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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Das ist nicht verboten...
...noch nicht!" Was Abel Turner(Samuel L. Jackson) hier zu seinem neuen Nachbarn Chris Mattson(Patrick Wilson) sagt, könnte ein Witz sein. Ist es aber nicht! Der Weiße Chris und seine farbige Frau Lisa(Kerry Washington) merken sehr schnell, dass Abel keine Späße macht.

Das Ehepaar Mattson zieht in eine wohlhabende Wohngegend von Los...
Veröffentlicht am 27. April 2009 von Thomas Knackstedt

versus
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Film mit enttäuschendem Ende
Samuel L. Jackson als schwarzer Rassist macht seine Sache gut. Und auch so wirkt vieles in diesem Film stimmig. Die Story ist interessant: Ein schwarzer Polizist, der seine Nachbarn, eine Schwarze und einen Weißen, terrorisiert, dass ist Rassismus mal anders gesehen. Was anfangs mit Scheinwerfern, die das Haus des Pärchens die ganze Nacht anstrahlt, beginnt,...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2009 von Birgit W. Zölzer


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Das ist nicht verboten..., 27. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Lakeview Terrace (DVD)
...noch nicht!" Was Abel Turner(Samuel L. Jackson) hier zu seinem neuen Nachbarn Chris Mattson(Patrick Wilson) sagt, könnte ein Witz sein. Ist es aber nicht! Der Weiße Chris und seine farbige Frau Lisa(Kerry Washington) merken sehr schnell, dass Abel keine Späße macht.

Das Ehepaar Mattson zieht in eine wohlhabende Wohngegend von Los Angeles. Sie haben eine todschicke Villa gekauft. Ihr Nachbar ist der alleinerziehende Streifenpolizist Abel Turner. Seine Frau ist vor Jahren gestorben und Abel erzieht seine beiden Kinder streng und allein. Zunächst versuchen die Mattsons, sich mit Abel anzufreunden, aber das misslingt. Abel hat Probleme. Im Privatleben und auch im Dienst. Er ist ein verdammter Rassist, kommt mit seinem Leben nicht klar und es liegt ein Schatten auf dem Verhältnis zu seiner verstorbenen Frau. So entwickelt sich schnell ein Nachbarschaftsstreit, der unversehens eskaliert. Und das in einem Maße, wie es der Zuschauer kaum erwarten kann. Als man denkt, dass es wirklich nicht schlimmer werden kann, nimmt das Chaos dann endgültig seinen dramatischen Lauf...

Neil La Bute hat es hervorragend hinbekommen, die Spannungsschraube der Story anzuziehen. Dabei hat er sich ein noch immer hochaktuelles Thema der amerikanischen Gesellschaft auf die Fahnen geschrieben: Rassismus. Allerdings hat La Bute den Kniff angesetzt, uns zu zeigen, dass Rassismus auch anders herum funktionieren kann. Wie der schwarze Streifenpolizist Turner seinen Nachbarn das Leben zur Hölle macht, das ist beklemmend, bedrückend und doch irgendwie real. Klar, dass Samuel L. Jackson mit hochkarätigem Schauspiel seinen Beitrag zur Authentizität dieser Darstellung beiträgt. Aber auch Kerry Washington und Patrick Wilson geben das gutgläubige und später fassungslose Ehepaar beeindruckend.

Neil La Bute hatte schon mit Wicker Man einen spannenden und ziemlich verstörenden Film am Start. Mit Lakeview Terrace platziert er einen weiteren Streifen in diesem Genre. Ganz interessant ist auch, dass Will Smith einer der Produzenten des Films ist.

Schauen sie sich diese Nachbarschaft also einmal in aller Ruhe an. Und glauben sie mir: Sie werden sich wünschen, niemals so einen Nachbarn zu haben. Dabei ist das Ende des Films absolut sehenswert. Neil La Bute hat den Spannungsfaden wirklich so lange gedehnt, bis er spektakulär reißt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nachbarn sind durchaus in der Lage das Leben eines anderen systematisch zu destruieren - Ein Thriller über politische Ansichten, 11. Juli 2011
Von 
Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hillershausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lakeview Terrace (DVD)
Abel Turner ist Officer bei der amerikanischen Polizei. Er erhält bald das Ehepaar Mattson als neue Nachbarn in dem Bonzenviertel Lakeview, Kalifornien. Abel ist konservativ eingestellt, die Mattsons jedoch sind linksgerichtet. Abel duldet das offene und moderne Verhalten seiner neuen Nachbarn nicht und zerstört mehr und mehr ihr Privat- und Intimleben, indem er sich psychokriegerischen Machenschaften hingibt...

"Lakeview Terrace" hat keine Horrorelemente und ist nicht unbedingt ein sehr schockierender Psychothriller, doch er kann durchaus in das Thriller-Genre eingestuft werden, da die Elemente, die der Film aufweist bis zum handgreiflichen Eklat zwischen den Figuren Turner und Mattson auf diesen Höhepunkt mehr und mehr anspielen und die Handlung in eine gewisse Dichte drängen, deren Knoten nur durch eine abrupte Gewaltaktion zum Platzen gebracht werden kann. Der Film vertritt Ansichten über Rassismus aus der Sicht eines Schwarzen, der etwas gegen Weiße und auch die Verbindung zwischen Schwarzen und Weißen hat, zudem werden die politischen Ansichten nicht außen vor gelassen: Abel vertritt seine konservativ-strenge Ansicht und kritisiert die liberalen Attitüden seiner Nachbarn. Somit weist der Film also das Thema Rassismus aus einem anderen Blickwinkel auf und entpuppt sich als fulminanter Thriller mit Psychoelementen. Einige Situationen sind absehbar, so auch der erwartete gewalttätige Zusammenstoß beider Hauptfiguren und das Happy-End, das sich als Glück im Unglück erweist. Ansonsten ist es ein sehr sehenswerter und empfehlenswerter Streifen, mit einem Samuel L. Jackson, der seine Rolle sehr glaubwürdig und angsteinflößend, somit auch sehr realistisch und hart rüberbringt.

~Bücher-Liebhaberin~
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hate thy neighbour..., 18. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Lakeview Terrace (DVD)
Der Film thematisiert eindringlich zwei wichtige Aspekte des Alltaghorrors: Ertsens funktioniert Rassismus in alle Richtungen und zweitens ist der zumeist persönlich bedingte Frust Schuld and er Eskalation von nachbarschaftlichen Streitigkeiten. Dabei bedient sich der Film weniger den psychotrhiller-Elementen, sonderen recht realistischer Umstände. Der Film wird definitiv durch Samuel L. jackson getragen, der ein weiteres Mal seine Leistung als düsterer Charakter zeigt, wie schon in "Spurwechsel" und "187". Dabei zieht er mit seiner Figur Abel den Zuschauer ebenso schnell in seinen Strudel der Hinterhältigkeit, wie seinen bedauernswerten Nachbarn. Denn immer wieder zeigt er seine Facette der Freundlichkeit, lullt sein opfer ein, dass dieser denkte "na eigentlich ist er doch ganz okay", nur um wenige Momente später dne nächsten verbalen oder echten Tiefschlag anzubringen. Klar wird schnell, es muss bös enden, wenn die gepeinigten Neubewohner nicht wieder wegziehen. Allerdings sind die, bis auf ihre multiethnische Beziehung, die Abels Hass auslöst, recht blass. Der Protagonist nervt mit seinem stoischen Mimosenverhalten ebenso, wie seine ihn kaum unterstützende Frau. Ergo, dass Paar ist nicht so sympathisch, was es einem schwer macht, diesen Abel richtig zu verabscheuen. Ähnlich wie bei Spurwechsel eskaliert es also seitenweise, doch da Abel definitiv als "der Böse" identifiziertar ist, fällt es umso schwerer seine Nachbarn als "die Guten" zu akzeptieren. Während man also bei "Spurwechsel" in beiden Figuren Täter und Opfer gleichermaße sehen konnte, ist hier der Täter klar definiert, nur leidet man nicht so sehr mit dem Opfer, da dieses so wenig sympathisch ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwelend nähert sich das Feuer wie ein stilles Ungeheuer ..., 5. Juli 2010
Von 
DiBa "Ceylon1979" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Lakeview Terrace (DVD)
...Lakeview Terrace ist aber kein Katastrophenfilm, sondern ein solider Thriller. Er ist fokussiert (ein Wohnort; drei Hauptpersonen); überzeugend, was sowohl den Plot als auch die schauspielerischen Leistungen anbelangt und hält die Spannungskurve bis zum - etwas schwachen - Schluss.
Der Film beschert dem Obergrantler ;) Samuel Jackson eine Rolle, die er mit kaltfieser Coolness ausfüllt.
Von Anfang an misstraut er seinen Nachbarn, einem jungen bichromen Pärchen. Aus seiner Haltung macht er keinen Hehl. Er ist ein "kalter Hund" mit einer konsolidierten Meinung, was Recht und Unrecht angeht. Schließlich hat er es beruflich mit jeder "Sorte [sic!] von Menschen" zu tun. Seine Prinzipientreue schlägt sich auch in der mutterlosen Familie nieder und sorgt bei seinen Kindern für Unmut.
Doch auch die Zweisamkeit der neuen Nachbarn ist nicht ohne. Was Abel, so der Vorname des Polizisten im Film, grundlos annimmt, stimmt teilweise: Die Akzeptanz des Bräutigams seitens der Stiefeltern ist nicht 100-prozentig. Woraus seine Zweifel resultieren. Dem Hausfrieden tut dies im Übrigen nicht wirklich gut.

Diese Dreiecks-Konstellation ist gelungen. Einerseits der zu Zweifeln neigende Ehemann, der bis zuletzt einlenkt und seinem Nachbarn - unentschlossen und gutmenschelnd - bildhaft die Hand reicht. Neben ihm seine Frau, die nicht ganz zufrieden ist mit dem Umzug. Und auf der anderen Seite der selbstsichere, unbeugsame Cop.

Unvorhersehbare, Atem raubende Wendungen gibt es in diesem Psychothriller der leisen, fiesen Töne nicht. Dafür sind Methode und Vorgehensweise des Cops konsequent und glaubhaft. Die sich nähernden Waldbrände sind einerseits für die letzte Szene entscheidend andererseits eine gute Chiffre für den Nachbarschaftskonflikt, der für alle kraftraubend ist und permanent droht außer Kontrolle zu geraten.

Gute Unterhaltung.

Spontan ist neben der Rezension ein Gedicht dazu entstanden. :)

||

Ein Mann bewässert täglich seinen Garten.
Der Wohnort liegt am Hang und abgeschieden.
Es handelt sich um einen ganz aparten.
Hier lebt es sich gemütlich und in Frieden.

Die Nachrichten sind aber umso bänger.
Von Hügeln steigen Rauchschwaden auf,
Die Luft riecht leicht verrußt und etwas strenger ...
Und bald schon nimmt die Handlung ihren Lauf.

Ein Pärchen zieht in eins der leeren Häuser.
Die Frau ist schwarz, ihr Ehemann ein Weißer. -
Die Feuerwehren machen schon nervöser,
Die Feuer kommen näher, werden heißer.

Noch wähnt man sich in dieser Gegend sicher.
Der neue Nachbar ist Gesetzeshüter!
(Nur ist der Ehemann ein leichter Kiffer. ;)
Und dessen Rauch erhitzt bald die Gemüter.)

Die "Lichtgestalt" des braven Polizisten
Bekommt jedoch recht bald die ersten Sprünge.
Man trifft sich und der Bulle fragt: was gibt's denn?
Und wieder kuscht der Weiße wie ein Junge.

Der Film nimmt Fahrt auf und bald fühlen
Sich beide Seiten auf den Schlips getreten!
Der "Freund und Helfer" handelt mit Kalkülen:
Berechnend, kalt und ohne Pietäten!

Die Brände rücken unaufhaltsam näher.
Es schwelt das Feuer. Beide Seiten schwelen ...
Wer ist im Recht? Wer cleverer, wer zäher?
Wer schießt zuerst? Wird er sein Ziel verfehlen?

[Auflösung im Film.]
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atmosphärische Darstellung des anhaltenden Rassenkonflikts, 4. Februar 2009
Von 
Miffe (Karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Lakeview Terrace [DVD] (DVD)
Ähnlich wie schon das oscarpreisgekrönte "L.A. Crash" traut sich nun eine weitere
Hollywoodproduktion an das unbequeme jedoch immer noch
aktuelle Thema Rassenkonflikte.

Allerdings gelingt es "Lakeview Terrace" viel eindringlicher und ungeschönter
das Thema anzugehen als drei Jahre zuvor "L.A. Crash".

Alleine der Schauplatz spielt hintergründig eine besondere Bedeutung.
Hier prügelten 1991 weiße Polizeibeamte auf den Schwarzen Rodney King ein,
was damals für gewaltige Rassenunruhen in den USA sorgte.

Regisseur Neil LaBute gelingt mit "Lakeview Terrace" eine besonders eindringliche
Darstellung des anhaltenden Rassenkonflikts.
Vor allem die intensive Charakterdarstellung der drei Hauptprotagonisten gefällt,
und erzeugt beim Zuschauer ein intensives Mitgefühl.

Wiedermal hervorzuheben ist hierbei der charakterstarke Samuel L. Jackson in
der Rolle des unruhestiftenden Cops Abel Turner.
Man sieht Jackson in so manchen Szenen seinen Hass regelrecht an, ohne dass
er auch nur ein Wort zu sagen braucht.
Er spielt den schwarzen Cop in einer derartigen Überzeugung dass er regelrecht
mit seinem Charakter verschmilzt - eine grandiose Schauspielleistung.

LaBute gelingt es nach einer anfänglich spannenden Charakterstudie des
Hauptdarstellertrios das Thema des Film immer mehr zum Gipfel zu treiben und
schließlich in einem Showdown enden zu lassen.
Leider misslingt ihm eben dieses Showdown gewaltig, da die gesamte Spannung
und Atmosphäre innerhalb kürzester Zeit verpufft.

"Lakeview Terrace" gehört zu den wenigen Hollywoodfilmen die das Thema
Rassenkonflikt behandeln.
Dank der guten Schauspieler, allen vorweg Samuel L. Jackson, und deren starker
Charakterdarstellung wird aus "Lakeview Terrace" ein sehenswürdiges Filmerlebnis,
auch wenn das Ende etwas enttäuscht.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gelungener psychothriller., 10. Mai 2009
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lakeview Terrace (DVD)
der netteste mensch kann nicht in frieden leben, wenn der böse nachbar es nicht will.
der cop abel turner (samuel l. jackson) ist wohl das was man einen pedanten nennt. als das junge, gemischtrassige pärchen (patrick wilson+kerry washington) neben ihm einzieht stört das sein weltbild gewaltig. entschlossen sie aus der exklusiven wohngegend zu vertreiben fängt er einen kleinkrieg an, der in einer katastrophe endet.

die darsteller machen ihre sachen hervorragend. samuel l. jackson sticht allerdings heraus. er ist definitiv das zugpferd in diesem bereich.
die dialoge sind passend.
die story ist mitreissend und langweilt zu keinem zeitpunkt. langsam aber sicher steigert sich die spannung und entlädt sich in einem finale furioso.
der soundtrack ist gelungen.

dieser film ist die referenz für nachbarschaftsgeschädigte zeitgenossen.
aber auch thriller fans werden auf ihre kosten kommen und diesen ruhigen aber atmosphärisch dichten psychothriler schätzen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weidekrieg, 27. Mai 2012
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lakeview Terrace (DVD)
Ein neuer Job, eine neue Stadt und ein neues Heim stellen für Chris Mattson und seine Frau Lisa die Aussicht auf eine positive Zukunft dar. Doch die beiden haben einen sehr konservativen Nachbarn, den farbigen Policeofficer Abel Turner. Der alleinerziehende Vater ist Witwer und scheint aus einer anderen Zeit zu stammen. Sein Ordnungssinn und die liberale Grundeinstellung der Mattson's führen schnell zu Konflikten. Natürlich achten alle auf Contenance und gehen vordergründig katzenfreundlich miteinander um. Aber hinter dieser Fassade brodelt ein Vulkan.

Die Geschichte eines Nachbarschaftskonflikts wird einfühlsam beschrieben. Gute Dialoge und schlüssige Handlungen bauen die Figuren langsam auf. Üppige Szenenbilder bieten viel fürs Auge und generieren Atmosphäre. Die finale Dramaturgie wird durch ein einen herannahenden Waldbrand verschärft. Regie und Schauspielern ist ein filigranes Drama mit Showdown gelungen.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atmosphärische Darstellung des anhaltenden Rassenkonflikts, 28. März 2009
Von 
Miffe (Karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Lakeview Terrace (DVD)
Ähnlich wie schon das oscarpreisgekrönte "L.A. Crash" traut sich nun eine weitere
Hollywoodproduktion an das unbequeme jedoch immer noch
aktuelle Thema Rassenkonflikte.

Allerdings gelingt es "Lakeview Terrace" viel eindringlicher und ungeschönter
das Thema anzugehen als drei Jahre zuvor "L.A. Crash".

Alleine der Schauplatz spielt hintergründig eine besondere Bedeutung.
Hier prügelten 1991 weiße Polizeibeamte auf den Schwarzen Rodney King ein,
was damals für gewaltige Rassenunruhen in den USA sorgte.

Regisseur Neil LaBute gelingt mit "Lakeview Terrace" eine besonders eindringliche
Darstellung des anhaltenden Rassenkonflikts.
Vor allem die intensive Charakterdarstellung der drei Hauptprotagonisten gefällt,
und erzeugt beim Zuschauer ein intensives Mitgefühl.

Wiedermal hervorzuheben ist hierbei der charakterstarke Samuel L. Jackson in
der Rolle des unruhestiftenden Cops Abel Turner.
Man sieht Jackson in so manchen Szenen seinen Hass regelrecht an, ohne dass
er auch nur ein Wort zu sagen braucht.
Er spielt den schwarzen Cop in einer derartigen Überzeugung dass er regelrecht
mit seinem Charakter verschmilzt - eine grandiose Schauspielleistung.

LaBute gelingt es nach einer anfänglich spannenden Charakterstudie des
Hauptdarstellertrios das Thema des Film immer mehr zum Gipfel zu treiben und
schließlich in einem Showdown enden zu lassen.
Leider misslingt ihm eben dieses Showdown gewaltig, da die gesamte Spannung
und Atmosphäre innerhalb kürzester Zeit verpufft.

"Lakeview Terrace" gehört zu den wenigen Hollywoodfilmen die das Thema
Rassenkonflikt behandeln.
Dank der guten Schauspieler, allen vorweg Samuel L. Jackson, und deren starker
Charakterdarstellung wird aus "Lakeview Terrace" ein sehenswürdiges Filmerlebnis,
auch wenn das Ende etwas enttäuscht.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nachbarschaftsstreit auf amerikanisch, 16. August 2011
Von 
S. K. (Sauerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Lakeview Terrace (DVD)
Wer kennt diese Situation nicht: Mit dem Großteil der unmittelbaren Nachbarschaft kommt man gut zurecht. Man tut sich nichts Böses, man grüßt sich, man lädt sich vielleicht sogar gegenseitig zu Grillpartys oder einem kleinen Bierchen ein, einfach des harmonischen Nebeneinander-Lebens und der Umgänglichkeit wegen. Es kann dann aber auch der Fall sein, dass es unter den vielen Nachbarn einen Einzigen gibt, den man selbst bei bestem Bemühen ungern zum Freund haben möchte, weil ein freundliches Zusammenkommen schlicht und einfach nicht funktionieren will. U.a. kann der Generationen-Unterschied ein entscheidender Grund dafür sein. Alt und Jung verträgt sich nicht immer.
Bei Nachbarschaftsstreitigkeiten (und auch außerhalb davon) in den USA dreht es sich meist um die alte Landeskrankheit, an der diese große Nation noch heute leidet: Die Frage nach der Hautfarbe. Offiziell heisst es ja, das Land hätte die Rassentrennung längst überwunden. Doch in Wahrheit, und das würden wohl die wenigsten Amerikaner offen eingestehen, ist die Hautfarbe eines Menschen dort sehr wohl noch ein ewig diskutiertes Thema, besonders jetzt, da ein Mann wie Obama das Präsidentenamt übernommen hat.
Private Zwistigkeiten zwischen Menschen mit kulturell unterschiedlichen Wurzeln sind auch in Film und Fernsehen nichts neues, vor allem wird beim Schwerpunkt "gesellschaftliche Diskriminierung" das ewig gleiche Bild gezeigt: Weiße Rassisten unterdrücken schwach gestellte Afro-Amerikaner. "Lakeview Terrace" geht in diesem Falle einen völlig anderen Weg. Regisseur Neil LaBute vertauscht hier bewusst die Täter- / Opferrollen. Nicht um mit der umgedrehten Ausgangssituation bestimmte Gruppen zu provozieren, sondern um auf das Rassismus-Problem im globalen Sinne aufmerksam zu machen, welches in alle Richtungen geht und wo jeder sowohl Täter als auch Opfer sein kann. Herausgekommen ist ein bemerkenswert mutiges Thriller-Drama, dass sich erst im Showdown dem herkömmlichen Hollywood-Standard unterwirft.

Lakeview Terrace - ein schöner, sicherer und vor allem wohlhabender Bezirk der Großstadt Los Angeles. In diesem paradiesischen Fleckchen will sich das junge Ehepaar Chris und Lisa Mattson einnisten, und so wird dort ein hübsches Häuschen samt Pool gekauft, in das sie alsbald einziehen. Dass sie mit Abel Turner, einem farbigen Polizisten, einen unangenehmen Nachbarn dazugewonnen haben, konnten sie vorher nicht ahnen. Abel macht aus seiner Abneigung gegenüber ihrer Misch-Ehe (Chris ist weiß, Lisa schwarz) keinen Hehl, im Gegenteil: er stößt damit besonders Chris regelmäßig vor den Kopf, welcher diese Erkenntnis einfach runter zu schlucken versucht. Doch Abel belässt es nicht mit beleidigenden Bemerkungen. Mehr und mehr schikaniert er das Nachbar-Pärchen, bis die Situation eskaliert...

In "Lakeview Terrace" kommt niemand gut weg. Die Figur Abel Turner lässt seinen Unmut und seinen Hass gegenüber jedem Menschen aus, egal ob es Weiße, Latinos, Asiaten, Juden oder sonstige ethnische Personen sind. Er akzeptiert sie vielleicht widerwillig als seine Umwelt an, respektiert sie aber definitiv nicht. Mit Abels erzkonservativen Vorstellung, dass Menschen mit entsprechender Hautfarbe unter sich bleiben und verkehren sollen, trifft LaBute einen Kerngedanken der echten Welt, des echten Amerika, und legt den Finger dort rein, wo es richtig schmerzt. Schließlich kann niemand behaupten, dass es solche Ansichten bezüglich der gesellschaftlichen Ordnung nicht gibt, besonders nicht in einem Land wie die Vereinigten Staaten, wo bestimmt mehr als nur eine kleine Minderheit am liebsten unter sich bleiben will. So sehe ich seinen Film wie eine Art Weckruf für die Amerikaner, der an ein noch lange nicht von der Welt geschafftes Gesellschafts-Problem erinnert, das gerne verdrängt wird, obwohl es längst ausgerottet gehört.

Dass man "Lakeview Terrace" ziemlich ernst aufnimmt, liegt vor allem an den brillant spielenden Hauptdarstellern, allen voran Samuel L. Jackson. Ob nun als gut gesinnter Kerl mit ungeheurer Überzeugungskraft oder Badass mit Hang zum Psychopathischen, Jackson hat beide Seiten oft genug gespielt, und er beherrscht diese Charaktertypen in Perfektion. Als Abel Turner kommt er derart glaubhaft rüber, dass man wirklich den Eindruck bekommt, dass ihn nichts und niemand bremsen könne. Zum Glück schafft er es, sein Spiel nie ins Theatralische zu steigern, was bei seiner Figur recht schnell hätte passieren können. Die gespielte Wut, diese ausstrahlende Feindseeligkeit fördern den Spannungsgrad des Films enorm. Man muss auch dazu sagen, dass ihm das auch nur durch das perfekte Zusammenspiel mit Patrick Wilson gelingt. Wilson stellt seinen Chris Mattson als einen anfänglich friedfertigen (Ehe)Mann vor, dem es an nötigem Durchsetzungsvermögen fehlt, um Abel Paroli zu bieten, gleichzeitig aber in den Augen seiner Frau nicht als Waschlappen dastehen möchte. Gut die erste Hälfte der Films macht Abel mit ihm was er will, bis Chris sich den Waffen seines Gegners bedient und den Spieß umzudrehen versucht. Zu guter letzt ist auch Kerry Washington in der Rolle der Tina hervorzuheben, die nicht nur den äußeren Konflikt, sondern auch Äußerungen zu ihrem Privat- und Eheleben aus dem Munde ihres Vaters zu ertragen hat, was hin und wieder für Spannungen zwischen ihr und Chris sorgt.

Das Psycho-Spiel zwischen schwarzem Cop und weißen Normalo nebst farbiger Gattin vermag konsequent zu fesseln. Anfangs vermutete ich fälschlicherweise einen weiteren "Bad Cop"-Thriller mit Anleihen an "Fatale Begierde", aber man merkt schon in den ersten Minuten, dass LaButes Anliegen ein ganz Anderer ist. Das mit etwas Action angereicherte Finale wird mit der anstürmenden Feuersbrunst im Hintergrund nochmals angestachelt, ein überragender Abschluss entsteht jedoch nicht. Hier verlässt sich der Regisseur zu sehr auf ein stark abzusehendes Ende, das keine Überraschungen parat hält und sich von ähnlich inszenierten Thrillern kaum unterscheidet. Der Spannung schadet es nicht, dennoch fallen die letzten 10 Minuten im Vergleich zum Rest davor merklich schwächer aus.

Fazit:
Für Fans von Samuel L. Jackson ist dieser Film ohnehin ein Muss, aber auch Nicht-Fans werden sich seiner meisterlichen Darstellung schwer entziehen können. Insgesamt ein astreine Mischung aus Rassismus-Drama und Cop-Thriller, das nur zum Ende hin seine Achillesferse offen legt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atmosphärische Darstellung des anhaltenden Rassenkonflikts, 4. Februar 2009
Von 
Miffe (Karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Ähnlich wie schon das oscarpreisgekrönte "L.A. Crash" traut sich nun eine weitere
Hollywoodproduktion an das unbequeme jedoch immer noch
aktuelle Thema Rassenkonflikte.

Allerdings gelingt es "Lakeview Terrace" viel eindringlicher und ungeschönter
das Thema anzugehen als drei Jahre zuvor "L.A. Crash".

Alleine der Schauplatz spielt hintergründig eine besondere Bedeutung.
Hier prügelten 1991 weiße Polizeibeamte auf den Schwarzen Rodney King ein,
was damals für gewaltige Rassenunruhen in den USA sorgte.

Regisseur Neil LaBute gelingt mit "Lakeview Terrace" eine besonders eindringliche
Darstellung des anhaltenden Rassenkonflikts.
Vor allem die intensive Charakterdarstellung der drei Hauptprotagonisten gefällt,
und erzeugt beim Zuschauer ein intensives Mitgefühl.

Wiedermal hervorzuheben ist hierbei der charakterstarke Samuel L. Jackson in
der Rolle des unruhestiftenden Cops Abel Turner.
Man sieht Jackson in so manchen Szenen seinen Hass regelrecht an, ohne dass
er auch nur ein Wort zu sagen braucht.
Er spielt den schwarzen Cop in einer derartigen Überzeugung dass er regelrecht
mit seinem Charakter verschmilzt - eine grandiose Schauspielleistung.

LaBute gelingt es nach einer anfänglich spannenden Charakterstudie des
Hauptdarstellertrios das Thema des Film immer mehr zum Gipfel zu treiben und
schließlich in einem Showdown enden zu lassen.
Leider misslingt ihm eben dieses Showdown gewaltig, da die gesamte Spannung
und Atmosphäre innerhalb kürzester Zeit verpufft.

"Lakeview Terrace" gehört zu den wenigen Hollywoodfilmen die das Thema
Rassenkonflikt behandeln.
Dank der guten Schauspieler, allen vorweg Samuel L. Jackson, und deren starker
Charakterdarstellung wird aus "Lakeview Terrace" ein sehenswürdiges Filmerlebnis,
auch wenn das Ende etwas enttäuscht.
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