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72 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gutes Medikament gegen den Irrsinn!
"Ich arbeite in einem Irrenhaus": Wer hat das nicht schon einmal von seinem Unternehmen behauptet? Wer bereits, wie ich, in verschiedenen Firmen tätig war oder als Karriereberaterin das Innenleben der Unternehmen kennt, kann bestätigen: Manche Irrenhaus GmbH, wie passend im Buch von Martin Wehrle beschrieben, übertrifft jegliches...
Veröffentlicht am 18. Februar 2011 von Sandra Altmeyer

versus
49 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Demagogisch - vom eigenen Weltbild abweichende Ideen werden runtergemacht
Der Buchtitel und die darauf abgebildete Karikatur können keinen darüber hinwegtäuschen, dass es sich hierbei um eine amüsante, womöglich gar satirische Abrechnung "Vom ganz normalen Büroalltag" handeln soll. Jeder, der in einem Unternehmen arbeitet oder Leute kennt, die in einem Unternehmen oder einer Behörde arbeiten, selbst...
Veröffentlicht am 31. Januar 2012 von Georges de Gueule


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72 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gutes Medikament gegen den Irrsinn!, 18. Februar 2011
"Ich arbeite in einem Irrenhaus": Wer hat das nicht schon einmal von seinem Unternehmen behauptet? Wer bereits, wie ich, in verschiedenen Firmen tätig war oder als Karriereberaterin das Innenleben der Unternehmen kennt, kann bestätigen: Manche Irrenhaus GmbH, wie passend im Buch von Martin Wehrle beschrieben, übertrifft jegliches Vorstellungsvermögen.

Doch nicht nur der Büroalltag, alle Berufszweige finden sich inhaltlich in bester Gesellschaft wieder. Beispiele aus dem Buch: Da kommen zwei Kollegen aus dem Urlaub zurück und stehen vor verschlossener Tür, weil man sie schlicht weg vergessen hat, sie über den Betriebsausflug zu informieren. Eine Bewerberin bekommt ihre Unterlagen zurück. In der Absage bedankt sich das Unternehmen für das angenehme Vorstellungsgespräch, welches aber nie statt gefunden hat. Oder ein Mitarbeiter, der sich ein Dokument nach Hause mailt, um unbezahlte Überstunden zu machen, wird als "Betriebsspion" entlassen.

Der erste Teil des Buches beinhaltet etliche Passagen dieser Art. Das macht den Teil leicht verständlich und für den Leser nachvollziehbar. Doch auch prominente Beispiele, wie der Einsturz des Stadtarchivs und die damit verbundenen Korruptionsvorwürfe, finden einen Platz. Damit gelingt dem Autor in brisanter Weise, den Kreis zwischen emotionaler Bindung und öffentlichem Interesse zu schließen.

Die Mühe zum Detail findet sich in eigens platzierten Paragraphen einer "Irrenhaus-Ordung" und manch anschaulicher Karikatur wieder. Einen weiteren Bonbon bekommt der Leser im zweiten Teil. Hier hat er die Möglichkeit zu testen, in welchem Stadium sich seine Irrenhaus GmbH befindet. Und nicht nur das. Die Lektüre läd ein, sich seiner Werte und Ansprüche klar zu werden. Denn: Was für den einen unerträglich ist und ihn krank macht, bewirkt beim anderen die helle Begeisterung und Lebensfreude. Und für die Leser, die einen Ausweg aus der Hölle suchen, gibt es noch zahlreiche Ausbrecher-Tipps - wahlweise auch ein Frühwarn-System, um gar nicht erst in die Irrenhaus-Falle zu tappen.

Ein ernsthaftes Thema in amüsante Lektüre verpackt. Ein gutes Medikament, Irrsinn im Berufsalltag zu bekämpfen.
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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gnadenlos gut, 9. März 2011
Die letzten Jobratgeber waren rausgeschmissenes Geld. Doch dieses Buch ist gnadenlos gut. Nach dem Lesen war klar: Ich bin mit dem Irrsinn nicht allein. Hier steht u.a. drin:
- Was die Mitarbeiter so in deutschen Firmen erleben - ein Abenteuerurlaub ist nichts dagegen! Lest mal das Kapitel über die Quartalszahlen-Säufer.
- Auch wenn das Thema ernst ist (immer mehr psychisch Kranke!): Man hat beim Lesen eher Lach- als Weintränen in den Augen. Lest mal das Kapitel über den Betriebsausflug, den der Chef mit einer "Überraschung" ausklingen lässt.
- Entgegen dem üblichen Berater-bla-bla wird hier Klartext geredet: Man erfährt, was man selbst zu dem Irrsinn beiträgt und wie man sich entziehen kann. Da hilft auch das "Frühwarnsystem", das beim Bewerben vor Balla-balla-Arbeitgebern warnt. Besonders genial ist der "Irrenhaustest", mit ihm kann man den Wahnsinn der eigenen Firma prüfen.
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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es tiriliert der Meisenchor ..., 30. März 2011
Von 
Edith Nebel "giora60" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Seit Jahren blickt der Karriereberater Martin Wehrle tagtäglich hinter die Fassaden deutscher Unternehmen. Was er da sieht und hört, ist oft der blanke Irrsinn. In seinem Buch zeigt er, dass dieser Wahnsinn Methode hat - und wie man ihm entkommen kann.

Wir lernen hier zum Beispiel, dass es, neben durchgeknallten Einzeltätern, einen branchen- und einen firmeninternen Irrsinn gibt. Dem Branchenirrsinn entkommt man nur, wenn man sich beruflich vollkommen neu orientiert. Nur die Firma zu wechseln, bringt da nichts.

Der firmenspezifische Irrsinn dagegen ist von Haus zu Haus verschieden. Man muss einfach so lange suchen, bis man die Irren findet, mit denen man es noch am ehesten aushält. Wie das geht, verrät uns der Autor natürlich auch. Mit Hilfe des Internet ist das heute wesentlich einfacher zu bewerkstelligen als noch vor 20 Jahren. Man muss nur wissen, wie man seine Netzwerke dafür nutzen kann.

Dass man in kleinen Familienklitschen anders spinnt als in international agierenden Konzernen, hat man sich ja schon gedacht. Doch dass der Irrsinn in Phasen verläuft, wobei manche Beklopptheit vergeht und andere besteht, das dürfte nicht allgemein bekannt sein - und ist gut zu wissen. Es gibt also tatsächlich Spielarten des Firmenwahnsinns, die man aussitzen kann.

Woher der ganze Firmenirrsinn kommt, wird deutlich, wenn man Wehrles Typologie der Firmenkulturen betrachtet. Sind Mitarbeiter und Kultur nicht kompatibel, kann das nichts Gutes werden. Doch wie eine Firma tickt, lässt sich zum Glück schon im Vorfeld einigermaßen zuverlässig herausfinden.

Sitzt der Insasse allerdings schon im falschen Irrenhaus und will sich nicht dauerhaft verbiegen, hilft nur noch der Wechsel in eine passendere Anstalt. Denn von innen heraus verändern lassen sich die Strukturen nicht ... zumindest nicht vom einfachen Mitarbeiter. Manche Un(te)rarten des Wahnsinns kann man allerdings mit etwas Glück und Kreativität unterlaufen. Beispiele dafür liefert das Buch.

Statt sich als Bewerber nur darauf zu konzentrieren, sich für den potenziellen Arbeitgeber so attraktiv wie möglich darzustellen, sollte man also auch darauf achten, wie die Firma ihrerseits auf einen wirkt. Egal, wie seriös und freundlich man sich dort geben mag: Irrsinn lässt sich nicht komplett verbergen. Es gibt Warnzeichen! Man muss sie nur erkennen können.

Ob und wie sehr der eigene Arbeitgeber spinnt, zeigt DER GROSSE IRRENHAUSTEST. Und wer mittlerweile zu dem Schluss gekommen ist, dass er dringend die Anstalt wechseln muss, für den gibt es DAS GROSSE FRÜHWARNSYSTEM - 25 Tipps und Hinweise zur Erkennung und Meidung irrer Firmen ... damit man nicht vom Regen in die Traufe kommt. Auch wenn man heutzutage auf dem Arbeitsmarkt nicht besonders wählerisch sein kann: Einem unzumutbaren Irrenhaus sollte man wenn irgend möglich aus dem Weg gehen.

Dieses ebenso informative wie unterhaltsame Buch tut nicht nur was für den Durchblick, es trainiert auch noch die Nackenmuskeln: Man ertappt sich dabei, beim Lesen abwechselnd kräftig zu nicken, weil man so vieles wiederkennt, und heftig den Kopf zu schütteln angesichts der beschriebenen Zustände.

Bei den grotesken Fallbeispielen weiß man oft nicht, ob man laut loslachen, aus Mitleid weinen oder vor Wut schreien soll. Die Erlebnisse der "Insassen" sind komisch und tragisch zugleich. Dummerweise sind es keine phantasievoll erdachten Abenteuer aus Absurdistan, sondern der ganz normale Wahnsinn in diversen Unternehmen. Da ist man schon froh und erleichtert, wenn beim Test herauskommt, dass der eigene Arbeitgeber nur zu den mäßig Meschuggenen gehört.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie wahr, wie wahr, 22. April 2012
Von 
Logan Lady (FR) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Schon oft bin ich in der Buchhandlung um dieses Buch herumgeschlichen und jetzt habe ich zugegriffen. Denn wer hat schon nicht mindestens einmal gedacht "Ich arbeite im Zentrum für Bekloppte"?

Martin Wehrle bekommt als Karrierecoach Einblick in verschiedene Firmen und zwar nicht aus der Chef- sondern aus der Mitarbeitersicht. Und was er da erblickt, ist erschreckend. In deutschen Unternehmen regiert der Irrsinn. Entscheidungen werden aufgrund von Sympathien gefällt, Meetings sollen nur den Anschein von Entscheidungsfindung erwecken und spätestens, wenn man auf dem Chefsessel sitzt, wird man taub für jede Kritik.

Überzogen, sagen die einen. Die volle Wahrheit, sage ich. Mir tut jetzt noch der Nacken vom vielen Nicken weh, so sehr konnte ich den einzelenen Fallbeispielen zustimmen. Der Autor erzählt die Fallbeispiele und seine Erlebnisse mit sehr viel Witz ohne dabei den nötigen Ernst zu verlieren.

Doch es wird nicht nur draufgehauen. Im zweiten Teil des Buches erklärt der Karriere-Coach, inwieweit man selbst schon irre ist und wie man den Absprung schafft. Dabei hält er dem Leser auch einen Spiegel vor und lädt die Hauptschuld nicht nur bei den Arbeitgebern ab. So muss man sich auch mit sich selbst und seinen Einstellungen beschäftigen, seine Wünsche und Hoffnungen ergründen und Stellung beziehen. Martin Wehrle zeigt so, dass die Arbeitswelt und die Irrenhäuser nicht einfach in Schuldige und Unschuldige, Irre und Opfer unterteilt werden kann.

Fazit: ein sehr lesenwertes und vorallem witziges Buch, dass mit Spaß und dem nötigen Ernst zeigt, was in unserer Arbeitskultur falsch läuft. Eine unbedingte Kaufempfehlung.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Taugt sogar als Urlaubslektüre, 15. August 2012
Ein Buch mit diesem Titel in den heiß ersehnten Urlaub mitnehmen, wo man vom Irrenhaus gerade mal abschalten will?
Ja! Es hat mich glänzend unterhalten und nach dem Urlaub ganz anders wieder in mein Irrenhaus zurück kehren lassen. Nicht mehr als Patient und Insasse. Ich gehöre jetzt schon zum "neutralen Pflegepersonal". Der Ausbruch ist geplant.
Lässt Sie Ihr Job nicht kalt und haben Sie den Verdacht, dass Sie auch in einem Irrenhaus sind, dann lesen Sie das Buch. Geht unter Kollegen weg wie warme Brötchen.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt Möglichkeiten dem Wahnsinn zu entgehen, 20. Februar 2011
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Humorvoll und dennoch in schonungsvoller Offenheit schaut der bekannte Karrierecoach Martin Wehrle hinter die nach außen oft so freundlich zur Schau gestellte Fassade deutscher Konzerne, egal ob Großkonzerne oder Unternehmen aus dem für Deutschland so wichtigen Bereich des Mittelstandes.

Im "großen Irrenhaus - Test" kann der Leser selbst aktiv werden und herausfinden wie er mit seiner Firma dran ist und auf welche Zeichen er besonders achten sollte. Wehrle gibt praktische und äußerst lebensnahe Tipps um dem Büro - Wahnsinn zu entgehen.

In diesem Buch begegnet mir all das wieder was ich bereits von Freunden gehört habe, die in solchen "Irrenhäusern" ihre Brötchen verdienen. Anderen Lesern wird es ähnlich ergehen. Das was dieses Buch jedoch so wichtig macht ist folgender Umstand: Martin Wehrle geht eindeutig über die Beschreibung des Ist - Zustandes hinaus. Er zeigt Lösungen auf um aus dem "Irrenhaus" wieder hinauszufinden. Dabei muss man es interessanterweise nicht in jedem Fall verlassen, es gibt Wege im "Irrenhaus" selber zu bleiben, seinen Job zu behalten und dennoch dem Wahnsinn zu entgehen.

Dirk Meissner setzt mit seinen Illustrationen, die jeweils das neue Kapitel einleiten, einen humorvoll - witzigen Akzent, der widerum das sehr ernste Thema gut auflockert und eine Bereicherung für das Buch ist.

Entscheidungsdschungel, Meetings bis der Arzt kommt, Fortbildungslüge, Fusionsfieber, Lästerfalle, Werte - Fährte und Wahnsinn färbt ab sind nur einige wenige Stichpunkte die in diesem Buch zum Thema gemacht werden. Es wirft einen sehr realen Blick nicht nur auf den ganz normalen Büroalltag - dieses Buch ist sehr empfehlenswert.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für alle Kopfschüttler absolut empfehlenswert, 4. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Ich arbeite in einem Irrenhaus: Vom ganz normalen Büroalltag (Kindle Edition)
Inhalt:

Wer verfällt angesichts seines Arbeitgebers nicht in Kopfgeschüttel? Eben genau das greift Martin Wehrle auf und sagt: Ihr habt recht. Es ist nicht normal. Es ist Irrsinn. Und ihr seid nicht alleine damit.

So beschreibt der Autor den vielschichtigen Wahnsinn unterhaltsam und lustig. Ganz im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, die sich im selben Feld tummeln, bemüht er sich dabei auch um Hintergründe und zielt nicht nur auf die schnelle Pointe.

Teil II beginnt mit einem Irrenhaus-Test, um herauszufinden, wie es mit der Irrsinns-Pegel in der eigenen Firma steht. Zwei weitere Kapitel zum Umgang mit dem Irrenhaus-Ergebnis schließen sich an.

Das Buch endet mit 12 Seiten, die helfen, Irrenhäuser schon vor dem Unterschreiben des Arbeitsvertrages zu erkennen. Dabei spricht der Autor alle Wechsel-Phasen an - von der Anzeigenauswahl bis zum Vorstellungsgespräch.

Bewertung und Sterne:

Ich finde Martin Wehrles Buch richtig gut. Er geht differenziert an die Sache heran, seine These ist klar und er präsentiert sie unterhaltsam.

Besonders im zweiten Teil lässt er den Leser aber nicht so einfach mit der Diagnose Irrenhaus und Schultern-zucken davon kommen.

Hier gilt es den Irrsinns-Eindruck zu überprüfen und konstruktiv mit der Sache umzugehen. Er treibt zum Handeln in die jeweils richtige Richtung an. Kein impulsives '"weg von"', sondern ein reflektiertes '"hin zu"' ist das Ziel von Martin Wehrle. Und das ist aus meiner Sicht sehr gut gelungen.

Martin Wehrle hat ein Buch geschrieben, das witzig, unterhaltsam, differenziert und nützlich ist.
Wer sich schon regelmäßig beim Kopfschütteln über den Chef oder den Arbeitgeber im Ganzen erwischt hat, dem empfehle ich dieses Buch.

Ich vergebe fünf von fünf Sternen.
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49 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Demagogisch - vom eigenen Weltbild abweichende Ideen werden runtergemacht, 31. Januar 2012
Von 
Der Buchtitel und die darauf abgebildete Karikatur können keinen darüber hinwegtäuschen, dass es sich hierbei um eine amüsante, womöglich gar satirische Abrechnung "Vom ganz normalen Büroalltag" handeln soll. Jeder, der in einem Unternehmen arbeitet oder Leute kennt, die in einem Unternehmen oder einer Behörde arbeiten, selbst Außenstehende, werden bereits einschlägige Erfahrungen gemacht haben, dass nicht alles so ist, wie es sein sollte bzw. könnte. Insofern verspricht das Buch seinen Käufern eine Bestätigung bereits gemachter eigener Erfahrungen und man erhofft sich womöglich von Beispielen zu lesen, die den Irrsinn im eigenen Unternehmen in einem milderen Licht erscheinen lassen.

Meine Erwartungen an die satirischen Qualitäten des Buchs wurden nicht erfüllt. Die Schilderungen und verfremdeten Praxisbeispiele können auch nicht wirklich überraschen. Alles irgendwie schon einmal da gewesen.

Ärgerlich finde ich allerdings die Manipulationsversuche, die der Autor gelegentlich unternimmt, um seine Sichtweise zu unterstreichen. Folgender Eintrag findet sich auf Seite 53: "Der renommierte Unternehmensberater Prof. Jörg Knoblauch spricht von einem "Recruiting - Roulette" in seinem Buch "Die Personalfalle"..." Darüber, ob Professor Knoblauch ein renommierter Unternehmensberater ist, darf man geteilter Meinung sein. Meiner Beobachtung nach vertritt Herr Knoblauch eine ganze Menge interessanter Ansichten, die er auch schon ausreichend publiziert hat. Mit seinen Thesen dürfte er allerdings vorwiegend Mittelständler und Inhaber kleinerer Unternehmen ansprechen. Herr Knoblauch ist auch Autor des Buchs "Die besten Mitarbeiter finden und halten: Die ABC-Strategie nutzen", in dem er den Lesern empfiehlt, Mitarbeiter nach A, B und C zu kategorisieren und sich von den C-Mitarbeitern zu trennen, da sie mehr Unheil als Nutzen verursachten.

Dass gerade Herr Knoblauch als Referenz herangezogen wird ist widersprüchlich, denn auf Seite 185 findet sich folgende Aussage über Jack Welch, den früheren CEO von General Electric: "Das Credo, nach dem er sein Personal führte, war eine brutale Selektion. Er teilte die Mitarbeiter in drei Kategorien ein: Die besten 20%, die mittleren 70% und die schlechtesten 10%." Selbstverständlich kritisiert Martin Wehrle die Vorgehensweise von Jack Welch. Ob es dann aber klug ist, den mit dem gleichen Thema Vortragssäle füllenden Prof. Knoblauch für seine Anliegen zu zitieren, wage ich zu bezweifeln.

Zweimal wird Jack Welch übrigens als "Neuronen-Jack" bezeichnet. Neuronen sind Nervenzellen, über die in den letzten Jahren ausführlich geforscht und berichtet wurde. In Wirklichkeit wurde Jack Welch als "Neutronen-Jack" bezeichnet. Weil ihm von Kritikern und Bewunderern eine ähnlich verheerende Wirkung in Bezug auf das Ausdünnen von Belegschaften, wie der Neutronen-Bombe im Krieg bezüglich der Lichtung feindlicher Reihen zugesprochen wurde. Liegt es am Autor oder dem Lektor, dass sich dieser Fehler eingeschlichen hat? Aber was ist überhaupt zu halten von jemandem, der zwischen Neuronen und Neutronen nicht unterscheiden kann?

Besonders manipulativ wird es dann auf Seite 206. Wehrle kritisiert einen populären Ratgeber, der Zweifel anmeldet, ob ein Arbeitgeberwechsel klug ist, wenn man es in seinem Job nicht mehr aushält. Hierzu schreibt er: "Diesen Ansatz vertreten Volker Kitz und Manuel Tusch, Autoren des "Frust-Job-Killer-Buches". Die Kernaussage der beiden jungen Psychologen: "Alle Jobs sind gleich. Es ist egal, für wen Sie arbeiten.""

Geärgert habe ich mich über das in diesem Fall wohl abwertend gemeinte Adjektiv "junge". Es soll wohl suggeriert werden, dass die beiden Autoren, deren Bücher ich selbst deutlich interessanter finde als das von Herrn Wehrle, aufgrund ihrer Jugend noch nicht ausreichend Erfahrungen gemacht haben können, um überhaupt zu solchen Urteilen zu kommen. Natürlich hat mir dies keine Ruhe gelassen. Kitz ist 1975 geboren, Tusch 1976. Martin Wehrle ist 1970 geboren. Kann man mit 5-6 Jahren Altersunterschied bei über 35-Jährigen einen Unterschied zwischen jung und unerfahren sowie alt und erfahren machen? Sind Leser, die jünger als Martin Wehrle sind, überhaupt in der Lage die Qualität seines Buches zu erfassen?
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwankt zwischen Sachbuch und Comedy - nicht so gut wie gedacht, 4. Oktober 2011
Die Karikatur auf dem Cover erweckt den Eindruck, dass das Sachbuch pointierte, witzige Geschichten liefert, über die man im Stillen lächeln und über die man gemeinsam mit Kollegen und Bekannten im Nachhinein lachen kann.

Wer aber bei "Ich arbeite in einem Irrenhaus" ein unterhaltsames, seichtes Comedy-Buch erwartet, ist leider auf dem Holzweg. Trotz des plakativen Titels handelt es sich bei Martin Wehrles Buch um reine Sachliteratur und geht in die Richtung Selbsthilfe-Buch. Das ist zwar per se nicht schlecht, aber eben nicht das, was man auf den ersten Blick erwartet. Wehrle war selbst Abteilungsleiter, ehe er sich als Karriereberater selbständig machte. Deshalb weiß er natürlich, von was er schreibt. In seinen Ausführungen trifft er oft den Nagel auf den Kopf und erläutert seine Thesen anhand von leicht verständlichen Beispielen. Dadurch lesen sich die 288 Seiten auch recht flüssig und zügig.

Mitunter lockert der Autor seinen Text durch einige clevere Irrenhaus-Paragraphen auf wie etwa der folgende:

"§ 9: Wer vor dem Meeting ein Problem hat, ist danach einen Schritt weiter ' er hat mindestens zwei Probleme."

Wer den täglichen Bürowahnsinn kennt, kann solche Äußerungen sicher nicht so ohne weiteres von der Hand weisen ' dennoch: Nicht alles, was Wehrle schreibt, kann man unkritisch so stehen lassen. Er übertreibt hier und da gewaltig, betrachtet Situationen einseitig oder stellt sie überspitzt dar, was freilich dem Unterhaltungswert des Buches zuträglich ist, nicht aber seiner selbst gewählten Mission.
Zudem stellen sich viele seiner Argumente so selbstverständlich dar, dass man diese erst gar nicht in einem Sachbuch suchen muss. Es gibt Checklisten,
Ausbrecher-Tipps und so einiges mehr. Dennoch erfahren Festangestellte über große Passagen hinweg kaum etwas, was sie aus der eigenen Praxis nicht bereits selbst hinlänglich kennen bzw. wissen. Da fällt es ein bisschen schwer nachzuvollziehen, weshalb die Kritiker den Titel bejubeln und auf die Bestsellerlisten katapultiert haben.

Schlussendlich schwankt "Ich arbeite in einem Irrenhaus" zwischen einem Selbsthilfe-Buch und satirischer Unterhaltung, ohne so recht das eine oder andere ganz zu sein. Im Zweifelsfall überwiegt der Sachbuchanteil. Wer nach humorvoller, lockerer Comedy sucht, für den eignet sich der Titel eher nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Irrsinn scheint weiter verbreitet, als ich dachte, 15. Mai 2014
Mit wachsendem Erstaunen las ich die durchweg wahren Geschichten in diesem Buch, die von unfassbar bescheuerten Managementfehlern berichten. Da geht einem kompletten Großunternehmen das Papier aus, weil kein Budgetposten für dessen Neuanschaffung geplant ist. Kein Vertrag, kein Brief, keine Rechnung kann mehr das Haus verlassen. Da wird ein Mitarbeiter als Spion verhaftet, weil er sich ein Arbeitsdokument nach Hause gemailt hat, um in unbezahlter Überstundenzeit daran weiterzuarbeiten. Da geben sich ständig wechselnde Chefs die Klinke in die Hand, es überschlagen sich die Restrukturierungsprogramme, bis nicht nur die Motivation der Mitarbeiter, sondern auch die Umsätze im Keller angekommen sind ...

Ähnliche irrwitzige Vorfälle kenne ich sowohl aus eigener Erfahrung als Mitarbeiterin in Konzernunternehmen als auch aus vielen Berichten meiner Klienten in der Outplacement- und Karriereberatung. Bisher hatte ich geglaubt, das seien Einzelfälle oder Resultate von subjektiv gefärbter Wahrnehmung. Wehrles Buch hat mich eines Besseren belehrt: Der Wahnsinn hat Methode und ist weit verbreitet! Diese Erkenntnis kann den Leser - trotz des unterhaltsamen Schreibstils - tatsächlich depressiv machen. Daher empfehle ich, parallel zu Wehrles “Irrenhaus”-Buch gleichzeitig ein Buch mit positiven Management-Beispielen zu lesen.

Und allen Jobsuchenden möchte ich noch dringender als bisher ans Herz legen, sich die Firmenkultur und den Managementstil ihrer neuen Firma sehr genau anzuschauen, bevor sie einen Arbeitsvertrag unterschreiben!
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