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am 23. Januar 2010
Dieses populärwissenschaftliche Buch hat es in sich, auch wenn der deutsche Titel etwas missglückt ist, enthält es doch äußerst unterhaltsame Lektüre mit einer hohen Dichte an fundierten Informationen.

Seine Motivation für Buch und Blog: "Heutzutage sehen sich Naturwissenschaftler und Ärzte einem Heer von Menschen gegenüber, die sich anmaßen, wissenschaftliche Forschung beurteilen zu können - ein bewunderstwertes Bestreben - , ohne sich vorher auch nur die Grundkenntnisse über ein gegebenes Thema angeeignet zu haben."

Das Debunking von pseudowissenschaftlichen Theorien (etwa Brain Gym) und dümmlich anmutenden Produkten wie Hopi-Ohrenkerzen und Elektro-Fußbäder macht großen Spaß. Die Kapitel zur Verwirrungstaktik von Kosmetik- und Pharmaindustrie lässt einen gemachte Erfahrungen reflektieren und entsprechende Schlüsse ziehen. Das Kapitel zur Homöopathie wird zur Lehrstunde zu evidenzbasierter Medizin und der Qualität (bzw. deren Abwesenheit) von wissenschaftlichen Studien aufgezogen. Auch Laien werden verständlich Kernmerkmale "guter Wissenschaft" und sogar "guter Statistik" vermittelt.

Das Buch ist eine absolut uneingeschränkte Leseempfehlung. Selbst wenn man meint, schon alles mögliche über Pseudowissenschaft und Alternativmedizin gehört zu haben, findet Goldacre einen weiteren interessanten Blickwinkel auf diese Phänomene.
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TOP 500 REZENSENTam 28. März 2012
Inhalt:
Ben Goldacre - Arzt, Medizinjournalist und praktizierender Psychiater - hat ein Buch über schlechte und zweifelhafte Wissenschaft geschrieben, in der er Themen wie Brain Gym, Homöopathie, die Versprechen der Kosmetikindustrie, Placebos, Ernährungsberatung, Antioxidantien und Schulmedizin aufgreift. Dabei bietet er viele Einblicke in den Wissenschaftsalltag, in die Art und Weise des Publizierens sowie in Statistik und in methodologische Ansätze.

Mein Eindruck:
Ich arbeite selbst im Bereich der Forschung und Naturwissenschaften und habe an Goldacres Buch großen Gefallen gefunden, denn ihm gelingt es, den Leser zu unterhalten, ihn häufig zum Lachen zu bringen und ihm dennoch Wissen zu vermitteln.

Goldacres Ausführungen sind fundiert, seine Argumente stichhaltig, seine Beschreibungen auch für Laien leicht verständlich. Wer sich noch gar nicht mit wissenschaftlichen Methoden und den oben erwähnten Themen auseinander gesetzt hat, wird hier viel lernen, Zusammenhänge verstehen und in Zukunft in der Lage sein, gute von schlechter Forschung zu unterscheiden. Doch auch, wenn man sich bereits intensiver mit Homöopathie, alternativen Heilmethoden etc. beschäftigt hat, wird man hier viel Lesens- und Wissenswertes entdecken.

Mein Resümee:
Psychologisch, statistisch-methodisch und wissenschaftlich fundiert. Und nebenbei amüsant und unterhaltsam zu lesen. Empfehlenswert!
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am 9. August 2012
Das Buch habe ich mit grosser Begeisterung angefangen. Wie Ben Goldacre die Verbreitung von grobem Unsinn als angebliche Wissenschaft aufs Korn nimmt, und wie leicht man vieles durch ein bisschen Nachdenken und einfaches Überprüfen selbst entlarven kann, das ist einfach meisterhaft geschrieben. Erschreckend ist nicht nur, wie gross der Unsinn ist, der uns da als angeblich "wissenschaftlich fundiert" angedreht wird, sondern vielmehr, dass er nicht nur von esoterischen Randgruppen verbreitet wird, sondern auch durch staatliche Stellen, sogar in den Schulen.
Dass sämtliche Beispiele aus England stammen, und einiges davon hierzulande weniger bekannt ist, stört nicht. So hat man im Gegenteil die Chance, diese Dinge aus einer gewissen Distanz zu betrachten. Spätestens ab der Mitte des Buches wiederholt sich dann aber vieles, und ab da geht es fast nur noch um falsch angewendete oder verkehrt ausgelegte Statistik. Das ist ein bisschen viel des Guten, hier hätte man kürzen können. Darum 4 Punkte.
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am 16. März 2010
Der britische Journalist und Arzt Ben Goldacre nimmt in seinem Buch verschiedene Themen aus den Bereichen Medizin und Ernährung unter die Lupe. Er erläutert mit z.T. bissigem Humor die Grundzüge der evidenzbasierten Medizin, ohne dass vom Leser wissenschaftliche Vorkenntnisse erwartet werden. Eine gewisse Aufgeschlossenheit sollte man allerdings mitbringen, denn hier wird niemand verschont, der es mit wissenschaftlichen Methoden nicht so genau nimmt. Alternativmediziner, Ärzte, Journalisten und Pharmaaktivisten werden gleichermaßen für unsaubere Beweisführungen an den Pranger gestellt. Dadurch zeigt der Autor glaubwürdig, dass es ihm tatsächlich um die Wahrheit geht und nicht um einseitige Interessen.
Bei aller Polemik wird in diesem Buch immer sachlich argumentiert. Insbesondere wird dem Leser klar gemacht, warum wissenschaftliche Studien überhaupt nötig sind. Wer wissenschaftlich tiefer in einzelne Themenbereiche einsteigen möchte, dem bietet das umfangreiche Literaturverzeichnis eine gute Ausgangsbasis.
Kurz: Ein durchweg lesenswertes Buch für alle Laien, die sich für medizinische Themen interessieren.
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am 5. März 2014
Zuerst sei gesagt, dass ich bereits ein Skeptiker war, noch bevor ich das Buch aufgeschlagen hatte. Ich kannte den Autor von diversen witzigen Videos, in denen er darlegte, wie viel Quatsch die Leute glaubten. Es scheint ganz so, als hätte sich dieser Mann tatsächlich zur Lebensaufgabe gemacht, die Menschen über richtige Wissenschaft aufzuklären. Er nimmt rechtliche Probleme und viel Stress in Kauf nur um die Massen aufzuklären, von daher: Hut ab!

Das Buch ist sehr witzig und bereits ab den ersten Seiten sehr unterhaltend. Jedesmal wenn er ein blödes Produkt vorstellt, habe ich mich darauf gefreut zu lesen, wie er das wissenschaftlich analysiert. Dabei konnte ich viel über das skeptische Denken lernen.
Gegen Ende wird es aber auch ernster. Auf einmal wird einem klar, dass nicht alles so witzig ist, was gewisse Organisationen so treiben. Klar, es gibt das eine oder andere Produkt, welches den Menschen "nur" das Geld aus den Taschen zieht. Aber plötzlich wird einem klar, dass es manchmal echte Medizin gibt, die nicht zur Anwendung kommt, weil Leute hinters Licht geführt werden und daher falsche Entscheidungen treffen.
Es ist ein ernstes Thema und ich finde, der Autor hat gute Dienste geleistet die Leser über das Problem aufzuklären und nebenbei die grundlegenden Prinzipien darzulegen, wie das skeptische Denken funktioniert und wie richtige Wissenschaft geht.

(Erwähnt sollte noch werden, dass der deutsche Titel des Buches völlig in die falsche Richtung geht und einen falschen Eindruck erweckt.)
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am 30. März 2013
Mr Goldacre bietet einen unterhaltsamen Überblick zu den Missverständnissen, fahrlässigen Dummheiten und dreisten Betrügereien im Zusammenspiel von seriöser Wissenschaft, unseriöser Wissenschaft, Ärzten, Pharmaunternehmen, Glaubensgemeinschaften von Heilkulten, Journalismus und Öffentlichkeit.

Die Beispiele beziehen sich meistens auf Großbritannien, passen aber auch für Deutschland. Seine zitierten Studien sind bei Pubmed zu finden und weshalb ich seinen Aussagen vertraue. Ich habe in diesem Buch erstmalig erfahren, welche wichtige Arbeit das Cochrane Zentrum leistet, indem es Studien auf Schwachstellen prüft, bewertet und gegebenfalls für Metaanalysen verwendet.

dafür einen Punkt weniger:
Das Buch ist spannend zu lesen, aber etwas atemlos, ein bisschen unsystematisch und manchmal störten mich unglückliche Übersetzungen. Was im Original einfach lustig ist, wirkt durch die Übersetzung manchmal polemisch.
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am 7. Juni 2014
Der Originaltitel "Bad Science" gefällt mir zwar besser als die deutsche Übersetzung, die mir etwas zu reißerisch ist, aber das Buch ist toll. Goldacre schreibt ebenso witzig wie seriös über so allerhand, was in der Wissenschaft beabsichtigt oder unbeabsichtigt schief läuft, welche Halb- und Unwahrheiten uns als die ultima ratio verkauft werden und wer davon wie profitiert. Das alles ist hervorragend belegt und begründet. Mehr davon!
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am 8. Juni 2012
Als Wissenschaftler sind mir die Methoden, die Herr Goldacre aufführt, wohlbekannt. Manchmal zieht er gar zu feindselig ins Feld (denn ich persönlich, und viele Wissenschaftler derzeit auch, meinen dass auch Platz für nicht erklärbares sein sollte. Es kann nicht alles durch die Wissenschaft erklärt werden. Trotzdem ist nicht alles, was durch die Wissenschaft nicht erklärt werden kann, automatisch falsch. Diesen Punkt übergeht der Autor). Die statistischen Methoden sind manchmal auch arg vereinfacht, aber für den Zweck des Buches tut es allemal. Der Autor erläutert in seinem Buch eigentlich, wie Wissenschaftler vorgehen, wenn sie sich an ein "Problem" oder eine Forschungsfrage wagen. Die wissenschaftliche Vorgehensweise, wenn ein Wissenschaftler eine Frage beantworten will, ist streng reglementiert, die Methoden (Vorgehensweisen) also vorgeschrieben. So ist vor allem eines wichtig: Das die Vorgehensweise einer Studie vollständig offengelegt wird (Intersubjektivität), damit die Ergebnisse auch von anderen Forschern wiederholt (Replizierbarkeit) werden können. Die Methoden basieren dabei auf der Empirie, d. h. auf der Wahrnehmung durch die menschlichen Sinne und der Erfahrung. Soll heissen: Alles was sinnlich nicht erfassbar ist, ist empirisch auch nicht beantwortbar. Herr Goldacre zeigt dann einige Grundlagen der empirischen Forschung auf (die sogenannte evidenzbasierte Medizin -> Evidenz=Beweis). Er erläutert dann weiter noch ein paar typische - wie er sie nennt - pseudowissenschaftliche Marktnischen (z. B. die Homöopathie oder die Alternativmedizin). Aber auch die Machenschaften der Pharma- oder Kosmetikindustrie zeigt er auf, und wie diese mit gefälschten oder unterschlagenen Daten alles versuchen um ihre Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen. Wie ich bereits erwähnt habe ist Herr Goldacre ein wenig zu wertend. Er lässt ziemlich deutlich durchblicken, dass er die Homöopathie und die Alternativmedizin für einen Schwindel hält (was zu einem grossen Anteil sicherlich auch stimmen mag). Insgesamt finde ich das Buch deshalb sehr gut, weil es dafür sensibilisiert, nicht alles zu glauben und die Dinge zu hinterfragen. Er zeigt eigentlich anhand von vielen Beispielen das wissenschaftliche Paradigma auf: Glaube nichts! Empfehlenswertes Buch!
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TOP 1000 REZENSENTam 15. Februar 2011
Der deutsche Titel verwirrt ewas, geht es doch nicht darum, dass die Wissenschaft lügen würde, sondern darum, dass im Namen der Wissenschaft eben gerade unwissenschaftliches verbreitet und dabei gelogen wird.
Dies geschieht recht umfassend: Der Leser enthält einen Schnellkurs in kritischen Denken, in wissenschaflichen Arbeit, im richtigen Testen von Hypothesen und in Statistik. Dabei schafft es der Autor das recht hohe Niveau gut zu vermitteln. Die große Stärke von Ben Goldacre ist sein witziger, sehr britischer Schreibstil und die sehr umfassende Sammlung echter Fälle, die er exemplarisch (das betont er immer wieder) untersucht. Wer sich für die Hintergründe der medzinischen Forschung oder auch nur für kritisches Denken interessiert, sollte dieses Buch lesen!

Ein Stern Abzug muss ich aber aus zwei Gründen geben: Zum einen sind die Fälle und Personen in Deutschland weitestgehend unbekannt. Als Brite bleibt der Autor natürlich in seinem Umfeld. Das macht es dem deutschen Leser z.T. etwas schwer zu folgen und der eine oder andere Witz bleibt auf der Strecke. Aber das ist nicht weiter dramatisch. Ein zweiter Kritikpunkt ist, dass das Buch vielleicht etwas zu lang geworden ist. Es ist das eine oder andere Fallbeispiel zu viel drin, so dass man hier und da das Gefühl hat, man kommt nicht recht voran. Doch das sind insgesamt nur Kleinigkeiten in einem ansonst empfehlenswerten Buch!
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am 24. Oktober 2010
... der unsere Gesellschaft überflutet. Obwohl von dem Arzt und Psychiater Ben Goldacre (bekannt für seine Kolumne "Bad Science" - so auch der englische Originaltitel des Buches - in der britischen Zeitung "The Guardian") für Laien geschrieben, sind grundlegende naturwissenschaftliche Kenntnisse nicht von Nachteil, um alle Kapitel völlig zu durchblicken.

Das Buch befasst sich zwar vornehmlich mit der Situation im Vereinigten Königreich, das tut dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch. Pointiert und mit ironischem Witz liefert Goldacre Informationen zu diversen Formen der alternativen Medizin, wie der Homöopathie, und den Einfluss der Medien auf die "öffentliche Meinung" zur Schulmedizin. Und geht dabei ziemlich hart ins Gericht. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat; viel zu oft wird bei wichtigen Themen ein Blatt vor den Mund genommen.

Nichts für Anhänger der Homöopathie und ähnlichem.

Obwohl...vielleicht gerade für jene zu empfehlen.

Das Buch sollte jedem, der etwas bei Verstand ist, die Augen öffnen.
Skeptiker werden damit sowieso ihre helle Freude haben. Empfehlenswert!
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