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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krimi und Charakterstudie in Insel-Isolation
Winter auf den Shetland-Inseln: Die 16-jährige Catherine Ross wird kurz nach Neujahr auf einem Feld im Schnee erdrosselt aufgefunden, umbringt von Raben.

Als Schuldigen sehen die Insulaner sofort den alten Einsiedler Magnus Tait, dem vor mehreren Jahren schon einmal zugeschrieben wurde, etwas mit dem mysteriösen Verschwinden der kleinen Catriona Bruce...
Veröffentlicht am 19. Januar 2008 von Matthias

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Je kälter das Setting, ...
... desto langsamer die Story. Das ist die, sicher sehr simpel und vereinfacht dargestellte, Vorurteilsformel, die für mich auch in diesem Kriminalroman Bestätigung erfährt. Dabei ist das Setting tatsächlich fantastisch gewählt: Winter auf den kaledonischen Shetlands, karges Felsarchipel im rauhen, wilden Nordatlantik - da bildet sich doch schon...
Vor 17 Monaten von DieBuchpiraten veröffentlicht


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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krimi und Charakterstudie in Insel-Isolation, 19. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht der Raben (Taschenbuch)
Winter auf den Shetland-Inseln: Die 16-jährige Catherine Ross wird kurz nach Neujahr auf einem Feld im Schnee erdrosselt aufgefunden, umbringt von Raben.

Als Schuldigen sehen die Insulaner sofort den alten Einsiedler Magnus Tait, dem vor mehreren Jahren schon einmal zugeschrieben wurde, etwas mit dem mysteriösen Verschwinden der kleinen Catriona Bruce zu tun gehabt zu haben, dem jedoch nie etwas nachgewiesen werden konnte.
Catherine Ross war mit ihrer besten Freundin Sally Henry in der Silvester-Nacht - nach einer großen Party - bei Magnus Tait vorbeigeschneit, um dem alten Mann ein frohes neues Jahr zu wünschen. Am Folgetag wurde Magnus von Fran Hunter, die auch die Leiche von Catherine fand, dabei beobachtet, wie er mit Catherine gemeinsam aus dem Bus stieg und Richtung Hillhead ging, wo Magnus wohnt und das direkt neben dem Feld liegt, auf dem Catherine später ermordet aufgefunden wurde.
Ist Magnus wirklich der Täter? Hat der Mord damit zu tun, dass die zugezogene Catherine für ein Schulprojekt einen Film über die Shetlander drehen wollte? Hat sie etwas gefilmt, was sie nicht hätte filmen sollen? Hat sie ein Geheimnis aufgedeckt? Ist es Zufall, dass beide Mädchenvornamen mit "C" anfingen?

Diesen Fragen geht Detective Inspector Jimmy Perez nach, der - sein Nachname deutet es schon an -, genau wie Catherine unter Integrationsproblem und Einsamkeit auf Shetland litt.
Das Thema Einsamkeit zieht sich sowieso wie ein roter Faden durch das Buch: Die alleinerziehende Fran Hunter, die ihrer Tochter Cassie zu liebe nach Shetland zog, damit diese näher bei ihrem Vater lebt. Mr. Ross, Catherinse Vater, der seiner vor Kurzem an Krebs verstorbenen Frau nachtrauert und dadurch völlig aus dem Blick verliert, was Catherine eigentlich so neben der Schule treibt... bis er sie schließlich auch verloren hat.
Sally Henry, Catherines beste Freundin, die als Tochter der Grundschullehrerin immer eine Außenseiterin war, weil sie von Gleichaltrigen gemobbt wurde. Magnus Tait, der nach dem Tod seiner Schwester und seiner Mutter ein Einsiedlerleben führt und von den anderen Insulanern quasi nur noch geduldet wird.
Ganz besonders gefallen - neben Jimmy Perez - haben mir dabei die Kapitel, die sich um Catherines Freundin Sally Henry drehen, mit der man sich als Leser sehr gut identifizieren kann.
Auch Fran Hunter hat mir sehr gut gefallen.

Und so lebt dieser Krimi weniger von seinem Plot, der dennoch spannend bis zur letzten Seite ist und dann mit einer grandiosen Auflösung endet, die genauso überraschend wie plausibel ist, sondern von seinen Figuren. Ann Cleeves, die für Die Nacht der Raben 2006 mit dem Duncan Lawrie Dagger Award, einem der hochdotiertesten Preise der Kriminalliteratur, ausgezeichnet wurde, lässt uns in jedem Kapitel an den Gedanken und Gefühlen einer Figur teilhaben, sodass man manche Handlungen nochmal parallel aus anderer Sichtweise erlebt. Sie haucht den Figuren leben ein, eine große Backstory, ohne dabei zu sehr ins Nebensächliche abzudriften.
Genau das hat mir daran gefallen, man taucht so richtig tief ein in das Beziehungsgeflecht auf Shetland, einer Gemeinschaft, wo quasi jeder jeden kennt, aber unter der Oberfläche jeder ein dunkles Geheimnis mit sich trägt.
Hinzu kommt natürlich das tolle Ambiente, die düster-kalte Atmosphäre einer winterlichen Insel-Isolation.
Das Finale findet übrigens statt beim Up Helly Aa, einem Wikinger-Fest auf Shetland, das jeden letzten Dienstag im Januar stattfindet und zeigt, dass die Shetlands kulturell nicht nur durch Schottland, sondern vor allem auch durch die Zeit geprägt wurde, als die Inselgruppe ein Teil Skandinaviens war.

Die Nacht der Raben ist der erste Roman von Ann Cleeves Shetland-Quartett. Jeder Krimi soll eine Jahreszeit auf den Shetland-Inseln abdecken. Ob jeder davon - den sehr einfühlsam und menschlich ermittelnden - Jimmy Perez als Protagonist und Ermittler beinhalten wird, ist wohl noch nicht bekannt. Fakt ist aber, dass Ann Cleeves gesagt hat, dass sie noch mehr über Jimmy Perez schreiben möchte. Gleichzeitig begrenzt sie Reihe bewusst auf vier Bücher, jeder mit einer Jahreszeit, weil es ihr zu unplausibel und konstruiert erscheinen würde, wenn man daraus eine Endlosserie machen würde wollen, da die Shetlands nun mal ein begrenztes und isoliertes Gebiet sind.
Der zweite Shetland-Krimi, der bei uns Der längste Tag heissen wird, erscheint im Juni 2008, also ein gutes halbes Jahr nach Erscheinen des ersten Shetland-Krimis in Deutschland.

Ich bin darauf schon sehr gespannt, freue mich auf ein Wiedersehen mit Jimmy Perez und eventuell auch einigen anderen wiederkehrenden Charakteren.

Ich kann Die Nacht der Raben wirklich nur jedem empfehlen, der gerne Krimis liest, die nicht vor Action strotzen, sondern durch die vielschichten und nahe bringenden Figuren motiviert werden sowie eine kalte, düstere Insel-Atmosphäre haben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Je kälter das Setting, ..., 24. Oktober 2013
Von 
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht der Raben (Taschenbuch)
... desto langsamer die Story. Das ist die, sicher sehr simpel und vereinfacht dargestellte, Vorurteilsformel, die für mich auch in diesem Kriminalroman Bestätigung erfährt. Dabei ist das Setting tatsächlich fantastisch gewählt: Winter auf den kaledonischen Shetlands, karges Felsarchipel im rauhen, wilden Nordatlantik - da bildet sich doch schon die erste "Erpelpelle". Wenn Menschen sich DA nicht meucheln, denkt man vielleicht, ja, wo denn sonst bloß?

Die Einwohner der Inselgruppe kennen einander, sind aufeinander angewiesen; ein gemeiner Mord an einer Sechzehnjährigen und eine alte, ungeklärte Vermisstensache wiegen da besonders schwer. In Ann Cleeves Auftaktroman erhalten wir Einblick in das traditionsverwurzelte Inselleben und lernen den sympathischen Ermittler Jimmy Perez kennen, der uns, in den drei noch folgenden Krimis dieser Reihe wieder begegnet.

Leider bleibt die tatsächliche Spannung und die Aussicht auf Nervenkitzel viele schottische Meilen hinter meinen Erwartung zurück. Ann Cleeves erzählt ruhig, mit britischer Gelassenheit die klassische Who-done-it-Konstellation, samt kleiner Psychogramme und inklusive taktischer Verwirrspielchen, wobei doch vieles zu vorhersehbar gerät. Dennoch eine durchaus unterhaltsame Crimestory, besonders für herbstliche oder winterliche Schmuddelwetter-Leseabende (auch ohne Atlantikbrandung).

(T)
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen FEUER UND EIS IM HÖCHSTEN NORDEN, 15. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht der Raben (Taschenbuch)
Die Kriminalgeschichte spielt in Shetland, der nördlichsten Inselgruppe Großbritanniens bestehend aus um die 100 Inseln und bevölkert von rund 24.000 Einwohnern. Es ist der Auftaktroman eines Zyklus bestehend aus 4 Romanen, die sich mit allen 4 Jahreszeiten auf den Shetlands befassen. Dieser erste Band spielt im Winter.

DIE STORY:

Eines Morgens im verschneiten Januar findet FRAN HUNTER, alleinerziehende Mutter der 5jährigen CASSIE, die Leiche der 16jährigen CATHERINE ROSS im Schnee liegen. Der Fundort ist nicht weit entfernt von Hillhead. Dort befindet sich ein einsames Haus, das von dem alten schrulligen MAGNUS TAIT bewohnt wird. Inspektor PEREZ wird mit der Ermittlung beauftragt. Er bekommt Verstärkung durch Inspektor TAYLOR aus Inverness, weil so etwas nicht jeden Tag auf den abgeschiedenen Inseln passiert. Der alte MAGNUS gilt gleich als Hauptverdächtiger. Er spielte bereits in der Vergangenheit einmal eine Rolle im Zusammenhang mit einem vermißten Mädchen. Allerdings konnte ihm nichts nachgewiesen werden. Weil sich die Verdachtsmomente verdichten, wird MAGNUS festgenommen. Inspektor PEREZ und sein Kollege TAYLOR werden jedoch das Gefühl nicht los, dass sie den Falschen haben. Ihnen bleibt aber nur noch knapp eine Woche Zeit, um sicher zu gehen und eventuell den richtigen Täter zu überführen und dann verschwindet plötzlich auch noch CASSIE ...

FAZIT:

Außergewöhnliche Location, ungewöhnliche Menschen, geprägt durch die einsame, karge und rauhe Landschaft, das macht den besonderen Reiz dieses ersten Kriminalromans dieser kleinen Reihe, die auf den Shetland-Inseln spielt, aus. Die eigentliche Krimi-Handlung ist nicht das ausschlaggebende Moment. Es ist die besondere Atmosphäre dieser kargen Landschaft und der dort lebenden Menschen, die im Winter noch bedrückender erscheint und die Menschen noch mehr zusammenrücken läßt, die dem Buch eine "besondere Exotik" verleiht. ANN CLEEVES, die mit ihrer Familie in West Yorkshire lebt, ist es gelungen, dies alles derart gut einzufangen, dass sie hierfür mit dem "Duncan Lawrie Dagger Award" ausgezeichnet worden ist. Man darf also auf die drei ausstehenden Bände gespannt sein.

Aber erst einmal viel Spaß bei der "Winter-Edition"!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stimmungsvoller Krimi, 4. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht der Raben (Taschenbuch)
Nachdem die beiden besten Freundinnen Sally Henry und Catherine Ross Neujahr ausgiebig gefeiert haben, kehren sie auf einen späteren Umtrunk noch bei dem alten, leicht einfältigen Einzelgänger Magnus Tait ein, der seit dem Tod seiner Mutter ganz allein in seiner Hütte lebt und froh über ein wenig Gesellschaft zu sein scheint.
Besonders die dunkelhaarige, schweigsame Catherine hat es ihm angetan und er lädt sie einige Tage später nochmals in seine Hütte ein.
Doch dann wird sie nur einen Tag später von der Engländerin Fran Hunter, erdrosselt und im Schnee liegend, aufgefunden.

Die Dorfgemeinde ist entsetzt und vermutet schnell, dass Magnus Tait etwas mit dem Mord zu tun haben muss, denn schon einmal verschwand ein Mädchen auf der kleinen Shetland-Insel und Magnus stand unter Verdacht, ihr etwas angetan zu haben. Da man aber nie eine Leiche fand und es keine Beweise gab, ließ man den alten Sonderling wieder laufen.

Nachdem einer der Polizisten, die im Mordfall ermitteln, Jimmy Perez, Magnus kennen gelernt hat, kann er jedoch nicht so ganz an die Schuld des Mannes glauben und ermittelt fieberhaft in alle Richtungen, um den wahren Mörder zu finden.
Dann wird jedoch die Leiche des vor Jahren verschwundenen Mädchens gefunden und da Magnus sich weigert zu reden, wird er nun verhaftet.
Der Fall scheint also gelöst, die Dorfgemeinschaft atmet zufrieden auf und alles könnte wieder seinen geregelten Gang gehen- doch Jimmy Perez hegt immer noch Zweifel an der Schuld des alten Mannes.
Wie berechtigt diese Zweifel sind, stellt sich heraus, als noch ein drittes Mädchen während der Up Helly Aa", dem jährlichen Wikingerfestival auf der Insel, verschwindet; zu einem Zeitpunkt, als Magnus schon längst im Gefängnis sitzt...

Ann Cleeves hat mit dem ersten Teil ihrer Krimireihe die auf den Shetlandinseln spielt, einen interessanten und unter die Haut gehenden Einstieg für den Leser geschaffen. Besonders brillant ist dabei ihre unglaublich bildhafte und sehr realistisch wirkende Beschreibung der Haupt -und Nebenfiguren.
Untermauert und abgerundet wird sie durch die wechselnden Einblicke in die Gedankenwelt der einzelnen Romanfiguren, so dass man praktisch von Beginn des Romans an, schnell Zugang zu den Bewohnern der kleinen Insel findet.
Einen großen Reiz macht aber auch das Setting des Romans aus. Ann Cleeves gelingt es durch ihren ausdrucksstarken Schreibstil, die Insel, ihre Bewohner und auch die kalte, unwirtliche Jahreszeit lebendig erscheinen zu lassen- man sieht alles so genau vor seinem bildlichen Auge, als wäre man selbst Zeuge des Geschehens, als spüre man selbst den kalten Schnee und den eisigen Wind auf der Haut.

Es mag sein, dass die Handlung ein wenig langsam von der Autorin vorangetrieben wird, doch um dem Leser einen genauen Blick in die Köpfe der eingeschworenen Dorfgemeinschaft und Einblicke in ihre Geheimnisse zu geben und um anzuzeigen, wie schwer es neu hinzugezogene Menschen zunächst haben, in ihrer neuen Heimat Fuß zu fassen und akzeptiert zu werden, ist diese träge Langsamkeit meines Erachtens vonnöten.
Wer einen schnellen, actionreichen Krimi lesen möchte, sollte sich daher lieber woanders in dem reichhaltigen Krimi und Thrillerangebot bedienen. Ann Cleeves Roman besticht nicht durch rasante Wendungen oder mörderische Spannung- er ist eher eine Art Charakterstudie über die Menschen- ein Roman in dem die Mördersuche durchaus fesselnd geraten ist, jedoch nicht die Hauptrolle spielt.
Einziges Manko war für mich, dass der Ermittler des Mordfalls zwar eigentlich in alle Richtungen ermittelt, jedoch unrealistisch spät auf die richtige Fährte gelangt.

Fazit: Ein Krimi wie ein Vulkan- von außen scheinbar erkaltet, doch unter der Fassade lodernd und geheimnisvoll, der gehörigen Appetit auf die nächsten Teile der Serie macht. 4.5 von 5 Punkten. (NG)
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es fehlt das gewisse Extra, 7. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht der Raben (Taschenbuch)
Inspektor Jimmy Perez und sein Kollege stehen vor einer großen Aufgabe. Ein junges Mädchen, Catherine, wurde ermordet. Ein Hauptverdächtiger steht schnell fest, denn schon vor 8 Jahren verschwand ein Mädchen spurlos und bereits da wurde Magnus Tait, zumindest von der Dorfgemeinschaft als schuldig befunden, auch wenn man ihm die Tat nie nachweisen konnte.

Gibt es eine Verbindung zwischen den beiden Fällen? Ist Magnus Tait tatsächlich der Mörder? Und was, wenn nicht...

Ann Cleeves Krimi spielt in einer düsteren Atmosphäre und lebt von den ausgiebigen Beschreibungen der Charaktere, in deren Leben man Einblick nehmen kann. Die Story hat Stil und ist nicht vorhersehbar.

Eigentlich wurden damit alle Kriterien zu einem großen Kriminalroman erfüllt, doch leider ruft das Buch nicht den gewünschten Nervenkitzel hervor. Mich hat es nicht vom Hocker gerissen.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende Kost für verregnete Tage, 13. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht der Raben (Taschenbuch)
Das neue Jahr beginnt auf den Shetland-Inseln wahrlich nicht beschaulich. Die neu zugezogene Fran Hunter findet die Leiche eines 16-jährigen Mädchens und die eingeschworene Gemeinschaft der Einheimischen hat auch schon bald einen Verdächtigen auf ihrer Liste.
Doch es ist nicht alles so eindeutig wie es auf den ersten Blick scheint. Inspektor Perez merkt bald, dass noch mehr hinter dem Mord steckt als der ehrbaren Einwohnerschaft lieb ist.

Ob es nun die Polizeibeamten sind, die Verdächtigen, die Dorfbewohner oder Zugezogenen, meiner Meinung nach gelingt es Ann Cleeves die Charaktere lebendig und glaubwürdig zu schildern. Das schwierige und chaotische Verhalten Jungendlicher kann sie genauso treffend darstellen wie die komplexen und verwobenen Beziehungen der Erwachsenen. Durch die wechselnde Erzählperspektive ermöglicht sie es dem Leser tieferen Einblick in die Gedankenwelt der Beteiligten zu nehmen und somit auch die Personen noch realistischer in ihren Beweggründen, und letztendlich auch die Motivation des Mörders, erscheinen zu lassen.

Die ungekünstelte Sprache und der flüssige Schreibstil scheinen in ihrer Klarheit die winterliche Landschaft der Shetland-Inseln wiederzuspiegeln, die in ihrer Einsamkeit gleichsam das Gegenstück zum emotionalen Zustand der Menschen darstellen.

Die Aufklärung des zunächst so einfach anmutenden Mordfalles erweist sich mir als gelungen und spannungsreich aufgebaut. Die vielen versteckten Hinweise und Andeutungen gaben mir eine Ahnung von der wahren Identität des Mörders ohne allerdings die komplette Auflösung vorwegzunehmen. So steuern auch die Ermittlungen gleichsam auf den Höhepunkt des Jahres, der in dem Wikingerfest "Up Helly Aa" seinen Ausdruck findet, zu und die Auflösung bleibt bis zum Schluss überraschend und originell.

Für mich bietet dieser spannende Krimi Unterhaltung pur für einen verregneten Nachmittag und schon jetzt bin ich auf den nächsten Band dieser Reihe gespannt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Winter auf den Shetlands, 30. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht der Raben (Taschenbuch)
Eine fein gewobene Geschichte in außergewöhnlicher Landschaft.Ein ruhiges Buch mit leiser Melancholie,spannend bis zur letzten Seite.Die Beschreibung der verschiedenen Charaktere ist einfühlsam,die Handlung glaubwürdig.Ann Cleeves versteht es ausgezeichnet, den Leser in die düstere,kalte Winterwelt der Shetlandinseln zu entführen.Sehr empfehlenswert!!!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Insel des Verbrechens, 1. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht der Raben (Taschenbuch)
Kein Wunder, dass diese Autorin den rennomiertesten Krimipreis der Welt gewonnen hat. Mit diesem Roman hat sie einen phantastischen Kriminalroman mit einem einzigartigen Schauplatz geschrieben: Die Shetlands, das ganz raue Ende des Vereinigten Königreichs, fast schon Skandinavien. Dieses Buch schreit danach, fortgesetzt zu werden. Fast so gut wie Val McDermid.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Krimi auf den Shetlands, 8. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht der Raben (Taschenbuch)
"Die Nacht der Raben/Raven Black" überzeugt von der ersten Seite an - die Handlung ist spannend mit unkonventionellen Erzählperspektiven, die Charaktere sind rund, und die Shetlands kommen in ihrer Härte und Einsamkeit überzeugend rüber. Jimmy Perez ist ein gelungener Ermittler, der in der eng verwobenen Shetlands Community zuhause ist. Der Roman lebt von den einzigartigen Charakteren; gerade die Kombination aus schrägen Kauzen und neureichen Ölgewinnlern und alternativen Zugezogenen "aus dem Süden" gibt dem Krimi eine außergewöhnliche Atmosphäre.

Sehr guter Start des Shetland-Quartetts! 5 Sterne.
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4.0 von 5 Sternen ein gelungener krimi, einblicke in die vergangenheit...., 2. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht der Raben (Taschenbuch)
inhalt

Shetland-Inseln ist ein friedlicher, ruhiger Ort, wo jeder, jeden kennt.
Doch eines Tages wird ein junges Mädchen tot im Schnee gefunden...den roten Schal eng um den Hals geschnührt...von Raben umgeben, die bereits nach der Toten hacken....

Was ist geschehen...holt die Vergangenheit die Einwohner ein?

Denn vor Jahren ist bereits ein kleines Mädchen verschwunden und wurde nie gefunden...

Ein älterer, leicht verwirrter, alter Mann wird verdächtigt, vor Jahren war er auch der Tatverdächtigte gewesen..aber keiner konnte etwas beweisen...und so wurde er frei gelassen...seitdem meiden ihn die Einwohner...

Der zuständige Ermittler glaubt nicht wirklich an die Schuld des alten Mannes und konzentriert sich auch auf die Außenstehenden...

Erneut wird ein Mädchen vermisst...die Zeit scheint still zu stehen und es kommt anders als erwartet....

Meine Meinung

Ein sehr schönes Hörspiel...viele verschiedene Stimmen, Melodie einspiel und andere Hintergrundgeräusche..sehr gelungen...
Ich fand den Krimi sehr angenehm und habe gerne zugehört...fand ihn auch spannend und habe einen anderen in verdacht gehabt, was mir sehr gefalen hat.

fazit

ein angenehmer, leichter krimi, für gemütliche stunden auf der couch.
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Die Nacht der Raben
Die Nacht der Raben von Ann Cleeves
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