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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krimi mit eindrucksvollem Sprachstil
Krimifans lieben entweder geheimnisvolle Erzählstränge, nervenaufreibende Spannungsbögen, blutige Verbrechensspuren oder Täter-Ermittler-Jagden, am Liebsten über mindestens 500 Seiten, damit der Krimilesehunger auch ordentlich gefüttert wird. Mechtild Borrmann bietet in "wer das Schweigen bricht" eine andere Art von Lesegenuss: mit fast...
Vor 11 Monaten von Leserin veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen insgesamt mittelprächtig
Ein Arzt namens Lubisch findet im Jahr 1998 nach dem Tod seines Vaters in dessen Hinterlassenschaften ein altes Bild von einer Frau und einen Nazi-Ausweis eines Mannes namens Peters. Lubisch beginnt, Nachforschungen anzustellen, und gerät an eine Journalistin, die eine große Story wittert und plötzlich ermordet wird. Alles rankt sich um die Geschehnisse...
Vor 10 Minuten von Lee Terra-Tour veröffentlicht


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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krimi mit eindrucksvollem Sprachstil, 16. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Wer das Schweigen bricht (Taschenbuch)
Krimifans lieben entweder geheimnisvolle Erzählstränge, nervenaufreibende Spannungsbögen, blutige Verbrechensspuren oder Täter-Ermittler-Jagden, am Liebsten über mindestens 500 Seiten, damit der Krimilesehunger auch ordentlich gefüttert wird. Mechtild Borrmann bietet in "wer das Schweigen bricht" eine andere Art von Lesegenuss: mit fast reduzierter, dafür an passender Stelle umso tiefgründigerer Sprache gelingt es ihr, die insgesamt hochspanndende Story gewissermaßen auf das Wichtigste zu reduzieren, ja fast einzudampfen; das Ganze sogar auf zwei Zeitebenen. Schnell stolpert man über eindringliche Sätze, die der Handlung fast wortlos eine vehemente Intensität verleihen und lechtzt schon fast auf die nächste Textpassage in solchem Stil.
Die Kunst, einen Krimi verbunden mit einer Lebens(geschichten)lüge in berührender und intensiver Art zwischen zwei dicht beieinander liegende Buchdeckel zu packen, ist nicht vielen Autoren vergönnt.
Hier gilt tatsächlich mal : in der Kürze liegt die Würze. Absolute Leseempfehlung!!
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vaters weiße Weste, 21. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Wer das Schweigen bricht (Taschenbuch)
Robert Lubisch holt nach dem Tod seines Vaters ein paar persönliche Gegenstände aus dessen Villa in Essen, bevor das Haus verkauft werden soll. Dabei findet er in einer Schublade ein paar seltsame Gegenstände: Einen Passierschein ohne Namen, einen Entlassungsschein aus der Kriegsgefangenschaft mit dem Namen seines Vaters, einen SS-Ausweis eines Mannes namens Wilhelm Peters und das vergilbte Porträtfoto einer jungen Frau. Robert nimmt die Sachen mit nach Hamburg. Es hätte ihn wohl nicht weiter interessiert, was sein Vater so in seinen Schubladen verwahrt hat, wenn er nicht zeitlebens unter dem unfehlbaren und anspruchsvollen Vater gelitten hätte. Nie war Robert, der das Medizinstudium der Firmennachfolge im Bauunternehmen vorgezogen hatte, dem Vater gut genug gewesen. Jetzt wittert Robert einen Fleck auf des Vaters weißer Weste. Besonders das Frauenporträt interessiert ihn: Hatte der Vater vielleicht eine Affäre? Mit dieser Motivation beginnt Robert seine Nachforschungen - und weckt damit ungewollt die schlafender Hunde ...
Auf der Rückseite des Fotos steht der Ort und das Fotoatelier, in dem es aufgenommen wurde. Der Fotograf erinnert sich sogar an die hübsche junge Frau namens Therese Peters. Robert ist enttäuscht: Also doch keine Affäre, sondern nur ein Bild der Frau dieses Wilhelm Peters, dessen SS-Scharführer-Ausweis der Vater damals seinen Angaben nach an sich genommen hatte, um von der Front zu fliehen? Obwohl die Sache klar erscheint, sucht Robert noch den letzten Wohnort des Paares auf und lernt dort die ehrgeizige Journalistin Rita Albers kennen. Diese wittert eine große Geschichte und verspricht zu helfen - was ihr letztendlich nicht besonders gut bekommt. Bald ist für Robert nichts mehr so, wie es scheint. Ist Peters nun im Krieg gefallen oder erst nach seiner Rückkehr von seiner Frau als vermisst gemeldet worden? Auch die Polizei schaltet sich bald in den Fall ein.
Therese, die heute als alte Frau unter einem anderen Namen lebt, holt ihre unbequeme Vergangenheit wieder ein. Und Robert findet weit mehr über den Vater heraus, als ihm lieb ist.

Ein intelligenter und spannender Krimi, die Charaktere und Geschehnisse werden einfühlsam und sorgfältig beschrieben; ohne es richtig zu merken, taucht der Leser gemeinsam mit Robert langsam immer tiefer von der Oberfläche des Alltagslebens in die Abgründe der sogenannten Wahrheit ab. Interessant und auf jeden Fall empfehlenswert.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow, Treffer!, 7. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Wer das Schweigen bricht (Taschenbuch)
Wow, Mechthild Borrmann ist eine ganz große Schreiberin. Sie hat es geschafft, in knappen 230 Seiten, fokussiert, in einer sehr guten Sprache und prägnant, ein Stück Zeitgeschichte in einen Krimi zu verpacken. Am Schluss ist man baff und getroffen. Respekt!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krimipreisträgerin 2012, 25. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Wer das Schweigen bricht (Taschenbuch)
Mechthild Borrmann versteht es wirklich großartig ihre Leser zu fesseln. Atmosphärisch dicht erzählt sie in Rückblenden, ausgehend von einem Mordfall in der Jetztzeit, eine Lebens-/Liebesgeschichte aus der Zeit des 2. Weltkriegs. Das Buch ist sehr interessant; man bekommt einen Eindruck von der herrschenden Unmenschlichkeit und verqueren Denkweise der Hitler Anhänger. Ich habe es an einem Abend gelesen und war am Ende sehr überrascht.

Fazit: Für Leser, die an den Geschehnissen und Gräueln des 2.Weltkrieges interessiert sind und gerne in die Vergangenheit abtauchen, ist dieses Buch genau das Richtige.

Ich kann es wirklich jedem empfehlen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Potential zum Klassiker, 6. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Wer das Schweigen Bricht (Audio CD)
Im ländlichen Kranenburg, nahe der deutsch/holländischen Grenze wird im Jahr 1998 eine Journalistin tot in ihrem Haus gefunden. Es gibt keine Zweifel, dass es sich um Mord handelt. Findet die Tat ihre Ursache in den Recherchen, die sie für Robert Lubisch anstellt oder handelt es sich um typischen einen Raubmord.

Die Ermittlungen der Polizei führen uns zurück ins Jahr 1939. Anhand von sechs befreundeten Jugendlichen führt die Autorin ihre Leser durch die Jahre 1939 bis 1950. Ihre Entwicklung ist auf sehr sensible, anschauliche und auch glaubwürdige Weise dargestellt. Die Charaktere der Hauptpersonen sind sehr sorgfältig herausgearbeitet. Anhand der Nebencharaktere werden die gesellschaftlichen Umbrüche der Zeit des aufkeimenden Nationalsozialismus sowie des 2. Weltkriegs lebendig aufgezeichnet, ohne zu moralisieren und ohne platte Schuldzuweisungen. Die Erzählperspektive wechselt ab zwischen den Ermittlungen im Jahre 1998 und den Erinnerungen der Therese geborene Pohl, die inzwischen auf Mallorca lebt.

Durch die überaus anschauliche und bisweilen auch poetische Sprache wird der Kontrast zwischen dem sonnigen und malerischen Mallorca und dem kalten, zerstörerischen und verzweifelten Kriegsgeschehen am Niederrhein besonders hervorgehoben.

Da die Ermittlungen im Mordfall deutlich hinter den Schilderungen der geschichtlichen Entwicklungen und der menschlichen Schicksale zurücktritt, würde ich das Buch nicht als typischen Krimi betrachten. Für mich ist es eher ein Kriegsroman mit menschlichem Tiefgang. Dieses Werk hat meiner Meinung nach das Potential zum Klassiker. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das Buch auch den schulischen Literaturunterricht bereichern wird.

Ausnahmsweise habe ich dieses Werk als Hörbuch gehört, in der ungekürzten Fassung gelesen von Katrin Daliot. Ihre Stimme fand ist sehr angenehm zu hören, sie nimmt sich durch ihre gefühlvolle, ruhige Intonation der verschiedenen Rollen persönlich zurück und lässt den Inhalt des Buches im Mittelpunkt stehen. Das Hörbuch kommt gänzlich ohne Geräuschekulisse oder Hintergrundmusik aus und ist durch die Dauer von ca. 395 Minuten verteilt auf 6 CDs relativ schnell zu hören, ohne dass man den Überblick verliert.
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3.0 von 5 Sternen insgesamt mittelprächtig, 21. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wer das Schweigen bricht (Taschenbuch)
Ein Arzt namens Lubisch findet im Jahr 1998 nach dem Tod seines Vaters in dessen Hinterlassenschaften ein altes Bild von einer Frau und einen Nazi-Ausweis eines Mannes namens Peters. Lubisch beginnt, Nachforschungen anzustellen, und gerät an eine Journalistin, die eine große Story wittert und plötzlich ermordet wird. Alles rankt sich um die Geschehnisse sechs junger Leute, die in den Kriegsjahren eng befreudet waren, sich aber vor allem wegen nicht erwiderter Liebe auseinanderentwickeln, was zu Intrigen, Lügen, Mord und Bestrafung führt.

Die historische Verstrickung der sechs jungen Frauen und Männer ist solide und trickreich erzählt, die unterschiedlichen Charaketere entwickeln sich Schritt für Schritt hin zur Katastrophe, was durch die Ermittlungen in der Gegenwart recht spannend aufgedeckt wird. Vor allem das Ränkespiel um Therese Peters Geliebten ist ziemlich gewieft erzählt, die Abgründe derer, die diese Liebe nicht wollen, kommen psychologisch gut zur Geltung, und auch die historischen Zeitumstände wirken authentisch und phasenweise beeindruckend, ebenso manch knapp und gut gezeichnete Person wie der alte Höver.

Die Nachforschungen in der Gegenwart, die von Lubisch, der Journalistin und letztendlich von dem kauzigen Kommissar Karl angestellt werden, sind taugliche Krimikost, es dominieren Gespräche und Befragungen, manches ist sehr schön bis zur letztendlichen Aufklärung in der Schwebe gehalten und wechselt stimmig mit der Vergangenheitsebene ab. Die gegenwärtige Ebene ist, so könnte man sagen, routiniertes Krimihandwerk.

Die Handlung ist also nicht schlecht und gut durchdacht; was mich aber schon gestört hat, sind manche Zusatzelemente, die dazu dienen sollen, Atmosphäre aufzubauen. In beiden Erzählebenen versucht die Autorin einen Schuss hohe Literatur in den Text zu bringen, indem sie immer wieder - fast schon zwanghaft - Landschaften und Witterung auf übermäßig bildreiche und metaphorische Weise schildert. ("Die Wiesen und Felder lagen wie riesige Laken am Waschtag zur Bleiche. Pappelalleen standen wie verwischte Linien in farbloser Stille." ... "Gischt sprang an den FElsen hoch und die Wassertropfen feierten ihre kurze Befreiung tanzend.") Ständig spiegeln sich irgendwelche Wasserreflexe auf Meeresoberflächen oder wabert ein Nebel herum und senkt sich irgendwohin. Anfangs mag das noch poetisch wirken, durch die dutzendhafte Wiederholung dieses Prinzips kommt aber beim Leser ein wenig Überdruss auf, und noch dazu sind die Sätze sehr sperrig gestaltet, um besonders zu wirken, und hemmen auf diese Weise unnötig den Lesefluss. Hier wäre weniger Blumigkeit und mehr Lakonie besser gewesen, denn auch mit kleinen MItteln kann man große Sprache erzeugen. Ebenfalls stört der Hang der Autorin, ständig die Kleidung der Figuren zu schildern, auch wenn es inhaltlich gar nicht wichtig ist. Ob Therese einen mintgrünen oder einen lavendelfarbigen Seidenschal mit rotem Strickjackett trägt, ist eigentlich egal; eine solch exakte BEschreibung misst der jeweiligen Stelle eine Bedeutung zu, die sie nicht hat, und man ist als Leser irritiert. Außerdem kommt es leider zu unnötigen Fehlern, oft stößt man auf Wortwiederholungen, und erstaunlicherweise findet man mehrere KOmmafehler, was die Qualität des Buches leider herabmindert.

Fazit: Die Handlung ist gut, die Sprache stört auf der einen Seite gewaltig wegen ihres bemühten Hochstils, oder sie ist auf der anderen Seite nichts Besonderes. Daher nur drei Punkte - guter Durchschnitt.
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3.0 von 5 Sternen Kurzweilige, lesenswerte Geschichten, 2. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Wer das Schweigen bricht (Taschenbuch)
Die Geschichte springt aus dem Jahr 1998 immer wieder in die Zeit des 2. Weltkrieges.
Während die Personen der jüngeren Zeit eher unsympatisch herüberkommen, sympathisierte ich doch eher mit den Protagonisten der Kriegszeit.
Die Geschichte war für mich rund, es erklärte sich alles, nichts blieb offen. Natürlich hätte man das Ganze zu einem großen Roman ausschmücken können.
Aber alles in allem, ein kurzweiliger Krimi der für mich sehr aus der Zeit des 2. Weltkrieges lebt.
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4.0 von 5 Sternen Gegenwart - Vergangenheit -- eine Geschichte, 25. März 2013
Von 
Oehler "290873" (Magdeburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Wer das Schweigen bricht (Taschenbuch)
Dieses Buch besteht quasi aus zwei Erzählsträngen, die auch noch in zwei unterschiedlichen Zeiträumen spielen, aber unweigerlich miteinander zu tun haben. Zum einen geht es um Robert Lubisch der im Nachlass seines verstorbenen Vaters, eines reichen Industriellen, eine Schachtel mit dem Foto einer jungen Frau, die definitiv nicht seine Mutter ist und dem SS- Ausweis eines ihm unbekannten Mannes findet. In der Hoffnung in der Vergangenheit seines stets so tadellosen und erfolgreichen Vaters vielleicht doch eine unbekannte, dunkle Seite zu entdecken, versucht er mehr über die unbekannte Frau zu erfahren. Bei seiner Suche lernt er die Journalistin Rita Albers kennen, die sogleich eine große politische Story wittert. Der andere Erzählstrang reicht zurück ins Jahr 1939 und erzählt die Geschichte von sechs jungen Menschen die sich in den Wirren des Zweiten Weltkrieges in einem Netz aus Freundschaft, inniger Liebe und tiefgreifendem Hass verlieren. Mehr möchte ich zum Inhalt dieses Romans gar nicht sagen, denn ich will ja auch nicht zu viel verraten. Das Buch liest sich flüssig (bei knapp 250 Seiten ist man auch schnell durch) und die Handlung hält auch fast bis zum Schluss ihren Spannungsbogen. Auch wenn das Buch aus meiner Sicht jetzt kein kriminalistisches (da habe ich einfach andere Ansprüche), oder gar historisches (außer der Tatsache, das die Auflösung des Ganzen in der Vergangenheit zu suchen ist, hat die Handlung nichts wirklich Historisches) Meisterwerk ist, hat es mir ganz gut gefallen und deshalb vergebe ich auch gern vier von möglichen fünf Sternen.
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5.0 von 5 Sternen Geschichtskrimi, 25. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wer das Schweigen bricht (Taschenbuch)
Zum Inhalt ist in den Vorbesprechungen genug gesagt. Selten hat mich ein Buch so tief berührt wie dieses. Es liegt einmal an der Legende, das Dritte Reich erlebte ich hautnah, so wie es hier erzählt wird.Und die Feigheit der Menschen- auch die habe ich erlebt. Das diese Geschichte in einen Krimi gepackt ist von dem ich mich nicht lösen konnte, dafür Dank an die Autorin. Einfach ein großartiges, spannendes Buch.
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4.0 von 5 Sternen empfehlenswert, 19. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Wer das Schweigen bricht (Taschenbuch)
Ein "kleiner aber feiner" Krimi, der zurecht den Deutschen Krimipreis erhalten hat.

Borrmann zeigt, dass man nicht viele Worte, nicht viel Action und keine komplizierte Geschichte braucht, um einen interessanten und spannenden Krimi zu schreiben, der aufgrund der historischen und menschlichen Zusammenhänge sehr tiefgründig sein kann. Auf zwei Zeitebenen (1939-52 und 1998) kommt der Leser Schritt für Schritt den Zusammenhängen und der Lösung näher. Alles ist gut miteinander in Verbindung gesetzt und sehr logisch und klar konzipiert. Die Sprache ist sehr klar und ohne überflüssige Worte wird alles gesagt und die Situationen werden sehr gut beschrieben.

Bedrückend, wie sehr die Personen durch die schrecklichen Zeitumstände, das Leben in brutaler Diktatur und Krieg, in ihrem Lebensweg eingeschränkt sind und unter welchem Druck sie stehen, dass sie Dinge tun, die sie unter normalen Umständen nicht getan hätten und wie sehr andere das ausnutzen.

Den letzten fünften Stern habe ich nicht gegeben, weil mir die Personen und ihr Schicksal nicht wirklich nah gegangen sind. Die knappe Sprache bewirkt eine gewisse Distanz. Trotzdem ein sehr empfehlenswertes Buch.
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Wer das Schweigen bricht
Wer das Schweigen bricht von Mechtild Borrmann
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