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am 16. September 2011
Outrage ist das härteste und brutalste Werk von Takeshi Kitano.

Der Film nimmt schnell fahrt auf und der Zuschauer ist nach weniger Minuten mitten in einem Bandenkrieg bei dem die Akteure ständig Ihre Rollen und Ziele wechseln. Konstant bleibt alleine die Gewalt die schnell ausartet und teilweise grotestke Züge annimmt. Ein "missglückten" Zahnarztbesuch eines Yakuza-Clan-Führer ist dabei eine von vielen üblen "Höhepunkten" an die man sich noch lange erinnert wird.

Die Story ist eher dünn, durch die Vielzahl an Wendungen und Charaktere aber nie langweilig oder gar langatmig.
Insgesamt verspricht Outrage sehr gute Unterhaltung.

Nervig ist alleine die Werbung für andere Filme die sich beim Start der DVD nicht überspringen läßt. Die Synchronisation ist gewohnt schlecht und die Übersetzung unpassend.
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am 19. September 2011
Outrage

Knapp 11 Jahre nach seinem letzten thematisch ähnlich gelagerten Film, kehrt Japans Vorzeigeregisseur Takeshi Kitano wieder zum Yakuzafilm zurück. Doch anders als noch bei "Brother" oder "Sonatine", wird hier nicht mal eine nennenswerte Geschichte erzählt und die Figuren sind auch allesamt kaum tiefgründig gezeichnet, geschweige denn Sympathieträger. Nein, "Outrage" ist ein Yakuzafilm um des Yakuzafilm willens. Es geht ausschließlich um die japanische Mafia und es werden auch nur deren Mitglieder und deren Opfer gezeigt, mehr nicht. Doch eine halbwegs romantische Verklärung des Ganzen ist Kitanos Sache schon lange nicht mehr. Wo noch in "Brother" bedingungslose Loyalität und das Einhalten des Ehrenkodex bis in den Tod porträtiert wurden, so lässt der Altmeister in seinem neuen Film kein gutes Haar an den Gangstern in feinen Anzügen. Nur noch wenige erscheinen hier wie Traditionalisten, andere, auch jüngere, geben sich entweder respektlos denen gegenüber oder wissen das Wort "Loyalität" nicht einmal ansatzweise zu buchstabieren und wechseln dann einfach die Seiten, wenn es brenzlig wird. Und selbst jene, die aufgrund ihrer erhöhten Stellung in der strengen Hierarchie ehrfürchtig respektiert werden, nutzen ihre Position einfach nur schamlos aus. Denn in "Outrage" geht es einzig und allein um Intrigen, Lügen, Machtergreifung und um Machterhaltung durch Gewalt und noch mehr Gewalt und damit auch um den Missbrauch jener Ehrencodes, denen man sich eigentlich verschrieben hat. Da wird schonmal der "Bruder" aus dem Weg geräumt, und auch Kitano, wie so häufig selbst in prominenter Rolle zu sehen, übt seine eigene kleine Demontage, Eastwood gleich, und darf nicht etwa den Ehrenfreitod sterben, sondern flüchtet sich eher feige ins Gefängnis, wohlwissend, dass das eigentlich nicht das ist, was man von seiner Figur erwartet. Inhaltlich ist das insgesamt eigentlich furchtbar einseitig, und natürlich in typischer Kitanomanier zwar stilvoll, aber dennoch immer noch ruhig und gemäßigt erzählt und damit ein klein wenig sperrig und scheinbar distanziert. Und auch einen gewissen Rassismus kann man dem Werk nur schwer absprechen. Die Direktheit und Konsequenz, mit der diese Todesspirale vonstatten geht, nötigt dennoch Respekt ab und auch das versammelte Schauspielensemble macht seine Sache exzellent. "Outrage" ist damit ein fast schon selbstzweckhafter Genrebeitrag auf höchstem Niveau, mit dem Kitano den Yakuzafilm auseinandernimmt.

7/10
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