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92 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierendes, ergreifendes Familiendrama!
Weihnachten 1996: zum Entsetzen ihrer Eltern und Scheiegereltern schenkt Barbara ihrem Mann Ralph zu seinem 40. Geburtstag zwei Wochen gemeinsamen Urlaub in einem entlegenen Cottage in Nordengland, das sie von der skurrilen und alleinstehenden 70-jährigen Laura angemietet hat. Barbara erhofft, durch die Einsamkeit dort ihre kurz vor dem Scheitern stehende Ehe retten...
Veröffentlicht am 16. September 2007 von gizm03

versus
39 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen lesenswert !
Dieser Roman erzählt nebeneinander zwei Geschichten, einerseits die eines deutschen Ehepaars, das bei einer Urlaubsreise nach England in einem einsamen Haus eingeschneit wird, andererseits die Lebensgeschichte von Frances Gray, die in ebendiesem Haus, dem „Haus der Schwestern" lebt. Als Barbara für zwei Wochen ein abgelegenes Haus im Hochmoor von...
Am 22. März 2000 veröffentlicht


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92 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierendes, ergreifendes Familiendrama!, 16. September 2007
Von 
gizm03 "gizm03" (Teneriffa / Santa Barbara) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Haus der Schwestern (Taschenbuch)
Weihnachten 1996: zum Entsetzen ihrer Eltern und Scheiegereltern schenkt Barbara ihrem Mann Ralph zu seinem 40. Geburtstag zwei Wochen gemeinsamen Urlaub in einem entlegenen Cottage in Nordengland, das sie von der skurrilen und alleinstehenden 70-jährigen Laura angemietet hat. Barbara erhofft, durch die Einsamkeit dort ihre kurz vor dem Scheitern stehende Ehe retten zu können.
Doch der Urlaub entwickelt sich anders als geplant: die eigenbrötlerische Hausbesitzerin Laura hat vor ihrer Abreise zu ihrer Schwester so gut wie keine Lebensmittel im Haus hinterlassen; Barbara und Ralph wollten daraufhin am nächsten Tag zum einkaufen ins Dorf fahren, doch über Nacht hat es geschneit - und die Beiden völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Strom und Telefon fielen ebenfalls dem Schneechaos zum Opfer, Hunger und Kälte scheinen die nächsten Tagen zu bestimmen. Durch einen Sturz findet Barbara ein verborgenes Manuskript unter den morschen Bodendielen des alten Hauses und beginnt es zum Entsetzen ihres Mannes zu lesen.
Schon an den ersten Zeilen erkennt Barbara, dass dies die Geschichte der ursprünglichen Hausbesitzerin, Francs Gray, ist, die sie vor sich liegen hat. Frances schildert in ihrem Maunskript ihr eigenes Leben, die Geschichte der Familie Gray und ihrer Nachbarn, der Familie Leigh in der Zeit von 1900 bis zu den 50er Jahren: die selbstbewusste Francis Gray stellt sich schon in jungen Jahren den strengen Konventionen des Englands zur Jahrhundertwende. Sie bricht mit ihrem Vater, lehnt das Heiratsangebot ihrer großen Liebe, John Leigh, ab und schließt sich den Suffragetten an, die für das Frauenwahlrecht kämpfen. Den ersten großen Schicksalsschlag erhält Francis, als sie überraschend in ihr Heimatdorf zurückkehrt - und in die Hochzeit ihrer Schwester mit John Leigh platzt. Doch nichts kann die starke junge Frau umwerfen, auch nicht der erste Weltkrieg, der kurz darauf ausbricht. Frances erlebt in den folgenden Jahren viele harte Schicksalsschläge, die sie jedoch nur zu stärken scheinen. Nur den Hass gegenüber ihrer Schwester hat sie nicht im Griff...

Das ist mit Abstand eines der besten Bücher von Charlotte Link! Mit ergreifender Ehrlichkeit und Offenheit beschreibt sie die Emotionen der nach außen hin starken und selbstbewussten Francis Gray, die jedoch in ihrem Inneren an der lebenslang schwelenden Liebe zu John Leigh und dem zunehmenden Hass gegenüber ihrer Schwester Victoria arg zu leiden hat. Schonungslos authentisch beschreibt die Autorin die Grausamkeiten des ersten Weltkrieges und die entsetzlichen psychischen Qualen und Folgen, die die überlebenden Soldaten davongetragen haben. Auch den zweiten Weltkrieg umreisst sie, diesmal jedoch überwiegend aus der Ferne betrachtet. Inmitten dieser weltpolitischen Geschehen erleben die Familen Gray und Leigh ihre eigene Geschichte, mit enttäuschten Lieben, Missgunst und Neid, Eifersucht und sturer traditioneller Ansichten. Hauptprotagonisten sind die selbstbewustte Francis, ihre große Liebe John und ihre hübsche, aber in Selbstmitleid versinkende Schwester Victoria, die mit John verheiratet ist. Ein Familiendrama ungeahnten Ausmaßes nimmt seinen Lauf...
Fesselnd, spannend, und sehr ergreifend - ein großartiges Buch!!!
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39 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen lesenswert !, 22. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Haus der Schwestern (Taschenbuch)
Dieser Roman erzählt nebeneinander zwei Geschichten, einerseits die eines deutschen Ehepaars, das bei einer Urlaubsreise nach England in einem einsamen Haus eingeschneit wird, andererseits die Lebensgeschichte von Frances Gray, die in ebendiesem Haus, dem „Haus der Schwestern" lebt. Als Barbara für zwei Wochen ein abgelegenes Haus im Hochmoor von Yorkshire mietet, war es eigentlich nur ein Versuch, ihre Ehe mit Ralph aus einer Krise zu retten. Doch schon in der ersten Nacht werden sie durch heftigen Schneefall von der Außenwelt abgeschnitten, ohne genügend Nahrungsmittel zur Verfügung zu haben. Durch Zufall stößt Barbara auf ein Manuskript, dass ihre Aufmerksamkeit fesselt: Die einstige Besitzerin des Hauses hat eine Aufzeichnung ihres sehr abwechslungsreichen, von Schicksalsschlägen gezeichneten Lebens hinterlassen. Barbara identifiziert sich in manchen Punkten mit dieser Frau, die nie ihre Schwächen zeigte. Die Lebensgeschichte dieser Frau zieht auch Barbara und Ralph in Verwicklungen hinein und beeinflusst deren weiteres Schicksal. Nach dem Klappenbild zu urteilen verspricht dieser Roman eine etwas langweilige Darstellung einer oft wiederzufindenden Geschichte. Doch trotz einiger Längen gelingt es der Autorin, durch die Ineinanderkettung der Handlungen die Aufmerksamkeit des Lesers zu erhalten, da dieser darauf wartet, wie es weitergeht. Deswegen möchte man auch dieses Buch bis zum Schluss ungern aus der Hand legen. Die einzelnen Personen dieses Buches werden lebendig charakterisiert und man kann sich in die Geschehnisse hineinversetzen. Insgesamt ist es ein wirklich lesenswerter Roman.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wie bei Agatha Christie ..., 27. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Schattenspiel: Roman (Taschenbuch)
... wird hier ein Mord in einer geschlossenen Gesellschaft begangen. Aber leider ermittelt hier keine schrullige Miss Marple, sondern ein dröger Inspektor Kelly, der im Grunde gar nichts tut, außer dass er sich die Lebensgeschichten der fünf Verdächtigen zu Gemüte führt.
Das Buch hat Link schon vor zehn Jahren geschrieben, und jetzt wurde es noch mal aufgelegt. Vielleicht mutet die Machart deshalb doch etwas altbacken an: Sehr schematisch und wenig raffiniert wirkt es, wie da die einzelnen Biografien heruntergeschrieben werden, um von jedem Beteiligten das mögliche Motiv für den Mord abzuliefern. Zudem sind alle Figuren sehr klischeehaft und in der Zusammenballung wenig realistisch gezeichnet: die valiumabhängige lesbische Natalie, die schöne, verarmte Gina, die sich den möglichen zukünftigen Präsidentschaftskandidaten der USA angelt, das verhuschte Opfer-Mäuschen Mary, das von einem Fotografen entdeckte Model Laura aus der Bronx mit ihrem Junkie-Freund, der snobistische Steve, den ausgerechnet eine IRA-Bombe zu Fall bringt, und dem Opfer David gehört dann auch noch ein milliardenschweres US-Wirtschaftsimperium. - Meine Güte, ein bisschen normalere Leute hätten dem Buch besser getan, das wäre allemal echter, differenzierter und gescheiter rübergekommen.
Dennoch: die Link kann schon einfach was erzählen, das war auch schon vor zehn Jahren so, deshalb doch noch drei Sterne.
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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erstaunlich spannendes Buch, 17. August 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Haus der Schwestern (Taschenbuch)
Ich muss zugeben, ich hatte zuerst Vorbehalte gegen das Buch. Es war ein Geschenk und ich befürchtete, dass das nur so ein Fliessband-Roman nach Schema "F" ist, da mir bekannt war, dass Charlotte Link schon eine ganze Menge Bücher veröffentlicht hat.
Ein Bekannter erzählte mir dann noch von einem gleichnamigen Fernsehfilm der nach diesem Buch gedreht wurde, der ausgesprochen schlecht gewesen sein sollte (sprich: er hat ihn sich nicht bis zu ende ansehen können, so mies soll der gewesen sein). Dennoch nahm ich das Buch zur Hand und war schnell in den Bann gezogen. Ich glaube, ich muss nicht die ganze Handlung noch einmal wiedergeben. Nur soviel: es gab so einige überraschende Wendungen und die Charaktere wurden sehr lebendig gezeichnet. Ich fand das Buch zu keiner Zeit langweilig und fand es sehr interessant, durch dieses Buch die Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch mal aus englischer Perspektive zu erleben.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Krimifans zu empfehlen!, 15. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Schattenspiel: Roman (Taschenbuch)
David Bellino, ein erfolgreicher Industieller, trifft sich in der Neujahrsnacht 1990 in New York mit seiner Geliebten und vier Jugendfreunden. Die Sehnsucht nach Liebe und Freunschaft verband die sechs Menschen einst, doch nun sind die Freunde gekommen, um mit David abzurechnen, denn alle fünf sind der Meinung, er sei für das, was in ihrem Leben schiefging, verantwortlich. Kurz darauf wird David ermordet. Was sich in der Folge zwischen den fünf ehemaligen Freunden abspielt, wird zu einer alptraumhaften Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.

Eigene Meinung:
Nach "Der Beobachter" ist "Schattenspiel" mein zweiter Roman von Charlotte Link, der derzeit erfolgreichsten deutschen Autorin.
Zwar haben mich beide Romane eher an Krimis als an Thriller erinnert, der Unterschied besteht jedoch darin, dass mich "Schattenspiel" noch mehr gefesselt hat, auch, wenn mir von vorneherein klar war, wer der Mörder ist.
Die Personen sind auch hier wieder fein und sauber herausgearbeitet und das gesamte Leben jedes Charakters wird bruchstückhaft aufgedeckt.
Die Geschichte spielt zweitlich etwa vom 2.Weltkrieg bis hin zum Fall der Berliner Mauer, wenn man alles zusammennimmt. Also ist das Buch nicht einfach nur ein simpler Krimi, sondern auch noch ein historischer Roman dazu.
Teilweise erschein es mir etwas seltsam, dass alle der Hauptpersonen in ihrem Leben so viel Leid ertragen mussten - mir erschien es fast unwirklich, da es doch etwas übertieben dramatisch dargestellt wurde, aber wer weiß?
Das Geschehen spielt in Europa und Amerika - von Los Angeles und New York bis hin nach Paris und London über Österreich, für kurze Zeit auch in Vietnam.
Der Schreibstil ist wie immer fesselnd und interessant.

Fazit:
Ein wirklich überaus interessanter Roman, der auch hin und wieder nachdenklich macht und zeigt, das Geld bei weitem nicht alles ist.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswert!!!, 4. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Haus der Schwestern (Taschenbuch)
Das Haus der Schwestern ist ein Buch, dass eigentlich zwei verschiedene Geschichten ineinander fließen lässt.
Die Geschichte von Barbara und ihrem Mann, die in einem Yorkshire Urlaub versuchen wollen ihre Ehe zu retten und die Geschichte von Frances Gray, frühere Eigentümerin des Anwesens auf dem Barbara und ihr Mann ihren einsamen, eingeschneiten Urlaub fristen.
Es hat bei mir eine ganze Weile gedauert, bis ich mich an dieses Buch gewöhnt hatte; länger als üblich aber danach war es sehr flüssig zu lesen.
Die Story ist interessant geschrieben und auch Geschichtliches wie z.B. die 2 Weltkriege sind Randthemen des Buches.
Obwohl ich die Person Frances Gray als unangenehme empfand, ja oft anmaßend und selbstgerecht, ist die Geschichte sehr mitreißend.
Sie hat einen sehr schönen Spannungsbogen, der sich bis kurz vor Schluss dann auch auf der Spitze befindet. Man kann irgendwann garnicht mehr anders als weiterlesen und es ist wirklich ein Genuss.
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75 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders..., 22. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Schattenspiel: Roman (Taschenbuch)
Das erste Buch von Charlotte Link, das ich las war "Das Haus der Schwestern". Auf Empfehlung wollte ich direkt danach "Die Rosenzüchterin" lesen, doch zum Glück begann ich mit "Schattenspiel".
Eine etwas eher untypische Geschichte für die Autorin. Unterscheidet sich in Stil und Geschichte. Das Buch ist jedoch eher spannend. Es geschieht ein Mord und die Freunde des Opfers, die sich zu der Zeit alle in seinem Haus befinden, hätten jeder für sich ein Motiv. Und so gelangt man zu den verschiedenen Lebensgeschichten und die Hintergründe, warum alle Schicksale mit dem Opfer verwoben sind. Die Geschichte baut sich im Laufe des Erzählten soweit auf und die Antwort auf die Frage nach dem Mörder endet zwar etwas überraschend, doch darauf kommt es nicht mehr an.
Wichtiger werden einem die einzelnen Schicksale, und wie diese sich im Laufe der Zeit miteinder vereinen.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kindle-Edition: Lieblos ins eBook umgesetzt!, 9. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Haus der Schwestern: Roman (Kindle Edition)
Meine Rezension bezieht sich nur auf die eBook-Version dieses Buches sowie auf die Umsetzung (und nicht um den Inhalt). Ich bin etwa bei der Hälfte des Buches und war zunächst noch verwundert, bin mittlerweile aber schon richtig genervt von der Vielzahl an falschen Bindestrichen und Rechtschreibfehlern in dieser Version. Ich finde es wirklich schade, wie hier mit der neuen (immer größer werdenden) Zielgruppe der eBook-Leser umgegangen wird. Ich habe zwar 1 EUR weniger als für die Print-Version gezahlt, erwarte aber trotzdem, dass die elektronische Version genauso sorgfältig Korrektur gelesen wird. Das mag vielleicht nicht alle Leser stören, ich bin trotzdem enttäuscht, daher gibts nur zwei Sterne.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wäre ohne Barbara und Ralph sehr viel besser gewesen, 27. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Haus der Schwestern (Taschenbuch)
Der Inhalt wurde nun schon vielfach beschrieben. Deshalb spare ich mir diesen Part. Ich habe eine sehr zweigeteilte Meinung zu diesem Buch. Die Rückblenden und die Lebensgeschichte der Gray-Schwestern waren supergut geschrieben. Wäre dies der alleinige Inhalt gewesen, so hätte ich 5 Sterne vergeben. Leider ist die darum herum gestrickte Geschichte von Barbara und Ralph, deren Ehe in der Krise steckt überhaupt nicht gelungen und unnötig wie ein Kropf. Die Figur der Barbara ist völlig unglaubwürdig. Ich fahre in die Einsamkeit, um meine Ehe zu retten. Anstatt mit meinem Mann zu reden, verkrieche ich mich und lese stattdessen ein altes Manuskript, das ich im Haus gefunden haben. Nee, oder?? Und dann noch der Schluss. Ich will ihn hier nicht verraten, aber ich finde ihn haarsträubend und Barbaras Verhalten zum Teil sehr irrational. Schade eigentlich, denn die Lebensgeschichte der Schwestern Frances und Victoria Gray fand ich sehr lesenswert. Frances war eine unglaublich mutige und für ihre Zeit fortschrittlich denkende Frau, die sehr bittere Zeiten erlebt hat und niemals aufgab. Ich finde, sie ist in keinster Weise mit Barbara zu vergleichen, auch wenn das vielleicht die Absicht war.
Trotz allem hat Charlotte Link natürlich einen sehr fesselnden Schreibstil, der es schafft, den Leser bei der Stange zu halten. Also wer Spannung mag, gerne über eine Familiengeschichte im England des 20. Jahrhunderts etwas lesen will und es mit der Logik nicht ganz so penibel nimmt, dem ist das Buch zu empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend, fesselnd, spannend!, 3. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Haus der Schwestern (Taschenbuch)
Bisher habe ich von Charlotte Link Am Ende des Schweigens" und Der fremde Gast" gelesen und war begeistert. Auch diesmal hat mich Ch. Link mit diesem großartigen, spannenden und ergreifenden Buch gefesselt. Sie zappt immer zwischen Vergangenheit und Gegenwart, denn die Geschehnisse der Vergangenheit reichen bis in die Gegenwart hinein und warten auf ihre Auflösung.

Man durchlebt mit den Protagonisten die schonungslos grausam dargestellten Szenerien des ersten und zweiten Weltkrieges und erfährt von den entsetzlichen psychischen Folgen, die die überlebenden Beteiligten davongetragen haben. Inmitten dieser entsetzlicher Geschehnisse erlebt Frances Gray ihre Geschichte, gekennzeichnet durch Leid, Neid, Eifersucht und Hass.
Ch. L. schreibt mit einer überwältigenden und ergreifenden Offenheit über die Gefühle der nach außen hin so beherrschten, willensstarken und selbstbewussten Francis Gray, die aber in ihrem Inneren ihr Leben lang unter der Liebe zu John Leigh und unter dem Hass zu ihrer Schwester Victoria leidet.

Es fängt damit an, dass ein deutsches Ehepaar ein Haus in England über die Weihnachtsfeiertage mietet. Die Besitzerin Laura ist eine seltsame, eigentümliche alte Frau, die schon am Anfang das Interesse des Lesers weckt, da sie offensichtlich etwas zu verbergen hat. Barbara und Ralph, die deutschen Urlauber, werden im Westhillhaus praktisch sobald sie dort ankommen eingeschneit. Sie haben kaum zu essen und außerdem funktioniert die Stromverbindung nicht mehr, somit sind sie abgeschnitten von der Außenwelt.

Barbara findet durch Zufall ein Manuskript, verfasst von einer gewissen Frances Gray, die dort früher einmal gelebt hat, mittlerweile aber gestorben ist. Im Manuskript wird das dramatische Leben der Frances Gray erzählt, mit allen Höhen und noch mehr Tiefen, während der beiden Weltkriege. Sie ist eine sehr dominante und selbstbewuste, tatkräftige Frau. Sie kämpft mit den Suffragetten für die Frauenbewegung in England, sie ist im Krieg so gut wie an vorderster Front und später kämpft sie um das Westhillanwesen um es auf keinen Fall zu verlieren. Dabei verliert sie viele Menschen (viele schon vor deren Tod), darunter auch ihre große Liebe John Leigh, einzig ihre Selbstachtung und ihren Stolz verliert sie niemals (der Charakter von Frances erinnert etwas an Scarlet OŽHara).
Das Manuskript endet mit einem Geheimnis, das bis in die Gegenwart hinein noch existiert.

Am Schluss gibt es dann noch eine kleine Actionscene, dafür ist Charlotte Link doch bekannt. Störend jedoch finde ich, dass es kein Ende für Barbara und Ralph gibt, ebenso wenig für George, Frances Bruder.

Das Buch ist so faszinierend, weil Frances so große Opfer bringen muss, um an ihre Ziele zu gelangen, ohne vorher zu wissen, ob es sich wirklich lohnt und trotzdem muss sie riskieren, dass sie letzten Endes doch nicht bekommt was sie wollte. Das macht dieses Buch so real und authentisch, denn man bekommt nun mal nicht immer was man will und nicht alles hat ein Happy End.
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Das Haus der Schwestern: Roman
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