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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Die Passion des stillen Rächers,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Stunde des Schakals (Gebundene Ausgabe)
Er ist zweifelsohne eine meiner Entdeckungen des Jahres 2010 ' der Krimischriftsteller Bernhard Jaumann. Galt er bis jetzt höchstens als Geheimtipp, könnte das sich nun durch seinen Wechsel zu Rowohlt ändern. 'Die Stunde des Schakals' ist das erste Buch, das als Hardcover bei Kindler erschienen ist und das Buch, das für Jaumanns Durchbruch sorgen könnte!Hat sich Jaumann vormals noch eher im europäischen Raum orientiert, entführt er uns diesmal auf den schwarzen Kontinent, der nun im Zuge der Fußballweltmeisterschaft in aller Munde ist. Clemencia Garises ist bei der Polizei in Namibia angestellt und hat als erfolgreiche Polizistin auch in Finnland ein Praktikum bestreiten dürfen. Sie muss sich sowohl mit ihrer Familie als auch mit unprofessionellen Mitarbeitern herumschlagen und ist deshalb ganz froh, als ihr ein aktueller Fall etwas Abwechslung beschert: Während er seine Bäume wässerte, wurde der Hausbesitzer van Zyl durch einen Elektrozaun von einem Heckenschützen ermordet. Der brutale Mord bleibt allerdings nicht der einzige und es scheint, als würde der Killer einen privaten Rachefeldzug gegen bestimmte Männer führen. All die Morde, denen die junge Polizistin begegnet, haben ihr Motiv offenbar in der Vergangenheit und Clemencia und ihr Team gelangen auf die Spur eines lange zurückliegenden Mordanschlags, für den der Rächer offenbar Vergeltung will... Jaumanns Roman ist sowohl eine ausgezeichnete Charakterstudie, als auch eine Geschichtsstunde und eine aufregende Mörderhatz quer durch den Süden Afrikas. Ihm gelingt es mühelos, psychologisch ausgefeilt und atmosphärisch dicht zu erzählen, ohne den Plot aus den Augen zu lassen. Insgesamt eine spannende und lehrreiche Lektüre, von der man sich eindeutig Nachschlag wünscht! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein gelungener Thriller vor einem besonderen Hintergrund,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Stunde des Schakals (Gebundene Ausgabe)
In Namibia kommt es zu einer geheimnisvollen Mordserie. Schnell stellt sich heraus, dass die Verbindung zwischen den Morden irgendwo in der Vergangenheit liegen muss. Die ermittelnde Polizistin Clemencia Garises kämpft gegen die Zeit - und gegen einen Mörder, der den Gesetzeshütern immer ein kleines Stück voraus zu sein scheint. Doch auch aus den eigenen Reihen schlägt Clemencia bald ein rauer Gegenwind entgegen und sie muss sich entscheiden, was ihr wichtiger ist: die Wahrheit oder ihr bisheriges Leben...Mit Die Stunde des Schakals" hat Bernhard Jaumann einen spannenden Thriller vorgelegt, der seine Leserschaft auf einer hochspannenden Verfolgungsjagd durch Namibia und Südafrika bis an die Grenzen Botswanas führt. Dabei wechselt der Autor gekonnt zwischen verschiedenen Erzählperspektiven und gewährt seinen Lesern auch einen Blick in die Psyche des Mörders, ohne jedoch Hinweise zu auf die Identität des Killers zu geben. Clemencia Garises ist eine sperrige Heldin, die ihre ganz eigenen Stärken und Schwächen hat. Genial ist jedoch auch ihr Umfeld, ihre lebhafte und chaotische Großfamilie, die sich immer wieder in das Leben der sonst so toughen Polizistin einmischt und es gehörig durcheinander wirbelt. Es soll mindestens noch einen zweiten Band um Clemencia und ihre Sippe geben und das ist sehr erfreulich! In seine Handlung hinein integriert Bernhard Jaumann geschickt unzählige Informationen über die Geschichte als auch über das heutige Namibia und schafft damit eine Szenerie, die es selbst dem zuvor wenig informierten Leser einfach macht, sich an dem eher ungewohnten Schauplatz zurecht zu finden. Dabei vermeidet der Autor aber geschickt jegliches Info-Dumping. FAZIT: Die Stunde des Schakals" von Bernhard Jaumann ist ein gelungener Thriller der Extra-Klasse, der mit einer besonderen Heldin und einem ungewohnten Schauplatz aufwartet. Unbedingt lesen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Endlich ein realistischer deutscher Polit-Thriller!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Stunde des Schakals (Gebundene Ausgabe)
"Nationen werden in Blut geboren. Genau wie Babys. Der Unterschied ist, das sich das Blut bei Nationen nicht so leicht abwaschen lässt. Es klebt und klebt und..." Diese Sätze legt Autor Bernhard Jaumann einem namibischen Kriminalbeamten in den Mund. Wie oft wird von Touristen, die dieses herrliche Land besuchen, vergessen, dass die Unabhängigkeit erkämpft werden musste, auch mit Gewehren - weil die weißen Besatzer der Rassistenarmee des früheren Südafrika sich über Jahrzehnte geweigert haben, die vielen Resolutionen der UNO zu achten, sondern Namibia weiter unterjochen wollten. Es ist sehr ungewöhnlich in der deutschen zeitgenössischen Literatur, dass in einen Kriminalroman politische Gedanken eingeschrieben werden. Hierzulande publizieren die Verlage lieber "Politthriller" aus den USA, die sich nicht mit der für jeden Leser nachvollziehbaren deutschen Gegenwart beschäftigen. Namibia ist Gegenwart, weil dort die weißen deutschstämmigen Farmer, Nachfahren der Kolonisten, immer noch die wirtschaftliche Macht fest in ihren Händen halten und darüber zu reden oder zu schreiben ein deutsches Tabu ist. Jaumann setzt sich in seinem Krimi darüber erfrischend hinweg. Schon das Thema packt ein heißes Eisen an: Vor zwanzig Jahren wurde Anton Lubowski ermordet, erstes weißes Mitglied der namibischen Regierungspartei SWAPO. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit haben Buren das Verbrechen verübt, Mitglieder eines rassistischen Geheimdienstes der früheren Apartheidregierung Südafrikas. Es gab nie einen Prozess, der Mord ist gerichtlich bis heute nicht aufgeklärt, die Tat nicht gesühnt. Die der Tat äußerst verdächtigen mutmaßlichen Verbrecher sind namentlich bekannt. Jaumann, der inzwischen in Namibia lebt, hat lange recherchiert und legt in seinem spannenden Krimi eine Fantasielösung des Falles vor, nennt dabei die wirklichen Namen der Tatverdächtigen und schließt in seinem Nachwort mit einer Aufforderung: "Falls irgendwer meine erzählerische Vergegenwärtigung dessen, was geschehen sein könnte, als untragbar ansieht, steht ihm der Gerichtsweg offen. Vielleicht kommt es dann zu einem Prozess, der endlich Licht in die Sache bringt".Jaumann beweist, dass Krimiautoren sich nicht nur ihrer Fantasie hingeben müssen. Die Beschäftigung mit hochbrisanten politischen Fragen kann auch in Deutschland Rezept für schriftstellerischen Erfolg sein. Das sollten sich die großen Verlage merken. Erfrischend ist auch die Aufmachung der realistischen Erzählung: in Kursivschrift eingeschoben lässt der Autor seine Personen immer wieder einmal selbst zu Wort kommen, schafft dadurch einen anderen Blickwinkel des Handlungsablaufs. Wer Namibia kennt, wird Straßen, Plätze und Landschaften wiedererkennen. Wer noch nie dort war, könnte durch den Krimi dazu angeregt werden, das Land zu besuchen und wird dabei nicht wie fast alle Touristen ausschließlich durch Reiseliteratur auf dem Pfad leider immer noch kolonistisch gefärbter deutschstämmiger Namibier vorbereitet sein. Eines der besten Bücher, die in diesem Jahr auf den Markt gebracht wurde. An dieser positiven Bewertung halte ich fest, obwohl Jaumann wie fast alle deutschen Autoren leider immer wieder in alten kolonialen Sprachgebrauch verfällt ("Buschmänner", "Stamm" etc.). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Intelligenter Politkrimi vor dem Hintergrund des Attentats auf Anton Lubowski,
Rezension bezieht sich auf: Die Stunde des Schakals (Gebundene Ausgabe)
Bernhard Jaumanns im Jahre 2010 erschienener Kriminalroman "Die Stunde des Schakals" spielt in Namibia und erzählt die fiktive Geschichte einer Mordserie an ehemaligen, an der Ermordung von Anton Lubowski, beteiligten Personen.Knapp 20 Jahre sind vergangen seit Lubwoski, Rechtsanwalt und SWAPO-Aktivist, einem Attentat zum Opfer gefallen war. Die Täter wurden zwar angeklagt, aber nie bestraft. Der Fall Lubowski, der wohl bis heute den berühmtesten Kriminalfall Namibias darstellt, und dessen Hintergründe nie zweifelsfrei haben aufgeklärt werden können, stellt dabei den Hintergrund dar. In einem Nobelviertel in Windhuk wird ein Mann erschossen, der am Anschlag auf Lubowski beteiligt gewesen war. Aber bei diesem Toten bleibt es nicht, bald wird ein weiterer Beteiligter getötet. Kriminalinspektorin Garises stellt schnell eine Verbindung zu dem Ereignis von vor zwei Jahrzehnten her. Aber wer könnte jetzt noch ein Interesse daran haben, Rache zu üben? Im Laufe der Ermittlung, bei welcher der Mörder sich nach und nach die Lubowski-Killer vornimmt, entwickelt sich die Ermittlung in ganz verschiedene Richtungen. Jaumann beleuchtet geschickt die verschiedenen Theorien, die sich um den Hintergrund des Lubowski-Mordes ranken, und thematisiert gleichzeitig die Zeit der menschenverachtenden "Apartheid-Politik". Der Roman ist etwa 300 Seiten lang, sprachlich erstklassig verfasst und politisch und historisch gut recherchiert. Abgesehen von einer spannenden, aber auch nahegehenden Lektüre, wird hier viel politisches, gesellschaftliches und historisches Wissen vermittelt. Absolut lesenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Gut und unterhaltsam,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Stunde des Schakals (Gebundene Ausgabe)
Ein gut geschriebenes Buch dass sich einfach lesen lässt.Woran ich mich gewöhnen musste sind die eingeschoben Zeugenaussagen, die aber notwendig sind, um die Geschichte rund zu machen. Und dann habe ich gegurgelt und festgestellt, das vieles so stimmte, die Personen nur teilweise fiktiv sind es ein wirklich spannendes reales Thema ist. Daher vier Sterne. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein beeindruckender Politthriller,
Von Silke Schröder, hallo-buch.de "hallobuch" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Die Stunde des Schakals (Audio CD)
"Die Stunde des Schakals" erzählt die Geschichte um den wahren Mord an Anton Lubowski, der symptomatisch für Nambias schwierigen Weg in Unabhängigkeit und Befreiung von weißer Vorherrschaft ist. Bernhard Jaumann greift dabei die Fragen nach der Wahrheit, nach Selbstjustiz, nach Schuld und Moral auf in einem Land, das zwischen Kolonisierung, südafrikanischer Besetzung und einem oft gewaltsamen Befreiungskampf zerrissen wurde. Mit der jungen Polizistin Clemencia Garises schafft der Autor eine echte Sympathiefigur, von der wir viel über den Alltag einer jungen Frau erfahren, die im Township lebt und sich mit den dortigen Verhältnissen, aber auch mit ihren stets neugierigen Verwandten und Nachbarn auseinandersetzen muss. Zugleich verkörpert sie das neue und moderne Namibia, das dennoch seine Traditionen nicht vergessen will."Die Stunde des Schakals" ist ein beeindruckender Politthriller, hervorragend gelesen von dem Schauspieler Jürgen Uter, der es versteht, die Spannung der Story ebenso wie die besondere Atmosphäre Namibias einzufangen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Spannender Politthriller, der in die Geschichte Namibia` s eintauchen läßt,
Von Astrid L. "Lesekatze" (Mittelfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Stunde des Schakals (Taschenbuch)
Ein namenloser Killer auf einer einsamen Mission ist unterwegs, um nach und nach 5 Menschen zu töten. Bewaffnet mit einer Kalaschnikow und der Polizei immer einen Schritt voraus. Wer ist dieser Mann und wer sind seine Opfer?Schnell stellt sich heraus, das diese Männer früher alle Mitglieder des CCB ( Civil Cooperation Bureau 1986 - 1990) waren, die vorallem Apartheitsaktivisten gewaltsam bekämpften. Es war eine Geheimorganisation die eng an das südafrikanische Militär gebunden war, mit dem Ziel die Unabhängigkeit Namibias zu verhindern. Und genau diese Männer wurden benannt, an der Ermordung von Anton Lubowski beteiligt gewesen zu sein... Jetzt, 19 Jahre später wird der erste der fünf Männer ermordet aufgefunden und Clemencia Garises muß ermitteln! Für die farbige Polizistin kein leichter Fall, begibt sie sich doch in die Welt der Weißen, in der sie immer noch auf Vorbehalte trifft und in der über die Lubowski-Sache niemand reden möchte, geschweige denn das dieser Fall nocheinmal aufgerollt werden könnte... Bernhard Jaumann lebt jetzt in Namibia und so ist er auf den Namen Anton Lubowski gestossen und er begann Nachforschungen anzustellen und aus dieser wahren Begebenheit eine Geschichte zu schreiben, die Wahrheit und Fiktion wunderbar miteinander verwebt. Ihm ist ein Politthriller gelungen, der wahre Fakten der Geschichte Namibia`s mit einer erfundenen Kriminalgeschichte verbindet. Anton Lubowski wurde wirklich am 12.September 1989 vor seinem Haus erschossen und die mutmaßlichen Täter zwar angeklagt aber nie verurteilt und auch Jaumann kann uns letztendlich den wahren Täter nicht präsentieren. Aber er nimmt uns mit in eine spannende Story mit tollen Protagonisten und in ein Stück Zeitgeschichte von Südafrika, Namibia und Botswana. Seine Idee 19 Jahre nach der Tat einen Killer auf Wanderschaft gehen zu lassen finde ich genial, denn es rückt eine ungesühnte Tat ins Bewußtsein die uns der Autor hier in gut erzähltem Stil näherbringt. Mit seiner Hauptprotagonistin Clemencia Garises hat er eine Figur geschaffen, die sehr sympathisch ist und von der man mehr lesen möchte. Seine Mordopfer allerdings entspringen der Realität und wurden damals teilweise zwecks anderer Verbrechen verurteilt, die sie im Namen des CCB begangen hatten... Fazit: Ein toller Thriller in einem rasanten Tempo mit einem hohen Spannungsbogen. Sehr zu empfehlen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Macht nachdenklich,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Stunde des Schakals (Taschenbuch)
Ein sehr gutes Buch, das die Bilder und Stimmen Afrikas wach werden lässt. Sicherlich keine leichte Kost, aber sehr gut aufbereitet. Afrika hat seine Geschichte noch nicht aufgearbeitet, das ist die beklemmende Erkenntnis.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
lubowski,
Von barbro "barbro" (portugal) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Stunde des Schakals (Taschenbuch)
Erst jetzt habe ich die Taschenbuchausgabe dieses Buches gelesen und bin ebenso begeistert, wie andere Leser vor mir. Das Buch bzw. die Vorgeschichte um Rechtsanwalt und Freiheitskämpfer Anton Lubowski, ist hervorragend recherchiert und aufgearbeitet worden und überhaupt sind das Land Namibia, mit all seinen Besonderheiten und seine Menschen so glaubhaft und überzeugend beschrieben, dass es mich fast wundert, dass der Autor selber kein Namibier ist. Für jeden Leser, der an Namibia (und dessen Geschichte) interessiert ist und außerdem noch gerne spannende Krimis liest, ist diesen Buch ein absolutes Muß! Und wenn man einfach nur gerne spannende Bücher liest, dann erfährt man in diesem ganz nebenbei noch jede Menge über Namibia, im Süd-Westen Afrikas.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Unaufgeklärter Mord in Namibia führt nach 20 Jahre zu einer Mordserie,
Von Ewald Judt (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Stunde des Schakals (Taschenbuch)
"Die Stunde des Schakals" (rororo 25265) ist der erste Roman von Bernhard Jaumann mit Clemencia Garises - einzige Kriminalinspektorin Namibias, ausgebildet in Südafrika, weitergebildet in Finnland. Morde erschüttern Windhoek, Namibias Hauptstadt. Abraham 'Slang` van Zyl wird im Garten seines Haus im Weißenviertel ermordet. Ihr Chef, Deputy Commissioner Ndangi Oshivelo, ein mittlerweile ergrauter ehem. Swapo-Kämpfer, beauftragt Clemencia Garises mit den Ermittlungen. Tags darauf wird auf der Straße vom Flughafen in die Stadt Windhoek Leon André ,Chappies` Maree ermordet aufgefunden. Als sich herausstellt, dass die beiden Toten bei der ehem. südafrikanischen "privaten" Geheimdiensteinheit CCB tätig waren und die Morde zusammenhängen dürften, übernimmt Clemencia Garises auch diesen Fall. Ndangi Oshivelo erkennt sofort die Brisanz dieser Fälle, denn beide waren vor über 20 Jahren mit drei anderen verdächtigt worden, Anton Lubowski kurz vor der Unabhängigkeit Nambias ermordet zu haben. Damit dringen Fakten in die Fiktion ein. Anton Lubowski war ein prominenter Anwalt, der als erster Weißer Namibias der Swapo beitrat und deren Kampf gegen Kolonialismus und Apartheid unterstützte. Als möglicher Täter wird bald eine Gruppe der CCB verdächtigt, ihre Mitglieder sind bekannt, es kommt insbesondere gegen den angeblichen Haupttäter zur Anklage, doch nicht zu einem Prozess. Es scheint als ob auch die mittlerweile an der Macht befindliche Swapo über den Mord an Anton Lubowski den Mantel des Schweigens breiten wollte. Wenngleich ihr Oshivelo aufträgt in alle Richtungen zu ermitteln, geht Clemencia Garises davon aus, dass die Morde mit dem Tod von Anton Lubowski und der Nichtverurteilung von dessen Mörder(n) zusammenhängen. Warum sollten sonst zwei damals Verdächtigte jetzt hintereinander ermordet werden? Richter Henrik Fourie, der - von der Schuld der CCB-Gruppe überzeugt - damals mangels Anklageerhebung keinen Prozess führen konnte, gibt Clemencia Garises Auskunft was damals geschah und nicht geschah. In den nächsten Tagen werden zwei weitere Mitglieder der des Mordes an Anton Lubowski verdächtigten CCB-Gruppe ermordet: Ferdi Barnard von einem Zellengenossen in einem Gefängnis in Pretoria/Südafrika und Donald "The Cleaner" Acheson in seiner schwer befestigten Farm mitten in der Kalahari. Es zieht offenbar ein Killer durch das südliche Afrika, der einen nach dem anderen der damaligen Verdächtigen tötet oder dafür sorgt, dass getötet wird. Dann wird auch der Name des fünften - bisher unbekannten - Mitglieds des CCB-Teams bekannt. Wird er das nächste Opfer? Oder ist er gar der Mörder? Oder ist der unbekannte Killer ganz wer anderer? Die junge Kriminalinspektorin folgt den Beweisen und ihrem Instinkt, findet das Motiv und den Mörder und kann in einem spannenden Finale die aktuellen Fälle abschließen. Doch warum wurde vor über 20 Jahre Anton Labowski ermordet und warum hält die Mauer des Schweigens noch 20 Jahre nach dessen Tod? Die Stunde des Schakals" ist ein exquisiter Kriminalroma, der auch einen Einblick in die Geschichte Namibias vor und nach der Unabhängigkeit 1990 und das Leben in Namibia anhand der Familie der einzigen Kriminalinspektorin Namibias gewährt. Schön wäre es, wenn Die Stunde des Schakals" der Beginn einer Krimiserie mit Clemencia Garises wäre. Das Buch verdient zu Recht den Deutschen Krimipreis 2011 und viele Leser.
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Die Stunde des Schakals von Bernhard Jaumann
EUR 9,99
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