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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut recherchiert - gut geschrieben, 3. Januar 2011
Von 
Thomas Ferge "ferge28" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Leider wird dieses Buch wohl nicht die Verbreitung bekommen, die es verdient hätte...
Denn es ist flüssig geschrieben, es ist super recherchiert, es ist aktuell (Datenlage bis April 2009 - im Vegleich: der letzte IPCC Bericht auf den sich heute noch alle Politiker / Medien beziehen hatte ein Datenstopp für Literatur Anfang 2005 (!).

Mein Vorrezensent hat zum Inhalt schon alles gesagt, bleibt mir nichts großes hinzuzufügen, als eine klare Kauf- und Leseempfehlung zu geben.
Sehr erfrischend geschrieben und mit vielen Zitaten (beider Seiten!) gespickt, kann man sich hier ein Bild machen, worum es geht und wer die Dinge treibt.
Es ist zwar schon auf den ersten Seiten klar auf welcher Seite der Autor steht, aber er lässt (im Gegensatz zu den Pro-Aktivisten) die Gegenseite ausführlich zu Wort kommen und wägt ab - Argument gegen Argument, Fakt gegen fakt, verblüffend was da so alles rauskommt....nicht immer grundlegend Neues, für jemanden der sich schon mit dem Themenkomplex beschäftigt hat, aber teils doch überraschendes und erschreckends...

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine ernsthaft unbequeme Wahrheit, 18. Dezember 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... lautet der Untertitel dieses Buches, welches als Vorbereitung zum Weltklimagipfel Dezember 2009 in Kopenhagen die Argumente für und gegen die Annahme eines vom Menschen verursachten Klimawandels ("anthropogenic global warming", AGW) diskutiert.

Der erste und umfangreichere Teil des Buches behandelt die aktuelle wissenschaftliche Beweislage. Hier geht es u. a. um die Themen CO2 / Treibhauseffekt, Sonne, Klimahistorie, Gletscher / Kilimandscharo, Arktis, Wärmeinseln ("urban heat islands"), Ruß, Wetterstationen, El Nino, Eisbären, Klimamodelle, Wechselwirkungen im Klimasystem ("feedbacks"), Wolken / Wasserdampf, Ozeane, Meeresspiegel und Satellitenmessungen. Dabei werden die verschiedenen Ansichten dargestellt und die plausibelste ausgewählt. Einige Studien haben überraschende Ergebnisse geliefert, z. B. dass das arktische Eis (auch) von Unterwasservulkanen geschmolzen wird und das Feedback des Wasserdampfs in der Atmosphäre wahrscheinlich negativ ist. Drei verschiedene Verfahren deuten darauf hin, dass eine Verdoppelung des CO2-Anteils einen Temperaturanstieg von ziemlich genau 1,0 Grad zur Folge hat.

Daran schließt sich eine Bewertung der wichtigsten Fragen an. In diesem Zusammenhang möchte der Autor als guter Enthüllungsjournalist nur die Fakten gelten lassen und die Finanzierung der Studien übersehen (Klimaschützer werfen den Skeptikern deren Finanzierung durch die Öl- bzw. Kohlenindustrie vor, während sie selbst von der "grünen" Industrie finanziert werden und oft obendrein staatliche Gelder beanspruchen können).

1. das Eis der Arktis schmilzt -> Kein Beweis für AGW
2. die Eisbären sterben aus -> Kein Beweis für AGW
3. die Antarktis erwärmt sich -> Kein Beweis für AGW
4. es ist so warm wie nie -> Kein Beweis für AGW
5. es Temperaturen steigen weiterhin -> Kein Beweis für AGW
6. die Gletscher schmelzen -> Kein Beweis für AGW
7. der Meeresspiegel steigt -> Kein Beweis für AGW

Im zweiten Teil des Buches geht es um die Politik. Warum wird globaler Klimaschutz gefordert, wenn der Beitrag des Menschen zum Klimawandel vernachlässigbar ist? Weil es (wie die Befürworter selbst zugeben) auch dann eine globale Umverteilung von Einkommen geben muss, wenn die Annahme des AGW sich als falsch herausstellen sollte. In der Vergangenheit haben viele Politiker und Wissenschaftler zur Bewältigung der globalen Probleme (Armut, Entwicklung, Finanzkrise, Klimawandel) eine stärkere Rolle der UN gefordert. Zu diesem Zweck soll eine Weltregierung eingeführt werden, welche die Globalisierung bändigt. Die Nutznießer wären die damit befassten Politiker und Wissenschaftler, die Umweltverbände und große Konzerne (welche ihre Produktionsstätten relativ leicht ins Ausland verlagern können). Der Autor nennt mehrere Beispiele für Unternehmen, die mit der Politik den Klimaschutz voran getrieben haben, um selbst davon profitieren zu können: Früher war es Enron, in neuerer Zeit sind es Al Gore und der Währungsspekulant Soros. Darüber hinaus werden Ideologie und Ziele der Klimaschützer / Globalisierungskritiker diskutiert. Hier geht es neben neuen Steuern (Tobins Finanzmarktsteuer oder CO2-Zertifikate) insbesondere um die Umstellung der Landwirtschaft, welche eine rigide Bevölkerungskontrolle voraussetzen würde. Viele Maßnahmen haben sich inzwischen als problematisch erwiesen; so warnt der Ökologe Lovelock z. B. vor Biosprit und Windrädern (für ein Kernkraftwerk braucht man 2.500 qkm Windräder).

Wie man sieht, geht es auch beim Klimaschutz nur um Macht und Geld.

Was soll man nun tun? - Der Autor rät, mit Verwandten, Bekannten, Fremden sowie den Medien und Abgeordneten über den Klimawandel zu diskutieren (die Studien in dem Buch seien aktueller als die vom IPCC und von der Kopenhagen-Vorbereitungskonferenz). Neben effizienterer und sauberer Technik rät er zum Aufforsten von Wäldern, damit diese mehr CO2 speichern können. Das kostet sehr viel weniger als Kioto und Kopenhagen, nützt aber im Gegensatz zu diesen Abkommen der Umwelt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Argumentation ist aktuell und überzeugend (es gibt über 400 Quellennachweise). Einige Annahmen des Weltklimarats IPCC scheinen problematisch zu sein, das betrifft u. a. die Auswahl von Daten, Wärmeinseln, das Feedback und die Rolle der Sonne. Da scheint es noch erheblichen Forschungsbedarf zu geben. Die politische Argumentation passt zu Gärtner: "Öko-Nihilismus" und Klaus: "Blauer Planet in grünen Fesseln" - es geht wirklich mehr um die Freiheit als um das Klima.
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