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101
3,8 von 5 Sternen
There Will Be Blood [Blu-ray]
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Juni 2015
Dieser Film ist vielleicht nichts für Actionfans. Aber auf jeden Fall etwas für Cineasten, die einen wirklich grandiosen Film sehen wollen. Ich hatte dieses beeindruckende Zusammenspiel von schauspielerischer Leistung, Dramaturgie, Musik und Landschaftsaufnahmen (schon alleine der Landschaftsaufnahmen wegen lohnt sich das Anschauen) nicht erwartet hinter dem eher düsteren Titel - eine Anspielung auf die erste Plage Ägyptens. Und Blut fileßt viel in diesem Film, ob nun in schwarzer Form als Öl aus der Erde oder eben auch das Blut derer, die sich dem Protagonisten des Films in den Weg stellen wollen. Ein Film über einen Menschen, der besessen ist von der Idee, als "Ölmann" einer der reichsten Menschen überhaupt zu werden - und der über diesem Ziel alle Menschen, denen er vertraut oder vertrauen könnte, nach und nach verliert. Am Ende der Satz "Ich bin fertig" - und das ist dann auch der Zuschauer für eine Weile. In den Sitz gedrückt lauscht er verwundert dem 3. Satz des D-Dur Violinkonzerts von Brahms und weiß nicht, wie ihm in den letzten zwei Stunden geschehen ist. Ist "There will be blood" eine Parabel auf die rücksichtlose Ausbeutung der Ressourcen der Erde, bei der und mit der Menschen rund um den Globus über Leichen gehen? Sicher nicht das letzte Mal, dass ich dieses Epos angeschaut habe. Es gibt vieles zu entdecken, auch über die heutige Zeit.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. März 2013
Liest man diesen auf der Rückseite der Verpackung vermeint man beim Schauen tatsächlich, im falschen Film zu sein.

Was sieht man tatsächlich, ohne zu spoilern: Die degenerative Entwicklung eines von Zwängen besessenen Menschen, welcher keine Möglichkeit hat, sich mit anderen auszutauschen, was dazu führt, dass die paranoiden Zwänge am Ende vollends von ihm Besitz ergreifen.
Klingt zum Gähnen, ist jedoch unglaublich erzählt. Alles passt, Story, Bilder, Musik, Stimmung - einer der größten Filme des 21. Jahrhunderts, jetzt schon!

Vorsicht: Es gibt zahlreiche verstörende Momente, insbesondere das auf seine Weise fulminante Ende.

Gute Unterhaltung ist aus meiner Sicht jedenfalls nicht angesagt.
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40 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Lange habe ich damit gezögert, mir diesen Film zuzulegen, denn in vielen Rezensionen heißt es, "There Will Be Blood" sei langweilig und ohne rechte Struktur, doch ich kann nur sagen, dass diese Kritik ins Leere geht - ja mehr noch, dass dieser Film ein echtes Erlebnis ist, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Der Film beginnt mit einem Blick auf zwei karge, sonnenbeschienene Berge, an deren Fuß Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) mit verbissener Zähigkeit in einem Schacht nach Silber gräbt und es schließlich auch findet. Als er von der Leiter in die Grube abrutscht, bricht er sich ein Bein, doch verbissen und fanatisch gräbt er weiter, bis er schließlich genügend Silber zusammenhat und sich in das nächste Dorf quält. Vier Jahre später sehen wir Plainview in der Wüste, wie er mit einigen anderen Männern nach Öl bohrt, im Dreck lebt, Apparate entwirft, Schwerstarbeit leistet und sich des Säuglings eines Mannes annimmt, der bei den Bohrungen tödlich verunglückt. Immer weiter begleiten wir Plainview bei seiner entgegen aller Widrigkeiten hartnäckig vorangetriebenen Arbeit, die ihn nach und nach zu einem wohlhabenden Mann macht. Mehr als fünfzehn Minuten dauern diese Szenen, und während dieser Zeit wird kein einziges Wort gesprochen, wir hören nur das Stöhnen der Männer, das von Schmerz und Anstrengung zeugt, dazu die avantgardistische und verstörende Musik von Jonny Greenwood.

Der Film lädt uns ein, Daniel Plainview, einen machtbesessenen Selfmademan auf seinem Weg zu Reichtum und menschlicher Vereinsamung zu begleiten; er erzählt eigentlich keine wirkliche Geschichte, sondern beleuchtet nur wichtige Episoden im Leben dieses Mannes, bis er schließlich in einer absurd-tragischen Situation abrupt endet.

"There Will Be Blood" ist lose an den Roman "Oil!" von Upton Sinclair angelehnt, einem jener Journalisten und Schriftsteller, die Anfang des letzten Jahrhunderts von Präsident Roosevelt als "Muckrakers" verunglimpft wurden, weil sie es wagten, die sozialen Kosten des Kapitalismus in ihren dem Naturalismus verhafteten Werken anzuprangern - etwas, das Dickens auf mildere Weise im 19. Jahrhundert für das industrialisierte England tat. Allerdings macht sich Regisseur Anderson den sozialkritischen Impetus Sinclairs nicht zueigen, sondern konzentriert sich auf den Charakter Plainviews, der als Musterbeispiel entschlossenen Unternehmertums auf der einen Seite Bewunderung erzeugt, wegen seiner Unfähigkeit, menschliche Bindungen aufzubauen, und der damit einhergehenden Skrupellosigkeit jedoch auch Abscheu hervorruft.

Am Anfang überwiegen noch die positiven Seiten in Plainviews Charakter: Wir sehen ihn, wie er mit seinem Sohn spielt und ihm das Ölgeschäft erklärt, wir sehen, wie durch ihn die Stadt Little Boston, deren Bewohner ursprünglich am Rande des Existenzminimums lebten, einen bescheidenen Aufschwung und die Segnungen der Zivilisation erfährt, aber wir erleben ihn auch als knallharten Verhandlungspartner, der sich nicht scheut, die unwissenden Bauern über den Löffel zu barbieren. In der Folge, vor allem mit dem Auftauchen seines Rivalen, Eli Sundays, eines bigotten, sektiererischen Predigers, überwiegen allerdings die Schattenseiten seines Charakters. Als sein Pflegesohn H.W. bei einer Bohrtumexplosion sein Gehör verliert, kümmert sich der Vater mehr um das Bohrloch als um seinen Sohn, der voller Panik nach ihm schreit; später weiß Plainview nicht, mit der Behinderung des Kindes umzugehen, und schiebt es kurzerhand in ein Internat ab. Am Lagerfeuer verrät er seinem Bruder in einem Anflug alkoholbedingter Aufrichtigkeit, dass er die Menschen hasse und anderen jeden Erfolg neide.

Sein Rivale Eli Sunday (Paul Deno) hingegen ist eine noch unambivalentere Figur, denn er erregt das Missfallen des Zuschauers von Anfang an. Ein unbedarfter Bauernsohn, wählt er den Weg des evangelikalen Erweckungspredigers, der die Menschen mit inszenierter Glaubensverzückung in seinen Bann schlägt. Von Plainview gedemütigt, sinnt er auf Rache, die er sich auch auf Umwegen verschafft.

Im Grunde sind sich beide Rivalen recht ähnlich insofern als es ihnen darum geht, monomanisch Macht und Einfluss über andere Menschen zu gewinnen, und auch die Gier nach Geld ist Sunday nicht fremd. Der Unterschied ist, dass Plainview erschreckend brutal zu Werke geht - in einem Verhandlungsgespräch droht er beispielsweise in einem Anfall von Wut seinem Gegenüber damit, sich nachts in sein Haus zu schleichen und ihm die Kehle durchzuschneiden -, während Sunday eher kriecherisch und feige ist - die Schläge und Tritte, die er von Plainview empfängt, reich er an seinen alten Vater weiter - und dabei an Uriah Heep aus "David Copperfield" erinnert.

Es sind zwei ausnahmslos gierige und egozentrische Menschen, die Anderson hier zeichnet, und das mag den Film für viele abstoßend machen, aber wenn ich mir die Welt so angucke, gibt es doch eine Menge Plainviews und Sundays.

Man mag sich darüber streiten, ob das Ende dieses großartigen Filmes ebenso gelungen ist wie der Rest. Ich für meinen Teil finde, dass die beiden Rivalen in ihrem letzten Zusammentreffen wie Zerrbilder ihrer selbst agieren, was zum Teil sicher auf die Verachtung zurückzuführen ist, die der Regisseur für seine zwei Figuren empfinden mochte, doch die Aussage, die Anderson damit macht, ist eindeutig.

Ein besonderer Reiz dieses Filmes liegt auch in der Filmmusik, die überwiegend von Jonny Greenwood komponiert wurde (es gibt allerdings auch Musik von Brahms und anderen). Die Musik unterstreicht die fehlende Balance im Charakter Plainviews aufs trefflichste, wobei sie dem Ohr nicht immer, dem Bauch aber durchweg einen Gefallen tut.

Einziger großer Makel an der DVD ist die Verpackung, die doch recht billig und instabil geraten ist, da sie nicht plasti-elasti, sondern pappig ist. Doch dies hat nichts mit dem Film zu tun, und meine Bewertungen gelten in erster Linie immer dem Inhalt, so dass ich diesem grandiosen Epos fünf Sterne gebe und noch einmal die Empfehlung ausspreche, dass man sich diesen Film nicht entgehen lassen sollte. Da ist nichts mit Langerweile!
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Sechs Jahre mussten vergehen, bis Paul Thomas Anderson nach seiner eigenwillig schönen Romanze "Punch-Drunk Love" im Jahr 2007 einen neuen Film in die Kinos bringen konnte. Dafür wird er dieser der langen Zeit der Vorbereitung (und Geldgebersuche) gerecht: Anderson, der sich zuvor schon mit seinen großartigen, aber im Produktionsaufwand doch zurückgenommenen Ensemblefilmen "Boogie Nights" und "Magnolia" einige Fans unter Zuschauern wie Kritikern gemacht hatte, brachte mit "There will be blood" ein prosaisch erzähltes, doch bild- und tongewaltiges Epos auf die Leinwand und sicherte sich in zahlreichen Rankings zu den besten Filmen des Jahres den ersten Platz.

Neben der interessanten Inszenierung (die manch einer vielleicht als langatmig, andere jedoch im Gegenteil als wunderbar atmosphärisch empfinden werden), einer virtuosen Kamera und einem verstörend betörenden Score (für den Jonny Greenwood von Radiohead verantwortlich zeichnet) beeindrucken an "There will be blood" vor allem die schauspielerischen Leistungen. Dabei steht und fällt diese Charakterstudie selbstredend mit ihrem Hauptdarsteller: Zwei Jahre lang hat sich Daniel Day-Lewis auf seine Rolle als kaltschnäuziger "Oil-Man" vorbereitet, und sein zweiter Oscar als bester Hauptdarsteller galt ihm bereits vor der Preisverleihung als gesichert. Doch auch die Nebenrollen sind glänzend besetzt ' allen voran die des von Paul Dano verkörperten evangelikalen Predigers Eli, der sich nach und nach zum Plainview an Machthunger in nichts nachstehenden Antipoden entwickelt.

Das Drehbuch beruht teilweise auf Upton Sinclairs Roman "Oil!" von 1927. Anderson hat sein Epos jedoch der Gesellschaftskritik seiner Vorlage und jeglicher Moralisierung enthoben. Im Kampf von Öl-Kapitalismus und religiösem Fanatismus geht es hier nicht um spezifische historische Konstellationen, und Fragen nach Gut und Böse werden ad absurdum geführt. So ist es nur konsequent, dass "There will be blood" in ein geradezu groteskes Finale mündet, in dem sich die manische Skrupellosigkeit der Hauptfigur noch einmal mit der ihm eigenen Energie niederschlägt. Den titelgebenden Machtmenschen in Orson Welles Meisterwerk "Citizen Kane" (1941), das im Zusammenhang mit Andersons Film bisweilen herbeizitiert wird, weist sein bedeutungsvoll gehauchtes "Rosebud" auf dem Sterbebett doch noch als Mensch aus, der einst ein unschuldiges Kind war. Dagegen gipfelt der Nihilismus von "There will be blood" in einem zwischen Lächerlichkeit und Monstrosität grandiosen Zitat, mit dem Plainview den Showdown gegen Eli schließlich für sich entscheidet: "I drink your milkshake!" Was es damit genau auf sich hat, sollte sich jeder, der offen ist für außergewöhnliche Kinoerlebnisse, selbst anschauen'

Studiocanal hat in seiner Blu Cinemathek nun die Blu-ray zum Film neu aufgelegt. Das HD-Bild kann durch Schärfe, feine Detailzeichnung und ordentliche Schwarzwerte überzeugen. Auch der Ton ist gut, wenn man sich auch denkt, dass an manchen Stellen noch etwas mehr Klang herauszuholen gewesen wäre. Auch, wenn die deutsche Synchronfassung (DTS 5.1 oder DD 5.1) gut gelungen ist, sei jedem, der des Englischen mächtig ist, unbedingt die Originaltonspur (PCM 5.1 oder DD 5.1) empfohlen ' allein schon um den knarzenden Singsang zu hören, den Daniel Day-Lewis sich für die Rolle angeeignet hat.
Die Blu-ray-Features sind nicht allzu üppig, aber dafür ganz interessant: Neben Teaser, Trailer und englischer Hörfilmfassung gibt es drei zusätzliche Szenen. Außerdem finden sich noch zwei Kurzdokumentationen: eine über die Geschichte des Öls von rund 25 Minuten und eine, in dem zeitgenössische Fotografien dem Produktdesign des Films gegenübergestellt werden.
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16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Dezember 2009
Vieles ist dieser Film, manches nicht, ganz bestimmt aber streitbar. Ist "There Will Be Blood" langweilig? Ich glaube kaum; der Film, der nicht nur mit betörend kargen Bildern und grandiosen schauspielerischen Leistungen aufwartet, ist ein durchaus fesselndes Porträt eines Besessenen und seines fanatischen Gegenspielers. Darüber hinaus ist der oscardekorierte Streifen von Regisseur Paul Thomas Anderson ("Magnolia") aber auch anstrengend, aufreibend, verstörend und gelegentlich auch ziemlich nervtötend.

"There Will Be Blood" erzählt die Geschichte des Daniel Plainview, der zu Beginn des 19. Jh. vom Silbersucher zum "Ölmann" wird. Dieser Daniel Plainview, zu Beginn ein ebenso willensstarker wie menschlicher Charakter, wandelt sich im Laufe des Films zum Menschen-Hasser. Opfer und Ereignisse auf seinem Weg sind letztlich nicht mehr als Erfüllungsgehilfen dieses Films, dessen Botschaft ebenso einfach wie eindeutig ist. Schonungslos zeigt "There Will Be Blood" die Abgründe des menschlichen Geistes auf, führt dem Zuschauer den Wahnsinn des Fanatismus - sei er nun religiös, kapitalistisch oder sonst wie geartet - hautnah vor Augen.

Gnadenlos gut spielt Daniel Day-Lewis, der für seine Rolle als fast schon krankhafter Machtmensch zurecht den Oscar erhielt. Dennoch habe ich 150 lange Minuten vergeblich versucht diesen Daniel Plainview zu verstehen - am Ende blieb höchstens Bedauern. Seine rücksichtslose unmenschliche Art macht den Film zu dem sperrigen Werk, dass es geworden ist. Man muss bereit sein sich zweieinhalb Stunden dem irgendwie leeren auszuliefern, dem höhepunktslosen Leiden eines zu letzt doch etwas überstilisierten Charakters, der mir trotz seines gefühlslosen Erfolgsstrebens nie das Gefühl vermittelte ein Machtmensch zu sein, sondern vielmehr ein von der Welt enttäuschter, der den anderen lediglich ihren Ruhm, ihre Macht neidete, wie ein Kind das ein Spielzeug nur haben will, weil ein anderes es auch hat. Und doch ist es dieser Charakter, der den Film zu einem guten Stück ausmacht, der fesselt, der nicht mehr loslässt - auch wenn zeitweise nervt.

Darüber hinaus sind es vor allem die Bildsprache und der, nun ja, etwas skurrile, jedenfalls ungewöhnliche Soundtrack, die den Film (zumindest für mich) so unvergesslich machen. Die Bilder schlagen ständig von gleißend hell zu verwischt dunkel um, sind öde und prächtig, weit und beengt, kurzum beeindruckend. Untermalt wird all das von einem ungewöhnlichen Soundtrack (übrigens nur mit damals existierenden Instrumenten produziert), den ich als durchaus gelungen, wenn auch etwas befremdlich empfand, der aber bestimmt auch stören kann.

Fazit:

Unvorbereitet - also in Erwartung eines ganz "normalen" Filmes - sollte man sich diesem epochalen Drama jedenfalls nicht stellen, denn "There Will Be Blood" ist trotz des genialen Hauptdarstellers, trotz der tollen Bilder ein zäher, ein anstrengender und ein verdammt langer Film - 3,5 Sterne.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Mai 2012
Eigentlich ist "There Will Be Blood" komplett an mir vorbeigerauscht und ich wusste im Vorfeld lediglich, dass Daniel Day Lewis darin mitspielt.

Da ich diesen aber als "Bösewicht" in "Gangs of New York" wirklich klasse finde, habe ich mich komplett unvoreingenommen an "There Will Be Blood" gewagt. Und was soll ich sagen? Für diese Entscheidung klopfe ich mir jetzt noch auf die Schulter!

In dieser Rezension möchte ich beschreiben, wie der Film auf mich gewirkt hat und die Story nur grob anschneiden, da die Szenen, die mich persönlich am meisten bewegt haben, am besten jeder selbst erleben sollte.
An Bild- und Tonqualität der Blu-Ray hatte ich übrigens zu keinem Zeitpunkt etwas auszusetzen.

Nun zum Wesentlichen:

"There Will Be Blood" handelt von einem Mann, der im Kalifornien des jungen 20. Jahrhunderts, sein Leben für Reichtum und Macht geben würde, allerdings auf dem Weg dorthin seine Menschlichkeit mehr und mehr verliert. Ohne Skrupel und Respekt bahnt er sich den Weg zu seinen Zielen, bis ein anderer, ebenfalls von Machtträumen besessener Mann, seinen Weg kreuzt. Nur, dass dieser seine unchristlichen Ziele unter dem Deckmantel der Frömmigkeit zu erreichen versucht und eigene Pläne schmiedet.
Beide Männer werden zu erbitterten Feinden, sind jedoch mehr oder weniger voneinander abhängig. Es entbrennt ein persönlicher Krieg, der allerdings zu Lasten der Menschen geht, die ihnen folgen, die sie brauchen und lieben...

Es ist unfassbar, wie es Daniel Day Lewis durch sein schauspielerisches Talent schafft, diesen Film zu einem wahrhaften Erlebnis zu machen. Als macht- und geldhungriger Öltycoon, der nur in seltenen Momenten seinen Menschenhass vergisst, um so etwas wie Gefühle zu zeigen, ist er so authentisch, dass man meinen könnte, er spielt das alles nicht, sondern er IST der "nette" Mr. Plainview!

Paul Dano als religiöser Fanatiker mit zweifelhaften Absichten und Gegenspieler von Daniel Day Lewis, spielt seine Figur ebenfalls grandios. Vor allem seine Mimik ist beeindruckend und beängstigend zugleich, und er spielt diese -in meinen Augen- schwierige Rolle extrem glaubhaft, sodass beide Schauspieler "There Will Be Blood" zusammen mit seinen grandiosen Bildern und der emotionalen und nachdenklich stimmenden Geschichte, sowie der spärlich gesäten, aber 100% passenden Musikuntermalung zu etwas Einzigartigem machen.

"There Will Be Blood" unterhält von Anfang bis Ende durch extreme Spannung und mehrere unvergessliche (und unerwartete) Momente, die man so schnell nicht mehr aus dem Kopf kriegt.

Jeder, der packende Geschichten zum Mitfiebern und Nachdenken, sowie hingebungsvolle Schauspieler mag, sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen!

"There Will Be Blood" hat seine 2 Oscars definitiv verdient und mich dazu gebracht, auch mal abseits der ausgetretenen und stagnierenden (Hollywood-) Pfade, nach Filmen dieser Güte zu suchen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juli 2012
Meist schaut man einen Film mit gewissen Erwartungen an. Etwa Nonstop-Bombast wie bei "James Camorans Avatar", oder die sympatisch bewegende Geschichte von "Forrest Gump".
"There will be blood" ist einer dieser Filme, die etwas von dem Zuschauer erwarten. Einige bemängeln, dass die Musik nervt, fehlendes Mitgefühl für die Darsteller, eine langsame Erzählweise und man ohne jegliche Erkenntnis oder "Botschaft" aus dem Film geworfen wird.
Aber genau das will der Film. Der Film will, dass man versteht wer Daniel ist und lässt einem doch wieder im
Unklaren darüber. Er unterhält fast allein duch seine Erzählweise. Ich persönlich sehe den Film als eine Charakterstudie. Wenn nicht gerade die fantastische Landschaft oder die Arbeit gezeigt wird, reduziert sich das Geschehen auf das reine Schauspiel. Fast wie eine Theaterbühne wirkt die Scene in der Kirche. Nacktes Holz, ein Kreutz, Eli und Daniel in der Mitte. Teilweise werden bei Schlüsselscenen ausschließlich die Gesichter gezeigt.

Und das ist auch gut so. Ich muss hier wohl nichts mehr über die Güte von Day-Lewis sagen.
Wer sich von diesem Werk abgeschreckt fühlt, wird sich erschrecken, wie furchteinflößend echt er seine Rolle spielt. Also Leute...Ich gebe zu, "There will be blood" ist definitiv kein Popcorn-Kino. Jedoch bleiben einem die epischen Bilder, die einzigartig-nervenzehrende Musik, das gierige Handeln Plainviews und nicht zuletzt eines der grandiosesten Finales aller Zeiten, auf Ewig ins Gehirn gebrannt.
Wer sich also einen echten Filmfan nennt, muss unbedingt etwas nachholen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Oktober 2014
Keine charismatischen Figuren, düstere Bilder, kurze prägnante Dialoge, ein großartiger Daniel Day-Lewis, ein widerlicher Paul Dano und ein Film für keinen glücklichen Fernsehabend. Ein Meisterwerk der visuell zu beeindrucken weiß. Filmkunst auf ganzer Linie. Das Werk von Anderson ist so beängstigend wie beeindruckend. Der Zuschauer ist nach dem Film geplättet und lässt den Abspann passieren und denk sich ... Gott sei dank hab ich zu dieser Zeit nicht gelebt. Die Qualität der DVD ist sehr gut und dem Preis angemessen.
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15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Februar 2012
Dieser Film von Paul Thomas Anderson (Magnolia) ist ein bildgewaltiges Porträt eines Egomanen par excellence zu Anfang des 19.Jahrhunderts in Kalifornien. Daniel Day Lewis verkörpert diesen Daniel Plainview,wie es nur wenige können. Seine Perfomance trägt diesen niemals langweiligen Film auch in den Szenen, wo minutenlang kein Wort gesprochen wird. Sein Gegenüber stellt Paul Dano dar. Wer ihn aus "Little Miss Sunshine" kennt, wird überrascht sein. War er dort schon sehr gut, ist er hier Day Lewis fast ebenbürtig. Leider sind die Szenen, wo beide aufeinandertreffen,recht spärlich gesät. Erst zum Ende hin wird es in dieser Hinsicht fulminant....

Die Bildsprache ist grandios und erinnert zuweilen an Terrence Malicks Meisterwerke (In der Glut des Südens,Der schmale Grat) und lässt einen atemlos vor dem Bildschirm sitzen. Großes Kino!!

Ebenso meisterhaft der Soundtrack! Jonny Greenwood (Radiohead) schuf einen minimalistischen aber unter die Haut gehenden Klangteppich,der sich selten,aber dafür umso wirkungsvoller in die Ohren brennt. There will be blood ist ein Film,der einen erstmal nicht mehr loslässt. Zu beeindruckend sind sowohl die Machart als auch die schauspielerischen Leistungen.

Fazit: Ein Film, der das Zeug zum Klassiker hat! Absolut sehenswert !
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Über die konkreten Inhalte will ich zu diesem Meisterwerk nicht mehr viele Worte verlieren, das ist hier schon zu Genüge getan worden.
Was mir persönlich auch nach Jahren des ersten Anschauens noch im Kopf festgebrannt blieb, ist eine besonders von der fast schon beängstigend überragenden Schauspielleistung des Hauptdarstellers und der entwicklungssynchron zum Charakter und der Geschichte des Protagonisten vorallem musiktechnischen Untermalung getragene düstere Darstellung eigentlich uramerikanischer Themen und Motive, die bis heute das Weltgeschehen dominieren. Selten hat es bei mir ein Film geschafft, trotz zunächst augenscheinlicher Längen dermaßen zu fesseln. Im Grunde genommen kann man schon fast sagen, dass der "amerikanische Traum" sich stellenweise im Film, gerade auch durch die Musik untermalt, fast schon als Bohrkopf langsam immer mehr steigernd ins eigene Befinden vortastet. Dabei wird sich nicht in Schwarz-Weiß-Manie lediglich nur auf dieses eine Thema und schon gar nicht oberflächlich konzentriert. Vielmehr sehe ich das Gesehene als Versuch an, die Begehrnisse, Tugenden, Ziele, gesellschaftlichen Normen und besonders damit einhergehend die Widersprüche einer jungen Nation als nackte unverklärte, der Wahrheit wohl eher entsprechenden Version zu zeigen. Ich glaube daher auch nicht, dass wie hier öfters kommentiert, die Primärabsicht des Autors darin lag zu zeigen, dass es jeder mit nur genügend Fleiß nach ganz oben schaffen kann.

Ohne Daniel Day Lewis und die grandiose Art und Weise der Musikinszenierung wäre dieses Werk garantiert nicht das, was es geworden ist und wofür es gelobt wurde. Auch das muss nochmal betont werden, ein Umstand, der aber für die meisten Filme wohl in etwa gilt. Das Werk funktioniert also dann auch nur, wenn man sich auf den Protagonisten wirklich einlässt und mit Geduld vielleicht auf den ersten Blick langweiligere Passagen auf sich wirken lässt.
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