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54 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Funny Jihad
Oh mein Gott! Ist das zu fassen? Eine britische Komödie über Selbstmordattentäter, die wirklich witzig ist, ohne dabei an Ernst- oder Glaubwürdigkeit zu verlieren? Darf man wirklich über fünf fanatische Glaubenskrieger lachen, die groß angelegte Attentate planen und dabei sich und hunderte Andere in den sicheren Tod führen wollen...
Veröffentlicht am 1. November 2010 von MissVega

versus
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verry British
Ja ja ich weiß. Eine Komödie über Selbstmordattentäter. Find ich auch witzig. Aber in Wirklichkeit eben nur, weil's eine Komödie über Selbstmordattentäter ist.
Ich denke, diese Tatsache alleine macht den Großteil der Komik aus. Klar gibt's was zu lachen, doch wirkt irgendwie alles wie viele verschiedene Sketches einer...
Veröffentlicht am 30. Juni 2011 von Maximilian


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54 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Funny Jihad, 1. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Four Lions [UK Import] (DVD)
Oh mein Gott! Ist das zu fassen? Eine britische Komödie über Selbstmordattentäter, die wirklich witzig ist, ohne dabei an Ernst- oder Glaubwürdigkeit zu verlieren? Darf man wirklich über fünf fanatische Glaubenskrieger lachen, die groß angelegte Attentate planen und dabei sich und hunderte Andere in den sicheren Tod führen wollen? Ja, man darf. Man kann sogar gar nicht anders, wenn man "Four Lions" sieht. Der Film ist mit Abstand die beste, witzigste und anarchistische Komödie mit wirklich fiesem Beigeschmack, die ich in den letzten zehn Jahren gesehen habe. Mindestens. "Four Lions" ist ein Feuerwerk aus so bösen, absurden und brüllkomischen Gags und aberwitzigen Situationen, dass man sich vor Lachen die Tränen aus den Augenwinkeln wischt, ohne zu vergessen, wie todernst dieses Thema eigentlich ist. Christopher Morris ist mit seinem Erstlingswerk (!) ein so unglaublich guter Film gelungen, dass man diesen einfach gesehen haben muss und ihn definitiv lange, lange nicht vergessen wird. Es ist das Beste, was Großbritannien seit Ewigkeiten auf die Leinwand gebracht hat, und das, obwohl der Film zeitweise sogar in England verboten wurde. Glücklicherweise ist er das mittlerweile nicht mehr und somit sollte man die Chance, diesen Film zu sehen, unbedingt und definitiv nutzen, denn... so was hat es einfach noch nicht gegeben! Fantastisches Kino, das konkurrenzlos auf seinem neuen Olymp steht, genau dort, wo es hingehört!

Omar (Riz Ahmed, "The Road to Guantanamo"), Waj (Kayvan Novak, "Syriana"), Fessal (Adeel Akhtar, "Traitor") und Barry (Nigel Lindsay, "Rome"), ein konvertierter Islamist, planen ein Selbstmordattentat in einer öffentliche Einrichtung, über die sie sich aber erst noch einig werden müssen. Bis dahin bereiten sie sich schon mal mit ein paar Bekennervideos auf ihre Mission vor. So weit, so gut. Das Problem ist nur, dass die vier komplette Vollpfosten sind. Dummheit, Egomanie und blinder Fanatismus vernebeln ihnen dermaßen die Sinne, dass ihre Mission von permanenten Zwischenfällen und ungeplanten Ereignissen überschattet wird. Omar, der einzige der Vier, der etwas im Kopf zu haben scheint und somit mühsam versucht, die anderen Trottel unter Kontrolle zu halten, ist verheiratet und hat einen Sohn. Dem erzählt er abends gern mal die Geschichte von Simba, dessen einziges Ziel es natürlich ist, als Märtyrer ins Paradies einzugehen. Um den Ablauf des Attentats möglichst reibungslos zu gestalten, macht sich Omar erstmal mit Hohlbratze Waj auf den Weg in ein pakistanisches Ausbildungslager. Dort fliegen sie aber nach ein paar Tagen postwendend wieder raus, weil Omar leider die Panzerfaust falsch rum gehalten hat und somit beinahe Osama Bin Laden getötet hätte. Barry war indessen nicht ganz untätig und hat einen weiteren Krieger, Hassan (Arsher Ali), rekrutiert, was Omar nicht so klasse findet, da der ja die geplante Aktion irgendwie gefährden könnte.

In der Regel schaffen die anderen Vier das aber auch ganz gut alleine... also, ihre Aktion zu sabotieren. Fessal zum Beispiel möchte Krähen als Bombenkuriere abrichten, sprengt die armen Vögel aber schon in die Luft, bevor diese ihren Bestimmungsort erreicht haben. Barry, fanatischer und verpeilter als die anderen Vier zusammen, schiebt das Nichtfunktionieren seines Wagens nach der Reparatur gerne mal auf die bestimmt jüdischen Ersatzteile, die in sein Auto eingebaut wurden. Sabotage! Fessal möchte in den Bekennervideos lieber nicht erkannt werden und trägt deshalb bei den Aufnahmen einen Pappkarton über dem Kopf. Hassan lädt gerne mal die seltsame Nachbarin in die Wohnung ein, wo die anderen gerade ihre Bomben zusammenbauen. Und Waj ist so herzerfrischend dämlich, dass er sich ohne Omar, der ihn immer wieder vor dem Schlimmsten bewahrt, wahrscheinlich nicht mal die Schuhe zubinden könnte.

Es ist unglaublich, was Morris und seinen Drehbuchautoren hier alles eingefallen ist. Der Film ist ein Gagfeuerwerk allererster Güte, absurde Situationen und wahnwitzige Dialoge geben sich die Klinke in die Hand und feuern einen One-Liner nach dem anderen ab. Der Film gönnt einem in seinen 101 Minuten keine einzige Pause, um sich von der wahren Flut von Witzen, Schimpfwörtern und Absonderlichkeiten zu erholen. Jeder Satz sitzt, jeder Gag zündet und die Dramaturgie ist schlicht und ergreifend weltklasse. Und das Beste daran ist: Morris gelingt es trotz der unbestreitbaren Ernsthaftigkeit des Themas, eben diese nicht aus den Augen seiner wahnwitzigen Komödie zu verlieren. Mehr als einmal bleibt einem das Lachen buchstäblich im Halse stecken, wenn man sieht, mit welcher, wenn auch dämlichen, Konsequenz, die Hauptakteure ihren Plan durchziehen und mit welch blindem Fanatismus sie der westlichen Welt ihre Arroganz vor die Füße spucken wollen. Die Indoktrination der nächsten Generation wird dabei ebenso thematisiert wie die Tatsache, dass natürlich nicht alle arabischstämmigen Menschen Terroristen sind. Immer wieder haut einem Morris die fatale Bedrohlichkeit, die von seinen Protagonisten ausgeht, so dermaßen um die Ohren, dass man erschrocken zusammenzuckt.

Dennoch kann man nicht anders, als diese fünf Vollidioten gern zu haben. Omar ist der einzig beherrschte, intelligente und planvoll Agierende dieser fünf Flachpfeifen. Er ist verheiratet mit einer sympathischen Frau und hat einen niedlichen Sohn. Er ist so unglaublich sarkastisch mit seinem staubtrockenen Humor und seiner immer wieder auftretenden Genervtheit ob der Dämlichkeiten, die die anderen Vier verzapfen, dass man sich seinem ruhigen Charme einfach nicht entziehen kann. Besonders, wenn Omar zu seinen berüchtigten Schimpfkanonaden auf arabisch ansetzt, bricht man in haltloses Gelächter aus. Waj ist so naiv-dämlich, dass man ihm ständig Milch und Kekse reichen und ihm über den Kopf streichen möchte. Fessal ist so verwirrt-ehrgeizig, dass man sich auch seiner zur Schau getragenen Einfältigkeit nicht verwehren kann und sogar Barry, kompromisslos nihilistisch, bringt einen immer wieder zum Lachen. Hassan bleibt etwas blass, er liegt bildungsmäßig irgendwo zwischen Omar und Waj und hat ebenfalls ein paar wahnsinnig schräge Auftritte. Die Darsteller sind grandios und beherrschen ihre Parts bis aufs I-Tüpfelchen. Die Kunst, gleichzeitig liebens- und hassenswert zu agieren, wurde hier wirklich perfektioniert. Man mag sie, obwohl man weiß, dass man sie nicht mögen darf. Grandios!

"Four Lions" ist ein perfekter Film, ja wirklich. Ich habe selten, eher noch nie, eine so ernste Komödie gesehen, die mich dermaßen beeindruckt hat. Vollkommen zu recht hat "Four Lions" auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest (wo ich den Film gesehen habe) den Fresh Blood-Award gewonnen, eine Auszeichnung für die "Ersttäter" unter den Regisseuren des Festivals. Morris' fünf Suizidbomber sind das Geilste, was der internationalen Filmlandschaft seit langem passieren konnte. Sie schlagen selbst ein wie eine Bombe. Morris gelingt eine unfassliche Differenzierung zwischen sympathischen Hohlköpfen und fanatischen Muslimen, die bereit sind, für ihre Mission zu sterben. Wie grandios witzig das sein kann, weiß man nach "Four Lions". Wer diesen Film verpasst, hat wirklich selber schuld, er ist ein definitives Must-see, weil er absolut einzigartig ist. Besser geht nicht. Der Film ist momentan als UK-Import erhältlich, ich rate allerdings von einer Fassung ohne zumindest englische Untertitel ab. Es wird so wahnsinnig viel und so schnell geredet, auf englisch und arabisch, und es werden dutzendweise Slang-Ausdrücke gebraucht, dass man den Film ohne Untertitel praktisch nicht in seiner ganzen Genialität erfassen kann, und selbst die englischen Untertitel rasen nur so an einem vorbei. Mir gehen mal wieder die Superlative aus, insofern: fette fünf von fünf Krähen, die so tiefschwarz sind wie der Humor diesen grandiosen Films! Watch it!
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Du machst mir meinen Djihad nicht kaputt!", 4. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Four Lions (DVD)
Omar(Riz Ahmed) ist ziemlich aufgebracht über seinen Freund Barry(Nigel Lindsay). Will der doch eine Moschee in die Luft sprengen. Dabei sollte Nigel wissen, dass Omar der Chef der kleinen, selbsternannten Terrorzelle in Sheffield ist. Das Terrorkleeblatt wird von Feisal(Adeel Akthar) und Waj(Kayvan Novak) vervollständigt.

Omars Pläne sind ganz anders. Zunächst einmal fliegt er mit Waj zu seinem Onkel nach Paksitan, um sich dort zum Gotteskämpfer ausbilden zu lassen. Danach kehrt er nach Sheffield zurück, um einen ganz großen Anschlag zu planen. Bis dahin soll Barry gefälligst seine Füße stillhalten. Natürlich kommt alles anders. Omar und Waj sind einfach zu dämlich, um die Ausbildung erfolgreich abzuschließen und Barry legt in Omars Abwesenheit richtig los. Klar, dass so eine Anschlagsvorbereitung ohne große Aussicht auf Erfolg ist...

So einen Film können vermutlich nur die Briten machen. Ohne Rücksicht auf Verluste schickt Christopher Morris seine vier Attentäter ins Rennen. Kann(oder darf) man eigentlich über so etwas lachen? Tut mir leid, selbst wenn ich es mir hätte verkneifen wollen, ab der vierzigsten Filmminute sind mir stellenweise die Tränen vor Lachen übers Gesicht gelaufen. Egal, ob Barry den Jungs seine Anti-Ortungs-Maßnahmen nahebringt, oder Feisal erklärt, wie er all die Chemikalien eingekauft hat. Ganz gleich ob Waj intelektuell wieder einmal völlig überfordert ist oder Omar den Angriff auf die amerikanische Drohne startet. Da bleibt wirklich kein Auge trocken. Dazu gibt es einen der genialsten Schnitte der Filmgeschichte; ich sage nur: Dancing in the moonlight!

Christopher Morris arbeitet in Teilbereichen mit Handycams und Restlichaufhellern. Das verpasst dem albernen Spektakel tatsächlich einen Hauch von Realitätsnähe. Die ist ansonsten so weit entfernt wie der Mond von der Erde. Wenn Feisal einen Raben zur gefiederten Bombe umfunktionieren will und Barry seine neuen Mitkämpfer haarsträubenden Tests unterzieht, dann ist das Slapstick vom Allerfeinsten; auch wenn es um ein verdammt ernstes Thema geht.

-Four Lions- braucht eine gute halbe Stunde, bis der Film in die Erzählspur gleitet. Dann explodiert er jedoch in einem wahren Feuerwerk aus Witz und Comedy. Man muss immer wieder auf kleine Details achten, die Morris liebevoll in seine Politsatire hinein gepackt hat. Am Ende gibt es dann noch einen Abspann zu bewundern, der im wahrsten Sinne des Wortes tragisch schön ist.

Wenn sie ein paar derbe Späße vertragen können und zu der Sorte Mensch zählen, die so ziemlich über alles lachen kann(wenn es gut gemacht ist), dann sollten die -Four Lions- auf jeden Fall in ihrem DVD Player landen.
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86 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine tragische Komödie, 14. Februar 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Four Lions (DVD)
Eine Komödie über islamistische Selbstmordattentäter - Der Regisseur, der sich so etwas traut, muss Mut haben. Die Reaktionen der extremen Seiten sind vorhersehbar, von der einen Seite wird Verharmlosung gerufen und nach Zensur gerufen, von der anderen Seiten droht Gefahr, weil der heilige Krieg ins Lächerliche gezogen wird.

Der britische Regisseur Chris Morris hat diesen Mut gehabt und damit sicher einen der besten Filme dieser Kinosaison geschaffen.
Die Hauptfigur Omar, ein in Großbritannien aufgewachsener Muslim, der frustriert mit seiner Lebenssituation die Gründung einer Jihad-Zelle plant. Leider sind die Mitstreiter, die er findet, alle auf ihre Art komplette Idioten und auch Omar selber ist nicht das Material, aus dem Führungspersönlichkeiten geschnitzt sind. Und so stolpert die Terroristen-Zelle bereits in der Ausbildung von Pleite zu Pleite und wird zur größeren Gefahr für die Mitterroristen als die CIA.
Auch die praktische Vorbereitung des Selbstmordattentats ist eher ein Selbstmordversuch, nur ohne Attentat. Dazu kommen haarsträubende Diskussionen über den richtigen Glauben, die richtige Taktik und die richtigen Ziele. So wird ernsthaft drüber diskutiert, dass die Islamisten Moscheen attackieren, um die Ungläubigen zu bekämpfen...

Eine klassische britische schwarze Komödie, bei der man irgendwann vor Lachen unterm Tisch liegt. Was den Film jedoch richtig groß macht, ist, dass er gleichzeitig nie die Tragik außer Augen verliert, die Jugendliche dazu treibt, ihr Leben und das Unschuldiger im vermeintlichen Namen des Glaubens zu opfern. Die Möchtegern-Terroristen sind eigentlich ganz normale liebenswerte Jungs, die sich dennoch in ihrem blinden Fanatismus verrennen und den Horror planen. Je näher sie dem Attentat kommen, desto mehr zeigen sich die Brüche in ihrem Charakter und die vermeintlich komischen Figuren werden eher zu tragischen Marionetten, bei denen andere die Fäden ziehen.
Regisseur Smith verbindet seine Geschichte dann auch noch mit deftiger Kritik an der britischen Polizei, die genauso dumm agiert wie die Terroristenzelle und damit mindestens genauso gefährlich für unbeteiligte Zivilisten wird wie die tölpeligen Jihadisten.

Läacherlichkeit tötet. Dies Motto beherzigt 4 Lions und leistet damit einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Bekämpfung des Terrors. Statt dämonisiert oder verherrlicht wird der Terror ausgelacht. Nicht die schlechteste Art damit umzugehen. Ein großer Film, den man gesehen haben sollte.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Politsatire als Limited Edition im Mediabook!, 29. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Four Lions [Blu-ray] [Limited Edition] [Collector's Edition] (Blu-ray)
Darf man in einer Zeit, in der Political Correctness oft über alles andere gestellt wird, eine Satire über Terrorismus, Suizidbomber & al-Qaida drehen? Der britische Komiker Chris Morris hat sich diese Frage gestellt & erfreulicherweise mit "Ja" beantwortet. Sein Film, der wie eine irrwitzige Mischung aus Monty Python, Dr. Strangelove & Ali G. wirkt, macht sich nie über den Islam an sich lustig. Ziel von Morris' Spott ist das fanatische Individuum, welches mit radikalen Mitteln versucht, seine Gesinnung durchzusetzen. Das Ergebnis ist eine schrille & tiefschwarze Komödie, die auch ernste Töne anschlägt.

Mit dieser wahrlichen Collector's Edition hat Capelight die optimale Edition für Fans des Films veröffentlicht. Das hochwertig verarbeitete Mediabook enthält den Film sowohl auf Blu-ray als auch auf DVD. Auf der Front des Mediabooks befindet sich ein leicht abzulösendes Infoblatt mit Hinweisen auf die limitierte Erstauflage und dem FSK-Logo. Das Mediabook selbst weist keine Aufdrucke auf (vom Titel des Films natürlich abgesehen).
Der 24-seitige Buchteil des Mediabooks beinhaltet informative Kommentare von Cast & Crew.
Bild- & Ton-Qualität sind erwartungsgemäß tadellos. Auf einer zusätzlichen Bonus-DVD gibt's als Extras 7 entfallene Szenen, Interviews mit Morris, Kayvan Novak & Mo Ali, Morris' Kurzfilm "My Wrongs", die UK-Premiere, eine "Hinter den Kulissen"-Kurzdoku sowie das Featurette "Lost Boys". Weiters beinhaltet die Edition 4 essbare SIM-Karten (aus Esspapier). Mahlzeit!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener Mix aus Komödie und Tragödie, 26. Januar 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Four Lions [UK Import] (DVD)
EEine Komödie über islamistische Selbstmordattentäter - Der Regisseur, der sich so etwas traut, muss Mut haben. Die Reaktionen der extremen Seiten sind vorhersehbar, von der einen Seite wird Verharmlosung gerufen und nach Zensur gerufen, von der anderen Seiten droht Gefahr, weil der heilige Krieg ins Lächerliche gezogen wird.

Der britische Regisseur Chris Morris hat diesen Mut gehabt und damit sicher einen der besten Filme dieser Kinosaison geschaffen.
Die Hauptfigur Omar, ein in Großbritannien aufgewachsener Muslim, der frustriert mit seiner Lebenssituation die Gründung einer Jihad-Zelle plant. Leider sind die Mitstreiter, die er findet, alle auf ihre Art komplette Idioten und auch Omar selber ist nicht das Material, aus dem Führungspersönlichkeiten geschnitzt sind. Und so stolpert die Terroristen-Zelle bereits in der Ausbildung von Pleite zu Pleite und wird zur größeren Gefahr für die Mitterroristen als die CIA.
Auch die praktische Vorbereitung des Selbstmordattentats ist eher ein Selbstmordversuch, nur ohne Attentat. Dazu kommen haarsträubende Diskussionen über den richtigen Glauben, die richtige Taktik und die richtigen Ziele. So wird ernsthaft drüber diskutiert, dass die Islamisten Moscheen attackieren, um die Ungläubigen zu bekämpfen...

Eine klassische britische schwarze Komödie, bei der man irgendwann vor Lachen unterm Tisch liegt. Was den Film jedoch richtig groß macht, ist, dass er gleichzeitig nie die Tragik außer Augen verliert, die Jugendliche dazu treibt, ihr Leben und das Unschuldiger im vermeintlichen Namen des Glaubens zu opfern. Die Möchtegern-Terroristen sind eigentlich ganz normale liebenswerte Jungs, die sich dennoch in ihrem blinden Fanatismus verrennen und den Horror planen. Je näher sie dem Attentat kommen, desto mehr zeigen sich die Brüche in ihrem Charakter und die vermeintlich komischen Figuren werden eher zu tragischen Marionetten, bei denen andere die Fäden ziehen.
Regisseur Smith verbindet seine Geschichte dann auch noch mit deftiger Kritik an der britischen Polizei, die genauso dumm agiert wie die Terroristenzelle und damit mindestens genauso gefährlich für unbeteiligte Zivilisten wird wie die tölpeligen Jihadisten.

Läacherlichkeit tötet. Dies Motto beherzigt 4 Lions und leistet damit einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Bekämpfung des Terrors. Statt dämonisiert oder verherrlicht wird der Terror ausgelacht. Nicht die schlechteste Art damit umzugehen. Ein großer Film, den man gesehen haben sollte.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillante Comedy fernab jeder Verharmlosung, 5. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Four Lions (DVD)
FOUR LIONS ist wohl eine der besten Komödien, die ich seit langem gesehen habe. Ich habe selten nicht mehr so gelacht wie bei dieser schwarzhumorigen Terrorsatiere aus Großbritannien.
Die Stärke des Films liegt dabei vor allem darin, dass er sich nicht einfach nur platt über sein Thema lustig macht, sondern im Gegenteil sowohl seine Figuren (inklusive der Motive, die sie zu ihrem Tun veranlassen), die Bedrohung durch Terrorismus als auch den Islam als solchen durchaus ernst nimmt. Seinen Humor entwickelt FOUR LIONS vielmehr, indem er die Handlungen, die sich aus dem Tun der Möchtegern-Märtyrer ergeben, so gnadenlos absurd auf die Spitze treibt, dass es einem als Zuschauer an manchen Stellen fast das Zwerchfell zerreist (etwa wenn sich die Protagonisten darüber streiten, ob ein Anschlag auf eine Moschee, den man anschließend den "Ungläubigen" in die Schuhe zu schieben gedenkt, tatsächlich dazu geeignet ist, eine Weltrevolution der Muslime auszulösen). Und trotzdem wohnt dem Ganzen auch immer eine gewisse Tragik inne, spitzen sich immer wieder Situationen so dramatisch zu, dass einem geradewegs das Lachen im Halse stecken bleibt. Eine derart schmale Gratwanderung zwischen schrägem Humor und bitterem Ernst schaffen nur wenige Filme. DAS LEBEN IST SCHÖN fällt einem ein. GOOD MORNING VIETNAM. Oder der bereits in einer anderen Rezension erwähnte GROSSE DIKTATOR von Chaplin.
FOUR LIONS verhehlt in keinem Moment, dass von islamischen Fundamentalisten einen ernstzunehmende Gefahr ausgeht, gleichzeitig wendet er sich aber deutlich auch gegen unreflektierte Verallgemeinerungen und zeichnet ein differenziertes Bild der Problematik. Hier kriegen alle ihr Fett weg. Fanatische Fundamentalisten ebenso wie einfache Mitläufer, radikalisierte Konvertiten ebenso wie eine von Panik geblendete Gesellschaft und eine sich in Aktionismus verrennende Staatsmacht, die hinter jedem Moslem aus Prinzip sofort einen Terroristen wähnt.
Ein brillanter Film, den man gesehen haben sollte.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verry British, 30. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Four Lions [Blu-ray] [UK Import] (Blu-ray)
Ja ja ich weiß. Eine Komödie über Selbstmordattentäter. Find ich auch witzig. Aber in Wirklichkeit eben nur, weil's eine Komödie über Selbstmordattentäter ist.
Ich denke, diese Tatsache alleine macht den Großteil der Komik aus. Klar gibt's was zu lachen, doch wirkt irgendwie alles wie viele verschiedene Sketches einer Late-Night Show. Was auch kein Zufall ist, da für Regie und Drehbuch Christopher Morris verantwortlich ist (er ist aus dieser Ecke der Branche).
Wo sind die Motive der Figuren?
Ich versteh zum Beispiel immer noch nicht, wieso der ruhige, glückliche Familienvater, dessen Familienleben nicht langweilig und dröge ist, seine ganze Zeit mit der Planung eines Attentats verbringt. Seinem Kind erzählt er die Geschichte von "König der Löwen" falsch, um ihm seine Werte einzubläuen, was dann übrigens den ganzen Film plus Titel tragen soll. Wieso? Die Figur passt einfach nicht zu den geplanten Taten. Generell sind die Charaktere sehr dürftig ausgearbeitet. Es gibt einen Volltrottel (im Grunde sind alle Volltrottel, aber einer schafft es, aus der Masse hervorzustechen), einen Mitläufer, einen Schreihals, das Gehirn hinter der Operation (der Familienvater) und noch einen Volltrottel der denkt er könne rappen.

Tja, find ich auch alles lustig. Es gibt wirklich ein paar echt gute Szenen, Aussagen und Gags. Aber alles zusammen als Film?

Noch ein Problem ist für mich der gewöhnungsbedürftige Britische Slang. Nach einer Zeit fängt das genuschel und "Hey-Bro"-Geblubber echt an zu nerfen.
Negativ viel mir auch die Kameraarbeit ins Auge. Ich sag's mal so: "Mit der Kamera rumfuchteln und ständig wackeln kann ich auch".

Bis auf eine wirklich schlaue Grundaussage und ein paar witzigen Momenten würde sich dieser Film als Sketch-Sammlung um einiges besser machen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gummiboot-Achterbahn, 1. September 2011
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Four Lions (DVD)
Selten habe ich mich bei einer angeblichen Komödie so unwohl gefühlt. Es gibt einige Szenen, die lustig sein sollen. Wenn die britischen Jungs in Pakistan ihr eigenes Ausbildungscamp in die Luft jagen, weil sie den Raketenwerfer falsch herum halten. Oder wenn sie mit den Pakistanis darüber diskutieren, dass Mekka immer im Osten liegt, so wie sie es aus England gewohnt sind.
Manches an dem Film ist albern, anders wiederum extrem ernst. Wahrscheinlicher ein Film für den Arte-Themenabend oder den Schulunterricht. Ein wichtiger Film möglicherweise.

Die angehenden Attentäter sind mehr als ungeschickt. Und so schlecht finden sie den Westen auch wieder nicht: Rapper 2Pac ist ein Vorbild für einen von ihnen, die anderen stehen auf fröhliche britische Popmusik. Der Film beginnt sehr albern und wird dann zunehmend befremdlicher. Die Pläne für die Anschlagsziele schwanken zwischen absurd und perfide. Das Weltbild der verwirrten Männer ist reichlich krude. Wenn man nicht in der Lage ist sein schrottreifes Auto zu reparieren, werden eben die vermeintlichen jüdischen Ersatzteile als Ausrede benutzt. US-Schnellimbiss, Schmuddel-Shop - alles böse. Wer Jaffa Orangen kauft ist schon ein Überläufer, so die Logik des radikalsten Mitglieds der Gruppe. Aber auch die Polizei kommt in Four Lions nicht besonders gut weg, da wird schon mal ein Wookie mit einem Bären verwechselt. Dabei könnte uns Star Wars doch so viel Toleranz lehren...

Ist der Film ein Skandal? Macht er sich über Moslems lustig? Der Zuschauer von Four Lions ist mindestens so verwirrt wie seine Figuren. Sinnlose Gewalt. Die Folgen von (falsch verstandener) Religion. Und eine Aufarbeitung der Jahre nach 2001. Als Komödie nicht lustig genug, als Satire zu schwammig. Der Aufruhr um die Karikaturen aus Dänemark sorgte vielleicht auch bei den Schöpfern dieses Films für Verunsicherung: wie weit darf Satire gehen? Das der Film nicht so versöhnlich endet und so albern ist wie Zohan, sondern mitunter schon eher an den sehr ernsten Film Paradise Now erinnert, ist eher ein Plus. Gut das hier nichts mit der typischen Hollywood-Kitsch-Soße zugekleistert wurde!
Eine ausführliche Doku, ein Making-of hätte der DVD gut getan. Vielleicht auch nicht. Denn so bleiben viele Fragen offen und das ist wahrscheinlich das wichtigste an diesem Film: das wichtige, deprimierende Thema Nahostkonflikt, Radikalisierung, Terror und Integration anzupacken statt in Angst zu verharren. Der Film hat weder eine Last-uns-alle-Freunde-sein Botschaft noch drängt er den Zuschauern irgendeine andere Botschaft auf. Eine Welt in der es (vermeintlich) nur um Konsum geht kann man kritisieren, den nicht-westtlichen Umgang mit Frauen und Andersgläubigen aber ebenfalls. Ein anderes Land deshalb zu besetzen, nur weil es Öl hat, kann dabei kaum zielführend sein. Aber das irdische Leben ist eben nur vorübergehend und manche Menschen noch sehr unreif, etwa der Bruder, der das Leben als Gummiboot-Achterbahn sieht. Eigenwillige Weltsicht.

Ein verwirrender, verstörender, nicht besonders lustiger, aber interessanter Film.

Extras: Trailer
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der Brüller schlechthin!, 3. Februar 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Four Lions [UK Import] (DVD)
Was soll man über diesen Film noch schreiben, was beide Vorredner nicht schon getan haben: der Film ist der Knaller!

Leider konnte ich ihn ohne Untertitel fast nicht verstehen (sehr viel Slang) und diese sind oft so rasend schnell, so schnell kann man sie kaum lesen, deshalb musste ich ihn 2x sehen um alles zu kapieren, aber es lohnt sich.
Diese trotteligen Attentäter sind so doof, man lacht sich schlapp (besonders die Sache mit den Schafen fand ich saukomisch)
Wer einigermassen Englisch beherrscht, der MUß zugreifen.
Vielleicht gibtŽs ihn ja mal irgendwann bei uns.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Drama mit bösem Humor!, 1. August 2011
Von 
Pierre sur Mer (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Four Lions (DVD)
Im britischen Sheffield leben die Muslime Omar, Waj,Fessal und Barry ein cholerischer Spätkonvertit in ihren vorstädtischen Mittelklassehäusern mit ganz gewöhnlichen Jobs. Was keiner ahnt: Die vier sind eine verdeckte Schläferzelle, die einen großen Bombenanschlag gegen die Ungläubigen planen. Das einzige Problem dabei ist, dass die vier wohl die schlechtesten Terroristen sind, die man sich vorstellen kann...

Kann islamistischer Terrorismus lustig sein? Ja, er kann,das ständige Changieren zwischen Ernst, absurdem Wortwitz und tiefschwarzem Humor entzieht sich jeder Beschreibung.Der Film präsentiert die Helden nicht nur von ihrer offensichtlich blödsinnigen Seite, sondern zeichnet - gerade zum Ende hin - ein tief menschliches Portrait der Selbstmordattentäter. Dabei reiht er eben nicht Gag an Gag, sondern nimmt sich viel Zeit für seine Figuren und lässt immer wieder die Tragikomik des Ganzen durchschimmern. Zudem wird - über den Daumen gepeilt - genauso viel geflucht wie in einem Guy Ritchie-Film, wenn auch in leicht unterschiedlicher Terminologie. Anstatt des F-Wortes erfüllen hier islamistische Kampfparolen diesen Zweck. Mit ihrem englischen Arbeiter-Dialekt wirken die verhinderten Terroristen allerdings eher wie Hooligans von Manchester United denn wie gläubige Muslimbrüder.Die Thematik des Terroranschlags ist da, bis zum Ende, aber die Ausführenden sind so tollpatschig, so dumm und dabei auch so menschlich, dass man keine Angst vor ihnen hat.

Fazit: Ein Statement zum Terrorismus, das Dank fehlender Betroffenheitsrhetorik und politischer Korrektheit überzeugt.
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Four Lions [Blu-ray] [Limited Edition] [Collector's Edition]
Four Lions [Blu-ray] [Limited Edition] [Collector's Edition] von Christopher Morris (Blu-ray - 2011)
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