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Kundenrezensionen

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am 10. Oktober 2011
Dieser Film iat aus meiner Sicht nahezu perfekt. Spannend, ohne viel Worte, in sagenhafter Landschaft gedreht (Lone Pine) und mit hervorragenden Darstellern besetzt.
Man sollte sich von dem Vermerk auf der Rückseite des Covers nicht täuschen lassen. Der Fim ist nicht wie dort angegeben in schwarz- weiß veöffentlicht, sondern liegt in Farbe vor! Lediglich die Bilder in der Innneseite des Covers sind schwarz- weiß gehalten aus welchen Gründen auch immer.
Einzig negativ fällt auf, daß die Farben nicht so kräftig sind wie in der nur in englischer Fassung vorliegednen Western Box Budd Beetticher.
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Wüste. Karge Landschaft. Staub. Felsen. Ruinen. Budd Boetticher inszenierte in einer für ihn typischen Manier diesen Western in einer unwirtlichen Umwelt. Wie z.B. auch bei dem drei Jahre zuvor entstandenen Film Der Siebente ist dran (Special Collector's Edition) [Special Edition] ist Randolph Scott der Protagonist, der mit seinem durch Wind und Wetter gegerbten Gesicht, mit seiner Kantigkeit und Schroffheit 1:1 in diese Landschaft passt. Sein Hass entstand durch den Verlust seiner geliebten Frau, die vor vielen Jahren von Frank (Lee Van Cleef) umgebracht wurde. Nun versucht der Ex-Sheriff Ben Brigade (Scott) mittels Franks Bruders Billy Frank eine Falle zu stellen. Begleitet werden Brigade und Billy von zwei überaus sympathischen Schurken, die eine völlig andere Motivation haben, den gesuchten Billy in Santa Cruz abzuliefern: Pernell Roberts (ja, Adam aus "Bonanza"...) und James Coburn (lt. SZ in seiner ersten Filmrolle) lockt die Verheißung einer Amnestie und damit die Möglichkeit, ein neues Leben anzufangen. Man belauert sich untereinander, und Boettichers mit zunehmender Spannung inszenierter Showdown lässt Raum auch für ein Aha-Erlebnis. Karen Steele verkörpert als weibliche Ergänzung eine wahrlich starke Frauenrolle mit Attraktivität und Unnahbarkeit, was dazu führt, dass sich die Männer ihr gegenüber - glücklicherweise - eher als Beschützer aufführen, auch wenn sie Projektionsfläche für andere Gedanken geben mag. Aber hier ist Boetticher auf wohltuende Weise zurückhaltender als beim In-Szene-Setzen der Landschaft, zumal Misses Lane (Steele) auch als wichtiges Bindeglied zu Brigades verstorbener Frau dient. Die DVD kommt in einer ansprechenden Bildqualität daher (liebe SZ: der Film ist in CinemaScope und nicht in schwarz-weiß wie auch schon bei Rächer der Enterbten und Über den Todespass aus dieser Reihe auf der Verpackung fälschlich annonciert), Klappentexte über Film und Regisseur bieten die gewohnt gute Qualität, und die 3 vorhandenen Screen-Shots (auch in schwarz-weiß...) sind für den Film repräsentativ gut gewählt. Untertitel und Extras sind wieder einmal nicht vorhanden. Aber wer wirklich nur am Film und an nichts anderem interessiert ist, der darf hier zugreifen.
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TOP 1000 REZENSENTam 7. Dezember 2014
Produkt: DVD (1 Stück). Vertrieb: Süddeutsche Zeitung GmbH(ALIVE AG). ASIN: B0053UBN9Y
Deutscher Titel: Auf eigene Faust. Originaltitel: Ride Lonesome
Produktionsland: USA. Premiere: 1959
Mit: Randolph Scott, Karen Steele, Pernell Roberts, James Best, James Coburn (Filmdebüt), Lee Van Cleef u. A.
Regie: Budd Boetticher
Genre: Westernfilm
Bild: gut / Farbe / Breitbild / Cinemascope /Eastmancolor by Pathe (Originalformat)
Sprache: Englisch. Synchronisation: Deutsch. Untertitel: keine
Filmlänge: 69 Minuten und 39 Sekunden (Originallänge im PAL-Verfahren)
Specials: keine

Ein psychologisch ausgefeilter Western, neben dem starken Randolph Scott mit sympathischen Schauspielern, die später zu Stars wurden (Pernell Roberts als Adam in Bonanza, James Coburn und Lee Van Cleef).
Randolph Scott benutzt einen jungen Mörder als Lockvogel, um an den Mörder seiner Frau zu gelangen. Das gelingt ihm bravourös unter Mithilfe zweier Outlaws, welche sich damit ihre Amnestie erkämpfen.
Der Western ist schön anzuschauen, weil er fast immer aus beeindruckenden Aussenaufnahmen besteht. Die ungleiche Gruppe reitet durchs wilde Land, um zum Punkt Omega zu gelangen, wo Randolph Scott den Mörder seiner Frau endlich stellt.
Die Spannung wird aufrechterhalten im ausgewogenen Maß der äußeren Bedrohung feindlicher Indianer und psychologischer Auseinandersetzungen zwischen den gegensätzlichen Interessen der Beteiligten. Schließlich mündet alles in einem edlen Ende.
Schön ist es, in der Ungewissheit des Ausgangs das Treiben der Kontrahenten zu verfolgen und damit einen Film zu bewundern, der keine Langeweile aufkommen lässt. Eine resche Blondine rührt die Gefühle der Männer auch noch durcheinander und versetzt sie in pulsierende Wallungen.
Randolph Scott macht mit seinen 60 Jahren eine prächtige Figur - sein Showdown im Finale gegen Lee Van Cleef ist effektvoll und legendär in Szene gesetzt.
James Coburn in seinem Spielfilmdebüt. Im selben Jahr trat er mit Fred MacMurray in dem Western "Auf heißer Fährte" auf, und bekam im Jahr darauf bereits die markante Rolle in "Die glorreichen Sieben".

Folgender Schauspieler weilt noch unter uns (letzter aktueller Stand 7.12.2014):
James Best, geboren am 26.7.1926: bekannter Nebendarsteller von vielen Filmen, darunter vielen Western (Winchester '73, Trommeln des Todes, Flucht vor dem Tode, Reiter ohne Gnade, Die Schlacht am Apachenpass, Panik in New York, Kolonne Süd, Seminola, Die Caine war ihr Schicksal, Alarm im Weltall, Die Nackten und die Toten, Kampf ohne Gnade, die fünf Vogelfreien u.v.a.)

Mladen Kosar
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TOP 1000 REZENSENTam 26. Oktober 2011
(Vorsicht, Spoiler!)

Warum soll ein junger Mörder hängen? Damit sein Bruder für ein lange zurückliegendes Verbrechen bestraft wird und ein verbitterter Kopfgeldjäger endlich Genugtuung findet? Oder damit zwei Gesetzeslose in den Genuß einer Amnestie kommen? Dies ist der Hauptkonflikt in Budd Boettichers Western "Ride Lonesome" (1959), dem vorletzten Teil des Ranown-Zyklus mit Randolph Scott als einsamem Helden. Auch in diesem Film hat sich Boetticher mit Burt Kennedy als Drehbuchautor zusammengetan, und so überrascht es kaum, daß sich hier die typischen Elemente, die die Filme dieses Zyklus zu so unverwechselbaren Genrejuwelen machen [1], in Reinkultur wiederfinden, zumal Kennedy ganz ungeniert einzelne Dialogteile in diesen Filmen recycelt.

Kopfgeldjäger Ben Brigade (Randy Scott) nimmt zu Beginn des Filmes den jungen Mörder Billy John (James Best) in Gewahrsam, doch hat dieser noch die Gelegenheit, über seine Spießgesellen einen Hilferuf an seinen Bruder Frank (Lee Van Cleef) loszuwerden, der sich von nun an an Brigades Spur heften wird, um zu verhindern, daß Billy John nach Vera Cruz zur Hinrichtung gebracht wird. Auf seinem Weg in die Stadt trifft Brigade an einer gottverlassenen Poststation auf Sam Boone (Pernell Roberts), einen alten Bekannten, der als Outlaw in ständiger Furcht vor dem Strang lebt, sowie dessen Kumpanen Whit (James Coburn in seiner ersten Filmrolle). Beide Männer haben ebenfalls ein Interesse daran, Billy John dem Gesetz auszuliefern, denn als Belohnung für die Ergreifung des jungen Mannes winkt ihnen eine Amnestie. Da die Gegend von Mescaleros auf dem Kriegspfad unsicher gemacht wird - auch der Leiter der Poststation, der Ehemann der schönen Mrs. Carrie Lane (Karen Steele), scheint ihnen zum Opfer gefallen zu sein - und da ferner klar ist, daß Frank nichts unversucht lassen wird, um seinen Bruder vor dem Galgen zu bewahren, beschließen die Männer, ihre Interessengegensätze ruhen zu lassen und gemeinsam nach Vera Cruz zu reiten, wobei sie auch Mrs. Lane mitnehmen, um sie vor den Indianern zu schützen. Allerdings bestehen auf keiner der zwei Seiten Zweifel daran, daß es sich um ein reines Zweckbündnis handelt, das nur durch die äußeren Umstände geschmiedet wurde. So ist Boone derart fest entschlossen, in den Genuß der Amnestie und die Verheißung eines ehrlichen Lebens - er hat sich sogar bereits eine Farm gekauft - zu kommen, daß er bereit ist, Brigade notfalls dafür zu töten. Der Kopfgeldjäger hingegen läßt sich von Boone nicht einschüchtern, denn im Grunde geht es ihm nicht um die Auslieferung Billy Johns. Der junge Verbrecher ist für ihn nur ein Mittel, eine Konfrontation mit dessen Bruder Frank heraufzubeschwören, der vor vielen Jahren Brigades Frau an einem schauerlichen Galgenbaum, der inmitten der Wildnis auf einer Lichtung steht, aufgeknüpft hat. An diesen Baum nun hängt Brigade Billy John als Köder für Frank ... Einmal mehr hat Boetticher den Vorhang aufgezogen für eine tragische Komödie, die das Leben schlechthin als eitles Spiel entlarvt, das man nicht gewinnen kann.

Die Handlung, man sieht es schon, ist typisch für den Ranown-Zyklus. Wieder spielt Randy Scott einen verbitterten, vereinsamten und entmenschlichten Mann, der den Tod seiner Frau zu rächen beabsichtigt, und wieder zeigt uns "Ride Lonesome" eine Reisegesellschaft, die nur durch äußere Gefahren zusammengehalten wird, deren Mitglieder indes einander widerstrebende Interessen verfolgen. Wieder rettet der Widersacher der Scott-Persona das Leben, und wieder werden die Konflikte auch durch eine Frau verkompliziert. Nur sind diese typischen Ranown-Elemente in "Ride Lonesome" noch auf die Spitze getrieben, obgleich dieser Film doch - gemessen an Boetticher-Verhältnissen - ein recht versöhnliches Ende nimmt.

Schon gleich am Anfang wird uns klar, was uns erwartet, wenn Brigade als winzige, unbedeutende Figur durch eine ihn scheinbar erdrückende Steinwüste reitet, die allem menschlichen Leben feind ist. Dies ist die Welt, in der sich die tragischen Ranown-Komödien abspielen, und die Falle, in die Billy John Brigade lockt, in der er sich aber schließlich selbst verfängt, atmet die Rafinesse des typischen Boetticher-Psychokrieges zwischen den handelnden Figuren. Billy John wird dabei indes keine besonders große Rolle spielen, denn Brigades Hauptwidersacher ist Sam Boone, ein überraschend gefühlvoller und anständiger Outlaw. Whit, der ihn fragt, ob er später auf seiner Farm für ihn arbeiten dürfe, bietet er an, sein gleichberechtigter Partner zu werden, mit der Begründung "'Cause I like you, Whit!", und um Mrs. Lanes Wohl scheint er - bei aller Begehrlichkeit, mit der er sie betrachtet - ehrlich besorgt. Und doch hat dieser so sympathische Kerl [2] keinerlei Skrupel, sich die Amnestie mit dem Mord an einem Menschen zu erkaufen - abgesehen von dem jungen Mann, der ohnehin hängen muß. Allein schon die Idee, die Möglichkeit eines neuen Lebens an den Tod eines anderen Menschen zu knüpfen, zeugt von der kaustischen Weltsicht Boettichers. Als Zuschauer hat man es denn auch schwer zu entscheiden, mit welcher Seite man hier sympathisieren soll, denn einerseits ist das Motiv Boones sicher lichter als das Brigades, doch andererseits stößt Boones Entschlossenheit doch auch ab. Was Brigade betrifft, so ist er schwerlich dazu angetan, große Sympathie zu erwecken, denn kaum je war Scott hölzerner und einsamer als in "Ride Lonesome". Sein grimmiges, starres Gesicht, als er am Ende den verhaßten Galgenbaum anzündet, vor dem er - die Kameraperspektive macht es möglich - als kleine Figur fast zu verschwinden droht, wirkt wie mit Eichenrinde überzogen. Selbst Mrs. Lane, die nach seinem Bekunden seiner Frau doch sehr ähnlich ist, vermag ihm keine Erlösung zu bringen, und Boetticher setzt dies auch bildlich um, indem er während der Szene, in der Brigade Mrs. Lane von dem Mord Franks an seiner Frau berichtet, den Galgenbaum dräuend im Hintergrund beläßt und schließlich mit einer Einstellung endet, die Mrs. Lane allein vor dem hölzernen Menetekel zeigt - eine Vorausdeutung, daß sie für Brigade verloren sein wird.

Ganz klar, "Ride Lonesome" ist einer der Höhepunkte des Ranown-Zyklus, und es bleibt zu hoffen, daß auch die vier ausstehenden Western, in denen Scott unter Boettichers Regie spielte, ihren Weg auf DVD finden werden. Die vorliegende Ausgabe aus der SZ-Cinemathek bietet den Film in der englischen Originalfassung, die etwas leise ist, und auf Deutsch, läßt es dabei aber leider an Untertiteln und anderen Extras fehlen. Doch die Qualität des Filmes selbst lohnt den Kauf allemal.

[1] In der Tat bedauere ich jeden, der noch nie auch nur einen dieser Filme gesehen hat, denn sie sind wirklich etwas ganz und gar Einmaliges. - Zum Dialogrecycling: Das Gespräch zwischen Ben Brigade und Sam Boone, in dem letzterer sagt, ein Mann müsse etwas haben, auf das er stolz sein könne, einen Platz, an den er gehöre, und Brigade entgegnet, manche sagten so, findet sich fast verbatim in "Comanche Station" (1960), dem letzten Teil des Zyklus. Auch Brigades unhöfliches Diskussionsbeendigungskompliment "Sie machen guten Kaffee" meine ich, aus "Seven Men from Now" (1956) zu kennen. Insgesamt ist es wieder ein Genuß, den lakonischen Kommentaren, mit denen Brigade dem wortgewandten Boone begegnet, zuzuhören.

[2] Die Rolle als Sam Boone brachte Pernell Roberts laut Info-Text auf der DVD-Hülle immerhin das Angebot ein, auf der Ponderosa den Adam Cartwright zu spielen.
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am 27. November 2011
Auf eigene Faust (Ride Lonesome) ist zweifellos ein Höhepunkt des "Ranown-Zyklus" von kurzen, lakonischen, unsentimentalen B-Western, die Budd Boetticher Ende der 1950er mit Randolph Scott als Hauptdarsteller gedreht hat. Der Film hätte allerdings eine gründliche Restaurierung nötig und verdient. Das Bild ist leider ziemlich mies. Die DVD gehört trotzdem in jede ernsthafte Western-Sammlung.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. November 2011
Ben Brigade (Randolph Scott) hat sich einen gefürchteten Namen als erbarmungsloser Kopfgeldjäger gemacht. Im weiten, felsigen Land macht er diesmal Jagd auf den jungen Billy John (James Best), der mit seiner Gang auf der Flucht vor dem Gesetz ist. Der junge Outlaw soll in Santa Cruz einen Mann von hinten erschossen haben. Überraschenderweise wartet der Gejagte auf Ben Brigade, versucht ihn zunächst von seiner Unschuld zu überreden und bittet Brigade ihn doch des Weges ziehen zu lassen.
Doch dieser ist unerbittlich, will auf die Prämie nicht verzichten. Als Schüsse von den umliegenden Bergen fallen, scheint er in eine Falle getappt zu sein, doch Brigade lässt sich nicht einschüchtern und macht dem bereits siegessicheren Billy klar, dass er ihn, bevor er selbst zu Boden geht, in zwei Hälften geschossen hat.
Billy kann seinen Kumpanen aber eine Nachricht zurufen, die für den größeren Bruder Frank (Lee van Cleef) gedacht ist, dieser soll ihn aus den Händen von Brigade befreien.
Unterwegs machen die beiden Halt an der Postkutschenstation. Carrie Lane (Karen Steele), die resolute, schöne Frau des Besitzers wird in Abwesenheit ihres Mannes, der Pferde einfangen muss, von zwei alten Gaunern beschützt, die Brigade kennen und die auch bereits wissen, dass dieser den gesuchten Mörder aus Santa Cruz mit sich führt.
Vorsicht SPOILER:
Die beiden Männer Sam Boone (Pernell Roberts) und Wid (James Coburn) sind ebenfalls Outlaws und sehr bald stellt sich heraus, dass bei der Ergreifung von Mörder Billy auch eine Amnestie winkt. Es sieht so aus als gäbe es bald einen Interessenkonflikt. Zeit zum Diskutieren bleibt aber kaum, denn die Indianer haben die Station bereits im Visier...
Budd Boetticher drehte "Auf eigene Faust" im Jahr 1959, es ist einer dieser sieben legendären Gemeinschaftsarbeiten zwischen Boetticher und Randolph Scott, die bei dem Westernfan als "Ranown Zyklus" sehr hoch im Kurs stehen.
Leider lassen sich die DVD Veröffentlichungen dieser kleinen genialen B-Western auf sich warten, bislang sind nur "Um Kopf und Kragen" und "Der siebente ist dran" erschienen.
Schade, aber vielleicht gibt es auch für "Fahrkarte ins Jenseits", "Sein Colt war schneller", "Messer an der Kehle" und "Comanche Station" die längst überfällige DVD-Veröffentlichung.
Die Geschichte dieser Filme sind im Grunde genommen immer sehr ähnlich, Randolph Scott ist der tragische Held, der auch dunkle Seiten in sich trägt und meistens von der Rache am Tod seiner Frau angetrieben wird.
Boetticher gelingt es auch immer Randolphs Scotts Gegner interessante Wesenszüge zu verleihen, was die Rachestory immer deutlich aufwerten konnte.
Sehr zentral wird auch immer das Thema beleuchtet, dass sich der Outlaw durch gewisse Handlungsweisen die Reinigung erkämpfen kann.
Das Böse ist wichtig, weil sich das Gefühlsleben des Helden in der Vergangenheit abspielt und nur der Schurke die Fähigkeit zum Leben in der Gegenwart hat, die dem Helden fehlt, denn er wandert getrieben von einem destruktiven Ziel, das eine Art Erlösung verheissen könnte.
Boettichers kleine Western sind heute noch so frisch wie vor 50 Jahren, weil sie nicht in Nostalgie verfallen, sondern eine ironisch-distanzierte Haltung zur Geschichte einnehmen, die erzählt wird. Den Portagonisten ist bewusst, dass sie nur eine Rolle in einem ritualisierten Geschehen spielen. In "Auf eigene Faust" gibt ein furchterregender Galgenbaum ein Symbol dafür ab.
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am 25. November 2012
Den Sheriffstern hat Ben Brigade (Randolph Scott) zwar schon abgegeben, aber mit der Jagd auf böse Buben hat er noch nicht abgeschlossen. Er ist hinter Billy John (James Best) her und trifft diesen unvermittelt hinter einem Felsen beim Kaffeetrinken. Billy John ist aber nicht allein, denn sein Bruder Frank (Lee Van Cleef) und dessen Bande sind verborgen in Sichtnähe, die Waffen im Anschlag. Brigade lässt es trotzdem darauf ankommen und bewirkt tatsächlich, dass die Bande abhaut und er Billy John in Richtung Santa Cruz abführen kann. Wenig später kommen sie zu einer abgelegenen Poststation. Dort ist die junge Frau (Karen Steele) des vermissten Postbeamten. Zwei Gauner (Pernell Roberts und James Coburn) sind auch gerade dort eingetroffen und erkennen Billy John sofort. In ihm wittern sie ihre Chance auf Rehabilitation, wenn sie nämlich Billy John den Behörden ausliefern, kommen sie in den Genuss von Amnestie. Als sich zeigt, dass die ortsansässigen Indianer höchstwahrscheinlich den Poststellenchef auf dem Gewissen haben und auch sonst nicht gerade umgänglich sind, sieht das Quintett keinen Grund zum Verweilen und macht sich auf nach Santa Cruz. Franks Bande folgt mit einigem Abstand und Brigade scheint das durchaus recht zu sein, doch warum, das bleibt vorerst sein Geheimnis.
Randolph Scott spielte in "Ride Lonesome" (Columbia Pictures, 1959) zum drittletzten Mal eine Filmhauptrolle und er machte das in gewohnt souveräner Art. Die an sich nicht sonderlich komplexe Geschichte wird von Regisseur Budd Boetticher gekonnt umgesetzt. Er lässt keine übertriebene Hektik aufkommen (so ist zum Beispiel das auffälligeste Musikstück aus dem Soundtrack eher langsam und wird so eingesetzt, dass man das Spielen der einzelnen Instrumente fast vor dem geistigen Auge erfassen kann), aber auch keine Langeweile. Die Inszenierung ist sorgfältig und lässt den Figuren Zeit, sich zu entfalten, soweit das nötig ist. Die Dialoge sind gut geschrieben und offenbaren hintergründigen Humor. Wer aber auf den Auftritt von Lee Van Cleef wartet, muss sich bis zur 2. Filmhälfte gedulden. Da der Film aber auf DVD nur 70 Minuten lang ist, ist auch diese 2. Hälfte bald erreicht. Ein gelungenes Beispiel für einen Western, der mehr von den Figuren als von der Action lebt.
Etwas mehr Action hätte die DVD-Industrie an den Tag legen sollen, um den Film in würdiger Form zu präsentieren. Die von Sony bloss lizensierte, aber nur über die ausstattungsallergische SZ-Cinemathek erhältliche deutsche DVD-Ausgabe bleibt einiges schuldig. Es gibt zwar im Umschlag hilfreiche schriftliche Informationen zum Film, doch gutes Bonusmaterial ersetzt das nicht. Solches fehlt nämlich auf der DVD völlig, abgesehen von der üblichen Programmvorschau. Auf der DVD gibt es somit nur den Film im Format 2,35:1 (16:9) und zwar in schöner Farbe, und nicht in schwarz-weiss wie auf dem Umschlag steht. Bei den Tonspuren wird nicht mehr geboten als deutsch und englisch, Untertitel gibt es gar nicht. Klare Empfehlung für den Film, weniger für die DVD. Eine offizielle DVD von Sony wäre da definitv angezeigt, bleibt zu hoffen, dass sie noch kommt. Das reicht in der vorliegenden Form für zwei von fünf Postkutschen und ein Familientreffen am Galgenbaum.
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am 18. Juni 2011
...mit Starbesetzung vorallem wegen Pernell Roberts "Adam Cartwright von Bonanza".
Wiedermal ist abzuwarten ob die VÖ das Verspicht was der Film bietet nämlich gute Unterhaltung für Western - Fans
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