Kundenrezensionen

100
4,7 von 5 Sternen
Mutual Friends (Limited Edition)
Format: Audio CDÄndern
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
... und watteweich in den Gehörgang schmeichelt, erinnert schon verdammt an die gute Leslie Feist - "Mushaboom", "My Moon, My Man" und "1234", solche Sachen. Stammen tuen die melancholischen Wohlklänge allerdings von einer Art deutsch-schweizerischer Mädels-WG mit Namen "Boy". Valeska Steiner aus Zürich und die Hamburgerin Sonja Glass haben im Jahre 2005 musikalisch zueinander gefunden und nach einer ersten EP nun auf olle Herberts Grönland-Label auch ihr Debüt herausgebracht. "Mutual Friends" vereint zwölf melodisch fein gestrickte Fliegengewichte, nie laut, selten ungehalten und perfekt dafür gemacht, einen im Handstreich für sich einzunehmen.

"This Is The Beginning", "Waitress", "Drive Darling", das sind im besten Sinne schön ausbalancierte Miniaturen deutschsprachigen Befindlichkeitspops mit Mut zur Zartheit und ohne bemüht rotzige Grrrrrlhaftigkeit. Wenn bei "Boris" die allzu forsche Männerwelt in die Schranken und aus der Stadt gewiesen wird, geschieht selbst das mit viel Gefühl und ohne gleich richtig böse zu werden - das Rauhe, übertrieben Freche ist ihre Sache nun mal nicht. Dann lieber mal ein Cello zum Piano ("Waltz For Pony") oder fast auf Acapella heruntergedimmt ("July"). Die belebteren Stücke wie "Little Numbers", "Oh Boy" und "Skin" flippen nicht aus, sondern swingen gezähmt und auch das paßt gut ins Bild.

Nur eine Frage der Zeit, wann der erste deutsche Regisseur bei den beiden anklingelt und fragt, ob er wohl sein ambitioniertes Herbstfilmchen mit der Musik von "Boy" veredeln dürfte. Kommen wird das sicher, üblicherweise wird bei Newcomern jedoch gern in umgekehrter Reihenfolge verfahren - dass das Duo ein derart reifes Debüt wie "Mutual Friends" schon vorher in der Tasche hat, spricht dann eher für sie. mapambulo:blog
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88 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
...ist die CD -Mutual Friends- von Boy. Das fällt mir zwar, in meinem fortgeschrittenen Alter, mittlerweile schwer, aber bei Boy passiert es mir nicht zum ersten Mal, dass ich ergriffen zu Boden sinke. Als Valeska Steiner aus Zürich und die Hamburgerin Sonja Glass bei TV-Noir in Berlin auftraten, hat es mich schon(sinnbildlich) zu Boden gestreckt. Eine akustische Delikatesse der ganz besonderen Art wurde da dem Publikum gereicht. Valeska Steiners Stimme, die nicht nur über jeden Zweifel erhaben ist, sondern auf geradezu magische Weise die Moleküle der Theaterluft in musikalische Tonwellen umwandelt, ist ein Teil der hohen Suchtgefahr, die Boy beim Zuhörer verursachen kann. Begleitet von der sachlichen Sonja Glass und mit einem Dutzend qualitativ hervorragender Songs im Gepäck strahlt dieses Duo eine derart hohe Bühnenpräsenz aus, wie ich sie nur selten erlebt habe. Im Nachhinein festzustellen, dass die beiden jungen Damen auch noch bereitwillig Autogramme schrieben und für jeden Zuhörer, der sich ein Autogramm holte, ein paar nette Worte übrig hatten, vervollständigte den absolut positiven Gesamteindruck. Die damals angebotenen EPs waren im Handumdrehen vergriffen und jeder im Saal fragte sich: Kommt da noch was?

Ja...jetzt...endlich! Selten habe ich auf ein Album so sehnsüchtig gewartet, wie auf -Mutual Friends-. Nach den ersten Durchläufen im Player, meine persönliche Meinung: Würde ein arivierter Künstler dieses Album präsentieren; der Rolling Stone brächte vermutlich eine Sonderbeilage heraus. Beim relativ unbekannten Duo Boy ist das nicht zu erwarten, aber wie hat Radio 1 aus Berlin diese Woche, als Steiner und Glass zu Gast waren, es so schön formuliert: "Ein Duo auf dem Weg nach ganz oben!" Ich drücke jedenfalls die Daumen und verweise schon jetzt auf den guten Riecher, den die Berliner Radiomacher in den letzten Jahren hatten.

-Mutual Friends- kommt in einem Guss daher. Aufgebaut rund um Valeska Steiners unverkennbare, saubere und glasklare Stimme, wirbelt ein kleines Heer aus Gitarren, Streichern und Bläsern jeden Song direkt ins Ohr des Hörers. Das ist ein Stück weit Songwriting, Pop und Folk; nie wirklich einzuordnen. Dabei überraschte mich am meisten, dass die Akustikversionen der Songs von den Studioaufnahmen teilweise noch getoppt wurden.

Anspieltipps: -Drive Darling- ist für die Kenner von Boy schon fast ein Klassiker. Live ein Traum, Studiomäßig ein fragiles Kunststück, das einem nicht mehr aus dem Kopf geht. -Army- zeigt alles, was Boy ausmacht. Eine eingängige Melodie mit einem poetischen Text und einer schmal instrumentierten Begleitung. Ein Song, der einen mit seiner ganzen Sanftheit im Sturm erobert. -July- kannte ich bisher nur als Akustikversion. Die "neue" Version ist derart gut gelungen, dass einem die Tränen kommen. Musik ist ja angeblich das emotionalste Medium. Nach dem Anhören von -July-, unterschreibe ich das sofort. Als Clap-Song mit Pianobegleitung geht -Little Numbers- durch. Wenn sich ein eingefahrener Radiomoderator mal trauen würde, dass Ding durch den Äther zu jagen, könnte das tatsächlich ein Hit werden. -Oh Boy- ist die Pop-Perle des Albums. Schnell im Ohr, mit gängigen Beats und einem starken Sound. Als Zugabe gibt es auf der Limited Edition sechs Lieder auf einer Bonus-CD in der Akustik Version. Das kennen Boy-Fans zwar schon, nichtsdestotrotz besteht keine Chance, dass der Bonus Silberling im CD-Schuber verstaubt.

Ja...das ist wieder eine viel zu lange Rezension geworden, ich weiß. Aber das musste einfach raus. Eigentlich müsste ich noch ein paar Sätze zu dem hervorragend gestalteten Booklet und der CD-Aufmachung loswerden und noch mal mitteilen, dass ich mir schon jetzt die Tourneedaten von Boy notiert habe. Wenn man, so wie ich, weiß was einen da erwartet, dann wird man Valeska Steiner und Sonja Glass ganz sicher nicht live verpassen. Falls sie das noch nicht erlebt haben, gibt es von mir, genau so wie für -Mutual Friends-, die gnadenlose, absolute, unwiderrufliche Empfehlung. Schon jetzt viel Spaß dabei!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Februar 2012
Ein mehr als gelungenes Debutalbum mit intelligenten Texten, witzigen Geschichten, Melodien mit Ohrwurmpotential und vor Allem zwei zauberhaften Stimmen, die es verstehen ihre Zuhörer um den kleinen Finger zu wickeln!
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29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. November 2011
Ich habe selten ein auf so angenehme Weise durchschnittliches Album gehört.
Alle Songs des Albums geben eine Idee was Valeska Steiner und Sonja Glass für eine Musik im Ohr hatten. Das macht alles Spaß und ich hatte während des ganzen Albums nicht einmal den Drang zu skippen oder gar abzuschalten.
Die Lieder bewegen sich in etwas angerautem Popfahrwasser. Die beiden Protagonistinnen singen ihre Stücke prima ohne zu nerven und alles ist mehr als gefällig instrumentiert. Es gibt ein paar hübsche Melodien und fein gespielte Popriffs und alle haben sich schrecklich bemüht auch Texte zu drechseln, die nicht blöd sind.

Die Songs sind aber, naja, nett. So wenig wie das ALbum stört, so wenig reißt es einen an irgendeiner Stelle vom Hocker. Selbst die homöopathisch eingestreuten Ecken und Kanten wirken eher wie zufällig reingeschubst. Es ändert nichts an der gewöhnlichen Grundstimmung in der es weder Höhen noch Tiefen gibt.

Das ist Gitarrenpopmusik auf hohem Niveau, leider ohne jeden Wiedererkennungswert. Wenn das Album durch ist, erinnere ich mich schon nicht mehr an das drittletzte Stück (und das liegt nicht an meinem Alter ;-). Fluffig, sympathisch, schmeichlerisch - das sind die Attribute, die am häufigsten fallen wenn die Musik von BOY beschrieben wird.
Stimmt alles! Aber warum nur drei Sterne?
Weil mir selbst nach drei, vier Mal hören kein Song im Ohr bleibt. Weil mir das Album eine Spur ZU fluffig ist.

Vielleicht ist mir das ähnlich gelagerte Erstlingswerk von Amy MacDonald noch zu sehr im Ohr, dass eben all diese Extras hatte (selbst wenn man den Überhit abzieht). Das ist auch fluffig und schön aber eben auch mit mehr Drive und wirklich betörenden Songs.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Manchmal ist es schwer, ein Album zu bewerten. Bei Boy, bestehend aus Valeska Steiner und Sonja Glass, ist das beispielsweise so. Bezaubernder Gesang, schöne Melodien, manchmal sogar wirklich sehr gute Songs und nicht ein wirklich schlechter. Und "Mutual Friends", das Debütalbum der beiden Frauen aus Zürich und Hamburg, mag ich wirklich sehr gerne hören. Aber dann ist es nach fast 48 Minuten vorbei, man fühlte sich gut, aber irgendwie ist nicht viel hängen geblieben.
Der Pop von Boy ist vielleicht manchmal eine Spur zu eingängig. Vielleicht sogar eine Spur zu radiotauglich und zu sehr auf den Massenmarkt ausgerichtet - und damit ist nicht nur die dank Lufthansa-Werbung bekannt gewordene Single "Little Numbers" gemeint, der einzigen Nummer (haha!), bei der das Duo Steiner/Glass mal richtig aus sich rausgeht und die so ein bisschen wie "Big Yellow Taxi" auf Joni Mitchells Album "Ladies of the Canyon" wegen ihrer positiven Stimmung heraussticht.
Aber reicht das, damit "Mutual Friends" ein gutes und kein "okayes" Album ist? Manchmal sollte man einfach seine Gefühle sprechen lassen und die sagen. Ja, aber gerade noch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Januar 2013
Was ist passiert? Wir schreiben das Jahr 2013. Ein musikalisch eher im Bereich "Hard and Heavy" angesiedelter "älterer Herr" hat sich die DVD "Knallerfrauen" von Martina Hill beschafft (Aus meiner Sicht schon jetzt wegen der gehörigen Portion Anarchie zu Recht mit der Marke "Kultstatus" versehen).

Und er hört -zum ersten Mal bewusst- diesen Titel-Song. Genau: Der, der einen nicht mehr loslässt. Irgendwie magisch. Fast leise. Packend! Assoziationen zu den herausragenden Cosa Rosa und Valeries Garten weckend (Kennt die noch jemand?). Diese Melodie gräbt sich einfach in den Hinterkopf.

Was folgt? Google sei Dank! Das Ergebnis der Internet-Recherche zeigt: Der Song ist von BOY. Wer zum ....

Ich weiß es jetzt - Zumindest das, was im Internet und in den Amazon-Kritiken erfahrbar ist.

Aber eines weiß ich zudem: Das ist ganz grosses Kino. Und der Download (nicht hier) läuft und läuft. Neben dem geliebten "Hard and Heavy". Ein Widerspruch? Nicht wirklich.

Denn .. die Magie ist da! Mehr!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. September 2011
Seit dem ich die Beiden zum ersten mal live erlebt habe bin ich ein absoluter Fan. Ihre EP 'Hungry Beast' lief bei mir wochenlang ununterbrochen. Die Texte sind englisch, die Songs sind unbeschreiblich schön. Gänsehaut-Feeling!

Waren das Duo im letzten Jahr noch recht schüchtern auf der Bühne, so sind es nun zwei selbstbewusste, aber sympathische junge Frauen die Ihre wunderbare Musik spielen. Insbesondere die Akustik-Versionen haben es mir schwer angetan.

Wer 'Alin Coen' oder 'Philipp Poisel' mag, wird den Kauf dieser CD nicht bereuen. 'Mutual Friends' ist ein gelungenes Debüt. Ich hoffe wir werden noch viel von Sonja Glas und Valeska Steiner hören.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. März 2014
Habe mir die CD wegen "Little Numbers" gekauft, der Song war es für mich wert die zwei Mädels zu unterstützen. Mir fehlt allerdings bei den anderen Songs eine Anknüpfung an diesen absoluten Fun-Song. Vielleicht liegt es auch daran das ich mich noch nicht richtig darauf eingelassen habe weil ich den ein oder anderen Fun-Song noch darauf vermutete habe.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. November 2011
Es ist ein so wundervolles Album! Nach dem ich sie letzten Monat in Frankfurt live erleben durfte, ist das Album gleich noch großartiger und ein toller Bonus ist die zweite CD mit rein akustischen Versionen. Ich habe mich nach dem ersten Mal hören in diese Musik verliebt und höre sie immer wieder gern! Absolute Kaufempfehlung!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Januar 2012
Ich hab mir das Album aufgrund meiner "Empfehlungen" blind (oder taub ?) gekauft, und weil die Rezensenten sich gar so überschlugen. Ich war also auf eine Enttäuschung gefasst.

Aber dann...WOW !

Ich lege die CD ein, der erste Song fängt an, sachte loszutickern, dann tritt die Stimme dazu...
Mein erster Gedanke war, mit dem Album kann nichts mehr schief gehen, schon jetzt passt einfach alles. Und wunderbarerweise durfte ich Recht behalten.

Eine Songperle nach der anderen reiht sich vor dem Ohr auf, immer sparsam, aber passend und prägnant instrumentiert (beim Banjo im zweiten Song war dann jeglicher noch vorhandener Zweifel an der restlichen Qualität der CD verflogen), aber auch mal so richtig Rock'n'Roll, der "Tanz mit mir" schreit.
Man verliebt sich sofort und unwiderruflich in die Stimme von Valeska Steiner und folgt ihr glücklich durch die Geschichten, die sie einem erzählt. Mal sind es leise Töne einer großen Schwester, mal lautere einer guten Freundin, die man hört. Mal erzählend, mal mitleidend, mal selbst betroffen, werden unscheinbare Episoden entwickelt, die man sich merken wird.
Symbiontisch begleitet von Gitarre, Bass, Drums et al. je nach Bedarf und als Krönung ein Textfluss, der jeden native speaker staunend zurücklässt.
Diese Perfektion könnte man noch unendlich weiter zu beschreiben versuchen..., aber man würde ihr ohnehin nicht gleich.
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