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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiger Kirk Douglas !
"Mit stahlharter Faust" (MAN WITHOUT A STAR) gehört völlig zu Recht in die Reihe der Edelwestern der fünfziger Jahre. Dies verdankt er, neben dem guten Regisseur King Vidor (Duell in der Sonne), einem guten Drehbuch und einem mitreißenden Titelsong von Frankie Laine, in erster Linie seinen Darstellern und da vor allem seinem Star Kirk Douglas...
Vor 14 Monaten von Raimund Heß veröffentlicht

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Cowboys in Diensten der Lady
Cowboy Dempsey Rae (Kirk Douglas) ist mit dem Stahlross unterwegs, aber nicht lange. Vom Zug, mit dem er ohne Fahrschein unterwegs war, wird er ausgeladen. Er würde richtig Ärger bekommen, hätte er nicht unterwegs einen Mord beobachtet und dann in der Stadt zur Verhaftung des Meuchlers beigetragen. Die Belohnung reicht zunächst für die...
Veröffentlicht am 22. April 2012 von Matthias Haas


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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiger Kirk Douglas !, 8. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Mit stahlharter Faust" (MAN WITHOUT A STAR) gehört völlig zu Recht in die Reihe der Edelwestern der fünfziger Jahre. Dies verdankt er, neben dem guten Regisseur King Vidor (Duell in der Sonne), einem guten Drehbuch und einem mitreißenden Titelsong von Frankie Laine, in erster Linie seinen Darstellern und da vor allem seinem Star Kirk Douglas.
Douglas hatte sich wohl noch niemals zuvor, einer ihm anvertrauten Rolle so rückhaltlos hingegeben, wie mit dieser, ihm auf den Leib zugeschnittenen Performance.

Douglas als "Dempsey Rae, zeigt in diesem "echten" Cowboywestern die ganze Palette seines außerordentlichen Könnens, sei es in den actiongeladenen Szenen von Raufereien bis zu den tödlichen Schußwechseln, oder den humorvollen Einlagen, bei denen er sein komödiantisches Talent mit Songs und einem Banjo unterstützt. Glänzend auch seine Szenen, in denen er seine Gefühle gegenüber seiner Chefin, der Rinderbaronin "Reed Bowman ( Jeanne Crain in einer tollen Rolle ) überprüfen muß. Stark auch seine Szenen mit seinem jungen Schützling und Wegbegleiter "Jeff" ( William Campell ), dem er das schnelle Schießen beibringt und dabei dem jungen Hitzkopf fast schon beschützende, väterliche Fürsorge zukommen läßt.
Obwohl dies alles seinem Freiheitsdrang widerspricht, da er sich nie lange an einem Ort aufhalten kann und vor allem den Stacheldraht von eingezäunten Grundstücken haßt, kann er sich dem Geschehen nicht entziehen und am Ende muß Dempsey das tun, was moralisch für ihn vertretbar ist.

Selbstverständlich für einen A-Klasse Western, sind auch alle Nebenrollen mit erfahrenen Westernmimen entsprechend gut besetzt. Neben den bereits erwähnten Jeanne Crain und William Campbell, müssen unbedingt noch Saloonchefin Idonee ( Claire Trevor, bekannt aus "Ringo" ), als enge Freundin von Dempsey und sein verschlagener und brutaler Gegenspieler Steve Miles ( Richard Boone, wieder einmal mit einer imponierenden Schurkenrolle) erwähnt werden.

Was diesem wunderbaren "Kirk Douglas-Western" noch einmal eine zusätzliche neue Aufwertung zuteil kommen läßt, ist die außerordentlich gute Qualität dieser Bluray-Veröffentlichung. Großes Kompliment an "explosive media", die diesen Film in weltweiter Erstveröffentlichung in HD-Neuabtastung anbietet, mit großartigem 16:9 - 2.00 Bild und klarem, sauberen Ton, wenn auch nur in mono.

Film und Bluray-Qualität sind absolute Spitze, also doppelte Freude für den Käufer !
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selbst im Badezimmer das Richtige tun..., 27. Dezember 2011
Von 
jury - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mit stahlharter Faust (DVD)
Begründen sich nicht alle, die sich über die Grenzen von Gesetz und Moral hinwegsetzen, dies als Notwendigkeit, um bestimmte Ziele zu erreichen?

Für King Vidors Held Dempsey Ray (Kirk Douglas, 39) gibt es keinen Stern, kein festes Lebensziel, hinter dem er herjagen müsste - vielleicht lässt genau das ihm die Freiheit, in schwierigen Situationen den richtigen Weg zu finden. Aber solche moralische Fragen werden in "Man without a Star" nicht lästig in den Vordergrund gespielt, sie vermitteln sich eher unbemerkt.

Dempsey ist natürlich absolut ausgeschlafen, cool, stark, mit allen Wassern gewaschen, sieht toll aus und kann noch dazu prächtig mit Revolver und Banjo umgehen. Wenn man Kirk Douglas in diesem Film erlebt, bekommt man Ideen, wem Eastwood die zusammengekniffen Augen, Lancaster die gebleckten Zähne und Fonda das süffisante Grinsen abgeschaut haben könnte. Der russischstämmige Kirk Douglas ist wirklich ein Großer - er hat Generationen von Schauspielern beeinflusst - nicht nur in der eigenen Familie. Vor kurzem feierte er übrigens seinen 95sten Geburtstag...

Aber auch Jeanne Crain (30), als geldgeile Agrarunternehmerin geradezu beispielhaft für den amerikanischen Weg, alles für schnellen Profit dauerhaft zu vernichten, wirkt wesentlich zeitloser - deshalb wohl auch zumindest in der Badewanne aufregender - als man das sonst von Frauen in alten Western gewohnt ist.

Zum Glück unterscheidet sich dieser von vielen seiner Zunft durch einen feinen, erwachsenen Humor. Nicht das alberne Macho-Gehabe steht im Vordergrund, sondern ein menschlicher und ausgewogener Umgang miteinander, bei dem man nie den Eindruck gewinnt, dass der Held sich selbst überschätzt.

Die Story wirkt fein gesponnen und bietet nette Überraschungen, Szenenwechsel sind ausgesprochen witzig. Wo sich andere Größen des Genres mit tollen Bildern über die Runden retten, lassen hier das perfekte Buch, die ausgefeilten Dialoge und vorzügliche schauspielerische Leistungen die Zeit wie im Flug vergehen.

Natürlich baut sich die Handlung aus den üblichen Elementen des Genres zusammen, aber hier geschieht es einfach pfiffiger, gekonnter, eleganter - eben: unterhaltsamer.

Im Original läuft der 89 Minuten lange Film im Format 1,85:1, die DVD ist 2.0:1 formatiert. Der Ton kann weder in Deutsch noch in Englisch die 35 mm Mono-Quelle verleugnen, in der deutschen Version kommt noch ein feines Rauschen dazu - aber man hört bei Filmen dieser Ära gelegentlich deutlich schlechteren Sound. Ansonsten ist technisch keine Kritik vorzubringen. Natürlich würde ein HD-Transfer mehr aus dem Bild herauskitzeln, aber dieser Film lebt mehr von der Handlung und dem Schauspiel als von den Bildern. Wer genug englisch kann, um sprachliche Feinheiten genießen zu können, wird wohl keine Untertitel benötigen. Etwas in der Art muss sich wohl die Produktion überlegt haben, als sie die Untertitel einfach wegließ.

Die vorliegende Sammel-Ausgabe, Bestandteil der aus 15 ausgesuchten Filmen bestehenden Reihe "Süddeutsche Zeitung Cinemathek Western", kommt in einem 4-teiligen Faltkarton, der gleichzeitig zur Dokumentation des Films dient.

Unter den "alten" Western vor der Italo-Ära bietet dieser sicher bestmögliche Unterhaltung, ohne jemals verkrampft witzig zu sein. Wären nicht die typischen Attribute der Zeit wie die gelegentlich schmalzig-dramatische oder alpenländisch jodelnde Musik, man könnte den Film fast für modern halten.

film-jury 5* A0835 27.12.2011 Rezensionsexemplar Genre: Western-Oldie
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5.0 von 5 Sternen and the moon grew brighter and brighter..., 26. Januar 2014
Von 
Highlightzone - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mit stahlharter Faust (DVD)
Nicht ohne Grund ziert güldner Stacheldraht das Cover dieser DVD. Die Hauptrolle in “Mit stahlharter Faust“ (der Originaltitel ist viel schöner: “Man without a Star“) spielt mit vollem Körpereinsatz Kirk Douglas. Mein Gott, konnte der damals einen auf dicke Hose machen, mit Knarren jonglieren oder mit dem Banjo durch den Saloon tänzeln. Doch vor einem hat der von Douglas mit vollem Einsatz verkörperte Teufelskerl Dempsey Rae so richtig Angst: Stacheldraht. Diese mörderische Erfindung hat ihm einst einen vernarbten Rücken beschert und wenn die Rancher beginnen ihre Weiden mit Stacheldraht einzuzäunen, dann ist es für Dempsey an der Zeit weiter nach Westen zu ziehen, obwohl die Zivilisation auch schöne Dinge zu bieten hat, wie etwa Badewannen.

“Mit stahlharter Faust“ mag nicht der ultimative Western-klassiker sein, aber es handelt sich auf alle Fälle um eins der kurzweiligsten Werke des Genres. Schon der mit viel Power in der mächtigen Stimme von Frankie Lane geschmetterte Titelsong (zu hören auf der schönen Bear-Family-CD "Rio Bravo") geht voll ab und auch das vom Tausendsassa Kirk Douglas gesungene “And The Moon Grew Brighter" (zu hören auf der ebenso schönen Bear-Family-CD "My Rifle, My Pony And Me") will nie wieder heraus aus dem Gehörgang. Eine andere tolle Gesangsnummer von Kirk Douglas ist übrigens in der Disney-Verfilmung von “20.000 Meilen unter dem Meer“ zu hören: “A Whale of a Tale".

Angeblich war Kirk Douglas maßgeblich an der Herstellung des Filmes beteiligt. Während der Regisseur King Vidor (“Duell in der Sonne“) den Film in seiner Autobiographie nicht erwähnte, investierte Douglas seine Gage in die Produktion von “Mit stahlharter Faust“ und sorgte für ein besseres (völlig auf ihn zugeschnittenes Drehbuch). Lange hat es gedauert bis der Film endlich auf DVD vorlag. Die “Süddeutsche Zeitung Cinemathek“ veröffentlichte in ihrer Western-Reihe als weitere DVD-Premiere “Red River“. Mittlerweile gibt es als “weltweite Erstveröffentlichung in HD Neuabtastung“ sogar eine Blu-ray-Veröffentlichung, die keine Wünsche mehr offen lässt.

Bonusmaterial der Blu-ray
Selbstgestrickter Trailer ohne Dialoge (1:41 min)
Schön zusammengestellte Bildergalerie (5:00 min)
Booklet-Faltblatt mit einem interessanten Text von Markus Tschiedert
Wendecover
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weidekrieg mit Kirk Douglas, 23. Oktober 2011
Von 
Kurt-André Lion "kurtandrelion" (Gelsenkirchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Mit stahlharter Faust (DVD)
Ein Dank an die SZ Cinemathek Western, dass sie das Erscheinen dieses Westerns mit dem Thema der Weidekriege möglich gemacht hat und der zu Recht seine Aufnahme in Filmgenres: Western gefunden hat. Leider weist die DVD außer der deutschen und der englischen Tonspur (ohne jegliche Untertitelung!) keinerlei Extras auf, sieht man von der obligatorischen Werbung für die anderen Western aus der SZ-Reihe ab. Aus diesem Grund resultiert auch der 1 Stern Abzug. Dafür ist die Bildqualität des Filmes m.E. wirklich sehr gut, und die für die SZ Cinemathek gewohnten Klappentexte und Bilder vermitteln einen guten ersten Eindruck vor dem Filmgenuss. Kirk Douglas agiert in einer dominierenden Art und Weise, die authentisch herüber kommt - und singt auch noch! Wer seinen Song "And the Moon grew brighter" in voller Länge genießen möchte, dem sei My Rifle,My Pony and Me empfohlen. Die Story in Kürze: Lonesome Cowboy nimmt sich eines Greenhorns an, der ihn an seinen verstorbenen Bruder erinnert, rettet ihn vorm Galgen, bringt ihm das Schießen und Lebensweisheiten bei und heuert mit ihm gemeinsam bei einer Rancherin an, die zu 120% auf Profit aus ist, den alten Aufseher mit seinen moralischen Bedenken gegen den tatkräftigen Kirk Douglas eintauscht, um sich der umliegenden Klein-Rancher zu erwehren und um ihre Pfründe zu sichern. Die Läuterung erfolgt, der Gute erkennt seinen Weg und seine Bestimmung, trägt zur Befriedung der unruhigen Situation bei und reitet von dannen, wie sonst auch bei Lucky Luke (z.B. in diesem Sinne: Lucky Luke, Bd.34, Stacheldraht auf der Prärie), Clint Eastwood (z.B. Pale Rider - Der namenlose Reiter oder aber UCA High Plains Drifter) oder Alan Ladd in Mein großer Freund Shane zu sehen. Ein nettes Wiedersehen gibt es mit Claire Trevor aus John Wayne Filmklassiker - Ringo/ Stagecoach [1939], mit Jack Elam zu Beginn in einer kleinen Nebenrolle und ab der 2. Filmhälfte auch mit Richard Boone.
Fazit: Für Freunde und Liebhaber des Western-Genre nur zu empfehlen!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Who Knows Which Way the Right Way Goes?", 19. Oktober 2011
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mit stahlharter Faust (DVD)
(Vorsicht, Spoiler!)

Ironischerweise ist Kirk Douglas, der in King Vidors Western "Man Without a Star" (1955) die Rolle des ziellosen Herumtreibers Dempsey Rae spielt, keinesfalls jemand, dem es an der Vorstellung eines klar vor ihm liegenden Weges fehlte. Aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen, sah der erfolgreiche Student ein Schauspielstipendium als eine Möglichkeit, sich seinen Weg in die Welt zu bahnen, und irgendwann schaffte er es sogar, sich als Spartacus große Regisseure wie Anthony Mann und schließlich Stanley Kubrick zu sichern - angeblich in dem Bemühen, mit diesem Sandalenfilm Wylers "Ben Hur" in den Schatten zu stellen, weil nicht er, sondern Heston jene Hauptrolle bekommen hatte. Seinen eigenen Auskünften nach hat er auch in Vidors "Man Without a Star" kreativ kräftig mitgemischt, indem er das Drehbuch so umschrieb, daß der Fokus nunmehr auf Dempsey und nicht auf dem jungen Texas (William Campbell), den jener unter seine Fittiche nimmt, lag. [1]

"Man Without a Star" erzählt die Geschichte eines ewig Suchenden, des ziellosen Drifters Dempsey, und greift dabei so viele genretypische Motive auf, daß man diesen Film geradezu als Schulbeispiel eines Westerns begreifen kann, in dem eigentlich nur noch Indianer fehlen. So steht im Zentrum des Geschehens ein wurzelloser Held, der sich zwischen zwei Frauen befindet - der, für ihn freilich letztlich nicht in Frage kommenden, Hure mit dem goldenen Herzen Idonee (Claire Trevor) und der berechnenden Rancherin Reed Bowman (Jeanne Crain). Auffällig ist, daß Dempsey am Anfang ein ziemlich heruntergekommener Bursche ist, der nichts als seinen Sattel und seine Fähigkeiten besitzt. Daß er gut zu schießen versteht, wissen wir am Anfang noch nicht, denn er hat nicht einmal eine Waffe. Unbekümmert fährt er als blinder Passagier in einem Zug durch das Land, weniger auf der Suche, als vielmehr auf der Flucht. Zwar hilft er dem jungen Texas - ebenfalls ein Tramp ohne Zugfahrkarte -, nachdem dieser von einem Zugbegleiter hinterrücks niedergeschlagen worden ist, doch als er später mitansieht, wie dieser Zugbegleiter von einem anderen Landstreicher erstochen wird, greift Dempsey nicht ein und verhindert außerdem, daß sich Texas aus naivem Ehrgefühl heraus für eben dieses Verbrechen aufknüpfen läßt. Douglas' Cowboy hätte - diese Prognose wage ich mal - John Wayne nicht sonderlich gefallen, denn erstens ist er bis auf den Sattel komplett abgebrannt und muß sich - Freud hätte gejubelt - von einer Hure einen Revolver geben lassen und zweitens folgt er kaum irgendwelchen Verhaltenskodizes. Schmerzlich wird dies später deutlich, als er sich von Miss Bowman für ihre Zwecke einspannen und sich dafür großzügig in zweierlei Währung bezahlen läßt.

Und dennoch hat auch Dempsey, wie sowohl Hondo als auch Shane zwei Jahre zuvor, einen Erziehungsauftrag zu erfüllen - ein typisches Westernmotiv -, denn er muß aus Texas einen echten Kerl machen. Dies beginnt bei Etikettenfragen - etwa dem Grundsatz, nie uneingeladen vom Pferd abzusitzen -, geht weiter über den Umgang mit dem Pferd und endet, wie sollte es anders sein, bei Schießübungen, zu deren Anlaß Douglas dann auch mal seine Fingerfertigkeit unter Beweis stellen kann. Anscheinend bildet er sich aber nicht viel auf die Spielereien mit dem Colt ein, denn wenn er auch keine Zinntasse nimmt, so schärft er seinem Schützling ein, daß diese Tricks nichts bringen und daß es darauf ankomme, schnell zu ziehen, damit man die Waffe danach ganz langsam wieder in das Halfter zurückgleiten lassen kann. All diese Dinge jedoch sind Äußerlichkeiten, die Texas ebensogut von dem finsteren Revolverhelden Steve Miles (Richard Boone) erlernen könnte, der sich ebenfalls in den Sold der Rancherin stellt und ihr helfen will, die kleineren, anständigen Farmer zu vertreiben, die nicht - wie Bowman - vorhaben, das Land nach Heuschreckenart auszulaugen und dann weiterzuziehen - dieser Kampf zwischen den dem Land verbundenen Siedlern einerseits und dem seelenlosen Profiteur andererseits ist denn auch ein weiteres Westernmotiv.

Als Dempsey sich dann dazu entschließt, den Farmern beizustehen, und dabei seine Ängste überwindet, braucht es einige Zeit, bis Texas seinem Beispiel folgt, doch er tut dies, und erst von diesem Moment an scheint die Erziehung des jungen Kindskopfes abgeschlossen. Der Gegenstand von Dempseys Furcht ist dabei nichts anderes als die Zivilisation, hier vor allem symbolisiert durch den allgegenwärtigen Stacheldraht, mit dem die kleinen Farmer das weite Land aufteilen, es zerschneiden und somit - ironischerweise - vor der Zerstörung durch Reed Bowman schützen. Allerdings fungiert der Stacheldraht in "Man Without a Star" auch als Marterinstrument und hat schon in der Vergangenheit tiefe Wunden in Dempseys Brust gerissen. Dempseys Furcht vor dem Stacheldraht und vor der Zivilisation, für die der Draht steht, spornt ihn dazu an, stets weiter in den Norden zu ziehen - eines Tages sei er vielleicht in Kanada angekommen, scherzt er düster. Der Umstand, daß er sich bei dieser Flucht am Anfang des Filmes eines Zuges bedient - mithin eines idealtypischen Agenten des Fortschrittes und der Bändigung des weiten Landes [2] -, scheint mir mit bitterer Ironie darauf zu verweisen, daß Dempseys Freiheitsbegriff ein negativer ist, der ihn recht eigentlich erst zum Gefangenen seines Fluchtinstinktes macht. Auch die Schlußszene, in der Dempsey das Angebot der Farmer abschlägt, als einer der Ihren in die Viehzucht einzusteigen, und statt dessen leitsternlos in eine undefinierte Freiheit reitet, unterstreicht diese pessimistische Kritik, denn wir sehen den sich entfernenden Reiter durch einen Stacheldrahtzaun, der vor unseren Augen das Weideland durchteilt. So sind im Grunde Anfang und Ende des Filmes von den Insignien des Fortschrittes dominiert, und Dempseys Zukunft scheint unter keinem guten Stern zu stehen.

Darüber hinaus scheint "Man Without a Star" mit seinem exemplarischen Potpourri an Westernmotiven aber doch für eine Reihe anderer Filme eine Inspiration, wenn auch nicht unbedingt ein Leitstern, gewesen zu sein, denn den Mann, der nur noch seinen Sattel hat und ein bißchen in der moralischen Schwebe ist, gibt Randolph Scott dann zwei Jahre später in Boettichers "The Tall T", und auch die Tramps im Zug, die sich gegen einen boshaften Lokführer zur Wehr setzen mußten, kamen dank Robert Aldrichs etwa zwanzig Jahre später erneut ins Kino. Und achten Sie mal auf die Einstellung, in der der Zug in der Stadt ankommt, und wir unsere zwei Helden aus der Ferne sehen, während sich, mit dem Rücken zu uns, drei Gesetzeshüter drohend vor ihnen aufbauen. Na, wo haben Sie diese Szene später denn nochmals gesehen?

Die SZ Cinemathek kann zweifellos das Verdienst für sich in Anspruch nehmen, diesen schönen Film erstmals in deutscher Sprache auf DVD veröffentlicht zu haben, doch gibt es außer der englischen Tonspur keine Extras. Leider fehlen selbst Untertitel.

[1] Die DVD-Hülle weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß Vidor in seiner Autobiographie diesen Film denn auch nicht erwähnt hat.

[2] Er sagt in diesem Zusammenhang auch, daß es unmöglich sei, von Texas nach Wyoming zu reiten, bedenkt dabei aber nicht, daß die gleiche Entwicklung, die seine Flucht bedingt, diese gleichzeitig erst ermöglicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen KIRK in Hochform (Blu-ray), 23. Mai 2014
Von 
Ein feiner 50er Western, in Blu-ray Qualität auf dem 46 Zoll macht das doch richtig Spass. So sehr ich Douglas düstere Filme (Paths Of Glory, Lonely are the Brave..) liebe, gut gelaunt war er schon eine Schau in seiner Blütezeit. Ein Energiebündel welches das Alter des Filmes, immerhin 60 Jahre, glatt vergessen lässt. Zeitlos ist er, der Issur. Möge er die 100 Jahre schaffen!

King Vidor hat zuvor natürlich großes geleistet, seine Stummfilmklassiker gehören zum allgemeinen Filmwissen (ernsthaft interessierter Cineasten). Ein ungewöhnlicher Regisseur für einen Universal-Western, mit dem immer guten Russell Metty an der Kamera.

Ich muss nicht weiter ausführen, wer gute Western mag - zugreifen. Das HD Master ist sehr gut mit kleinen Abstrichen bei einigen (nicht allen) Totalen und Halbtotalen, das mag sicher dem zur Verfügung stehenden Negativ geschuldet sein. Alles in alem ein großes Vergnügen!!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Man Without A Star" in sehenswerter Qualität., 17. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mit stahlharter Faust (DVD)
Zum Film ist fast alles gesagt, den Rest kann man bei Joe Hembus nachlesen.

Zur DVD:
Der Film wird im 1:2.00 Format, also fast flächendeckend in 16:9, gezeigt.
Das macht schon was her und in Kooperation mit der konstant guten Auflösung und Schärfe kommt auch auf Leinwand fast Kinogefühl auf.
Gelegentlich schwingt sich der Transfer sogar zu HD-Niveau auf und das Bild wirkt fast plastisch.
Die Farben sind schön und dezent.
Der Ton (Deutsch/Englisch) ist sauber und gut verständlich nur gelegentlich etwas übersteuert.
Leider gibt es keine Untertitel. Schade, da die deutsche Synchro mal wieder in allen Belangen unter aller Sau ist.
Kein nennenswertes Bonusmaterial.

Besser wird man diesen grossartigen Klassiker auf DVD wohl nicht mehr zu sehen kriegen, das Warten hat sich gelohnt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Cowboys in Diensten der Lady, 22. April 2012
Von 
Matthias Haas (Sumiswald Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Mit stahlharter Faust (DVD)
Cowboy Dempsey Rae (Kirk Douglas) ist mit dem Stahlross unterwegs, aber nicht lange. Vom Zug, mit dem er ohne Fahrschein unterwegs war, wird er ausgeladen. Er würde richtig Ärger bekommen, hätte er nicht unterwegs einen Mord beobachtet und dann in der Stadt zur Verhaftung des Meuchlers beigetragen. Die Belohnung reicht zunächst für die Hotelzimmermiete, aber dann ist die Zeit reif für richtige Arbeit. Auf der Farm von Reed Bowman (Jeanne Crain) heuert er an. Dort ist man in Expansion begriffen, was die benachbarten Farmer nicht freut. Als Reaktion darauf stellen diese Stacheldraht auf, was Dempsey nicht freut. Dieser ist ihm ein Greuel und trug seinerzeit dazu bei, dass er Texas den Rücken zuwandte. Dempsey macht aber auch Bekanntschaft mit Reeds "Geschäftsmodell": sie will die Farm nur ein paar Jahre lang betreiben, bis ihre Herde gross genug ist, um richtig viel Profit abzugeben, und dann weiterziehen. Dass dabei das Weideland in der Region übernutzt wird, stört sie wenig. Damit geht Dempsey auf Konfrontationskurs zu Reed und diese hat inzwischen ein paar unangenehme Kumpane.
Ein unterhaltsamer, wenn auch nicht sonderlich tiefgründiger Film ist hier zu sehen. Aber man merkt, dass sich Hauptdarsteller Kirk Douglas in seiner Rolle gefällt. Die Hauptfigur ist schon fast der Prototyp des Westernhelden: schnell mit dem Colt, cool bei den Frauen und bereit, seinen Kumpels zu helfen. Auf dieser Ebene funktioniert "Man Without A Star" (Universal Pictures, 1955) ganz gut. Die Inszenierung ist stilsicher, die Geschichte kommt ohne Schnörkel aus und wirkt insgesamt rund. Sehenswert.
Auf DVD hat es bisher erst einmal zu einer Ausgabe in der SZ-Cinemathek gereicht. Dort wird der Film in den Sprachen Deutsch und Englisch gezeigt. Untertitel gibt es zum Film leider nicht. Das Bonusmaterial beschränkt sich auf Programmhinweise. Mehr zum Film gibt es nur in den Klappentexten. Der Film dauert knapp 86 Minuten. Das Bild im Format 2,00:1 (16:9) wurde von Universal ansehnlich restauriert, der Ton ist ebenfalls gut verständlich. Das reicht insgesamt für drei von fünf Zaunpfählen und einen scheunen Blick in das tatsächlich ins Haus integrierte Badezimmer.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen man without a star bluray, 8. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
EXCELLENT PICTURE QUALITY IN CORRECT FILM RATIO......BUT THERE ARE ....NO.....SUB-TITLES OF ANY KIND AS STATED ON AMAZON .....KIRK DOUGLAS GIVES A GOOD PERFORMANCE IN THE TITLE ROLE..
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4.0 von 5 Sternen Mit stahlharter Faust (Man Without a Star, 18. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kirk one of the best actor of our time has done it again acting in this role he does what he does best
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