Fashion Sale Hier klicken calendarGirl Cloud Drive Photos Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen153
4,5 von 5 Sternen
Plattform: PlayStation 3|Version: Limited Edition|Ändern
Preis:65,80 €+ 2,99 € Versandkosten
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 5. Oktober 2012
Ich besitze Dark Souls schon recht lange, ich habe es mir gleich nach Release gekauft.
Damals habe ich das Spiel angefangen, war sofort frustriert durch die vielen Tode, habe es weggelegt und ein dreiviertel Jahr nicht mehr angerührt.
- Wie dumm ich doch war

Eins muss jedem neuen Spieler von Anfang an klar sein:
1. Das Spiel ist bockschwer, wenn man es noch nie gespielt bzw. sich Mühe gegeben hat es RICHTIG zu spielen.
2. Ihr werdet sterben. Oft. Schmerzhaft.
3. An den Toden seid nur ihr selbst schuld, nicht das Spiel und niemand anders. Ihr seid einfach nur nicht richtig vorgegangen.
4. Wer keine Geduld hat, braucht sich das Spiel erst gar nicht kaufen, nicht mal aus Neugier. Lasst die Finger weg! Ihr verschwendet nur euer Geld.
5. Das ist kein Spiel, das man schnell spielt, sondern man muss sich viel Zeit lassen, Situationen und Gebiete analysieren und dann erst vorgehen, wer dies nicht berücksichtigt landet bei Punkt 2.

So, nachdem nun jedem klar sein dürfte, was ihn erwartet, nun meine Rezension zum Spiel.

Dark Souls ist ein grandiose Mischung aus genialem RPG- und Actionspiel, die meiner Meinung nach ihres Gleichen sucht.
Schon lange gab es kein Spiel mehr, das den Spieler so gefordert hat und ihm diese Freiheit in der Gestaltung seiner eigenen Spielweise, insbesondere der Charaktergestaltung, lässt.
In Dark Souls kann man so ziemlich alles sein, was man will:

- Axtschwingender Krieger mit einer mortz Rüstung
- Zauberschleudernder Magier
- Ein heilender Priester der Blitze schießt
- Ein flinker wendiger Bandit
- (Hier beliebige Spielweise einfügen)

Oder man kombiniert einfach alles und wird Axtschwingender, sich heilender, mit zaubern um sich werfender, flinker Krieger.
Es liegt wirklich alles komplett beim Spieler, mit welchen der unzähligen Waffen er sich ausrüsten möchte und welche Zauber er lernen oder auch nicht lernen möchte.
Dabei setzt das Spiel auf die klassische Attributpunkte-Verteilung, bei der sich der Spieler mit jedem Aufstieg einen Wert aussuchen darf, den er steigern möchte.
Diese wirken sich dann positiv auf verschiedene Aspekte des Charakters aus.
Steigert man die Ausdauer kann man schwerere Rüstung tragen ohne gleich langsam wie ein Fels zu werden und kann auch öfter angreifen/blocken.
Steigert man hingegen den Willen, heilen/schaden die Wunder eines Klerikers mehr und man mächtigere Wunder nutzen.
Es sei noch gesagt, dass man nicht wie bei anderen Spielen die Erfahrungspunkte behält, die man durch das Töten von Gegner erhält, sondern selbst diese in diesem Spiel genannten "Seelen" sind vergänglich.
Stirbt man, lässt man alle seine Seelen dort zurück, wo man ums Leben gekommen ist, schafft man es jedoch dorthin zurück, kann man sie wieder aufheben. Ein weiterer Tod auf dem Weg zu dieser Stelle, bedeutet unweigerlich den Verlust aller Seelen, die man hatte, das eigene Level jedoch bleibt immer erhalten.
Anders als in anderen Spielen gibt es hier keinen Talentbaum.
Die Nahkampffähigkeiten besitzt von vorneherein jeder Charakter, welche sich aus Rollen, Blocken, Parieren, Leichtem Schlag, Schwerem Schlag und einer Kombination dieser aller zusammensetzt.
Das einzige, was alle Anfangsklassen voneinander unterscheidet ist die Startausrüstung und verschiedene Zauber, welche sich jedoch alle auch im späteren Verlauf erlernen lassen, was dazu führt, dass man immer noch Magier werden könnte, auch wenn man am Anfang Soldat gewählt hat.

Die Kämpfe gegen jeden Gegner in diesem Spiel sind schwer, selbst an normalen NPCs kann man sich an bestimmten Stellen schon einmal die Zähne herausbeißen, deswegen sind wie oben erwähnt Analyse und Abwarten die Schlüssel zum Erfolg.
Die Bosskämpfe in diesem Spiel sind jedoch besonders schwer, wenn man diese noch nicht besiegt hat und sich eine passende Strategie zurechtgelegt hat.
Es kann vorkommen, dass man mehrere Stunden an einem Boss verzweifelt, doch hat man es erst einmal geschafft, ist die Freude um so größer!
Die Endgegner sind alle komplett unterschiedlich designed und bei jedem gilt es neue Strategien zu entwickel um sie zu bezwingen.

Die Spielwelt ist auch sehr groß, zwar nicht zu vergleichen mit einem Skyrim, doch handelt es sich bei Dark Souls auch nicht um ein komplettes Open World Spiel, jedoch ist es auch keineswegs linear.
Die Spielwelt besteht aus einzelnen miteinander verbundenen Bereichen, die man in mehr oder weniger beliebiger Reihenfolge passieren kann, jedoch sind natürlich manche Gebiete für neue Spieler anfangs noch viel zu schwer, wodurch man einen schnellen Tod findet, wenn man nicht vorsichtig ist.
Mit zunehmendem Spielverlauf findet man immer wieder Tore oder Abkürzungen, die frühere Bereiche mit neuen verbinden und fügt so die Welt zusammen und macht sie begehbar, sodass man auch im späteren Spiel noch problemlos überall hinkommt.

Es gibt viele verschiedene Waffen und Rüstungen, die man mal einfach und mal irrsinnig schwer in Dark Souls ergattern kann.
Vieles findet man versteckt in der Spielwelt in Form von Leichen mit einem weißen Schimmer verteilt.
Manche Objekte kann man kaufen und für andere ist es wiederum erforderlich, einen Endgegner auf ganz bestimmte Weise zu vernichten.
Das Spiel sagt einem allerdings nicht wie, worauf ich später noch einmal eingehen möchte.
Mann kann dann bei in der Welt verteilten Schmieden, mit verschiedenen Materialien seine Waffen in verschiedenste Richtungen verbessern und Umwandeln.
Ein normaler Speer ist zu langweilig? Warum dann nicht einen Blitzspeer draus machen?
Blitz ist nicht dein Ding? Kein Problem, machen wir halt Feuer drauß!
Insgesamt gibt es eine Vielzahl an Verbesserungen, mit denen man seine Waffen dem eigenen Spielstil anpassen kann.
Jedoch ist auch dies nicht einfach. (Das solltet ihr inzwischen schon selber herausgefunden haben ^^)
Man muss zuerst die jeweilige Glut finden, die dem Schmied erst ermöglicht eine Waffe umzuwandeln.
Und dann werden auch noch mit zunehmender Stufe die Materialien immer seltener und teurer, wodurch ihr lange braucht, einmal eure Waffe ganz aufzuwerten.

Kommen wir nun jedoch zum wichtigsten Teil des Spiels, der Story.
Genau das würde ich sagen, wenn ich beispielsweise ein Final Fantasy 13 reviewen würde.
Aber hey Leute, es ist Dark Souls!
Du suchst nach tiefsinniger Story?
Dann bist du fehl am Platz, oder auch nicht?
Dieses Spiel hat keine Story im ursprünglichen Sinne, der Spieler wird in eine ihm vollkommen fremde Welt geworfen, in der er keinen Dunst hat, warum er etwas tut, oder wozu es eigentlich gut ist, dass er jetzt Boss XY mal ordentlich zerlegt hat.
Man weiß wirklich absolut nichts und eine tiefgründige Story in diesem Sinne wird es auch nie geben.
Aber auf die Details kommt es an.
Bei meinem ersten Durchlauf, hatte ich keinen Dunst von nichts.
Doch als ich meinen zweiten Durchlauf spielte, bemerkte ich doch, was ich alles verpasst habe.
Ihr seid nämlich nicht "ganz" alleine auf dieser Welt.
Es gibt nämlich noch eine Hand voll, und damit meine ich auch eine Hand voll, NPCs, mit denen ihr reden oder teilweise auch handeln könnt.
Diese trefft ihr an verschiedensten Orten und müsst später feststellen, dass sie auf einmal fort sind, nur um sie dann überraschenderweise in einem vollkommen anderen Teil der Welt wieder anzutreffen.
So lernt der aufmerksame Spieler Schritt für Schritt die Geschichte der verschiedenen Leute kennen und manche Handlungen haben sogar Auswirkungen auf deren Verlauf.
Redet man beispielsweise mit einem NPCs an einer bestimmten Stelle nicht, wird dieser nie das machen, was er eigentlich tun könnte.
Woher ihr also wisst was ihr machen müsst?
Na gar nicht ;).
Das ist genau der Faktor, der das Spiel so interessant macht. Ihr müsst selber experimentieren und findet so verschiedenste Easter Eggs und Verläufe im Spiel, die ihr sonst nie gefunden hättet!

Zu guter Letzt möchte ich nun noch etwas über den Multiplayer loswerden, von dem man als unerfahrener Spieler vermutlich am Anfang erstmal überhaupt nichts mitkriegt, aber auch dieser ist sehr komplex und wunderschön durchdacht.
Der Multiplayer den ihr in diesem Spiel finden werdet, unterschiedet sich so ziemlich von allem, was ihr bisher kennt. Er ist erfrischend und etwas komplett eigenes für sich.
Im Grunde genommen spielt jeder Spieler sein eigenes Spiel und wenn er es nicht will, wird er auch nie "aktiv" mit anderen Spielern agieren.
"Passiv" jedoch, bekommt der Spieler immer wieder andere Mitstreiter zu spüren oder auch zu sehen, bzw. hören.
Zuerst aber noch die zwei Zustände, die für den Online Modus wissenswert sind.
Als "Hülle" wird der Spieler, wenn er es selber nicht veranlasst, nie etwas mit anderen Spielern direkt zu tun haben, doch er wird folgendes von ihnen sehen:
- Die geisterhaften Erscheinungen anderer Spieler, die sich in Echtzeit in ihrer Welt bewegen und auch den Geist des Spielers sehen
- Nachrichten auf dem Boden, die andere Spieler dort hinterlassen können um einem zu helfen oder zu schaden
- Die seltene Auffüllung eigener Heiltränke, wenn ein anderer Spieler sein Feuer entfacht (darauf werde ich nicht näher eingehen, ihr werdet es selbst sehen ;) )

Dies sind nur wenige Dinge, die passiv geschehen, aber ihr werdet sicher die anderen früher oder später selber mitbekommen.
Der aktive Part erfordert zumeist den menschlichen Zustand eines Spielers.
Diesen erreicht er, indem er Menschlichkeit darbietet, die man im Spiel findet, online erringen kann oder für das Töten bestimmter Monster bekommt.
Als Mensch ist man nun aktiv in die Onlinewelt eingebunden.
Von nun an können folgende Dinge passieren:
- Man kann andere Spieler (auch Hüllen), die vorher ein Rufzeichen auf dem Boden plaziert haben, zu sich in die Welt rufen, damit sie einem beim Kampf gegen beispielsweise einen Boss helfen
- Feindliche Spieler können in die eigene Welt eindringen und den Spieler zu seinem PvP Kampf fordern, der Gewinner erhält eine Prämie

Es sei jedoch gesagt, dass wenn man selber ein Rufzeichen setzt um beschworen zu werden, meist beträchtliche Wartezeiten anfallen und man schonmal durchaus 20 Minuten warten muss, um beschworen zu werden. Es ist also kein sonderlich schneller Multiplayer.

Zudem gibt es noch verschiedenste Clans, denen man beitreten kann und in denen man auch Stufen aufsteigen kann.
Dieses hat zum einen den Vorteil, dass man bestimmte Ausrüstungen bekommt und sie das Online Spiel für einen grundlegend verändern.
Es gibt gute und böse Clans, manche auf PvP ausgelegt und manche auf Zusammenspiel, man kann also wählen, was man lieber mag und dann dem entsprechenden Clan beitreten - solange man ihn findet.
Denn diese sind teilweise für den Laien unfindbar in der Welt verstreut.

Ich hoffe ich konnte mit diesem ausführlichen Artikel einen Überblick über Dark Souls liefern, eines Spiels, das unglaublich gut ist, für diejenigen, die sich darauf einlassen.
0Kommentar|17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Juni 2012
Ich habe ca 250 Stunden in dieses Spiel gesteckt. Das tue ich in der Regel nicht.

Dieses Spiel ist ein ganz besonderes Erlebnis. Vorab: Macht nicht den Fehler, wie in anderen Games in Gegnerhorden zu laufen und auf die Schlagtaste zu hämmern. Hier ist Taktik und bedachtes Vorgehen von Nöten. Man muss Gegner mit dem Bogen anschießen und sie einzeln locken, sich gut überlegen, wie man vorgeht. Blocken, Ausdauer im Blick haben. Ständig auf der Hut sein. Aufmerksam sein. Wenn man z.B. auf einer Brücke qualmende Leichen sieht, sollten die Alarmglocken läuten. Durch dieses Spiel läuft man nicht einfach durch. Wenn man sein Gehirn einschaltet, mitdenkt und vorsichtig spielt, ist es auch nicht so schwer, wie alle sagen. Erst mal Schild hoch, Distanz halten und beobachten, was der Gegner tut. Ihr seht eine Falle? Nutzt sie, um die Gegner zu töten. Smart spielen ist die Devise.

Ich könnte ein ganzes Buch über Dark Souls schreiben, halte mich aber möglichst kurz.

+ Geniales, taktisches Kampfsystem mit wichtiger Ausdaueranzeige
+ Sehr unterschiedliche Klassen
+ Absolut atmosphärische, große, zusammenhängende, mystische Welt
+ Schöne, stimmige, düstere Grafik
+ Komplett anders, als 95% der aktuellen Spiele
+ Der Spieler muss sich auf eigene Faust zurecht finden, es gibt keine Quests, keine plump erzählte Story. Man muss sich selbst zurecht finden. Wo muss man am Anfang hin? Selbst erkunden ;)
+ Es gibt so viel zu erkunden und zu finden, zig Charaktere in der Welt, die ihre eigenen Geschichten erleben. Ich brauchte mehrere Durchgänge durch das Spiel, um alles zu sehen, alle Charaktere zu finden
+ Das Spiel, die Umwelt, die Charaktere, die Beschreibung der Gegenstände etc. erzählen die Geschichte
+ Man fühlt sich nicht, als wenn sich alles um den Spieler dreht. Man ist nicht Mittelpunkt dieser Welt. Andere Charaktere erleben genauso ihre eigenen Geschichten
+ Jedes Gebiet ist ein Erlebnis und komplett unterschiedlich, trotzdem ist die Welt in sich sehr stimmig
+ In jedem Gebiet sind andere Gegner, kein Gegner wiederholt sich
+ Das Gegnerdesign ist exzellent
+ Jeder Gegnertyp hat sein eigenes Vorgehen, seine eigenen Strategien, die man erst beobachten und dann geschickt ausnutzen muss
+ Alles was man tut, ist permanent. Einen wichtigen NPC getötet? Der steht nicht mehr auf.
+ Gigantische, beeindruckende Bosse, die genial inszeniert sind und auf die man sich gut vorbereiten muss
+ Viele, viele Stunden Spaß
+ Fordernd und extrem belohnend. Wenn man einen schweren Boss besiegt hat und die Souls auf einen einregnen, macht man Luftsprünge
+ Jeder Tod zählt und ist bedeutend. Das sorgt für unfassbare Spannung und man überlegt sich genau, wie man vorgehen sollte.
+ Der Multiplayer. Darüber kann man 50 Seiten schreiben. Das Spiel ist darauf ausgelegt, online gespielt zu werden. Man kann via Koop anderen Spielern helfen oder sich helfen lassen und zusammen Bosse bekämpfen. Man kann aber auch andere Spieler invaden und bekämpfen, oder selber invaded werden. Es gibt verschiedene Covenants, denen man beitreten kann, die noch mal alles auf den Kopf stellen. Da gibt es die verschiedensten Sachen. Böse, neutrale, gute Covenants. Auf Koop oder PvP ausgelegt. Es gibt Ränge etc. Sehr viel zu entdecken! Wenn man sich komplett austoben und alles ausprobieren möchte, was die Covenants zu bieten haben, kann man locker 50 Stunden Spaß haben.

- Der Einstieg ist holprig. Man ist am Anfang völlig planlos. Wie funktioniert das mit der Humanity? Wie funktioniert der Multiplayer? Etc. Aber das macht auch den Reiz aus, da man sich in einer fremden Welt mit vielen Geheimnissen zurecht finden muss. Und im Wiki lesen schadet auch nicht ;)
- Die Kamera kann sperrig sein und ab und an zu Toden führen. Man muss sie genauso beherrschen wie seine Waffe.
- Das Spiel hat ab und an Framerate-Einbrüche. Vor allem in Blighttown. Das stört teilweise, macht es aber nicht unspielbar.
- Erst zum Ende des Spiels gibt es eine auch nur halbwegs brauchbare Quicktravel Funktion. Bis dahin muss man viel laufen. Das ist manchmal nervig, wenn man endlich alles gesammelt hat, um eine Waffe aufzurüsten, dann aber ewig bis zum Schmied laufen muss und dann wieder zurück.
- Manchmal lagt es, was in PvP kämpfen tödlich sein kann
- Teils frustig - aber Scheitern ist immer die eigene Schuld

Mein Fazit: Eines der besten Spiele, die ich je spielen durfte. Und das meiner Meinung nach beste Rollenspiel. Es ist anders und man darf es auf keinen Fall angehen, wie andere Spiele - sonst stirbt man nur. Lasst euch darauf ein, spielt vorsichtig und taktisch klug - dann sollte es wenig Probleme geben. Endbosse zu schwer? Einfach 2 Leute beschwören und ihn dann zu dritt plätten. Es gibt so viel zu entdecken, dieses Spiel ist extrem tief. Ihr werdet es nicht bereuen. Trotz kleiner Fehler ein absolutes Meisterwerk!
11 Kommentar|12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Oktober 2011
Nach 26 Stunden Spielzeit und 40 Leveln will ich auch mal meine Begeisterung über diesen hervorragenden Titel zum Ausdruck bringen, auch wenn ich noch weit davon entfernt bin, das Spiel durchgespielt zu haben.

- UPDATE -
Nach 60 Stunden Spielzeit und 82 Leveln habe ich das Spiel nun durchgespielt. Ich wollte nur sagen, dass ich meine 5 Sterne Wertung selbst nach dem Töten des Endbosses unbedingt beibehalte, sogar auf 6 Sterne ausweiten würde, wäre es nur möglich. Dark Souls hat mich in den letzten Wochen richtig gefangen genommen. Ich konnte das Pad nicht mehr weglegen und habe Nachts nicht in den Schlaf gefunden, wenn ich einen bestimmten Fortschritt nicht erreicht habe. Dark Souls macht in der Tat süchtig. Es ist ein phänomenales Spiel. Für mich persönlich ist es sogar eines der besten Videospiele aller Zeiten.
- UPDATE -

Vorneweg: Dark Souls richtet sich eindeutig an Fans des Vorgängers. Ich rate allen Interessenten dringlichst dazu, erst Demon's Souls zu spielen und sich darüber eine Meinung zu bilden. Warum? Weil Dark Souls in jeder Hinsicht schwieriger ist! Der Schwierigkeitsgrad zieht extrem schnell an und selbst ein Demon's Souls Veteran wird schon bei den ersten Gegnergruppen im ersten Abschnitt richtig gefordert. Da Dark Souls genau wie Demon's Souls auf Erläuterungen des Gameplays verzichtet und sich nur auf eine einfache Erklärung der Steuerung beschränkt, ist es von großem Vorteil, wenn man einen groben Überblick über die Mechaniken besitzt. Ausserdem ist Demon's Souls ein hervorragender Titel und mittlerweile günstig zu erstehen. Spielt also erst den Vorgänger und falls er euch gefällt, greift ihr zum noch heftigerem Dark Souls.

Der größte Unterschied zum Vorgänger ist die Tatsache, dass man sich in einer frei begehbaren Welt befindet, zumindest solange man die passenden Schlüssel vorweisen kann oder stark genug ist, um es mit den zahlreichen Gegnern aufzunehmen. Im Zentrum der Spielwelt befindet sich eure Basis, die ihr euch mit anderen NPCs (=computergesteuerte Charaktere) teilt. Je nach dem wie ihr euch verhaltet, wird eure Basis im Laufe des Spiels von anderen Charakteren bevölkert oder wie leergefegt sein. Die NPCs dort sind teilweise sehr nützlich und verkaufen euch Zauber, verstärken eure Tränke oder verfolgen ganz eigene Absichten, über die sie euch im Dunkeln lassen. Von eurer Basis aus könnt ihr euch in alle Richtungen bewegen: Nach oben, nach unten und sogar durch die Luft. Das Spiel sagt euch nicht wohin ihr gehen müsst und deswegen werdet ihr sehr früh mit einem wesentlichem Teil von Dark Souls konfrontiert:

Erkundung!

Anders als noch in Demon's Souls, stehen euch in Dark Souls meistens immer mehrere Wege offen. Die Welt ist viel verschachtelter aufgebaut, ständig kreuzt ein Pfad einen anderen, Regionen sind durch versteckte Tunnel, Brücken oder Leitern verbunden und man muss sich regelmäßig entscheiden, wohin man denn nun eigentlich will. Es lohnt sich wirklich, jedem Pfad zu folgen, denn auch wenn in vielen dunklen Gassen bösartige Wesen lauern, so wird die Neugierde doch alles andere als selten mit mächtigen Rüsstungen oder wertvollen Artefakten belohnt. Das tolle dabei ist, dass der Avatar in Dark Souls (fast) grenzenlos viele Gegenstände mit sich rumschleppen kann. Vorbei sind die Zeiten als man in Demon's Souls sein altes Schild am Leichnam des Gegners ablegte, nur um das neue mitzunehmen. Das motiviert ungemein und ist in meinen Augen eine der wichtigsten Verbesserungen.

Im Gegensatz zur Last der Inventargegenstände, wirkt sich die Last der ausgerüsteten Gegenstände ziemlich deutlich aus: Überschreitet man die maximale Tragfähigkeit, bewegt sich der Avatar nur noch im Schneckentempo vorwärts. Verzichtet man auf schwere Panzerung, wird man mit zusätzlicher Bewegungsgeschwindigkeit und Wendigkeit belohnt. Häufig kleidet man seinen Helden um, einfach nur um schneller vor einem Gegnertyp flüchten zu können, oder die mächtigen Schläge eines riesigen Dämons zu überleben. Taktische Tiefe und Abwechslung sind garantiert, mit jedem Bosskampf entdeckt man eine neue Seite seines Alter-Ego.

Die Kämpfe haben es allerdings in sich!

Sehr schnell wird einem bewusst, dass dieser Titel kein weichgespülter Ponyhofsimulator ist. Die Gegner sind riesig, sie sind das pure Böse und sie gewähren euch keine Gnade - verlasst euch drauf! Wem Demon's Souls schon zu schwer war, der wird in Dark Souls untergehen, denn dieser Titel bombardiert euch mit Gemeinheiten, dass euch das Lachen schneller vergeht, als euch lieb ist. Was bei Demon's Souls ein Boss war, ist in Dark Souls ein stinknormaler Gegner. Der Schwierigkeitsgrad zieht so rasant und so heftig an, dass ich in den ersten paar Stunden voller Zweifel war, ob ich diesem Titel überhaupt gewachsen bin. Anstatt einem Gegner, schickt euch das Spiel eine ganze Horde auf den Hals. Es gibt unzählige Gegnertypen und jeder einzelne will mit exakt ausgeführter Taktik besiegt werden. Die Vielfalt an feindseligen Kreaturen ist genauso faszinierend wie erschreckend. Es ist daher sehr von Vorteil, wenn man sich als Demon's Souls Veteran mit dem Kampfsystem auskennt und weiß, wie man die Energie für Blocks und Schläge einteilt, wie man ausweicht und kontert.

Das Kampfsystem wurde dennoch gründlich überarbeitet.

Wirkte man in Demon's Souls noch Zauber und Wunder bis der Manavorrat erschöpft war, so hat man in Dark Souls nur eine begrenzte Anzahl an "Schüssen" zur Verfügung. Einen Manabalken gibt es nicht mehr. Zudem wurde eine neue Art der Kampfkunst eingeführt: Die Pyromantie. Anstatt eines Zauberstabs, welcher weiterhin für herkömmliche Magie gebraucht wird, nutzt ihr eure brennende Hand als Katalysator und schließt eure Feinde in apokalyptischen Infernos ein. Auch das Resistenzsystem wurde geändert. Werdet ihr mit Giften oder Flüchen konfrontiert, oder anderen Dingen, die einen todbringenden Zustand hervorrufen können, seht ihr jetzt an einem Balken, wie sehr euch das gegnerische Kampfmittel bereits zugesetzt hat. Bei Abstinenz leert er sich, bei Penetration füllt er sich und das mitunter rasend schnell. Ist der Balken vollends gefüllt, ist ein Zustand der Vergiftung, der Verfluchung oder der Blutung eingetreten, je nach dem mit was ihr angegriffen wurdet. Ohne das passende Gegenmittel ist euer Tod nur eine Frage von Sekunden. Die wohl auffälligste Neuerung am Kampfsystem sind jedoch die Tränke. Das aus dem Vorgänger bekannte Mondgras, dass man fast in inflationären Mengen in sich hinein gepumpt hat, ist Geschichte. Anstelle von hunderten Gräsern bleiben euch nur noch 5 mickrige Heiltränke, die ihr allerdings im Laufe des Spiels in ihrer Quantität als auch in ihrer Qualität verbessern könnt. Habt ihr alle Heiltränke verbraucht, so bleiben euch nur zwei Möglichkeiten:

Am Leben bleiben oder zum nächsten Leuchtfeuer laufen.

Die Leuchtfeuer sind über die ganze Spielwelt verteilt und dienen euch als Mini-Basis. Dort lädt sich eure gesamte Lebensenergie und euer Vorrat an Tränken und Zaubern automatisch auf. Zusätzlich könnt ihr dort neue Attributspunkte verteilen und euren Helden aufleveln - natürlich immer unter der Voraussetzungen, dass ihr genug Seelen mit euch tragt. Im Falle des Todes werdet ihr am zuletzt besuchten Leuchtfeuer wiederbelebt, ohne Seelen, versteht sich. Jedes Mal, wenn ihr euch an einem Leuchtfeuer niederlasst, um euch zu erholen, werden die Gegner in der Spielwelt wiederbelebt und ihr müsst sie noch ein Mal töten. Allerdings werden nur niedere Geschöpfe zu neuem Leben erweckt. Starke Widersacher wie zum Beispiel Bosse oder Mini-Bosse, oder aber auch Händler, Lehrer und andere Gefährten bleiben für immer dem Tod verfallen. An den Leuchtfeuern könnt ihr euch auch wieder in einen Menschen zurückverwandeln, denn anders als bei Demon's Souls wandert ihr in Dark Souls im Falle des Ablebens nicht als geisterhafte Seelenform durch die Welt, sondern als untote Leiche. Und das sieht genauso aus, wie es sich anhört.

Um euch also zurückzuverwandeln, benötigt ihr Menschlichkeit. Diese Menschlichkeit findet ihr an verschiedenen Stellen im Spiel, ihr könnt sie sogar einigen nach Seelen gierenden Händlern abkaufen. Allerdings sollte Menschlichkeit nicht leichtfertig eingesetzt werden, denn sie erlaubt euch, freundliche Spieler und freundliche NPCs als Hilfe zu beschwören, oder aber die Leuchtfeuer weiter anzuheizen. Auch NPCs reagieren anders auf euch, abhängig davon, ob ihr als Mensch oder als Leiche vor ihnen steht. Vorsicht ist dennoch geboten, da ein menschlicher Held von anderen Spielern angegriffen werden kann, wenn diese in eure Welt eindringen.

Und diese Welt ist atemberaubend!

Doch auch wenn die neue Spielwelt wunderschön designed wurde, so ist sie gleichzeitig die größte Schwachstelle. Anders als Demon's Souls setzt Dark Souls auf eine wunderschöne Ästhetik und deutlich verbesserte Grafik. Leider wurde dabei etwas über die technische Leistungsfähigkeit der Konsolen hinaus programmiert. Stimmungsvolle Beleuchtung, traumhafte Vistas und detailverliebte Monster sorgen viel zu häufig dafür, dass die Bildwiederholrate einbricht. Das stört ungemein. Vor allem wenn man zusätzlich zu den starken Gegnern plötzlich auch mit starken Rucklern kämpfen muss.

Was bleibt am Ende?

Dennoch kommt Frust so gut wie nie auf, da Dark Souls den Spieler noch mehr motiviert als es schon Demon's Souls vermochte. Die Änderungen am Spiel sind allesamt sinnvoll und sehr gut durchdacht. Kein anderes Spiel belohnt das Ego des Spielers so heftig wie Dark Souls. Die Genugtuung nach erfolgreich absolvierten Bosskämpfen ist einfach unbeschreiblich und etwas, dass man als Gamer in der heutigen Zeit fast komplett vergessen hat. Wer den Vorgänger mochte, der wird Dark Souls lieben, denn es ist noch härter, noch schöner und noch besser! Wer diesen Titel nicht spielt, der verpasst etwas ganz, ganz großes! Dieses Spiel macht süchtig!

Abschließend möchte ich noch auf die Limited Edition zu sprechen kommen. Dort gibt es nämlich Licht und Schatten. Das Artbook ist wunderschön und absolut hochwertig. Der Soundtrack ist super und auch das Making-Of-Video ist interessant. Dem gegenüber steht allerdings ein Gameguide, der nur als Download verfügbar ist. Selbst diese paar MegaByte verdienen es aber nicht, als Gameguide bezeichnet zu werden, denn das Spiel wird darin bestenfalls hauchzart angeschnitten. Dark Souls ist so extrem komplex und der digitale Guide vor diesem Hintergrund einfach nur eine Schande. Noch ärgerlicher wird es, wenn man sieht, dass Namco-Bandai den physikalischen Gameguide bald separat zum Kauf anbieten wird. Das hinterlässt einen faden Beigeschmack und sollte nicht unter den Tisch gekehrt werden. Allerdings ist das Spiel so überragend, dass selbst dieses kleine Ärgernis immer noch eine 5-Sternewertung rechtfertigt.
1212 Kommentare|114 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. März 2014
Kurz vorweg: Die Souls-Reihe hat alle anderen RPGs für mich kaputt gemacht.
Nicht nur wegen dem hohen Schwierigkeitsgrad. Die Jungs von FromSoftware schaffen einfach -gewollt oder ungewollt- diese unheimlich tiefe Athmosphäre, die ich bei keinem anderem Videospiel jemals sehen konnte.
Das Gameplay ist so simpel wie genial. An sich ist es leicht zu verstehen, die Kunst liegt jedoch darin, seinen Kampfstil aus blocken, ausweichen und angreifen perfekt anzupassen. Die verwinkelten Level und die vielen versteckten Items und Geheimnisse plus der Story, die neben den NPCs größtenteils in Artefaktbeschreibungen erzählt wird, stacheln den Spieler dazu an jeden Winkel der Spielwelt zu durchsuchen. Die Grafik ist zwar nicht gerade auf dem neuesten Stand, aber das brauch sie auch garnicht sein. Ich gehe sogar so weit, dass ich sagen würde, dass mir dieser "Retrostil" besser gefällt ;) dadurch wirkt alles noch ein bisschen....entfernter, düsterer und.... irgendwie lebloser. Man merkt einfach wie alles um einen herum hohl und seelenlos wirkt und das ist einfach ein hammer Gefühl.
Neben dem tollen Leveldesign, fällt natürlich auch noch das Gegnerdesign auf. Ich sag einfach mal nichts weiter dazu außer, dass man bei manchen Feinden ein wohliges Schaudern bekommt ^^
zum Schluss mchte ich euch bitten euch den Soundtrack mal genau anzuhören :) Motoi Sakuraba ist ein Meister in seinem Fach.
Fazit:
Grafik 5*
Gameplay 5*
Story 5*
Soundtrack 5*
11 Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Oktober 2011
Nach nun einiger Zeit des Spielens muss ich sagen, dass Dark Souls durchweg gelungen ist. Das Spiel gilt als Nachfolger des überraschend erfolgreichen Demon's Souls und macht da weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hat. Wer noch nicht den vollen Preis für Dark Souls zahlen möchte, dem kann man nur das rund um die Hälfte billigere Demon's Souls empfehlen, was eigentlich schon einen sehr guten Ausblick auf das hier rezensierte Spiel gibt. Gespielt haben muss man den Vorgänger jedoch nicht, da die Storys nicht aufeinander aufbauen.

Dark Souls verfolgt eigentlich eine ganz einfache Philosophie, die viele Spiele heute nicht mehr glaubwürdig verfolgen, nämlich: Es hält, was es verspricht. Und was hat es versprochen? Schwierige Level, ein aufwendiges Skill- und Waffensystem, viele Spielstunden, ein gut durchdachtes Onlinesystem und häufiges Sterben. Also vieles, was nicht in einem Casual-Spiel zu finden ist. In Dark Souls spielt man einen zombieartige Figur (im Spiel "Hülle" genannt), welche eine Art Auserwählter darstellt und ein gewisses Schicksal hat. Es gilt, sich einer großen Vielzahl von Gegner zu stellen, wobei die Palette von herkömlichen Skeletten bis zu merkwürdigen Baumwesen reicht. Doch dazu soll erstmal nicht zu viel verraten werden.

Vom Gameplay ähnelt dieses Spiel stark dem Vorgänger. Man hat zu Beginn die Auswahl zwischen einer Klasse und kann seinen Charakter äußerlich individualisieren. Wie anzunehmen, bestimmt die Klasse die Attributverteilung. So variiert es vom Haudrauf-Ritter zum flinken Vagabunden bis hin zu außergewöhnlichen Klassen, wie dem Pyromanen, oder für die ganz hart gesonnenen dem Bettler. Die Äußerlichkeit wirkt sich jedoch in keiner Weise auf den Charakter aus und beeinträchtigt nicht die Attribute, sprich es ist egal, ob man dick oder dünn ist. Zusätzlich lässt sich noch eine Spezialfähigkeit auswählen. Nach der Erstellung wird einem erstmal in einem Tutorial die, im Großen und Ganzen, gut durchdachte Steuerung beigebracht. Hier bemerkt man auch schon den Charakter des Spiels, wenn man von einer Falle erwischt wird, die einem (je nach Klasse) ruhig mal die Hälfte der Lebensleiste weghaut oder man sich schon schwer an 1-2 Gegner tut. Das Spiel ist einfach schwierig und erfordert geduldiges Vorgehen. Dabei gilt es nicht nur auf seine Lebensleiste zu achten, sondern auch auf die Ausdauer, welche zum Schlagen, Sprinten oder Blocken benötigt wird. Wer einfach draufhaut, wird nicht weit kommen und darf danach wieder an einem der wenigen Leuchtfeuer im Spiel weitermachen, welche die Speicherpunkte im Spiel darstellen. Jedoch muss man auch wissen, dass nach dem Speichern alle (bis auf wenige besondere) Gegner wieder auftauchen, was bedeutet, dass zwischezeitliches Speichern die Sache nicht erleichtert, so wie es in anderen Spielen der Fall ist. Beim Speicherpunkt wird auch der sogenannte Estus-Flakon aufgeladen, ein kleines Fläschen mit einer begrenzten Anzahl an Ladungen, die den Charakter heilen. Somit hat man nur eine sehr begrenzte Zahl von Heilsachen. Kräuter, welche einen heilenden Effekt haben, wie es im Vorgänger der Fall war, gibt es so nicht mehr. Das macht die Sache (wie erwartet) mal wieder nicht leichter. Ein innovatives Feature ist jedoch, dass hier im Prinzip jeder Spieler jedem helfen kann, denn ist man im Playstation-Network angemeldet, spielt man, mehr oder weniger unbemerkt, online und kann Nachrichten von Spielern lesen, welche sich als rote Schriftzeichen auf dem Boden bemerkbar machen. Dadurch lassen sich einige Stellen gut meistern, weil auf Fallen oder starke Gegner hingewiesen werden kann. Wer die Überraschung für sich behalten will, der liest diese Nachrichten einfach nicht. Man hat also eine gewisse angenehme Wahl.

Hat man dann die ersten Schritte gemacht und die ersten Gegner besiegt, wird man bemerkt haben, dass es für jeden besiegten Gegner Seelen gibt, mit denen es möglich ist, seinen Charakter zu leveln und seine Attribute zu erhöhen. Des Weiteren lassen sich mit Seelen bei den wenigen Händlern auch Waffen und Rüstungen ertauschen oder beim Schmied verbessern. Auch hier folgt das Spiel dem einfachen Prinzip: Je stärker der Gegner, desto mehr Seelen erhält man. Dies muss auch so sein, da sich die Anzahl der benötigten Seelen pro Levelanstieg immer deutlich erhöht und dies einen enormen Faktor für die lange Spieldauer ausmacht. Man kommt nicht darum herum, ab und an einmal zu verweilen und Seelen zu sammeln. Das Ganze nennt sich im Fachjargon "grinden" und nimmt oftmals viel Zeit in Anspruch. Wer darauf also keine Lust hat, für den wird Dark Souls nicht das richtige Spiel sein.

Grafisch macht das Spiel auch was her, die Level sind schön gestaltet und das Spiel besitzt im Gegensatz zum Vorgänger noch den ein oder anderen Lichteffekt mehr. Essenziell davon abheben tut es sich jedoch nicht, weshalb man keine Grafikbombe erwarten sollte. Beim Monsterdesign wurde jedoch nicht gepfuscht, diese wirken durchdacht und authentisch und erzielen auch die Wirkung, die sie sollen, was heißt, dass man durchaus erkennen kann, mit wem man sich anlegen sollte und mit wem eben nicht. Zur Aufmachung und Darstellung kann man also sagen, dass das Gesamtpaket durchweg stimmt.

Zu einem der eher negativeren Punkte zählt die Performance. Man merkt, dass die Hemmschwelle hier schon etwas überschritten wurde und hat deshalb an der ein oder anderen Stelle mit schon heftigen Lags zu kämpfen. Das ist schade, denn in diesem Spiel zählt eigentlich jeder Augenblick. Diese Stellen häufen sich in der ersten Zeit nicht extrem und es wird eigentlich nicht komplett unspielbar, jedoch merkt man den rapiden Abfall der sogenannten FPS (Frames per second = Bilder pro Sekunde) doch schon und man muss einfach sagen, dass es stört und das Gesamtbild trübt. Vielleicht lässt sich hier ja noch etwas patchen. Zusätzlich verwendet das Spiel die sogenannte Havok-Engine, welche für einen Großteil der Physikdarstellung eingesetzt wird und auch in Spielen wie Alan Awake, Bioshock oder Battlefield eingesetzt wird und eigentlich als recht robuste und schnelle Engine gilt. Jedoch muss man sagen, dass die zusätzliche Belastung der Ragdolls, also der toten Körper der Gegner, nicht hätte sein müssen, da auch dies die FPS deutlich runterreißt, vor allem, wenn sie auf komische Art und Weise kollidieren (Beispiel: Wenn viele Gegner aufeinander liegen und dann auf einer Kante abrutschen). Tote Gegner lassen sich wie in Demon's Souls immer noch auf nervige Art mitschleifen und veranstalten teilweise lächerliche Bewegungen dabei. Mich stört es nicht so sehr, für einige kann das jedoch ein bisschen die Atmosphäre zerrütteln. Das ist somit also wohl als neutral zu bewerten.
Ich will hier nun keinem sagen, dass das Spiel dauernd ruckelt und nicht spielbar ist, denn so ist es weißgott nicht. Jedoch hätte hier macht Acht gegeben werden müssen, vor allem wenn man bedenkt, dass im Coop-Modus noch einige Spieler dazukommen, die das Spiel belasten. Hier merkte man teilweise auch schon unangehneme Situationen, jedoch war das ganze noch nicht kritisch.

Die Vertonung ist hier ein weiteres Mal gelungen. Die Szenerie ist musikalisch eigentlich immer passend und schön unterlegt und die Stimmen der Charaktere passen gut zu ihren Erscheinungen. Dasselbe gilt für die Soundeffekte der Monster, Waffen oder der Umgebung, wie Türen oder große Tore. Obwohl das Spiel textlich komplett in Deutsch gehalten ist wurden die englischen Stimmen behalten und es sind auch diese nur verfügbar. Eine gute Wahl, denn dies gefällt vielen Spielern einfach besser, wie die GTA-Reihe zeigt. Hier gibt es also nichts zu meckern.

Wie schon erwähnt besitzt Dark Souls einen durchdachten Online-Modus, der von Coop zu Versus reicht. Durch die erwähnten Nachrichten auf dem Boden lassen sich auch bestimmte Rufnachrichten platzieren, mit denen ein Spieler einen anderen zur Hilfe in seine Welt rufen kann. Dasselbe geht auch andersherum, indem man in die Welt eines anderen Spielers eindringt und diesen bekämpt. Gekämpft wird übrigens um Menschlichkeit, welche dazu dient, sich wieder in einen Menschen zu verwandeln oder seine Leuchtfeuer zu verbessern und somit auch sein Heilfläschen, den Estus-Flakon.

Das Schöne an dem Spiel ist, dass man sich aufgrund des Schwierigkeitsgrades einfach über jeden noch so kleinen Erfolg freut, sei es, dass man etwas Gutes gefunden hat oder auch, dass man nur drei Gegner besiegt hat, um im Endeffekt nur einen Raum weiter zu kommen. Frust kommt selten auf, weil man den eigenen Tod fast immer am eigenen menschlichen Versagen festmachen kann, da zum Beispiel die Steuerung einfach sehr präzise ist. Ich fühlte mich nie unfair behandelt. Und die Motivation, immer weiter zu kommen, ist hier einfach enorm groß.

Als Fazit kann man sagen, dass dies ein geniales Spiel ist, jedoch hat es ganz klar eine bestimmte Anspruchsgruppe, nämlich Menschen, die gerne spielen und bereit sind, auch viel Zeit in dieses Spiel zu investieren. Menschen, denen es nichts ausmacht, dass locker mal 20-30 Minuten vorankommen mit einem Schlag zunichte gemacht werden. Leute, die sich mit solchen Ehrgeiz für ein Spiel intressieren können und sich auch mit dem Rest identifizieren können, sollten hier getrost zugreifen. Eine bessere Limited-Edition gibt es kaum für den Preis. Wer jedoch eher ein Spieler für zwischendurch ist, sollte hier lieber nicht sofort zugreifen, sondern es unbedingt vorher ausprobieren
11 Kommentar|35 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 24. Februar 2012
Ach, was hat mich damals Demons Souls (nach einer schwierigen Anfangszeit) in seinen Bann gezogen und über Monate begeistert, es war ein regegelrechtes abtauchen in diese fantastische und fordernde Spielwelt. Einziger Nachteil war aber das ich manche Spiele welche ich Zeitgleich angefangen hatte danach nicht mehr anrührte, da diese nach diesem intensiven Spielerlebnis keinen spaß mehr machten oder zu wenig fordernd waren.
Also war für mich klar, Dark Souls muss her.

Dark Souls ist der (nicht offizielle Nachfolger) von Demons Souls einem Genialen Third Person Adventure Spiel, welches eigentlich nicht für den Europäischen Markt gedacht war, da dieses sehr fordernd ist und solche Spiele meist nur für den Asiatischen Raum angedacht sind.
Da dieses Spiel jedoch fleißig importiert wurde und die Nachfrage stieg wurde es ein paar Monate später doch in Europa eingeführt.
Aber keine Angst, es ist jetzt nicht so, dass dieses Spiel unfair, unspielbar oder nur etwas für Hardcorespieler ist.
Dies auf keinen Fall. Es ist viel mehr so, dass man umsichtig spielen und sich über jeden Schritt im Klaren sein muss.
Ich würde mich als durchschnittsspieler bezeichnen und ich bin nach einer etwas längeren Eingewöhnungszeit mit Demons Souls ganz gut zurecht gekommen und nach dem ich ungefähr wusste was mit Dark Souls auf mich zu kommt, war dieses auch nicht frustrierend.
Man sollte sich auf keinen Fall nach dem Beginn, sollte es mal nicht so gut laufen (siehe Rezension zu Demons Souls) entmutigen lassen, sondern bedacht spielen und es als Lehrzeit ansehen bis man versteht dass es hier nicht um stumpfes knöpfe drücken handelt.
Wichtig ist nur, dass man versteht, dass das Spiel nicht unfair ist und das umsichtiges Spielen belohnt wird.
Wenn man stirbt, ist man meistens selbst Schuld und man sollte sich die Wahl seiner Waffe oder die Taktik noch einmal überdenken.
Die Kämpfe sind so intensiv wie in keinem anderen Spiel. Und je nach Wahl des Charakters, der Rüstung,, Der Waffe oder dem Strategischen vorgehen, fallen diese Unterschiedlich aus.
Da sich jede der unzähligen Waffen in Handhabung und Verletzungsgrad unterscheidet sollte man diese bedacht wählen.
So empfiehlt es sich z.B. an engen Passagen mit starker Rüstung das Schild in die eine Hand zur Deckung hoch zu halten und mit der andern schnell mit dem Speer zu zustoßen oder den Gegner einen Abhang hinunter zu drängen.
Wobei es im offenen Gelände gegen schwere Gegner wider sinnvoll sein kann eine leichte Rüstung mit einem großen Schwert in zwei Hände zu nehmen, den Gegner zu Umkreisen und Kraftvoll zu zuschlagen.
Ich könnte noch ewig so weiter schreiben über Waffen die mit Dämonseelen erstellt werden können, Heilige Waffen oder welche die Blutungen verursachen, verfluchte Waffen die gegen Geister helfen...ich lasse es lieber
Außerdem darf fleißig aufgelevelt, Waffen geschmiedet, verbessert, umgewandelt, gezaubert, wunder erlernt, geheilt und gesammelt werden.
Ein Traum für Rollenspiel Fans. Ihr seht es ist einiges geboten.
Von der einzigartigen Atmosphäre die dieses Spiel erzeugt und den einzigartigen Wesen und Charakteren ganz zu schweigen.

Man muß nicht unbedingt den ersten Teil gespielt haben um Dark Souls zu verstehen, da es sich hier um ein eigenständiges Spiel handelt welches Geschichtlich nicht an Demon Souls anknüpft.
Ich muß allerdings sagen, dass mir Dark Souls einfacher vorkam als Demons Souls, dies kann natürlich daran liegen, dass ich durch Demon Souls nun wusste wie der Hase läuft.

Das Spiel:
Ihr seid als Hülle unterwegs ein untotes Wesen welches durch finden und einsetzen von Menschlichkeit wieder die Menschlichen gestalt erlangen kann. Dies bringt zwar einige Vorteile wie Beispielsweise das rufen anderer online Mitspieler,eine Höhere Droprate von Gegnern, etc. dies hält allerdings nur bis zum nächsten Ableben an (was recht kurz sein kann).
Im vergleich zum Vorgänger gibt es nun Speicherpunkte, die sogenannten Leuchtfeuer an denen ausgeruht, aufgelevelt, regeneriert, Zauber erlernt und gespeichert werden kann. Außerdem führt man Heiltränke mit sich deren Anzahl man durch opfern von Menschlichkeit an entfachten Leuchtfeuern steigern kann.
Auch wenn man es zu beginn nicht glauben mag aber die weitläufige und facettenreiche Spielwelt ist komplett miteinander erbunden und man erschafft im laufe des Spieles raffinierte Abkürzungen, dies schafft ein geniales großes, freies Spielgefühl.
Die verschiedene Spielabschnitte sind so unterschiedlich und wunderschön gestaltet und mit passenden Gegnern versehen, dass man sich in die jeweilige Welt versetzt fühlt.
Es ist eine düstere Welt die Kalt und Brutal erscheint, die aber immer wieder Überraschungen bereit hält und in so mancher finsteren Stunde steht man plötzlich erhaben auf einen Turm und genießt die wunderschönen Lichteffekt der letzten Sonnenstrahlen, die sanft auf das Harte Land strahlen und so eine fast Romantische Stimmung erzeugen.
Diese Welt ist wirklich einzigartig und so abwechslungsreich das es ein leichtes ist sich darin zu verlieren.
So gibt es Beispielweise die dreckige Schandstadt die mit ihren ekeligen Mutierten Gegnern, den Giftmücken, Blutekeln und dem Giftsumpf einen fast dazu zwingen die Luft anzuhalten so sehr glaubt man der Spielwelt diese Atmosphäre.
Doch auch die Gegner geben ihr bestes um die Illusion aufrecht zu erhalten so sind diese Perfekt dem jeweiligen Levels angepasst und sehen wunderschön bis absolut widerlich aus. Außerdem hat jeder Gegner eine andere Schwachstelle und man muss je nach Panzerung des Rivalen eine andere Strategie wählen, so muß der gepanzerter Keil beispielsweise von Hinten angestochen werden oder mit Köder unter einem Absatz gelockt und dann mit einem Fallangriff attackiert werden. Übrigens bekommt man mit etwas Glück dann den Kopf des Keilers als Helm.
Wobei man hingegen gegen die Skelettritter am besten in den Nahkampf geht und mit erhobenem Schild und Stichwaffen agiert.
Doch gibt es nicht nur die Standartgegner, sondern eine Vielzahl von zwischen und Spielabschnittendgegnern, bei denen die Schwachstelle ausgespäht werden muss um nicht unterzugehen, auch die Bosse hier sind ebenso einzigartig wie Furchteinflößend.
Die kämpfe sind fordernd, treiben einem das Adrenalin in die Adern und sind mehr als spannend.
Das Spiel hat so viele Geheimnissen von einem Ring mit dem man mit der Spinnenfrau reden kann oder einen der an der richtigen Stelle eine Geheimtüre öffnet bis hin ins Eintauchen in die gemalte Welt von Anor Londo, das finden der großen Leere oder aber und natürlich das rächen der Feuerhüterin.
Einzigartig ist auch das beitreten verschiedener Fraktion (was teilweise das online spielen mit einbezieht), so ist es möglich den Waldhütern beizutreten um den Wald zu schützen oder aber Eid brecher zu jagen oder Gegner für Drachensteine zu Töten um langsam selbst zu einem Drachen zu werden.
Natürlich darf man sich auch online einfach rufen lassen um bei einer schwierigen Stelle oder einem Endgegner zu helfen... Oder man dringt feindlich in die Welt eines Menschen ein und der Sieger erhält die Menschlichkeit und und und
Dieses Spiel ist so komplex und alleine das erklären von den verschiedenen Schmiedemöglichkeiten und Umwandeln von Waffen würde zig Seiten in Anspruch nehmen.
Daher sei jedem geraten sich online etwas zu informieren und das spiel öfters durch zuspielen um so viel wie möglich erleben zu können.

Fazit:
Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach Demons Souls auch noch von Dark Souls so in den Bann gezogen werden kann und ich aus den Schwärmen nicht mehr rauskomme.
Dieses Spiel ist wunderschön, Geheimnisvoll, genial durchdacht und intensiv wie es nur wenige gibt, wer mit dem Genre etwas anfangen kann, kommt um dieses Spiel nicht rum!
Man sollte sich nur nicht von dem evtl. zähen Einstieg entmutigen lassen und sich online bei Fragen helfen lassen.
Ich lieb es! Kaufempfehlung!
22 Kommentare|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Oktober 2012
Das tolle an Dark Souls ist die Gewissheit, dass man spätestens beim nächsten Zwischen- oder Bossgegner sterben wird. Umso toller ist es, wenn man diesen Gegner nach zwei oder drei Anläufen fertig macht, denn das kommt auch nicht so oft vor. Ich weiß nicht wie, aber ich konnten Ornstein und Smough beim zweiten Anlauf besiegen. Ich habe mir nen Ast abgefreut, denn die beiden gehören zu den härtesten Gegner im Spiel. Bei anderen die als einfacher gelten habe ich länger gebraucht. Aber so ist Dark Souls eben. Ab und an wirst du belohnt, aber meistens bestraft und du eisrt es toll finden wenn du kanckige Herausforderungen liebst.

Es macht Spaß an der Taktik zu tufteln, denn du erkennst fast immer woran du gescheitert bist. Neben der Taktik ist auch Reaktionsschnelligkeit und Geduld gefragt. Ausserdem gibt es im Spiel unzählig viele Rüstungen, Waffen, Ringe, Gegenstände, Zauber, Wunder, Geheimnisse etc., dass sich eine gewisse Sucht entwickelt immer neue Dinge zu finden und zu entdecken, ähnlich wie in Diablo. Und fast alle Dinge in DS kann man upgraden und/oder verzaubern.

Mann muss nicht auf einem Nagelbett schlafen um DARK SOULS gut zu finden, aber es hilft! ;o)
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Mai 2012
Ich spiele Rollenspiele seit C64 Zeiten (1983) bzw. Grafik-intensiver seit Wizardry, Ultima und auch im online Bereich seit Ultima Online (noch mit Modem- kennt das noch jemand?). Dabei haben mich die schwierigen und längeren Games eher bezaubern können. In letzter Zeit können mich die RPG nicht mehr faszinieren, möglicherwiese, da sie schlicht zu einfach und 'blutleer' oder 'herzlos' geworden sind oder weil sie eher die breite Masse ansprechen sollen und nur Tastenfolgen drücken erfordern'oder ich zu alt geworden bin ;-) ?
Anders sieht es mit dem fabelhaften Demons Souls und dessen grandiosen Nachfolger Dark Souls aus. Ich habe seit Äonen nicht mehr so viel Zeit mit einem Game verbracht und dabei abwechselnd Freude, Spass aber auch Frust und Wut empfunden. Komisch, dass so unterschiedliche Emotionen von einem einzigen Spiel erzeugt werden können ;-).

SPOILER
Warum viel Zeit? Zeit, da sowohl Demon- als auch Dark Souls sehr fesseln und man etliche Stunden mit seinem Char. verbringen kann, auch weil die Spielwelt recht groß ist und man alles erkunden möchte. Durch den hohen Schwierigkeitsgrad, die Menge an Ausrüstung sowie die Verbesserung selbiger kann man schon viel Zeit mit dem Outfit vergleichen und austesten von Waffen verbringen.

Warum Freude? Es ist einfach toll, wenn man den vermeintlich unbesiegbaren Boss dann doch im 10 Anlauf besiegt, da man endlich die Schwachstelle herausgefunden hat und nicht wieder...prepare to die...

Warum Spass? Weil es einfach Spass macht, wenn man sich einige Level später bei seinen einstigen Peinigern revanchieren kann. Ich hatte am Anfang den Weg zu den Skeletten (auch die großen Skelis 500 Souls) Richtung Catacombs gewählt (zum aufleveln war es trotz heftiger langer Kämpfe eine super Ecke ab SL-1; die Burg war dann später locker) und mich gefragt, ob ich mich nur blöd anstelle weil ich nur...prepare to die...

Warum Frust? Jetzt bin ich den Weg schon 6 mal gelaufen, kenne die Gegner schon beim Vornamen und muss den Aufzug dennoch nach oben holen, meine Leiche in New Londo Ruins aufsammeln, vorher noch einige Souls besorgen, um mir den Transient Curse kaufen zu können, die Ghosts sterben sonst nicht, warum eigentlich nicht und warum sterbe ich immer, wenn ich da runterspringe, habe doch alles abgesucht...prepare to die...

Warum Wut? Jetzt habe ich endlich Anor Londo gesäubert, möchte die Soul meines Firekeepers vom Firelink Shrine zurückerobern und es kommt die Meldung xyz123 has invaded your world...prepare to die...

Gleichwohl das Spiel einiges zu bieten hat, was doch frustrierend wirken kann, so überwiegt der Spaß für mich bei weitem und wenn das eine oder andere stört lässt es sich auch abstellen (das Spiel als Noob nicht bei den Skelis starten; nicht online oder '"lebendig" zocken, wenn man Angst vor Invadern hat; einen Blick ins Wiki riskieren oder Spieler zu Hilfe rufen, wenn der Mob unbesiegbar erscheint, oder es in einigen SL nochmals versuchen). Lag kenne ich schon immer, das ist in Blighttown nichts neues und meine Reflexe sind eh nicht mehr die besten'8-)

Unfair empfinde ich das Spiel doch zu keiner Zeit, obwohl mich schon wundert wie einige Invader mich immer back staben können, wenn sie doch bis gerade vor mir oder noch weit weg standen (Lag?). Der Sprung in The Abyss immer zu meinem Ableben führte, weil ich nicht wusste ' ohne Ring ' wird's eben nichts (Wiki ' Danke/bow!)
Fazit: Mir macht es furchtbar viel Spass im Single und im PVP Bereich, auch wenn ich da oft das Nachsehen habe... Spielkonzept ist frisch, fesselnd, eher komplexes Upgrade System der Ausrüstung, abwechslungsreiche Landschaften, düstere Story, Langzeitmotivation. Für mich die beste Spiele-Serie und in meiner persönlichen Hall of Fame die Nr. 1! Ich empfand Demon Souls übrigens als wesentlich schwieriger. Mein erster Durchgang Dark Souls hat ca. 90 Stunden gedauert (ich habe dennoch nicht alles gefunden). Habe beide Teile auf Englisch gespielt - keine Ahnung ob die deutsche Version etwas taugt. Im Übrigen finde ich den online Mode gerade super, neu bzw. revolutionär mit zufälligen Playern und Nachrichten am Boden.
Klare Kaufempfehlung für beide Teile mit...prepare to die...Garantie!
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Oktober 2011
Das trifft es ziemlich genau, zumindest für mich. Habe in den letzten 20? Jahren schon sehr viele Spiele gespielt und dieses Spiel ist mit Abstand das beste was mir bisher untergekommen ist. Ich muss aber auch sagen, das ich vorher Demons Souls auf Platin gespielt habe und generell dies Art Spiel liebe.

Zum Thema Schwirigkeitsgrad:

Damals zu C64er bzw. Amiga Zeiten war es normal das Spiele KEINE Schwirigkeitsgrad-Einstellung(wie auch Dark Souls) hatten, fordernd waren und vorallem hatten diese Spiele Seele. Alles das, was im Laufe der letzten Jahre verlorengegangen ist, nur um den Mainstream-Gamer zu bedienen und maximalen Profit zu erwirtschaften. Autorennen mit Gummiband-KI, Spiele mit 6 Schwirigkeitsgraden usw.. Wenn dann einer sagt: Ich habe Spiel XYZ durchgespielt, dann hat das absolut nichts zu bedeuten, da Person A das Spiel u.u. im Modus "Sehr leicht" durchgespielt hat und Person B in "Sehr schwer".
Bei Dark Souls ist das nicht so. Wenn du dieses Spiel durchgespielt hast, dann weiß jeder was das bedeutet. Genauso wie z.B. bei Gran Turismo 5 oder Ninja Gaiden 2.

Dark Souls ist eigentlich nur am Anfang schwer, wenn man noch nicht weiss wie alles läuft. Wie sich die verschiedenen Gegnertypen im Kampf verhalten, wo Fallen sind und welche Schwächen die Bosse haben. Das findet man aber relativ schnell heraus und dann geht alles relativ einfach von der Hand. Der Reiz im Spiel bzw. das worauf es ankommt ist folgendes: Das gelernte ruig und konzentriert anwenden, keine Kurzschlussreaktionen- die führen garantiert zum Tod. Der Trick ist, wie auch schon bei Demons Souls jeden Gegner(auch wenn er noch so schwach ist) mit Respekt zu behandeln und niemals zu unterschätzen. Jeder Gegner kann einen u.u. mit 2-3 Hieben töten, wenn man ungünstig erwischt wird. Und das Schöne an Dark Souls ist, das die Gegner jetzt scheinbar ein breiters Repertoire an Angriffen beherrschen und einen auch nach längerer Zeit noch mit Angriffsmustern überraschen können, die man vorher nicht bei ihnen beobachtet hat. Gut, es gibt auch Bosse, die man villeicht erst nach längerem Trainig(mehrere Stunden) besiegt, aber der Sieg bzw. die Euphorie danach ist unbeschreiblich. Man weiss danach einfach, das man etwas aussergewöhnliches geschafft hat, etwas das die meisten Leute eben nicht so einfach schaffen würden.

Spielprinzip:

Man läuft kurz gesagt in einer 3rd Person-Sicht duch eine riesige Spielwelt(ohne Ladezeiten, ein Abschnitt geht in den anderen über) und kämpft gegen Kreaturen jeglicher Art. Durch töten der meisten Kreaturen bekommt man "Seelen"(die Währung im Spiel), mit denen man dann Sachen kaufen kann/Gegenstände aufrüsten usw.. Dabei kommt man
ab und zu an sogenannten Leuchtfeuern(sieht wie ein Lagerfeuer aus) vorbei, an denen man rasten kann und wo die eigene Energie regeneriert wird, sowie alle Zauber bzw. bestimmte Gegenstände aufgefüllt werden. Nach einer Rast am Leuchtfeuer werden allerdings alle Standartgegner im Bereich wieder zurückgesetzt, d.H. sie respawnen. Stirbt man später im Spiel, wird man zu dem Leuchtfeuer zurückgesetzt, an dem man zuletzt gerastet hat. Die bis dahin gesammelten Seelen verliert man, diese können aber an dem Ort, dan dem man gestorben ist wieder aufgesammelt werden. Wichtig: Man darf auf dem Weg dorthin nicht ein zweites Mal sterben. Sonst gilt: Alle Seelen weg! Jegliche Aktionen im Spiel wie z.B. das Töten von Gegnern oder das betätigen von Schaltern wird in Echtzeit gespeichert und ist unumkehrbar! Das ist ein wichtiger Punkt im Spiel: Wenn man einen wichtigen NPC tötet, dann bleibt der tot, man kann dann nicht einfach einen alten Spielstand landen. Es gibt pro Spiel nur einen Spielstand der am Anfang geladen werden kann und der beim Spielen ständig aktualisiert wird.

Generell

Das Spiel ist relativ komplex, die Spielzeit ist mit den angegebenen 60 Stunden für jemanden der das Spiel noch nicht gespielt hat viel zu kurz angegeben.
Ich würde villeicht auf 80-100 Stunden tippen(wie gesagt, wenn man das Spiel noch nicht kennt). Es gibt viele verschiedene Welten/Bereiche zu besuchen, die sich auch optisch stark unterscheiden, die Gegner sind ebenso vielfältig. Die Levelarchitektur ist absolut göttlich, sowas habe ich bisher noch nicht gesehen. Die Burgen mit ihren Zinnen, Wehrgängen, die tausend Brücken, Verbindungsgänge und alles in zig verschiede Ebenen verteilt und geschickt miteinander verbunden.
Waffen+Gegenstände sind ebenso zahlreich vorhanden, man kann fast jede Waffe+Rüstung auf x verschiede Arten aufrüsten(Magisch,Feuer,Blitz,Okkult...) und ihre Werte steigern, was später auch wirklich nötig wird, da man dann mit Standartausrüstung nicht mehr weit kommt.
Neben den Bossen gibt es auch auch sehr viele Minibosse im Spiel(Gegner die stärker sind als der Durchschnitt), welche an strategisch wichtigen Orten verteilt sind und die nach deren Tot(wie auch die Bosse) nicht wiederkommen/respawnen.
Es gibt neben dem Kampfsystem auch ein Magiesystem mit dem man statt mit Schwert auch mit Feuerbällen/Energieblitzen als Angriffszauber arbeiten kann. Mit Magie kann man sich auch heilen, schützen usw..
Natürlich gibt es auch in Dark Souls auch die ein oder andere "komplizierte" Stelle, an denen man eine Weile braucht um weiterzukommen. Z.b. gibt es einen Bereich in dem man ständig von von kaum sichtbaren Gegnern mit Giftpfeilen aus Blasrohen beschossen wird(mit einer so hohen Schussfrequenz, das man keine Chance hat den Gegner selbst zu treffen ohne nicht mindestens einen Pfeil einzustecken) und wenn man einmal vergiftet ist, nimmt die Lebensenergie kontinuirlich ab -wenn man keine Giftheilungsobjekte dabei hat stirbt man meist. Aber das ist alles mit ein wenig Übung machbar und das Gefühl einen ehrlichen Sieg errungen zu haben einfach toll.
Das Spiel ist entgegen vieler Meinungen fast nie* unfair, es gibt immer einen Grund für das eigene Versagen und nach Erkennen desselben und Änderung der Taktik ist dann bei Stelle xyz ein garantierter Sieg drin(Fehlerfreies und konzentriertes Spiel vorausgesetzt).

* es gibt villeicht 1-2 Stellen, wo es mir so vorkommt, als wäre Glück ein entscheidender Faktor, das kann aber auch an meinem fehlenden Können liegen.

Zusammenfassung

Wer gern mal am Feierabend ein "Spielchen" macht und genrell kaum Zeit zum Spielen hat, oder wer sich bei einem Spiel nicht gross anstrengen und relativ leicht durchkommen will, wer einfach NUR spielt um Spass zu haben -der sollte dieses Spiel meiden.

Für jeden anderen, der sich auch gern mal "ernsthaft" mit einem Spiel auseinandersetzen möchte das einem nichts schenkt, wer den Adrenalinkick beim Spielen mag und wer eine Herausforderung sucht für den ist Dark Souls eine klare Kaufempfehlung. Man bekommt sehr viel für sein Geld, ein Produkt mit dem man sich über Jahre beschäftigen kann.
33 Kommentare|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Oktober 2011
Ich kannte das Spiel zuvor gar nicht und hatte auch nicht den Vorgänger, von dem ich bis zu dem Kauf von Dark Souls gar nicht wusste, gespielt. Bin zufällig hier im Amazon auf das Spiel gestoßen und nach dem Durchlesen einiger Rezensionen beschloss ich mich spontan zum Kauf des Spiels. Der Einstieg war zugegeben UNGLAUBLICH schwer!!
Ich bin unzählige Male an den einfachsten Gegnern gescheitert und der erste Boss schien anfangs unschaffbar.
Ich war oft kurz davor mein Joypad in die Ecke zu pfeffern und den Fernseher mitsamt der Playstation aus dem Fenster zu werfen um meinem Frust und meiner Wut Luft zu machen - es war einfach zum Haareraufen! Jedoch hat mich das Spiel von Anfang an trotz des hohen Frustfaktors gefesselt!
Und Durchhaltevermögen wird in diesem Spiel so stark belohnt wie in keinem anderen: Die Spielwelt besticht durch eine unglaublich dichte und bedrückende Atmosphäre und wirkt so lebendig wie ich es selten in einem Spiel erlebt habe; die Gegner bestechen durch ihr unglaublich kreatives Design und eine ausgezeichnete KI; überall gibt es neues in der verwinkelten Spielwelt zu entdecken und man weiß nie, was einem hinter der nächsten Ecke erwartet.
Schon lange hab ich kein Spiel mehr mit solcher Leidenschaft gespielt - ein unglaublich intensives Spielerlebnis!
Nach ca. 20 Stunden total exaltierter und nervenaufreibender Spielzeit, hab ich das Gefühl, das Spiel gerade einmal oberflächlich angekratzt zu haben und bin mir sicher, dass mich dieses Spiel noch viele weitere Stunden fesseln wird.
Ein absolutes Meisterwerk und mein persönliches Spiel 2011.
0Kommentar|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.
Alle 2 beantworteten Fragen anzeigen

Haben sich auch diese Artikel angesehen

17,90 €-299,95 €