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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte die einem unter die Haut geht
Die Geschichte geht einem unter die Haut wenn man selbst Mutter ist, und Hand auf's Herz welche Mutter oder auch Vater würde in dieser Situation nicht das selbe für den Angeklagten wollen. Vor allem wenn es um Kindesmißbrauch geht denn jeder weiß doch wie lasch die Justiz im umsetzen mit Urteilen ist wieviel kommen nach kurzer Zeit wieder auf freien...
Veröffentlicht am 7. Juni 2009 von Leseratte

versus
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eigenartig
Vielleicht hätte ich dieses Buch als erstes von Jodi Picoult lesen sollen, aber nach den ganzen anderen teilweise wirklich guten (Beim Leben meiner Schwester etc.) hat mich dieses Buch ganz und gar nicht überzeugt. Als 3fache Mutter kann ich schon einige Dinge nachvollziehen, aber im Endeffekt wurde mir die Mutter Nina Frost mit der Zeit immer unsympathischer...
Veröffentlicht am 10. Januar 2006 von Monika Schwirtz


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte die einem unter die Haut geht, 7. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Macht des Zweifels: Roman (Taschenbuch)
Die Geschichte geht einem unter die Haut wenn man selbst Mutter ist, und Hand auf's Herz welche Mutter oder auch Vater würde in dieser Situation nicht das selbe für den Angeklagten wollen. Vor allem wenn es um Kindesmißbrauch geht denn jeder weiß doch wie lasch die Justiz im umsetzen mit Urteilen ist wieviel kommen nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuß und werden wieder Rückfällig und wieviel Kinder können sich nach einem Missbrauch nicht mehr integrieren werden zu Bettnässern, haben selbst psychische Störungen oder sind Beziehungsunfähig , wogegen der Täter schon lange nicht mehr an seine Opfer denkt sondern schon nach dem nächsten ausschau hält.

Niemals hätte die starke Staatsanwältin Nina Frost damit gerechnet das sie selbst einmal als Angeklagte vor Gericht steht, und dann noch als Mörderin. Und dabei wollte sie nur das einen nämlich ihren Sohn Nathaniel zu schützen denn dieser wird von einem Priester missbraucht. Und Nina weiß wie schwer es ist eine Verurteilung zu bekommen denn sie hat es selbst oft genug als Staatsanwältin miterlebt. Mit eigenen Augen gesehen wie die missbrauchten Kinder im Zeugenstand immer und immer wieder mit der Tat konfrontiert werden und die Psyche eines Kindes dadurch immer mehr gebrochen wird, doch hier geht es um ihren Sohn sie will mit allen Mitteln verhindern das es Nathaniel ebenso ergeht. Sie verübt Selbstjustiz und hofft darauf das die geschworenen die Tat mit ihren Augen sehen. Aber inzwischen muß sie sich nicht nur mit den Geschworenen befassen sondern auch ihre ehemals glückliche Ehe ist im Begriff zu scheitern. Haben die drei als Familie noch eine Chance und wenn ja wie sieht diese aus....

Mich hat die Geschichte sehr bewegt, die Protagonisten sind alle sehr natürlich dargestellt ich konnte mir von jedem einzelnen ein gutes Bild machen. Auch war der Schreibstil sehr flüssig. J.P. hat es geschafft in dem ganzen Drama auch ein paar schöne Momente einfließen zu lassen.Dabei kam einem die Geschichte so realistisch vor.
Für mich ein ganz besonderes Buch denn als Mutter konnte ich sie sehr gut verstehen....
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannend, logisch in sich korrekt, lesenswert, 23. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Macht des Zweifels: Roman (Taschenbuch)
In diesem Roman schaffe es Jodi Picoult wieder, Betroffenheit zu wecken und dadurch Spannung aufzubauen.
Zum Inhalt:
Nina ist eine erfolgreiche Staatsanwältin; ihre Spezialität sind Kindesvergewaltigungen. Sie kann nicht verstehen, wie es sein kann, dass niemand aus der Familie merkt, was los ist. Und immer wieder muß sie erleben, dass die Vergewaltiger frei kommen, die Opfer aber durch die Tat und auch durch die Verhandlungen jahrelang mit psychischen Problemen zu kämpfen haben.
Plötzlich spricht ihr Sohn Nathaniel nicht mehr und zunächst glaubt die Familie an organische Gründe. Verschiedene Ärzte und Psychologen bestätigen jedoch: er wurde vergewaltigt.
Nun beginnt die Suche nach dem Täter und Nina muß miterleben, wie die Situation aus dieser Perspektive aussieht. In ihrer Verzweiflung zieht sie während des Prozesses eine Pistole und erschiesst den vermeintlichen Vergewaltiger. Allein... es stellt sich heraus, dass dieser unschuldig war.
Jodi Picoult schafft es, durchwegs Spannung zu erzeugen. Auch wenn bereits viel im Klappentext vorweg genommen wird, schmälert das in keinster Weise das Lesevergnügen.
Fazit: absolut lesenswert!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr überzeugend, 10. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Macht des Zweifels: Roman (Taschenbuch)
Von allen Büchern Picoults ist dies mein liebstes, sogar noch besser als 19 MINUTEN oder BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER, denn obwohl der Hauptcharacter Nina ungeheuerliches tut, kann man es durchgehend nachvollziehen. Man liest nicht über Nina, man ist Nina.

Spannung ist zudem durchgehend vorhanden und das Ende dann ganz überraschend (wobei ich grundsätzlich aber auch eher naiv bin)!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen packend, 12. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Macht des Zweifels: Roman (Taschenbuch)
Inhaltsangabe

Ein Hammerroman der alles beinhaltet, was ein gutes Buch so braucht. Krimi geballt mit Familiendrama und das so detailliert geschrieben das man meint selber in dieser Familie festzusitzen. Das Thema Missbrauch wird viel zu oft tot geschwiegen und zeigt wieder einmal das die Autorin mit der Zeit geht.

Meine Rezension

Nina Frost in eine Staatsanwältin und hat schon über 200 Fälle im Kindesmissbrauch behandelt als plötzlich ihr eigener Sohn die Sprache verliert. Beim Kinderpsychiater stellt sich schnell heraus das er missbraucht worden ist und am After sichtbare Spuren hinterlassen worden. Schnell und einfach lernt er die Gebärdensprache denn Nina ist nix mehr wichtiger als den Täter zu schnappen. Nur wie, wenn das Kind weder schreiben noch lesen kann und auch die Stimme verliert. Als das Kind die Familie in Gebärdensprache lernen soll gibt es ein Missverständnis und man glaubt sein Vater Caleb wäre der Täter. Erst eine Woche später kann man Caleb wieder aus dem Albtraum rausholen, aber reicht das um seiner Frau zu verzeihen die auch gezweifelt hatte an seiner Unschuld?

Nathaniel meint aber den Pfarrer Glen, der die Gemeinde betreut. Als man in seiner Kirche auch noch einen Schlüpfer findet und diesen zur Auswertung bringt überschlagen sich die Ereignisse.

Vater Glen wird zur Anhörung vor Gericht gebracht und Nina steht auf und erschießt den Peiniger Ihres Sohnes. Ein großer Irrtum denn der Peiniger ist immer noch auf freien Fuss.

Diese Geschichte ist so packend erzählt das ich allen Picoult Fans nur dieses Buch empfehlen kann. Leser die diese Autorin zum ersten mal lesen werden ab dann ein Fan sein. Dieses Buch ist so mitreissend und man möchte an liebsten alles gleichzeitig lesen um zu wissen wie es weitergeht. Der Schreibstil ist einfach und unserer Zeit vollkommen angepasst. Von mir gibt es 6 Sterne weil sie aus allen Blickwinkeln ein erstklassiges Buch über ein Tabuthema angesprochen hat und wie man sich aus einer Muttersicht fühlt
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eigenartig, 10. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Macht des Zweifels: Roman (Taschenbuch)
Vielleicht hätte ich dieses Buch als erstes von Jodi Picoult lesen sollen, aber nach den ganzen anderen teilweise wirklich guten (Beim Leben meiner Schwester etc.) hat mich dieses Buch ganz und gar nicht überzeugt. Als 3fache Mutter kann ich schon einige Dinge nachvollziehen, aber im Endeffekt wurde mir die Mutter Nina Frost mit der Zeit immer unsympathischer. Auf das Kind wird in der Geschichte eigentlich auch nicht wirklich eingegangen und die Beziehung zu den beiden Männern in Nina Frost Leben hat mich auch nicht befriedigt. Fazit: Muß man nicht gelesen haben!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswert, 21. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Macht des Zweifels: Roman (Taschenbuch)
Als absoluter Jodi Picoult Fan, ging ich mit großen Erwartungen an. Die Geschichte ist wohl nicht neu, aber dennoch verpackt Jodi Picoult sie, in einen spannenden Roman. Eine Mutter die den angeblichen Vergewaltiger ihres Sohnes tötet, ist sehr glaubwürdig. Dennoch ist sie in diesem Buch nicht auf dem gewohnten Standart. Der Schluss überrascht, genauso wie einzelne Inhalte. Besonders gut, sind die Textstellen, aus der Sicht des Kindes, die das Buch so menschlich machen. Alles in allem ist es zu empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mißbrauch und seine Folgen!, 28. Mai 2010
Von 
k. und k. priviligierter Bücherwurm (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Macht des Zweifels: Roman (Taschenbuch)
Hier kämpft eine Mutter, die zufällig auch noch Staatsanwältin ist und mit Mißbrauchsfällen tagtäglich zu tun hat, für ihren Sohn. Dieser verstummt von einem Tag auf den anderen und niemand weiß wieso. Mit Gebärdensprache und Zeichen versucht sich der Junge zurück ins Leben zu kämpfen. Es kommt heraus, dass ein Pfarrer Schuld an dem Mißbrauch ist, aber nicht der, den die Mutter erschießt. Im Gerichtssaal. Dramatik pur. Ein Kampf gegen Windmühlen mit sehr starken Charakteren. Sie nimmt sogar in Kauf den Vater aus dem Haus zu werfen, als der Junge versehentlich das Wort "Vater" zeigt und nicht "Papa" meint, sondern "Vater"-Pfarrer. Die Ehe bröckelt und auch der Vater kämpft für die Familie und seine Unschuld.
Picoult setzt dem ganzen natürlich noch die Krone auf, in dem sie die Staatsanwältin den falschen erschießen lässt und die Suche nach dem Mißbrauchs-Täter von vorne los geht. Man rätselt selber mit und jeder Verdacht den man selber hegt wird zum Mißerfolg. Die Lösung ist einfach und doch komplex!
Ein gut geschriebener, wie immer perfekt recherchierter Thriller, in gewohnter Picoult-Manier. Anfangs bekommt man keinen Zugang, weil man die Charaktere noch nicht kennt und es auch - wie immer - alles durcheinander läuft. Aber dann... Sobald man sich eingelesen hat, kann man nicht mehr aufhören.
Das Ende ist wiedereinmal Überraschung pur und wenn man das Buch gelesen hat, denkt man schlicht und einfach...Picoult halt!
Brisant wie eh und je...gegenwärtig wie eh und je!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergreifend, nachvollziehbar,...regt zum Nachdenken an, 19. Mai 2007
Von 
gizm03 "gizm03" (Teneriffa / Santa Barbara) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Macht des Zweifels: Roman (Taschenbuch)
Zum Inhalt:

Nina Frost, erfolgreiche Staatsanwältin, hat schon über 200 Fälle von Kindsmissbrauch verhandelt. Sie leidet jedesmal darunter, wenn die Kinder in den Zeugenstand gerufen werden und ihr Trauma erneut durchleben müssen - und meist wird der Peiniger dennoch nicht oder nur unzureichend bestraft.

Eines Tages verliert Ninas 5-jähriger Sohn Nathaniel plötzlich seine Sprache. Ninas schlimmste Befürchtungen bewahrheiten sich durch die Mithilfe von Psychologen und Ärzten: Nathaniel wurde sexuell missbraucht! Doch wie soll man den Täter finden, wenn Nathaniel nicht spricht und auch noch nicht schreiben kann? Mit Hilfe der Psychologin lehrt Nina ihrem Sohn die Gebärdensprache - entgegen dem Willen ihres Mannes Caleb, der befürchtet, dass Nathaniel dann gar keinen Grund mehr sieht, je wieder zu sprechen.

Ninas oberstes Ziel ist es, von ihrem Sohn den Namen seines Peinigers zu erfahren. Dadurch erliegt sie dem ersten Irrtum, als er "Vater" anzeigt. Sofort besorgt sich Nina ein Urteil, dass Caleb den Umgang mit seinem Sohn verbietet. Nathaniel, geschockt durch die missverständliche Deutung seiner "Aussage" nimmt all seine Kraft zusammen und flüstert Patrick - Polizist und enger Freund der Familie - den wahren Namen seines Vergewaltigers ins Ohr. So stellt sich heraus, dass Nathaniel nicht seinen Daddy meinte, sondern einen Priester, den alle Kinder "Vater Glen" nennen.

Caleb, zutiefst verletzt durch Ninas Unterstellung, wird entlastet und Vater Glen verhaftet. Bei der ersten Anhörung vor Gericht steht Nina dem Peiniger ihres Sohnes gegenüber - und trifft spontan eine Entscheidung, die das Leben aller auf einen Schlag massiv verändern soll: sie erschießt den Pfarrer im Gerichtssaal vor laufenden Kameras!

Nina wird verhaftet und des Mordes angeklagt. Nathaniel, den sie eigentlich durch ihre Reaktion schützen wollte, leidet so sehr unter dem Verlust der Mutter, dass er sich erneut weigert zu sprechen. Geschockt müsste Nine eigentlich feststellen, dass sie ihrem Sohn durch ihre Tat mehr geschadet als geholfen hat; doch sie versucht weiterhin, sich ihre Tat als gerechtfertigt einzureden.... bis sich plötzlich durch ein Gutachten herausstellt, dass Nina den Falschen erschossen hat, denn Vater Glen war NICHT der Mann, der ihren Sohn missbraucht hat...

Wieder ein großartiges Buch von Jodi Picoult! Die Autorin schildert die Geschichte aus zweierlei Sichtweisen: Nina erzählt ihre Sicht aus der Ich-Perspektive; die Sicht der anderen Beteiligten wird erzählen geschildert, dazwischen werden kurze Gedanken Nathaniels eingeflochten. So kann man stets Ninas Gedanken verfolgen - und schwankt als Leser zwischen Verständnis, Wut, Bedauern aber auch Unverständnis. Einerseits kann man Ninas Tat nachvollziehen, doch es wird auch sehr deutlich dargelegt, dass man mit Selbstjustiz nicht wirklich eine Tat sühnen kann, sondern den beteiligten Personen - insbesondere dem Opfer - dadurch nur noch mehr Pein und Qual zufügt!

Erschreckend für mich war zu sehen, welche Lücken die amerikanische Justiz einem Möder bieten kann, wenn man nur die richtige Position und Beziehungen hat - selbst wenn der Mord auf Video fixiert ist und eigentlich keine Fragen mehr offen lässt.

Jodie Picoult ist wieder einmal ein sehr packender Roman mit glaubwürdigen und überaus nachvollziehbaren Charakteren und einem überraschenden Schluss gelungen!

Fazit: unbedingt empfehlenswert!
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5.0 von 5 Sternen Die Macht des Zweifels, 16. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Macht des Zweifels: Roman (Taschenbuch)
Wie immer - sicherlich - ein sehr guter Roman von Jodi Picoult. Ich vergebe mal alle Punkte, weil ich mich auch nicht mehr so richtig erinnere. Eigentlich gab es nur ein Buch von ihr, was ich nicht nachvollziehen konnte und sich mir der Gedanke auftat, sie brauche Geld weil der Kühlschrank leer ist. .... :-)
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4.0 von 5 Sternen Wie weit würdest du gehen?, 16. April 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Macht des Zweifels: Roman (Taschenbuch)
Es gibt Autoren, von denen man als Leser bereits im Voraus weiß, was man erwarten kann. Das kann sowohl gut als auch schlecht sein. Die positiven Fälle enden bei mir schnell damit, dass ich mir Stück für Stück alle Werke des Autors oder der Autorin zulege. Jodi Picoult ist so ein Fall. Ich begann mit ihrem 2009 verfilmten Drama „Beim Leben meiner Schwester“, das sicher viele kennen. Von diesem Buch war ich so begeistert und berührt, dass ich mir drei weitere Romane aus ihrer Feder besorgte. Ich wurde von keinem der Bücher enttäuscht.

„Die Macht des Zweifels“ war nun vorerst der letzte noch ungelesene Jodi Picoult – Roman, der in meinem Regal zu finden ist. In diesem begleitet der Leser die erfolgreiche Staatsanwältin Nina Frost, die zwar ein stressiges, aber glückliches Leben mit ihrem Mann Caleb und ihrem 5 – jährigen Sohn Nathaniel führt. Doch eines Tages verliert Nathaniel von heute auf morgen die Fähigkeit zu sprechen. Nina und Caleb klappern mit ihrem Sohn verschiedene Ärzte ab, bis sich bei einer Psychologin herausstellt, dass das Undenkbare geschehen ist: Nathaniel wurde sexuell missbraucht. Nina ist außer sich; ist sie als Staatsanwältin doch auf die Verurteilung von Sexualstraftätern spezialisiert und weiß um die (Un-)Möglichkeiten des Rechtssystems. Zwischen der Suche nach dem Täter und dem Ringen mit einem unzulänglichen System steht Nina nun nicht mehr als Vertreterin des Staates, sondern als verzweifelte Mutter, die sich die Frage stellen muss, was sie bereit ist zu tun, um ihren kleinen Sohn zu schützen.

Jodi Picoult hat die unglaubliche Fähigkeit, den Leser bereits mit dem ersten Satz in ihre Geschichten hinein zu saugen und ihn/sie nicht mehr loszulassen, bis diese zu Ende erzählt ist. Die Handlung von „Die Macht des Zweifels“ ist von der ersten Sekunde an spannend und fesselnd, weil sie so realistisch ist. Außerdem schildert Picoult die Geschehnisse mit einer beeindruckenden Autorität, so dass ich nie auch nur auf die Idee kam, die Abläufe in Frage zu stellen. Dies wird dadurch unterstützt, dass sie kontroverse Themen generell nie eindimensional betrachtet, sondern sich immer bemüht, alle Seiten ausgewogen zu beleuchten. Sie zeigt die vielen Graustufen einer Welt, die wir allzu gern leichter Hand in schwarz und weiß einteilen möchten. In meinem Fall führte das während der Lektüre von „Die Macht des Zweifels“ dazu, dass ich mich oft selbst dabei erwischte, mich zu fragen, wie ich gehandelt hätte, wäre ich in die gleiche Situation geraten wie Nina. Ich betrachtete die Handlung des Buches nie distanziert; war nie nur Zaungast, sondern fühlte mich in die Ereignisse eingebunden und konnte Verständnis für die Positionen und Meinungen aller Charaktere entwickeln. Darüber hinaus gefiel es mir (wieder einmal) sehr gut, dass Picoult wahre Freude an Perspektivwechseln zu haben scheint, die nicht nur die Charaktere betreffen, sondern auch die Herangehensweise an eine Straftat wie den sexuellen Missbrauch Minderjähriger. Der Leser erfährt sowohl wie so ein Fall von der Polizei betrachtet wird – welche Vorschriften beispielsweise einzuhalten sind – als auch die Sichtweise des Justizsystems. Doch auch bezüglich der Figuren bietet die Autorin ein breites Spektrum an Identifikationsmöglichkeiten an. Alle Frontdarsteller bekommen durch einen auktorialen Erzähler einen gleich hohen Stellenwert eingeräumt. Die Ausnahme bildet Nina, da sie der einzige Charakter ist, dessen Erlebniswelt aus der Perspektive eines Ich-Erzählers geschildert wird. Die Bindung an sie ist daher am intensivsten; der Leser ist aufgefordert, sich in sie hinein zu versetzen. Das ist problemlos möglich und geschieht fast automatisch; hier zeigt sich meines Erachtens nach Jodi Picoults größte Stärke: sie erschafft sensibel und einfühlsam so tiefe und runde Charaktere, dass ich das Gefühl hatte, sie könnten jederzeit zwischen den Seiten hervor springen. Dementsprechend sind auch die dargestellten zwischenmenschlichen Beziehungen überaus real und lebendig. Die Bindung zwischen Nina und Nathaniel konnte sogar mir, die noch nicht einmal einen Kinderwunsch entwickelt hat, die Gefühle einer verzweifelten Löwin von Mutter nahe bringen. Selbst ich konnte Ninas Entscheidungen und Handlungen nachempfinden und habe mit ihr gefühlt und gelitten.

In meinen Augen liegen Leser mit einem Roman von Jodi Picoult niemals daneben, wenn sie sich sehr realistische, vielschichtige Handlungen und Charaktere wünschen, die zum Nachdenken anregen. In ihrem Schreibstil meine ich einige Parallelen zu Joyce Carol Oates erkannt zu haben; auch in ihren Werken findet sich eine erstaunliche psychologische Tiefe, wenn auch nicht die gleiche sprachliche Eleganz und Fantasie. Ich kann „Die Macht des Zweifels“ dementsprechend nur wärmstens empfehlen; persönlich habe ich bereits direkt nach der Lektüre den nächsten Roman aus Jodi Picoults Feder auf meine Wunschliste gesetzt.
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Die Macht des Zweifels: Roman
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