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am 25. August 2009
In den Wirren des 30jährigen Krieges versucht der für Spanien kämpfende Flandern-Veteran Captain Diego Alatriste sein Glück zu machen. Doch das ist gar nicht so einfach. Ausbleibender Sold, Intrigen, Liebe, die heilige Inquisition machen Alatriste das Leben schwer. Während eines Gefechts, bei dem man nicht zimperlich zur Sache geht, verspricht Alatriste einem sterbenden Kameraden, sich um dessen Sohn Inigo zu kümmern. Fortan schreiten beide gemeinsam durchs Leben und müssen so manchen Schicksalsschlag meistern. In einer Zeit wo beinahe alles von der Kirche beherrscht wird, durchkreuzt Diego die Pläne der Inquisition und macht sich bei Monarchen unbeliebt. Nicht immer kann er sich auf seine im Krieg erworbenen Kampfkünste verlassen, doch stets auf seine Freunde und natürlich auf Inigo.

Zugpferd dieses Films ist mit Sicherheit Viggo Mortensen, der seit seiner Darstellung des Aragorn in "Herr der Ringe" Berühmtheit erlangte. In diesem teuersten Film in der Geschichte Spaniens, spielt er den spanischen Captain Diego Alatriste. Die Bezeichnung Captain hat in diesem Fall nicht mit der Schifffahrt zu tun, sondern ist ein militärischer Rang. Es ist die Verfilmung eines Romans von Arturo Pérez-Revertes der in seinem Heimatland sehr erfolgreich ist. Die damalige Zeit ist mit viel Liebe zum Detail dargestellt, man sieht prachtvolle Kostüme und heruntergekommene Lumpen, prunkvolle Paläste und abgewrackte Spelunken. Spitzenklasse sind auch die Kampfszenen, die toll choreographiert wurden und in denen mit Blut nicht knauserig umgegangen wird. Da es mehrere Romane mit Alatriste als Hauptdarsteller gibt, wurden für das Drehbuch wohl auch mehrere Romane zusammengeschnitten. Das würde die zum Teil verwirrenden Zeitsprünge erklären, denen man nicht so leicht folgen kann. Bild und Ton sind überaus gut, besonders in Kampfsequenzen wird einem die brachiale Gewalt einer Schlacht gut zu Ohr geführt. Der Film im Gesamten hat mir sehr gut gefallen, Mortensen spielt die Person Alatriste so glaubhaft, das es eine Freude ist ihm zuzuschauen.
Freunde von Filmen wie "Königreich der Himmel" sollten hier mal reinschauen.
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am 18. Oktober 2007
Spanien zu Anfang des 17. Jahrhunderts. Die spanischen Truppen lassen ihr Blut in der Hölle Flanderns. Der 30. jährige Krieg wütet und Spanien und Frankreich steuern auf ein kriegerisches Zerwürfnis zu. Wir begleiten den spanischen Soldaten Captain Alatriste(Viggo Mortensen) in eine mörderische Schlacht. Als sein Kamerad stirbt, nimmt er Alatriste das Versprechen ab, dass dieser sich um seinen Sohn kümmern soll. Von da an, muss Alatriste nicht nur auf sich, sondern auch noch auf den jungen Inigo aufpassen. Nicht einfach, in einer Zeit, in der sich alles um Macht, Religion und Königstreue dreht. So verfängt sich Alatriste in den Regeln des Hofes und verzweifelt nebenbei an der Liebe zur Schauspielerin Maria. Auch Inigo gerät in das Mahlwerk der Macht und landet als Sträfling auf einer Galeere. Alatriste versucht diese Probleme mit dem zu lösen, was er am besten beherrscht. Seinem Kampf mit Säbel und Messer. Aber gegen die Konventionen dieser mittelalterlichen Zeit können selbst die schärfsten Waffen nichts ausrichten.

Regisseur Augustin Diaz Yanes nimmt uns mit in eine dunkle Zeit des frühen Europas. In der teuersten spanischen Filmproduktion aller Zeiten erweckt er detailgetreu das Madrid des 17. Jahrhunderts wieder zum Leben. Wir dürfen schauen und staunen, wie es seiner Zeit zuging. Dabei folgt der Film der Romanvorlage von Arturo Pérez-Revertes. Die Ausstattung, die Drehorte, die beklemmenden Schlachtenszenen, all das ist vom Feinsten, was das europäische Kino momentan zu bieten hat. Bei einer Spieldauer von über zwei Stunden versucht Yanes so viel wie möglich vom Originalstoff im Film unterzubringen. Einziges Manko: Meines Erachtens fehlt der Geschichte der rote Faden, an dem wir uns über diese Zeit entlanghangeln können. Irgendwie ist alles wunderbar gelungen, passt aber nicht so recht zusammen. Nichtsdestotrotz für alle Freunde historischer Verfilmungen ein Muss und für Freunde von Viggo Mortensen ohnehin, denn der spielt den Captain Alatriste mit Inbrunst und Virtuosität.
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am 30. September 2010
Virgo Mortensen spielt in dieser aufwändig inszenierten Produktion den Söldner Alatriste, der sich zuerst in Flandern, und dann im Spanien des frühen 17.Jahrhunderts herumschlagen muss. Mal als Soldat, mal als Duellant in den höfischen Intrigen verdient er sich seinen Lebensunterhalt, um den kleinen Indigo, den Sohn eines verstorbenen Freundes, ein Leben zu ermöglichen.

Alatriste ist ein typischer Historienfilm dessen Handlungsbogen sich über mehrere Jahre hinweg spannt. Ruhige, langsame Bilder (charakteristisch für den europäischen Film) wechseln sich mit Duellen und Schlachtszenen ab. Man merkt jedoch, dass sich der Film vorrangig an ein spanisches Publikum richtet, die mit Geschichte und den Romanen (die Grundlage des Filmes) besser vertraut sind. Am Ende jedoch überzeugen Mortensen und seine spanischen Kollegen in ihren Rollen. Kostüme und Austattung lassen keine Wünsche offen. Alatriste ist ein Historienfilm, der sich in der Mantel- und Degen Kategorie durchaus sehen lassen kann.
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. März 2009
Der Film - basierend auf den Abenteuerromanen von Arturo Perez-Reverte um den spanischen Söldner Alatriste - spielt Mitte des 17. Jahrhunderts und nimmt den Zuschauer mit an den spanischen Königshof, aber auch in Theater und Spelunken und nicht zuletzt auf die Schlachtfelder.

Motive aus den insgesamt fünf Romanen wurde hier zu einem Drehbuch zusammengefügt oder besser gesagt zusammengewürfelt. Leider ergibt sich keine durchgehende Linie. Die agierenden Personen werden zu wenig charakterisiert, ständig wird in Handlunsstränge hineingesprungen ohne daß diese richtig zuende erzählt werden. Für das spanische Publikum, von denen so ziemlich jeder die Geschichten kennt, wahrscheinlich nicht schlimm, für mit den Romanen nicht Vertraute leider reichlich verworren. Das mag dazu geführt haben, daß sich der Erfolg des Films auf Spanien beschränkte und er hierzulande eher floppte.

Schade eigentlich, denn von der Drehbuchschwäche abgesehen ist der Film sehr gut gemacht. Der verschlossene Haudegen Alatriste ist mit Viggo Mortensen hervorragend besetzt. Herausragend ist auch die Ausstattung bezüglich Bewaffnung und Kostümierung. Keine farbig herausgeputzten Heldenuniformen, sondern die abgestoßene, dreckige und hundertmal geflickte Berufskleidung der Feldmetzger. Sehr beeindruckend auch die realistischen Darstellungen der Schlachten und des Kriegshandwerks. Daß hier aufgeschlitzt, abgestochen und jede Menge Blut vergossen wird, wird als tägliches Brot des Söldnerberufs schonungslos gezeigt - nicht unbedingt etwas für Kinder, die sich auf einen Abenteuerfilm freuen.

Die opulent fotografierten Bilder wurden in guter Qualität auf die DVD übertragen, nur gelegentlich fehlt es etwas an Detailschärfe. Durch den sehr guten Stereoton gewinnen besonders die Schlachtszenen noch mehr an Realismus.

Leider hat die DVD - außer ein paar Trailern für Filme, die keiner sehen will - an Extras nichts zu bieten. Dabei hätte ich mich bei diesem Film wirklich über ein Making of und einige interessante Dokumentationen zu den geschichtlichen Hintergründen gefreut.

Wegen der fehlenden Sonderausstattung und dem nicht so tollen Drehbuch daher ein Stern Abzug, ansonsten aber ein empfehlenswerter Film.
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am 23. August 2007
Der bis dato teuerste spanische Film zeigt den neuen "Nationalhelden" Spaniens Alatriste, der von Perez-Reverte als Gegenpart zu den Musketieren von Dumas geschrieben wurde. Die Bücher - übrigens sehr empfehlenswert - folgen dem literarischen Vorbild des Episodenromans, in dem Dumas die Abenteuer seiner Helden präsentiert. Auch der Film hat sich diesem Muster angepasst, und hier liegt seine Schwäche; für Nicht-Kenner der Bücher dürfte er nicht einfach zu verstehen sein. Vieles wird als bekannt vorausgesetzt, manche Episoden entfalten ihre volle Wirkung erst, wenn man die Hintergründe zu ihnen versteht.

Der Film ist hochkarätig besetzt. Vor allem Viggo Mortensen in der Rolle des titelgebenden Capitane Alatriste ist hervorragend, aber auch die anderen Hauptrollen wissen zu überzeugen. Kostüme, Kulisse und die Darstellung der Zeit des spanischen "Goldenen Zeitalters" sind exzellent und führen den Zuschauer tatsächlich in diese Zeit mit all ihren Widersprüchen zurück.

Fazit: Für Kenner der Bücher sicherlich ein Genuss, für andere eher eingeschränkt zu empfehlen. Deshalb nur 4 Sterne, da ich von einem anderen Medium doch genug Eigenständig erwarte, um alleine zu überzeugen.
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am 3. November 2013
Ein monumentaler Bildersturm. Nur so kann man diesen beeindruckenden Film bezeichnen.
"Alatriste" auf der Romanreihe des spanischen Schriftstellers Perez -Reverte basierend mag leicht fragmentarisch gezeichnet sein. Stichwortartig spannt er einen Bogen von Ende des Jahres 1622 ,dem Flandernkrieg bis 1643 über den aufreibend langen Konflikt zwischen Spanien und den Niederlanden.
Der Vorwurf die Charaktere, mögen sie noch so glanzvoll gespielt sein, blieben oberflächlich ist nicht ganz von der Hand zu weisen,doch all diese Kritikpunkte werden aufgehoben durch eine sogartige Bilderpracht, durch eine rauschhafte Atmosphäre, die seit dem überragenden Film "Die Bartholomäusnacht" nicht mehr vergleichbar für die Leinwand inszeniert wurde.
Ein überragendes Geschichtsepos, das wirklich ernsthaft ohne Zugeständnisse an schnelle, oberflächliche Sehgewohnheiten und in unglaublicher Authentizität, die jede einzelne Knopfleiste, jede Hellebarde, jedes rauschende Dekor betrifft ,den Zuschauer einsaugt in eine vergangene Epoche.
Wir begleiten den spanischen Soldatenn Diego Alatriste durch ein Sinnen-Panorama des prunkvollen spanischen Hofes, durch finstere Tavernen, erleben mit ihm verbotene Leidenschaften, blutige Schlachtfelder.
Alatriste und sein quasi Adoptivsohn Inigo verstricken sich bis zum blutigen Ende zunehmend in Intrigen, Verschwörungen, Amouren, werden zerrieben zwischen politischen Interessen.
Alatriste, der sich willig sei ganzes Leben lang als Söldner für andere Auftraggeber kaufen ließ, der als Stellvertreter für Andere mit der Klinge blutige Aufträge ausführte, wird sich im Laufe der Jahrzehnte immer mehr in dem selbst erschaffenen Spinnennetz verfangen, aufgerieben in der wechselnden Rolle teilweise als Günstling, dann wieder als verfolgte Persona non grata zu gelten.
Die Liebe zu einer Schauspielerin, die sein Leben hätte in bessere Bahnen lenken können, scheitert an seinem Freiheitsdrang.
Ein letztes Mal wird er sie am Ende von Syphilis gezeichnet noch einmal wiedersehen, er selbst stirbt durch eine Kugel auf dem Schlachtfeld.
"Alatriste" steht und fällt neben seiner phantastischen Inszenierungskraft mit den Schauspielern, die alle dieses bestimmte europäische Flair versprühen, das so weit weg ist von amerikanischen Versionen Historie in Filme zu packen.
Viggo Mortensen ist Alatriste, und ein weiteres mal ziehe ich den Hut vor diesem Ausnahmeschauspieler, der scheinbar von Aragorn in "Herr der Ringe" über den eiskalten Killer in "Tödliche Versprechen" bis zu diesem spanischen Abenteurer jede Rolle mit pulsierendem Leben erfüllen kann.
Seine Präsens, seine ausdrucksstarke Mimik, sein Charisma macht Alatriste so lebendig auch wenn das Drehbuch sicherlich damit überfordert ist, der Gestalt über die Jahrzehnte Tiefe zu verleihen.
Doch in der gewaltigen Bilderkraft ist dies nicht weiter auffallend.
"Alatriste" ist spannendes Kino pur.
Ein Film , der Sie den Bildschirm durchschreiten läßt, hinein in ein lebendig werdendes Zeitalter, eine grausam blutige Epoche der Inquisition, der Willkür aber auch der Pracht, der Ehre, der Leidenschaft.
Jedes Bild könnte ein Gemälde von Rembrandt sein, jede Figurenanordnung in Szenen alten Meistern abgeschaut.
Die Ausleuchtung exquisit, die Farbenspiele, die Kostüme, sei es in einem erdigen Schützengraben, oder in höfischen Zeremonien, jede Falte eines Saums mit Händen greifbar.
Präzise, dramatische Musikuntermalung, eine überragende schwebende Kameraführung läßt hypnotische Bildermagie entstehen.
Keine hektischen Schnitte, wie wir es aus amerikanischen Historien-Streifen kennen, sondern ein betörender Sinnenrausch.
Vielleicht werden die einzelnen Figuren nicht tief und nachvollziehbar genug gezeichnet, doch "Alatriste" schafft etwas ganz anderes, nämlich wie in einem wunderbaren Wandteppich einzelne Ormanente, Orte, Stimmungen zu erschaffen, die einen grossen faszinierenden Eindruck einer Lebensepoche vermitteln.
"Alatriste" ist der teuerste spanische Film aller Zeiten.
Und diese Mühe, diese Präzision, auch die grosse Eigenständigkeit, die nun mal oft das europäische Kino, gegenüber dem schablonenhaften Kino Amerikas aufweist, merkt man in jeder Sekunde.
Eine opernhafte filmische Reise für jeden wirklich an ernsthaften historischen Filmen interessierten Zuschauer, der sich einläßt, mitgerissen wird in das Spanien des 17.Jahrhunderts.
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am 21. Oktober 2009
Es muss ja nicht immer gleich krachen. Dies ist kein Kostüm - Film wie Fluch der Karibik oder der letzte Samurai.
Es ist ein sehr beschaulicher, anmutender Film über, so würde ich sagen, Anti-Helden.
Alatriste zeigt ein mittelalterliches Spanien, düster, unsicher, inquisitorisch.

Einzig, dass Alatriste mehr Leben als eine Katze zu haben scheint, ist etwas unfreiwillig komisch.

Der Film ist gut. Die Schauspieler wirken nicht bemüht, sondern so, wie die Menschen der Zeit eben waren.

Die blu-ray hat kein Referenzcharakter, muss auch nicht sein. Und bei dem Preis...

Für alle, die auf Kostümfilme stehen, ist dies ein (nicht unblutiger) ruhiger Film, wo einige Szenen eindrucksvoll herüber gebracht werden.
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am 18. April 2009
Auch wer die Romanvorlage nicht kennt und in der spanischen Geschichte nicht allzu bewandert ist - kann hiermit einen guten Film-Abend erleben.
Die Bildsprache hat mir sehr gefallen - das Gesamtkunstwerk überzeugt - die Schauspieler tragen die manchmal etwas springende Handlung sehr gut. Es kostete Anfangs zugeben etwas Überwindung, aber wer sich darauf einlässt kann sich entführen lassen.
Viel Spaß !
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am 27. September 2011
Der Film ist eine tolle europäische Produktion. Schauspieler, Effekte, Kulisse (Set) - einfach perfekt. Warum dann nur 4 Sterne? 5 Sterne sind die Referenz. Dafür reicht es mir persönlich bei der Umsetzung der Charaktere nicht. Viggo Mortensen agiert unglaublich physisch, aber dafür ist er ja bekannt. Keine Einschränkung. Überhaupt machen die Schauspieler einen tollen Job. Leider sprang bei mir nicht richtig der Funke bei den zwischenmenschlichen und psychologischen Momenten der Beziehungen zwischen den Charakteren über. Allerdings kenne ich die literarische Vorlage, die wohl 5 Bände umfassen soll, nicht. Vielleicht wäre das hilfreich gewesen.

Trotzdem ist der Film uneingeschränkt empfehlenswert. Gewarnt seien empfindliche Gemüter vor der doch streckenweise sehr expliziten Darstellung der Gewalt gegen menschliche Körper. Blut fließt reichlich, aber nicht selbstzweckhaft.
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am 23. Juni 2013
Eines vor weg - für diesen Film benötigt man sicherlich etwas Geduld und ein gewisses Interesse für Geschichte. Die Handlung Vollzieht sich anfänglich vor dem Hintergrund des 80 jährigen Krieges (zw. Spanien und den Niederlanden) und Endet mit der Schlacht bei Rocroi 1643 (Französisch-Spanischer Krieg). In diesem Film kristilisiert sich sehr eindrucksvoll der Anfang vom Ende einer Weltmacht heraus, und zwar auf eine durchauch beklemmende, realistische und düstere Art und Weise. Soweit ich es beurteilen kann, werden die historischen Fakten (mit einigen winigen Ausnahmen) relativ unverfälscht wiedergegeben. Zu den Details der Handlung siehe Rubrik Rezensionen.

Dieser Film basiert auf einer Romanvorlage - und bekanntlich ist die filmische Umsetzung dieser alles andere als einfach. So auch in diesem Fall. Man hat versucht zu viel Stoff in den Film zu packen, und daher ist der Streifen auch etwas zu langatmig geraten. Daher auch nur 4 Sterne. Gewiss wäre dies eine Gelegenheit für ein Meisterwerk gewesen, diese wurde leider vertan. Und gewiss handelt es sich bei diesem Film um keinen Schrott (schon gar nicht inhaltlich, sondern um einen Film der etwas Abseits vom Mainstream läuft. Außerdem ein großes Plus für die herausragende musikalische Untermalung und die sehr eindrucksvollen Bilder.

Fazit: dieser Film ist durchaus empfehlenswert - für Personen mit Interesse an Geschichte ein Muss! Für diejenigen, die (auschließlich) dem Mainstream-Kino á la Hollywood huldigen, werden die Qualitäten dieses Filmes wahrscheinlich verborgen bleiben.
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