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Kundenrezensionen

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am 7. August 2004
Als ich mir das Hörbuch bestellte, hatte ich doch einige Bedenken: Ein derartiger Schinken, einfach nur vorgelesen, von einem einzigen Sprecher, über Stunden, würde ich das durchstehen? Ich tat's, und ich habe alles von Angang bis zum Ende genossen! Erst durch das Zuhören erschließt sich einem die Ilias -ich hatte sie in meiner Jugend einmal leise gelesen - erst richtig. Dann, vorausgesetzt, sie werden von einem derartigen Meister wie Herrn Boysen vorgetragen, begreift man, dass es sich hier um "Gesänge" handelt. Die Spannung, die durch den meisterlichen Vortrag eines einzelnen Sängers erzielt wird, vermag kein Film zu erzeugen, möge er noch so aufwendig inszeniert sein. Es ist kein kleines Glück, dass sich immer noch Künstler und Produzenten finden, die so ein Werk in Angriff nehmen und verwirklichen!
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am 26. November 1999
O ihr Götter, ihr Götter! Was haben die Sterblichen nicht alles vollbracht, um euch, Götter, zu rühmen! Die Werke des Homer waren so vollkommen, daß sein Name unsterblich wurde. Ein hoher Anspruch für den Übersetzer, der das Werk unverfälscht und ohne es im Wert zu mindern übertragen will. Homers Verse stehen in Hexametern. So setzten viele Übersetzer die deutschen ebenso. Altgriechische Wörter sind sehr sehr lang. Deutsche aber sind es nicht. So kommen viele Übersetzungen aufgefüllt mit unzähligen Adjektiven so breit wie der Amazonas herangewogt. Im Griechischen aber, bemerkte der große Goethe, wäre Homers Stil durch einen "außerordentlichen Lakonismus" gekennzeichnet. Was liegt da näher, als die strenge Welt der Hexameter zu verlassen und die Einfachheit, Sachlichkeit und Direktheit seines Stiles wieder hervor zu holen? Wolfgang Schadewaldt hat es getan. Den Verlust an Rhythmik hat er ausgeglichen durch möglichste Beibehaltung der Wortstellung und Verwendung von freien Rhythmen.
Über den Inhalt des Buches gibt es wohl nichts mehr sagen. Es geht um die Belagerung von Troja (sein Fall steht in der "Odyssee"). Wunderbar, wie Here, die Kuhäugige, von Aphrodite den Riemen ihrer Macht erbittet - "Dort drinnen war Liebeskraft, drinnen Verlangen, drinnen Liebesgeflüster, Verführung, die auch den verständig Denkenden den Sinn raubt."- um mit Schlafes Hilfe ihren Gatten, den Kroniden, zu verführen und einzuschläfern, um gegen dessen Verbot in den Kampf einzugreifen. Bewegend, wie Priamos bei Achilleus um die Herausgabe der Leiche seines Sohnes Hektor bittet. Der schönen Stellen alle zu nennen würde den Rahmen der Kritik sprengen. Wer von Sätzen, die kürzer sind als ihre Wörter und von ausführlich beschriebenen Körperfunktionen und anderen Banalitäten, womit sich die "moderne Literaur" so intensiv beschäftigt, genug hat, der sollte in dieses Buch investieren. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 15. August 1999
Die Ilias, die im achten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung geschrieben wurde, gilt als die älteste Dichtung des abendländischen Kulturkreises. Sie ist nicht nur das Werk eines einzelnen. Statt dessen ist in seinem Inhalt der dichterische Ertrag einer ganzen Kulturepoche zusammen getragen, der sich bis in das 6. Jahrhundert v. u. Z. zieht. So hat auch eine Reihe von einzelnen Heldenliedern und Mythen ihren Eingang in die Ilias gefunden. Und so findet man in diesem Buch auch vieles, um sich die griechische Geschichte zurück zu holen und nachzuvollziehen, wozu zweifelsohne auch die Religionen und Mythen gehören. Die vierundzwanzig Bücher der „Ilias" sind trotz der originalgetreuen Übersetzung recht leicht verständlich und lassen sich recht zügig lesen. Die zwölf antiken Vasenbilder im Buch sorgen für ein noch besseres Lesevergnügen. Und so ist das Buch nicht nur für Studenten der altgriechischen Philologien oder der Geschichte interessant, sondern für alle. Es ist einfach ein Standardwerk, das man gelesen haben sollte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 29. November 2008
Dramatische Livelesung des Schauspielers Rolf Boysen. Live: Das erklärt sinnentstellende Lesefehler ("Dardaner" statt "Danaer" in Il. 1,40) oder die nicht seltenen, durchaus störenden künstlichen Silbenlängungen (vermutlich, um wieder in den Text zu finden). Weite Passagen sind allerdings hervorragend vorgetragen. Die Lesung als solche: 4 Sterne.

Katastrophal und mit "brutalstmöglicher" Schlechtbenotung die entsetzlichen Textkürzungen. Nach Coverangabe dauert die Lesung 462 Minuten = 7:42 Stunden. Zum Vergleich: die vollständige Iliaslesung von Hans Jochim Schmidt dauert nach Coverangabe 22:30 Stunden!
Immerhin weist der Verlag auf die Kürzung als solche hin, verschweigt aber deren Ausmaß.

So fehlen beispielweise 2, 204 ff. die lebendige Thersites-Episode, im 2. Gesang die Schiffs- und Troerkataloge, insgesamt der 10. und 13. Gesang, im 23. Gesang Verse 245-897, die Leichenspiele zu Ehren des Patroklos.

Eine Kulturschande und auch durch Zeitnot nicht zu entschuldigen ist die Auslassung der grandiosen und zu Recht berühmten Beschreibung des Schildes des Achill im 18. Gesang. Welcher Banause auch immer für diese Verstümmelung verantwortlich ist, sein Andenken sei verflucht. Die Schildbeschreibung gehört zu schönsten und eindrucksvollsten Passagen der Ilias. Sie eröffnet einen Blick auf den gesamten homerischen Kosmos, geographisch wie gesellschaftlich. Auch im Aufbau des Epos kommt der Schildbeschreibung eine wichtige Funktion als ausgedehnte, aber gleichzeitig spannungserhöhende Ruhepause "vor dem Sturm", nämlich dem Zweikampf zwischen Achill und Hektor, zu.

Wolfgang Schadewaldt, dessen eindrucksvolle Übersetzung Boysen verstümmelt, hat dem Schild des Achill einen lesenswerten Aufsatz von über zwanzig Seiten in seinem Buch "Von Homers Welt und Werk" (2. Auflage Stuttgart 1951) gewidmet. Karl Reinhart, Die Ilias und ihr Dichter, Göttingen 1961, handelt auf über zehn engbedruckten Seiten von Homers Schildbeschreibung und zitiert Lessing: "Mit wenig Gemälden machte Homer sein Schild zu einem Inbegriffe von allem, was in der Welt vorgeht" (Lessing, Laokoon, Kap. 18, Anm.e). Auch der Historiker greift auf die Schildbeschreibung mit ihrem Realienreichtum zurück, so etwa Christoph Ulf, Die homerische Gesellschaft, München 1990, S. 171 ff.

Also: Wer die Ilias ein wenig kennt, verzweifelt ob der zahllosen Auslassungen. Wer sie noch nicht kennt, wird erst recht um viele schöne Stunden vom Verlag getäuscht.

Die oben angesprochene Iliaslesung von Hans Jochim Schmidt ist immer vorzuziehen, auch wenn Schmidts ruhiger Vortragsstil der Boysenschen Dramatik ermangelt (aber auch deren Mängel vermeidet).
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am 16. Januar 2013
Wer dieses Buch bestellt weis was auf ihn zukommt. Es ist schwer zu lesen und ganz bestimmt nichts für " jetzt habe ich grad 10 Min. Zeit und lese weiter" Aber wer sich Zeit nimmt und sich damit auseinandersetzten will, hat seine Freude dran
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am 27. Juli 2013
Uralt, aber nie überholt. Wer in dieses Buch eintauchen kann, der erlebt mit einen der wichtigen Schritte, welchen die Menschheit in ihrer Entwicklung vollzogen hat. In den zwei Hauptfiguren stehen nebeneinander: Achilles, der Kraftmensch an sich, nur ein Gott konnte ihn, den Halbgott, überwinden. Er ist Beispiel und Rest der menschheitlichen Vergangenheit der Nähe und Gemeinschaft mit den Göttern. Und Odysseus, auch ein großer Held, aber in ihm reift zum ersten Mal ein Denken heran, eine an der Welt gewonnene Klugheit. Nicht die Stimme der Götter tritt in ihm bestimmend auf, sondern kluge Gedanken über Möglichkeiten, welche die Verhältnisse ändern könnten. Dass man sich dabei die Feindschaft des Weltenerschütterers Poseidon zuzieht, ist absehbar.
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am 3. Mai 2015
Geboten wird die Live-Aufnahme einer Lesung des hochbetagten, kürzlich verstorbenen Rolf Boysen. Der Text (Schadewaldts wörtliche Übersetzung der Ilias) ist sicher nicht leicht zu deklamieren, im Gegenteil, selbst für den geübten Theaterschauspieler muß es ein beängstigendes Stück Arbeit gewesen sein: Der alte Mann ächzte, presste und raunte, anders vermochte er die Verse nicht hervorzubringen. Wer Tragik hautnah miterleben wollte, war an diesem Abend gewiss am rechten Ort.

Dank sei dem Hörverlag, dieses vorerst letzte Gemetzel vor Troia auf sechs handlichen CD's verewigt zu haben. Aber nur im Prinzip, denn leider hat die "Regisseurin und Bearbeiterin" Laura Olivi Murks gemacht. Man glaubt gar nicht, was bei der Edition einer simplen Tonaufnahme alles schief laufen kann:

1. Da es sich um eine "gekürzte Fassung" handelt, war ein deutlicher Hinweis geboten, der über Umfang, Art und Gegenstand der Kürzung aufklärt. Zum Beispiel will man wissen, ob nur der Text oder auch der Vortrag gekürzt wurde; und auch, wieviel und was gekürzt wurde, zum Beispiel: 2/3 des Textes und alle Götterszenen. Das Beiheft schweigt.

2. Da einem die Lesung als "fulminantes" Großereignis verkauft wird, darf man erwarten, daß Angaben zu Datum und Ort des Vortrags gemacht werden. Fehlanzeige.

3. Ein schlecht gemachtes Beiheft oder fehlende Produktinfos bedeuten natürlich nicht automatisch, daß auch die Tonaufnahme schlecht sein muß, aber in diesem Fall geht die Unvollständigkeit des Beihefts Hand in Hand mit der Schlamperei am Schneidetisch. Die Schnitte wurden nahtlos aneinandergestoppelt, da wo Auslassungen sind, gibt es keine Pausen und schon gar keine Überleitungen. So hat man beim Hören nicht nur Angst um die Gesundheit des Verstorbenen, man verliert auch ständig den Roten Faden und findet sich im Sinn-Nirvana wieder.

Nachdem ich die "prangende Lösung" von 34.95 Euro für das Produkt gegeben habe, frage ich mich, was sich der Verlag eigentlich denkt.

Vielleicht denkt er ja: "Egal, den Homer hört sich sowieso keiner richtig an." - Im Falle des Boysen-Vortrags wäre das sogar ratsam.
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am 5. Oktober 2004
Anders als das Hörspiel "Der Kampf um Troja", ist die "Ilias" ein reines Hörbuch. Sprecher ist der große Schauspieler Rolf Boysen, der im März dieses Jahres 84 Jahre alt geworden ist.
Boysen ist nicht nur ein großer Theater- (König Lear) und Filmschauspieler (Wallenstein), sondern auch ein großartiger Hörbuchsprecher. Er ist ein gewaltiger Sprachkünstler und er macht die "Ilias" zu einem echten Hörgenuß.
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am 11. Februar 2014
Das Buch ist... Naja, Ilias halt. Liest man, wenn man mal etwas angeben möchte, dass man sowas gelesen hat und sich dabei nicht zu Tode langweilen möchte. (Kann ich übrigens auch Krieg und Frieden empfehlen)
Den Trojanischen Krieg kennt man ja, die Sprache ist faszinierend, ich denke die Übersetzung ist ziemlich gut, ist halt nicht jedermanns Sache, das bis zum Ende durchzuhalten.

Leider habe ich durch die Formatierung immer wieder Probleme in der Kindle-App für Android. Diese wechselt immer wieder beim umblättern zwischen Versen mit Rand und irgendwas wie ganzseitiger Fließtext, so dass ich immer wieder in der Zeile verrutsche, oder die "falsche" Seite angezeigt wird, weil ich schon weiter oder noch nicht so weit bin bei der jeweils anderen Formatierung.
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am 13. Januar 2014
Manche mögen die Übersetzung von Voß nicht und behaupten, er bleibe zu wenig am Originaltext: Ich halte die deutsche Fassung für das Beste und rhythmisch Einfühlsamste, das man finden kann. Vom Leser ist aber die Fähigkeit gefordert, die anspruchsvollen syntaktischen und logischen Gedankenzusammenhänge zu verstehen. Wer mit dieser Art von Sprache vertraut ist und das Lesen klassischer Texte gewohnt ist, wird an diesem Text seine große Freude haben.
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