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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen allen Wolken
Das neue Buch von Michael Gantenberg "Zwischen allen Wolken" hat zu einem für mich sehr untypischen Leseverhalten geführt. Eher dazu neigend, als Genußleser mich dazu zu zwingen, einen Roman - sofern er mir gefällt - nicht in einem "Rutsch" zu lesen, damit ich möglichst lange etwas davon habe, rieb ich mir verwundert die Augen, als ich...
Veröffentlicht am 13. Mai 2010 von Klaus Marschall

versus
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hm....
...komisch, ich fand das Buch gar nicht so gut wie meine Vorredner - /schreiber. Gut, ich bin letztlich mit der Erwartung an das Buch gegangen, es sei ähnlich wie sein Erstling "Neuerscheinung" voller Wortwitz und Situationskomik. War es dann aber gar nicht. Sprachlich fand ich es vergleichsweise banal, die Story irgendwie kraus, fast surreal (gut, wenn man's...
Veröffentlicht am 15. August 2010 von anne schmidt


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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen allen Wolken, 13. Mai 2010
Das neue Buch von Michael Gantenberg "Zwischen allen Wolken" hat zu einem für mich sehr untypischen Leseverhalten geführt. Eher dazu neigend, als Genußleser mich dazu zu zwingen, einen Roman - sofern er mir gefällt - nicht in einem "Rutsch" zu lesen, damit ich möglichst lange etwas davon habe, rieb ich mir verwundert die Augen, als ich plötzlich -einen Tag nach dem Kauf des Buches - bereits die letzte Seite umblätterte. Und das, obwohl ich momentan eigentlich kaum Zeit fürs Lesen habe (Familie mit zwei kleinen Kindern, Beruf ... viele kennen das ja).
Jetzt frage ich mich gerade: Wie kann das sein? Was hat das Buch, dass es mich derart von meiner Lesegewohnheit weggeführt hat? Ich versuche mich einmal von meiner Ausgagangsituation anzunähern: Nachdem mich Gantenbergs Erstlingswerk "Neuerscheinung" bereits glänzend unterhalten hatte (übrigens auch die Lesung zusammen mit Bastian Pastewka war unglaublich komisch) war mir klar, dass ich seinen nächsten Roman ebenfalls lesen werde. Mit der Erwartung, abermals eine unterhaltsame, heitere - vielleicht mit einigen, augenzwinkernden Seitenhieben auf die Gesellschaft versehene - Lektüre in Händen zu halten, tauchte ich die Romanwelt ein.
Mit dem, was sich mir dann bot, hatte ich aber nicht gerechnet. Mit einer sprachlichen Gewandtheit, die meiner Meinung nach wirklich bemerkenswert ist und ihresgleichen sucht, erzeugte Gantenberg bei mir emotionale Zustände, die mich förmlich zum permanenten Weiterlesen mitrissen. Der Sog bestand u.a. darin, dass z.B. in einem Moment der Leser herzlich lachen muss, wenn manche Touristenmarotten beschrieben werden, im nächsten Abschnitt aber bereits unheilvoll ein Unglück vorbereitet wird, dass dann auch eintritt. Abgelöst wird dieses Gefühl der Betroffenheit dann wiederum von einem Moment der Spannung, dessen Auflösung jedoch auf sich warten lässt, da die Liebe und die damit verbundenen Irrungen und Wirrungen dazwischen kommt .... Diese emotionalen Wallungen sind derat abwechslungsreich und ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch durch, dass ein Weglegen für mich kaum möglich war. Garniert wird der postive Eindruck noch dadurch, das sämtliche Handlungsstränge, von denen es einige aber nicht zu viele gibt, zu einem logischen, einsichtigen, verständlichen und vor allem z.T. sehr lehrreichen Ende geführt werden, was leider nicht immer in Romanen anzutreffen ist.
Bemerkenswert ist auch der Umstand, das ich ich mich als Leser in der Gedankenwelt der Hauptperson häufig wieder gefunden habe, dass ich ihre Sicht der Dinge nachvollziehen konnte und mich somit irgendwie am Ort des Geschehens fühlte.
Die Grundstimmung des Romans empfand ich die ganze Zeit als heiter, melancholisch - tröstlich, weshalb ich - so traurig, schrecklich oder dunkel das Schicksal und die behandelten Themen wie Todesfälle, enttäuschte Erwartungen, falsche Annahmen auch sein mochten - immer ein Grundvertrauen hatte, dass letztlich alles dann doch nicht auswegslos endet.
Zu den thematischen Inhalten möchte ich, außer den bereits erwähnten Andeutungen, nichts weiter hinzufügen, denn ich wüsche dem Autor wirklich viele, viele Leserinnen und Leser. Und wenn zu viel vom Inhalt verraten wird ...
Ich hoffe, mit meiner persönlichen Schilderung zum Erfolg des Buches ein klein wenig beitragen zu können, denn diesen Erfolg hat es - und mit ihm Michael Gantenberg - mehr als verdient!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleinod, 12. Mai 2010
Michael Gantenbergs zweiter Romanist ist ein Kleinod. Er schafft es den Leser, trotz der Kürze der Kapitel, oder eben genau deswegen, in ein Meer der unkitschigen Emotionen eintauchen zu lassen. So tragisch die Erlebnisse der Protagonistin auch sein mögen, provoziert er im Leser paradoxer Weise die Lust bei dem Beschriebenen dabei sein zu wollen. So genau und liebevoll ist die Zeichnung seiner Charakter, der Atmosphäre, dem Leben auf dieser Insel. Eine Insel der Einsamkeit trotz Familie. Insel der Trauer trotz Humor. Insel der Jugend trotz der Weisheit der Unerfahrenen. Gantenberg verfängt sich nicht in der Tragik der Thematik. Es bleibt von Kapitel zu Kapitel frisch, spannend und intelligent unterhaltend. Ein durchweg gelungener, zweiter Roman.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Den Gang aller Dinge ausgebremst..., 22. Mai 2012
Von 
CabotCove - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Zwischen allen Wolken: Roman (Taschenbuch)
Gesa Petersen ist 19 Jahre alt, hat gerade ihre schriftlichen Abiturprüfungen hinter sich und noch keinen rechten Plan, was sie nach dem Abitur beruflich machen möchte. Eines weiß sie jedoch ganz genau: sie möchte weg. Weg aus Nördrum, wo ihre Eltern eine kleine Pension betreiben, das 'Möwennest'.

Doch dann stürzt ihr älterer Bruder Wilko mit seinem Fallschirm ab und alles ändert sich.

Ihre ohnehin schon schräge Familie benimmt sich noch merkwürdiger als zuvor und Gesa muss ihre ganze Kraft aufbringen, überhaupt weiterzumachen...

Was erstmal klingt wie ein sehr trauriger Roman über den Verlust eines geliebten Menschen wurde von Erfolgsautor Michael Gantenberg mit viel Herz und Humro so liebevoll verpackt, dass man trotzdem diverse Male schmunzeln muss und das Buch dennoch eine locker-leichte Lektüre ist. Eine schmale Gradwanderung, die dem Autor scheinbar mühelos gelingt, denn er hat mit der Familie Peters Charaktere geschaffen, die schräger fast nicht mehr sein könnten und deren Beobachtung viel Spass macht.

Z. Bsp. Gesa's Oma Insa, die mit ihrer liebevoll-brummeligen Art die Familie auf Trab hält oder ihre Tante Nele, die sich ihre Patienten schon mal gern selbst sucht unter den Touristen und ihren Onkel Onno immer schön beschäftigt hält und sei es mit noch so unnützen Dingen.
Dass ihre Mutter nach dem Tod von Wilko ihre ganze Aufmerksamkeit einer Ente namens Jean-Pierre widmet und wie Sandflöhe lachen sind nur zwei Absurditäten dieses Buches, die mich zum Schmunzeln brachten, trotz des an sich ernsten Themas.

Aber Michael Gantenberg macht das sehr geschickt. Er erzählt seine Geschichte locker und unterhaltsam, ohne dass man das Gefühl hat, er ginge zu pietätlos mit dem Thema Tod um. Er zeigt einfach nur auf, dass das Leben für die Hinterbliebenen weitergeht, wenn auch nur sehr langsam und mühselig...

Man leidet mit Gesa und wünscht ihr Kraft, steht ihr bei und mir war sie von Anfang an sympathisch. Sie ist herzlich, kabbelt sich mit ihrem Bruder , hat die typischen Problemchen einer 19-Jährigen und sie durch das Buch zu begleiten hat mir viele schöne Lesestunden beschert.

Mein Fazit: ein sehr schönes Buch, leicht wundersam, schräg, irgendwie anders ' aber gerade deswegen so besonders. Lesen !
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hm...., 15. August 2010
...komisch, ich fand das Buch gar nicht so gut wie meine Vorredner - /schreiber. Gut, ich bin letztlich mit der Erwartung an das Buch gegangen, es sei ähnlich wie sein Erstling "Neuerscheinung" voller Wortwitz und Situationskomik. War es dann aber gar nicht. Sprachlich fand ich es vergleichsweise banal, die Story irgendwie kraus, fast surreal (gut, wenn man's mag...). Dass es anderen dabei so ging, dass sie Rotz und Wasser weinten...ich bin sonst auch nah am Wasser gebaut, aber dieses Buch hat mich gefühlsmäßig überhaupt nicht erreicht. Immerhin hat der Autor es geschafft, dass ich es zuende gelesen habe, aber wohl eher aus dem Gedanken heraus: "Da kommt bestimmt noch was." Kam aber nicht. Ich würde es mir nicht noch einmal kaufen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein letzter Sommer, 8. Juni 2010
Es sind schon viele Romane geschrieben worden über den Verlust der Unbeschwertheit, über die erste Liebe, das Erwachsen werden, über das Meer, die Familie und über die Frage nach dem Morgen. Das Buch der Bücher, das alle diese Themen wundervoll vereint, ist "Ein letzter Sommer" von Steve Tesich; unangefochten mein Lieblingsbuch seit vielen Jahren. Jetzt kommt ein Autor aus einer kleinen Stadt in der Nähe des Sauerlandes daher, verlegt das Industrieviertel von East Chicago auf eine fiktive Nordseeinsel und macht aus dem Protagonisten Daniel die 18jährige Gesa (großartig, wie ein Endvierziger über 300 Seiten die Facetten eines weiblichen Teenagers so punktgenau beschreiben kann; da hat seine Tochter wohl indirekt mithelfen müssen), die es versteht, den Leser ab der ersten Seite in ihren Bann zu ziehen; wir trauern mit ihr, wir teilen die euphorischen Momente mit ihr, wir genießen den übermütigen Witz und erleben die herzzerreißende Melancholie und an vielen Stellen möchten wir einfach nur Teil dieser herrlich verrückten Familie sein.
Michael Gantenberg hat einen tollen, kleinen Roman geschrieben, der in seiner Leichtigkeit einer typischen Nordseebrise ähnelt und ich wünsche ihm und uns noch viele weitere Schätzchen dieser Art, mehr jedenfalls als Steve Tesich zu Papier bringen konnte, denn er starb 1996 nach nur zwei geschriebenen Romanen.
Schwierigkeiten hatte ich - und das kommt im Buch auch kurz zur Sprache - auf jeder neuen Seite mit der Schreibweise des Namens von Gesas mit dem Fallschirm abgestürzten Bruders als Fan von Jeff Tweedys Band "Wilco", aber, und das ist das i-tüpfelchen beim Lesen: Wilcos "Jesus etc." im i-pod einscrollen und dann fünfzigmal repeaten.
Danke, Michael Gantenberg, für einige wunderbare Stunden !
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Achterbahnfahrt der Gefühle, 6. Juni 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Michael Gantenbergs "Zwischen allen Wolken" ist große Literatur. Mit einem entscheidenden Nachteil. Sie ist extrem unterhaltsam, und das geht in Deutschland bekanntlich gar nicht. Ich würde diesen Roman als "Bitter-Sweet-Comedy" bezeichnen. Lecker wie Zartbitterschokolade mit melancholischem Abgang.

Der Roman spielt auf der fiktiven Nordseeinsel Nördrum. Einem idyllischen Urlaubsparadies. Der Bruder der Abiturientin Gesa stirbt beim Fallschirmspringen. Dadurch gerät das eh schon skurrile Familienumfeld des Mädchens aus den Fugen. Die Mutter behandelt eine Ente wie einen Menschen. Oma Insa führt Fruchtbarkeitsrituale im Watt für kinderlose Festländer durch. Der Vater flüchtet. Tante Nele gabelt paarungswillige Touristen am Strand auf, und der geistig zurückgebliebene Sohn des Feinkosthändlers will Gesa heiraten. Wilkos Tod verändert jeden. Und auch, wenn es zunächst nicht offensichtlich ist, wächst jeder Charakter an der Bewältigung des traurigen Ereignisses.

"Zwischen allen Wolken" wechselt virtuos vom Dur- in dem Moll-Modus. Hat man gerade noch über die hemdsärmeligen Touristen aus dem Pott gelacht, verzweifelt man mit Gesa an ihrer Liebe zum smarten Inselschreiber Malte. Oder ist es gar keine Liebe? Und warum spricht der tote Bruder zu ihr?

Es werden viele Fragen aufgeworfen, die sich zum Ende hin alle auflösen, zumeist anders, als ich gedacht habe. Dieser Roman vermittelt Spaß an Literatur. Er ist authentisch und spricht viele Wahrheiten über das Leben aus, ohne die Hand auch nur aus der Hosentasche zu holen, geschweige denn den Zeigefinger zu erheben. Zudem ist er gnadenlos witzig.

Ich freue mich wie ein Kind über den Weihnachtsmann auf Michael Gantenbergs nächsten Roman und wünsche diesem viele, viele Leser. "Zwischen allen Wolken" hat sie verdient.

PS: Michael Gantenbergs Lesungen sind ebenfalls extrem unterhaltsam. Wem sich die Gelegenheit bietet, sollte unbedingt eine besuchen.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich habe gelacht. Ich habe geweint. Ich habe geträumt. Ich hatte Gänsehaut. Ich war 300 Seiten lang auf Nördrum., 17. Mai 2010
Von 
Jens Westerbeck (Bünde, Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Wenn ich ein Buch lese, möchte ich unterhalten werden. Ich will das große Kopfkino. Ich will Emotionen lesen und erleben. Michael Gantenberg und sein Buch "Zwischen allen Wolken" haben mich 300 Seiten lang auf eine Nordseeinsel namens Nördrum entführt. Und zwar so überzeugend, dass ich mich fast verpflichtet fühle Kurtaxe für die Zeit dort zu zahlen. Ich bin ein "Urlaubsnordseekind" da meine Eltern, mich und meinen Bruder, unsere komplette Kindheit dorthin mit in den Urlaub genommen haben. Der Generation, die ihre Urlaube bereits als Fernreise mit dem Flugzeug im viel zu sonnigen Spanien verbracht haben, kann ich nur empfehlen, den neuen Gantenberg zu lesen, da er das Inselfeeling an der Nordsee so treffend beschreibt, dass ich mir beim lesen zwischenzeitlich instinktiv mit der Zunge über die Oberlippe gegangen bin, um den salzigen Geschmack meiner Kindheit nach Strandspaziergängen zurück zu holen. Die im "Ich" erzählende Hauptprotagonistin "Gesa", Schwester, Tochter und Enkeltochter eines Familienbetriebes, der die Pension Möwennest auf der Nordseeinsel Nördrum betreibt, erlebt "den" Sommer ihres Lebens. Aus diesen Zutaten, die sich jetzt nach langweiliger Teenieromantik anhören, mit erster Liebe, Probleme in der Schule und Stress mit den Eltern, hat der Autor Gantenberg eine Geschichte entwickelt, die mich auf der letzten Seite vor Glück hat weinen lassen, die Nacht hat träumen lassen und den Morgen danach meine erste Amazon Rezension hat schreiben lassen, obwohl ich hier schon hunderte Bücher gekauft habe. Ich will jetzt hier gar nicht so viel zum Inhalt verraten. Mir ist es viel wichtiger zu erzählen, dass das Buch es geschafft hat mich emotional so zu berühren, dass ich mich als Mann fast schon ertappt fühle, und möglicherweise jetzt als Romantiker bei meinen Bier trinkenden Freunden gehandelt. Aber warum ist das so? Ich bin jetzt doch gezwungen etwas vom Inhalt preis zugeben: Ein toter Fallschirmspringer, der eigentlich doch nicht richtig tot ist, eine notgeile Inselärztin, zwei Kuckuckskinder und ein bekloppter Schatzsucher sind mit der Hauptprotagonistin "Gesa" in erster Linie verwandt. Dazu kommen noch ein geistig behinderter Supermarktbetreiber, der "Gesa" heiraten möchte, eine Ente namens "Jean-Pierre" die ein eigenes Zimmer in der Pension hat und Wattwanderungen, von denen man schwanger wird... - hört sich jetzt schon gar nicht mehr so nach Nordseeinsel Idylle an, oder? Michael Gantenberg erzählt einfach nur ein verdammt abgefahrene Story, lässt es sich (Gott sei Dank) nicht nehmen die passende Dosis Gesellschaftskritik mit einzubauen und hilft uns Allen mit diesem Buch, eigene Erlebnisse besser zu verarbeiten. Es findet "Zwischen allen Wolken" soviel statt, dass sich unter Garantie jeder in einer der zahlreichen Zwischengeschichten innerhalb der Hauptgeschichte wieder findet. Der Autor fügt das menschliche Orchester wie ein Dirigent zusammen und beschert dem Leser ein großes Finale. Gänsehaut garantiert. Für mich ist es ein Unisex Buch und einfach nur toll. Ich bin froh, diese emotionale Erfahrung auf der Nordseeinsel "Nördrum" gemacht zu haben und kann dieses Buch zu 110% empfehlen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen den Gefühlen, 19. Juni 2010
Abiturientin Gesa lebt auf einer Nordseeinsel und versucht ihr weiteres Leben zu planen, als ihr Bruder bei einem Fallschirmsprung um seines gebracht wird.
Die Familie gerät aus dem Gleis............

Erzählt wird aus der Sicht des jungen Mädchens - dies hat mich anfangs gestört, da ich (Betagte) lieber aus der Position der Mutter gelesen hätte (dachte ich....).
Michael Gantenberg schreibt (wie auch schon bei NEUERSCHEINUNG) leichtfüssig, aber nicht banal und landet (quasi nebenbei) wunderbare Formulierungstreffer, die auch schon mal in Bauch und Herz treffen, dort schmerzen oder arbeiten.
Mehr als einmal dachte ich aber auch: och nö, jetzt..... , um dann ein paar Zeilen weiter diese Gedanken zu revidieren, da sich mir der Zusammenhang erschloss.
Und 3x musste die Kleenexpackung herhalten.....

Urlaub an der Nordsee und Gedanken über das Leben machen wollen?
Dann mit diesem Buch -
Balance zwischen Weinen und Lachen und Freuen und Verzweifeln
Balance zwischen Plätschern und Gründeln
Balance zwischen Realität und (eigener) Realität

Ist der Autor ein lebenskluger Mann? Denke schon....
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön, unterhaltsam und lustig - Ich konnte die Sandflöhe beinahe wirklich lachen hören!, 6. April 2011
Ich muss sagen, mit diesem Roman habe ich mich wirklich köstlich amüsiert. Es wurde alles geboten, was ich erwartet hatte: Humor, Unterhaltung aber auch traurige Passagen. Das Buch hat eigentlich 4,5 Sterne verdient.

Ersteinmal zum Inhalt: Es geht um Gesa, die unerwartet durch einen Fallschirmabsturz ihren Bruder verliert. Gesa steht kurz vor der mündlichen Abiturprüfung und muss nun mit ansehen, wie ein einziger Tag, ihre Familie verändert. Ihr Vater geht fort, ihre Muttter "adoptiert" eine Ente namens Jean-Pierre und auch Oma, Tante und Onkel haben sich verändert. Es wird Zeit für Gesa erwachsen zu werden und herauszufinden, was ihr wirklich wichtig ist.

Was mir besonders gefiel war, dass der Roman auf der Insel Nördrum spielt. Die Atmosphäre kam dadurch super rüber, man bekam irgendwie Lust auf Inselurlaub.
Das Buch ist in besonders kurze Kapitel eingeteilt und oftmals sind die Seiten voller Dialoge, sodass das Lesen wirklich leicht fällt und ich das Buch in einem Tag durchlesen konnte.

Die Charaktere im Roman sind super gezeichnet, besonders mit Gesa konnte ich total mitfiebern und "miterleben".
Ungefähr die erste Hälfte des Buches ist dabei vor allem lustig. Ich musste tatsächlich öfter laut auflachen, was nicht sehr oft bei Büchern passiert. Besonders Jean-Pierre verdient einen Platz in meinem Herzen. Die zweite Hälfte wird dann deutlich trauriger. Zwar musste ich nie weinen, aber die Entwicklungen stimmen den Leser doch schon sehr traurig. Das Ende gefällt mir und rundet den Roman gut ab.

Insgesamt ist dieses Buch als leichter Familienroman für Zwischendurch wirklich zu empfehlen. Ich ziehe nur einen Stern ab, weil es kein Buch ist, an das ich ewig zurückdenken würde. Es gibt tatsächlich keine richtig großen Überraschungen, vielleicht ein paar kleine, aber noch nichts so außergewöhnliches, dass es für die herausragenden 5 Sterne reicht.
Trotzdem bin ich wirklich zufrieden und empfehle jedem, der Lust auf eine erfrischende Geschichte hat, das Buch entweder zu kaufen oder es sich beim nächsten Büchereibesuch einfach mal zu schnappen, so wie ich es getan habe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich will sofort nach Nördrum!!!, 26. Dezember 2010
Von 
Silke Ingenbold-kowanda "Büchermurmel" (Oberhausen, Ruhrgebiet) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Ich habe das Buch nur gesehen und wusste DAS muss ich lesen!
Ich liebe Romane, deren Handlungen auf Nordseeinseln spielen.
Schon nach einigen Seiten war ich selbst auf Nördrum und ein Mitglied der chaotischen
Familie, über die dieser Roman handelt.

Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Gesa, die an einem Entscheidungspunkt ihres
Lebens steht. Wie soll ihr Leben nach der Schule weitergehen?
Fest steht, sie will die öde Insel Nördrum, auf der sie aufgewachsen ist, verlassen.
Doch da geschieht ein Unglück, bei dem ihr über alles geliebter Bruder ums Leben
kommt.
Wie verkraftet jedes einzelne Familienmitglied dieses Schicksal?
Man muss dazusagen, das jede Person dieser Familie ein echtes Unikat ist ;-).

Michael Gantenberg war für mich eine Neuentdeckung, der in diesem Roman eine Protagonistin
erschaffen hat, die durch einen Schicksalsschlag am Leben wächst.
Sie muss lernen Wahrheiten über ihren Bruder zu akzeptieren, die sie zu seinen Lebzeiten
nicht gewusst und bemerkt hat.
Dieses tolle Buch hat mich zum lachen gebracht, mich aber auch nachdenklich und
traurig werden lassen.

Ein Buch über die Liebe, den Tod und des Loslassens.

Trotz des ernsten Themas, ein toller, leichter Schreibstil.
KLASSE!!!
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Zwischen allen Wolken: Roman
Zwischen allen Wolken: Roman von Michael Gantenberg
EUR 9,99
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