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Eine Frau läuft mit Gepäck eine belebte Straße hinunter, sie wird auf dem Mobiltelefon angerufen. Der Betrachter sieht den Anrufer, einen Mann, in der Wohnung sitzen. Er bittet sie, es sich zu überlegen, sie hingegen möchte nicht mehr, dass er weiter anruft, mehrmal sagt sie, dass sie jetzt auflegt. Was wie ein Beziehungsdrama beginnt, wechselt in der nächsten Szene zur Beobachtungsstudie. Von nun an ist der Flughafen 'Orly' der einzige Schauplatz. Viele Menschen kreuzen ihre Wege auf breiten Flächen, Menschen sitzen in Wartebereichen, in Cafés oder stehen am Schalter, um einzuchecken. Die Kamera erfasst einzelne Personen, wie z.B. eine Angestellte an einem der Flugschalter und auch Sabine, die junge Frau aus der ersten Szene, oder man wird Zeige von Zweiergesprächen: Ein Mann und eine Frau kommen zufällig ins Gespräch und entdecken Interesse an ähnlichen Themen; ein Jugendlicher und seine Mutter sind auf dem Weg zur Beerdigung des Vaters bzw. Ex-Mannes und ein junges Paar wartet auf den Rückflug am Ende einer Reise.

Nicht nur die Kamera ist mal näher am Geschehen, mal weiter entfernt und manchmal in der Totalen, so dass die Einzelnen in der Menge zu verschwinden scheinen. Auch die Gespräche spiegeln Nähe und Distanz: Es geht um Beziehung, Gefühle, Familie, Lebensentscheidungen, Erinnerungen an Glück und Fehlgeschlagenes. So ist zwischen dem sich eigentlich fremden Mann und der fremden Frau mehr Nähe spürbar als zwischen Mutter und Sohn und bei aller Zuneigung scheint der Mann des jungen Paares zu seiner Freundin und ihren Wünschen und Verhalten eher auf Distanz zu gehen, was er auch bildlich durch längeres Flanieren zum Ausdruck bringt. Durch diese Art und Weise der Inszenierung wird zwar keine Geschichte erzählt, aber der Betrachter hat Anteil an vielen kleinen Geschichten, die ganze Biografien in Umrissen entstehen lassen. Der Flughafen als Ort von Ankunft und Aufbruch wird zum Reflexionsort für Heimat, Gefühle und dem Platz im Leben - wobei letzteres ständig in Bewegung bleibt. Nur ganz am Ende wird plötzlich alles still und leer und ein Brief des zu Beginn eingeführten - getrennten - Paares wird vorgelesen. Der Kreis zum Anfang schließt sich und zugleich öffnet sich eine Dimension, die über das Hier und Jetzt hinausgeht.

Angela Schanelec, die auch als Darstellerin tätig ist, legt mit 'Orly' ihre siebte Regiearbeit vor. Sie verfeinert darin ihren Inszenierungs- und Bildsetzungsstil aus Marseille und knüpft an die Themen über Beziehungen und Kommunikation aus Nachmittag oder Mein langsames Leben an. Sicher verlangt diese Art Film geduldige und aufgeschlossene Betrachter, bietet dann aber spannende Reflexionen über menschliches Dasein.
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am 23. September 2011
Ein wunderbarer kunstfilm, der, in aller ruhe, tief in seine protagonisten blicken lässt, ohne dass diese viel dabei sagen. Es ist als stünde die zeit beim warten im flughafen still. man kann weder vor noch zurück und ist sich gegenseitig ausgeliefert. Dies eröffnet einen raum, der mangels ablenkung die akteure auf sich und ihre beziehungen zurückwirft, wodurch in ihnen unterbewusste prozesse, neigungen und verstrickungen ans licht treten.
Sehenswert ist der film vor allem aber auch, wegen der zauberhaften schauspielerin Lina Phyllis Falkner, die man hoffentlich noch öfter im Kino bewundern darf.
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am 13. März 2013
Was fangen wir mit Filmen an, die immer ein Rätsel ungelöst lassen – in denen Sätze gesprochen werden, wie diese: „Gott ist unter uns, kann aber nicht eingreifen. Wir sind getrieben und keiner kann helfen.“

Angela Schanelecs Film ist ein Werk mit filmkünstlerischem Anspruch, und wurde deshalb von der Kritik hoch gelobt.
Der Flughafen Paris-Orly ist der Platz der zufälligen Begegnungen und Gespräche.
Der Film wurde im laufenden Betrieb in Orly gedreht;
die Schauspieler begeben sich wie selbstverständlich unter die real Reisenden, so dass sich Fiktion und Wirklichkeit auf wundersame Weise mischen.
Die Situation des Wartens als Zwischenwelt, in der Menschen reden oder schweigen, sich näher kommen oder sich voneinander entfernen, sich verstehen oder missverstehen – die Situation der Ankunft oder des Abschieds.
Der Kameramann Reinhold Vorschneider musste aus ungewöhnlichen Positionen filmen, um die Abwesenheit der Kamera mit extrem langen Brennweiten vorzutäuschen.
Beim Ton gibt es eine totale Konzentration auf die Gespräche der Schauspieler, die reale Geräuschkulisse ist zurückgenommen
Für mich, als der französischen Sprache unkundigen Zuschauer, steht jedoch das Lesen der Untertitel dem Genuss des Films etwas im Wege. Eine Synchronfassung entsprach sicher nicht den Absichten der Regisseurin, da sowohl deutsch (etwa 10 Prozent) als auch französisch (etwa 90 Prozent) gesprochen wird.
Sehenswert für Cineasten!
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