich fragt, was passiert sein könnte, dass sie sich mit einer solchen Gleichgültigkeit begegnen, sich verachten. Waren die wirklich mal verliebt in einander? Warum sind sie augenscheinlich noch ein Paar, wenn nichts von dem, was Menschen zu einem Paar werden lässt, geblieben ist.

Cindy wuchs in einer privilegierten Familie auf, in der die tradierte, geschlechtsspezifische Rollenverteilung noch zum selbstverständlichen Bild einer Familie aus der bürgerlichen Kleinstadt gehörte. Wo der Vater seine Frau anschreit, wenn er genervt nach der Arbeit nach Hause kommt und sie das Essen versaut hat. Cindys Großmutter schein die einzige zu sein, die sich einen Kopf um den Teenager macht. Sie hört ihr zu und weiß davon zu berichten, dass sich die Eltern, wenn überhaupt, nur zu Beginn ihrer Beziehung liebten. Vielleicht bildete die Liebe auch nicht die Grundlage einer Ehe, in einer Zeit, wo es zum guten Ton gehörte zu heiraten, wenn die Geburt eines Kindes bevorstand. Alles andere war undenkbar. Cindy studiert Medizin und trennte sich kurz zuvor von ihrem Vorzeigefreund, einem Collegebesucher und Catcher. Sie kümmert sich um ihre Großmutter, die in einem Seniorenheim lebt, als Dean ihr das erste Mal begegnet. Er arbeitet als Hilfskraft in einem Transportunternehmen und organisiert den Umzug eines alten Mannes, der mehr oder weniger freiwillig den Rest seines noch kurzen Lebens in dem gleichen Heim verbringen wird. Dean fühlt sich von Cindy angezogen, begegnet ihr erneut und zufällig im Bus. Aus den beiden wird ein Liebespaar und diese Liebe scheint auch dann keine Brüche zu bekommen, als Cindy feststellt, dass sie schwanger ist. Das Kind ist allerdings nicht von ihm, sondern von dem coolen Collegeboy. Trotzdem werden sie eine Familie und Dean akzeptiert das Kind wie sein eigenes und kümmert sich rührend um die Tochter. Ein paar Jahre später ist von der großen Liebe nichts mehr geblieben. Dean ist Trinker, Kettenraucher und Maler. Cindys Traum von der Karriere als Ärztin wurde nicht zur Realität, sie ist Arzthelferin. Ohne, dass einem die Gründe näher genannt werden, weiß man, dass irgendetwas nicht mehr stimmt. Dean wirkt alt, älter als er vermutlich ist. Das Alter der Tochter Frankie ist ein Indiz dafür. Auch Cindy sieht abgekämpft aus. Beide haben sich nicht mehr viel zu erzählen und Cindy geht Dean aus dem Weg, wann immer sie kann. Die Geschichte begleitet das Paar. Bis zum endgültigen Ende der Beziehung, ein trauriger und schmerzlicher Weg. Doch das Ende kommt nicht unerwartet, obwohl nichts tiefgreifendes und einschneidendes passierte. Und der Weg bis dahin ist schmerzlich und bitter.

"Blue Valentine" erzählt zwei Geschichten. Die eine spielt in der Gegenwart und endet mit dem unweigerlichen Auseinanderbrechen der Familie, die ihren Höhepunkt in einem futuristisch gestalteten Hotelzimmer findet, dem letzten Versuch zu retten was nicht mehr zu retten ist. Die andere Geschichte spielt in der Vergangenheit. Sie beginnt mit der Vorstellung der beiden Charaktere, wie sie sich ineinander verlieben und heiraten. Doch beide Geschichten laufen nicht nacheinander ab, sondern paralell, was den Film zur eigentlichen Tragödie werden lässt. Die Gegenüberstellung der Bilder aus den glücklichen und den deprimierenden und traurigen Tagen machen diesen Film zu dem was er ist. Ein Drama über eine Beziehung, die eigentlich keine sein sollte. Und dafür gibt es unterschiedliche Gründe.

Ryan Gosling, der für mich durch seine Rollen in Filmen wie Inside a Skinhead, State of Mind oder Stay längst zu den Schwergewichten des neuzeitlichen "Charakterkinos" gehört und Michelle Williams verkörpern ihre Rollen großartig und tragen den kammerspielartigen Film. Man nimmt beiden ihr Rolle vollkommen ab, sowohl in der Zeit der "rosa Wolken", als auch in der zunächst leisen Krise, die sich zu einem immer lauter werdenden Grollen und schlußendlich zu einem infernalen Donnerschlag ausweitet. Einem Konflikt, der kein Happy End zulässt, auch wenn dieses offen gelassen wird. "Blue Valentine" besticht durch seine Bilder, seine klugen Kameraeinstellungen und einen Soundtrack, der zwar sparsam, aber niemals deplaziert wirkt.

"Blue Valentine" erzählt die zutiefst banale Geschichte von zwei Menschen, die sich zufällig über den Weg laufen, sich verlieben, die Pläne schmieden und sich gegenseitig ihr Leben und ihre Herzen versprechen und sich am Ende doch verlieren. Und diese zutiefst menschliche Geschichte ist meisterlich inszeniert. Find ich gut!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielschichtiges Drama über eine Ehe, die zum scheitern verurteilt ist, 12. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Blue Valentine (DVD)
Sicherlich ist die Tatsache, dass eine Ehe nach einiger Zeit auseinander geht schon lange nichts verwerfliches, oder gar überraschendes mehr. Paare wie Dean und Cindy laufen uns tagtäglich über den Weg, manchmal nehmen wir von ihnen Notiz, manchmal nicht.

Dennoch ist dieser Film, der ein alltägliches und nicht ungewöhnliches Thema behandelt, ein wirklich beeindruckendes Stück Filmkunst. Die Distanz mit der hier gearbeitet wird, ist sehr erdrückend, er wirkt kühl und irgendwie unnahbar. Die schauspielerischen Fähigkeiten von Ryan Gosling und Michelle Williams sind grandios. Man hat stets das Gefühl, man würde einem echten Paar dabei zusehen, wie es sich auseinanderlebt.

Über die Story wurde hier schon genug geschrieben - und gespoilert -, daher erzähle ich nur, was mich beeindruckt hat.

Ich finde es klasse, wie die Geschichte abläuft: Zum Einen sehen wir die Gegenwart, in welcher Misere Dean und Cindy leben, was sie sich gegenseitig antun. Zum anderen läuft Parallel die Geschichte der Vergangenheit ab, wir sehen wie Dean und Cindy sich kennenlernen und sich einst verliebten. Wir suchen nach Anhaltspunkten, die uns aufweisen können, was sich zwischen den beiden verändert hat, wir suchen nach einer Erklärung, warum diese Kälte zwischen den beiden herrscht... meistens müssen wir selbst interpretieren und möglicherweise auch unsere eigenen Erfahrungen mit einbeziehen. Es ist deprimierend, zu sehen, wie zwei Menschen, die sich einst liebten und ihr Leben miteinander verbringen wollten, nun zu anderen Menschen geworden sind, die sich offensichtlich nichts mehr zu sagen haben– und die vermutlich nur des Kindes Wegen noch zusammen geblieben sind. Das alles geht noch viel weiter und viel tiefer, aber ich möchte nicht spoilern.

Dieses Thema ist bei Weitem nichts „besonderes“ und wir alle haben sowas (zumindest etwas ähnliches) vermutlich schon erlebt, aber gerade das macht diesen Film so grandios, er ist realistisch und aus dem Leben gegriffen, hier wird nichts beschönigt und ich glaube, dass der Film auch eine ganz bestimmte Wirkung haben soll – er will uns den Spiegel vorhalten und uns zum nachdenken anregen.

Ich kann diesen Film jedem empfehlen der auf Dramen und tiefsinnige Storys steht. Ein wunderschönes und dennoch bedrückendes Stück Filmkunst, das man nicht verpassen darf!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hin und her gerissen, 21. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Blue Valentine (DVD)
Ich bin wirklich hin und her gerissen, was meine Bewertung für "Blue Valentine" angeht. Ich versuche das nachfolgend darzulegen.

Nachdem ich "The Place beyond the Pines" herausragend fand und demnach recht schnell fündig wurde, was weitere Filme von Derek Cianfrance anging, hat nun dieser Streifen seinen Weg in mein DVD-Laufwerk gefunden.

"Vom Ende einer Liebe" - so der deutsche Zusatztitel - fasst den Inhalt recht konkret und treffend zusammen. Ryan Gosling verkörpert Dean Pereira, dessen Ehe mit seiner Frau "Cindy" (Michelle Williams) im Begriff ist, zu Bruch zu gehen. Die gemeinsame Liebe zu Cindys unehelichen Kind Frankie aus einer früheren Beziehung scheint der einzige gemeinsame Nenner zu sein, der dem Paar geblieben ist. Während die Haupthandlung immer mehr in Richtung vermeintliche Katastrophe schlittert, lernt der Zuschauer das Kennenlernen und die ersten Monate der Liebe zwischen den beiden Protagonisten via Rückblenden kennen.

Man kann schon sagen, dass der Film einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat. Ähnlich wie "Pine" erzeugt der Film echte Gefühle, echte Momente des Mitfühlens und des Erlebens des Dargestellten in seiner kompletten emotionalen Bandbreite. Er erhitzt die Gemüter und ja - er regt einen teils wirklich auf; ein Umstand, den ich grundsätzlich einmal positiv meine.

Ein weiterer Pluspunkt für mich: Durch die Darstellungsweise mit den Rückblenden gelingt es geschickt, Gegenwart und Vergangenheit zu verknüpfen, die Charaktere vielseitig und tiefgreifend auszufüllen und lebendig zu machen in all ihren Eigenschaften, Stärken und Schwächen. Er wirkt stilistisch als Antithese zur Haupthandlung, denn die Charaktere sind in ihrem Verhalten und Wesen dort kaum wiederzuerkennen.

Womit ich schon bei meinem größten Kritikpunkt an "Blue Valentine" wäre: Die entscheidende Phase zwischen dem Beginn der in der Realität spielenden Handlung und den Rückblenden wird nicht weiter beleuchtet.
Man kann nicht glauben, wie es in so kurzer Zeit (die Tochter ist ja nur ein paar Jahre alt) so weit hatte kommen können, dass sich die Dinge so zuspitzten. Manch einen mag das sicherlich nicht stören - der/die denkt sich dann eben gerne dazu, was der Film nicht darstellen will. Ich aber finde es schade, denn der Prozess des Scheiterns wird so kaum ersichtlich; anders ausgedrückt: Ich tat mich schwer, selbst am Ende des Films, zu glauben, dass die Szenen in der Vergangenheit wirklich diese beiden Charaktere zeigen und nicht gänzlich andere Menschen.

Die Kernaussage des Films ist meines Erachtens die, dass Liebe vergänglich sein kann und dass eine Liebe, die von Anfang an auf vielen unsicheren und konfliktbeladenen Faktoren aufbaut, letztendlich zum Scheitern verurteilt ist. Diese Aussage empfinde ich grundsätzlich als erfrischend und interessant, stellt "Blue Valentine" doch recht schonungslos klar, dass nicht immer nach einem Happy End, wie man es aus fast allen sonstigen Liebesfilmen kennt, auch ein gemeinsames, glückliches Leben bis ins hohe Alter folgen muss. Im Gegenteil. Er zeigt, dass Liebe auch in Hass umschlagen kann, auf ganz natürlichem Wege. In ganz kleinen alltäglichen Etappen können sich Menschen so weit auseinander leben, dass sie völlig unschlüssig darüber sind, wie sie es denn je zusammen ausgehalten haben.

Doch genau um diesen Prozess zu untermauern, hätten die herausgelassenen Zwischenszenen geholfen. Im Grunde ist das Kind schon zu Beginn des Films in den Brunnen gefallen und man ist lediglich noch Zeuge davon, wie zwei seelisch schon vollkommen kaputte Menschen in die totale emotionale Krise steuern. Hier hat Cianfrance meines Erachtens viel Potential verschenkt und man muss sich als Zuschauer selbst ausdenken, was letztlich zum Bruch geführt hat.
War es die unterschiedliche Schulbildung? Kaum vorstellbar. Um es mal vorsichtig auszudrücken: die größte "Leuchte" ist auch Cindy nicht - ihr stümperhafter Versuch, unmittelbar nach ungeschütztem Sex eine Schwangerschaft zu verhindern, zeugt nicht gerade von Reife, ihre Schwächen in der Ausdrucksweise, ja ihre Verstocktheit (die sie allerdings mit Dean gemein hat) weisen zudem darauf hin, dass sie alles andere als sozial kompetent ist.
Die unterschiedlichen Lebensentwürfe? Eher nicht. Dean war sicherlich ein Taugenichts gewesen, aber er hat aus der Liebe heraus sein Junggesellenleben aufgegeben, geht bewusst ein Leben mit Familie ein und ist - soviel konnte man selbst am Ende sehen - ein großartiger Vater für Frankie.
Höchstens die angesprochene Unfähigkeit beider, sich überhaupt mal anständig zu unterhalten und mögliche Probleme anzusprechen, lässt sich als schlechtes Vorzeichen aus den Rückblenden übernehmen und in der Gegenwart allzu deutlich wiederfinden, wenn sich beide im Krankenhaus minutenlang anschreien, ohne auch nur einen substanziellen Satz hervozubringen.
Doch das war es schon. Deans Alkoholismus, sein Rauchen und sein verwahrlostes Äußeres ist zwar ein Grund, warum man die Gegenwarts-Cindy verstehen kann, wenn sie angewidert ist, ist für mich aber in seiner Entstehung vollkommen unverständlich. Wenn ich mich recht entsinne, hat Dean in den Rückblenden noch nicht einmal ein einziges Mal eine Kippe im Mund. Seine Wandlung von einem leicht verträumten, hilfsbereiten und zugegeben etwas naiven jungen Mann zu einem derartigen Wrack ist für mich schwer nachvollziehbar.

Was die schauspielerische Leistung von Gosling & Williams, sowie v.a. auch der Tochter angeht, braucht man nicht um den heißen Brei herumreden, allesamt sind sie fantastisch. Die Art und Weise, wie sich Gosling in welchem Film auch immer so dermaßen in seine Rolle einfühlt, ist toll mitanzusehen.
Kameraarbeit und Soundtrack erinnerten mich nicht von Ungefähr an "The Place beyond the Pines". Beides absolut genial und zwei gewichtige Gründe, warum ich Cianfrances Filme unterm Strich liebe.

Insgesamt muss ich allerdings sagen, dass mich dieser Film recht deprimiert zurück ließ. Klar war dies das Ziel des Regisseurs, insofern chapeau. Aber mir fehlt in seiner Ausführung einfach noch der Prozess des Scheiterns, um seiner Aussage Nachdruck zu verleihen.
"Blue Valentine" ist kein Film, der Vergnügen bereitet. Muss er auch nicht. Das tat "Pine" auch nicht wirklich. Doch seine Aussage bleibt mir zu allgemein und zu theoretisch, um sie aufs wahre Leben ummünzen zu können.
Denn seien wir mal ehrlich: Wie viele Paare gibt es, die glücklich miteinander sind, und deren Liebe auf viel dünnerem Eis fußte, als die von Dean und Cindy?

Da meine Hauptkritik aber sehr subjektiv ist und ich ansonsten wieder atmosphärisch dichtes, packendes und mit tollen Schauspielern besetztes Erzählkino sehen durfte, gebe ich, statt wie unmittelbar nach dem Anschauen angedacht, nicht 3 sondern 4 Sterne.
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Realistischer Einblick in die Liebe.., 11. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Blue Valentine [DVD] (DVD)
Bei diesem film handelt es sich um den Einblick in das Leben eines jungen Paares, welches auf dem Weg ist, sich zu verlieren. Nur einer der beiden kämpft um die gemeinsame Liebe, Familie und Glück. Leider steht der Ehemann auf verlorenen Posten und sein Kampf zermartert ihn mehr und mehr. Seine Bemühungen um die Liebe zu seiner Frau verlieren sich in deren emotionalen Abstinenz und Flucht...ein zu tiefst aufwühlender Film, welcher die Zerbrechlichkeit einer Beziehung im Alltag glasklar vor Augen führt. FÜR MICH ein Geheimtipp. Beide Schauspieler sind bekannte Größen und überzeugen in jeder Minute des Films.Rezension von einem (Ehe)Mann (39)
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Life hurts !!!, 4. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Blue Valentine (DVD)
Blue Valentine ist kein kitschiges Hollywood-feel-good-movie, sondern ein Film über das, was nach dem "...and they lived happily ever after" folgt, und das ist -wie wir alle wissen- nicht immer schön, selbst wenn es traumhaft begann.
In Rückblenden dürfen wir am anfänglichen Glück teilhaben, was den status quo um so schwerer zu ertragen macht.

Wer unbedingt ein Happy Ending braucht, um zufrieden den Kinosaal zu verlassen, sollte Blue Valentine meiden!

Wer jedoch schon mal in einer langjährigen Beziehung war und mutig genug ist, sich auf diesen Film einzulassen, wird eine emotionale Herz-Schmerz-Story erleben, die wirklich unter die Haut geht.

Michelle Williams und Ryan Gosling spielen absolut überzeugend und bringen diesen schwermütigen Stoff so realistisch rüber, dass es manchmal richtig weh tut. Aber es gibt auch heitere Momente vom Anfang der Beziehung, für die vor allem Dean (R. Gosling) sorgt, und später beim Herumalbern mit seiner Tochter.
Dean ist es auch, der mit allen Mitteln versucht, die Liebe am Leben zu erhalten (z.B. die Nacht im Hotel).
Was wirklich schmerzt, ist mit anzusehen, wie sich alles in Cynthia (M. Williams) gegen eine körperliche Annäherung sträubt (siehe ihre geballte Faust und die verzerrte Mimik auf dem Boden der "Zukunfts-Suite")

Als der Abspann lief hatte ich 'nen Kloss im Hals und ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Dennoch ziehe ich Filme wie Blue Valentine jeder Liebes-Komödie vor, weil sie mich einfach mehr berühren und beschäftigen.

FAZIT: Ein aufwühlendes Drama, das noch lange in Erinnerung bleibt !!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen traurig - trauriger - am traurigsten ..., 3. Dezember 2013
Von 
M. - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Blue Valentine (DVD)
"Blue Valentine" ist ein extrem trauriger Film. Traurig vermutlich deshalb, weil er von einer Beziehung erzählt, wie es sie so unzählige Male gibt. Überall' auf der Erde! Und der Eine oder Andere hat sie vielleicht selbst schon erlebt.

Am Anfang die große Verliebtheit, beide glauben, es hält ewig. Erotik, Leidenschaft, Hingabe, Liebe. Alles perfekt! Jedem Anfang wohnt eben ein Zauber inne ...

Und dann - nach nur wenigen Jahren - die große Ernüchterung. Der Alltag hat die Liebe verbraucht. Die Jahre haben die Liebe unter ihrem unentrinnbaren Leichentuch begraben. Für immer! Die Langeweile hat die Liebe verbrannt.

Und plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war. Die Liebe ist einfach weg und kommt nie mehr wieder ... Zum Weinen ... Aber dieses tragische Spiel spielt das Leben eben leider mit vielen Paaren. Und es gibt kein Entrinnen ...

Ryan Gosling spielt hier einen einfachen, aber herzensguten Typen, der in jungen Jahren schon seiner Traumfrau begegnet. Sie (eine bezaubernde Michelle Williams) stammt aus "gutem Hause", will eigentlich Medizin studieren und ist überdies noch wunderhübsch! Trotzdem bekommt er sie. Er hat das Herz am rechten Fleck. Trägt sie auf Händen. Die beiden verlieben sich unsterblich ineinander. Der Himmel hängt voller Geigen. Alles wunderbar. Alles perfekt. Die Welt, durch die rosarote Brille betrachtet, ist eben funny ...

Ich habe - zugegeben - eine Zeitlang gebraucht, bis ich in den Film rein gefunden habe. Die Story wird nicht "am Stück" erzählt, sondern "durcheinander". Mal sieht man Szenen vom Anfang, dann wieder von der Gegenwart. Das wirkt anfänglich sogar ein bisschen anstrengend. Aber mit der Zeit hat man sich daran gewöhnt. Und genau dieses Hin- und Herspringen in der Zeit macht den Film dann auch so interessant und spannend. Keine langweilige Geschichte, schön der Reihe nach erzählt. Sondern eine bittere Lovestory mit Zeitsprüngen.

Nach und nach erfährt man dann, wie die beiden sich kennen- und lieben gelernt haben. Und die Gegenwarts-Szenen zeigen, wie die beiden auseinanderdriften. Oder sagen wir so: Eigentlich ist es hier ja nur eine Person, die die andere nicht mehr liebt. Das macht in meinen Augen das Ganze dann auch noch besonders traurig. Denn wenn der eine noch liebt, der andere aber nicht mehr, dann ist die Beziehung trotzdem zum Scheitern verurteilt.

Der Film braucht nicht viele Worte, um das Traurige rüberzubringen. Manchmal hat mich - zugegeben - die derbe Wortwahl etwas gestört. Wenn einer zum anderen zehnmal hintereinander "A*schl*ch" sagt, dann hätte einmal auch genügt. Aber gut, ich gehe davon aus, dass es so gewollt war.

"Blue Valentine" ist ein düsterer, trauriger Film. Die negative Stimmung nimmt man auch nach dem Film noch ziemlich mit. Und wenn man etwas labil ist oder vielleicht gerade in einer unklaren Beziehung steckt, dann ist der Film vielleicht nicht empfehlenswert. Denn auch, wenn "Blue Valentine" eine traurige Geschichte aus dem Leben erzählt, so stimmt er doch auch irgendwie hoffnungslos. Besonders traurig hier eben, dass das "Nichtmehrlieben" hier von einer Person ausgeht und die andere eigentlich noch liebt. Und wenn man so etwas selbst kennt, dann verstärkt dieser Film noch das negative Gefühl.

Deshalb: "Blue Valentine" wird wohl am besten von Frischverliebten, Hartgesottenen, langjährig Verheirateten und Optimisten verdaut!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Be-/Erdrückende Studie einer gescheiterten Ehe, 12. März 2013
Von 
W. Walz "RW" (Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Spoilerkritik

Wie sich eine anfängliche Verliebtheit und starke Zuneigung, hervorgerufen durch das Interessantsein der sozialen und charakterlichen Unterschiede, hier bindet, dann aber, durch den Alltag und etwaigen Lebenslügen beider sich das Verliebtsein (denn mehr ist die Romanze nicht; er liebt mehr die "Idee" der/nach Liebe; sie seine zuweilen ehrliche Einfachheit, sowie die Standhaftigkeit trotz des Schwangerseins durch ihren Ex) langsam zermürbt, die Protagonisten fortwährend zerfrisst, ist hier in der variationsreichen Schauspielkunst der beiden Darsteller authentisch am Realleben abgefilmt.
Dabei sind die meist dokumentarisch eingefangenen Bilder der Kamera immer nah am Geschehen und das improvisierte Schauspiel -in den Gegenwartsszenen mehr als in den Rückblenden- entgleite nur wenig Goslin und Williams von der sehr frei geführten Regiearbeit.
Dass dies nicht jedermanns Geschmack ist, scheint verständlich, doch die Studie von sich zweier "Entliebten", ist so in der Art selten abgelichtet worden. Die Sprachlosigkeit der Geschundenen, mit ihren seelischen Sackgassen, ist deshalb nicht mit der sonst üblichen Hollywood-Tragik-Love-Story zu vergleichen.
Aus europäischer Sicht zählt man solche Werke deshalb eindeutig zum Autorenfilm und ist mir im Amazonranking dicke 4,5 Sterne wert.

P.S. Wie nah der Regisseur hier in der eigenen Seelenkiste kramt, kann man nur erahnen; jedenfalls kommt Ryan Goslins ausrasierte Stirn so nah an das Aussehen von Derek Cianfrance heran.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirkt noch lange nach..., 8. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Blue Valentine (DVD)
Es ist schon einige Zeit vergangen seit ich diesen Film gesehen habe. Und nun habe ich dennoch das Bedürfnis noch meinen Eindruck zu beschreiben.

Fast jeder hat schon mal erlebt, dass eine Beziehung auseinandergeht. Und so geht es auch den beiden Protagonisten Dean und Cindy, verkörpert von Ryan Gosling und Michelle Williams. Unterschiedliche Vorstellungen vom Leben treiben die beiden in eine Krise und doch versuchen sie beide auf ihre Art und Weise nochmal zueinander zu finden.

Was als große, verrückte Lovestory beginnt endet in einem gefühlsmäßigen Desaster.

Und genau diese Entwicklung wird hier grandios auf die Leinwand gebracht. Fast kammerspielartige Szenen und dazu die Rückblenden in denen sich auch der Zuschauer fragt - wie konnte sich dies so entwickeln.

Der Film tat mir richtig weh. Mag sein, dass er mich in einem schwachen Moment gepackt hat, durchgerüttelt und ebenso ratlos zurückgelassen hat, wie die beiden Hauptfiguren. Aber solch in Wucht in Bildern habe ich lange Zeit nicht mehr verspürt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Liebesdrama seit Jahren, 19. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Blue Valentine [Blu-ray] (Blu-ray)
In seinem Werk "Blue Valentine" zeigt uns Derek Cianfrance eine Beziehung zwischen zwei jungen Menschen, Dean (Ryan Gosling) und Cindy (Michelle Williams). Was als klassischer Fall von "Liebe auf den ersten Blick" anfängt, endet in Trauer und Verzweiflung. Der Verfall der Liebe wird geschickt und interessant durch passende Zeitsprünge dargestellt.

Das klingt zunächst nach einem 0815-Liebesdrama, doch Cianfrance schafft etwas, was nur sehr selten gelingt. Der Film wirkt, wie aus dem Leben gegriffen. Nicht aufgesetzt oder großartig kitschig. Hier müssen auch die schauspielerischen Leistungen gelobt werden. Ryan Gosling und Michelle Williams, welche meiner Meinung nach zurecht für den Oscar nominiert wurde, harmonieren hervorragend zusammen und schaffen es sowohl in den die glücklichen, als auch den problematischen Zeiten ihre Charaktere authentisch zu verkörpern.

"Blue Valentine" überzeugt ebenfalls durch sowohl intensive, als auch intime Aufnahmen und einen wunderschönen Soundtrack von der New Yorker Indie-Rock-Band "Grizzly Bear". Doch auch Penny & The Quarters' "You and Me" als DER Song des Paares ist nicht nur schön anzuhören, sondern wird besonders stark in Szene gesetzt.

Eine sensationelle Leistung von Derek Cianfrance und das beste Liebesdrama seit Jahren. Ich kann es jedem nur herzlichst empfehlen!

9/10 Punkte, also 5/5 Sterne
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Blue Valentine
Blue Valentine von Ryan Gosling (DVD - 2011)
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