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452
4,3 von 5 Sternen
Das Haus der Schwestern: Roman
Format: Kindle EditionÄndern
Preis:8,99 €
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105 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. September 2007
Weihnachten 1996: zum Entsetzen ihrer Eltern und Scheiegereltern schenkt Barbara ihrem Mann Ralph zu seinem 40. Geburtstag zwei Wochen gemeinsamen Urlaub in einem entlegenen Cottage in Nordengland, das sie von der skurrilen und alleinstehenden 70-jährigen Laura angemietet hat. Barbara erhofft, durch die Einsamkeit dort ihre kurz vor dem Scheitern stehende Ehe retten zu können.
Doch der Urlaub entwickelt sich anders als geplant: die eigenbrötlerische Hausbesitzerin Laura hat vor ihrer Abreise zu ihrer Schwester so gut wie keine Lebensmittel im Haus hinterlassen; Barbara und Ralph wollten daraufhin am nächsten Tag zum einkaufen ins Dorf fahren, doch über Nacht hat es geschneit - und die Beiden völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Strom und Telefon fielen ebenfalls dem Schneechaos zum Opfer, Hunger und Kälte scheinen die nächsten Tagen zu bestimmen. Durch einen Sturz findet Barbara ein verborgenes Manuskript unter den morschen Bodendielen des alten Hauses und beginnt es zum Entsetzen ihres Mannes zu lesen.
Schon an den ersten Zeilen erkennt Barbara, dass dies die Geschichte der ursprünglichen Hausbesitzerin, Francs Gray, ist, die sie vor sich liegen hat. Frances schildert in ihrem Maunskript ihr eigenes Leben, die Geschichte der Familie Gray und ihrer Nachbarn, der Familie Leigh in der Zeit von 1900 bis zu den 50er Jahren: die selbstbewusste Francis Gray stellt sich schon in jungen Jahren den strengen Konventionen des Englands zur Jahrhundertwende. Sie bricht mit ihrem Vater, lehnt das Heiratsangebot ihrer großen Liebe, John Leigh, ab und schließt sich den Suffragetten an, die für das Frauenwahlrecht kämpfen. Den ersten großen Schicksalsschlag erhält Francis, als sie überraschend in ihr Heimatdorf zurückkehrt - und in die Hochzeit ihrer Schwester mit John Leigh platzt. Doch nichts kann die starke junge Frau umwerfen, auch nicht der erste Weltkrieg, der kurz darauf ausbricht. Frances erlebt in den folgenden Jahren viele harte Schicksalsschläge, die sie jedoch nur zu stärken scheinen. Nur den Hass gegenüber ihrer Schwester hat sie nicht im Griff...

Das ist mit Abstand eines der besten Bücher von Charlotte Link! Mit ergreifender Ehrlichkeit und Offenheit beschreibt sie die Emotionen der nach außen hin starken und selbstbewussten Francis Gray, die jedoch in ihrem Inneren an der lebenslang schwelenden Liebe zu John Leigh und dem zunehmenden Hass gegenüber ihrer Schwester Victoria arg zu leiden hat. Schonungslos authentisch beschreibt die Autorin die Grausamkeiten des ersten Weltkrieges und die entsetzlichen psychischen Qualen und Folgen, die die überlebenden Soldaten davongetragen haben. Auch den zweiten Weltkrieg umreisst sie, diesmal jedoch überwiegend aus der Ferne betrachtet. Inmitten dieser weltpolitischen Geschehen erleben die Familen Gray und Leigh ihre eigene Geschichte, mit enttäuschten Lieben, Missgunst und Neid, Eifersucht und sturer traditioneller Ansichten. Hauptprotagonisten sind die selbstbewustte Francis, ihre große Liebe John und ihre hübsche, aber in Selbstmitleid versinkende Schwester Victoria, die mit John verheiratet ist. Ein Familiendrama ungeahnten Ausmaßes nimmt seinen Lauf...
Fesselnd, spannend, und sehr ergreifend - ein großartiges Buch!!!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Mai 2012
... wird hier ein Mord in einer geschlossenen Gesellschaft begangen. Aber leider ermittelt hier keine schrullige Miss Marple, sondern ein dröger Inspektor Kelly, der im Grunde gar nichts tut, außer dass er sich die Lebensgeschichten der fünf Verdächtigen zu Gemüte führt.
Das Buch hat Link schon vor zehn Jahren geschrieben, und jetzt wurde es noch mal aufgelegt. Vielleicht mutet die Machart deshalb doch etwas altbacken an: Sehr schematisch und wenig raffiniert wirkt es, wie da die einzelnen Biografien heruntergeschrieben werden, um von jedem Beteiligten das mögliche Motiv für den Mord abzuliefern. Zudem sind alle Figuren sehr klischeehaft und in der Zusammenballung wenig realistisch gezeichnet: die valiumabhängige lesbische Natalie, die schöne, verarmte Gina, die sich den möglichen zukünftigen Präsidentschaftskandidaten der USA angelt, das verhuschte Opfer-Mäuschen Mary, das von einem Fotografen entdeckte Model Laura aus der Bronx mit ihrem Junkie-Freund, der snobistische Steve, den ausgerechnet eine IRA-Bombe zu Fall bringt, und dem Opfer David gehört dann auch noch ein milliardenschweres US-Wirtschaftsimperium. - Meine Güte, ein bisschen normalere Leute hätten dem Buch besser getan, das wäre allemal echter, differenzierter und gescheiter rübergekommen.
Dennoch: die Link kann schon einfach was erzählen, das war auch schon vor zehn Jahren so, deshalb doch noch drei Sterne.
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42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. März 2000
Dieser Roman erzählt nebeneinander zwei Geschichten, einerseits die eines deutschen Ehepaars, das bei einer Urlaubsreise nach England in einem einsamen Haus eingeschneit wird, andererseits die Lebensgeschichte von Frances Gray, die in ebendiesem Haus, dem „Haus der Schwestern" lebt. Als Barbara für zwei Wochen ein abgelegenes Haus im Hochmoor von Yorkshire mietet, war es eigentlich nur ein Versuch, ihre Ehe mit Ralph aus einer Krise zu retten. Doch schon in der ersten Nacht werden sie durch heftigen Schneefall von der Außenwelt abgeschnitten, ohne genügend Nahrungsmittel zur Verfügung zu haben. Durch Zufall stößt Barbara auf ein Manuskript, dass ihre Aufmerksamkeit fesselt: Die einstige Besitzerin des Hauses hat eine Aufzeichnung ihres sehr abwechslungsreichen, von Schicksalsschlägen gezeichneten Lebens hinterlassen. Barbara identifiziert sich in manchen Punkten mit dieser Frau, die nie ihre Schwächen zeigte. Die Lebensgeschichte dieser Frau zieht auch Barbara und Ralph in Verwicklungen hinein und beeinflusst deren weiteres Schicksal. Nach dem Klappenbild zu urteilen verspricht dieser Roman eine etwas langweilige Darstellung einer oft wiederzufindenden Geschichte. Doch trotz einiger Längen gelingt es der Autorin, durch die Ineinanderkettung der Handlungen die Aufmerksamkeit des Lesers zu erhalten, da dieser darauf wartet, wie es weitergeht. Deswegen möchte man auch dieses Buch bis zum Schluss ungern aus der Hand legen. Die einzelnen Personen dieses Buches werden lebendig charakterisiert und man kann sich in die Geschehnisse hineinversetzen. Insgesamt ist es ein wirklich lesenswerter Roman.
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40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. August 2002
Ich muss zugeben, ich hatte zuerst Vorbehalte gegen das Buch. Es war ein Geschenk und ich befürchtete, dass das nur so ein Fliessband-Roman nach Schema "F" ist, da mir bekannt war, dass Charlotte Link schon eine ganze Menge Bücher veröffentlicht hat.
Ein Bekannter erzählte mir dann noch von einem gleichnamigen Fernsehfilm der nach diesem Buch gedreht wurde, der ausgesprochen schlecht gewesen sein sollte (sprich: er hat ihn sich nicht bis zu ende ansehen können, so mies soll der gewesen sein). Dennoch nahm ich das Buch zur Hand und war schnell in den Bann gezogen. Ich glaube, ich muss nicht die ganze Handlung noch einmal wiedergeben. Nur soviel: es gab so einige überraschende Wendungen und die Charaktere wurden sehr lebendig gezeichnet. Ich fand das Buch zu keiner Zeit langweilig und fand es sehr interessant, durch dieses Buch die Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch mal aus englischer Perspektive zu erleben.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. März 2006
Das Haus der Schwestern ist ein Buch, dass eigentlich zwei verschiedene Geschichten ineinander fließen lässt.
Die Geschichte von Barbara und ihrem Mann, die in einem Yorkshire Urlaub versuchen wollen ihre Ehe zu retten und die Geschichte von Frances Gray, frühere Eigentümerin des Anwesens auf dem Barbara und ihr Mann ihren einsamen, eingeschneiten Urlaub fristen.
Es hat bei mir eine ganze Weile gedauert, bis ich mich an dieses Buch gewöhnt hatte; länger als üblich aber danach war es sehr flüssig zu lesen.
Die Story ist interessant geschrieben und auch Geschichtliches wie z.B. die 2 Weltkriege sind Randthemen des Buches.
Obwohl ich die Person Frances Gray als unangenehme empfand, ja oft anmaßend und selbstgerecht, ist die Geschichte sehr mitreißend.
Sie hat einen sehr schönen Spannungsbogen, der sich bis kurz vor Schluss dann auch auf der Spitze befindet. Man kann irgendwann garnicht mehr anders als weiterlesen und es ist wirklich ein Genuss.
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75 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Dezember 2003
Das erste Buch von Charlotte Link, das ich las war "Das Haus der Schwestern". Auf Empfehlung wollte ich direkt danach "Die Rosenzüchterin" lesen, doch zum Glück begann ich mit "Schattenspiel".
Eine etwas eher untypische Geschichte für die Autorin. Unterscheidet sich in Stil und Geschichte. Das Buch ist jedoch eher spannend. Es geschieht ein Mord und die Freunde des Opfers, die sich zu der Zeit alle in seinem Haus befinden, hätten jeder für sich ein Motiv. Und so gelangt man zu den verschiedenen Lebensgeschichten und die Hintergründe, warum alle Schicksale mit dem Opfer verwoben sind. Die Geschichte baut sich im Laufe des Erzählten soweit auf und die Antwort auf die Frage nach dem Mörder endet zwar etwas überraschend, doch darauf kommt es nicht mehr an.
Wichtiger werden einem die einzelnen Schicksale, und wie diese sich im Laufe der Zeit miteinder vereinen.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. März 2012
Meine Rezension bezieht sich nur auf die eBook-Version dieses Buches sowie auf die Umsetzung (und nicht um den Inhalt). Ich bin etwa bei der Hälfte des Buches und war zunächst noch verwundert, bin mittlerweile aber schon richtig genervt von der Vielzahl an falschen Bindestrichen und Rechtschreibfehlern in dieser Version. Ich finde es wirklich schade, wie hier mit der neuen (immer größer werdenden) Zielgruppe der eBook-Leser umgegangen wird. Ich habe zwar 1 EUR weniger als für die Print-Version gezahlt, erwarte aber trotzdem, dass die elektronische Version genauso sorgfältig Korrektur gelesen wird. Das mag vielleicht nicht alle Leser stören, ich bin trotzdem enttäuscht, daher gibts nur zwei Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. August 2011
Zuerst dachte ich, ich hätte einen klassischen C.Link-Krimi erstanden. Optik, Klappentext usw.
Das war es nicht und diese Lebengeschichte, die ich dann vorfand, hat mich absolut fasziniert.
Endlich mal wieder ein Buch, von welchem man ergriffen wird und welches sich zudem absolut flüssig lesen lässt. Noch lange nach dem Lesen habe ich darüber nachdenken müssen.

Man erfährt ein Leben vom Anfang bis zum Ende und es berührt einen ungemein.

Das ganze Buch ist niemals verwirrend, obwohl es in der Gegenwart und in der Vergangenheit spielt, wodurch man auch einige geschichtliche Fakten auffrischen kann, ohne dass sie Überhand nehmen. Zudem wird es nie langatmig oder unspannend, das Ende hätte man so nicht erwartet, was ich immer recht positiv bei einem Buch finde, egal, ob einem das Ende gefällt oder nicht.

Über einige Dinge hätte ich gerne noch mehr erfahren, aber grundsätzlich erfährt der Leser alles, was er wissen muss. Es spricht für dieses Buch, dass viele Leser gerne noch mehr Details erfahren hätten, obwohl es schon sehr ausführlich geschrieben worden ist.

Vorsicht Spoiler:

Ich hätte so gerne noch mehr über Francis erfahren, nachdem ihre Schwester tot war. Wie genau (und wann) kam es, dass John doch wieder mit dem Trinken begann und wie war sein Verhältnis zu seiner Frau während der ganzen Ehe ? Wie war der Kontakt zwischen John und Francis ? Gab es nochmal gemeinsame Momente, vertrauliche Gespräche ? Wusste er von Victoria oder hat er es geahnt ? Wann starb er und wie ? Starb Francis auf der Westhill Farm oder in irgendeinem Krankenhaus ? Was passierte mit George ?

Ich hätte es wirklich gerne erfahren. Beim Lesen dachte ich immer wieder, dass Francis wahrscheinlich die gleichen Gedanken wie viele Menschen hat. Das einem die Vergangenheit manchmal so vorkommt, als wären gewisse Dinge gerade erst passiert und manchmal denkt man, es liegt eine so unglaubliche Ewigkeit dazwischen, dass es schon gar nicht mehr wahr ist. Und schon ist ein Leben gelebt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Februar 2009
Bisher habe ich von Charlotte Link Am Ende des Schweigens" und Der fremde Gast" gelesen und war begeistert. Auch diesmal hat mich Ch. Link mit diesem großartigen, spannenden und ergreifenden Buch gefesselt. Sie zappt immer zwischen Vergangenheit und Gegenwart, denn die Geschehnisse der Vergangenheit reichen bis in die Gegenwart hinein und warten auf ihre Auflösung.

Man durchlebt mit den Protagonisten die schonungslos grausam dargestellten Szenerien des ersten und zweiten Weltkrieges und erfährt von den entsetzlichen psychischen Folgen, die die überlebenden Beteiligten davongetragen haben. Inmitten dieser entsetzlicher Geschehnisse erlebt Frances Gray ihre Geschichte, gekennzeichnet durch Leid, Neid, Eifersucht und Hass.
Ch. L. schreibt mit einer überwältigenden und ergreifenden Offenheit über die Gefühle der nach außen hin so beherrschten, willensstarken und selbstbewussten Francis Gray, die aber in ihrem Inneren ihr Leben lang unter der Liebe zu John Leigh und unter dem Hass zu ihrer Schwester Victoria leidet.

Es fängt damit an, dass ein deutsches Ehepaar ein Haus in England über die Weihnachtsfeiertage mietet. Die Besitzerin Laura ist eine seltsame, eigentümliche alte Frau, die schon am Anfang das Interesse des Lesers weckt, da sie offensichtlich etwas zu verbergen hat. Barbara und Ralph, die deutschen Urlauber, werden im Westhillhaus praktisch sobald sie dort ankommen eingeschneit. Sie haben kaum zu essen und außerdem funktioniert die Stromverbindung nicht mehr, somit sind sie abgeschnitten von der Außenwelt.

Barbara findet durch Zufall ein Manuskript, verfasst von einer gewissen Frances Gray, die dort früher einmal gelebt hat, mittlerweile aber gestorben ist. Im Manuskript wird das dramatische Leben der Frances Gray erzählt, mit allen Höhen und noch mehr Tiefen, während der beiden Weltkriege. Sie ist eine sehr dominante und selbstbewuste, tatkräftige Frau. Sie kämpft mit den Suffragetten für die Frauenbewegung in England, sie ist im Krieg so gut wie an vorderster Front und später kämpft sie um das Westhillanwesen um es auf keinen Fall zu verlieren. Dabei verliert sie viele Menschen (viele schon vor deren Tod), darunter auch ihre große Liebe John Leigh, einzig ihre Selbstachtung und ihren Stolz verliert sie niemals (der Charakter von Frances erinnert etwas an Scarlet OŽHara).
Das Manuskript endet mit einem Geheimnis, das bis in die Gegenwart hinein noch existiert.

Am Schluss gibt es dann noch eine kleine Actionscene, dafür ist Charlotte Link doch bekannt. Störend jedoch finde ich, dass es kein Ende für Barbara und Ralph gibt, ebenso wenig für George, Frances Bruder.

Das Buch ist so faszinierend, weil Frances so große Opfer bringen muss, um an ihre Ziele zu gelangen, ohne vorher zu wissen, ob es sich wirklich lohnt und trotzdem muss sie riskieren, dass sie letzten Endes doch nicht bekommt was sie wollte. Das macht dieses Buch so real und authentisch, denn man bekommt nun mal nicht immer was man will und nicht alles hat ein Happy End.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Mai 2012
David Bellino, ein erfolgreicher Industieller, trifft sich in der Neujahrsnacht 1990 in New York mit seiner Geliebten und vier Jugendfreunden. Die Sehnsucht nach Liebe und Freunschaft verband die sechs Menschen einst, doch nun sind die Freunde gekommen, um mit David abzurechnen, denn alle fünf sind der Meinung, er sei für das, was in ihrem Leben schiefging, verantwortlich. Kurz darauf wird David ermordet. Was sich in der Folge zwischen den fünf ehemaligen Freunden abspielt, wird zu einer alptraumhaften Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.

Eigene Meinung:
Nach "Der Beobachter" ist "Schattenspiel" mein zweiter Roman von Charlotte Link, der derzeit erfolgreichsten deutschen Autorin.
Zwar haben mich beide Romane eher an Krimis als an Thriller erinnert, der Unterschied besteht jedoch darin, dass mich "Schattenspiel" noch mehr gefesselt hat, auch, wenn mir von vorneherein klar war, wer der Mörder ist.
Die Personen sind auch hier wieder fein und sauber herausgearbeitet und das gesamte Leben jedes Charakters wird bruchstückhaft aufgedeckt.
Die Geschichte spielt zweitlich etwa vom 2.Weltkrieg bis hin zum Fall der Berliner Mauer, wenn man alles zusammennimmt. Also ist das Buch nicht einfach nur ein simpler Krimi, sondern auch noch ein historischer Roman dazu.
Teilweise erschein es mir etwas seltsam, dass alle der Hauptpersonen in ihrem Leben so viel Leid ertragen mussten - mir erschien es fast unwirklich, da es doch etwas übertieben dramatisch dargestellt wurde, aber wer weiß?
Das Geschehen spielt in Europa und Amerika - von Los Angeles und New York bis hin nach Paris und London über Österreich, für kurze Zeit auch in Vietnam.
Der Schreibstil ist wie immer fesselnd und interessant.

Fazit:
Ein wirklich überaus interessanter Roman, der auch hin und wieder nachdenklich macht und zeigt, das Geld bei weitem nicht alles ist.
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