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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Time to change our western mind about Asia, 7. Dezember 2010
Kishore Mahbubani, a former diplomat from Singapore and now Dean and Professor of the Lee Kuan Yew School of Public Policy at the National University of Singapore ha written a real thought provoking book about Asia in the 21st century. The titel "The New Asian Hemisphere. The irresistible Shift of Global Power to the east" made clear from the beginning that the time of Western supremacy over the rest of the world is over.In the run of the global financial crisis of 2008-2009 we have seen a global demystification of so called Western competence.
Mahbubani confronted the reader with the different way of thinking in Asian countries. These countries are following a pragmatic rather than an ideological approach to economic groth and development. We, the Western countries come back with old ideas like protectionism and react in panic. The autor suggests to stop with Japan-bashing of the 80th, the India-bashing of the 90th and the China-bashing in the first decade of the 21st century.
As a historian, Mahbubani describes the actual De-Westernization as the return of history. Western incompetence will bo followed by Asian competence.
The rise of Asia will be the dominant story in history books after 2100. Cold war and the rise of Islam will be secondary ones.
This book is a must for Western politicians, experts on policy and others who still believes that the Western dominance will last for this century. Its a wake up call for all of us.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Dawn of a New Asian Century?, 8. März 2010
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Das Zeitalter der westlichen Dominanz geht zu Ende, nachdem sich immer mehr asiatische Staaten zu regional und teils auch global bedeutenden Wirtschaftsmächten entwickeln. Und die asiatischen Mittelstandsgesellschaften beginnen zu erkennen, dass sie von der Globalisierung am meisten profitiert haben und dieser wirtschaftliche Bedeutungszuwachs auch in politische Macht umgemünzt werden kann. Kishore Mahbubani empfiehlt dem "Westen", diese Entwicklung zu begrüßen und sich nicht in teuren, am Ende sogar kontraproduktiven Isolationismus zu flüchten. Freihandel und Globalisierung, die in unseren Breitengraden negativ besetzt sind, gelten in einem anderen, demografisch und wirtschaftlich erheblich gewichtigeren Teil unserer Welt als Inbegriff des Aufschwungs, der Asien wieder dorthin zurückführt, wo es vor dem goldenen Zeitalter des Westens, welches stark an den Kolonialismus gebunden ist, war.

"Die Rückkehr Asiens" bezeugt diesen Aufschwung eines ganzen Kontinents und einer Region, die von westlicher Presse "noch" viel zu wenig beachtet wird, auch wenn sie längst auf dem Weg ist, Europa und den USA die Show zu stehlen. Dabei offenbart der in Singapur unterrichtende Professor für Politikwissenschaften, dem Leser eine oft auch irritierend andere Perspektive und Weltsicht, die einen deutlich vor Augen führt, wie blind man doch gewesen ist, wie wenig man doch verstanden hat, dass eine Münze immer zwei Seiten und man fast ausschließlich die westliche betrachtet hat. Mahbubanis großer Verdienst dabei, er eröffnet dem Leser nicht nur vielleiht kontroversiell andere Sichtweisen, sondern erklärt ihm diese auch.

Eckpunkt der Argumentation von Mahbubanis Theorien ist, dass die Wiederkehr Asiens als Global Player vor allem Vorteile für die Weltgemeinschaft bringen kann, was unter wiederholten Verweis auf mustergültige Entwicklungen in Indien und Singapur, schlussendlich doch auch nur Konzepten folgt, die man vom Westen gelernt hat, hierzulande aber nie in dieser Intensität angewandt wurden. Die asiatische Renaissance fußt demnach auf europäischen Idealen und Ideen, die zu einer gerechteren Verteilung von Vermögen und Macht führen, während zugleich die Zahl der Armen sinkt und ganzen Bevölkerungsschichten, wie in Indien Zugang zu Bildung, Arbeitsmärkten und politischer Mitbestimmung eröffnet. Meritokratie, die Herrschaft der Verdienten, der Fähigsten ist in diesem Zusammenhang eines jener "westlichen" Ideale, die Eingang in asiatisches Denken gefunden haben und jahrhundertelange Schicksalsergebenheit in Frage stellen. Gerade die Philippinen, deren politische Elite (75% aller Politiker entstammen politisch aktiven Familien) fähige Persönlichkeiten aus dem Mittelstand eher ins Abseits geraten lässt, erntet jedoch angesichts der erfolgreichen Reformen in China und Singapur vom Autor massive Kritik. Während in China etwa die staatliche Führung immer wieder verjüngt wird, hat Singapur eine zukunftsweisende Verwaltungsreform unternommen, die Spitzenbeamten auch Spitzengehälter bietet, um die wirklich besten Bewerber gewinnen zu können, die sich sonst ähnlich gut bezahlte Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft gesucht hätten.

Man bedenke auch das menschliche Potential, die human ressources, die Asien besitzt und einen gewaltigen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem langsam überalternden Europa bedeuten. Studierten indische und chinesische Austauschstudenten einst an westlichen Unis, verlieren die amerikanischen, britischen und französischen Kaderschmieden jedoch immer mehr an Bedeutung, sind doch schon viele der einstigen Emigranten in ihre Heimatländer zurückgekehrt, um die sich dort offenbarenden Chancen für Unternehmer zu nutzen, von der eine "wettbewerbsorientierte Zukunftsregion Europa" bisher nur träumt. Nicht zu vergessen, die schier unglaubliche Größe der asiatischen Märkte, die um ein vielfaches rasanter wachsen als europäische oder amerikanische Pendants. Mit staatlicher Förderung, Arbeitskräften die erheblich günstiger sind als anderenorts und bisher unerschlossenen Märkten, ein Grund mehr, mit dem im Westen erlangten Wissen in der Heimat sich selbst und seine Ziele zu verwirklichen.

Mit Asiens Rückkehr wird die Welt vielleicht ein Stück sicherer, friedlicher und kommt universellen Zielen wie der Bekämpfung der Armut ein erhebliches Stück näher, denn auch asiatische Zivilgesellschaften sind daran interessiert, ihren Wohlstand zu behalten und das wird in hohen Maße von einer internationalen Kooperation abhängen. Amerikas Umgang mit der UNO wird dann nicht mehr möglich sein, die militärische Supermacht wird sich mäßigen müssen, doch es könnte einfacher werden, internationale Koalitionen für den Einsatz in Krisenregionen zu gründen und von einer US-dominierten Weltpolitik, zu einer gemeinschaftlicheren Variante zu wechseln.

Natürlich kann man die Argumentation des Autors in Frage stellen und das ist auch gewollt, er bittet den Leser darum, die Dinge nachzuprüfen und sich selbst ein Bild zu machen, wohl wissend dass nur dogmatische Sichtweisen aufgebrochen oder zumindest etwas aufgeweicht werden können. Das fängt bereits mit dem "Westen" selbst an. Viele mögen einwenden, diesen gäbe es nicht, denn hauptsächlich seien damit die eng miteinander verbündeten USA und Großbritannien gemeint, aber auch wenn Europa und Nordamerika in bestimmten Fragen oft zerstritten sind, auf globaler Ebene unterwerfen sich oft genug dem Primat der Vereinigten Staaten und handeln als Einheit. Als bestes sichtbares Beispiel für diese Einheit gilt dem Autor der NATO-Einsatz in Afghanistan, an dem sich verschiedene westliche Nationen beteiligt haben, selbst wenn sie nicht Mitglied des Militärbündnisses sind.

Der Blick auf das 21. Jahrhundert sollte daher nicht von Ängsten geprägt sein, sondern der Hoffnung und dem Vertrauen in eine neue Morgendämmerung der menschlichen Zivilisation, denn Asiens Aufstieg/Rückkehr ist ein wichtiger Schritt zu einer stabilen Weltgemeinschaft, die fähiger erscheint eine gerechte Welt entstehen zu lassen und Ideale wie die Menschenrechte, Demokratie und Meritokratie umzusetzen. Dazu braucht es aber ein Entgegenkommen des Westens, denn dieser kann in Trauer um seinen Bedeutungsverlust als Hegemonialmacht viele der Entwicklungen blockieren, die nötig wären um eine neue Weltordnung entstehen zu lassen. Es spricht vielleicht der ehemalige UN-Botschafter aus Kishore Mahbubani wenn er etwa fordert, dass die EU sicht im Weltsicherheitsrat auf einen Sitz beschränken sollte, anstatt mit Großbritannien und Frankreich gleich zweimal vertreten zu sein, denn die Bundesstaaten der USA beharren ja auch nicht darauf jeweils mit einem Sitz vertreten zu sein.

Ein kontroverses Buch also, dessen Achillesferse jedoch das Unverständnis gegenüber den westlichen Zukunftsängsten ist. Kishore Mahbubani betont immer wieder, dass er diese nicht verstehen kann, aber was ist so kompliziert an der Furcht davor hinter Asien zurückzufallen und "ärmer" zu werden, denn Outsourcing und Globalisierung kosten westliche Arbeitnehmer anscheinend ihre Arbeitsplätze, was zu einer wachsenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung und einem bedeutenden Zulauf zu populistischen Parteien führt. Es fehlt die Frage, was Asiens Aufstieg den Westen wirklich kostet, ob die neue goldene Ära im Reich der aufgehenden Sonne, nicht zur dunklen Postmoderne des Abendlandes wird. Könnte er diese so beantworten, dass alle Zweifel ausgeräumt werden, die Furcht wäre fortan unbegründet. Genauso problematisch erscheint aus der westlichen Perspektive die einseitige Darstellung von Praktiken von Unternehmen wie Nike & Co. deren Handeln fast als Sozialarbeit dargestellt wird.

Fazit:
Ein überragendes und kontroverses Traktat über den wirtschaftlichen Aufschwung und politischen Anspruch Asiens.
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5.0 von 5 Sternen The new asian hemisphere, 21. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The New Asian Hemisphere: The Irresistible Shift of Global Power to the East (Kindle Edition)
Ein umfassender Überblick, warum wir vom asian century reden koennen und warum der shift passiert .
Die grossen geistigen Leistungen der westlichen welt sind 100 bis 200 Jahre alt und dann kam nur noch ein geistig nicht mehr recht verarbeiteter technologischer Fortschritt - "weg von culture zur nur noch Zivilisation" - zu solchen Überlegungen wird man unbedingt angeregt.
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4.0 von 5 Sternen More Relevant Than Ever!, 8. Juni 2010
Von 
M. Moran (Hamburg, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
This book is more than just an interesting read! Given the current economic problems in Europe, I think that this book is perhaps more relevant than ever before. Although the book is very one sided and does sometimes fail to address the dangers that the rise of Asia represent for the West to their fullest, it is still a very interesting perspective. It think that this book deserves to be read and that it is a must on the book shelves of those claiming to be interested in World Politics and Economics.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Blick von Asien nach dem Westen, 5. September 2009
Von 
Peter M. Haller "Gusi" (Zürich Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Wahrscheinlich das best recherchierte Buch zur wirtschafltichen und politischen Entwicklung von Asien und des Westens. Wer dieses Buch liest, erfährt wie Asien und die islamische Welt den Westen sehen - nünaciert und prägnant formuliert. Ein Muss für Führungskräfte und Menschen, die mit dieser Welt zu tun haben. Peter M. Haller Interkultureller Trainer
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