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am 1. Februar 2008
Harald Müller hat ein wichtiges Buch geschrieben. Die Publikation erschien in der Reihe "Forum für Verantwortung". Initiator der Reihe ist Klaus Wiegandt, der elf weitere Wissenschaftler dazu bewegen konnte, an einer Verbreitung und Vertiefung des öffentlichen Diskurses über die unabdingbar notwendige nachhaltige Entwicklung bei(zu)tragen" (12).
Wiegandt leitet mit Erich Fromms "Haben und Sein" von 1976 ein und bindet hiervon ausgehend, die globale Umweltproblematik an den Fehlschluss von Politikern und Protagonisten der Wirtschaft an ein unbegrenztes Wirtschaftswachstum". Ebenso eine Technikgläubigkeit wird kritisiert, die immer noch als Heilsbringer für Gegenwart und Zukunft angesehen werde. Ein Kritikpunkt, der in den letzten Jahren in verschiedenen Publikationen besonders zur Umweltsituation weltweit genannt wurde und wird.
Das Vorwort gewinnt in seinem letzten Teil "Es ist an der Zeit" (20) an Deutlichkeit. Formulierungen, dass ab der Mitte des begonnenen Jahrhunderts eine biophysikalische Zwangsjacke der Natur" (21) drohe und der Verweis auf "mögliche Oekodiktaturen" und Ernst Ulrichs v. Weizsäckers Statement aus seinem Werk "Erdpolitik" von 1989, erscheinen leicht überzogen. Dennoch ist das Engagement nicht zu übersehen, das in die richtige Richtung zielt und sich um Ausgewogenheit bemüht.
Im Zweiten Kapitel definiert Müller wie die Welt n i c h t regiert werden kann" (53). Hierzu stellt er fest, dass sich nichts finden lässt, das dem Anspruch einer nachhaltigen Weltregierung angemessen wäre - vielmehr spiegelten die gängigen Theorien den westlichen Herrschaftsanspruch" wider. Dadurch sei Verschiedenartigkeit nicht gewährleistet und ein "Kampf der Kulturen" eher begünstigt als vermieden. Müller erachtet eine ungleiche Verteilung von Macht" (86), ein Hochhalten der Menschenrechte und ein Partizipieren von NGO's als wichtig. Andernfalls drohe ein Nettoverlust an Nachhaltigkeit" (87).
Im Hauptteil führt Müller auch dem nichtakademischen Leser in acht Kapiteln vor, wie mit Frieden und einer aktive(n) Zivilgesellschaft" (305) den globalen Problemen begegnet werden kann. Zuerst definiert der Autor, der ein ausgewiesener Fachmann für Friedensforschung ist, was unter nachhaltige(m) Weltregieren" (27) verstanden werden kann. Er sieht dies im Umgang mit Verschiedenheit" (35), Auseinandersetzungen um Gerechtigkeit" (39) und einer Verbannung des Krieges" (44).
Das Lesen wird nicht zuletzt dadurch angenehm, da das Buch und die Reihe für den Bürger und nicht ausschliesslich für ein akademisches Publikum entworfen wurde, was sich im eingängigen Stil niederschlägt. Hinzu kommen die mit Bedacht gewählten Formulierungen Müllers, die besonders bei den umfassenden Problemen internationaler Art wohltönend gesetzt sind und den Leser auf eine nahezu besinnliche Reise in die Welt der internationalen Politik entführen. Die grossen Themen Frieden, Gerechtigkeit, Macht, Markt, Moral und nachhaltiges Regieren werden in den folgenden Kapiteln ohne Pathos und nicht anklagend, wie dies sonst oftmals der Fall ist, dem Leser weiter näher gebracht. Nie ermüdend und um einen ausgewogenen Aufbau bemüht, gelingt es dem Autor, mehr als eine Bestandsaufnahme zu diesen Problemen zu geben. Mögliche Lösungen bietet der Autor dabei in einer Art an, die seinesgleichen sucht. Dabei nimmt Müller den Missständen ihre Schärfe, den Akteuren ihre Fehlbarkeit. Deshalb folgt man willig seinen Gedankengängen und nimmt seinen Aufruf sich im Alltag aktiv für "positive(r) Rückkoppelung(en)" (306) einzusetzen, ernst. Er bestreitet nicht, dass der einzelne hilflos erscheinen mag und es genügend Gründe gäbe, sich mit Verachtung abzuwenden. "Ja. Es ist die Resignation der Vielen, die einen schnellen Fortschritt zum Weltregieren behindern. Es ist der Mut der Wenigen, die ihn voranbringt" (308).
Müller hat mit diesem Buch den Puls der Zeit getroffen. Letztlich gehen Stil und Inhalt ineinander über. Postulate wie "Demut und Geduld" (123) mögen nicht neu sein - erschreckt wird der Leser eventuell dadurch, dass diese Veröffentlichung derartige Werte wieder deutlich machen muss.

Dr. Guido N. Poliwoda
NCCR-Climate Bern
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am 9. August 2009
In diesem Buch befasst sich Harald Müller mit folgender Frage: "Wie lassen sich die Rahmenbedingungen herstellen, innerhalb deren die Lösung [der drängenden internationalen] Probleme möglich wird?" (S. 23). Die Antwort, so der Autor, liegt nicht in der Entstaatlichung des Weltregierens: der Staat soll also nach wie vor eine entscheidende Rolle spielen.

Im ersten Kapitel werden die drei wichtigsten Herausforderungen vorgestellt: der Umgang mit der Verschiedenheit (meiner Meinung nach lehnt sich der Autor in diesem Abschnitt an die Diskurstheoretiker), die Gerechtigkeitsproblematik und die Erhaltung des Friedens. Diese werden dann einzeln in den Kapiteln drei, vier und fünf behandelt.

Zuvor werden im zweiten Kapitel vier Arten von schlechtem oder unzureichendem Weltregieren vorgestellt: das imperiale und hegemoniale Regieren der USA, ein Bund der Demokratien (zu diesem Thema kann ich Robert Kagans "Die Demokratie und ihre Feinde" empfehlen), die Gründung einer Weltrepublik, und schließlich Global Governance.

Im sechsten Kapitel erklärt der Autor, wieso seiner Meinung nach die treibende Kraft einer neuen Weltordnung das Recht sein soll statt der Macht, des Marktes oder der Moral.

Im siebten Kapitel geht das Buch auf die Rolle der Vereinten Nationen ein und auf die Frage, wie sie gestärkt werden könnten.

Im letzten Kapitel weist der Autor kurz noch auf die Wichtigkeit einer aktiven Zivilgesellschaft.

Meiner Meinung nach ist das Buch recht interessant. Manche Vorschläge und Kommentare fand ich jedoch etwas blauäugig. Deshalb und weil das Buch leider auf ausführliche Quellenangaben verzichtet (so dass es eher den Eindruck einer Reportage als eines Fachbuches erweckt), bewerte ich es mit vier Sternen.
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am 8. Januar 2011
Dieses Buch behandelt ein sehr wichtiges Thema und der Autor hat sicher profunde Kenntnisse und wichtige Aussagen. Aber seine Aussagen hätte man, meiner Meinung nach, auch sehr viel kompakter und übersichtlicher machen können. Der Autor wiederholt sich häufig und die einzelnen Kapitel überlappen sich stark. So ist selbst das Querlesen sehr mühsam. Auf 20 Seiten zusammengefasst könnte es ein gutes Buch geben.
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Internationale Politik kann nicht von einem Block aus gesteuert werden, dies führt zu einem Ungleichgewicht der Kräfte. Eine westliche Dominanz ist unakzeptabel, eine breite Beteiligung ist wünschenswert, vor der Macht sollte das Recht Priorität haben.

Ein heikles Thema, die Neue Weltordnung, doch kommen tut sie ob wir es wollen oder nicht den die Welt wächst zusammen. Eine nachhaltige und gerechte Politik würde diese Weltordnung erträglich machen, eine Bereicherungsmentalität wird sie aber zugrunde richten. Harald Müller zeigt in seinem Buch WIE KANN EINE NEUE WELTORDNUNG AUSSEHEN? Aus der Reihe FORUM FÜR VERANTWORTUNG auf, wie eine breite internationale Beteiligung uns in eine neue Ära von weltweitem Reichtum und Frieden steuern lässt.

Die Kriege müssen beendet werden, die Ungerechtigkeiten müssen aufhören, Moral und Ethik brauchen international akzeptierte Standards. Denn wie man die Welt nicht regiert, sehen wir gerade live im Fernsehen.

Handeln aus Einsicht und Verantwortung muss das Ziel sein.

Sehr Empfehlenswert!
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am 30. Mai 2008
Ich habe aufgehört in diesem Buch zu Lesen, nachdem ich auf Seite 93 auf folgende Textstelle gestoßen bin: (es geht hier um einen Moscheebau in München, Deutschland)
Zitat: "Diese Versuche, den Moscheebau zu verhindern, atmen denselben Geist wie die blutigen Attentate gegen "feindliche" Touristen in Djerba oder Bali." und weiter...."Die Verschiedenheit der Mittel darf über die Gleichheit der Zwecke und Gesinnungen nicht hinwegtäuschen...."

Diese Textstelle zeigt mir die "Gesinnung" des Autors und derer, die hinter diesem Buch stehen. Nein Danke!
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