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4.0 von 5 Sternen Einsamer, aber gar nicht trauriger Wolf, 23. August 2011
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: LIGHTS OUT LP (VINYL) US EMI 1984 (Katalog-Nummer: SJ17121) (Vinyl)
Das Solodebut des legendären Ex-J. Geils Band Frontmannes bietet tolles songwriting, gepaart mit typischen 80er Jahre Sounds - geht sich sowas aus? Ja und Nein. Ja, weil es Wolf ist der diese tracks singt, und seine Stimme viel von dem 80er Jahre Soundmüll zu überdecken weiß. Nein (allerdings nur bei manchen tracks), denn wenn das songwriting nicht gut genug ist, dann hört man die Produktionssünden von Michael Jonzun (Jonzun Crew) umso mehr heraus.

Der Titeltrack war ein Riesenhit in Amerika und ist ein Ohrwurm, der mit seinen Gitarren echt auch stark an INXS erinnert. Das ZZ-Top cover ,I Need You Tonight', daß sich auf deren Eiminator Album noch irgendwie ausgeht, entgleitet Jonzun aber leider unter all seinen Synthies und Computern, und ,Oo-Ee-Diddley-Bop!' ist dann nur mehr purer Studio Unfug.

Auf ,Gloomy Sunday' aber beweist Michael Jonzun dann tatsächlich auch Geschmack, denn gerade in den 80ern einen Old School Jazz Song, noch dazu mit den damaligen Synthiesizern, so organisch klingen zu lassen, war durchaus eine Kunst.

Den 60s Motown Sound in die 80er transponiert ,Baby Please Don't Go'. Ebenso schwungvoll wie damals, nur ein bißchen plastifiziert, aber der track funktioniert toll mit seinem Blues Brothers goes Was (Not Was) feeling. ,Crazy' hätte einen super spät-J.Geils Band-track abgegeben (,Pretty Lady' gehört auch zu dieser Kategorie) - auch wenn die geknüppelten electronic drums leider - wie so oft auf dieser Prodution - nerven.

Der electronic Reggae ,Poor Girl's Heart' geht sich auch irgendwie aus, weil Jonzun hier genug Spielereien in den Mix einbaut, um in interessant erscheinen zu lassen - und der song an sich ohnehin ein Ohrwurm ist. Das poppige ,Here Comes That Hurt Again' ist halt ein bisserl Flach.

Schlimm ist ,Mars Needs Woman' - mit seinem Break Dance Sound und der eigentlich nicht vorhandenen Komposition würde man den heute wohl in einem 80er Jahre Museum ausstellen, genauso wie den closer ,Billy Bigtime' auf dem Wolf tatsächlich versucht zu rappen.

Alles in allem aber ein spaßiges Debutalbum von Wolf, bei dem man sich wünscht er hätte es mit der J.Geils Band aufgenommen, dann wären wohl die Arrangements wahrscheinlich besser geworden. Und im Vergleich zu deren ,You're Gettin' Even...' Album ist das sowieso eine Perle. Knappe 4 Sterne gehen sich wegen den wirklich vielen guten songs hier aus - da drückt man sogar vor der Produktion ein Auge zu.
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