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77 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniestreich
Die fiktiv angereicherte Biographie des genialen schizophrenen Mathematikers John Nash. Oscarprämiert. Mehr wusste ich nicht über den Film; ich hatte keine Inhaltsangaben gelesen, keine Rezensionen und auch kein Making-of gesehen. Glücklicherweise.
Man lernt den Studenten John kennen, er ist anders als seine Kommilitonen: Eigenbrötlerisch, stur,...
Veröffentlicht am 2. August 2007 von marielan

versus
19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen A Beautiful Mind (Blu Ray)
Fesselnder Film in weniger überzeugender HD-Umsetzung. Der Transfer liegt in 1:1,85 vor. Das ist leider das einzige Plus dieser Veröffentlichung. Das Bild in sich scheint homogen. Doch leider wirkt es nie wirklich scharf. Die Farbfilter wirken überzogen. Auch der Ton ist eher mittelprächtig, liegt eben für Paramount nur in der DVD Spur vor...
Veröffentlicht am 27. April 2012 von Musikliebhaber


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77 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniestreich, 2. August 2007
Von 
marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn (DVD)
Die fiktiv angereicherte Biographie des genialen schizophrenen Mathematikers John Nash. Oscarprämiert. Mehr wusste ich nicht über den Film; ich hatte keine Inhaltsangaben gelesen, keine Rezensionen und auch kein Making-of gesehen. Glücklicherweise.
Man lernt den Studenten John kennen, er ist anders als seine Kommilitonen: Eigenbrötlerisch, stur, hochbegabt, kontaktscheu mit autistischen Zügen. Dass sich das Militär für ihn interessiert, verwundert nicht; es ist die Zeit des Kalten Krieges, Amerika fühlt sich von Russland bedroht und braucht geniale Köpfe wie John Nash, der die Bedrohung am eigenen Leib spürt und immer panischer reagiert, bis man ihn in die Psychiatrie einliefert.
In der Person des behandelnden Arztes Dr. Rosen offenbart sich das Spiel mit dem Zweifel, das der Regisseur mit dem unbedarften Zuschauer treibt. Ist Dr. Rosen wirklich der gutmeinende Arzt, der John mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln von seiner seelisch-geistigen Krankheit befreien will? Oder ist er der Wolf im Schafspelz, der John nichts von dem glaubt, was auch der Zuschauer mit eigenen Augen gesehen hat? Mitleid hat man mit Johns Ehefrau, die sich im gleichen Zwiespalt befindet wie der Zuschauer.
Man fühlt zunächst Erleichterung, als der Kontaktmann der Spionageabwehr wieder auftaucht: Endlich die Rehabilitation.
Es ist erstklassig gemacht, wie der Regisseur den Zuschauer auf Nashs Wahrnehmungsebene einschwört. Man sieht dieselben Bilder wie Nash, ebenso weiß man im weiteren Verlauf des Films, dass sie nicht real sind, aber sie sind doch da, das Auge kann doch nicht betrügen. Man bekommt eine Ahnung, in welch bedrohlicher Wirklichkeit der schizophrene Mann lebt, und dass es fast unmöglich ist, eine Grenze zu ziehen zwischen realen und irrealen Bildern. Als Zuschauer möchte man ihn bitten, die Irrealen nicht anzusehen - dabei sieht man sie selbst.
Neben der Arbeit des Regisseurs ist auch Russell Crowes schauspielerisches Leistung zu bewundern, der vom jungen Studenten bis zum alten Mann, vom leicht Verhaltensgestörten bis zum Schwerkranken die Vielfältigkeit des fiktiven Charakters John Nash beherrscht.
(Mit dieser Rezension habe ich lediglich den Film betrachtet ohne seinen Bezug zum wahren Leben des John Nash oder den tatsächlichen Symptomen der Schizophrenie. Das der Film auf diesem Hintergrund anders beurteilt werden müsste, liegt auf der Hand.)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvorstellbare Chaoswelt eines genialen Schizophrenen, 6. März 2005
Rezension bezieht sich auf: A Beautiful Mind S.E. (1 Disc) (DVD)
Was ist Schizophrenie? Diese Frage stellen sich doch bestimmt viele, und die die angeben, sie würden es wissen, können die Krankheit nicht mal beschreiben.
Und deswegen mußte es einfach diesen Film geben!
Alles fängt mit einem genialen - wirklich genialen - Mathematiker an, der mit Zahlen umgeht, da schlackern wir Normal-Durchschnitts-Intelligente nur mit den Ohren. Und dieser überaus schlaue Mann (Russel Crowe spielt John Nash) soll "blöde" sein?
Ungefähr eine Stunde des Filmes käme da keiner drauf. Die Welt von John Nash wird so klar und realistisch beschrieben, daß man nicht mal in Erwägung ziehen würde, mit dem netten Mann da stimmt was nicht. Okay, Intellektuelle sind immer ein bißchen schrullig, aber verrückt?!
Doch die Welt, die heile Ehe-Welt, die normale Arbeits-Welt bröckelt, als klar wird, dieser Mann sieht Menschen, die nicht existent sind. Menschen, die sein Gehirn erfunden hat.
Er wollte immer nur Anerkennnung und Ruhm für seine Arbeiten. Aber was bekam er? Schizoide Vorstellungen eines Geheimagenten, der ihn zwingt, für die USA russische Geheimcodes zu knacken. Er sieht einen Studienfreund samt dessen Nichte, die nicht real sind.
Wie eindrucksvoll wird das Chaos geschildert, in dem John Nash gefangen ist. Aber sein eigentliches Ziel, seine Arbeit und der daraus folgende Nobelpreis, wird nicht aus den Augen verloren.
Schauspielerisch kann man sagen, das alle Leistungen des Essembles grandios sind. Angefangen von Jennifer Connelly, Crowe, Ed Harris (wie schwer muß es sein, einen Menschen zu spielen, der nicht existiert?).
Die Botschaft ist klar: auch Menschen mit gestörter Psyche sind in der Lage, ihr Leben zu ändern, sich anzupassen, genial zu sein und großartige Dinge zu schaffen.
Hier wurde schlicht und einfach ein großartiger Film geschaffen, der auf dem Leben von John Nash basiert.
Noch eine Anmerkung zum Schluß: der Film ist letztendlich was er ist auch durch die wunderschöne Filmmusik, die hier nicht in den Hintergrund gedrängt werden darf!
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwieriges Thema brillant inszeniert, 22. November 2007
Von 
M. Mersch (Bielefeld) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn (DVD)
Wer in die Thematik dieses Films wirklich eintauchen will, dem sei geraten sich ihn möglichst ohne Vorwissen anzusehen. Im Grunde würde schon die Kenntnis über das Genre den Effekt schwächen, der sich irgendwann mitten im Film einstellen wird.
Verraten werden sollte nur soviel: Freuen Sie sich auf einen absolut überzeugenden Russel Crowe in der Rolle des genialen Mathematikers John F. Nash, auf durchdachte Dialoge, packende Szenen und ein perfektes Timing. Regisseur Ron Howard schafft es ein für Außenstehende kaum verständliches Thema begreiflich, ja sogar fühlbar zu machen. Der Film ist sensibel aber nicht pathetisch. Er ist spannend aber nicht reißerisch. Vor Allem aber ist er glaubwürdig. "A beautiful Mind" hat jeden Oscar verdient.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Filme überhaupt!, 29. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: A Beautiful Mind S.E. (1 Disc) (DVD)
Als ich den Film das erste Mal gesehen habe, mußte ich ihn im Anschluß gleich noch einmal schauen und dann wieder und wieder innerhalb einer Woche, so gefesselt hat er mich. Dieser Film ist schlichtweg genial und ich habe kaum einen interessanteren Film gesehen als diesen hier! Genie und Wahnsinn liegen bekanntlich oft nah beieinander und in "A beautiful mind" sind diese beiden unzertrennlich miteinander verbunden und ein brillianter Russell Crowe bringt sowohl das eine als auch das andere in seiner sensationellen schauspielerischen Leistung rüber. Nicht nur, dass die Geschichte auf der Wahrheit beruht, nein, zudem ist die Geschichte so genial gestaltet, dass man bis zur großen Auflösung hin nicht durchblicken kann, was nun wahr ist und was nicht. Man ist völlig auf dem gleichen Stand wie John Nash, was den Verlauf der Dinge betrifft und erst als sein Leiden erkannt wird, wird einem klar, was bisher wahr und was nicht wahr gewesen ist. Das allein ist schon brilliant! Dazu kommt der unwahrscheinlich große Geist von John Nash, der einen immer wieder einfach nur verblüfft und in diesem Film eine gebührende Würdigung erhält. Das wohl rührendste am ganzen Film ist das Ende - Tränen sind garantiert! Ich liebe diesen Film ganz einfach und staune immer noch, wie fantastisch er ist. Er gehört ganz klar zu den besten Filmen, die ich je gesehen habe und ich glaube, ich gönne ihn mir gleich einmal wieder ;-). Ansehen, Leute!
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen A Beautiful Mind (Blu Ray), 27. April 2012
Rezension bezieht sich auf: A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn [Blu-ray] (Blu-ray)
Fesselnder Film in weniger überzeugender HD-Umsetzung. Der Transfer liegt in 1:1,85 vor. Das ist leider das einzige Plus dieser Veröffentlichung. Das Bild in sich scheint homogen. Doch leider wirkt es nie wirklich scharf. Die Farbfilter wirken überzogen. Auch der Ton ist eher mittelprächtig, liegt eben für Paramount nur in der DVD Spur vor.
Diese Edition enthält null Extras.
Als update zur DVD ungeeignet. Wer sich den Film zulegen möchte, sollte auf einen deutlich niedrigeren Preis unter 10 Euro warten.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Du mehr siehst als die Anderen - keiner Versteht Dich, 12. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn (DVD)
Russel Crown bereits in seiner Studienzeit ein Außenseiter aufgrund seiner für ihm natürlichen Talente, für seine Umgebung jedoch ergeben sich nicht begreifbare Verhaltensmuster womit er rasch zu einem Außenseiter wird. In seinem Berufsleben nutzen seine Arbeitgeber seine Talente, auch er findet Verwirklichung, bis seine Körperliche Kapazität durch seine Gaben eine Überlastung erfährt. Er fällt in die sorgenden und liebenden Hände seiner Ehefrau, die seinen Körper durch den Rest seiner Lebenszeit fütter, führt, aufrecht erhält, um ihm die Möglichkeit der Entgegennahme des Nobelpreises zu gewähren.

Fazit: einzigartiger Film über das Thema Genie und Gesellschaft, Medizin und Sinnhaftigkeit des Menschen und seiner Taten. Kurzweilig, spannend zum Mitfühlen, Verstehen einladend.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Kampf um das Gleichgewicht, 25. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn (DVD)
1948: John Nash (Russell Crowe) ist ein junger, ungewöhnlich talentierter Mathematiker, der ein Stipendium für die Universität Princeton, New Jersey, USA, bekommen hat. Er ist ein Sonderling, ganz auf seine Wissenschaft fixiert und im Umgang mit seinen Mitmenschen kaum in der Lage die Regeln der Rationalität beiseite zu schieben und einen entspannten Umgang zu pflegen. So gerät er in der Konkurrenz, sich gegenüber seinen Kommilitonen mit revolutionär neuen Erkenntnissen hervorzutun, schnell in eine Außenseiterrolle. Dennoch hat er auch Kontakte. Vor allem zu seinem Zimmergenossen Charles Hernan (Paul Bettany), der das genaue Gegenteil von ihm ist; ein stets gut gelauntes Partyanimal, für welches das Universitätsstudium vor allem Grundlage für einen ungezwungenen Lebenswandel darstellt. Und der scheint einen sehr positiven, ausgleichenden Einfluss auf John zu haben, der sich immer mehr in seine Arbeit zu verrennen droht. In einer Vorlesung, die der überhebliche John widerwillig vor jungen Studenten hält, lernt er Alicia (Jennifer Connelly) kennen, eine hinreißend schöne, ebenso intelligente wie selbstbewusste und sehr zielstrebige junge Frau. Zwischen ihr und John entwickelt sich schnell eine ebenso skurrile wie, auf eigentümliche Art, romantische Beziehung, die in eine Heirat mündet. Als John mit seinen Arbeiten zur >Regulierenden Dynamik< endlich die verdiente Anerkennung durch den Dekan der Universität erlangt und eine Stelle im renommierten Wheeler-Labor angeboten bekommt, wird das Pentagon auf ihn aufmerksam, das, mitten im kalten Krieg, eine chiffrierte Nachricht des sowjetischen Geheimdienstes abgefangen hat, die zu entschlüsseln bislang niemandem gelungen ist. John knackt sie im Hand umdrehen und wird daraufhin von dem Agenten William Parcher (Ed Harris) gebeten sein Talent künftig in den Dienst des Geheimdiestes zu stellen. So stürzt sich John fieberhaft in das Aufspüren und Entschlüsseln von Codes. Bei der Übergabe seiner Entdeckungen, die über einen geheimen Briefkasten erfolgt, hat er immer öfter das Gefühl beobachtet und verfolgt zu werden. Bei einer Übergabe kommt es schließlich sogar zu einer Schießerei. Parcher kann ihn gerade noch retten. John möchte nun aussteigen, aber Parcher setzt ihn unter Druck. Nun kapselt John sich immer mehr von seinen Mitmenschen und selbst von seiner Frau ab. Bei einem Gastvortrag in Harvard jedoch nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung...

Einen solchen Stoff so raffiniert, in solch erlesenen Bildern und mit einem so vollendeten Spannungsbogen umzusetzen hätte ich Regisseur Ron Howard ("Splash", "Cocoon", "Backdraft"...) bis dahin nicht zugetraut. Es ist ein düsteres Verwirrspiel das uns tief in die Psyche eines Menschen versetzt der unter enormen Druck gerät, den Halt verliert und nicht mehr sicher sein kann wem noch zu trauen ist. Und es stellt dabei mehr als nur einmal unser eigenes Urteilsvermögen in Frage.

Der Film basiert auf der Biografie des Mathematikers und Nobelpreisträgers für Ökonomie John Nash. Und man kann trefflich darüber streiten ob dies eine angemessene Biografie über den historischen Nash ist. Aber meine Diskussion wäre das nicht, denn dies ist keine Dokumentation. Und es ist weder Aufgabe, noch liegt es in den Möglichkeiten eines Spielfilms Realitäten originalgetreu abzubilden. Howards Film handelt von einem Mann aus relativ bescheidenen Verhältnissen, einem Außenseiter und Eigenbrötler, der mit einer ganz besonderen, außergewöhnlichen Begabung versehen, in einen sehr ungleichen Wettbewerb startet, eben diesen Wettbewerb zu seinem Thema macht ("Nash-Equilibrium", deutsch "Nash-Gleichgewicht") und dabei an seine existenziellen Grenzen gerät, und darüber hinaus. Es ist auch ein Film über die Paranoia des kalten Krieges, als ein erbitterter Wettbewerb um die Vormacht auf diesem Planeten ihn fast in den Abgrund gestürzt hätte. Und es ist ein Film der uns zeigt, dass gewinnen heißen kann alles zu verlieren und dass der eigentlich bedeutende Gewinn oft in dem liegt was uns auf dem Weg dorthin begegnet. Es ist eine Ode an die Schönheit des Denkens, aber auch eine Mahnung an dessen Gefahren. Und obwohl der Film, insbesondere gegen Ende, ein wenig ins Süßliche abgleitet halte ich 'A beautiful Mind' für einen sehr gelungenen, außergewöhnlichen Film.

Kraftpaket Russell Crowe, eine sehr mutige und unerwartete Besetzung für den Kopfmenschen Nash, erweist sich als überaus glückliche Wahl. Ein erstaunlicher Schauspieler, der mich hier bisweilen sogar ein wenig an Heinz Rühmann erinnert. Auch Jennifer Connelly, die für ihre Darstellung der Alicia zu Recht mit dem Oscar gekürt wurde, überzeugt auf ganzer Linie. Und zu Ed Harris brauche ich wohl nicht viele Worte zu verlieren. Ebenso zu Paul Bettany und Christopher Plummer. Meister ihres Fachs! Auch der restliche Cast geht, wenn auch nicht durchweg schauspielerische Spitzenklasse, durchaus in Ordnung.

Vor Genialität strotzt auch die Filmmusik von Großmeister James Horner ("A Beautiful Mind" von James Horner), der es versteht ein schlichtes Grundthema von höchster Erbaulichkeit zur tiefsten Depression zu variieren ohne dabei große Umwege machen und abrupte Brüche einbauen zu müssen. Selten wurden Innenwelten so plastisch hörbar gemacht. Ein Meisterwerk! Die Schnulze aus dem Abspann meine ich damit allerdings nicht.

Bild und Ton (Deutsch und Englisch Dolby 5.1) der Standard-DVD sind ausgezeichnet. Untertitel gibt es in Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte und Hebräisch. Als Extras gibt es nur den Audio-Kommentar des Regisseurs und einen des Drehbuchautoren Akiva Goldsman. Außerdem werden in einer Featurette etliche nicht verwendete Szenen gezeigt. Wahlweise kann auch hierzu ein Audio-Kommentar Howards zugeschaltet werden, der ebenfalls untertitelbar ist. Hier gefiel mir besonders eine Szene in der die schöne Alicia auf einer Party von einem Mann angebaggert wird dessen Weltbild allerdings bedrohlich ins Wanken gerät als er erfährt, dass sie in Princeton studiert. Köstlich!

PS: Leider muss ich sagen, dass es gerade bei diesem Film nicht zu empfehlen ist die Rezensionen dazu auf Amazon zu lesen, können doch in diesem Fall besonders viele Rezensenten nicht an sich halten entscheidende Inhalte des Films zu verraten, sodass manchem sicherlich der Überraschungseffekt genommen und der Filmgenuss verdorben wird. Sehr schade!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Genie trifft Wahnsinn - ungewöhnliches Oskarmaterial!, 26. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn (DVD)
John Forbes Nash (Russell Crowe), Mathematikgenie an der Princeton University arbeitet lieber für sich allein, anstatt mit seinen Komilitonen die Vorlesungen zu besuchen. Er ist auf der Suche nach einer revolutionären mathematischen Theorie, die ihm zu großen Ansehen verhelfen soll. Als er eine solche tatsächlich entwickelt, gehört plötzlich auch das Pentagon zu seinen Auftraggebern. Als bei John Nash jedoch eines Tages Schizophrenie diagnostiziert wird, gerät sein Leben und das seiner Frau Alicia (Jennifer Connelly) von heute auf morgen aus den Fugen...

Regisseur Ron Howard gelang mit "A Beautiful Mind- Genie und Wahnsinn" ein recht einfühlsamer und bewegender Film, der einem zeigt wie es ist gegen diese Krankheit anzukämpfen. Leider hat Hollywood John Nashs Biografie so hingebogen, dass es für einen massentauglichen Film reicht (u. a. wurde das uneheliches Kind, Nashs Homosexualität weggelassen). Dafür stellt Regisseur Ron Howard die Kraft der Liebe und den Schutz der Familie in den Vordergrund, zwei essentielle Dinge, die Nash dabei helfen seine Krankheit in den Griff zu bekommen. Glücklicherweise halten sich Kitsch und Schmalz dabei in Grenzen und so gelingt es Howard einen steckenweise sehr intensiven Film abzuliefern, der einen fesselt und bewegt. Leider bleibt dabei die Frage offen, wie viel das mit Nash tatsächlichen Leben zu tun hat. Besonders als ich nach dem Film mal ein wenig im Netz geforscht habe, fiel mir auf wie Hollywood Nash Biografie bis auf die Grundzüge verändert hat.

Obwohl es einem dann durchaus sauer aufstößt, dass eine ungemein interessante Geschichte jeglicher Ecken und Kanten beraubt worden ist, damit sie als moralisch und in sich abgerundete Familienunterhaltung durchgeht, entschädigen die phänomenalen schauspielerischen Darbietungen. Russell Crowe hat meiner Meinung nach seid "Insider" nicht mehr besser gespielt. Seine Verwandlung in John Nash ist absolut überzeugend und verdient oskarreif. Auch Jennifer Connelly zeigt welch grandiose Schauspielerin in ihr steckt. Ebenso gefallen Paul Bettany und Ed Harris.

Ingesamt ist "A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn" ein spannender, ergreifendes und gut gespieltes Kino, welches das wahre Leben allerdings oftmals nicht so zeigt wie es ist, sondern so wie man es sich in Hollywood eben vorstellt - 4 Sterne.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Liebe ohne Mathematik, 6. September 2002
Von 
Dagobert Michelsen (Kiel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Die Inhaltsangabe des Filmes schürt Erwartungen, durch den Film Einblicke oder vielleicht sogar Antworten zu bekommen, die den meisten Menschen nahezu unbekannt sind: mathematische Kreativität und Schizophrenie. Die Darstellung der Mathematik beschränkt sich in dem Film auf das hinbrabbeln von Unsinn und dem großflächigen Aufbringen von Formeln auf Fenster und Papier, die dann in seiner Schizophrenie von ihm zu einem Spinnennetz der Verschwörung zusammelaufen und so einmal mehr zum Klischee des Dargestellten verkommen. Die Handlung verläuft streng getrennt aus zweierlei Perspektiven: Anfangs aus seiner schizophrenen Sicht, nach seinem Absturz dann aus der Sicht der Mitmenschen. Eine Ambivalenz der Zustände, eine Verbindung zwischen Genie und Wahnsinn wird sorgsam vermieden und damit der interessantere Teil ausgespart. Und so hinterlässt einmal mehr die Verfilmung einer Geschichte mit Potenzial den Eindruck, dass die Geschichte an sich irrelevant ist und nur als Beiwerk zur Inszenierung des Standards "Erfolg, Fall, Liebesgeschichte, Happy End" verkommt. Die einzige Lehre aus dem Film ist die Erkenntis, dass Liebe stark ist - aber dazu braucht man keine Mathematik.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A Beautiful Mind - eine Homage an John Nash, 3. August 2006
Rezension bezieht sich auf: A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn (DVD)
---A Beautiful Mind---

2001 brachte Ron Howard in Zusammenarbeit mit Russel Crowe und Jenifer Connelly die Verfilmung des mit dem Nobelpreis ausgezeichneten weltberühmten Mathematikers und Wissenschaftler John Nash auf die Leinwand.

Plot:

John Nash (Russel Crowe), ein hochbegabter Mathematiker, erhält in den Jahren der Zeit der Kommunistnverfolgung in den USA ein Stipendium an einer berühmten Universität. Um wissenschaftlich aufzusteigen, muss er ein Thema finden und darüber einer Arbeit schreiben, die es ihm ermöglicht, in die Dienste der Fakultät einzutreten. Bald hat er sein Thema gefunden. Sein sonstiges (Privat-)Leben hält er klein; er mag nicht die Gesellschaft von Menschen und die Gesellschaft scheint aus seiner Sicht ihn auch nicht zu mögen.

Während seiner Zeit an der Universität macht er Bekanntschaft mit seinen Zimmerkollegen Charles; beide freunden sich an. In den folgenden Jahren als Wissenschaftler im Dienste der USA lernt er bei seinen ungeliebten Vorlesungen an der Universität seine künftige Frau, die junge Alicia, kennen. Alicia (J. Connelly) ist über Johns Wesen, seinen Charakter fasziniert. In den kommenden Jahren wird John Vater. Seine Tätigkeit als Wissenschaftler und Dozent wird indes begleitet von Merkwürdigen Personen, die in beobachten. Eines Abends wird er von einem Unbekekannten, der sich John als Parcher (Ed Harris) ausgibt, in eine geheime staatliche Einrichtung verbracht. Dort werden an Nash körperliche Untersuchungen vorgenommen, mithin erhält er an seinen Unterarm ein radioaktiven Zahlencode, der sich von Zeit zu Zeit zahlenmäßig verändert; mit ihm soll John Zutritt zu einem geheimen Briefkasten bekommen. Enige in Uniformen gekleidete Männer erteilen ihm den Auftrag umfangreiche Zahlencodes zu knacken. Augenscheinlich scheinen es kriegswichitige Informationen für das Verteidigungsministerium zu sein. John wird in die Dienste seines Staates gestellt. Seine regukläre Arbeit aber wird von dieser Tätigkeit immer mehr beeinträchtigt. Er glaubt sogar, verfolgt zu werden. Als Alicia Johns Handeln nachgeht, stellt sie fest, dass der Briefkasten, in den John die Briefe steckt, nie geleert worden ist. Sie konfrontiert in damit und gibt an, daß er sich das alles nur einbilde. John stellt sich quer und kann ihren Vorwurf nicht glauben, sieht er doch fast jeden Tag Parcher.

Alicia aber hat um die Gesundgeit und die Psyche ihres Mannes Bedenken, sie unterrichtet den renomierten Psychiater Dr. Rosen (Christopher Plummer). Die Diagnose steht fest: Nash leidet an Schizophrenie, er bildet sich Parcher nur ein. Gegen seinen erkennbaren Willen wird John in der Klinik eingeliefert, er wird wochenlang mit Schocktherapien und Medikamenten behandelt. Sein Zustand wird besser. Doch vom inneren Impetus angetrieben, setzt John heimlich die Medikamente ab. Er erhält daraufhin wieder Kontakt mit Parcher. Von seinem Zuszand beeinflusst, glaubt er, in einer Gartenlaube auf seinem Grundstück eine Zentrale der geheimen Vereinigung, für die er arbeitet, entdeckt zu haben. Parcher droht John zu erschiessen, wenn er flüchtet und seine Tätigkeit einstellt. Als durch Johns Unaufmerksamkeit beinahe sien Sohn in der Badewanne ertrunken wäre, zieht Alicia einen Schlussstrich, entweder er begibt sich wieder in die KLinik, oder sie und ihr Kind trennen sich von John. Im letzten Augenblick bekommt JOhn die Einsicht, dass es Parcher und Charles nicht gibt - sie werden nicht älter, sie sehen immer gleich aus. Beide erklären sich bereit, gemeinsam in den Kampf mit seiner Krankheit zu gehen.

In den kommenden Jahren ändert sich fast alles. Johns ehemalige Kollgen sind berühmte Forscher, Wirtschaftsbosse und Anwälte geworden. Im hohen Alter macht sich John wieder an seine Ausgangsforschungen, er nimmt sich eine Ecke in der Unibibliothek und hält dort kleine Vorlesungen. Eines aber, mit dem er nie gerechnet hätte, ist eingetreten. John erhält Besuch von einem Gesandten des Nobelpreis-Komitees - er wurde für den Nobelpreis nominiert.

Ein Problem aber stellt sich in diesem Kontext: wird Nash auf der Feier/Laudatio wieder einen Schizophrenieanfall bekommen? Mit entschlossenheit stellt sich Nash seinen ungebetenen Geistern...

Facit:

Mit Abstand von vielen anderen Produktionen ist A Beautiful Mind von 2001 die beste Biographie. Einfühlsam und mit hoher schauspielerischer Qualität wird der Film umgesetzt.

Von besonderer herausragender qualität ist die Filmmusik von James Horner.

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