Fashion Sale Hier klicken calendarGirl Prime Photos Erste Wahl Learn More madamet Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen50
4,2 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:17,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 22. Januar 2012
... und damit eine gelungene Literaturverfilmung. Die bleibt nah am gleichnamigen Buch, mit nur wenigen Änderungen und Streichungen, was aber m. E. keine Einbuße bedeutet. Und umfangreich wie die Vorlage ist auch das Filmepos. Es beginnt in den Siebziger Jahren des 19ten Jahrhunderts und endet zwischen 1920 und 1930. Wir erleben drei Generationen der Forsytes; Dreh- und Angelpunkt der Saga ist die gescheiterte Ehe zwischen Soames und Irene.

Wie bei den meisten britischen Filmen so wohltuend, wird einfach nur filmisch "erzählt" und das Augenmerk auf den Zuschauer und dessen eigene Denkfähigkeit gerichtet. Nicht wie bei deutschen Produkten oft so ärgerlich, auf die Eitelkeiten des Regisseurs, auf übergestülpte Bedeutungsschwere und Schürfen in der Tiefe. Bei den Briten bleibt es dem Zuschauer selber überlassen, sich seine Meinung zu erarbeiten, hier hat er viele Optionen für seine eigenen Schlüsse und sein eigenes Bild.

Die opulente, sorgfältig und mit viel Liebe zum Detail gewählte Ausstattung an Kostümen, Requisiten, Landschaftsaufnahmen und ähnlichen Zutaten mit authentischem Zeitkolorit vermittelt dem Betrachter ganz besondere Eindrücke, und die machen das Ganze schon deshalb zu einem Genuss. Allein die Entwicklung von der Pferdedroschke zu den ersten Automobilen, der Wandel der Mode im Laufe dieser fünf Jahrzehnte: Hinreißend! Nicht immer jedermanns Geschmack, aber hinreißend, weil halt authentisch. Denn darauf haben die Filmemacher geachtet und kaum Zugeständnisse an den heutigen Geschmack gemacht (die ersten Hosen in der Damenmode waren alles andere als "sexy").

So sind denn auch die Darsteller keine Hollywood-Dutzend-Schönheiten heutigen Geschmacks, sondern britische Charakterköpfe. Das werden einige Kritiker übelnehmen, insbesondere werden sie es Gina McKee anlasten, die wahrscheinlich dem Gut-Aussehen-Empfinden des 21. Jahrhunderts der Mehrheit nicht entspricht, doch m. E. eine herausragende Ausstrahlung hat. Damian Lewis und die, ja, aparte Gina McKee in den Hauptrollen, lösen ihre Aufgabe mit Bravour, sie schaffen es, die Vielschichtigkeit ihrer Figuren auf die Leinwand und damit zum Zuschauer zu bringen. Keiner ist der alleinige Täter, keiner ist das alleinige Opfer. Und um sie herum der gesamte Forsyte-Clan, mit all seinen patenten und weniger patenten Geistern, mit großen und kleinen Schicksalen - ganz so, wie sich das für eine Familien-Saga gehört.

Alles zusammen ein schwelgerischer Genuss für den Zuschauer, der dieses Genre mag.
0Kommentar|53 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Oktober 2008
Aufstieg und Niedergang einer Familie aus der britischen Upper Middle Class. Zehnteiliges Period Drama nach dem monumentalen Roman von John Galsworthy.

"Als sich im Jahr 1886 die Familie im Salon des alten Joylon versammelt, um die Verlobung von June und Philip zu feiern, sehen die Forsytes zum ersten Mal ihre puritanische Weltordnung bedroht. Irene ist für ihren Ehemann Soames zu raffiniert, ihre Schönheit hat nichts gemein mit dem viktorianischen Ideal kühler, blasierter Reinheit. So verliert Soames seine Frau zuerst an Philip, dann an den jungen Joylon; sein Kampf um die Wahrung der Familientradition wird zum Dreh- und Angelpunkt eines Dramas, dem sowohl seine Tochter als auch Jon, Irenes und Joylons Sohn, zum Opfer fallen..." (John Galsworthy: Die Forsyte Saga. Bastei-Lübbe-Taschenbuch)

Die Regisseure Christopher Menaul ("Heißer Verdacht"), Dave Moore und Andy Wilson ("Gormenghast") haben Galsworthys Nobelpreis-gekrönte Chronik mit einem Fokus auf die melodramatischen Geschehnisse innerhalb eines mehr als vierzig Jahre umspannenden Zeitraums in Szene gesetzt. Obgleich sie den zeitgeschichtlichen Kontext, die Komplexität und den subtilen ironischen Unterton der Romanvorlage nicht vollkommen adäquat zum Ausdruck bringen, gelingt es ihnen, über die zwischenmenschlichen Dramen hinaus auch eine ganze Ära, geprägt von traditionellen Familienwerten und der aufkeimenden Sehnsucht nach Selbstverwirklichung, gewissenhaft und weitgehend zufriedenstellend zu neuem Leben zu erwecken. Die Adaption der "Forsyte Saga" bleibt stets weitaus mehr als nur eine triviale Seifenoper.

In gleicher Weise lässt die opulente Literaturverfilmung auf der künstlerischen Ebene kaum Wünsche offen. Die Kostüme und Szenenbilder erweisen sich als aufwändig und detailverliebt, zugleich historisch korrekt und imposant. Die Kamera fängt insbesondere in den letzten vier Episoden nahezu impressionistisch komponierte Bilder ein, welche einen großen Eindruck hinterlassen und durch die mit dem BAFTA TV Award prämierte Musik des Komponisten Geoffrey Burgon ("Wiedersehen mit Brideshead") betörend akzentuiert werden. Lediglich die Maske lässt eine nachdrückliche Kritik zu, da sie die Figuren im Verlauf der Handlung nicht glaubhaft altern lässt.

Schauspielerisch wissen allen voran Damian Lewis ("Band of Brothers - Wir waren wie Brüder") als Soames Forsyte und Gina McKee ("Abbitte") als Irene zu überzeugen. Gina McKee mag äußerlich betrachtet womöglich nicht die Idealbesetzung für ihren Part sein, verleiht der stolzen Irene jedoch das annähernd perfekte, wunderbar entrückte und geheimnisvolle Erscheinungsbild. Vergleichbar hervorragende darstellerische Kreationen vollbringen Emma Griffiths Malin ("Der Opiumkrieg") und Lee Williams ("No Night is too long") in den Rollen von Fleur Forsyte und Jon. Dem tragischen, an Romeo und Julia angelehnten Liebespaar hauchen die jungen Talente mit purer jugendlicher Energie leidenschaftlich Leben ein. Lee Williams' sanfte und verträumte Blicke sprechen bisweilen Bände. Weniger hochklassig fällt demgegenüber der Auftritt des nur mangelhaft begabten Mimen Ioan Gruffudd ("Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer") aus. Seine Interpretation des ehrgeizigen Architekten Philip Bosinney, Irenes heimlicher Liebe, mutet partiell zu ausdrucksarm und blass an.

Fazit: Auch wenn sich im ersten Drittel der Reihe inszenatorische Schwächen offenbaren, so zum Beispiel im Rahmen einer kühlen und mit unnötigen Zeitlupen ausstaffierten Ballszene, kristallisiert sich die aktuellste Verfilmung der "Forsyte Saga" insgesamt als ein exzellentes TV-Epos nach alter britischer Schule heraus. Die Serie nimmt sich Zeit, um ihre Geschichte aufgefächert erzählen zu können und bezaubert mit einer unterhaltsamen Mischung aus bewegenden, romantischen und verspielten Momenten. Im Großen und Ganzen entsteht ein elegantes Porträt vergangener Zeiten, welches die Wertung 8 von 10 Punkten definitiv verdient.

Zu den DVDs: Gemessen daran, dass es sich bei der "Forsyte Saga" um eine Fernsehproduktion handelt, gibt es in Sachen Bild und Ton nichts Gravierendes zu bemängeln. Das Special Feature "On Location" ist zwar ziemlich kurz, bietet aber einen ausreichenden Einblick in die Dreharbeiten und sehenswerte Interviews mit den Hauptdarstellern.
0Kommentar|18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Dezember 2008
Vorerst muss ich gestehen, das Buch nicht gelesen zu haben, doch das lässt mich ohne Vorbehalte die Verfilmung beurteilen. Doch im Voraus einen Dank an John Galsworthy, der mit Sicherheit eine grandiose Vorlage für diese tolle filmische Umsetzung geliefert hat. Und ich werde nicht drum herum kommen sie demnächst auch lesen zu müssen ;)

Wir haben es hier mit der zweiteiligen Serie um die sehr auf Ehre, Geld und Ansehen fixierten Familie Forsyte zu tun. Fast annähernd ein halbes Jahrhundert bis in die 1920er begleitet man ihre Mitglieder, die allen möglichen Irrungen und Wirrungen der Liebe und Eifersucht, des Geldes und der Ehre, dem Hass und zuletzt auch der Trauer ausgesetzt sind.
Angefangen mit Jolyon Forsyte (Rupert Graves), der seine Frau verlässt, um mit der Gouvernante seiner Tochter ein neues Leben in Liebe zu beginnen, und sich somit den Zorn seiner Familie zuzieht. Von da an ist die Familie in zwei Teile gespalten, doch man kann der ewig währenden Familienbande nicht entkommen. Auf der anderen Seite steht Soames Forsyte (Damian Lewis). Er verliebt sich in die anmutige Schönheit Irene Heron (Gina McKee), die aber nur in die Ehe einwilligt, um ihrer Stiefmutter zu entkommen. Doch diese Zeit ist für sie nur eine Qual, sie lebt wie in einem goldenen Käfig, unfähig sich frei zu bewegen. Dies ändert sich, als sie sich unsterblich in den Architekten Phillip Bosinney (Ioan Gruffudd) verliebt und hofft, somit ihrer grausamen Ehe zu entkommen. So kommt Eines zum Anderen und selbst die nächste Generation muss im zweiten Teil die Last der vergangenen Tage tragen.

Ich muss sagen, dass mich diese Serie einfach überwältigt hat. Die überragenden Schauspieler haben mich voll und ganz in ihren Bann gezogen. Vor allem Damian Lewis als Soames fand ich sehr charismatisch und einfach brilliant, ich selbst wusste manchmal nicht, ob ich ihn hassen oder Mitleid mit ihm haben sollte. Doch irgendwie konnte man seine Verzweiflung voll und ganz verstehen und ich kam nicht drum herum ihn irgendwie zu mögen. Gina McKee als Irene war ebenso prächtig, wie sie mit ihrer Art und Weise alle zu verzaubern schien, ohne es zu wollen. Und ab der zweiten Hälfte des ersten Teils schien es als wäre eine Maske von ihr gefallen, als hätte ihr jemand Leben eingehaucht, was nur zeigt, wie schlimm ihr das Gefängnis der Ehe mit Soames Forsyte vorgekommen sein muss. Doch nicht nur die genannten Akteure, sondern jeder hat auf seine Weise einen großen Teil an überzeugender schauspielerischer Leistung aufgebracht und diese Serie zu einem Erlebnis werden lassen.
Die musikalische Untermalung, die wunderschöne Landschaft, der Aufwand an Kostümen und Requisiten um diese Zeitspanne darzustellen, tragen einen wesentlichen Teil dazu bei, dass man sich gänzlich darin verliert.
Eine brillante englische Produktion auf höchstem Niveau: Volle 5 Sterne

Zum Schluss ein paar Details zur DVD. Diese Box enthält die Forsyte Saga Series 1 (424min) und Series 2 (275min), das macht zusammen stolze 699min. Beide Serien sind in englischer Sprache und mit zuschaltbaren englischen Untertiteln versehen, weiterhin gibt es ein "Behind the Scenes" Extra.
22 Kommentare|41 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Mai 2008
Eine fast perfekte Besetzung, wenn, ja wenn, die Irene besser besetzt wäre. Gina McKee ist einfach der Rolle der Irene nicht gewachsen. Ihre langsame Sprechweise, ihre Unsicherheit, macht den Zuschauer nervös. Die Beschreibung ihrer Persönlichkeit in der Literaturvorlage ist so ganz anders. Sie wird als englische Schönheit beschrieben und hier ist eine Schauspielerin die Charakterrollen gut spielen könnte aber nicht die sanfte Schönheit einer Irene Heron hat. Sorry - deshalb nur 4 Sterne. Ansonsten ist dies eine sehenswerte story genau wie das Buch eine lesenswerte spannende Geschichte ist.
22 Kommentare|15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. August 2015
Schön anzusehen sind die Kleider und sonstigen Räumlichkeiten etc, da alles in schönen Farben dargestellt ist. Wer die Serie noch nicht gesehen hat wird wahrscheinlich begeistert sein. Irine ist aber meiner Meinung nach eine Fehlbesetzung, fad, temperamentlos, leidend. Man fragt sich warum Soames sie geheiratet hat. Sicher eine gute Charakterdarstellerin, aber keine Frau die Soames oder dem Architekten den Kopf verdrehen könnte. Hier wäre eine andere Schauspielerin (z.B. Michelle Dockery aus Downton-Abbey-Lady Mary) besser gewesen. Soames erregt in dieser Verfilmung fast das Mitleid des Zusehers, während der Soames der 70iger Jahre-Serie (Eric Porter) ein gieriger ekelhafter Ehemann war, dem man seine Niederlagen vergönnt hat. Die anderen Protagonisten hingegen sind recht gut besetzt. Und bitte nicht mit Downton-Abbey vergleichen, diese Maßstäbe sind mit dieser Serie nicht zu erreichen.
Fazit: Wer die Forsyte Saga noch nie gesehen hat, ist mit dem Kauf gut beraten. Die Generation die schon die Schwarz-Weiß-Serie aus den 1970igerjahren gesehen hat, sollte sich überlegen diese Neuverfilmung zu kaufen, sie könnte enttäuscht sein.
11 Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. September 2012
Ich liebe das Buch "Die Forsyte Saga" und kann mich auch noch an die Fernsehausstrahlung der 70er Jahre mit Eric Porter als Soames und Nyree Dawn Porter als Irene erinnern, weshalb ich mir die 2002 produzierte komplette Serie mit Damian Lewis und Gina McKee gekauft habe.

Damian Lewis und alle anderen Darsteller sind halbwegs gut getroffen - obwohl Soames im Buch keine roten sondern schwarze Haare hat -, Gina McKee weicht jedoch komplett von der Beschreibung der Irene Forsyte ab und ist - meiner Meinung nach - eine komplette Fehlbesetzung. Nicht nur, dass John Galsworthy Irene als gut gebaut beschrieb (Swithin Forsyte gab Tante Juley einen Bericht über die Ausfahrt und das Kleid von Irene: Saß ihr wie eine zweite Haut - stramm wie eine Trommel." Alles festes, junges Fleisch, nicht so eine mickrige Vogelscheuche wie Mrs. Septimus Small - lang und dünn), der die Götter goldenes Haar gegeben hatten und welche von einem Familienmitglied mit einer heidnischen Göttin mit schwebendem Gang verglichen worden war, ist Gina McKee schwarzhaarig und ähnelt eher einem Gerippe, welches mit fürchterlicher Körperhaltung wie ein dürres Gespenst durch die ganze Serie schleicht. Auch wird Irene als passiv beschrieben, was Gina McKee überhaupt nicht hinbekommt. Passiv bedeutet inaktiv, interesselos, unbeteiligt, nicht jedoch verschreckt und ängstlich wie ein Kaninchen vor dem Kochtopf.

Das wäre aber nicht ganz so tragisch, wenn nicht die Produzenten, der Regisseur oder wer auch immer, auf die abstruse Idee gekommen wäre, in der zweiten Staffel Szenen einzubauen die im Buch überhaupt nicht vorkommen und den Charakter einzelner Personen total verfälschen.

Natürlich ist mir klar, dass ein Buch wie die "Die Forsyte Saga" bei einer Verfilmung nicht 1 zu 1 umgesetzt werden kann, warum jedoch auf Wunsch von Jon ein letztes Treffen von Fleur und ihm im Park eingebaut wurde, ist mir schleierhaft und sein Verhalten bei diesem entspricht überhaupt nicht dessen Charakter im Buch. Selbst Fleur wirft ihm in besagter Szene vor, dass er genauso besitzergreifend und - sinngemäß - keinen Deut besser sei, als ihr Vater Soames. Im Buch jedoch gibt Jon Fleur nach Irenes und Soames Begegnung in Robin Hill ohne Wenn und Aber auf und geht auf Reisen. Und gerade diese Stärke an ihm, obwohl er Fleur liebt, hat mir besonders gut gefallen und ihn als Mann mit ausgeprägter Persönlichkeit erscheinen lassen. In der Serie hingegen kommt er - speziell bei dem Treffen im Park - wie ein schwacher, weinerlicher Jüngling rüber.

Nachdem er sich - im Buch - in British Columbia niedergelassen hatte, bekommt Fleur lediglich ein Telegramm von ihm: "Ich komme nicht mehr nach England zurück. Gott segne dich. Jon" und er lässt Irene nach British Columbia nachkommen. Warum bei der Serie Jon nach New York geht und Irene irgendwohin in Europa herumirrt, kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen.

Fazit: Die 2002 produzierte Serie kann der aus den 70ern nicht das Wasser reichen und wenn man etwas nicht besser oder auch nur annähernd so gut hinbekommen kann, sollte man es lieber bleiben lassen.
66 Kommentare|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Dezember 2011
Es handelt sich um eine Familiengeschichte, die Endes des 19. Jahrhunderts beginnt. Sie ist wunderbar in Szene gesetzt, hervorragende Schauspieler und die Kulissen runden das Werk ab. Es hat einen großen Suchtfaktor, wenn man auf diese Art Familiengeschichten steht. Sie zeigt die kriegsbedingten Veränderungen, die Gesellschaft, das Leben. Wir sehen mehrere Generationen, mit denen man lebt und leidet. Die Hauptdarsteller wachsen einem richtig ans Herz. Ein wunderbares Werk und sehr sehr unterhaltsam. Ich habe mich nicht einen einzigen Moment gelangweilt.
0Kommentar|17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Juni 2016
Für Liebhaber von Familienchroniken wirklich sehenswert. Habe trotzdem nur 4 Sterne gegeben, weil mir am Ende ein bisschen etwas "Stoff" fehlt. Ich hätte mir über die folgende Generation ein bisschen mehr Information gewünscht, ansonsten fand ich die Saga grossartig
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Oktober 2008
Sicherlich ist es erhellend diesen Artikel zu rezensieren, wenn man das nobelpreisgekrönte Buch von John Galsworthy heranziehen kann, oder zum Vergleich wenigstens auf die ältere schwarz-weiß Version zurückgreifen kann.
Mir ist beides nicht möglich. Relativ skeptisch, da ich den Stoff überhaupt nicht kannte, und mit eher mittelprächtigen Erwartungen hab ich mir die erste Folge der 'Forsyte Saga' angesehen und hatte relativ schnell das Gefühl mir eine Art britischer Buddenbrocks Geschichte anzusehen. Ich vermute das beschreibt die Geschichte tatsächlich ein wenig, wenn es auch in der Forsyte Saga weniger um den Niedergang einer Familie geht, als um die Entstehung einer Art Familienfehde und Themen wie generationsbedingte Veränderungen mit weitreichenden Konsequenzen oder gesellschaftskonformen versus glücksverheißendem Verhalten.

Jedoch sollte man nicht erwarten einen straffen Handlungsstrang vorzufinden, der quasi direkt auf die Entzweiung der Forsyte Familie hinausläuft- im Gegenteil. Kennt man die Vorlage zu dieser Verfilmung nicht, ist man zwar gepackt von der Porträtierung einzelner Familienmitglieder ihrer Handlungen und deren Konsequenzen, aber ein Storybogen enthüllt sich erst in den letzen beiden Episoden der erste Staffel. Liebe, Ehebruch, Affären, Obsession, Verlust, soziale Kälte, Gewalt in der Ehe, Versöhnung, Vergebung und Neuanfänge sind die einzelnen Handlungsstränge der Forsyte Saga.
Da ist einmal young Jolyan Forsyte, brilliant verkörpert von Rupert Graves, der sich von seiner Familie der Liebe wegen lossagt. Dieser Charakter und seine Geschichte war für mich die größte Überraschung und die interessanteste Geschichte. Entgegen meiner Erwartungen wird eben dieser Charakter ungeheuer liebenswert, reif und warm in Szene gesetzt, so dass er nicht nur zu seinen Überzeugungen steht, sondern mit diesen auch glücklich wird.
Dann wird die Geschichte der Irene Heron erzählt, die sich aus materiellen Gründen wider besseren Wissens mit Soames Forsyte verheiratat, nur um in der Ehe seiner dominanten und kontrollirenden Persönlichkeit ausgesetzt zu sein, die schließlich in einem unvergebbaren Gewaltakt gegen sie endet. Offenbar gibt es für Liebhaber des Buches oder der schwarz-weiß Serie Grund zur Kritik an der Wahl Gina McKee's als Darstellerin der Irene Heron bzw. Forsyte. Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen, da die Schauspielerin meiner Meinung nach eine unglaublich vielschichtige Figur zwischen Anna Karenina, Helen Graham aus 'The Tennant of Wildfell Hall' mit einer guten Portion eigenem Mysterium und Charme geschaffen hat. Ich fand die Faszination und Anziehungskraft die sie auslöst jedenfalls überzeugend- obwohl sie vermutlich nicht nahe an der Buchfigur ist.

Insgesamt ist die Verfilmung ein Augenschmaus mit großartigen Darstellern. Besonders gut gefallen hat mir Corin Redgrave als Old Jolyan Forsyte, Ioan Gruffod als Phillip Boscinny und Gillian Kearney als June Forsyte.

Im zweiten Teil der Saga verliert die Erzählkraft jedoch etwas an Tiefe und Vielschichtigkeit, was aber auch an der Vorlage liegen mag. Im Vergleich zur komplexen ersten Staffel wirkt die Geschichte der 'star crossed lovers', die unter den Entscheidungen der Elterngeneration leiden, etwas langatmig und weniger komplex. Auch scheint dieser Teil dann doch weniger abgeschlossen als der erste. Scheinbar war eine Forsetzung, ebenfalls basierend auf Galsworthys Werken, geplant, was dem Gesamtwerk wahrscheinlich gut getan hätte. Aber auch ohne die Fortsetzung ist die zweite Staffel durchaus sehenswert und endet zumindest für einen Teil der Forsytes versöhnlich.

Als weiteren Kritikpunkt würde ich wohl die etwas dürftige Maske nennen, die die Charaktere kaum altern lässt, obwohl in der Geschichte manchmal fast eine Dekade übersprungen wird.

Aber das sind alles nur Kleinigkeiten. Die Forsyte Saga ist insgesamt ein ungeheuer packendes Familiendrama mit wunderbarer Ausstattung, und tollen Schauspielern. Obwohl ich normalerweise nicht auf solche generationenübergreifenden Geschichten stehe, konnte ich kaum aufhören, Episode nach Episode anzusehen. Ich bin jedenfalls begeistert und könnte mir vorstellen, das Fans englischer Kostümdramen ihre helle Freude an dieser Verfilmung haben.

Volle 5 Sterne.
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. November 2011
Für England und Historien-Fans ein absolutes Muss. Mir war die Serie völlig unbekannt und ich wurde durch eine Freundin drauf gestoßen und liebte es sofort. Die Kulissen sind ein Traum und die Story spannend und flüssig ab der ersten Minute.
0Kommentar|17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden