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VINE-PRODUKTTESTERam 10. August 2015
Regisseur Joe Wright ist sicherlich einer der größten Stilisten der Hollywood-Gegenwart. Und er hat darüber hinaus Geschichten zu erzählen, so auch hier. Die vielleicht fünfzehnjährige Hanna (Saoirse Ronan) lebt mit ihrem Vater im Wald, als Selbstversorger machen sie das, in der Nähe des Polarkreises. Schon dort lauter Widersprüche: Archaisch, karg sieht das alles aus, aber Hanna beherrscht nebem der Jagd mit Pfeil und Bogen auch Kampftechniken sowie den Umgang mit modernen Schusswaffen. Sie spricht mehrere Sprachen fließend und hat ein unglaubliches Lexikonwissen, aber ganz offensichtlich wenig Lebenserfahrung. Musik kann sie definieren, aber nicht empfinden. Ob sie zu Emotionen fähig ist, wissen wir noch nicht genau, aber sie hat ein Faible für Grimms Märchen und deren klassische Illustrationen.

Offenbar hat Papi (Eric Bana) ihr das alles ganz gezielt antrainiert, und nun fühlt sie sich reif. Sie darf einen Sender betätigen, aber dann sei nichts mehr so, wie es war, es gäbe kein Zurück, dann komme es zur – wohl tödlichen – Konfrontation mit Marissa (Cate Blanchett). Vater Erik könne sie in einem Haus in Berlin treffen, bezeichnenderweise in der Grimmstraße. Auf Fragen möge sie Details zu ihrer auswendig gelernten deutschen Identität aufsagen.

Hanna wird fortan von Marissa und ihren Spießgesellen vom CIA sowie einem dort wohl in Ungnade gefallenen tuntigen Hamburger Killer und seinen Spießgesellen gejagt. Was dahinter steckt? Sage ich nicht! Aber es steckt etwas dahinter! Geschickt verknüpft Wright ein Jugend-Identitätsfindungsdrama mit einem etwas dystopisch angehauchten Thriller. Ein Mal freundet sich ein gleichaltriges Mädchen mit Hanna an, und Freunde müssten sich alles sagen. Sie wisse ja gar nicht, wer Hanna sei. "Das ist es ja gerade. Ich weiß es selbst nicht." Bei der Jagd nach der Erkenntnis und dem Gejagtwerden von den Mördern macht Hanna einiges durch, wofür Wright Bilder findet. Maximale Gegensätze illustrieren die maximale Verwirrung. Auf das erhabene Schneeweiß des Anfangs folgt die geometrische Kühle eines CIA-Labors, von dem wir dann erfahren, dass es unter der marokkanischen Wüste liegt. Durch diese und durch Spanien geht Hannas Reise dann auch noch, um im tristen Plattenbauberlin fernab von allen Wahrzeichen dieser Stadt zum Finale zu kommen. In diesem spielt übrigens auch noch ein Grimm-Märchen-Themenpark eine Rolle. Nicht nur hier stellt der Film die Kamera auch mal auf den Kopf. Hanna durchmisst die halbe Welt, verliert die Orientierung und die Kamera klappert die gesamte Landschafts- und Farbpalette mit ihr ab, bis man am Ende symbolträchtig im Rachen des bösen Rotkäppchen-Wolfs gelandet ist. Der Film hat sogar ansatzweise Humor, wenn wir mit Hanna auf eine altkluge Althippie-Familie treffen, deren Tochter dummerweise genau so unalternativ geworden ist, wie die Eltern das nicht wollten. Da schwätzen die die ganze Zeit von Unabhängigkeit und treffen mal auf ein Mädchen, das mit allen Konsequenzen wirklich schon sehr früh unabhängig geworden ist, herrlich. Im Übrigen: Maximale Gegensätze auch beim Wechsel von Distanz und Großaufnahmen; extreme Großaufnahmen in der traurig-zärtlichen erwähnten Freundschaftsszene, und immer wieder der Blick auf Hannas Auge. Das braucht sie nicht nur, um genau zu zielen, wenn sie einen Hirsch oder einen Feind erlegt, sondern das blickt immer auch uns an und gibt ihre Frage an uns weiter: Wer bin ich? Der deutsche Titel "Wer ist Hanna?" ist gut gewählt. Eine Fülle von 360-Grad-Kamerakreisbewegungen (Vorbilder u.a. Hitchcock, De Palma und Ballhaus' Arbeiten für Fassbinder und Scorsese) zeigen ferner das Bohrende ihrer Fragen, aber auch die große Gefahr von außen, die unsere Flüchtenden in der Not einzukreisen droht.

Gewisse Elemente führen mich indes dazu, von der Höchstwertung abzusehen, denn den Film habe ich über gewisse Strecken eher mit dem Verstand als mit dem Herzen genossen, und Hanna soll doch wohl Empathie wecken. Das klappt oft, aber nicht immer. Die große Cate Blanchett ist zu sehr eiskalte, gestrafft wirkende, elegante CIA-Schurkin, hinter deren perfekt gespielter Maske nicht die Emotionen sind, die angesichts ihrer (wie gesagt: nicht zu verratenden) Geschichte durchaus nicht ungewöhnlich wären. Der tuntige Killer ist zu sehr Karikatur. Die Architektur im CIA-Gewölbe wirft die Fragen auf, ob die Form hier nicht Selbstweck ist, woher andauernd die Lichtblitze kommen, wozu gewisse seltsam geformte Gänge und Luken eigentlich gut sind, außer um Hannas Flucht schön stylish aussehen zu lassen. Die Sache mit der Musik ist unglaubwürdig, denn Menschen fernab der "Zivilisation" erfinden ganz natürlich Musik. Singt man in der Waldhütte nie, schnitzt man sich nicht mal eine Holzflöte? Und warum ist Hanna auf einmal in Marokko seltsam berührt von Musik, obwohl sie bereits in einer früheren Szene welche hören konnte? Am Ende wird zwar angedeutet, dass Papa Hanna Musik extra vorenthalten hatte, damit sie nicht zu weich für ihre bevorstehende Aufgabe würde. Aber durch die Märchenmotive, obwohl diese Märchen bekanntlich grausam sind, zweifeln wir von Anfang an an Hannas Emotionslosigkeit. Da passt etwas nicht zusammen.

Gleichwohl ein guter Film, mit einer glänzenden Saoirse Ronan als Hauptdarstellerin, die wunderbar die Palette ihrer widerstreitenden Gefühle ausdrückt. Sie kann in einem Moment einen abknallen und im anderen völlig überfordert ob der Technik in einer marokkanischen Unterkunft (Telefon, Fernseher, Neonleuchten) schauen. Und selbst nach Ersterem strahlt ihr elfenhaftes Gesicht eine seltsame Mischung aus Unschuld, Unsicherheit und wilder Entschlossenheit aus.

Was die DVD angeht, so gehe ich – wie das bei jüngeren Filmen immer ist – davon aus, dass es an Qualität und Sprachfassungen nichts auszusetzen gibt. Ich bewerte hier nur den Film und verweise, was die DVD betriff, auf andere Rezensionen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 31. Dezember 2011
Mehr als 50 Rezensionen reichen ja eigentlich! Ich möchte mich deshalb kurz zu dem äußerst gespaltenen Meinungsbild äußern. M.E. leidet die Wahrnehmung des Films unter der unglücklichen, in die Irre führenden Werbung durch den Verleih. Auch ich dachte zunächst, es handelt sich um einen Actionfilm, bei dem ausnahmsweise eine jugendliche Heldin im Mittelpunkt steht. Dies ist erkennbar nicht der Fall! Dadurch aber werden Liebhaber von James Bond, Bourne usw., zu denen ich übrigens selbst gehöre, zu Unrecht angelockt und durch die schroffe Inszenierung vor den Kopf gestoßen. Denn eigentlich geht es um eine düstere Rachegeschichte auf der Grundlage eines Plots, der an Dark Angel, Firestarter (Feuerkind, Stephen King) usw. erinnert. Der Regisseur zeigt auch empörend wenig Interesse an logischer Folgerichtigkeit der Handlung und an der Vermeidung von Löchern in der Geschichte.

Warum aber vergebe ich 5 Punkte? Wenn man sich von den zu Unrecht geweckten Erwartungen lösen kann, hat der Film sehr authentische Momente, die ihn deutlich aus der Masse vergleichbarer Produktionen herausheben und zu einem Erlebnis machen:

1. An erster Stelle steht die Hauptdarstellerin, die den Film in allen disparaten Teilhandlungssträngen zusammenhält. In einem Punkt würde ich nämlich einigen Rezensenten auf dieser Seite deutlich widersprechen: Saiorse Ronan spielt nicht nur mit einem einzigen Gesichtsausdruck, sondern zeigt viele beeindruckende Facetten von der eisigen Kälte eines Killers,über die kindliche Freude im Haus der "Brüder Grimm" bis zu echter Verletzlichkeit im Gespräch mit ihrer neu erworbenen Freundin. Dies ist der erste Film, den ich mit ihr sehe, aber sicher nicht der letzte. Es handelt sich um eine junge Frau mit seltenem Charisma.

2. Die Inszenierung und Optik des Films ist teilweise überragend. Dies gilt für den Anfang in der Nähe des Polarkreises, aber auch für die Szenen in Marrakesch sowie im Haus der Brüder Grimm.

3. Der Film packt den Zuschauer weniger durch die Handlungselemente; auch die Actionszenen stehen bei weitem nicht im Vordergrund, sondern durch eine feine Menschenzeichnung. Dies gilt gerade für die Gastfamilie, der sich Hanna für eine kurze Zeit anschließt. Alle vier Familienmitglieder werden in knappen präzisen Skizzen in ihren oft naiven Hoffnungen, menschlichen Schwächen mit großer Liebenswürdigkeit portraitiert. Dies gilt ebenso für die Großmutter und "Herrn Grimm", ebenso aber auch für Hannas Mutter, die wir nur durch kurze reflexhafte Informationen als eine verzweifelte, aber dennoch zu großer Liebe fähige Person kennen lernen.

Diese drei Gründe werden viele, die durch den Trailer, also unter falschen Voraussetzungen, für den Film geworben wurden und sich verständlicherweise auf ein packendes Actionabenteuer gefreut haben, nicht besänftigen. Ihr Zorn sollte sich aber nicht gegen den Film, sondern gegen dessen Verleih richten!
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TOP 500 REZENSENTam 24. Mai 2012
Der Film handelt von der Agententochter Hanna die von ihrem Vater versteckt in der Wildnis (völlig Autark lebend) als Kampfmaschine ausgebildet wird um Rache für den Tod der Mutter üben zu können.
Hört sich etwas plump und wenig Tiefgründig an, ist es aber nicht. Da hier auch darauf eingegangen wird, dass Hanna dadurch keine Kindheit hatte und es keine Zeit für schöne wertvolle Dinge wie etwa Musik (diese kennt sie nur als Bezeichnung aus dem Lexikon) gab.
Als sie sich bereit fühlt startet ihre Reise aus der Wildnis in die Zivilisation um Rache zu nehmen.
Auch hier wird darauf dargestellt (leider etwas kurz) wie sie versucht mit der modernen Welt und der Technik zu Recht zu kommen und wie sie es genießt Kind sein zu dürfen, als sie sich einer Familie anschließt und mit ihr ein Stück der Reise geht, Leider hält dieses Glück nur kurz an.
Natürlich gibt es auch Agentenaction, Spannung, Wendungen und nach und nach Infos über Hanna und wie alles begann.
Der Mix aus Agententhriller und Drama" wurde gut umgesetzt und vor allem Saoirse Ronan spielt ihre Rolle genial und wertet den Film zusätzlich auf.
Wer allerdings einen reinen Actionthriller oder Agentenfilm vermutet, der wird enttäuscht, alle anderen sollten sich den Film mal anschauen.
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TOP 500 REZENSENTam 20. Juni 2011
"Ich habe Dein Herz verfehlt."
Diese Worte sagt zu Beginn des Filmes die junge Hanna (Saoirse Ronan) zu einem von ihr tödlich mit einem Pfeil verletzten Hirsch, bevor sie ihm den Gnadenschuss gibt.
Hanna wird von ihrem Vater Eric (Eric Bana) im unwirtlichen Norden Finnlands in einer einsamen Blockhütte aufgezogen.
Kontakt zur Außenwelt haben die beiden nicht und alles, was Hanna vom Leben weiß, hat sie aus einem Lexikon und einem alten Märchenbuch gelernt.
Neben diversen Fremdsprachen lehrt ihr Vater sie vor allem eines, nämlich eine allzeit kampfbereite Überlebenskünstlerin zu sein.
Dieses Training ist allerdings nicht nur darauf ausgerichtet, mit den harten Lebensbedingungen am Rande des Polarkreises zurechtzukommen, sondern auch und vor allem darauf, eines Tages die amerikanische Geheimdienstmitarbeiterin Marissa Wiegler (Cate Blanchett) auszuschalten.
Als Hanna sich dazu bereit fühlt, beginnt eine atemberaubende Verfolgungsjagd, die sie zunächst in ein Geheimdienstzentrum mitten in der marokkanischen Wüste verschlägt und dann quer durch Europa nach Berlin führt.

Man könnte "Wer ist Hanna?" in gewisser Weise als Roadmovie bezeichnen.
In erster Linie jedoch ist der Film ein sowohl visuell als auch akustisch überwältigend umgesetzter gewalttätiger Bilderrausch, der mich teilweise an David Lynch (Wild at Heart) und Quentin Tarantino erinnert hat.
Die erst siebzehnjährige Saoirse Ronan, die bereits vor drei Jahren in "Abbitte" auf sich aufmerksam machte und für die dortige Rolle der Briony völlig zu Recht eine Oscarnominierung erhielt, ist zweifellos eine der interessantesten und vielversprechendsten Newcomerinnen des Filmgeschäftes.
Wenn ich überlege, wann zuletzt eine so junge Schauspielerin derart beeindruckend war, muss ich bis in die siebziger Jahre zurückgehen, als die junge Jodie Foster mit Filmen wie "Das Mädchen am Ende der Straße" oder "Taxi Driver" ihre Hollywood-Karriere begann.

Die sehr unterschiedlichen Schauplätze des Filmes nutzt der Film perfekt zur Unterstreichung der crescendoartig anschwellenden Spirale von Tempo, Spannung und Gewalt, von der ruhigen Weite des finnischen Nordens über die Wüste Marokkos, quer durch Spanien und Frankreich über den Hamburger Containerhafen bis nach Berlin.
Eine herausragende Rolle spielt dabei vor allem der absolut oscarreife Soundtrack der Chemical Brothers, der die Actionszenen ungemein effektvoll untermalt, sich aber auch in entscheidenden Momenten völlig zurückzunehmen versteht.
Der Filmbeginn in Finnland kommt noch nahezu ohne Musik daher.
Im weiteren Verlauf des Filmes werden bei den Szenen in Marokko und in Spanien unter anderem arabisch anmutende Klänge beziehungsweise Flamencomusik zum Einsatz gebracht, während die Musik spätestens ab den im Hamburger Containerhafen gedrehten Szenen zunehmend an Dynamik gewinnt und mit Edvard Griegs "Peer Gynt" zu der Szene im Grimm-Haus einen Höhepunkt erreicht, um sich dann zum abschließenden Showdown im Plänterwald wieder etwas zurückzunehmen.

Sowohl Cate Blanchett als auch Eric Bana spielen ihre Rollen gut und auch die Nebenrollen sind erstklassig besetzt, insbesondere mit Tom Hollander als zwielichtiger Hamburger Barbesitzer Isaacs.
Dennoch gehört der Film in erster Linie Saoirse Ronan, die sich hier -hoffentlich- für weitere interessante Rollen empfiehlt.

"Ich habe Dein Herz verfehlt."
Dieser Satz wird ganz am Ende des Filmes, wenn die titelgebende Frage, wer Hanna ist, sowohl für diese selbst als auch für den Zuschauer geklärt wurde, noch einmal fallen.
Die Frage, ob der Film "Wer ist Hanna?" mitten ins Herz trifft oder dieses ebenfalls verfehlt, mag und muss jeder Zuschauer für sich selbst beantworten.
Allerdings dürfte kaum einer bestreiten können, daß der Film zumindest viele Sinne trifft und handwerklich absolut meisterlich gemacht ist.

Für mich ein beeindruckender und absolut empfehlenswerter Film.
Ein Sternchen Abzug gibt es für die zum Teil doch recht deutlichen Logiklöcher bzw Erklärungslücken und für die nicht immer gelungenen Versuche, Hannas Unerfahrenheit in bezug auf normale Alltagsdinge wie zum Beispiel die moderne Technik und ihre völlige soziale Inkompetenz als eher komische Szenen in die Handlung einzubringen, so zum Beispiel bei Hannas Aufenthalt in einem marokkanischen Hotel sowie bei ihrer Reaktion auf die Annäherungsversuche eines spanischen Jugendlichen.
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am 14. Juni 2016
*SPOILER* Gefahr

Der Film hat:
- sehr überzeugende Darsteller.
- eine interessante Charakterentwicklung.
- abwechslungsreiche und spannende Schauplätze
- große Emotionen

Allerdings hinterlässt er mich auch mit einigen Fragen:
- Was ist mit der Freundin von Hanna und deren Familie? (Ich kann's mir denken aber.. ja)
- Was begründet und was ist Marissas innerer Konflikt?

Folgende Logikfehler und Fragen schaden den Film für mich etwas:
- Wieso glaubt Erik mit dem Tod von Marissa ist alles erledigt und sie können ein entspanntes Leben führen?
- Wieso geht Marissa nur mit drei komischen Typen auf die Jagd? (Und wieso müssen es immer Nazis sein?)
- Wieso will Marissa Hanna lebend haben um dann am Ende kein Problem zu haben sie abzuknallen?
- manches hätte man kürzen können um die Story bisschen aufzufüllen, wobei das schon passt.
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am 1. April 2012
Ich habe im Vorfeld NICHT wie viele andere hier, den Trailer zum Film gesehen.
Dennoch muss auch ich sagen, dass der Film nicht das hält, was er im Vorfeld in den Inhaltsangaben zu versprechen scheint.
Mag sein, dass "Wer ist Hannah" durch die aussergewöhnliche Art, wie er gefilmt und umgesetzt worden ist, besonders "hip" und "indie" ist, aber das alleine ist nun kein Qualitätsmerkmal im eigentlichen Sinne.

Filme, bei denen es um die Findung der eigenen Identität geht, gibt es viele und meistens sind sie spannend und haben einen fesselnden Plot.
Dieser Film aber "dümpelt" einfach nur vor sich hin mit vielen Logiklücken und offenen Fragen, die zurückbleiben. Wer ist Hannah? Letzten Endes wird die Frage nicht wirklich beantwortet. Die Action- bzw. Kampfszenen sind zwar gut gemacht, fetzig geschnitten und mit einem eigenwilligen Soundtrack unterlegt, aber dennoch sprang der Funke zumindest bei mir nicht über.

Der gesamte Plot ergibt einfach keinen Sinn.
Wieso wird Hannah in der Einöde des Polarkreises großgezogen und muss dann auf einmal ganz plötzlichin die große weite Welt?
Wieso musste ihre "Mutter" sterben?
Warum diese Odysee durch Marokko , nur um dann in Berlin zu landen?
Wieso muss die Geheimdienst Chefin einen seltsamen Typen aus dem Rotlicht Millieu mit seinen nazihaften Schergen damit beauftragen Hannah zu finden?

Kurzum: Ich habe den Film nicht verstanden! Allerdings kann DAS natürlich auch mein Fehler sein... Für mich funktionieren diese Art von Umsetzungen in Filmen mit dieser Thematik einfach nicht.

"Wer ist Hannah" will Action bieten, schaftt es aber nicht, wirkliche action zu entfachen. Der Film will "indie" und "hip" sein, wirkt aber gezwungen "modern" und stylish. Der Soundtrack und der Score sind unterkühlt und steril ebenso wie das gesamte Bild. Die Darsteller sind farblos und blass und größtenteils uninteressant. Eric Bana hat man schon in wesentlich besseren Rollen gesehen. Einzig und allein die Hauptdarstellerin der "Hannah" ist ein kleiner Lichtblick.

2 Sterne!
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am 12. Mai 2016
Der Film bietet spannung wenn es einem nichts ausmacht das die Dialoge extrem leise und die Musik so laut eingestellt ist das einem die Ohren wegfliegen. Die Musik ist dazu unpassend und das ständige leiser unter lauter stellen nervt doch sehr und verdirbt den ansich spannenden Film. Sehr schade wenn der audio zuständige durch sein nicht können einen ganzen film versaut. Ich habe den film über prime gesehen.
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am 16. Juni 2012
Im Gegensatz zu anderen seziere ich einen Film nach dem anschauen nicht auf Logik Löcher !

Mich hat der Film von Anfang bis Ende gepackt und ist einer der besten Action Filme die ich neben 96 Hours gesehen habe !

Warum sollte Hanna nicht wissen wie das Internet funktioniert ?

Könnte es ihr nicht der Vater erklärt haben ?

Auch ohne Internet Anschluss ist das innerhalb von Jahren sicher möglich.

Und kaum wird in dem 2 Stunden langen Film 20 minuten keine Action abgliefert ist der Film gleich schlecht ??

Leute wenn ihr es realistisch wollt schaut euch am besten den neuen Tatort an.
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am 21. Juni 2016
15 Jahre sind vergangen, seitdem CIA-Agent Erik Heller abgetaucht ist. Die Zeit hat er genutzt, in der skandinavischen Wildnis seine nunmehr 14-jährige Tochter Hanna zu einer schier unbesiegbaren Mordmaschine auszubilden, die außerhalb ihrer perfekt abgewickelten Aufträge nichts von der Welt weiß.
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Dieser Film ist ein erstklassig gemachter Thriller und Agentenfilm, aber Vorsicht! Wie ein Vorrezensent schon sehr deutlich anmerkte, dass ist kein Film für Anhänger von Jason Bourne oder James Bond. Es ist auch kein typischer Actionfilm, obwohl Action und wirklich gut und realistisch gemachte Kampfszenen wahrlich nicht zu kurz kommen. Die wirklich erstklassig spielende jugendliche Hauptdarstellerin Saoirse Ronan wird für den "körperlichen Part" der Rolle der "Hanna" mit Sicherheit verdammt hart trainiert und Schweiß vergossen haben. Das junge Mädchen das fähig ist Berufsmörder in staatlichen Diensten fertig zu machen nimmt man ihr ohne weiteres ab. Gleichzeitig ist sie ein dermaßen subtiler und liebenswerter Charakter, so verletzlich , empfindsam und liebenswert, schauspielern kann sie wirklich klasse. Besonders empfehlen kann man noch den Film mit ihr namens "In meinem Himmel" von Peter Jackson (King Kong und die Trilogien vom Hobbit und dem Herrn der Ringe). Da spielt sie ein Mädchen das von einem Sexualstraftäter umgebracht wird und im "Jenseits" in einer Art Zwischenwelt verbleibt um ihrer Familie in ihrem Schmerz beizustehen und sie versucht den Mörder zu überführen. Das nur als kleiner Tipp so nebenbei.

"Wer ist Hanna" wird auf sehr ruhige Art erzählt, selbst wenn es in die Actionsequenzen geht wird der Film nicht hektisch. Trotzdem ist die ganze Darstellung sehr intensiv anzusehen und in seiner ruhigen Art ist der Film zeitweise irgendwie verstörend, besonders wenn "Hanna" auf ihrem Weg verschiedenen Leuten begegnet und wie die Protagonisten dann miteinander umgehen, was dann so geschieht. Auch das immer wieder Unvorhersehbare der Handlung mutet manchmal befremdlich an, trotz der schon erwähnten ruhigen Art des Films können einen die Ereignisse immer wieder überraschen. Der Soundtrack des Films passt zu dem trockenen ruhigen Stil und den Bildern, es ist kein bombastischer oder aufregender Score. Die Filmmusik benutzt zeitweise harte E-Töne, was enorm Anspannung erzeugen und die Stimmung des Films verstärken kann. Trotzdem sind die Töne immer atmosphärisch dicht, haben manchmal etwas Surreales an sich. Das passt gut zum Film, aber es ist kein typischer Soundtrack für Liebhaber besonderer Filmmusik, stellenweise recht ungewöhnlich, dass nur als Info so nebenbei. Das "Agentengewerbe" hat hier auch nicht den geringsten romantischen Touch, es wird durchweg als schmutziges, eigentlich unerträgliches Gewerbe dargestellt.

Die Handlung hier kurz erzählt:
Die 16-jährige Hanna lebt mit ihrem Vater in der Wildnis arktischer Gefilde, ich glaube irgendwo in Finnland. ihr Vater bildet sie aus in Survival, mit Schusswaffen und Kampfkunst und das ganz unglaublich. Und "Papa" testet seine Tochter immer wieder aus, knallhart und ohne Gnade, ob sie auch alles richtig beherrscht. Gleichzeitig vermittelt er ihr ein unglaubliches Maß an Bildung. Hannas wissen ist enorm und sie spricht mehrere sprachen fließend. Aber sie weiß nur theoretisch was gewisse Dinge, z.B. TV und Musik sind. es wird schnell klar, das ihr Vater (gespielt von Erik Bana) sie auf "Etwas" vorbereitet. Sie wird schließlich in die Zivilisation von ihm zurück geschickt, wo sie wirklich um ihr Überleben kämpfen muß. Verfolgt von einer steinharten CIA-Agentin (Cate Blanchett) , mit der Hanna irgendetwas zu verbinden scheint, geht das junge Mädchen seinen Weg und trifft die unterschiedlichsten Leute. Bei allen Kontakten wird deutlich das Hanna "anders" ist, einerseits gnadenlos überlegen und gleichzeitig irgendwie zurück und lebensfern. Und es entwickelt sich so eine Art "Hunger nach Leben" bei ihr.
Sie macht eine Entdeckung die ihr Leben restlos auf den Kopf stellt und der Film endet in einem Finale in einem Freizeit- und Märchenpark in Berlin, was das Skurrile und Verstörende des Films noch unterstreicht. Dort trifft sie noch eine Kontaktperson, gespielt von Martin Wuttke, dem "Keppler" aus den Tatort-Folgen mit Simone Thomalla.

Wie schon gesagt, Liebhaber gängiger Action- und Agententhriller kommen hier vielleicht nicht auf ihre Kosten. Hier geht es eher um Hannas Empfindungen, die Action, so gut sie auch ist, hat hier eher einen Nebencharakter. Der Film ist klasse aber gewöhnungsbedürftig. Er läßt sich auch nicht wirklich gut erzählen, meine Inhaltsangabe ist nur sehr grob und gibt die facettenreichen Details und Vorkommnisse gar nicht richtig wieder. Auf jeden Fall ein starker Film und auch gehobene Unterhaltung.

Der Film hat eine Lauflänge von ca. 107 Minuten, dass Bildschirmformat ist16:9 Widescreen (2.40:1) und der Ton ist Dolby Digital in Deutsch und Englisch. Als Bonus gibt es einen Kommentar mit dem Regisseur, ein alternatives Ende, entfallene Szenen und die Anatomie einer Szene der Flucht Hannas aus einem Camp.
Wer sich auf eine "andere" Art von Thriller einlassen mag, der wird hier wirklich klasse unterhalten. "Wer ist Hanna" ist ein ungewöhnlicher Film, der aber auch nachdenklich machen kann. Er lebt von der Intensität der Hauptdarstellerin und man kann ihn wirklich empfehlen. Hier gebe ich 4 Sterne.
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