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Kundenrezensionen

17
4,6 von 5 Sternen
The Moon the Stars and You
Format: Audio CDÄndern
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37 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. August 2011
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RÜCKBLICK

Fast zehn Jahre ist es her, als "Mr. Red Horn" Nils Landgren mit dem Album Sentimental Journey als Balladensänger Furore machte und sogar manchen seiner Funk-Fangemeinde überraschte. Songs wie "Ghost In This House" und "Speak Low" oder "Everything Must Change" in Begleitung des schwedischen Fläskkvartetten (Fleshquartet) nahmen gefangen und haben auch mich nie mehr losgelassen.

Dabei war es damals nicht seine erste Begegnung mit solchen Standards. Ballads (Anm.: "Malkmus" ist von Amazon unsinnig verknüpft) hieß der Vorgänger v. 1993/98. Unvergessen: Das Eddie Harris Tribut "You Stolen My Heart" mit dem Trio e.s.t.. Oder "Killing Me Softly", ein Song, der nach wie vor Download-Chartsplätze belegt. Diese softe Seite Landgrens deutet sich ebenfalls im noch heute bestehenden Duo Chapter Two an (mit Johan Norberg, Gitarre/Voc, zwei Alben in den 90ern Chapter Two/2; Nr. 1 nicht mehr erhältlich), als er sich ansonsten noch wild zwischen Rock-Pop, Freejazz und Funk bewegte, wovon er insbesondere Funk bis heute mit ungebändigter Leidenschaft spielt. Landgren ist ein überaus vielseitiger Musiker und wunderbarerweise in keine Schublade zu stecken, was zudem seine Ausflüge in Barockmusik-Adaptionen beweisen. Für einige Hörer mag dies problematisch sein, ich finde es Klasse. Interessant ist, Entwicklungen verfolgen zu können, speziell auch bei vereinzelt mehrfachen Interpretationen von Songs über Zeit und Raum hinweg.

*

SUMMA

Wer an den eingangs erwähnten Balladenalben mit dem Landgren eigenen Understatement und seiner außergewöhnlichen Stimme Gefallen gefunden hat, dürfte den jetzigen Smooth-Mix ebenfalls mögen. Insofern darf sich ein breites Publikum angesprochen fühlen. Zum Einigeln - allein, zu zweit ... für eine Schmuseparty unter Weinlaub und schummerigen Lampions - eignet sich das neue Werk bestens. Es sind schöne, teils mit der "typisch nordischen Melancholie" überhauchte "Romantik-Nilse" geworden und der Albumtitel sagt bereits alles. Darüber hin zerschmilzt Landgens frisch gebutterte Posaune zwischen purpurrotem Sonnenuntergang und Blauzone.

*

INHALT

Die zwölf Tracks beinhalten neben neu arrangierten Covertiteln bekannter Standards drei Eigen- bzw. Neukompositionen.
Gespielt wird zumeist in Quartettformation, traditonell-gediegen.

Den überaus eingängigen Titelsong (Nr. 2) - eine rührend zärtliche Ballade über ewige Liebe - schrieb Landgren gemeinsam mit Michael Wollny. Wollny hat darüber hinaus hier und in den meisten anderen Stücken den Pianopart inne, womit man ihn nun auch als recht dezenten Begleiter kennenlernt; ansonsten finden sich kurze, von ihm teils in Resonanz zum Posauenspiel perlend leicht dahin getupfte Pianointermezzi in den Titeln Nr. 7 und 8. Lediglich bei Landgrens "Joes Moonblues" (Nr. 4) sitzt ausnahmsweise Crusader-Chef Joe Sample mit unverkennbarem Anschlag am Piano - ein Rhythmus betontes Instrumentalstück in der Tradition ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit auf dem Gute-Laune-Macher Creole Love Call. Das schlichte "Angels of Fortune" (Nr. 5) ist eine Schöpfung des bei den meisten Aufnahmen mitwirkenden Bassisten Lars Danielsson und dessen Ehefrau, der dänischen Sängerin Cäcilie Norby, die diesen Titel im dualen Einklang mit Landgren singt.

Lässig swingend und mit einem verschmitzten Augenzwinken via gestopfter Posaune präsentiert Langren "Oh, You Crazy Moon" (Nr. 3). In "Til` There Was You" (Nr. 7), einem insbesondere durch das Beatles-Cover (1963) bekannt gewordenen Oldie aus dem 50er Jahre Broadway-Musical "The Music Man" bewegt er sich bossa-like irgendwo zwischen Sonny Rollins und Peggy Lee.

Zudem sorgen weitere namhafte Beteiligte für Abwechslung in den Coversongs:
Nahezu sphärisch und traumverloren klingen die beiden Stücke mit Richard Galliano am Akkordeon und Johan Norberg an der Gitarre: Besonders der CD-Opener zur Blauen Stunde, Cat Stevens "Moonshadow" wirkt durch das etwas aus dem Rahmen fallende, gerade deshalb bestens gelungene Arrangement wie ein Brückenschlag zu Sentimental Journey. Der im Trio introvertiert gespielte Mancini-Instrumentaltitel "Moon River" (Nr. 6) erhält durch das spartanisch akzentuierende Akkordeon eine Ahnung von französischer Boheme. Im nah an Herbie Hancocks Original gehaltenem "Stars In Your Eyes" (Nr. 8) schart Landgren sämtliche seiner unverzichtbaren Schwedenmädels als Backgroundchor um sich - Ida Sand (gerade veröffentlichtes Soulalbum: The Gospel Truth), Rigmor Gustafsson, Jessica Pilnäs, Sharon Dyall, Viktoria Tolstoy sowie die Sopranistin Jeanette Köhn, mit der Landgren ansonsten seine klassisch-barocken Jazzambitionen teilt. Brasilianisches Temperament steuert Landgrens Duett Holofotes von und mit Joao Bosco bei (Gitarre/voc, Trio, Nr. 11).

Schmeichelnd Volltönendes liefern die üppigen Arrangements von Vince Mendoza für zwei große Orchesterformationen:
- für die NDR Big Band in "The Moon `s A Harsh Mistress"(Nr. 10) - mancher Jazzliebhaber wird sich an unvergessliche Festivalmomente erinnert fühlen - JazzBaltica/2006 mit Pat Metheny an der Gitarre, an deren Stelle nun die Posaune erklingt und die warmen Big Band Bläsersätze deutlicher zur Geltung kommen als damals;
- für das Stockholm Philharmonic Orchestra das wunderschöne "Lost In The Stars" (Nr. 12) im Stile eines traditionellen Broadway-Weill, der in seiner deutschen Heimat weniger bekannt ist als der kantige Brechtscher Art. Und damit fällt nach gut 55 Minuten auch schon der sternchenbestickte Samtvorhang über dem kristallklar aufgenommenen Mondenschein.

Mit "Please Don`t Tell Me How The Story Ends" (Nr. 9) habe ich Landgren zuletzt in einer in vielerlei Hinsicht einprägsamen Gedenksession für Esbjörn Svensson bei der JazzBaltica 2011 erlebt. Im Review des Hamburger Abendblattes stand zu seinem Vortrag:

"Keiner im Jazz singt so unambitioniert, so kreidig, so intim wie Landgren, keiner weckt mit so wenig Stimme so viel Gefühl."

Dem ist nichts hinzuzufügen.
Außer: Mir gefällt es - dafür einen Vollmond ... :-)

***

TIPP

Auf Landgrens Homepage nilslandgren.com ist das EPK zur CD zu sehen sowie die Daten zur DE-Tour zu finden (Herbst 2011 mit Wollny/p, Danielsson/b, Kihlberg/dr.)

***

Anmerkung zur Produktver- und Beipackung:
Grundsätzlich nichts gegen Digipaks, außer, wenn man sich wieder einmal mit dem gesamten Label-Produktkatalog amüsieren soll, der eh bei ACT online archiviert ist. Insgesamt mutet das gerade als (statt) Beigabe zu solch einem Album doch recht lieblos an - bei allem Verständnis ...

***
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am 1. Mai 2013
Durfte ihn nun auch live erleben und muss sagen, dass mir nur Superlative einfallen, die ich hier niederschreiben könnte. Vielseitig, meisterhaft, genial und und und......... und dazu ein toller, liebenswürdiger Mensch. Immer hat man das Gefühl, hier kehrt jemand sein Innerstes Gefühl ganz offen nach Aussen und dass mittels wunderschöner Musik. Verneige mich vor soviel Können und sage ganz einfach Danke für die schönen Momente, die mir seine Musik schenken!
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am 7. März 2014
Jazz von Nils Landgren einfach nur schön. Mein erster Eindruck vor Jahren auf der Insel Gotland und schon bleibt sein Spiel für immer im Gedächnis.
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am 27. Oktober 2011
Chapeau Nils Landgren! Für diese wunderschöne Stunde Musik, die so tiefgeht, wie Musik nur tiefgehen kann, wenn Sie direkt aus dem Herzen kommt. Pure Emotion.
Ich hatte das Glück, Nils Landgren und seine Musiker (Michael Wollny, Lars Danielsson, Rasmus Kihlberg) live in Baden-Baden zu erleben. Und ich habe eben dabei genau dieses Gefühl erlebt, das diese Musik und diese CD so einzigartig macht.
Eigentlich besteht die CD nur aus Highlights: Angefangen von der wunderschönen Interpretation des Cat Stevens-Klassikers "Moonshadow" bis zum bezaubernden Ende "Lost in the Stars" warten wunderschöne Perlen auf den Betrachter.
"The Moon, The Stars And You" hat Landgren für seine Frau geschrieben, mit der seit 33 Jahren verheiratet ist. Dieser Song hat das Zeug zum Klassiker. Und in "Angels Of Fortune" gastiert mit Caecilie Norby eine weitere ACT-Künstlerin und leiht Landgren ihre Stimme für eine weitere wunderschöne Ballade.
Eine CD für den lauschigen Abend, für die romatischen Stunden, für die entscheidenden Sätze, die großen Momente, die Erinnerungen, die man behalten möchte. Danke Nils Landgren für diese wundervolle Musik.
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am 19. Februar 2012
Ein geniales Album! Gefühlvoll, taktvoll mit Gänsehaut Garantie! Mir gefällt Landgren's Stimme und die Kunst, die er mit seiner Posaune vollbringt. Die Lieder sind so harmonisch arrangiert, dass sie eben bei mir Gänsehaut auslösen. Speziell der Titel: "Don't tell me how the Story ends" geht so tief rein, ohne zu depressiv oder melancholisch zu sein. Insgesamt ein ruhiges Album mit 2 groovigen Songs. Absolut empfehlenswert! Don't tell me how the Story ends. Danke, für diese wundervolle Musik!
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am 11. Mai 2012
sehr gute aufnahme eines künstlers der mir (ich gestehe) bis jetzt nicht wirklich ein begriff war.
feiner jazz mit guter abwechslung zwischen vocal und akustic parts.

für jazzfans und leute die einfach entspannen wollen eine dicke empfehlung
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am 26. September 2012
ich finde das neuste Werk von Mr. Redhorn sagenhaft! So entspannt und ruhig ist nur er.
Jazz wird hier nicht neu erfunden, aber das ist auch gar nicht nötig. Es groovt, hat Ruhe und eine ganz tolle sympatische und ruhige Ausstrahlung.
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am 22. Dezember 2012
Großartige Musik, Landgren ist einfach mit allen Wassern gewaschen, bringt tolle Musiker zusammen und arrangiert ungeheuer schön und wirkungsvoll. Einfach wunderbar!
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am 22. August 2014
Schöne, beruhigende Musik. Entspannend beim Autofahren und im Zug. Wirklich zu empfehlen. Die gekonnte Musik erschließt sich vielleicht nicht jedem Hörer.
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am 14. November 2013
Für alle die ein Geschenk suchen sehr zu empfehlen.
Diese Musik wird nie langweilig, ich bin froh, sie immer greifbar zu haben.
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