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119 von 131 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weit mehr als ein Regionalkrimi...
Pia Kirchhoff und ihr Chef Oliver Bodenstein ermitteln wieder, und dieses Mal geraten sie fast an ihre Grenzen. Es beginnt mit einem Mord an einem 92-jährigen Holocaust-Überlebenden, bei dessen Obduktion eine SS-Tätowierung entdeckt wird und es bleibt nicht bei diesem einen Mord. Alle Opfer werden auf dieselbe Art und Weise getötet und alle sind in...
Veröffentlicht am 26. Dezember 2009 von Eskalina

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwächer als die Vorgänger
Diese Rezension enthält Spoiler-Elemente.

'Tiefe Wunden' ist der dritte Band der Neuhaus-Reihe, die ich chronolgischer Reihenfolge lese. Nachdem mir die ersten beiden recht gut gefallen hatten, wenn auch nicht uneingeschränkt, bin ich vom dritten Band einigermaßen enttäuscht. Mit der Erwartung, dass Frau Neuhaus sich von Buch zu Buch...
Veröffentlicht am 28. Januar 2012 von Tobias


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119 von 131 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weit mehr als ein Regionalkrimi..., 26. Dezember 2009
Von 
Eskalina (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Pia Kirchhoff und ihr Chef Oliver Bodenstein ermitteln wieder, und dieses Mal geraten sie fast an ihre Grenzen. Es beginnt mit einem Mord an einem 92-jährigen Holocaust-Überlebenden, bei dessen Obduktion eine SS-Tätowierung entdeckt wird und es bleibt nicht bei diesem einen Mord. Alle Opfer werden auf dieselbe Art und Weise getötet und alle sind in einem Alter. Noch eine Gemeinsamkeit findet sich: jeder von ihnen stand in einer Beziehung zu Dr. Vera Kaltensee, einer angesehenen Unternehmerwitwe. Auf der schwierigen Suche nach Täter und Motiv müssen Pia und Oliver immer tiefer in die Vergangenheit eintauchen und sich in der Gegenwart mit einer neuen, nicht gerade sympathischen Vorgesetzten abfinden, die ihre Ermittlungen eher behindert, als unterstützt...

Dies ist nun der dritte Band um das Ermittlerteam Oliver Bodenstein und Kollegin Pia Kirchhoff, die mir zusammen mit ihren schwierigen Fällen, immer ein Stückchen mehr ans Herz wachsen. Die Charaktere sind sauber ausgearbeitet und wirken im Vergleich zu anderen Ermittlern, deren Autoren ihnen zwanghaft ein Privatleben und schon fast obligatorisch eine Macke andichten, wohltuend normal. Genau diese Mischung aus glaubwürdigem familiärem Umfeld und nachvollziehbarem Verhalten am Arbeitsplatz lässt diese beiden Protagonisten so authentisch und sympathisch wirken. Bemerkenswert ist in diesem Band die Fülle der Figuren und die Menge an Spuren, denen nachgegangen werden muss - viele lose Fäden, die sich am Ende alle zusammenfinden lassen. Man muss schon sehr aufmerksam lesen, und keinen der vielen Beteiligten ignorieren, denn in diesem Spiel hat jeder eine wichtige Rolle - und genau das ist es, was an diesem dritten Band wieder so gelungen ist: die geschickte Verknüpfung einer großen Zahl an Personen, Handlungen und Motiven zu einem dichten und überaus spannenden Kriminalroman, bei der die Autorin wieder einmal bewiesen hat, dass sie den Leser von der ersten bis zur letzten Minuten fesseln kann und dessen Plot weit über dem liegt, was man von einem "Regionalkrimi" erwartet.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trügt der äußere Schein? - Eine Familie mit dunkler Vergangenheit, 24. Februar 2010
Von 
Belles Leseinsel (Mainz, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Wer richtet alte Menschen hin? Mit dieser Frage muss sich Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff von der Mordkommission in Hofheim beschäftigen. Innerhalb kürzester Zeit sterben drei betagte Personen, hingerichtet mit einem Nackenschuss, und alle Drei standen in enger Beziehung zu Vera Kaltensee, 85-jährige Patriachin einer großen Firma und angesehenes Mitglied der Gesellschaft des Main-Taunus-Kreises. Alle anfänglichen Ermittlungsansätze verlaufen im Sande bis Kirchhoff und Bodenstein beginnen, im näheren Umfeld der Familie Kaltensee zu ermitteln. Liegt der Grund für die Morde in der Vergangenheit der Familie begründet, die möglicherweise doch eine andere Rolle im 2. Weltkrieg gespielt hat, als sie der Öffentlichkeit präsentiert? Und welches Geheimnis versucht Vera Kaltensee mit allen Mitteln zu bewahren?

Nele Neuhaus steigt gewohnt zügig in ihre Geschichte ein und präsentiert dem Leser das Motiv der Morde recht schnell. Jedoch legt sie immer wieder neue Spuren aus, sodass man in Bezug auf den Täter mehr als einmal auf eine falsche Spur geführt wird. Geschickt gelegte Wendungen und die unterschiedlichen Erzählstränge, die sich erst im Laufe der Story zusammenfügen, wecken die Neugier und so baut sich von Anfang an ein hoher Spannungsbogen auf, der mühelos bis zum Ende des Krimis hält.

Ihr Schreibstil ist unterhaltsam, flüssig und dieses Mal dem Thema entsprechend recht ernst, sodass man sich während des Lesens immer gut unterhalten fühlt. Thema der Story ist die dunkle Vergangenheit einer alteingesessenen, reichen und angesehenen Familie während der Nazizeit. Vertuschung, Lügen, Rache und Intrigen bestimmen die Geschichte.

Ihre beiden Protagonisten beschreibt Nele Neuhaus gewohnt facettenreich und lebendig und sie gewährt dem Leser auch wieder einen Blick in ihr Privatleben. Allerdings ist dies dieses Mal mehr ein Nebenschauplatz. Das Hauptaugenmerk liegt im vorliegenden Buch eindeutig bei der Ermittlungsarbeit. Die weiteren Charaktere sind wieder sehr gut herausgearbeitet mit ihren unterschiedlichen Eigenarten und Problemen, sodass man sehr schnell eine Vorstellung von ihnen erhält.

Fazit: Nele Neuhaus hat mit ihrem 3. Krimi rund um das Ermittlerduo Kirchhoff/Bodenstein wieder einen äußerst spannenden Roman mit einer interessanten und vor allem erschütternden Story abgeliefert.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sie kann es ja doch..., 6. Juni 2012
...Kriminalromane schreiben, die nicht wie Heftchenromane wirken. Nachdem nicht so gelungenen "Mordsfreunde" und dem ganz schlimmen "Eine unbeliebte Frau" hat Nele Neuhaus hier erstmals einen Roman vorgelegt, der nicht nur von einer Unzahl an Protagonisten lebt, sondern eine raffinierte Handlung hat und in dem auch so etwas wie Spannung aufkommt. Die Geschichte um Morde an alten Menschen mit NS-Vergangenheit wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die Zusammenhänge sind anfangs gar nicht so leicht zu erraten, fügen sich aber am Ende einigermaßen logisch zusammen. Leider konnte Frau Neuhaus der Versuchung eines dramatischen "Showdowns" erneut nicht widerstehen und so ist das Ende mit der unmotivierten Reise der Ermittlerin Kichhoff nach Polen und dem finalen Zusammentreffen mit den Bösewichten etwas übertrieben und trübt den guten Gesamteindruck leicht. Dennoch eine klare Steigerung innerhalb der Bodenstein/Kirchhoff-Reihe.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frankfurter braune Sauce, 25. März 2012
Von 
R.E.R. "R.E.R." - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Es gibt eine Stelle in dem Film "Das Spukschloss im Spessart" aus den 1950er Jahren, in der ein Richter in Bonn mit seinem Hammer auf das Pult vor sich schlägt um im Gerichtssaal wieder für Ruhe zu sorgen. Durch die Wucht des Schlages blättert hinter ihm der Putz von der Wand und darunter kommt ein Hakenkreuz zum Vorschein. Ähnlich ergeht es Henning Kirchhoff. Als der Gerichtsmediziner die Leiche des ermordeten Juden und Holocaust Opfers David Goldberg untersucht, entdeckt er unter der obersten Hautschicht etwas ebenso ungeheuerliches. Und beschert seiner Ex-Frau Pia und ihrem Chef Oliver Bodenstein ihren wohl tragischsten aber auch besten Fall.

Die Spur der "Tiefen Wunden" führt die beiden Ermittler und ihr Team zu der reichen Unternehmerin Vera Kaltensee. Die alte Dame war mit Goldberg befreundet und auch das zweite Mordopfer, Hermann Schneider, gehörte zu ihrem persönlichen Freundeskreis. Ein Verdächtiger ist im Umkreis der Familie schnell gefunden. Robert Watkowiak, der uneheliche Sohn von Veras verstorbenem Ehemann hatte beide Opfer erpresst. Als der alkoholabhängige Obdachlose tot in einem Abbruchhaus gefunden wird, scheint dies wie ein Tateingeständnis. Allein ein schlüssiges Motiv fehlt. Als mit Anita Frings ein drittes Mordopfer aus dem direkten Umfeld von Vera Kaltensee gefunden wird, beschließen Pia und Oliver die Leichen im Keller der vornehmen Familie auszugraben. Was sich als mühsamer und gefährlicher erweist, als alles womit sie je zu tun hatten.

Nele Neuhaus präsentiert, wie immer, eine Fülle spannender Figuren und fesselnder Fährten. Im vorliegenden Band gelingt es der Autorin am Ende alle Fäden sinnvoll zu verknüpfen, was ihr in den Vorgänger- und Nachfolgebänden oft nicht gelungen ist. Die Auflösung der Mordfälle hat mit der "braunen" Vergangenheit der Beteiligten zu tun und führt Pia und ihren Ex-Mann am Ende ins heutige Polen. Dort finden die beiden die letzten Spuren eines schrecklichen Verbrechens, das bis in die Gegenwart zu unversöhnlichem Hass und blutdürstiger Rache geführt hat. Absolut empfehlenswerter Spitzenkrimi!
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78 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als ein Taunus Krimi, 24. August 2009
Mit ihrem neuesten Krimi löst sich Nele Neuhaus gekonnt vom Taunus und Frankfurt. Der Wohlfühlfaktor für Ansässige bleibt zwar erhalten, aber eigentlich könnte diese mehr als spannende Geschichte fast überall in Deutschland angesiedelt sein und kein Kölner oder Hamburger sollte sich vom Lesen abhalten lassen.

Nele Neuhaus baut von der ersten Seite an Spannung auf und kann sie bis zur letzten atemlosen Seite halten. Nichts ist, wie es zunächst scheint und die Ereignisse und Überraschungen überschlagen sich regelrecht. Dennoch ist alles stimmig und die Puzzleteile fügen sich am Ende passgenau zusammen. Auf eine Inhaltsangabe verzichte ich bewusst, um nichts vorwegzunehmen. Man sollte sich von einem großen Verwirrspiel überraschen lassen und dafür etwas Zeit mitbringen, da man das Buch garantiert nicht vor dem Ende aus der Hand legen kann.

Die Figuren sind ebenfalls bis in die letzte Nebenfigur stimmig und herrlich menschlich gezeichnet, die aus den Vorgängerbänden bekannten wie auch die neuen. Ihre Darstellung ist die ganz große Stärke der Autorin.

Alles in allem legt der List Verlag das bislang beste Buch von Frau Neuhaus vor und hat sich und uns mit der Aufnahme ins Verlagsprogramm einen großen Schatz gesichert. Nicht umsonst wurde der Verlag wohl auf die vorher im Selbstverlag erschienenen Bücher aufmerksam, weil sie sich in Königstein besser als Harry Potter verkauften.

Einziger winziger Kritikpunkt stellen die teilweise harten Brüche im Text von einer Seite zur nächsten dar. Mehr als einmal habe ich nachgesehen, ob ich falsch umgeblättert habe. Das tut dem Vergnügen aber keinen Abbruch und ich hoffe inständig, dass ich bald das nächste Buch der Reihe in Händen halten kann.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwächer als die Vorgänger, 28. Januar 2012
Diese Rezension enthält Spoiler-Elemente.

'Tiefe Wunden' ist der dritte Band der Neuhaus-Reihe, die ich chronolgischer Reihenfolge lese. Nachdem mir die ersten beiden recht gut gefallen hatten, wenn auch nicht uneingeschränkt, bin ich vom dritten Band einigermaßen enttäuscht. Mit der Erwartung, dass Frau Neuhaus sich von Buch zu Buch steigern würde, wie mir angekündigt worden war, habe ich mir die Lektüre zu Gemüte geführt. Dieser Erwartung wurde das Buch nicht gerecht. Zu viele Schwächen, Ungereimtheiten, Zufälle und irrationale Schritte offenbarten sich mir.

So bleiben für meine Begriffe viele Fragen offen: Wie kann es sein, dass hauptbeamtliche Kriminalkommissare nicht auf die Idee kommen, bei der Zahl könnte es sich um ein Datum handeln, zumal es sich um einen sehr alten Mann handelt, der noch dazu Jude ist und das Datum im letzten Jahr des 2. Weltkrieges bedeutet? Und wieso wird nicht recherchiert, was an diesem Tag in Europa passiert sein könnte? Warum fliegt Miriam nach Polen und hält sich da tagelang auf? Aus reiner Neugier? Was sagt ihr Arbeitgeber dazu? Warum reisen Pia und H. Kirchhoff völlig überstürzt nach Masuren, ohne dass dafür die geringste Veranlassung besteht? Erstens gibt es in der Heimat noch viel Arbeit und Probleme zu lösen und zweitens hätte die Suche nach möglicherweise noch vorhandenen Beweisen nun wirklich noch Zeit, zum Beispiel bis zu einer Gerichtsverhandlung. Warum versucht Jutta Kaltensee Bodenstein eine Vergewaltigung anzuhängen, was heftigen Widerspruch Bodensteins ausgelöst hätte, wenn sie doch sehr darauf bedacht ist, jegliche Skandale von ihrer Familie fernzuhalten, um ihre politische Karriere nicht zu gefährden? Wie kann es sein, dass die 85-jährige Auguste Nowak so behende ist, dass sie schneller als eine Pistolenkugel sich bewegt und sich vor ihren Sohn wirft? Es blieben noch mehr Fragen, die mir aber jetzt nicht mehr alleine einfallen.

Man gewinnt den Eindruck, Frau Neuhaus habe zunächst einzelne Versatzstücke dieser Geschichte geschrieben, beim Zusammenführen dieser Teile aber große Schwierigkeiten gehabt. Nach dem Motto, 'was nicht passt, wird passend gemacht', hat sie als übergeordnete Instanz, die das Chaos der diffus verlaufenden Fäden schon überblickt, die handelnden Personen an die Schauplätze geleitet, die gerade relevant sind, damit der Leser alles mitbekommt und immer live dabei ist. Dies geht aber auf Kosten der Logik. Was die Leute antreibt und zu ihrem Handeln veranlasst ist oftmals zusammenhangslos oder nicht transparent.

Ein weiter Makel ist meines Erachtens die schlechte Angewohnheit beinahe sämtlicher Charaktere, den Kommissaren immer schön alles zu erzählen und andere in die Pfanne zu hauen. Die Ermittlungsarbeit fußt nahezu komplett auf Verhören. Ständig wird hier und dort hingefahren, in der Hoffnung, dass mal wieder etwas preisgegeben wird. Ein Charakter, der einfach mal die Klappe hält, bis es zur Gerichtsverhandlung kommt und nicht nicht mehr sagt als notwendig, taucht quasi nicht auf. Und wenn einer schweigt, dann der, der eigentlich nichts zu verbergen hat.

Darüber hinaus ist mir die Brutalität, Skrupellosigkeit und Bösartigkeit fast aller handelnden Personen aufgefallen. Kaum taucht mal einer auf, der einfach völlig normal ist, der nichts im Schilde führt, der eine gute Gesinnung hat. Gemordet, gefoltert und entführt wird einfach so mal nebenbei. Fast alle sind in irgendeiner Weise dann auch noch miteinander verbandelt ' oftmals geht auch noch was in sexueller Hinsicht.

Gut gefallen hat mir der häufige Perspektivenwechsel, was in dem Ausmaß neu bei Frau Neuhaus ist. Man kann von Anfang an in die Köpfe vieler Leute schauen. Dies macht sie sich auch zunutze, um den Leser auf eine falsche Fährte zu locken. Außerdem fand ich grundsätzlich die ganze Thematik sehr spannend und interessant. Der Erzählstil ist auch akzeptabel. Der Krimi ist zwar nicht auf besonders anspruchsvollem Niveau geschrieben, lässt aber vor meinem inneren Auge eine plastische Welt entstehen, indem die Autorin das Wesentliche anschaulich beschreibt. In ihrer Welt fühle ich mich wohl. Nicht, weil diese so gut und schön wäre, sondern, weil ich mich darin zurechtfinde und mich quasi mittendrin im Geschehen wähne. Deshalb gerade noch drei Punkte!

Ich hoffe, dass der nächste Band, die Vorschusslorbeeren verdient hat.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend., 21. September 2012
Ich habe mir dieses Buch auf Grund mehrerer Empfehlungen und der guten Bewertungen hier gekauft. Der Klappentext auf dem Buchrücken klang vielversprechend, ich begann zu lesen - und kam schnell ins Stocken. Frau Neuhaus braucht meines Erachtens unheimlich lang (gut die ersten 250 Seiten), um die Geschichte irgendwie ansatzweise ins Rollen zu bekommen. Natürlich muss ich, um fair zu bleiben, erwähnen, dass sie eine Vielzahl an Figuren betrachtet und jede einzelne akribisch beschreibt. Das erscheint bei den ersten zwei, drei Figuren noch interessant und detailverliebt - ist aber irgendwann eher spannungshemmend und langweilig. Der Plot ist im Grunde nicht schlecht, bietet viele Ansätze für tiefergehende Beschreibung - Frau Neuhaus tut dies auch des Öfteren. Aber der ein oder andere Witz, diese oder jene spannende inhaltliche Konstruktion, all das wiegelt nicht die langen Durststrecken auf, die mich dazu brachten, das letzte Drittel regelrecht überfliegen zu wollen, nur, um diesen zähflüssigen Roman nicht unbeendet abzubrechen. Schade.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassicher Krimi, 4. Juli 2010
Der 92-jährige Holocaust- Überlebende David Josua Goldberg wird in seinem Haus im Taunus mit einem Genickschuss getötet. Bei der Obduktion macht der Arzt eine seltsame Entdeckung: Goldbergs Arm trägt die Reste einer Blutgruppentätowierung, wie sie bei Angehörigen der SS üblich war.

Tiefe Wunden,
Nele Neuhaus Buch lässt sich hervorragend und flüssig lesen. Spannung ist auch durchgehend vorhanden und man kann es nur sehr schwer aus der Hand legen. Mit dem sympathischen Ermittlerduo macht das lesen doppelt so viel Freude. Ein wirklich klassicher Krimi, bei dem man nicht schon am Anfang an weiß, wer der Mörder ist.
Empfehlenswert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend wie immer, 5. Juni 2011
Von 
Die Bücher von Nele Neuhaus haben großen Unterhaltungswert. Ich halte Frau Neuhaus derzeit für eine der besten deutschen Schriftstellerinnen. Bisher haben mich all ihre Bücher um das Ermittlerteam Kirchhoff/Bodenstein überzeugt. Die Bücher machen Freude, sind spannend und nach jedem Buch war ich traurig, dass ich es schon aus hatte. Neuhaus versteht es immer wieder viele Personen in ihrem komplexe Geschichte einzuflechten. Da kann man auch schonmal den Überblick verlieren, aber durch ihre schnörkellose Schreibweise kommt man nie wirklich aus dem Tritt.

Ich kann die Neuhaus-Serie nur empfehlen - mir fehlt jetzt nur noch "Wer Wind sät". Die Reihenfolge:

Eine unbeliebte Frau
Mordsfreunde
Tiefe Wunden
Schneewittchen
Wer Wind sät

muss nicht unbedingt eingehalten werden, ich würde es aber empfehlen, gerade weil das Privatleben der Ermittler auch detailliert beschrieben wird. So kann man wunderbar eine "Beziehung" zu diesen aufbauen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Komplexe Handlung, aber teilweise unglaubwürdig und unlogisch, 21. Dezember 2011
Weil das Schneewittchenbuch so lange in den Bestsellerlisten war, habe ich (zugegeben, das war ein Fehler) gleich die ersten vier Nele Neuhaus Bücher gekauft. Jetzt habe ich mich sehr mühsam durch die ersten drei gekämpft. Immerhin muss man sagen, dass sich die Qualität der Bücher deutlich steigert. Während ich das Erste ganz schlecht fand und unlogisch, war die Geschichte im zweiten Buch "nur" einfach viel zu konstruiert. Das dritte Buch ist im Unterschied zu den ersten beiden deutlich komplexer und ich fand es teilweise auch spannend (jedenfalls bis zur Auflösung des Falles, die bereits etwa 100 Seiten vor dem eigentlichen Ende präsentiert wird). Trotzdem ist die Geschichte insgesamt sehr abwegig (Nazis, Stasi, alles dabei). Warum (und wie im Detail?)sollte sich ein SS-Mann nach dem Krieg ausgerechnet die falsche Identität eines Juden geben, der dann auch noch ausgesprochen aktiv und bekannt in jüdischen Gemeinschaften ist und seine Kinder jüdisch erzieht? Er schreibt übrigens auch Hebräisch. Auch die Logik bleibt bei der Komplexität leider auf der Strecke. Ein Firmeninhaber vergibt Anteile seiner GmbH an zahlreiche Familienmitglieder und Freunde seiner Frau und eine Freundin seiner Tochter. An letztere angeblich, weil sie Zeugin SEINES Mordes war...!? Das ist vielleicht nur ein unwesentliches Detail und für den eigentlichen Fall unerheblich, es stört aber trotzdem das Lesevergnügen.
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